Beiträge von keseburg

    Endlich Urlaub

    Auch bei uns steht mal wieder Urlaub mit Wegfahren an. Inzwischen sind wir zertifizierte Geimpfte und trauen uns raus. Ich hatte verschiedene Pläne, die an zuviel Aktivität (Oder-Neiße-Radweg), zuviel Bedenkzeit (Große Freiheit auf der Ostsee mit der Mein Schiff 3), den begrenzten Kapazitäten der Wohnmobilvermieter*innen oder zu hohen Inzidenzen im Zielgebiet (Städteurlaub Tallin/Helsinki) scheiterten.

    Am Ende waren die Inzidenzen etwas in den Hintergrund gerutscht und die Entscheidung fiel auf eine Flusskreuzfahrt auf dem Douro. Seit Verrückt nach Fluss stand die Route auf meiner Liste, wir hatten genehmigten Urlaub und die Reise fiel genau in den Zeitraum. Also fix gebucht und schon geht es nächsten Dienstag mit dem Zug Richtung Frankfurt los. Mittwoch Morgen geht der Flieger nach Porto und schon mittags sind wir in Porto.

    Wenn gewünscht, versorge ich Euch gerne mit ein paar Infos und Bildern von unterwegs.

    Ich fand die Reise auch sehr interessant. Vor allen Dingen, seit auch in Schweden wieder individuelle Landgänge möglich sind. Aber mein GöGa hat zu lange überlegt und schon war sie ausgebucht. Mir wurde berichtet, dass die Sendung über Kreuzfahrten am Montag wohl für einen zusätzlichen Schub gesorgt hat.

    Tuffi65 den Bremer Gewürzehandel kann ich empfehlen. Der Laden war bis vor kurzem noch um die Ecke und ich öfter dort. Die haben auch Kampotpfeffer, der mich an unsere Flusskreuzfahrt erinnert. Auf einem Markt in Siem Reap hatte ich alle Farben gekauft, aber der ist inzwischen leider aufgebraucht.

    Mitbringsel, die verbraucht werden können, stehen auch bei uns, hoch im Kurs. Tee und Bagaco von den Azoren, Musaktnüsse von Grenada, Zimtknäcke aus Schweden, Marmite aus England, Zitronenseife von Sizilien, Madeira etc.

    Was freue ich mich, dass die nächste Reise zu den Azoren und Madeira von Bremerhaven nach Bremerhaven geht und dort unser Auto steht ;)

    Mensch Tuffi65 die Tour haben wir auch gestern gebucht.

    Als Alternative zur abgesagten Azorentour mit der Artania ist die neue Route sehr gut gelungen. Bremerhaven liegt für uns auch noch fast um die Ecke. Ich hatte nur ein kleines Problem, weil ich meine, ebenfalls abgesagte, Flusskreuzfahrt vor einem Monat auf die erste Oktoberwoche umgelegt hatte. Aber Phoenix macht es möglich, dass wir jetzt auf die Amera können. Bis dahin hat sich die Lage hoffentlich beruhigt.

    Kaum geschrieben, wurde auch unsere Tour mit der Artania von Genua, über die Azoren, nach Bremerhaven, abgesagt. Vielleicht wird es bei uns die ähnliche Tour mit der Amera Ende September. Bis dahin sollte es doch wohl bergauf gehen.

    Unsere Flußkreuzfahrt für Ende März ist wie erwartet abgesagt worden und mit einem Rabatt auf die nächste Fahrt, hab eich es gewagt die erste Oktoberwoche alternativ zu buchen. Ich bin sehr gespannt, ob es dann endlich Richtung Holland gehen kann.

    Mitte Mai steht noch eine Fahrt mit der Artania an, von der ich mir auch nicht vorstellen kann, dass sie stattfindet. Uns wurde schon abgeboten umzubuchen, aber eine Alternative habe ich bisher nicht gefunden, die meisten Reisen sind für unser noch schmales Urlaubstagebudget einfach zu lang. Einige haben wohl schon umgebucht, zumindest gibt es in vielen Kategorien wieder freie Kapazitäten.

    In dem Zusammnehang, hatte ich mich schon gefragt, was passiert, wenn eine Reise schon seit der Zeit vor Corona fast ausgebucht ist, dann tatsächlich stattfinden kann, man dann im Rahmen der Hygienemaßnahmen aber nur noch 60 % der maximalen Anzahl an Passagieren mitnehmen darf?

    Ich hoffe, alle Reiseveranstalter kommen gut durch die Zeit, damit Reisen irgendwann nicht nur theoretisch sondern auch praktisch wieder möglich ist.

    Augusta ich hätte auch erwartet, dass die Ausflugsabteilung über solche Dinge wie Feiertage und Straßensperre Bescheid weiß. Hätte unser Guide nicht so gut reagiert, wäre meine Reaktion ähnlich ausgefallen. Aber Gäste zu vergessen geht auf keinen Fall.

    Da wir aufgrund der Sperrungen u.a. die Grand Central Station verpasst haben, müssen wir wohl leider noch mal wiederkommen.

    Mein Fazit:

    Wir haben das erste Mal keine Anreisepaket gebucht und für New York würde ich es wieder machen. Drei fast volle Tage plus der Ausflug am Abreisetag bringen trotzdem nur einen mittelmäßigen Einblick. Unter die Top 5 meiner Lieblingsstädte schafft es New York allerdings nicht. London, Hanoi, Stockholm, Lissabon und Siem Reap bleiben vorne. Die Stadt ist mir einfach zu groß und teuer.

    Die Mein Schiff 1 hat uns ausnehmend gut gefallen. Wir haben immer einer netten Platz gefunden, egal ob Sonnendeck, Bar oder Restaurant.

    Unsere Außenkabine im Keller auf Deck 3 war günstig gelegen und immer top in Ordnung.

    Das Routing war nicht spektakulär, aber okay. In Charleston wäre ich gerne länger geblieben. Port Canaveral liegt gefühlt am A.… der Welt und bietet neben dem Space Center nicht wirklich viel.

    Das Essen hat uns wieder überall gut bis sehr gut geschmeckt. Vermisst habe ich das Käsebuffet, wenn ich es denn nicht einfach nur übersehen habe.

    Shows haben wir uns nicht wirklich angesehen. Die sind eh nicht unser Schwerpunkt, abgesehen von der Crewshow.

    Der Lektor Markus Kummerer konnte auch mich überzeugen. Nach dem ersten Vortrag habe ich ihn mal gefragt, warum er es beim Sprechen so eilig hat? Ihm sei das auch selbst aufgefallen und er wollte dran arbeiten. Ansatzweise hat’s funktioniert.

    Das Publikum war altermäßig gut gemischt und wegen der Ferienzeit waren über 500 Kinder mit an Bord. Die wären mir nicht aufgefallen, wenn ich nicht ein paar Mal im Pool gewesen wäre. „Bitte nicht in den Pool springen“ und „Kinder unter ? Jahren nur in Begleitung ihrer Eltern“ haben die wenigsten Eltern verinnerlicht und so ging es dort manchmal sehr missmutig zu.

    Ich bedanke mich fürs Mitlesen und -geniessen und insbesondere das wieder Vorholen des angefangenen Berichts. Und so mit über einem Jahr Abstand hat sich New York im Ranking tatsächlich ein wenig hochgearbeitet. Unter dem neuen Präsidenten würde ich glatt noch einmal freiwillig nach New York und umzu reisen.

    In Harlem beim Apollo Theater angekommen, hatten wir eine Stunde Zeit. Wer wollte konnte in den umliegenden Geschäften und bei fliegenden Händler noch seine letzten Dollar loswerden. Nach Harlem hätten wir uns alleine nicht getraut. Zum einen weil es doch sehr weit vom Schuss ist, zum anderen wegen seines Rufes. Zumindest der Ruf hat sich inzwischen geändert, von einem Ghetto ist heute nicht mehr die Rede und wir haben uns vollkommen sicher gefühlt. Nach einem leckeren Softeis ging es dann über die Williamsburg Bridge zum Flughafen Newark.





    Um 16:00 waren wir schon da, die Formalitäten waren sehr schnell erledigt und wir hatten reichlich Zeit uns den Dutyfree-Bereich anzusehen. Das ging sehr schnell, da bietet sogar der Bremer Flughafen mehr. Wir hatten, in diesem Fall GsD, Business gebucht und konnten die nächsten drei Stunden super in der Lufthansa Lounge verbringen. Ich merkte auch zusehends, dass mir meine Erkältung immer mehr zu schaffen macht. Der Flieger geht dann auch pünktlich und ist so entspannt, wie es eben mit Erkältung geht.


    Der Druckausgleich macht Schwierigkeiten, Schlafen klappt auch nicht so richtig gut, obwohl ich mich richtig lang machen kann. Aber irgendwie muss ich doch geschlafen haben, das Frühstück habe ich verpasst. Mir ist allerdings auch nicht danach. Einen Schluck Kaffee kriege ich immerhin runter. In München haben wir eine Stunde Zeit zum Umsteigen. Dieses Mal geht alles glatt. Hetzen hätte ich mit meinem dicken Kopf heute nicht können. Vor dem Boarding geht ein Raunen durch die Wartenden, ein Promi ist mit an Bord. Heute interessiert mich auch das nicht mal. Ich lass mich nur auf meinen Sitz fallen und freue mich darauf die Augen zu zumachen. Mein Mann raunt mir noch zu, wer hinter mir sitzt. Der Maffay Peter ist’s. Den kann man schon mal übersehen, so ohne Begleitung. Beim Aussteigen hat eine Frau in seiner Reihe Probleme ihr Gepäck aus dem Fach zu bekommen. Ganz Gentleman holt er ihn ihr raus, muss dazu allerdings auf den Sitz springen. So wurde mir erzählt, das habe ich auch noch verschlafen.


    Das Gepäck lässt sich auch bald blicken und schon bald sind wir eine halbe Stunde später wieder zuhause. Die Kraft reicht am Nachmittag nur noch für einen Arztbesuch und die nächsten zwei Tage horche ich konsequent an meiner Matratze, am dritten versuche ich mich mit dem Gucken von deutschsprachigen Arzt- und Krankenhausserien zu kurieren. Das hilft immer.

    Das General Grant National Memorial ist dem 18. Präsidenten der USA gewidmet, der auch General im Bürgerkrieg war. Das Gebäude am Hudson aus Granit und Marmor wurde 1897 fertiggestellt und beherbergt in einer offenen Krypta die Särge von Ullysses S. und seiner Frau Julia, bewacht von den Büsten mehrer Bürgerkriegsgeneräle. Eine sehr schöne Anlage, die allerdings im späten 20. Jahrhundert zusehends verfiel und erst Ende der 1990er aufwendig restauriert wurde. Rund um das Memorial herum zieht sich das Kunstwerk The Rolling Bench, eine Mosaikbank, ähnlich der von Gaudi in Barcelona im Parc Güell, in drei Jahren aufgebaut mit Hilfe hunderter Kinder aus dem Stadtviertel.



    Gegenüber liegt die ebenfalls beeindruckende Riverside Kirche mit ihrem Gemeindezentrum. Sie kann unentgeltlich besichtigt werden. Im Untergeschoss gibt es Toiletten und Sporthallen. Wer Lust hatte, konnte der Jugend beim Basketballtraining zu sehen. Die Kirche war im vorderen Teil eingerüstet und ans Gerüst waren viele weiße Stoffstreifen gebunden. Sie sind dort von Menschen angebracht worden, deren Familien durch die Grenzmauer nach Mexiko getrennt worden sind.