Beiträge von keseburg

    Nicky75 ich gestehe, dass ich bei den Farben ein wenig nachgeholfen habe.

    Gerade am Anfang unserer Tour war es überwiegend diesig und die Bilder etwas flach, was die Farben angeht. Unter den Voraussetzungen ein Fotobuch zu beginnen oder den Reisebericht weiter zu führen, ist mit echt schwer gefallen. Gerade rechtzeitig habe ich ein Bildbearbeitungsprogramm entdeckt, dass noch ohne Abo funktioniert. Und mit einem Klick haben meine Bilder Farbe und auch Dramatik bekommen. Mein Mann meint, so hätte es doch in Natur gar nicht ausgesehen. Aber das ist mir egal. In meinem Kopf war es eine bunte Reise und mein Fotobuch zeigt, wenn es denn mal fertig ist, die Bilder aus meinem Kopf :-)

    29.01.2019 Bummeln durch Hoi An

    Bei Tag ist die Aussicht vom Balkon unseres Zimmers auch sehr schön.

    Mit dem Bus geht es das kurze Stück nach Hoi An. Der Weg ist nicht sooo weit, aber ohne Bürgersteig eher so naja. Zuerst besuchen wir eine Manufaktur mit verschiedenen Werkstätten. Die größte ist eine Seidenmanufaktur mit angeschlossener Schneiderei. Die einzelnen Schritte bis zum fertigen Seidenstoff werden demonstriert, incl. der Seidenraupen in den verschiedenen Stadien bis zum sehr heißen Bad. In einem Showroom gibt es diverses zu kaufen und wer mag, kann sich auch was schneidern lassen. Eine Mitreisende lässt Maßnehmen für eine leichte Seidenhose und am frühen Abend käme dann jemand ins Resort zur Anprobe. Sie passte am Ende sehr gut.

    In anderen Werkstätten wird Holz geschnitzt oder es werden Lampions gefertigt, für die Hoi An sehr bekannt ist.

    Wir bummeln weiter und kommen an diversen Lederwarengeschäften vorbei. Da sind einige schöne Sachen dabei. Auf die Preise habe ich allerdings nicht geachtet, weil ich ob des zusätzlichen Gewichts eh nichts kaufen wollte. Auf dem Markt ist auch hier wieder einiges los. Fußgänger teilen sich die schmalen Wege mit Mopedfahrern und man muss ganz schön aufpassen. Eine vietnamesisches Kochmesser in der fehlenden Größe und einen kleinen Kaffeefilter aus Blech gehen dort in meinen Besitz über.

    Weiter geht es in ein kleines Heimatmuseum mit schönem Innenhof. Nach den Strapazen wartet ein leckeres Mittagessen in einem netten Restaurant am Fluss. Wir sitzen auf dem Balkon im zweiten Stock und haben einen tollen Blick. Ab heute bevorzuge ich Schattenplätze, da die Temperaturen schon ein wenig sommerlich sind und ich offensichtlich schon ein wenig Farbe bekommen habe.

    Danach machen wir uns auf, den Bus zu treffen, der uns zurück ins Resort bringt. Den Nachmittag haben wir frei und ich nutze die Gelegenheit, den Pool und gönne mir den ersten Cocktail dieser Reise.

    Zu viert machen wir uns abends mit dem Shuttle auf ins Zentrum. Beleuchtet mit sehr vielen Lampions ist Ha Noi fast noch schöner. Leider ist der Nachtmarkt schon in Auflösung begriffen. Ich hätte dort gerne etwas gegessen, aber es mangelt nicht an netten Restaurants. Leider haben wir keine Zeit für eine romantische Bootstour. Am Fluss werden überall Lotusblüten aus Papier, bestückt mit Kerzen und Wünschen auf die Reise geschickt.

    Den Shuttle zurück um 21:30 schaffen wir problemlos.

    28.01.2019 Aufbruch nach Hoi An

    Um 9:00 ging die Reise weiter. Mit dem Bus fahren wir los Richtung Hoi An. Auf dem Weg besuchen wir das Mausoleum von Minh Mang. Leider regnet es, dafür war es aber nicht so voll. Kaiser Minh Mạng war der zweite Kaiser der vietnamesischen Nguyễn-Dynastie und er bekleidete dieses Amt vom 14. Februar 1820 bis zu seinem Tode. Am Ende unseres Rundgangs konnten wir noch ein Gebräu seines Namen probieren. Das erinnerte mich an die Schwedenkräuter, die meine Mutter mal aufgesetzt hat. Wenn ich ganz, ganz krank bin, trink ich die freiwillig.

    Weiter geht es auf der Bundesstraße, die den Süden mit dem Norden verbindet. Da das Neujahrsfest nach dem Mondkalender bevorstand, war die halbe Bevölkerung unterwegs um die Feiertage mit der Familie zu verbringen. Unser Busfahrer fuhr sehr moderat, aber die andere Busse hatten ein ganz schönes Tempo drauf, hupten und überholten, das manch einer nicht hinschauen konnte.

    An der Dam Cau Hai Lagune legen wir noch einen kurzen Stopp ein, bevor es über den Wolkenpass geht. Frischer geht’s nicht. Bei Sonne wäre das bestimmt sehr malerisch, aber auf der Nordseite hängen die Wolken ganz schön tief. Dort gibt es ein interessantes Restaurant. In mehr oder wengen großen Wasserbecken schwimmen die Fische, solange bis sie fürs Essen ausgesucht werden.

    Obern auf dem Pass machen wir eine weitere kleine Pause. Wie passend, gibt es dort doch auch einen Geocache. Den schaffen die Jungs auch in der vorgegebenen Zeit.

    Auf der anderen Seite wird das Wetter dann auch langsam besser. Wir fahren weiter bis Da Nang. Direkt am Meer liegt unsere heutige Lokalität fürs Mittagessen.

    Nach dem Mittagessen geht es weiter ins Cham Musuem. Die Cham sind eine muslimische Minderheit in Vietnam. Sie leben aber auch in anderen Ländern Südostasiens. Sie sind die Nachfahren der Bevölkerung des ehemals bedeutenden Königreiches Champa. Ein paar der Ausstellungstücke kommen aus den Tempelanlagen rund um Siem Reap, wo sie sich vor 1000 Jahren mehrfach mit den Khmer um die Vorherrschaft dort bekriegt haben.

    Danach noch ein Bummel an der Promenade, um die goldene Drachenbrücke zu fotografieren.

    Weiter geht es nach Hoi An zu unserem Hotel für die nächsten zwei Tage. Das Hoi An Riverside Hotel ist ein nettes Resort an einem Fluss. Auf der Anlage verstreut stehen 2-stöckige Häuschen mit jeweils zwei Zimmern oben und unten. Einen Pool gibt es auch und der sieht verführerisch aus. Wir haben ein Zimmer in der oberen Etage mit Balkon zum Fluss.

    Abends tummeln sich einige Insekten im Lampenlicht, aber Mücken sind nicht dabei. Abends um 19:30 geht ein kostenfreier Shuttle nach Hoi An. Am Ausstiegspunkt geht der Shuttle dann pünktlich um 21:30 zurück. Das Abendessen nehmen wir im Hotel ein. Vor dem Essen war mir noch nach Shuttle, danach wollte ich nur noch Schlafen. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

    27.01.2019 Hue - wir kommen

    Heute geht es ganz früh los. Um halb sieben geht der Bus Richtung Flughafen, um sechs steht das Frühstück schon bereit. Wir kommen gut durch, aber der Flug mit Vietnam Airlines nach Hue hat schon mal Verspätung. Auf Kosten der Airline gibt es unaufgefordert ein Getränk, dass wir uns an einem Kiosk abholen können.

    In Hue werden wir von unserem neuen Guide, einem Bus und sommerlichen Temperaturen erwartet. Auch in diesem Bus haben wir wieder reichlich Platz. Zuerst geht es kurz in’s Hotel, dem Saigon Morin Hotel. Da es durch die Verspätung schon spät und das Frühstück auch schon lange her ist, fahren wir nach einer kleinen Pause direkt zum Restaurant Jardin de Carambole zum Mittagessen. Wir speisen sehr lecker in einer schönen Villa aus der Kolonialzeit.

    Im Anschluss geht es zur kaiserlichen Zitadelle. Die Zitadell von Huế. Sie war die früher die Residenz der Kaiser der vietnamesischen Nguyễn-Dynastie als Hue noch die Hauptstadt war. Die Zitadelle enthält einen Kaiserpalast nach dem Vorbild der Verbotenen Stadt in Peking und ist heute ein UNESCO-Welterbe. Während des Vietnamkrieges wurde hier viel zerstört und mit Hilfe der UNESCO wird seit einigen Jahren Zerstörtes wieder originalgetreu aufgebaut. Einige Jahre wird das aber noch dauern.


    Mit einer Fahrradrischka geht es weiter zur Thien Mu-Pagode, gelegen auf einer Anhöhe am nördlichen Ufer des Parfüm-Flusses. Spannend war’s mal auf diese Weise am Verkehr teilzunehmen.

    Mit dem siebenstöckigen Phước Duyên-Turm ist sie die höchste Pagode Vietnams. Zur Pagode gehört auch ein buddhistisches Kloster und liegt. Die jungen Mönche hatten schon Feierabend und spielten Fußball. Draußen an den Schlafsälen hing deren Tagesplan. Die hatten ein ganz schön strammes Programm. Und für meine Verhältnisse eindeutig zu wenig Schlaf.

    Den Abend hatten wir zur freien Verfügung und in einer kleinen Gruppe machen wir uns auf, um ein Lokal zu finden, das allen Wünschen gerecht wird.

    Das klappt sehr gut im Hot Tuna, auch wenn dem einem nach einer Pizza Margherita ist, der andere lieber einen Burger und noch einer eine klassische vietnamesischen Phở bevorzugt. Und dann auch noch frisch gezapftes Bier. Was will man mehr. Wir konnten wunderbar im ersten Stock auf der Terrasse sitzen und dem Leben auf der Straße zusehen und hören. Das Essen war sehr lecker und wir hatten einen entspannten Abend zu acht. Und so langsam lernen wir die anderen aus unserer Reisegruppe näher kennen. Die Rechnung für alle belief sich am Ende auf etwas über 60 €. Ein großes Bier kostete gerade mal 0,50 €. Auf dem Heimweg habe ich mir noch an einem Stand einen Becher mit leckeren Icerolls machen lassen. Der hatte GsD keine Nebenwirkungen. Und dann wartete nur noch das Bett auf mich.

    26.01.2019 Fahrt durch die Ha Long Bucht

    Die Nacht ging so. Eingeschlafen bin ich ganz gut, war aber zwischendurch lag ich lange wach und die harte Matratze nervte. Also einmal aufgestanden und den Blick vom Balkon genossen. Gottchen, das ging aber ganz schön weit runter. In der Nacht hatte ich das nicht so bemerkt, aber jetzt wurde es langsam hell.

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    Unsere ausgedehnte Bootstour durch die Halong Bucht mit Mittagessen an Bord stand an und der Bus sollte um acht starten. Aber zuerst gab es ein gutes Frühstück im 14. Stock des Hotels.

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    Es ist wieder diesig und die Aussicht daher nicht ganz grandios. Ein übrigens trägt die rege Bautätigkeit dazu bei. Gegenüber dem Hotel entsteht ein mehrstöckiger kilometerlanger Komplex mit Ferienwohnungen im Zuckerbäckerstil. Die Wohnungen werden verkauft und der Käufer kann dann einige Tage im Jahr dort Urlaub machen und den Rest des Jahres wird vermietet. Das Modell kommt mir doch sehr bekannt vor. Welches Publikum soll da investieren? Die Vietnamesen kann ich mich an dieser Stelle nicht wirklich vorstellen.

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    Mit dem Bus werden wir und unser Gepäck abgeholt und zum Terminal für die Bootstouren kutschiert. Unterwegs löst eine Baustelle die nächste ab. Unser Guide erklärt, dass die Touristen bisher nur für einen Tagesausflug in die Bucht gekommen sind. Mit den neuen Unterkünften und anderen im Bau befindlichen Attraktionen sollen sie zu einem mehrtägigen Aufenthalt animiert werden. Wer Las Vegas mag, wird sich hier dann womöglich auch wohlfühlen.

    Im Hafen gibt es reichlich Schiffe und unterschiedlich schmutzigen Weiß. Früher waren die Schiffe alle sehr bunt, aber eine Ministerin war mal am Mittelmeer und von den weißen Flotten begeistert. Die Hoffnung, dass sich das mit der nächsten Regierung ändert, drängt sich auf. Abblätterndes Weiß und dann auch noch trübes Wetter sind keine gute Kombination. Und trüb ist es hier wohl immer während der Saison, die Sonne kommt erst später im Jahr durch, zusammen mit hohen Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und schwindenden Besucherzahlen.

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    Für die Fahrt bekommt jede Reisegruppe ein eigenes Boot. Heute ist es zumindest fast halbvoll. Unser Guide hat das Vorprogramm allerdings auch schon mal mit einem einzelnen Gast unternommen. Auf dem Boot hole ich meine leichte Daunenjacke raus, sonst wäre es mir tatsächlich zu kalt gewesen, und wir stehen die meiste Zeit an Deck und schauen uns die schöne Landschaft an.

    Wir halten an einer der Inseln an und besuchen die Hang Sung Sot Höhle an. Die ist wirklich sehenswert und alle Schiffe legen hier eine kleine Pause an. Im Gänsemarsch geht es durch die Höhle, aufgehalten wird man des Öfteren, wenn andere Reisegruppen an engen Stellen erst einmal zig Versuche unternehmen, ein Foto zu machen, auf der auch jede einzelne Strähne des Haares oder wenigstens der Hut gut sitzen. Und Mist, einer hat nicht in die Kamera geschaut.

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    Am Ende der Höhle wartet das Boot auf uns und natürlich kann man hier, später auf dem Boot und im Hafen noch Souvenirs erstehen. Hier kann ich ohne Probleme hart bleiben.

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    Während der weiteren Fahrt vorbei an pittoresken Felsen und schwimmenden kleinen Dörfern genießen wir das Meeresfrüchte Buffett. Es wird alles frisch an Bord zubereitet und ist sehr lecker. Wer keinen Fisch mag, bekommt eine Alternative.

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    Dann geht es mit diversen Zwischenstopps mit dem Bus zurück nach Flower Garden Hotel in Hanoi. Wir halten wieder an einer Manufaktur, ähnlich der von gestern in Sachen Angebot und Toiletten. Nur quasi auf der anderen Straßenseite. Heute mag ich einen Kaffee trinken. Der bürokratische Aufwand dabei ist schon ein wenig so, wie ich mir Kommunismus vorstelle: Der Kaffee wird bestellt, an einer Kasse wird bezahlt, die Rechnung kommt auf DIN A4 aus einem Nadeldrucker und in blasser Schrift steht oben in zwei kleinen Zeilen die zu zahlende Summe, damit geht’s zurück zur Theke und dort steht der Kaffee schon bereit. Wenn das Bezahlen schnell gegangen ist, ist der Kaffee sogar noch heiß.

    Weiter geht es über die Landstraße Richtung Ha Noi. Die berühmte Eiffel-Brücke sehen wir im Dunst. Sie konnte trotz diverser Versuche von den Amerikanern nicht vollständig zerstört werden. Die fehlenden Abschnitte wurden provisorisch ersetzt und tun auch heute noch ihren Dienst.

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    Am Ufer des Fluss sieht es oft nicht so toll aus

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    Unterwegs passieren wir auch wieder die Mosaikmauer von Hanoi. Anlass für den Bau war der 1000-jährige Geburtstag von Ha Noi.

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    Wir übernachten wieder Flower Garden Hotel, haben aber ein anderes Zimmer im siebten Stock. Heute ist wieder individuelles Abendessen angesagt, aber wird sind alle platt und gehen ins Hotelrestaurant im obersten Stockwerk. Ich nehme ein Bibimbap, das ist immerhin koreanisch und war auch noch sehr lecker.

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    Danke auch von mir ebenezer

    Beeindruckt von Deinem Reisebericht und einigen anderen hier im Forum, habe ich es jetzt auch geschafft meinen Mann von Südafrika zu überzeugen. Jetzt fehlt uns nur noch ein passender Anbieter. Selbstfahrer will mein Mann noch nicht sein.