In Kambodsch lag auch an der Straße der Reis zum Trocknen aus. Wir fuhren durch die Provinzhauptstadt Svay Rieng, eine etwas größere Stadt an einem Fluss und größerem See. Allerdings wirkte es rund um das eigentliche Zentrum sehr verlassen. Die Läden und Hütten waren leer oder halb zerstört.
Aber egal ob on den Städten und Orten oder außerhalb, es war einfach überall Müll und Plastik verteilt, gestapelt oder vom Wind verteilt.....Vor den Hütten sahen wir Frauen zum Teil noch fegen, aber rechts und links davon lag der Plastikmüll im Gras, an der Seite, in den Lotusteichen.
Davinn erzählte uns, dass wenn heute junge Leute heiraten ziehen sie zu Hause aus, kaufen ein kleines Grundstück an der Hauptstraße und wohnen direkt dort in ihren Hütten aber eher noch in ganz einfachen Unterständen.
Die Ausreisestempel für Kambodscha erhielten wir alle nach einer Wartezeit von ca. 1 Stunde in der Schlange. Anschließend liefen wir ohne Reiseleiter über die Grenze nach Vietnam. Dort ging es für uns ziemlich schnell, da für uns eine weitere Reihe geöffnet wurde und wir die Ersten waren. Nach und nach kamen die Mitreisenden zum Bus. Nach 2,5 Stunden dann aber die Gewissheit, dass das Paar mit der zu kurzen Gültigkeit des Passes des Ehemannes, nicht einreisen durfte. Sie kam rein, er wurde abgewiesen. Mit Hilfe des vietnamesischen Reiseleiters reiste die Frau dann wieder nach Kambodscha ein um auf den Ehemann zu treffen. Wie es dann für sie weiter geht, wissen wir leider nicht. Angeblich hätten sie auch einen Visumsantrag stellen können, dass hatte man ihnen aber vorher wohl nicht gesagt. Weder vom Reiseveranstalters, durchführende Agentur hier noch beim Auswärtigen Amt in Phnom Penh.
Von der Grenze fuhren wir knapp 2 Std zu den Tunnelsytem. Auf dem Weg bekamen wir vom neuen Reiseleiter Infos zu Vietnam.
Vietnam hat zwei Klimazonen nördlich sind 4 Jahreszeiten im Süden gibt es 2 Zeiten nur die Regenzeit und so wie jetzt die Trockenzeit. Diese geht von Mitte November bis April.
Auf dem Weg erzählte uns der neue Reiseleiter, mit sehr schlechter Technik vom Krieg und Wiederaufbau des Landes. Allerdings war es so gut wie gar nicht oder nur schlecht zu verstehen. Ich werde dazu hier nichts schreiben, da mir die Infos die ich verstanden habe einfach zu wenig und zu ungenau waren.
Im Süden Vietnams gibt es nur 1 Reisernte im Jahr, dazu Zuckerrohr und sehr bekannt ist Manjok. Viele Vietnamesen haben hier hinter dem Haus ein kleines Grundstück für den Gemüseanbau.
Es gibt große Haine mit Eukalyptusbäumen für Öl und zur Papierherstellung.
Viele Autohersteller lassen in Vietnam fertigen wie Mitsubishi, Toyota und Honda. Wir fuhren durch kleine Orte und vorbei an Kautschuk Plantagen bis zur Ausstellung des Tunnelsystems. Der RL holte die Ticktes, etwa 1,2 € pro Person. Es gab verschiedene Tunneleingänge, Präsentationen von Waffen, Panzer und einen 25 m Zugang durch ein Stück Tunnelsystem. Einige von uns gingen in gebückter Haltung durch, einige warteten an dessen Ausgang.
Hier eine Übersichtskarte vom Eingangsbereich
Ich habe vor einiger Zeit mal einen TV Bericht gesehen, dass dieses hier nur der Showbereich ist. Die richtige Tunnelsystemausstellung ist knapp 20 km entfernt und kann auch besichtigt werden.
Die letzten Meter zum Bus war es schon ziemlich finster da die Anlage nicht beleuchtet war. Anschließend hatten wir noch 1,5 Stunden Fahrt bis zum Hotel. Wir hielten vorher am Zentralmarkt in Ho-Chi-Ming, hier konnte Geld umgetauscht werden und danach fuhren wir zum Hotel Acnos.
Der Reisebus war übrigens der Schlechteste der Rundreise. Zum Teil hielt die Rückenlehne nicht, Lüftungen ließen sich nicht schließen und dazu war nach dem Tunnelsystem das Wasser alle. Nach 10 Stunden waren die Nerven einiger Reiseteilnemer nicht mehr die Besten. Wir waren jetzt erstmal gespannt auf das Acnos Grand Hotel.
Leider gab es vom vietnamesischen Reiseleiter wenig bis gar keine Informationen zur Stadt, zur Lage, zu Restaurants ect. Das waren wir bisher doch anders gewohnt.
Dafür schien es laut seinen Infos so, als wenn das Paar mit der Ausweisproblematik, morgen über Phnom Penh nach Ho-Chi-Ming geflogen kommt und über den Veranstalter zum Hotel gebracht wird. Warum es dort klappen sollte erschließt sich uns zwar nicht, aber wir werden sehen.
In der Nähe des Zentralmarkts konnte Geld getauscht werden, Stopp 15 Minuten. Nach insgesamt 12 Stunden waren wir im Hotel
Mit dem Zimmer 205 waren wir mehr als zufrieden und sagen jetzt erstmal gute Nacht aus,Ho-Chi-Ming