Heute ist wieder Seetag. Wo uns die Landgänge mit Informationen überfluten, bleiben die Seetage doch meist eher lau. Heute ist alles anderes. Andere haben Rücken, wir haben Brücke! Vorsicht Satire.
Schon am ersten Seetag, an diesem durfte ich all die netten Menschen aus dem Forum von Pooldeck24 kennen lernen, ich war der kleine, dicke Stille unter dem Tisch, hat uns die beste Ehefrau aller beim Kapitäns Dinner angemeldet. Ach nein, dass war doch ein Besuch der Bilge mit Bilgeschwein füttern. Moment, jetzt habe ich es wieder – wir gehen auf die Brücke!
Warum man sich da so lange vorher anmelden muss, keine Ahnung. Zur Beantwortung dieser Frage zitiere ich gerne das Mahatma Prinzip. Noch nie gehört? Ma hat ma Glück, ma hat ma keins!
„Bridge to Captain“
Ui ui ui, bin ich aufgeregt! Gleich geht es los. Haben wir unser Schattenbad extra für diesen Besuch stark verkürzt, ich hoffe da kommt jetzt richtig was. Treffen ist vor der Xlounge, da wo die Schoschonen (wir) nicht wohnen!
Nach kurzer Wartezeit, wir bekommen immer mehr Zuwachs, erscheint die Concierge unseres Dampfers, danach im Duett eine Dame und ein Herr von der Security. Die richtige Zeit wäre mittlerweile, doch wahrscheinlich liegt ein Notfall vor. Lenkrad abgebrochen und kein Ersatz vorhanden. Wir warten weiter. Dann klingt aber endlich aus dem Bordtelefon, nennt sich wohl auch „Gehi Sprechi“, der Aufruf für uns – wir dürfen los.
„Die Treppe hinab und die Flure entlang...“
Nur noch ein winzig kleiner Sicherheitscheck. Streng sortiert nach Männlein und Weiblein lassen wir diesen kommentarlos über uns ergehen. Ready? Ready! Es geht ins Allerheiligste! Wir bekommen die Augen verbunden, es ist uns untersagt zu sprechen, höchste Sicherheitsstufe und Konzentration! Im Gänsemarsch führt man uns, der Hintermann legt die Hand auf die Schulter der Vorderfrau. Durch scheinbar endlose Gänge, (sind wir bald da?) Muff von alten Socken quält unsere Nasen, gelangen wir endlich an unserem Bestimmungsort an. Eine Tür schwingt quietschend auf, die Augenbinden rutschen fast von selbst herunter, von der uns anlächelnden Sonne geblendet erblicken wir die Lichte Gestalt des Kapitäns – es gibt ihn wirklich. Oder aber: Der Adler ist gelandet, wir sind im Horst!
Warmherzig lächelnd empfängt er uns mit salbungsvollen Worten: Willkommen auf der Brücke. Dankbar nehmen wir nach dem langen, entkräftenden Marsch das Angebot zu sitzen an. Gerne hätten wir ein kühles Getränk, am liebsten in Form einer Hopfenkaltschale, aber wir möchten nicht unhöflich erscheinen. Also lauschen wir gebannt den Worten unseres Kapitäns. Er spricht von technischen Dingen die wir nicht verstehen, unterweist uns in der Kunst der Navigation, danach dürfen wir das Schiff ca. 3 Zentimeter an einem großen Felsen vorbei manövrieren. Deja-vu! „
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Alles klar auf der Andrea Doria.“
Nach einer knappen Stunde ist alles vorbei, noch ein Foto von uns mit dem Boss.
War schon klasse auf der Brücke, aber am besten war die tolle Aussicht! So neigt sich wieder einmal ein langweiliger Seetag dem Ende entgegen. Was uns wohl der Nächste bringen wird?
Auf vielfachen Wunsch, einer einzelnen Dame, ihr kennt sie bereits als die beste Ehefrau aller, soll ich als Erinnerung diesen Musiktitel auswählen. Dabei würde ich lieber einen Reggae Titel vom Altmeister Bob Marley zitieren, aber die Flippers? By the Way, fällt mir doch gleich etwas zum Thema Flippers und ihren oben zitierten Song ein. Soll doch die eingedeutschte Sprechweise des Songs zur Eindeutschung von Barbados geführt haben, zumindest was den Namen angeht! Also bitte ich diese Aussprache zu verwenden: [baʁˈbaːdɔs]
Hoch oben vom Schiff zeigte Barbados nicht gleich was die Insel wirklich bietet. Unseren Ausblick prägten hohe verlade Kräne und ein Meer aus Häusern die nichts von Karibik hatten. Bei näherer Betrachtung täuschte der Eindruck wie wir schon bald feststellten.
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„…wer nicht fragt, bleibt dumm!“
Kaum das wir den Bauch des Schiffes mittels der obligatorischen Gangway verlassen hatten, konnten wir sie auch schon sehen. Wahre Heerscharen von Minibussen die nur darauf warteten uns zu Diensten zu sein. Hinein ins Getümmel und den besten Preis ausgehandelt lautete die Devise. Unsere Anfrage nach einem deutschsprachigen Reiseführer bekamen wir auch tatsächlich positiv beschieden. You will have to ask for Peter [ˈpeːtɐ]. Wir können eine Menge sehr netter Dinge von Peter sagen, er ist ein fabelhafter Guide, er scheint immer ruhig und ausgeglichen, er führt sicher seinen Bus, fährt nicht zu schnell, aber deutsch sprechen, dass kann Peter leider nicht! Ein Umstand , mit dem wir durchaus leben konnten.
Wir wollten die Sehenswürdigkeiten von Barbados anschauen, eine Rum Destille inspizieren und selbstverständlich an den Strand. Alle unsere Wünsche konnten wir im Pauschalpreis integrieren, dieser näherte sich nach zarten Verhandlungen ein wenig unseren Vorstellungen.
„in a Taxi heading downtown …“
Sehr geehrte Damen und Herren, nehmen sie Platz, schnallen sie sich an unsere gemeinsame Reise beginnt hier und jetzt. Mit ähnlich salbungsvollen Worten, nur eben in Englisch, startete Peter unsere Tour. Vorbei am Kricketstadion, der Rum-Destillerie hinein in die Stadt, dem teuren Teil der Stadt. Den Namen des teuersten Hotels der Stadt, mit dem exorbitant gesalzenen Preis für eine Übernachtung haben wir, gleich nach dem er in unsere Ohren gedrungen war, wieder aus dem Gedächtnis gelöscht. Vorbei an einem Bauplatz, eine freie Fläche eben, für den auf dem Grundstücksmarkt laut Peter bummelige drei Millionen Dollar abgefragt werden, näherten wir uns dem Wohnsitz von Rihanna. Hübsches Anwesen nennt die Dame ihr Eigen, die genaue Bezeichnung lautet wohl eher Palast, leider war sie gerade nicht da. Schade, der Kaffee mit Rihanna fällt also aus!
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Die weitere Fahrt mit Peter zeigte uns nicht nur die schönen und teuren Seiten von Barbados, sondern auch die weniger begüterten Stadtviertel. Bunte Häuser die sich in die Vorstellung einer karibischen Insel nahtlos einfügen, doch eben nicht immer glamourös und vollkommen.
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„ … die Kuh macht muh.“
Weiter geht es durch die Straßen hinaus aus der Stadt, hinein in die Berge. Na ja, Hügel wäre wohl die bessere Bezeichnung, aber es geht bergauf. Hinauf zum höchsten Punkt der Insel, dem schönsten Aussichtspunkt der Insel. Auf dem Weg dorthin haben wir Erlebnisse die einem Déjà-vus gleich kommen. Die grüne hügelige Landschaft, gepaart mit den Milchkühen – ja Kühe, echte schokobraune Kühe! Wir waren überrascht, Milcherzeuger hatten wir nicht erwartet.
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Es fällt mir im Verlauf dieser Reiseerzählung immer wieder schwer die Worte zu finden die mich bewegten. Worte die dem Bild im Kopf genügen. Sätze die nicht in Superlativen enden. Wir fanden den Ausblick in dieses Tal märchenhaft schön.
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„Der Teufel hat den Schnaps gemacht!“
Vor dem Strand war noch die Rum-Destille dran. Ich mache es kurz. Nette Destille, nett anzusehen, für unsere Begriffe zu teuer für das Gebotene. Aber vor allem zu schnell. Zu schnell für uns, den leider sprach dieser Erklärbar im Takt eines Maschinengewehrs! So gut ist unser Englisch leider nicht. Schade! Ohne Übertreibung, der Rum war echt lecker! Kleine Randnotiz: Den Eintrittspreis zur Destillerie bezahlten wir selbst, also „on Top“ auf den mit Peter vereinbarten Fahrpreis. Das war für uns das einzige Ärgernis an diesem Ausflug. Wir waren von alles inklusive ausgegangen. Nachdem wir die Fahrtkosten aber schon im Vorfeld drücken konnten, haben wir uns nicht weiter echauffiert.
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„Down on the Beach ...“
Unsere letzte Station, wie so häufig, war der Strand. Peter quälte seinen Kleinbus durch den Stadtkern zu einer kleinen Strandbar. Die Benutzung des Strandes ist, laut Peter, an allen Stränden frei. Auch in der Bar mussten wir nichts verzehren, wird aber gerne gesehen. Wir haben uns ein heimischen Bier munden lassen und das freie WLAN genutzt. Wobei wir zunächst schon, angesichts der hohen Preise, ein wenig geschockt waren! Hier wurden allerdings Barbados Dollar verlangt, was den Preis stark relativierte.
Der Strand von Barbados konnte nach dem Erlebnis auf Tobago nur verlieren. Genau so war das dann auch leider. Das bedeutet nicht das dieser Strand hässlich gewesen ist, nein, er war nur etwas anders. Auch hier rauschten glasklare Wellen auf den blitzsauberen, weißen Sand. Hier konnten wir zum ersten und einzigen Mal Fische beobachten. Die kleinen, fast durchsichtig scheinenden Vertreter ihrer Art konnten wir nur dank ihrer sehr dunklen Augen überhaupt erkennen.
P.S. Seit dieser Insel habe ich leider einen Ohrwurm. Nach meinem Wissen verschwindet ein Ohrwurm nur dann, wenn man ihn möglichst häufig teilt. Viel Spaß mit den Flippers! „Die rote Sonne von Barbados …!
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Doch so schnell war es dann doch nicht, schließlich befinden wir uns in der Karibik und da gehen die Uhren ein wenig langsamer. Genau diesen Umstand konnten wir als immer pünktliche Deutsche am eigenen Leib erfahren! Es ist nicht so das Silja, die uns hier als Reiseführerin durch den Tag brachte, zu spät war, nein, sie hat lediglich den vereinbarten Zeitraum bis zur Neige ausgekostet. Als bekennender Deutscher neige ich dazu in gewissen Situationen einen Vermerk in meinem persönlichen Logbuch zu tätigen. Andere nennen das meckern. Meckern gehört für mich zum deutsch sein, wie das klappern zum Handwerk. Mein Beruf ist demnach, logischer Weise, Klapperer!
Unser privat gebuchter Ausflug sollte uns mit einem Glasbodenboot, über die Korallenriffe hinweg zum Nylonpool und weiter zum Pigeon Point führen. Aber der Reihe nach.
„Der beste Drink, den es gibt, ist der pangalaktische Donnergurgler“
Die beste Ehefrau aller verbringt ihre Zeit gerne mit dem Auskundschaften der Gegebenheiten vor Ort. Also der Recherche über den Urlaubsort bevor wir da sind. Das fördert manchmal seltsame Dinge zu Tage. Unter anderem das Gerücht, dass karibische Taxi- / Busfahrer gerne auch mal mit einem Gläschen zuviel hinter dem Steuer ihres Fahrzeugs sitzen. Mit anderen Worten: Sie haben einen sitzen! Unsere Erlebnisse der letzten Tage waren nicht geneigt diesem Gerücht Nahrung zu geben. Nach der, mittlerweile, hinter uns liegende Fahrt bin ich geneigt dieses Gerücht nicht völlig von der Hand zu weisen. Ein Alkoholtest steht noch aus …
„Atemlos durch den Verkehr“
Die Schrecksekunde dauerte ca. 20 Minuten. Immerhin rechtfertigt der Strand, welcher sich danach vor uns entblätterte, Superlative! Atemlos, beschreibt die entweichende Anspannung, der sich vor uns bietenden Ausblick ist fast nicht in Worte zu fassen.
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„Wenn einem so viel Gutes widerfährt...“
Bei der Verteilung von schön, hatte dieser Strand definitiv zweimal hier geschrien – und bekommen! Es sollte besser werden. Doch das ist eine andere Insel und eine der folgenden Geschichten. Wir gehen an Bord und lassen uns verzaubern von dem, was wir zu sehen bekommen.
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Auch hier wieder einmal, wir kennen das ja schon, sind aber immer noch begeistert, türkises Meer. Vor dem Korallenriff brechen sich immer und immer wieder die anrollenden Wellen im tiefblauen Teil des Wassers. Ein grandioses Schauspiel, an dem wir uns nicht satt sehen können. Bild um Bild speichert sich auf unseren Kameras. Diese sollten sich bis zum Ende der Reise auf ca. 5.300 Fotos summieren. Warum ist dieser Teil der Welt nur so weit weg, warum sind wir nicht schon mal früher hier gewesen?
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Nach dem ersten Stopp, schnorcheln für die die wollen, geht es weiter zum Nylonpool. Eine Sandbank mitten im Wasser. Wir planschen ausgelassen wie Kinder im warmen Wasser, es ist toll hier. Die beste Ehefrau aller, sonst macht sie das nie, trägt mich auf Händen. Ein Umstand der ihr sonst wirklich schwer fällt!
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„Watch the waves and feel the sand...“
Unser Bootsmann behauptet, an dem vor uns liegende Strand sei schon mal eine bekannte Werbung -für weiße Schokolade mit Kokosraspeln in Kugelform - gedreht worden. Wie dem auch sei, dieser Blick ist phantastisch! Näher und näher fahren wir heran, bis wir am Steg kurz festmachen und aussteigen dürfen. Aussteigen an einem der schönsten Strände die wir auf dieser Reise für uns erobern durften. Wir sind angelangt im Paradies. Atemlos!
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Später, viel später, wird es Zeit für uns an unsere Abholung zu denken. Strand, Palmen das fast Badewannen warme kristallklare Wasser, den feine weiße Sand welcher mit leichter Neigung einlädt ins Meer zu laufen, wir vergessen das niemals! All diese wundervollen Eindrücke zu genießen ist ein Privileg, wir haben all diese Bilder regelrecht in uns aufgesaugt!
Die Rückfahrt, diesmal wesentlich entspannter mit Katharina, bringt uns auf den Boden der Realität zurück. Auch im Paradies gibt es eine Rushhour und Stau. Am Hafen zurück, dem Ausgangspunkt unseres Ausfluges, erwarten uns karibische Klänge, kundig wird hier eine Steeldrum bespielt. Dieser einzigartige Klang begleitet uns eine Weile auf dem Weg zurück Schiff. Wir wissen, hier wollen wir unbedingt wieder her.
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Wir hatten im Vorfeld schon so viel unschöne Details von der Insel gehört, dass wir schon in Erwägung gezogen hatten nicht von Bord zu gehen! Alternativ haben wir uns dann für einen von TUI geführten Ausflug entschieden, übrigens unser Einziger während der gesamten Reise. Die nächste sich stellende Frage, nehmen wir die Kamera mit, oder nicht. Wir haben sie mitgenommen, und konnten einige wirkliche schöne Schnappschüsse auf die extra ausgewechselten Speicherkarten bringen. Ein Umstand der beinahe zu einer mittleren Katastrophe geführt hätte! Dazu muss ich zunächst den Umstand erklären, dass wir nicht eine, sondern jeder eine Kamera haben!
„Schatzi ich schenk Dir ein Foto.“
Warum dieses? Diese Frage wird uns häufiger gestellt, dazu die nicht ganz kurze Erläuterung. Mir sind Haushalte bekannt, in denen die Urlaubserinnerungen über das Handy als Universalwaffe, ihren Weg ins heimische Fotobuch finden. Auf unserer ersten Schifffahrt war dies ähnlich gestaltet! Nach Beendigung jener Reise, war ich von der Qualität der mir vorliegenden Bilder leider überhaupt nicht amüsiert und schon gar nicht erfreut. Ein neuer Knipsomat musste her. An dieser Stelle ein Outing! Nachdem ich mich fünfzig Jahre, nein ich kokettiere nicht mehr mit meinem Alter, nicht um die Segnungen der Fotografie bemüht habe, mache ich dies jetzt umso mehr. Doch ich schweife ab. Nachdem nun die erste angeschaffte Kamera (fast) nur noch an meinem Hals hing, musste für die beste Ehefrau aller, auch ein solches Gerät her! Lange Rede, die beste Ehefrau aller war mit den technischen Gegebenheiten ein wenig überfordert … Daraus resultierte heute eben zwei Kameras mit nur einer Speicherkarte! Flexibel wie wir nun einmal sind, haben wir das Medium dann häufiger mal von der einen in die andere gesteckt. Problem gelöst!
Aber jetzt geht es wirklich los! Rein in den wartenden Bus ...
„ … zur linken Reihe, jeder nur ein Kreuz.“ Diese Hürde meisterten wir mit Bravour. Im Weiteren erklärte sich an unserem Guide, seines Zeichens Kolumbianer, warum man immer in den roten Bus einsteigen muss! Warum nicht der blaue? Weil dort wahrscheinlich die interessanteren Geschichten, von einer netten jungen Dame erzählt den Weg in das Ohr finden würden. Konstatieren muss ich in jedem Fall: Hier liegt ganz klar der Versuch des Reiseleiters vor, uns mit seiner Singsangstimme einzuschläfern, bei mir ist es ihm geglückt. So ganz abgeschaltet habe ich aber nicht. Immerhin kann ich jetzt sagen warum Venezuela das ist was es ist, und das obwohl wir auf Isla Magerita waren! Unsere Fahrt führte uns über eine Insel die ich bei bestem Willen nicht als schön bezeichnen kann, allenthalben roter Sand der den fast schon wüstenartigen Charakter der Insel prägt. Die Zukunft zeigte, dass es noch unschöner kommen kann
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„slippery when wet“
Das erste Highlight des Tages, nach dem Frühstück, war die Fahrt durch die Mangroven. Hier sprechen die Bilder eine so eindeutige Sprache, dass ich vor Neid verstummen muss! Wir waren jedenfalls sehr angetan und fühlten uns vom spanisch kauderwelschten Kapitän ins Boot geholt. Für den gab es dann zum Abschluss logischer Weise ein fürstliches Bakschisch.
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Weiter geht es ins maritime Museum. Spätestens jetzt musste auch der Blinde eingestehen das wir uns auf einer Insel bewegten die als unsicher gilt! Die vor dem Museum mit uns verweilende Polizeistreife, war nicht hier um dem Frühstück seine Bestimmung zuzuführen, sie hatten uns bereits den gesamten Weg begleitet! Bauten sich dekorativ vor dem Eingang auf und waren während der gesamten Zeit präsent. Ein seltsam banges Gefühl erreichte unsere Magengegend, es war nicht der Hunger.
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… und danke für den Fisch!“
Fisch gab es dort reichlich. In der Regel hinter Glas oder zumindest unter Wasser. Einzige Ausnahme bildete der tote Wal bzw. das, was von ihm übrig ist. Im vorhandenen Streichelzoo waren Seesterne, Seegurken und auch Seeigel zum angrabbeln freigegeben. Bei den in der Nähe schwimmenden Schildkröten und Haien habe ich das lieber nicht versucht.
„schnie schna Schnappi“
Die die beste Ehefrau aller und ich, sind zwar offizielle Fischköppe, aber eben nicht so angetan von Fisch, ergo beendeten unseren Rundgang recht zügig und warteten vor dem roten Bus auf unsere Mitreisenden. Weiter zum Strand.
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„Good good good good vibrations“
Palmen, Strand, Meer – was braucht es noch um zufrieden zu sein? Wir hatten noch einige kleine Annehmlichkeiten mehr, unter anderem einen Platz im Schatten und ausreichend Getränke! Jetzt noch eine kleine Einlage auf der Steeldrum … Der Strand lies unseren bislang gewonnenen Eindruck der Insel in den Hintergrund treten. Insbesondere weil freilaufende Hühner ganz besonders zu freilaufenden Touristen passen! Zu bestaunen gab es neben den oben genannten Naturschönheiten auch einen, Vorsicht Wortspiel, PeliKahn! Dieser hatte allerdings wegen Überfüllung geschlossen. Unser Fazit: Die Insel selbst fanden wir nicht so reizvoll, was aber durch die Mangrovenfahrt und den Strandbesuch mehr als wettgemacht wurde. Also Daumen hoch!
Geneigte Leserin, lieber Leser meines Reiseberichtes, wenn Du meinem nicht immer ganz ernst zu nehmenden Betrachtungen rundum das Schiff nicht folgen möchtest, solltest Du den nächsten Teil weiter lesen. Da geht es dann um Isla Magerita. Ansonsten nehme ich dich lieber Leser gerne mit auf eine Exkursion der besonderen Art rundum und im Schiff.
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„life, the universe and everything“
Die Antwort zur gestellten Frage lautet 42! Aber was macht man an einem langweiligen Seetag? Zu dieser, wie zu den meisten Fragen die die Welt bewegen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Wir liegen gerne an Deck (Pooldeck) und schauen dem Treiben zu. An dieser Stelle möchte ich die Darstellung des Seetages kurz unterbrechen, um euch mitzunehmen auf die nächste Ebene. Die Metaebene. Vorsicht, die Metaebene ist vorzugsweise bevölkert durch Erklärbären! Hier also unser Erklärbär zum Thema: Liegenpolizei.
„und diese Bewusstseinserweiterung, ist für mich die größte Erheiterung …“
Liegenpolizei, ist keine Polizei im eigentlichen Sinn, sonder eher so eine Art Politesse für Schiffe. Klingt komisch, ist aber so!
Weil wir Deutschen unsere Sonnenliegen gerne auch mal am frühen Morgen mit einem Handtuch markieren, um sie dann stundenlang nicht zu nutzen, gibt es auf der „Mein Schiff 1“ die Liegenpolizei. Die Liegenpolizei geht umher und darf nach eigenem Gusto entscheiden, welche der Handtücher einsam geworden sind. Diese Liegen werden im Weiteren geräumt.
Die mit dieser Aufgabe bedachten Mitarbeiter, welche im höchsten Gewissenskonflikt zum Selbstverständnis des deutschen Selbstverständnisses stehen, haben mein vollstes Verständnis und Mitgefühl. Steht hier doch der tiefverwurzelte Wunsch nach Ordnung, Planung und Nestbau dem Befehl des Brötchengebers entgegen. Deswegen fordere ich alle meine Leser jetzt dazu auf für die nächste Sekunde an nichts anderes zu denken als an eine mit einem blauen Handtuch belegte Liege. Vielen Dank!
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Zurück zu unserem Erlebnis. Nicht weit von unserem Liegenplatz entfernt beobachteten wir die junge Dame von der Liegenpolizei in Ausübung ihrer Tätigkeit. Sie wollte gerade eine Liege mit ihrem informellen Schreiben verzieren, da kommt der Besitzer der sollen auf sie zu. Er erklärt ihr, dass er sich lediglich zu seiner Frau, die lag im Schatten, begeben hatte um mit ihr zu plauschen. Da er nicht die gesamte Zeit auf seiner Sonnenliege verbringen wolle, geschehe dies häufiger. Damit war unsere Liegenpolizei dann auch einverstanden und trollte sich. Kaum eine halbe Stunde später, die bereits beschriebene Situation war wieder eingetreten, war die Dame der Liegenpolizei schneller, schwupps hatte sie der Sonnenliege ein Ticket verpasst!
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An dieser Stelle schließe ich unsere Beobachtungen, der Rest des ansonsten eher beschaulichen Seetages ging ohne besondere Vorkommnisse dem Ende entgegen. Mit gemischten Gefühlen schipperten wir der nächsten Insel entgegen, Isla Magerita.
„Hey there, people, I'm Bobby Brown ...“ Der nächste Morgen, die nächste Insel liegt uns zu Füßen. Wir hatten eine Rundfahrt über die Insel geplant, aber nicht im vorweg gebucht.
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Nach dem Frühstück, wie meist im Ankelmannsplatz, geht es von Bord. Schon nach kurzem Fußweg, runter vom Schiff, über den Pier, scharf links halten, stehen die Reiseführer und bestürmen uns mit Angeboten die Insel zu erkunden. Wir entscheiden uns, nachdem wir einigen Angeboten gelauscht haben, für Bobby Brown (Farid von Ayubi Tours) und
„Ich fand sie irgendwo, allein in Mexiko ...“ … Anita!
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Unsere Reiseführerin kann und will ihre holländischen Wurzeln gar nicht verbergen. Nimmt überdies kein Blatt vor den Mund darüber hinaus weder sich aber schon gar nicht ihren Vornamen, noch irgendetwas anderes wirklich ernst. Was sich bereits durch das absingen obiger Liedzeile zeigt! Anita ist eine echte Frohnatur, die ihren Job als Guide liebt. Mit viel Enthusiasmus erklärt sie ihre Insel, auf die sie der Liebe wegen gekommen ist. Dort wo es ihr an Vokabeln mangelt müssen dann schon mal die Hände und Füße aushelfen. So erfahren wir um die Probleme der Insel, aber auch, dass auf Bonaire Umweltschutz groß geschrieben wird. Auf dem Weg Richtung Norden, sind große Teile der Stands sowie des dahinterliegenden Korallenriffes von Nutzung durch Taucher gesperrt, um der Natur die Möglichkeit zur Erholung zu geben.
Am ersten Zwischenstop „1000 Steps“ geht es nach unten, Steilküste eben. Die Stufen habe ich nicht gezählt, aber das sind schon einige gewesen. Wer den nicht wirklich beschwerlichen Weg nach unten gewählt hat wird mit einem phantastischen Blick auf das Meer sowie die steil aufragende Küste hinter uns belohnt. Unter den Füßen ein Teppich aus Korallen der ebenfalls ein wahrer Hingucker ist! Oben standen derweil die Leguane Modell. In den verschiedensten Posen durften wir fotografieren. Das alles sogar ohne den sonst üblichen Obolus von einem Dollar!
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„They say I'm the cutest boy in town ...“
Weiter geht’s zum nächsten Halt. Von erhöhter Position haben wir Ausblick auf den langgestreckten See mit den im Hintergrund aufragenden Bergen. Es gelingt uns ein erster Schnappschuss der im See nach Plankton filternden Flamingos. Auch Kollege Leguan ist wieder mit von der Partie und sucht seinen Weg vor die Linse. Eine kleine Anekdote zu unserem Fahrer lässt uns aufhorchen. Als Tierschützer mit Leib und Seele konnte er an einem halbtoten Flamingo nicht vorbeifahren! Kurz entschlossen wurde der Vogel zwischen die Touries, in den ohnehin schon vollen Bus gesteckt und zur Klinik gefahren. Insgeheim bin ich froh darüber, dass uns das nicht widerfahren ist.
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Kurz bevor wir in die kleine Stadt Rincon inmitten der umrahmenden Berge hinunterfahren, gibt es einen kurzen Zwischenstopp. Als Pinkelpause getarnt, darf jeder der möchte ein Getränk zu sich nehmen. Das ist aber kein muss, alle sind sehr freundlich, also nutzen wir das freie WLAN um unsere neuesten Bilder und Nachrichten mit Freunden und Verwandten zu teilen. Weiter nach Rincon zur Destille Cadushy.
„Mein kleiner grüner Kaktus steht draußen am Balkon ...“
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Was nicht so alles aus Kaktus gemacht wird! Wie wir zwischenzeitlich auf unserer Fahrt hierher schon erfahren durften, sind Zäune überhaupt kein Problem. Mir ist auch schon mal zugetragen worden, dass Sitzmöbel aus Kakteen gefertigt werden. Insbesondere ein sehr spezielles mit dem klingenden Namen: Schwiegermutterstuhl!. (Achtung Satire!) Mir fällt zu Kakteen immer nur ein diffamierender Frauenwitz, und die Tatsache ein das Kakteen immer stachelig sind. Fast wie unrasierte Männer. Was uns hier erwartete übertraf zumindest meine Vorstellungskraft in Punkte Kaktus! Der aus Kakteen gewonnene Schnaps Mezcal ist bestimmt vielen bekannt. Das in dieser Destillerie aus Kakteen Whiskey und auch Rum hergestellt wird, fand ich einigermaßen erstaunlich. Das diese geistigen Getränke keinen Vergleich zu ihren herkömmlich hergestellten Varianten scheuen müssen, ist für mich sensationell!
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„Dieser Berg, wird kein leichter sein ...“
Der Berg ruft! Hätte Luis Trenker gesagt. Was uns erwartete war indes maximal ein Berglein, eher schon ein Hügel. Doch unser Gefährt tat sich schwer daran. Wobei ich hier nicht über einen Eselskarren rede. Aber wenn der Anstieg steil und das Alter des Busses hoch ist, kann das schon mal schwierig werden! Allen Anfeindungen zum Trotz erreichten wir unser Ziel, den höchsten Punkt der Insel. Nun lag uns eben diese wahrhaftig zu Füssen! Ein großartiger Rundumblick auf die gesamte Insel belohnte uns. Schön, oder schön?
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Den Rückweg gestaltete Anita mit Geschichten rund um die Insel, bzw. auch die politische Lage auf der Insel, sowie die Verbundenheit zu den Niederlanden. Schließlich war die Insel zu diesem Zeitpunkt mitten im Wahlkampf, da dürfen die Emotionen auch schon mal hochkochen. Das kleine „Abenteuer“ das uns unmittelbar beim Verlassen des Aussichtspunkt erfolgte, möchte ich nur ansprechen, aber nicht erzählen. Nur soviel:
„Guten Morgen, hier spricht ihr Kapitän ...“
Ich empfehle: Gut festhalten!
Da wir nur die Nordtour gebucht hatten, war in der Nähe des Hafens unsere Fahrt beendet. Wir empfanden Anita und unseren Fahrer als tolle Entertainer, die Rundreise hat uns viel Spaß gemacht, und teuer war es auch nicht. Mit einem Spaziergang durch Kralendijk beendeten wir unseren Aufenthalt auf Bonaire.
Curacao, wenn ich diesen Namen höre assoziiere ich das gleichnamige meist alkoholische Getränk blauer Farbe. Das vielmehr die jetzt vor unseren Augen liegende Insel, wir hatten es tatsächlich zum Anlegen geschafft aufzustehen, (Im übrigen das einzige Mal!) diesen klingenden Namen trägt, war noch nicht so ganz in meinem Kopf. Doch Curacao zeigt sich schon beim Einlaufen in den Hafen von seiner Schokoladenseite. Die sich über den Köpfen der Stadt hoch hinaus schwingende Königin Juliana Brücke strahlt in der Morgendämmerung mit der ihr zu Füssen liegenden Stadt um den Preis des Siegers! Ein wahrhaft erhebender Anblick. In den ersten strahlen der, leider hinter einem „beinahe“ Wolkenkratzer, aufgehenden Sonne werfen die malerisch anmutenden vielfarbigen Hausfassaden ihren Schatten von sich, und erstrahlen im Glanz des warmen Lichtes.
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Da wir keinen Ausflug mit dem Schiff gebucht hatten, waren wir auf uns gestellt. Doch uns zog es ohnehin in den Stadtkern, der mit seinen pittoresken Häusern zum Weltkulturerbe gehört. Das Haar in der Suppe, somit den einzigen Wermutstropfen an diesem Stadtbummel, entdeckte meine liebreizende Gattin. Sie stellte fest, dass es schließlich Sonntag ist! An diesem haben, nach guter alter Sitte, und dem biblischen Vermächtnis, nur sehr wenige Geschäfte geöffnet. Ergo fällt der Einkaufsbummel ins Wasser! Das war eine denkbar schlechte Voraussetzung zur entspannten Erkundung dieses Fleckchens Erde – es sollte anders kommen.
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Von Bord, fremde Erde, unbekanntes Land unter den Füssen, die Luft duftet nach Meer, schmeckt salzig herb. Ein paar Schritte weiter spielt ein Bob Marley Verschnitt Reggae, für einen Dollar darf jeder ein Foto von ihm machen. „I need a Dollar, Dollar, a Dollar is what i need …“ Auri sacra fames, schießt es mir durch den Kopf! Ich habe gut lachen, ich muss mein Geld nicht mit einer alten Klampfe am Pier in der Nähe von Touristenschiffen verdienen, darauf hoffend das genug Touries zahlen. Weiter geht es Richtung Stadt. Mit dem popelbunten (Kli-Kla-Klawitter) Bus könnten wir eine Stadtrundfahrt buchen. Wir entscheiden uns dagegen und vertrösten die nette Koberin auf 12:00 Uhr mittags. An der, leider defekten, Königin Emma Brücke vorbei zur Fähre mit der wir von Otrabanda nach Punda überwechseln wollen. Die Fahrt dauert nur zwei Minuten und ist darüber hinaus auch noch kostenlos. Trotzdem schade, wir wären lieber über die Swinging Old Lady gelaufen.
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Der weitere Spaziergang durch die Gassen von Willemstad zeigte, dass hier zu Recht der Welt ein Erbe gemacht wird. Doch dann war ich müde, und wir mussten rasten. Eine der vielen geöffneten Bars lud uns zum Verweilen ein, was wir auch gerne angenommen haben. Die kleine Exkursion ins heimische Gaststättengewerbe haben wir dann auch gleich zu einer Verköstigung von heimischen Hopfenblüten Kaltschalen genutzt. Unser Rundgang durch die Stadt gestaltete sich kurzweilig. wobei nach kurzem klar war das wir unseren avisierten Kli-Kla-Klawitterbus um 12:00 Uhr nicht schaffen würden. Schade Schokolade! Was also tun?
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„merci Cherie“
Quizfrage: Ich möchte von A nach B. Der Bus ist weg! Was kann ich tun? Mögliche Antworten: Auf den nächsten Bus warten, zu Fuß gehen, per Anhalter fahren, ein Taxi organisieren. Wir wählten Nummer vier, weil dieses fuhr uns fast über die Füße! Da viel uns die Wahl in diesem Moment nicht schwer. Der Fahrer, ein vierschröttiger Schwarzaffrikaner, war auch sogleich bereit uns gegen ein angemessenes Fahrgeld zur „MAMBO Beach“ zu chauffieren. Liebe Frau, habe ich gelästert, als Du deine Nachforschungen zu möglichen Unternehmungen während der Reise getätigt hast? Wenn ja, leiste ich hiermit Abbitte! Du wusstest das die „MAMBO Beach“ schön ist! Eventuell ein wenig laut, leider nicht umsonst, aber schön! Der Strandabschnitt ist eher als eine Badeanstalt, oder ein sehr gepflegter Privatstrand zu betrachten. Wer die unberührte Natur sucht, möglichst für lau, ist hier nicht so fehl am Platze. Unser Fahrer holte uns nach der vereinbarten Zeit ab, insofern hatten wir nichts auszustehen. Wir selbst hatten keinerlei Ärger, doch es scheint so eine Art Taxikartell, zumindest vor diesem Standabschnitt zu geben. Es war nicht so gern gesehen, dass ein Taxi, unser Taxi, die Gäste bringt und wieder abholt.
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Zur Autofahrt selbst gibt es nichts Spektakuläres zu berichten, dabei hatte ich mir soviel (Aussicht) von einer solchen Fahrt versprochen. Die hoch aufragende Königin Juliana Brücke passierten wir auf Hin- und Rückfahrt, doch leider leider ist während der Fahrt, in einem normalen PKW, nicht viel von der Aussicht zu sehen. Wer etwas anderes behauptet hat scheinbar diesen Weg mit einem Pickup oder LKW die Brücke zurückgelegt. Resümee zu Curasao: Schön war die Kant, schön war der Strand, schön ist das Land!
Dem Morgen graut! Die Nacht war kurz, oder besser der Tag davor war ziemlich lang.
„Leaving on a Jetlag“
Egal! Raus aus den Federn und die Umgebung erkundet. Noch ist die Anlage leer, später bevölkern hier Heerscharen von halbwüchsigen amerikanischen Kids die Restaurants, aber vor allem die Bars. Ja ist denn schon wieder Springbreak? Wir wollen jetzt zum Strand! Weil, gesehen haben wir gestern Nacht nicht mehr viel.
Da liegt er nun vor uns, der Strand, weiß, so wie in der Werbung häufig zu sehen, die Wellen des türkisblauen Meeres rauschen daran – einfach schön! Es ist windig, fast schon stürmisch zu nennen, die Sonne hat noch nicht ihre Kraft entfaltet um uns zu wärmen. Momentmal, wir sind vor keinen 24 Stunden aus dem kühlen Norden Deutschlands angereist. Dort es ist kühl, hier ist es angenehm warm! Wir machen große Augen bestaunen mit offenem Mund die sich uns bietende Pracht und Vielfalt. Jede aus dem weißen Sand wachsende Palme entlockt uns schiere Begeisterung.
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„Aruba, Jamaica, ooh I want to take ya“
Da, ja, da ist es, dieses leicht beschwingte Gefühl, wie ein wenig zu viel von einem guten Wein, es rauscht durch unsere Körper ... Doch es sollte noch besser kommen! An diese Stelle muss ich gestehen: Wir sind Ersttäter, also das erste Mal in der Karibik. Da darf man so etwas noch.
Die nächsten Tage vergehen wie im Fluge, wir genießen die Sonne, den Strand, das Meer und das üppige Essen sowie die Getränke. Nach drei Tagen geht es aufs Schiff. Bedeutet eine Stunde Busfahrt durch die grüne dominikanische Republik.
„Mein Schiff wird kommen, und meinen Traum erfüllen ...“
Da liegt sie nun, erst war lediglich das grinsen des TUI Schornsteingesichts zu erkennen, doch nach und nach geben die Palmen den Blick frei! Also fix raus aus dem Bus, in die Hitze des frühen Nachmittags, Koffer gefunden, ran an den Counter. Die üblichen Verdächtigen werden fotografisch festgehalten, und nach den restlichen Formalien dürfen wir aufs Schiff.
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Wie immer wenn ein solcher Riese neben mir aufragt, bin ich beeindruckt! In Hamburg, da wo die Schoschonen (wir) schön wohnen, haben wir im Hafen schon größere Pötte zu Gesicht bekommen, trotzdem ist es immer wieder ein erhebendes Gefühl!
Nach kurzem Besuch in unseren Kabinen, entern wir Deck 11! Vorherrschendes Gefühl – Hunger!
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Gelesen hatten wir das schon, aber wo – da hinten! Cliff24 hilft in der Hungersnot und beschert uns den ersten kulinarischen Höhepunkt Einblick. Für das erste gesättigt erkunden wir weiter unsere Heimat für die nächsten 14 Tage. Hier meldet sich bei der Dame meines Herzens ein weiteres Grundbedürfnis an. Wo bitte darf den hier geraucht werden? Ja eigentlich dort, an der Unverzichtbar, aber … Etwas das uns natürlich völlig entgangen ist, der Dampfer lädt gerade Öl, da ist nichts mit draußen rauchen. Aber Abhilfe naht, bereits nach einer winzig kleinen Odyssee, finden wir die Casinobar. Ein wenig kühl hier, dass fällt nicht schwer bei Außentemperaturen von fast 30° wirkt beinahe jeder Innenraum kühl. Ausgenommen sind hier Räume mit einer Sauna Funktionalität. Das Ambiente der Bar sagt uns zu. Die Niederlassung dauert dann doch ein wenig länger als eine Zigarettenlänge. Mein neues Leib und Magen Getränk, Wiskey Sour, ist hier sehr gut angemischt. Lecker!
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Doch bevor der Tag zur Nacht wird, wollen wir noch Sonne tanken.
Auf dem Pooldeck zurück können wir ohne Probleme zwei Liegen im Schatten ergattern. Ein Umstand der bereits am nächsten Tag (Seetag) fast egalisiert wurde! Einige Stunden genossen wir es dem bunten treiben an Deck zu zuschauen, probieren den Pool und die anderen vorhandenen Annehmlichkeiten aus. Mal kurz unter uns Pastorentöchtern: Dat Wasser vun Kölle is – tausend mal besser als diese Brühe im Pool! Salzwasser mit Chlor Beimengung ist einfach – bääh!
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Genug gefaulenzt, schließlich haben wir heute Abend noch etwas Wichtiges vor. Heute ist: SRÜ! Wir wussten was uns erwartet, allerdings hätten wir das so auch nicht erwartet. Hier für alle eine kurze Erklärung zur SRÜ: Der Erklärbär: Eine Seenotretungsübung ist total wichtig! Hier wird einem erklärt wer, wann, wo, wie hin zulaufen hat, wenn der Schiffsmann sieben mal kurz, und einmal lang das Horn bläst! Klingt komisch – ist aber so! Wir durften uns im Musterbereich A einfinden um dort den, völlig langweilig, vorgetragenen Ausführungen eines Herren zu lauschen. Wer ebenfalls den Vorzug genossen hat im Musterbereich A seine SRÜ abhalten zu müssen, weiß wovon ich schreibe. Ich wäre geneigt eine Selbsthilfegruppe für Opfer dieser SRÜ einzurichten, jemand Interessiert? Im weiteren Verlauf der Reise wurde uns jener Herr auch als eines der Mitglieder des Theaterensembles bekannt, besser fanden wir die zweite SRÜ auf Barbados deswegen nicht! Das eine solche Übung Pflicht ist, dass ist so. Das diese Übung notwendig ist, ist auch so. Vielleicht geht es ja ein wenig ansprechender?
Der Driss des Abends währte nicht lange genug um uns die Laune zu verderben. Die im Anschluss stattfindende Auslaufpartie hat uns völlig überzeugt, wir waren begeistert! Die aufspielenden Quitschboys (Tender Three), sorry aber wir haben die immer so genannt, fanden wir wirklich gut. Im Laufe unseres Schiffsaufenthalts mussten wir aber feststellen, dass die drei Jungs scheinbar nur ein sehr eingeschränktes Repertoire an Lieder haben. Schade! Der Song, nicht nur diesen Abends, war für mich: Corazon Espinado. Kenne ich von Carlos Santana, wurde von unseren Quitschboys in hervorragender Weise interpretiert! Da uns der Umstand des Liedermangels dato noch nicht bekannt war, konnte er ergo unsere gute Stimmung nicht trüben. Alles in allem eine rundum gelungene Partie die uns mitgenommen hat. Ausgelassen feierten wir bis zum nächsten Morgen.
„Der frühe Vogel fängt den Wurm!“
Oder warum Liegen belegen scheinbar eine typisch deutsche Eigenschaft ist! Dem Morgen graut die Zweite, Vorhang auf zu großem Kino. Trotz der guten Feier am Vorabend und der genossenen Drinks, waren wir früh auf den Beinen. In Erwartung des kommenden Seetags war das auch ganz gut so. Noch waren keine Liegen aufgestellt, noch nicht! Wir sind hier unkonventionell in eigen Regie vorgegangen. Was bedeutet, dass unsere Liegen vor allen anderen, von uns selbst aufgestellt, bereits im Schatten standen. Danach führte unser Hunger zum Ankelmannsplatz. Nach einer guten halben Stunde, nein, die Liegenpolizei hatte noch nicht eingegriffen, waren wir zurück. Mittlerweile hatten die Boys ganze Arbeit geleistet. Die „restlichen“ Ruhemöglichkeiten waren bereits aufgestellt, und – auch schon alle belegt, nur eben leer!
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Einige löbliche Ausnahmen bestätigten auch hier wieder einmal die Regel. Nach diesem Höhepunkt des Tages, mehr Handtuchgeschichten im weiteren Verlauf meiner Erzählung, zog der weitere Tag mit Sonnenbaden, essen, trinken, baden, lesen und vor allem faulenzen, an uns vorbei. Um 11.oo Uhr war dann erstmal das geplante Forentreff, wo wir viele nette Mitglieder aus unserem Forum kennengelernt haben.
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Wir warten auf unsere erste Karibische Insel. Curacao im Visier, die als eine der ehemaligen ABC-Inseln noch immer eine sehr holländische Ausprägung hat. Ihre Hauptstadt Willemstad gilt als sehr pittoresk, davon später mehr.
Es war einmal wieder einer jener Tage an denen man lieber die Decke wieder über die Ohren zieht und weiter schläft! Das Firmament hatte diese graue Farbe bei der ich unwillkürlich an die vier apokalyptischen Reiter und die Verkündung des Ende der Welt denken mußte. Doch meine innere Stimme sprach: Heute noch wirst Du im Paradies sein! Ein Reisebericht. Heute sollte es endlich soweit sein, nach langen 120 Tagen des Wartens, so lange liegt unsere Buchung zurück. Wir sitzen auf einem Haufen gepackter Koffer, von deren Inhalt wir lediglich die Hälfte benötigten (aber dazu später mehr), und warteten auf das Taxi zum Flughafen.Der Flughafen, wir sind von Hamburg geflogen, ist nur ca. 10 Autominuten von unserem Wohnort entfernt, der Flieger, Thomson Air, soll um 12:00 Uhr abheben, dann geht es im direkten Flug bis Punta Cana. Bummelige 11 Stunden im Flieger lassen uns nicht unbedingt frohen Mutes in die Zukunft schauen. Unsere gebuchten Sitzplätze liegen direkt hinter der Business Class. Hier gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm! Die dafür anberaumten 20 Euro je Person und Sitz, sind eine mehr als lohnende Investition! Die Beine bedanken sich und es muss eben doch nicht immer Kaviar sein! Aber noch sind wir im kalten Deutschland, mit knapp 15 Minuten Verspätung geht die Maschine auf das Rollfeld. … bis Sie abhebt und dann schwebt, der Sonne entgegen
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Über den Wolken. Nahrungsaufnahme an Bord. Wir haben schon wesentlich schlechter gegessen, aber das hier ist kein Vergleich zu dem was uns erwartet! Ein Gläschen vom roten, oder doch lieber einen Weißwein dazu?
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Der Versuch zu schlafen ist leider völlig Sinnfrei, da ist das bordeigene Vergnügungsprogramm in Form einiger Kinofilme schon viel effektiver. Ablenkung eben. Hatte ich es schon erwähnt? Nach 10 Stunden 40 Minuten, immerhin keine 11 Stunden, landen wir in Punta Cana.
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Der Flughafen sieht aus, als ob hier nur Ferienflieger landen, aber das sind wir wohl irgendwie auch! Nach einiger Wartezeit (eine Stunde) auf unsere Koffer, diese erreichen leider nur in homöopatischen Dosen das Kofferband, können wir uns mit dem Bus zum Hotel bringen lassen. Bis hierher hat das schon mal recht ordentlich funktioniert. Von den 18 Tagen, sind 14 auf dem Schiff, auf der „Mein Schiff 1“. Die ersten drei Tage verbringen wir im „Royalton Punta Cana“. Es ist mittlerweile finstere Nacht. Erst am nächsten Morgen können wir nicht nur die Schönheit der Umgebung ausmachen, sondern auch feststellen das die uns umgebende Anlage sehr reizvoll ist.
Wir würden ja auch gerne unsere Reiseerlebnisse dokumentieren, scheitern nur daran, dass wir keine Bilder reinkopieren können :(. Lieber Andree, wie machen wir das?
Jaaa, so fing eine schöne Reise an, danke Andree für die tollen Fotos.
Ich könnte auch noch zwei Kameras empfehlen, die nicht so schwer sind, aber hervorragende Bilder machen, da durchgängige Lichtstärke von 2,8. Das wären die Panasonic Lumix FZ 100 und die Olympus Stylus 1.
mit Spannung erwartet, da geht er jetzt los , Dein Reisebericht. Ich werde ihn mit so viel Freude und Genuss lesen, denn wir waren zur selben Zeit an Bord. Unser Forentreff am 1. Seetag fand ich echt klasse, wir haben sooo nette Leute kennengelernt. Also hau in die Tasten, bin gespannt, was Du vom 1. Seetag berichtest.
Auch wir sind mittlerweile wieder im kalten und vor allem nassen Hamburg angekommen. Nach einem tollen letzten Hotelaufenthalt in der DomRep und einer Rekordflugzeit von 8,08 Stunden sind wir heute morgen um 10.00 Uhr in Hamburg gelandet. Und was glaubt man, Hamburger Schietwetter, Regen, Wind, alles dabei. Die Waschmaschine läuft und läuft und läuft. Es war toll, Euch alle kennenzulernen auf dieser atemberaubend schönen Reise. Ich wünsch Euch allen einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die Woche.
Flughund: Dankeschön, wir freuen uns schon darauf, Euch spätestens am Samstag beim Forentreff kennenzulernen. Lasst Euch die letzten Tage nicht mehr so stressen!