2. Teil, Kreuzfahrt mit NCL Sky
Schiff:
Ein altes Schiff, das aber weitgehend sehr gut in Schuss ist.
Die öffentlichen Bereiche gut gepflegt, ausreichende Anzahl an Aufzügen, die auch alle funktionierten, schönes Atrium, mehrere Bars im Inneren und auch im Aussenbereich. Grosser Pool mit ausreichender Anzahl an Liegen, die auch nicht besetzt wurden. Wir hatten mehrere Tage sehr stürmische See, das hat man dann aber auf dem kleinen Schiff doch sehr gespürt, wäre bei einer Reise mit der Epic wahrscheinlich nicht so gewesen. Die Schiffsbemalung sehr hawaiianisch, laut einem Crew Mitglied war dieses Schiff zuerst als Pride of Aloha geplant und wurde dann aber zu NCL Sky. Ich muss das mal irgendwo nachgoogeln.....
Die Crew sehr freundlich, wie eigentlich immer auf Schiffen. Egal in welchem Bereich, alle waren sie sehr zugänglich und behilflich, haben sich auch gern unterhalten. Ich spreche diese Menschen häufig an, sie leben ja monatelang auf den Schiffen und ich denke sie freuen sich, wenn man sie mal anspricht. Vor allem wenn man ihr Heimatland erwähnt, wo man vielleicht erst vor kurzem war....da sind sie dann immer ganz stolz drauf.
Kabine:
Ich habe zum ersten Mal nach vielen Jahren keine Balkonkabine gehabt, die war mir einfach im Verhältnis zu teuer. Das Upgrade Angebot, das ich testweise abgegeben hatte, wurde nicht angenommen, ich bin also in der MB geblieben. Und es war, vor allem im Hinblick auf die unruhige See, auch völlig ok so (ich sag doch, alles hat seinen Grund....). Ich kann auch in der MB überleben.
Ich habe den Vorhang abends immer ein bisschen offen gelassen, damit ich dann morgens Tageslicht habe und aufgrund der Kabinengrösse mit einem kleinen Sofa habe ich mich auch nicht eingeengt gefühlt. Stauraum war ausreichend da, mehr als z.B. auf der NCL Dawn im Sommer oder auf der Aida Bella letztes Jahr, wo ich Balkonkabine hatte. Farblich fand ich die Kabine auf der Sky auch wesentlich schöner als die zwei vorher genannten, ich bin ein Mensch, der kühle Farben mag.....
Die Schwäche der Kabine war sicherlich das Badezimmer. Gross mit ausreichend Stauraum, auch der Duschvorhang war gar nicht so übel weil nicht klebend und sauber, aber die Duscharmatur und der Wasserdruck haben schon wesentlich bessere Zeiten erlebt. Haare waschen war eine echte Herausforderung......
Essen:
Ein grosses Highlight auf dieser KF. Zwei Bedienrestaurants, wo man sich nie anstellen musste, anders als z.B. auf der NCL Dawn oder erst recht auf der NCL Prima. Alles wunderbar organisiert, seeeeehr gutes Essen in ausreichender Menge. Es wurde hier übrigens auch eingeführt, dass ein zweiter Hauptgang extra zu zahlen ist. Vorspeisen und Desserts kann man aber mehrfach bestellen.
Ich hatte zwei Zuzahlrestaurants in meinem Paket drin. Es wurden Le Bistrot und Cagneys. Beim ersten war das Essen sehr gut, aber der Service entsetzlich langsam, das Essen hat zwei Stunden für 3 Gänge gedauert.
Im Cagneys war Essen und Service makellos, keine Kritik möglich.
Das grosse NOGO einer jeden Reise auf einem NCL Schiff ist für mich immer der nicht existente Kaffee. Ich liebe es morgens, vor allem am Seetag, am Tisch im Poolbereich zu sitzen, meinen Cappuccino zu trinken und Leute zu gucken. Bei NCL gibt es nur den Kaffee aus dem Buffet Restaurant und meinen persönlichen Hasskaffee, Starbucks. Geht gar nicht.

Zum Buffetrestaurant noch ein Wort: ziemlich klein aber voll in Ordnung. Es war nur ganz selten überfüllt, nur wenn man z.B.nachmittags vom Landgang kam, gab es manchmal Stau. Aber es waren auch hinten am Heck ausreichend Tische da und auch einen "Notfallessensbereich", wo es nach 15h noch Sandwiches, Hamburger etc gab. Man konnte also nicht verhungern.
Insgesamt muss ich sagen, von allen meinen NCL Reisen hatte ich auf der Sky das beste Essen und die beste Restaurantorganisation.
Unterhaltung:
Es gab mehrere Veranstaltungsorte für Abendunterhaltung. Die Bliss Lounge mit einer sehr guten Band und sehr viel Tanz, das Sugarcane (karibische Bar mit Mojito Spezialitäten), da spielte häufig ein kleines Duo lateinamerikanische Musik. Im Theater war ich gar nicht, das ist völlig an mir vorbeigegangen, weil mich die Vorstellungen nicht ansprachen. Und dann noch die Observation Lounge wo fast jeden Abend Karaoke war, da war ich allerdings auch nur einmal.
Tagsüber gab es gebührenpflichtige Malkurse, Poolband, Trivia und alle möglichen Spiele. Ich bin da nicht der Freund von (also von Spielen) und beim Malkurs habe ich aufgrund von Platzmangel im Koffer nicht mitmachen können.....
Route:
Mein Highlight, die Azoren, wurde wetterbedingt abgesagt und das Schiff umgeroutet. Na ja, aber was will man machen, da ist nicht viel dazu zu sagen. Die Ersatzhäfen waren auch voll in Ordnung, wenn auch nicht für mich, weil ich erst vor kurzem in diesen zwei Häfen war. Ich bin da auch nicht von Bord, das war auch gar nicht so schlecht, da ich mir die RR Müdigkeit aus den Knochen schlafen konnte.
Ansonsten habe ich schon viel zu den Destinationen geschrieben. Unter dem Strich, Kanaren gehen -mittlerweile- immer (da bin ich ja im Januar auch wieder) und Cadiz wird eine Stadt, die ich unbedingt extra besuchen möchte, um mehr Zeit dort zu haben. Es gefällt mir unglaublich gut dort.

Marokko ist ein Land, das für mich nicht mehr auf der Reiseliste ist, da ich dort schon einiges gesehen habe. Den Orient habe ich jetzt von Marokko über Ägypten, Saudi Arabien bis in die UAE bereist, das ist ein Teil dieser Welt, den ich mittlerweile gut kenne und somit sagen kann, das war es für mich im Orient.
Gesamtfazit:
Die Reise war schön, vielfältig mit sehr vielen Eindrücken und ca 2000 Fotos. Es hat mir Spass gemacht, den November woanders zu verbringen und noch ein bisschen Vitamin D zu speichern. Die Reise hat mir aber auch zum wiederholten Mal gezeigt, dass mir 4 Wochen Urlaub reichen, danach kommt bei mir die Sättigung und die Lust auf mein schönes neues Daheim.
Ich werde in Zukunft darauf schauen, dass ich nicht so lange wegbleibe und ich werde meine Reisen noch sorgfältiger und detaillierter planen. Vieles wird von der Liste fliegen, einiges wird sich in den Reisen auch verändern und auch Kreuzfahrten werden weniger, weil da auch die Sättigung fast erreicht ist. Nur noch handverlesene Routen in ausgesuchte Teile der Welt.