Sigmaringen stand schon länger auf unserer Liste und der Wetterbericht versprach für diesen letzten Oktobersonntag Traumwetter. Leider konnten wir die durch die Zeitumstellung geschenkte Stunde irgendwie nicht zum Ausschlafen nutzen - wir waren beide zeitig wach, sodass wir uns nach dem Frühstück bereits kurz nach 9 Uhr mit dem Cabrio auf die knapp 100 km lange Strecke machten. Nach einer guten Stunde kamen wir am Startpunkt unser Wanderung an, in Laiz, einer kleinen Gemeinde kurz nach Sigmaringen, dem Heimatort unseres Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Der empfohlene Parkplatz direkt an der Donau war schon gut belegt, aber wir haben zum Glück noch einen Parkplatz bekommen.
Der erste Teil der Wanderung führte wenig spektakulär über Wiesen direkt an der Donau entlang, aber der blaue Himmel und die schönen Herbstfarben habe uns gleich von Anfang an gut gefallen.
Und ausgeschilderte Wandermöglichkeiten gibt es genug.
Nach knapp 1,5 km, führte uns der Weg weg von der Donau, in den Fürstlichen Park Inzigkofen. Wer sich hier jetzt ein paar schöne Blumenbeete und gepflegten Rasen mit Springbrunnen u.ä. vorstellt, liegt komplett falsch. Beginnend im Jahr 1815 ließ Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern-Sigmaringen unterhalb eines bestehenden Klosters unter "Nutzung" der vorhandenen Landschaft mit Felsen, Schluchten, Anhöhen und der Donau einen Park gestalten, der dann in den folgenden Jahren ausgebaut und zum "Lustwandeln" genutzt wurde. Wer sich für historische Detail interessiert findet diese im Internet, ich zeige Euch einfach ein paar Bilder.
In diesem Bereich war es relativ voll und auf den schmalen und teilweise recht steilen Wegen musste man immer mal wieder einen Schritt zu Seite gehen oder auch bei Gegenverkehr mal kurz abwarten. Direkt diesem Teil direkt an der Donau ist das Kloster Inzigkofen, der ausgeschilderte Weg wäre auch dort vorbeigegangen, wir blieben aber lieber direkt an den Felsen. Viele Besucher parken aber auch am Kloster und gehen dann nur von dort an zu den Aussichtspunkten, Felsen, Brücken und Grotten (was man teilweise am Schuhwerk gesehen hat, wir waren froh über unsere festen Schuhe). Daher auch der größere Andrang in diesem Bereich.
Blick vom ersten Aussichtspunkt - dem Amalienfelsen, zur neuen Hängebrücke, die zur Eremitage führt
wieder zurück vom Amalienfelsen durch eine Lindenallee mit einem Blick auf den Kirchturm von Laiz.
Geht dann später noch weiter
Gruß
Joni