03.07.23
Stockholm
Gestern Zur Ausfahrt aus Helsinki macht unser Kapitän mal ne richtige Ansage. Erstens bittet er darum das man aufhört Möwen mit Artesanbrot zu füttern. Den zum einen werden die Vögel dadurch immer frecher (es gab auch schon Verletzte dadurch an Bord) und zum anderen muss sich die Crew anschließend um die Hinterlassenschaften der Möwen kümmern. Zweitens bittet er darum nicht mehr bei der Arbeit auf der Brücke mit Blitz fotografiert zu werden. Er wurde wohl schon öfters durch Passagiere beim fotografieren mit Blitz aus brückennahen Balkons geblendet.
Und dann traut sich unsere Kreuzfahrtdirektorin auch gleich aus der Deckung. „Es gibt keine White Night, bei Regen macht das keinen Spaß!“
Hat man den als Gast gar keine Rechte? Wird man automatisch beim betreten des Schiffes entmündigt? Möwen füttern - verboten! Kapitän mit Blitz fotografieren - verboten! Feiern bei Regen - verboten! Ehrlich, ich bin froh nicht im kidsclubfähigen Alter zu sein. Wer weiß, was da Alles untersagt ist. Antiautoritär, ist dort jedenfalls ein Fremdwort. Da bin ich mir sicher.
Die Tage habe ich übrigens erlebt das einem Knirps (er war 14, aber mindestens einen halben Kopf größer als ich) der Alkohol an der Unverzichtbar versagt wurde. Der bekam dann aber wenigstens einen Ipanema aufs Haus. Übrigens, genau diesem Jungen wurde gestern (bereits deutlich vor der Durchsage unserer KDin) dann durch seine 17-jährige Bekanntschaft (Kreuzfahrtkumpel) erklärt. „White Night fällt heute aus, wird vielleicht morgen nachgeholt“ und außerdem „hier gibts eh nur Mädchen zwischen 12 und 14 an Bord, für mich ist da nix dabei“.
Vielleicht ist es ja ganz gut das Herr Kapitän und Frau Kreuzfahrtdirektorin auf uns aufpassen. Wahrscheinlich haben Sie so eine Art Fürsorgepflicht für uns Passagiere.
Abendessen gab es wie fast immer im Atlantik Mediterran. Alles prima. Absacker in der Unverzichtbar. Die war schon zeitig fast menschenleer, es war einfach etwas zu feucht von oben und sehr windig und kalt. Die Kellner hatten Probleme die Gläser sicher an die Tische zu bringen. Aber sonst, Alles prima. Wichtig ist auch noch die 1 Stunde die wir Dank der Zeitverschiebung heute Nacht wieder zurückbekommen haben. Nur das für heute gemeldete Wetter in Stockholm ist bescheiden. Aber ich freu mich trotzdem auf Stockholm. Der Hafen für Heute liegt leider erneut zu weit draußen, laut Tagesprogramm 4 km. Frihamnen. Aida Diva liegt auf Steuerbord zu uns
Es gibt einige Optionen um in die Stadt zu kommen. Mein Schiff Shuttle, das Tagesticket zu 15€, Taxis, HoHo Busse und der ÖNV. Die einfachste Variante für uns ist die Fähre, Linie 80 der städtischen Verkehrsbetriebe. Die bringt uns pro Strecke für 39 SEK in etwa 50 Minuten zur Anlegestelle Allamänna Gränd, von dort sind es dann nur wenige Minuten Fußweg zum ABBA Museum, Unserem 2. Highlight nach den Schären für Heute. Das ABBA Museum wird im Mein Schiff Marco Polo als erste Sehenswürdigkeit Stockholms genannt, ob es diese Position verdient hat darf jeder für sich entscheiden. Als Kind der 70er und 80er hat man wahrscheinlich aber seinen Spaß hier (290 SEK). Von Dort sind wir dann noch mal ins Zentrum gelaufen und später dann von dort mit der Fähre wieder zurück nach Frihamnen. Die Bilder werden heute besonders viele Wolken zeigen, genau genommen Regenwolken.
Ich muss kurz nochmal auf unser Frühstück heute zurück kommen. Das wird wie meistens durch eine Durchsage unseres Kapitäns unterbrochen. Der ist gut drauf heute morgen. „Wer zu spät kommt hat Pech, straffer Zeitplan, können nicht warten, usw.“ und außerdem „Seien Sie froh das es regnet, sonst sieht es hier irgendwann aus wie in der Sahel-Zone“, ups, hier herrscht wirklich ein strenges Regiment. Ich bin gespannt was unsere KDin später noch für uns bereithält, wahrscheinlich: „Shopping, Permanent Make-up, Strudel Workshop, etc.“ ich kann nur sagen, seit froh das Ihr nur virtuell dabei seit. Das ist kein Spaß hier, das ist Kreuzfahrt auf Mein Schiff 6. Aber nun besser zurück zu unserem Tag. Um kurz vor 10.00 sind wir von Bord und waren um 15.00 zurück. Dann haben wir im Tag&Nacht den Burger probiert, ich fand den kann man essen.
Meine Empfehlung für Heute an alle Stockholm-Individualisten, benutzt die Fähre. Die Anlegestelle ist direkt beim Schiff und man kommt in 50 bis 60 Minuten bequem und günstig ins Zentrum und hat dabei noch eine schöne Bootsfahrt mit herrlichen Ausblicken auf Stockholm. Jetzt gehts noch kurz in die Schaubar, mein Cocktail der Reise, der Orange Velvet wartet dort bestimmt schon. Und dann geht es ans Foto aussortieren für diesen Bericht. Liebe Grüße aus Stockholm und bis vermutlich erst übermorgen, den morgen sind wir auf See Richtung Aarhus.