Nicky75 ich gestehe, dass ich bei den Farben ein wenig nachgeholfen habe.
Gerade am Anfang unserer Tour war es überwiegend diesig und die Bilder etwas flach, was die Farben angeht. Unter den Voraussetzungen ein Fotobuch zu beginnen oder den Reisebericht weiter zu führen, ist mit echt schwer gefallen. Gerade rechtzeitig habe ich ein Bildbearbeitungsprogramm entdeckt, dass noch ohne Abo funktioniert. Und mit einem Klick haben meine Bilder Farbe und auch Dramatik bekommen. Mein Mann meint, so hätte es doch in Natur gar nicht ausgesehen. Aber das ist mir egal. In meinem Kopf war es eine bunte Reise und mein Fotobuch zeigt, wenn es denn mal fertig ist, die Bilder aus meinem Kopf
Bei Tag ist die Aussicht vom Balkon unseres Zimmers auch
sehr schön.
Mit dem Bus geht es das kurze Stück nach Hoi An. Der Weg ist
nicht sooo weit, aber ohne Bürgersteig eher so naja. Zuerst besuchen wir eine
Manufaktur mit verschiedenen Werkstätten. Die größte ist eine Seidenmanufaktur
mit angeschlossener Schneiderei. Die einzelnen Schritte bis zum fertigen
Seidenstoff werden demonstriert, incl. der Seidenraupen in den verschiedenen
Stadien bis zum sehr heißen Bad. In einem Showroom gibt es diverses zu kaufen
und wer mag, kann sich auch was schneidern lassen. Eine Mitreisende lässt Maßnehmen
für eine leichte Seidenhose und am frühen Abend käme dann jemand ins Resort zur
Anprobe. Sie passte am Ende sehr gut.
In anderen Werkstätten wird Holz geschnitzt oder es werden
Lampions gefertigt, für die Hoi An sehr bekannt ist.
Wir bummeln weiter und kommen an diversen
Lederwarengeschäften vorbei. Da sind einige schöne Sachen dabei. Auf die Preise
habe ich allerdings nicht geachtet, weil ich ob des zusätzlichen Gewichts eh
nichts kaufen wollte. Auf dem Markt ist auch hier wieder einiges los. Fußgänger
teilen sich die schmalen Wege mit Mopedfahrern und man muss ganz schön
aufpassen. Eine vietnamesisches Kochmesser in der fehlenden Größe und einen
kleinen Kaffeefilter aus Blech gehen dort in meinen Besitz über.
Weiter geht es in ein kleines Heimatmuseum mit schönem
Innenhof. Nach den Strapazen wartet ein leckeres Mittagessen in einem netten
Restaurant am Fluss. Wir sitzen auf dem Balkon im zweiten Stock und haben einen
tollen Blick. Ab heute bevorzuge ich Schattenplätze, da die Temperaturen schon
ein wenig sommerlich sind und ich offensichtlich schon ein wenig Farbe bekommen
habe.
Danach machen wir uns auf, den Bus zu treffen, der uns
zurück ins Resort bringt. Den Nachmittag haben wir frei und ich nutze die
Gelegenheit, den Pool und gönne mir den ersten Cocktail dieser Reise.
Zu viert machen wir uns abends mit dem Shuttle auf ins Zentrum.
Beleuchtet mit sehr vielen Lampions ist Ha Noi fast noch schöner. Leider ist
der Nachtmarkt schon in Auflösung begriffen. Ich hätte dort gerne etwas
gegessen, aber es mangelt nicht an netten Restaurants. Leider haben wir keine
Zeit für eine romantische Bootstour. Am Fluss werden überall Lotusblüten aus Papier, bestückt mit
Kerzen und Wünschen auf die Reise geschickt.
Den Shuttle zurück um 21:30 schaffen wir problemlos.
Um 9:00 ging die Reise weiter. Mit dem Bus fahren wir los Richtung Hoi An. Auf dem Weg besuchen wir das Mausoleum von Minh Mang. Leider regnet es, dafür war es aber nicht so voll. Kaiser Minh Mạng war der zweite Kaiser der vietnamesischen Nguyễn-Dynastie und er bekleidete dieses Amt vom 14. Februar 1820 bis zu seinem Tode. Am Ende unseres Rundgangs konnten wir noch ein Gebräu seines Namen probieren. Das erinnerte mich an die Schwedenkräuter, die meine Mutter mal aufgesetzt hat. Wenn ich ganz, ganz krank bin, trink ich die freiwillig.
Weiter geht es auf der Bundesstraße, die den Süden mit dem Norden verbindet. Da das Neujahrsfest nach dem Mondkalender bevorstand, war die halbe Bevölkerung unterwegs um die Feiertage mit der Familie zu verbringen. Unser Busfahrer fuhr sehr moderat, aber die andere Busse hatten ein ganz schönes Tempo drauf, hupten und überholten, das manch einer nicht hinschauen konnte.
An der Dam Cau Hai Lagune legen wir noch einen kurzen Stopp ein, bevor es über den Wolkenpass geht. Frischer geht’s nicht. Bei Sonne wäre das bestimmt sehr malerisch, aber auf der Nordseite hängen die Wolken ganz schön tief. Dort gibt es ein interessantes Restaurant. In mehr oder wengen großen Wasserbecken schwimmen die Fische, solange bis sie fürs Essen ausgesucht werden.
Obern auf dem Pass machen wir eine weitere kleine Pause. Wie passend, gibt es dort doch auch einen Geocache. Den schaffen die Jungs auch in der vorgegebenen Zeit.
Auf der anderen Seite wird das Wetter dann auch langsam besser. Wir fahren weiter bis Da Nang. Direkt am Meer liegt unsere heutige Lokalität fürs Mittagessen.
Nach dem Mittagessen geht es weiter ins Cham Musuem. Die Cham sind eine muslimische Minderheit in Vietnam. Sie leben aber auch in anderen Ländern Südostasiens. Sie sind die Nachfahren der Bevölkerung des ehemals bedeutenden Königreiches Champa. Ein paar der Ausstellungstücke kommen aus den Tempelanlagen rund um Siem Reap, wo sie sich vor 1000 Jahren mehrfach mit den Khmer um die Vorherrschaft dort bekriegt haben.
Danach noch ein Bummel an der Promenade, um die goldene Drachenbrücke zu fotografieren.
Weiter geht es nach Hoi An zu unserem Hotel für die nächsten zwei Tage. Das Hoi An Riverside Hotel ist ein nettes Resort an einem Fluss. Auf der Anlage verstreut stehen 2-stöckige Häuschen mit jeweils zwei Zimmern oben und unten. Einen Pool gibt es auch und der sieht verführerisch aus. Wir haben ein Zimmer in der oberen Etage mit Balkon zum Fluss.
Abends tummeln sich einige Insekten im Lampenlicht, aber Mücken sind nicht dabei. Abends um 19:30 geht ein kostenfreier Shuttle nach Hoi An. Am Ausstiegspunkt geht der Shuttle dann pünktlich um 21:30 zurück. Das Abendessen nehmen wir im Hotel ein. Vor dem Essen war mir noch nach Shuttle, danach wollte ich nur noch Schlafen. Morgen ist ja auch noch ein Tag.
Dagl67 auch von mir besten Dank für deinen Reisebericht. Ich freue mich mich jetzt noch mehr auf die Tour mit meiner Tochter im Juni. Dazu kommen noch meine Schwiegermutter und ihr Sohn. In der Konstellation waren wir noch nie unterwegs.
michaelaessen Wir haben uns für Piräus ein Taxi organisiert und für Santorin über TUI Ausflüge gebucht. Ansonsten sind wir noch in der Findungsphase. Eigentlich kann man ja in jedem Hafen auch spontan was machen. Da wir zu viert reisen, könnte sich das auf jeden Fall preislich lohnen.
Heute geht es ganz früh los. Um halb sieben geht der Bus
Richtung Flughafen, um sechs steht das Frühstück schon bereit. Wir kommen gut
durch, aber der Flug mit Vietnam Airlines nach Hue hat schon mal Verspätung.
Auf Kosten der Airline gibt es unaufgefordert ein Getränk, dass wir uns an
einem Kiosk abholen können.
In Hue werden wir von unserem neuen Guide, einem Bus und
sommerlichen Temperaturen erwartet. Auch in diesem Bus haben wir wieder
reichlich Platz. Zuerst geht es kurz in’s Hotel, dem Saigon Morin Hotel. Da es
durch die Verspätung schon spät und das Frühstück auch schon lange her ist,
fahren wir nach einer kleinen Pause direkt zum Restaurant Jardin de Carambole
zum Mittagessen. Wir speisen sehr lecker in einer schönen Villa aus der
Kolonialzeit.
Im Anschluss geht es zur kaiserlichen Zitadelle. Die Zitadell von Huế. Sie war die früher
die Residenz der Kaiser der vietnamesischen Nguyễn-Dynastie als Hue noch die Hauptstadt
war. Die Zitadelle enthält einen Kaiserpalast nach dem Vorbild der Verbotenen
Stadt in Peking und ist heute ein UNESCO-Welterbe. Während des Vietnamkrieges
wurde hier viel zerstört und mit Hilfe der UNESCO wird seit einigen Jahren
Zerstörtes wieder originalgetreu aufgebaut. Einige Jahre wird das aber noch
dauern.
Mit einer Fahrradrischka geht es weiter zur Thien Mu-Pagode, gelegen auf einer
Anhöhe am nördlichen Ufer des Parfüm-Flusses. Spannend war’s mal auf diese
Weise am Verkehr teilzunehmen.
Mit dem siebenstöckigen Phước Duyên-Turm ist sie die höchste Pagode Vietnams. Zur
Pagode gehört auch ein buddhistisches Kloster und liegt.
Die jungen Mönche hatten schon Feierabend und spielten Fußball. Draußen an den
Schlafsälen hing deren Tagesplan. Die hatten ein ganz schön strammes Programm. Und für meine Verhältnisse eindeutig zu wenig Schlaf.
Den Abend hatten wir zur freien Verfügung und in einer kleinen
Gruppe machen wir uns auf, um ein Lokal zu finden, das allen Wünschen gerecht
wird.
Das klappt sehr gut im Hot Tuna, auch wenn dem einem nach einer Pizza
Margherita ist, der andere lieber einen Burger und noch einer eine klassische
vietnamesischen Phở bevorzugt. Und dann auch noch frisch gezapftes Bier. Was
will man mehr. Wir konnten wunderbar im ersten Stock auf der Terrasse sitzen und
dem Leben auf der Straße zusehen und hören. Das Essen war sehr lecker und wir
hatten einen entspannten Abend zu acht. Und so langsam lernen wir die anderen
aus unserer Reisegruppe näher kennen. Die Rechnung für alle belief sich am Ende
auf etwas über 60 €. Ein großes Bier kostete gerade mal 0,50 €. Auf dem Heimweg
habe ich mir noch an einem Stand einen Becher mit leckeren Icerolls machen
lassen. Der hatte GsD keine Nebenwirkungen. Und dann wartete nur noch das Bett
auf mich.
Die Nacht ging so. Eingeschlafen bin ich ganz gut, war aber
zwischendurch lag ich lange wach und die harte Matratze nervte. Also einmal
aufgestanden und den Blick vom Balkon genossen. Gottchen, das ging aber ganz
schön weit runter. In der Nacht hatte ich das nicht so bemerkt, aber jetzt
wurde es langsam hell.
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Unsere ausgedehnte Bootstour durch die Halong Bucht mit
Mittagessen an Bord stand an und der Bus sollte um acht starten. Aber zuerst
gab es ein gutes Frühstück im 14. Stock des Hotels.
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Es ist wieder diesig und
die Aussicht daher nicht ganz grandios. Ein übrigens trägt die rege Bautätigkeit
dazu bei. Gegenüber dem Hotel entsteht ein mehrstöckiger kilometerlanger
Komplex mit Ferienwohnungen im Zuckerbäckerstil. Die Wohnungen werden verkauft
und der Käufer kann dann einige Tage im Jahr dort Urlaub machen und den Rest des
Jahres wird vermietet. Das Modell kommt mir doch sehr bekannt vor. Welches
Publikum soll da investieren? Die Vietnamesen kann ich mich an dieser Stelle nicht wirklich
vorstellen.
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Mit dem Bus werden wir und unser Gepäck abgeholt und zum Terminal
für die Bootstouren kutschiert. Unterwegs löst eine Baustelle die nächste ab.
Unser Guide erklärt, dass die Touristen bisher nur für einen Tagesausflug in
die Bucht gekommen sind. Mit den neuen Unterkünften und anderen im Bau
befindlichen Attraktionen sollen sie zu einem mehrtägigen Aufenthalt animiert
werden. Wer Las Vegas mag, wird sich hier dann womöglich auch wohlfühlen.
Im Hafen gibt es reichlich Schiffe und unterschiedlich
schmutzigen Weiß. Früher waren die Schiffe alle sehr bunt, aber eine Ministerin
war mal am Mittelmeer und von den weißen Flotten begeistert. Die Hoffnung, dass
sich das mit der nächsten Regierung ändert, drängt sich auf. Abblätterndes Weiß
und dann auch noch trübes Wetter sind keine gute Kombination. Und trüb ist es
hier wohl immer während der Saison, die Sonne kommt erst später im Jahr durch, zusammen
mit hohen Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und schwindenden Besucherzahlen.
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Für die Fahrt bekommt jede Reisegruppe ein eigenes Boot.
Heute ist es zumindest fast halbvoll. Unser Guide hat das Vorprogramm
allerdings auch schon mal mit einem einzelnen Gast unternommen. Auf dem Boot
hole ich meine leichte Daunenjacke raus, sonst wäre es mir tatsächlich zu kalt
gewesen, und wir stehen die meiste Zeit an Deck und schauen uns die schöne
Landschaft an.
Wir halten an einer der Inseln an und besuchen die Hang Sung
Sot Höhle an. Die ist wirklich sehenswert und alle Schiffe legen hier eine
kleine Pause an. Im Gänsemarsch geht es durch die Höhle, aufgehalten wird man
des Öfteren, wenn andere Reisegruppen an engen Stellen erst einmal zig Versuche
unternehmen, ein Foto zu machen, auf der auch jede einzelne Strähne des Haares
oder wenigstens der Hut gut sitzen. Und Mist, einer hat nicht in die Kamera
geschaut.
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Am Ende der Höhle wartet das Boot auf uns und natürlich kann
man hier, später auf dem Boot und im Hafen noch Souvenirs erstehen. Hier kann
ich ohne Probleme hart bleiben.
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Während der weiteren Fahrt vorbei an pittoresken Felsen und
schwimmenden kleinen Dörfern genießen wir das Meeresfrüchte Buffett. Es wird
alles frisch an Bord zubereitet und ist sehr lecker. Wer keinen Fisch mag,
bekommt eine Alternative.
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Dann geht es mit diversen Zwischenstopps mit dem Bus zurück nach Flower
Garden Hotel in Hanoi. Wir halten wieder an einer Manufaktur, ähnlich der von
gestern in Sachen Angebot und Toiletten. Nur quasi auf der anderen
Straßenseite. Heute mag ich einen Kaffee trinken. Der bürokratische Aufwand
dabei ist schon ein wenig so, wie ich mir Kommunismus vorstelle: Der Kaffee
wird bestellt, an einer Kasse wird bezahlt, die Rechnung kommt auf DIN A4 aus
einem Nadeldrucker und in blasser Schrift steht oben in zwei kleinen Zeilen die
zu zahlende Summe, damit geht’s zurück zur Theke und dort steht der Kaffee schon
bereit. Wenn das Bezahlen schnell gegangen ist, ist der Kaffee sogar noch heiß.
Weiter geht es über die Landstraße Richtung Ha Noi. Die berühmte
Eiffel-Brücke sehen wir im Dunst. Sie konnte trotz diverser Versuche von den
Amerikanern nicht vollständig zerstört werden. Die fehlenden Abschnitte wurden
provisorisch ersetzt und tun auch heute noch ihren Dienst.
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Wir übernachten wieder Flower Garden Hotel,
haben aber ein anderes Zimmer im siebten Stock. Heute ist wieder individuelles
Abendessen angesagt, aber wird sind alle platt und gehen ins Hotelrestaurant im
obersten Stockwerk. Ich nehme ein Bibimbap, das ist immerhin koreanisch und war auch noch
sehr lecker.
paddelmichi eine ganz tolle Reise mit superschönen Bildern. Vielen Dank, dass Du Dir die Arbeit gemacht und berichtet hast. Wenn nur TUI dort führe ....
Beeindruckt von Deinem Reisebericht und einigen anderen hier im Forum, habe ich es jetzt auch geschafft meinen Mann von Südafrika zu überzeugen. Jetzt fehlt uns nur noch ein passender Anbieter. Selbstfahrer will mein Mann noch nicht sein.