Reisetagebuch Hongkong 30.01.2018
Der Flug ist ruhig und unspektakulär. Im Vergleich zu anderen uns bekannten Fluggesellschaften gibt es einen häufigen Getränkeservice (nicht alkoholisch). Andererseits habe ich selten so ein langweiliges Film- und Musikangebot erlebt! Nur ein türkischer Film über Katzen in Istanbul („Kedi“) macht großen Spaß, den Rest kann man vergessen.
Trotzdem vergeht die Zeit relativ schnell, und überpünktlich landen wir morgens um 8 Uhr in Hongkong. Bei dem, Wetterbericht vergeht uns allerdings das Lachen. 7° C und Regen empfangen uns. Diesbezüglich fühlen wir uns fast wie zu Hause.
Immigration und Baggage Claim funktionieren relativ fix. Kein Mensch interessiert sich für meine E-Zigaretten, und ich bin erleichtert. Wir werden von der Reiseleiterin Karin und zwei Hongkonger Guides (Winnie und May) in Empfang genommen, und nach und nach findet sich die Artania Gruppe „Vorprogramm Hongkong“ ein, und man beäugt sich schon mal neugierig.
Wir erfahren, dass wir erst um 14 Uhr ins Hotel können und deshalb eine kleine Orientierungsfahrt geplant ist.
Nein, das ist nicht die Golden Gate sondern die Tsing-Ma-Brücke in Hongkong, eine der Verbindungen zum Flughafen:
Der Programmpunkt „Freizeit an der Hafenpromenade“ fällt wegen des Wetters flach, und die Guides bieten stattdessen gegen einen Aufpreis von 5 Euro eine Fahrt mit der Star Ferry und mit der historischen Tram an. Da Cle und ich das noch in Eigenregie machen wollen, und weil wir keine Lust auf große Gruppe haben, verzichten wir dankend (als Einzige!) und machen einen Treffpunkt aus, wann wir wieder zur Gruppe stoßen, um den Mittagsimbiss und den Transfer zum Hotel mitzumachen.
Wir bummeln also allein durch die geschäftigen Straßen von Kowloon, bestaunen teure Läden mit allen bekannten Marken (Gucci, Fendi, Dolce & Gabana, Dior etc etc.). Demnächst ist das chinesische Neujahrsfest. Das Jahr des Hundes beginnt, und entsprechend ist die Deko in den Schaufenstern bunt und schrill und hat das Thema Hund in Variationen.
Wir ziehen unsere ersten Hongkong Dollars aus einem ATM (aufregend!), trinken einen Kaffee im Mac, und dann ist es auch schon wieder so weit, sich mit der Gruppe zu treffen und zum Restaurant zu gehen, wo wir ein typisches Dim Sum Essen genießen sollen.
Wir sitzen an großen 8er Tischen mit einer drehbaren Platte, und dann wird aufgefahren. Verschiedene DimSums (gefüllte und gedünstete Teigtaschen) in Variationen, gebratene Nudeln, gebratener Reis, undefinierbarer Glibber mit Fischgeschmack, warme Kokos-/Kondensmilch-Suppe mit Reiseinlage, und dazu Jasmintee so viel man will. Ich muss gestehen, die chinesische Küche und ich werden wohl auf Dauer keine Freunde mehr werden...
Ich staune über meine Mitreisenden, die mit Appetit (und Stäbchen) die angebotenen Spezereien vertilgen.
Nein, dies war zum Glück nicht der Mittagsimbiss...:
Gegen 14 Uhr kommen wir zum Hotel Intercontinental Gran Stanford, ein schnieker Kasten mit vielen Business-Reisenden. Wir landen leider in einem Zimmer der B-Kategorie, 3. Stock und Blick auf eine belebte Straße nach hinten raus. Aber bei dem Preis wäre sicher auch nichts anderes zu erwarten gewesen...
Es gibt eine Badewanne, und wir genießen erst einmal ein schönes heißes Bad ehe wir uns noch einmal auf die Socken machen. Ich hatte so die Vorstellung, links vom Hotel an der Hafenpromenade entlang zu spazieren und ein paar Caches zu suchen. Die Realität sieht mal wieder anders aus. Das ganze Gelände ist eine Riesenbaustelle, weil zu den vielen mehrspurigen Straßen offenbar weitere mehrspurige Straßen vonnöten sind.
Und so drehen wir um und bummeln in die andere Richtung.
Etliche Caches finden wir nicht, aber schließlich haben wir bei zwei Dosen Glück, und der Länderpunkt Hongkong ist damit gesichert.
Wir sind sehr müde, und das fettige DimSum Essen drückt noch irgendwo in der Magengegend. Deshalb verzichten wir auf ein Abendessen, kehren um und liegen schließlich schon um 18.00 im Bett und machen um 18.30 das Licht aus. Im Zimmer ist es a…kalt, weil wir die Klimaanlage nicht durchschauen und nicht herausfinden, wie das Ding Wärme erzeugt! ![]()
Und auch die Bedienung der Lampen hat so ihre Tücken. Welcher Schalter ist wofür???: