Beiträge von Emmalotta

    Immer noch Lanzarote.

    Weiter geht’s zu einer Aloe-Farm am Fuße eines Vulkans mit dem ausgesprochen hässlichen Namen Monte Corona. Ich verspreche mir nicht allzu viel davon, rechne mit einer reinen Verkaufsveranstaltung nach Art der Kaffeefahrt. Bin dann aber doch angenehm überrascht über viel Wissenswertes, das uns zur Nutzung der Pflanze erzählt und demonstriert wird (ich wusste nicht, dass man Aloe Vera auch essen kann 8| ).

    Anschließend macht die Farm ordentlich Umsatz - mit mir allerdings nicht…

    Hatte mich der Mirador del Rio schon sehr beeindruckt, sollte ich nun bald mit offenem Mund staunen: die nächste Station ist nämlich der Jameos del Agua, ein architektonisches Hauptwerk von César Manrique. Ein Jameos, erklärt unser Guide, ist eine Blase im Lavastrom, die irgendwann platzt und eine Mehr oder weniger begehbare Höhle hinterläßt. Davon zeigt er uns viele, große und kleine. Und dann eben die, in der Manrique ein sehr, sehr exklusives Hotel einrichten wollte. Ich lass mal nur die Bilder sprechen - es ist absolut faszinierend, auch wenn die Kraxelei über unebene Stufen in der dämmrigen bis dunklen Höhle ziemlich schwierig war und bei mir für diverse Adrenalin-Ausschüttungen sorgte…

    Sorry, mehr Fotos hab ich leider nicht, weil ich mich so darauf konzentrieren musste, in der Höhle nicht zu stürzen. Wer also nicht so gut zu Fuß oder etwas unsicher auf den Beinen ist, sollte das Innere der Höhle leider meiden. Es gibt auch kaum Geländer an den Treppen.


    Fortsetzung folgt.

    31.1., Lanzarote

    Wieder früh auf, lecker Frühstück - übrigens immer im Anckelmanns. Am ersten Morgen hatte ich die Erfahrung gemacht, dass mein Keller wohl befürchtete, ich könnte Hungers sterben, wenn er mich nicht ordentlich versorgt. Jedenfalls servierte er viel zu große Portionen, und ich hasse es, wenn Lebensmittel im Abfall landen. Also gehe ich auch heute wieder ans Buffet, da kann ich viel besser dosieren. Ich habe Zeit, denn mein Ausflug startet erst um 14 Uhr.

    Vorher will ich noch ein bisschen Arrecife besuchen und hoffe auf einen Shuttle - denn mittlerweile ist es schon nach zehn. Den gibt es aber nicht, denn die freundliche Lady am Pier meint, es wären zu Fuß ja nur 15 Minuten bis in die Altstadt. Ich habe da so meine Zweifel, marschiere aber los. Und na klar, sie kann wohl Entfernungen schlecht einschätzen oder dachte, ich würde in die Stadt joggen wollen :rolleyes: Als ich an der nagelneuen, recht edlen Marina bin, ist schon eine halbe Stunde rum, und die Stadt liegt noch weit weg X( Immerhin gibt es schöne Schiffchen zu sehen:


    Also drehe ich um, ich will vor dem Ausflug noch was essen. Es ist sehr, sehr diesig, und überall sieht man eine dünne rotbraune Schicht auf weißen Oberflächen - Staub aus der Sahara…

    Ein paar Tapas an der AA Bar später steige ich dann in den Bus, der zum Glück direkt vor dem Schiff wartet. Auch der wird voll. Unser Guide ist ein Chilene mit deutschen Vorfahren. Seine Muttersprache ist spanisch, aber er spricht auch fließend und akzentfrei Deutsch. Er lebt auf Lanzarote und liebt seine Insel, das spürt man deutlich! Sehr informativ, aber auch unterhaltsam führt er uns in den nächsten vier Stunden von einem Höhepunkt (im Wortsinn!) zum nächsten:

    Spürt Ihr den Staub in der Luft? Noch stärker ist er am Mirador del Rio zu spüren, den César Manrique gestaltet hat. Der Blick auf die vorgelagerte Insel La Graciosa ist doch sehr getrübt:

    Die Insel sei unbewohnt, erzählt unser Guide. Was aber nicht stimmt, wie Gesa deern_vonne_elw mir geschrieben hat (danke dafür!). Vielleicht hat er ja den zweiten Ort auf La Graziosa gemeint, der liegt im Osten, heißt Pedro Barba und besteht tatsächlich nur aus Ferienhäusern. Laut Guide ohne Strom, ohne fließendes Wasser. Also, wenn jemand von Euch mal so richtig abschalten will… Handyempfang und Internet gibt’s da bestimmt auch nicht. :D

    Geht gleich weiter.

    30.1. Madeira bis 14 Uhr

    Heute ist es morgens sehr diesig, aber schon 23 Grad warm. Perfekt für einen entspannten Bummel durch Funchal auf eigene Faust. Ich fahre mit dem TUI-Shuttle (Tageskarte 9 €) bis zur Seilbahnstation, fahre aber nicht rauf nach Monte. Ich will die malerischen Türen der Rua Santa Maria sehen und fotografieren:

    Familie Sams?

    Der kleine Prinz…

    Danach lande ich an der kleinen Festung am Ende der Promenade.


    Das ist für Einheimische offenbar ein beliebter Badeplatz…


    Seht Ihr den Schwimmer auf dem Bild? Er war nicht der einzige… Man muss wohl auf Madeira geboren sein, um sich da rein zu trauen!

    Ich sehe mir das lieber aus sicherem Abstand an.


    Fortsetzung folgt, aber wohl nicht mehr heute.

    Samstag., 29.1. Madeira overnight

    Mein Ausflug - 7,5 Stunden über die Insel - startet um 9:20, also zu einer christlichen Zeit. Wieder ist der Bus voll, aber die Truppe ist nett und sehr diszipliniert. Unsere Guide ist sehr nett und erzählt uns viel über die Insel und das Leben dort. Allerdings tut sie das ohne Unterbrechung, was bei mir zwischendurch zu Ermüdungserscheinungen führt. Trotzdem: wir hätten es schlechter treffen können.

    Es gibt immer wieder kurze Fotostops - die Bilder hat man hier schon mehrfach gesehen. Aber vom Highlight des Tages zeige ich Euch umso mehr: Es geht zur Mittagspause in ein Restaurant mit einer Aussicht und einem Essen, mit dem niemand von uns gerechnet hätte!

    Man konnte wählen zwischen Fisch und Fleisch, wobei ersterer der berühmte schwarze Degenfisch war. Und natürlich will ich den probieren - wie auch die nette Familie an meinem Tisch. Vorweg wird eine typische Gemüsesuppe gereicht - lecker! - , dann folgt ein köstlicher Fisch mit Kartoffeln, Tomatenreis und einer Schüssel frischem Salat. Dazu Rotwein, Weißwein, Wasser oder Maracujasaft. Zum Dessert ein Salat aus frischen Obst mit erstklassigem Vanilleeis. Wow!

    Noch mehr WOW gibt es dann draußen bei dem anschließendem halbstündigen Aufenthalt zum Gucken und Fotografieren:


    Man kann sich nicht sattsehen - und würde am liebsten auch in diese Becken springen, die vom Meer und den Vulkanen geschaffen wurden. Einfach nur traumhaft schön!

    Ein wunderbarer Ausflugstag. Aber auch anstrengend. Bin mal wieder um 22 Uhr im Tiefschlaf…

    Freitag., 28.1. Seetag

    Ich bin ein bekennender Langschläfer, 12 Stunden sind da locker drin… ;) Gehe nicht vor Mitternacht ins Bett, stehe nicht vor 10 Uhr auf. Normalerweise. Auf See kehrt sich das um: um 22 Uhr bin ich schon im Tiefschlaf, spätestens um 8 Uhr hellwach. Naja, eher nur wach.

    Blick vom Balkon, es dämmert noch und sieht grau aus. Fühlt sich sehr frisch an. Nach dem Frühstück in die AA Bar, langsam drückt die Sonne durch. So wird es jeden Tag sein - und die Temperaturen steigen von 22 bis 27 Grad, je nach Insel.

    Kurz gefasst ist jeder Morgen Socken- und jackenpflichtig. Tagsüber sind t-Shirt, Kleidchen, Shorts und Sandalen angesagt. Abends dann wieder wie morgens, auch die bordeigenen Wolldecken kommen zum Einsatz.

    Um 14 Uhr Foritreffen in der AABar. Es kommen nur Sandra Krete01 und ihre Freundin Tanja. Suchend umher gucken hilft - ich erkenne die beiden sofort :D. Wir verstehen uns prima und werden uns täglich treffen, um ein bisschen zu klönen. Den beiden verdanke ich übrigens einen heißen Cocktail-Tipp: „Red Wind“. Sehr rot, sehr fruchtig, nicht zu süß und mit ein wenig Gin. Lekkkkkker!

    Abends kämpfe ich gegen meinen Seeschlaf, kann mich aber wachhalten bis zum Einlaufen in Madeira zu Schlagerklängen - Poolparty! Keine Masken, kein Abstand, es wird getanzt und lauthals mitgesungen. Und ist offenbar gut gegangen.

    Geht bald weiter.

    So, Ihr Lieben, jetzt fang ich ihn mal an, den Kurzbericht von einer kurzen Reise:

    Donnerstag, 27.1.

    Bis auf den letzten Drücker bange ich, dass es tatsächlich klappt mit der Reise. Es steht ja noch der 2.Test am Abreisetag an… Der ist schnell und unkompliziert bei EcoCare am Düsseldorfer Flughafen gemacht, und exakt 15 Minuten später habe ich es schwarz auf weiß: negativ. Uff.

    Angereist bin ich Sparfuchs mit Taxi bis zum Flughafenbus in Ratingen, dann von dort bis zum Airport und schließlich mit dem Skytrain zum Terminal A. War anstrengend mit dem Gepäck, und die eingesparten 25 Euro nicht wirklich wert - manchmal spart man an der falschen Stelle :rolleyes:

    Nach dem Test heißt es Schlangestehen. Gefühlt sind alle Paxe der beiden Maschinen, die uns zum Schiff bringen sollen, zur Stelle. Ich weiß gar nicht, welchen Sinn der online-Check-in haben soll, denn einen Schalter nur zum Abwerfen des schon eingecheckten Gepäcks gibt es nicht. Und der Vorgang am normalen Schalter ist der gleiche - allerdings zahlen Gäste, die erst jetzt einchecken, dafür 5 Euro. Pro Person.

    Als ich endlich meine Bordkarte habe - zusätzlich zu der, die ich nach dem online-Check-in bekam :rolleyes: - mache ich mich auf zum Gate in Terminal B. Das ist mit ein bisschen Sightseeing verbunden, denn unterwegs werden wir gebeten, über A nach B zu gehen, weil der direkte Weg dorthin gerade gesperrt ist. Also geht‘s im Gänsemarsch einmal quer durchs Fluhafengebäude, und mein Arm mit dem nicht ganz so leichten Handgepäck (der ganze Elektronik-Kram X/ ) wird immer länger…

    Von Vorteil ist wenigstens, dass wir erst kurz vor‘m Boarding am Gate ankommen. Was wir noch nicht wissen ist, dass unsere Maschine auf einer Außenposition steht. Und so geht es treppab in den Bus - schön voll - und schier endlos irgendwo ins Nirgendwo.

    Dann geht es endlich in den Flieger und ich freue mich auf den für 20 Euro gebuchten Komfortsitz mit mehr Beinfreiheit. Der Sitz ist vorhanden, aber wo ist der Komfort, wo die Beinfreiheit 8| ? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die normale Holzklasse noch enger bestuhlt ist. Nee tuifly, das war eine Mogelpackung! :cursing:

    So werden die 4 1/2 Flugstunden echt quälend lang. Zu essen gibt‘s natürlich nichts umsonst an Bord, deshalb hab ich ja meine Stullen dabei. Aber selbst ein schnödes Wasser muss bezahlt werden.

    Ich steige also sehr erleichtert in Teneriffa Süd aus, in den bereitstehenden Bus ein, der pickepacke voll wird. Auf dem Weg zum Kofferband müssen wir noch den spanischen QR-Code nebst Ausweis vorzeigen.

    Mit dem Koffer, der schnell kommt, geht‘s zum TUI-Bus und in 45 Minuten Fahrzeit endlich zum Schiff!

    Hach, was freu ich mich auf meine Kabine! Die muss ich mir aber erst noch erarbeiten, denn wir marschieren im Schweiße unseres Angesichts - gefühlte 25 Grad! - mit Rucksack, Handgepäck und dicker Winterjacke überm Arm gut einen Kilometer die Pier entlang, bis wir endlich die Gangways erreichen. Und seit Düsseldorf alles, alles mit Maske <X …

    Übrigens: was sehen meine verwunderten Augen auf dem Weg zur Gangway???

    Kaputte Scheibe mitten auf der Brücke? Mit Plastikfolie zugehängt??? 8|


    Geht demnächst weiter, dann auch mit Fotos.

    Guten Morgen aus Teneriffa!

    Hab heute schon ein Sportprogramm hinter mir: Wir wurden gebeten, aus Hygienegründen (? :/ ) unser Gepäck möglichst eigenständig von Bord zur Aufbewahrung zu bringen. Den Gefallen wollte ich ihnen tun, zumal ich dann noch mein Nachtgewand verstauen konnte. Was sie uns nicht gesagt haben: zur Aufbewahrung marschiert man rund einen Kilometer die Pier entlang… =O Mit schwerem Ziehkoffer echt beschwerlich. Jetzt ist mein rechter Arm deutlich länger als der linke.

    Frühstück ist erledigt, bis zum Transfer um 14 Uhr heißt es nun, möglichst angenehm die Zeit totzuschlagen.

    Bis bald von daheim!

    Guten Morgen aus Puerto Rosario/Fuerteventura!

    Es ist jetzt, kurz vor zehn, noch etwas frisch, aber die Sonne drückt schon durch.

    Ich hab mich für Euch an der Rezi erkundigt: ab Donnerstag gibt es 600 Durchfahrer plus ca 900 neue Gäste. Durchfahrer werden am Wechseltag getestet (kein Selbsttest).

    Im übrigen gilt hier tägliches Fiebermessen. Für alle, die das Schiff verlassen, an der Gangways, sonst zwischen 10 und 12 in der Abtanzbar.

    Ich bleibe heute an Bord und lasse es gaaaanz ruhig angehen. Um 17 Uhr lerne ich, wie man Sushi zubereitet.

    Unser Guide auf Lanzarote meinte, es sei der Schirocco, der alles so diesig gemacht hat, seit gestern schon. Und überall liegt dieser feine Saharastaub herum. Im übrigen hat mich Die Insel sehr beeindruckt. Und die Bauten von César Manrique sind richtig toll!

    Noch eine Info für die Raucher unter uns: auf den Kanaren ist die Maske auch im Freien Pflicht. Wer rauchen will, muss 10 m (!) Abstand halten und darf nicht rauchend herumlaufen.

    Ach, Du lieber Gott, was für ein Wetter, da kannste Depressionen bekommen. Bei uns war es auf unserer Tour vor knapp 3 Wochen genauso auf Lanzarote.

    LG Richy

    Ach weißt du, Richy, die 25 Grad, die wir hier gerade haben - bei einer leichten Brise unter wolkenlosem Himmel- machen mich nicht so wirklich depressiv ;)

    Das obige Foto täuscht, das war nur der Morgendunst ^^ Aber ich falle auch immer darauf rein, denke beim ersten Blick nach draußen „Oooch, heute schlechtes Wetter“, und zwei Stunden später ist Sommer!

    Nach Arrecife bin ich gar nicht rein gekommen, war zu weit und die Zeit wurde knapp, in 2 Stunden startet mein Ausflug. Zu Fuß braucht man vom Schiff aus eine gute halbe Stunde, Shuttle gibt‘s nicht. Aber es stehen Taxen vor dem Schiff.

    Wenn ich Lust hab, geh ich heute Abend noch mal bummeln, wir legen erst um 23 Uhr ab.