Montag, 20.10.25 - Kiel
Wir waren wieder am Ausgangshafen angelangt. Eine doch denkwürdige Reise ging hier zu Ende. Die Ankunft war für 08:00 Uhr geplant, doch wir legten früher am Ostseekai 27 an. Ein letzter Rundgang auf dem Schiff, im Schiff. Dann ging es zum letzten Frühstück ins Waterfront-Restaurant. Die Kabinen mussten bis 8 Uhr geräumt sein.
Zum letzten Mal traf sich unser Tisch zum Frühstück. Wir verabschiedeten uns von Antika und ihrem Team. 15 Tage wurden wir hier gut betreut. Dafür ein großes Danke. 
Für den heutigen Tag hatte ich noch einiges vor: ich wollte einen Abstecher nach Lübeck machen. Das Wetter war auch nicht so schlecht. Die Freigabe des Schiffes verzögerte sich, weil der Zoll mit Hunden durch die Gepäckhalle ging. Gesucht wurde: Walfleisch. Was in Norwegen legal ist, ist in Deutschland und EU strengstens verboten. Zum Glück blieb alles "clean". Nun durften wir das Schiff verlassen. Ein letztes Mal die Bordkarte gescannt. Am Ausgang stand Kapitän Firsov und verabschiedete sich von uns. Was für eine nette Überraschung.
Während vor dem Cruiseterminal die Schlange für den Bustransfer zum Bahnhof immer länger wurde, marschierte ich gemütlich die 1,7 km zum Bahnhof. Ich hatte ja Zeit. Dort angekommen, erwischte ich gerade einen RE nach Lübeck. Dort kam ich gegen 11 Uhr an. Erstmal das Gepäck im Schließfach verstauen, dann ging es auf die "Pirsch". Das Wetter hielt: es war zwar bewölkt, aber es kam zum Glück nix Nasses von oben.
Am frühen Nachmittag fuhr ich nach Hamburg. Ich wollte dort auch noch ein wenig "rumgeistern". Doch die DB machte es mir mal wieder nicht einfach. In Ahrensburg musste ich den RE wechseln, weil aufgrund von "Personen im Gleis" der Zug nach Hamburg Hbf dort endete. Eine dreiviertel Stunde verlor ich dort. Ok, das hielt sich ja noch in Grenzen. Inzwischen war auch der IC aus Rostock in Ahrensburg "gestrandet". Wer wollte, konnte nun diesen für die Weiterfahrt nach Hamburg Hbf nutzen. Doch der war voll bis zum "Anschlag". Somit wartete ich dann auch den nächsten RE, der kurz darauf auch kam.
In Hamburg angekommen, fuhr ich direkt weiter nach Altona. Gepäck wieder ins Schließfach. Inzwischen war mal wieder das Wetter umgeschlagen. Es regnete
Somit verspürte ich keine große Lust, zum Hafen zu fahren. Ich blieb am Jungfernstieg hängen.
Mein Zug fuhr erst um 22:29 Uhr ab Altona. Bis dahin hieß es nun die Zeit "totschlagen". Irgendwie schaffte ich es dann.
Der ICE Richtung Frankfurt fuhr auch pünktlich. Ab Hbf wurde der Zug knackend voll. Und das an einem Montagabend. Zum Glück hatte ich mir schon einen guten Platz in Altona gesichert. Bis Koblenz gab es keine Zwischenfälle. Dienstagmorgen um 04:56 Uhr war ich am Umstiegsbahnhof angekommen. Nun ging es aber mit SEV (Schienenersatzverkehr) bis Cochem weiter. Hat aber gut geklappt. Auch die "Gratis"-Rundfahrt in den Moselweinbergen, da neben der Strecke Koblenz-Trier auch die paralell dazulaufende Bundesstraße zum Teil wegen Bauarbeiten gesperrt war.
Von Cochem an gab es zum Glück keine weiteren Komplikationen. So erreichte ich Saarlouis gegen 8:45 Uhr. Von dort ließ ich mich abholen. Gegen 9 Uhr war ich wieder zurück.
FAZIT:
Es war im Prinzip eine Kreuzfahrt ins "Blaue" - geprägt von Nicht-Wissen und Überraschungen. Und genauso wie vor zwei Jahren, spielten mir die Umroutungen auch diesmal in die "Karten". Wir bekamen zwar was anderes als gebucht, aber am Ende hatte ich quasi meine "Traumroute". Die Ironie ist, dass zwei Städte, die AIDA vor zwei Jahren genau aus dem selbem Grund (Wetter) gecancelt hatte, nun als Ersatzhäfen in dieser Kreuzfahrt drin waren - Alesund und Stavanger, wobei ich von Alesund nicht allzuviel hatte im Gegensatz zu Stavanger. Dass die Lofoten zunächst zum Teil, dann gänzlich gestrichen worden, ist leider bedauerlich. Ich wäre liebend gerne dort mal hingefahren, weil ich da noch nicht war. Aber die Sicherheit hat Vorrang. Schade. Aber: alle guten Dinge sind Drei. Deswegen: auf ein Neues, dann allerdings im Sommer.
Nicko Cruises und die Vasco Da Gama jederzeit wieder
Nicht nur wegen dem "Traum-Einzelkabinenzuschlag" von 15 %, sondern auch wegen dem Flair. Die "Lady" ist zwar schon in die Jahre gekommen (32), aber dieses Schiff versprüht noch den Hauch eines "echten" Kreuzfahrtschiffes. Die Größe war ideal - nur 1.000 Passagiere. Auch der Umgang der Passagiere untereinander und gegenüber der Crew war absolut top.
Es wurde im Gang und im Aufzug höflichst gegrüßt und zurückgegrüßt. Die Crew - so was herzliches habe lange ich erlebt.
Die Außenkabine empfand ich ein wenig zu klein - es hat aber vielleicht auch getäuscht. Ich hab mich aber wohlgefühlt. Die Badewanne in der Naßzelle - na ja. Beim Seegang war der Ein- und Ausstieg schon ein wenig "haarig" gewesen. Hat aber funktioniert.
Essen war sehr gut - ich habe nur im Bedien-Restaurant gegessen, das Buffet-Restaurant hat mir gar nicht zugesagt. Dort habe ich nur einmal gegessen.
Pool - obwohl überdacht, war es dort eisig kalt. Nur wenige Mutige sind da schwimmen gegangen. Ich hatte mich so drauf gefreut, mich an den Seetagen dort zu "aalen" - hätte ich es gemacht, wäre ich wahrscheinlich mit einer Lungenentzündung von Bord gegangen. Meine Erkältung war schon schlimm genug.
Getränkepreise moderat - die Rechnung am Ende war ok. Alle Getränke mussten - außer beim Frühstück - bezahlt werden, außer man hatte ein Getränkepaket. Das Premium Getränkepaket kostet bei vorab Buchung 39 € pro Tag und Person, bei Buchung an Bord 53 €. Ich bin auch ohne klar gekommen. Die Rechnung war überschaubar.
Die Shows waren sehr gut - reichen aber bei weitem nicht an die von AIDA ran, von TUI Cruises sprech ich erst gar nicht (jetzt dürft Ihr mich "teeren" und "federn", ist aber leider so. Bei TC ist noch "Luft nach oben".)
Das Tagesprogramm gab es noch in Papierform - wird jetzt bei mir im Ordner "vergammeln".
Ausflüge: habe ich nur einen gemacht - Transfer zum Nordkap inkl. Eintrittskarte für die Nordkap-Halle. Der hat 99 € gekostet. Die Preise hier waren schon heftig. Ich denke mal, das war aber dem geschuldet, dass wir in Norwegen unterwegs waren. Und das ist ja bekanntlich ein sehr teures Urlaubsgebiet.
Die Umroutungen waren trotz allem top - besonders das Super-Update auf den Geirangerfjord an meinem Geburtstag! 
Schönes Geburtstagsgeschenk von NC. Und so hatte das miese Wetter auch was Gutes. 

Der Kabinenservice war richtig Klasse. Die beiden Jungs haben wirklich gute Arbeit geleistet. Da gibt es nix zu meckern.
Die Einschiffung verlief schnell. Schon um 12:30 Uhr ging es los. Um 13 Uhr waren wir schon auf dem Schiff. Die Kabine war ab 14 Uhr freigegeben. Die SNRÜ verlief im altbekannten Stil; mit Weste zur Musterstation. Das war ich gar nicht mehr gewohnt.
Der Kofferservice TEFRA kann ich nur empfehlen. Mein Koffer stand schon vor der Tür, als ich zur Kabine kam.
Die An- und Abreise mit der DB - wie immer ein Kapitel für sich. So was Schlimmes habe ich bis dato noch nicht erlebt. Die Rückreise war ok.
Der Kreuzfahrtdirektor und der Lektor waren beide mega-Spitze - zwei Wiener - einfach unschlagbar.
Highlights der Reise: Polarlichter und Brücke neben Nordkap.
Preis-Leistungs-Verhältnis: Route und Schiff top, bei den Landausflügen eher weniger.
Es ist meine persönliche Meinung. Ich kann nur für mich schreiben. Ich hoffe, ich konnte meine Eindrücke und Erlebnisse etwas rüber bringen. Wettermaßig war es zum
, aber damit muss man rechnen, wenn man sich für dieses Fahrgebiet in dieser Jahreszeit entscheidet. Trotz allem: ich bereue nix, die Reise im April kurzfristig gebucht zu haben. 