Sonntag, 11.09.2022
Heute Boston. Und das auch noch an einem Sonntag und vor allem an diesem für Amerika und die Welt entscheidendem Datum. Zuhause hatten wir schon entschieden das wir heute auf eigene Faust unterwegs sein wollten und das wir uns auf die Stadt Boston konzentrieren werden. Über Komoot hatte ich bereits 2 Touren geplant. Einmal ab Hafen und einmal ab der Shuttlebus Haltestelle im Zentrum der Stadt. Die Wettervorhersage war etwas unklar und so entschieden wir uns für den 2. Tourenplan und fuhren mit dem Shuttle zunächst in die Stadt. Von dort sind wir dann Richtung Boston Comon (Park), von wo aus der Freedom Trail startet, diesen Parcour der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind wir dann abgelaufen und das Ziel eine kleine Parkanlage im auf der anderen Seite des Flusses Charles River gelegenen Charlestown erreichten wir dann auch bei Regen. Das Wetter erinnere ich mich war sehr unangenehm an diesem Tag. Schwül und Feucht, irgendwann dann noch der Regen. Dadurch und wegen des dauernden festen Untergrunds war der Weg schon etwas mühsam. Aber wir haben viel gesehen und durch die rote Linie kann man auch nicht vom Weg abkommen. Insgesamt sind wir 8,5 km unterwegs gewesen, der Trail selber ist natürlich kürzer. Ich vermute der große Trubel in Boston war dem besonderen Termin geschuldet und es ist sonst vielleicht etwas ruhiger in der Stadt.
Das Zentrum der Stadt erinnert sehr an eine europäische Stadt. Was mir hier allerdings auch aufgefallen ist, es gibt schon sehr viel Armut und Kriminalität, trotzdem haben wir uns In New York und jetzt hier nie unwohl gefühlt, ganz im Gegenteil. Und Armut und Kriminalität gibt es ja auch bei uns.
Vor dem Abendessen sind wir in den Ruhepol, wir hatten Glück und bekamen einen freien Platz mitten in der Bar mit fast direktem Blick aus den Fenstern. Kurz darauf kam ein Herr, auf alle Fälle Ü70, also verantwortlich für sein Handeln. Und nahm den mittlerweile frei gewordenen Platz direkt am Fenster ein. Jetzt die Beschreibung, vermutlich etwas über 70, Größe und Gewicht normal. Bekleidet nur mit einem weißen Bademantel, diesen trägt er gerne offen und einer ausgeleierten Badehose oder Unterhose. Brustbehaarung oder Brusttoupet in lockigem Weiß. Dazu eine dicke goldfarbene Kette und die entsprechende Armkette am rechten Unterarm. Der Kellner nahm noch die Bestellung auf. Der Herr legte beide Füße (die beschreibe ich jetzt nicht näher, ich möchte mich glaube ich, nicht erinnern) auf den Tisch vor Ihm und schwups war er auch schon weggenickt. Der Mantel der eh schon offen war zeigte nun alles von Ihm, die gesamte vordere Front war freigelegt. Also was hab ich daraus gelernt, auf Mein Schiff ist man ziemlich tolerant. Und was hoffe ich für den Guten, das Ihn seine Frau so nicht vorgefunden hat.