Jetzt haben sich auf den Beginn meines Berichtes so viele Mitreisende gefunden und ich habe es bisher nicht geschafft weiterzuschreiben. Liegt vielleicht auch ein bisschen daran, dass der nächste Tag unseres Urlaubs nicht ganz so verlief, wie erhofft. Nix schlimmes, aber der Reihe nach ...
Das Lesen hier im Forum bildet und macht neugierig, in diesen Zeiten auch auf Gegenden in Deutschland, die man bisher nicht auf dem Schirm hatte. So ging es mir mit der Eifel. Einige Ausflugsberichte oder auch Reportagen ließen in mir den Gedanken aufkommen, dass man auch einen kleinen Teil der Eifel mal besuchen könnte. Wir sind an der Mosel - wir wollen die Maare sehen - was liegt näher, als einen Tag auf dem Maare-Mosel-Radweg unterwegs zu sein. Es gibt einen Shuttlebus mit Radtransport von Bernkastel-Kues nach Daun, dann kann man die rund 60 km gemütlich auf dem Fahrradweg zurückfahren. Schon rd. eine Woche vorher hatte ich drei Plätze für den Donnerstag gebucht, weil wir gleich nach Anreise erst mal einen "freien" Tag haben wollten. Dann änderte sich der Wetterbericht und es zeichnete sich ab, dass der Mittwoch optimal für diese Unternehmung sein sollte. Also für den Mittwoch drei Plätze reserviert und die Reservierung für Donnerstag verfallen lassen (die 11 EUR schienen verschmerzbar). Der Bus sollte um 10.19 Uhr in Bernkastel-Kues, genauer auf der Kueser Seite starten. Wir fuhren also mit (vermeintlich) genug zeitlichem Vorlauf in Enkirch los. Die Hauptroute entlang der Mosel geht mal auf der recht, mal auf der linken Moselseite entlang und auf der letzten Brücke vor Bernkastel-Kues wechselte mein Sohn, der Ausschilderung folgend, auf die linke Flusshälfte, wohl wissend, dass der Busbahnhof und auch unser angepeilter kostenloser Parkplatz fürs Auto auf der rechten Flussseite sind. Ist ja kein Problem, in Bernkastel gibt es ja eine Brücke .... tja, die Brücke gab es schon, aber leider voll gesperrt für KFZ. An der vorigen Brücke gab es schon die Standard-Umleitungsschilder (also die kleinen gelben mit U1 oder U20 oder so), aber keinerlei Hinweis darauf, dass die nächste Brücke komplett gesperrt ist. Hier wäre der Hinweis echt hilfreich gewesen: Richtung Kues - rechte Flussseite, Richtung Bernkastel - linke Flussseite. Es sind in der Region ja doch ein paar Leute unterwegs, die sich da nicht soooo gut auskennen.
Wir hatten also noch 20 Minuten Zeit, da hätte es uns niemals über die nächste Brücke gereicht. Also parkten wir das Auto dort, wo normalerweise die Ausflugschiffe abfahren. Der Platz war kein Problem, aber an einem solch zentralen Platz wird man natürlich zur Kasse gebeten -für den Tag waren 9 EUR fällig. Na ja, es gab ja keine Alternative. Also mit dem Fahrrad über die Brück, auf der gesamten Kueser Seite war eine Riesenbaustelle, wir erreichten den Abfahrtsort aber dennoch rechtzeitig.
Es fuhren zwei Busse in Richtung Daun - einer mit mehreren Zwischenstopps, einer direkt, das sollte unserer sein. Leider kam dieser um einiges zu spät, sodass wir erst mit Verspätung loskamen. Aber ja auch kein Problem, wir haben ja Urlaub ...
Die Fahrräder wurden eins nach dem anderen auf den Hänger verladen und mit Spanngurten festgezurrt. Mein Sohn hatte diesbezüglich ziemlich Bauchschmerzen, denn er hatte Sorge um sein nagelneues Mountainbike. Wir hatten "Polstermaterial" zum Schutz dabei, das wir anbrachten und los ging die Fahrt.
In Wittlich gab es noch einen Zwischenstopp und dann ging es über die Autobahn nach Daun. Blöderweise war die Abfahrt, die unser Busfahrer eigentlich nehmen wollte, wegen Markierungsarbeiten gesperrt, sodass wir eine Ausfahrt weiter mussten und dann auf der Landstraße ein Stück zurück bis nach Daun fahren mussten. Hat natürlich auch länger gedauert. Dieser Zeitdruck war dann natürlich auch beim Abladen zu spüren. Der Busfahrer lud die Räder schnell, schnell ab und war ruckzuck weg - und wir mussten feststellen, dass in der Federgabel des Fahrrads meines Sohnes ein kapitaler Kratzer zu sehen war. Diesen Schaden konnten wir uns durch die schnelle Abfahrt nicht bestätigen lassen ... nun standen wir also in Daun, mein Sohn war den Tränen nahe, ich fühlte mich für den Schaden mit verantwortlich, war ich es doch, die den Wunsch hatte, diese Tour zu machen und es war auch absolut nicht ersichtlich, wo denn dieser so hochgerühmte Fahrradweg losgehen sollte ... Stimmungstief also, wie es dann weiterging erzähle ich im nächsten Beitrag (hoffentlich bald)
Gruß
Joni