Fazit:
Es waren schöne, erlebnisreiche und trotzdem auch entspannte Tage in und um Den Haag. Ich würde diese Reise auch gern noch einmal zu einer anderen Jahreszeit unternehmen, um all die Museen zu besuchen, in die ich bei diesem herrlichen Sommerwetter nicht gehen wollte. Und das sind viele!
Ich bin mit der Bahn angereist für 92,65 hin und zurück inklusive Platzreservierung, 2. Klasse Sparpreis mit Stornomöglichkeit.
Das Apartment hat für 5 Nächte inklusive kleinem Frühstück und inklusive Touristenabgabe 562 Euro gekostet, für 2 Personen wären es 618 € gewesen. Es ist eine schöne Unterkunft mit einem sehr großen, sehr bequemen Bett, einem kleinen, aber für 2 völlig ausreichendem Bad mit Dusche. Fön ist auch vorhanden. Kühlschrank und Schränkchen mit einfachen Geschirr (hübsch, aber Kunststoff) und Besteck, 2 Gläsern, kaffeebechern, Weingläsern, Korkenzieher. Es gibt einen Wasserkocher mit Teebeuteln, Instantkaffee und Milch, außerdem eine Nespressomaschine mit ausreichend Kapseln. Der Vermieter bietet auch 2 Fahrräder an.
Achtung: das Apartment liegt im dritten Stock und ist nur über eine recht enge Treppe zu erreichen!
Die Lage ist perfekt: über zwei verschiedene Wege direkt vor der Haustür kommt man in knapp 10 Minuten über die Dünen ans Meer (Zuidstrand). Dort gibt es zwei Strandpavillions, in denen Abends gepflegt gechillt werden kann - „De Staat“ und „Zuid“.
Auch direkt vor der Haustür ist die Haltestelle von Bus Nr. 22, mit dem man nach Den Haag reinkommt. Diverse Tramlinien gibt es auch, in die man umsteigen kann, um überall hinzukommen, wo man hinmöchte. Ein Einzelticket kostet 4,50 und gilt 2 Stunden lang in jede Richtung, also auch - anders als bei uns - hin und zurück. Ein Tagesticket bekommt man für 8 Euro, ein 3-Tages-Ticket kostet 20 Euro. Zu kaufen bei HTM-Servicepoints, z.B. am Hauptbahnhof Den Haag Central. Nicht online, denn QR-Codes können die Automaten in den Bussen und Bahnen nicht lesen!
Achtung: man muss in Tram und Bus bei jeder Fahrt mit dem Ticket ein-und auschecken! Fand ich ziemlich lästig, aber man gewöhnt sich dran.
Ca 200 m von der Haustür entfernt gibt es in der Tesselseplein einen großen Supermarkt. 10 Minuten zu Fuß oder 1 Station mit dem Bus.
Essen gehen: Preise für Imbisse ca 8 Euro, für Lunch 18 bis 22 Euro, für Dinner ab 23 Euro aufwärts. Ich hab mich an den beiden ersten Tagen an Kibbeling, Fish – Chips etc. satt gegessen, konnte dann allerdings schon nichts Frittiertes mehr sehen und bin auf Salate und Sandwiches ausgewichen, auch aus dem Supermarkt. Aber diese grandiosen Matjes, die gehen für mich immer!!!
Meine Merksätze:
1. Vergiss Bargeld. Mit Kredit- oder Mastercard werden hier selbst die kleinsten Beträge bezahlt. Vielfach steht auch schon an der Kasse oder auf dem Verkaufstresen „Cards only, no cash“ Gut ist, beide Kartenformate dabei zu haben - meine Visa KK hat z.B. im Bus funktioniert, ansonsten aber nicht. Mastercard ging immer und überall.
2. Augen auf im Straßenverkehr
: Autos und Fahrräder sind absolut gleichgestellt - und Fußgänger sind die Underdogs. Immerhin: Autofahrer halten für Fußgänger an. Radfahrer nicht. Autofahrer drosseln auch mal ihr Tempo, wenn‘s eng wird. Radfahrer nicht. Selbst Busfahrer halten für Radfahrer an - Radfahrer für Busse natürlich nicht. Ich hatte den Eindruck, dass Radfahrer sich hier als absolut bevorrechtigt betrachten und alle anderen Verkehrsteilnehmer als ein überaus lästiges Übel.
3. Niederländer sind tiefenentspannt und gelassen, überaus freundlich, hilfsbereit und kommunikativ. Sehr, sehr angenehm nach dem, was man mittlerweile so bei uns in Deutschland erlebt…
Und damit habe ich fertig.