Nun sind wir wieder zu Hause angekommen. Die Wäsche hängt schon zum Trocknen. Und dann können wir ja auch schon bald wieder mit dem Kofferpacken beginnen. Das wird noch lustig werden.
Aber da müssen wir durch. 
Ich möchte mich bei allen für die netten Kommentare und guten Wünsche sowie Likes bedanken.
Es hat mir wie immer großen Spaß gemacht zu berichten, auch wenn es diesmal gar nicht so viel Neues zu erzählen gab.
Aber es war für uns nur eine Zwischenkreuzfahrt, um dem Winter hier zu entfliehen. Das Wetter hätte noch etwas schöner sein können, etwas mehr Sonne, etwas mehr Wärme, aber das ist jetzt auch schon jammern auf hohem Niveau.
Nun also noch mein Fazit:
Die Kanaren als Reisegebiet gehen immer. Ich finde es sehr entspannt, wenn wir nicht jeden Tag auf große Tour gehen. Uns reicht auch mal einfach nur ein Spaziergang (möglichst in der Sonne)
. Für eine Woche ist es dann leider schon eine lange An- und Abreise. Aber welche Alternativen gäbe es? Nicht sehr viele jedenfalls.
Die Mein Schiff 5 kannten wir von vorherigen Aufenthalten (vor zwei Jahren hatten wir Knut mit). Das Schiff ist immer noch sehr schön. Die neu gestaltete Galeriebar gefällt uns gut, dafür haben wir mit der Schaubar etwas gefremdelt. Die haben einfach unsere superbequeme Couch entfernt. 
Trotz der fast vollen Belegung war es sehr schön ruhig auf dem Schiff. Auch wenn wir uns das immer so gewünscht haben (sonst erleben wir ja immer nur den Ferienmodus), irgendwie hat uns auch ein bisschen Trubel gefehlt.
Obwohl die Bars aber nur halb leer waren, zumindest sehr oft, hat es mit dem Service gehapert. Man war gut beraten, selbst zum Tresen zu gehen, sonst hat manchmal eine halbe Stunde Wartezeit nicht gereicht, wie wir bei Gästen beobachten konnten. Die Kellner wirkten fast durchweg unsicher. Bei einem dachte ich echt, der traut sich ja nicht mal zu uns an den Tisch. Erst als ich auf seinen fragenden Blick hin mehrfach nickte, kam er dann zu uns. Und wir hatten weder Gläser vor uns noch haben wir gelesen oder so.
Lächeln kann das gesamte Service-Personal nicht, weder die Abräumer im Anckelmanns noch die Kellner (von absoluten Ausnahmen abgesehen). Die Leute vom Room-Service haben wenigstens freundlich gegrüßt, immerhin. Die Streifenträger nicht (auch hier gab es vielleicht ein oder zwei Ausnahmen). Die Koordination klappt oft auch nicht, also in den Bedienrestaurants. Man hat so den Eindruck, die rennen wie aufgescheuchte Hühner rum und die linke Hand weiß nicht so richtig, was die rechte tut. Nur ein Beispiel. Ich war bereits mit der Vorspeise fertig, als ich endlich den Wein bekam, um den ich zweimal hatte bitten müssen.
Wir waren mit Kapitän Aus unterwegs, er ist durchaus unterhaltsam (zwar kein Robert Fronenbroek, aber gut
).
Martin Büto war Kreuzfahrtdirektor. Bitte gebt dem Mann Sprech- und Leseunterricht. Was der da täglich ins Mikro stottert, ist oberpeinlich und tut uns in den Ohren weh. Nur einige meiner Achtklässler sind etwa auf dem gleichen Stand.
Das Essen ist durchschnittlich gewesen. Wir waren in der Osteria, im Tag und Nacht, im Anckelmanns, im Gosch und im Atlantik Mediterran und Atlantik Klassik. Das trifft überall zu. Ob Rinderrückensteak, Hirschbraten oder Rosenkohl. Zäh oder hart, irgendwas hat fast immer nicht gepasst.
Nur das Brot war super. Auch die Käseauswahl fand ich gut. Bei Obst durchaus gutes Angebot, aber wenn schon Papaya oder Mango, dann bitte auch weich und schmackhaft.
Der Cognac (Larson, der einzige, der im Inklusiv-Angebot ist) war schon am ersten Tag in der ersten Bar alle. Dann zog es sich durch die Bars durch. In den letzten drei Tagen mussten wir dann auf Armagnac umschwenken. Der Baileys war dann irgendwann in der TUI-Bar auch nicht mehr verfügbar. Das nervt. 
Wir haben eine Show besucht (Musical). Von TUI sind wir da eigentlich nichts sonderlich Gutes gewohnt, aber wir waren uns einig, das war wirklich sehens- und hörenswert. Die gesangliche Qualität war gut. Die Showeffekte super. Was wir nicht so mögen, dass mittlerweile in jede Show die Seilartisten integriert werden. Klar, sieht das toll aus. Aber bitte nicht jedes Mal.
Die Shoppreise hatten es ganz schön in sich. Wir waren gucken, haben aber nichts gekauft. Nicht schlimm.
Das Schiff selbst hat trotz wenig Wind ziemliche Ruckler gemacht. Da verhält sich die kleine Amadea bei viel mehr Wind und Seestärken viel geschmeidiger und angenehmer. Das ist uns zuvor noch nie so aufgefallen. Und es war echt egal, ob man da oben und vorn oder unten und mittig war.
Unsere Kabine 10007 war hell und freundlich und geräumig. Dieser Schrank mit den Regelböden, an die man so doof rankommt, hat mich diesmal etwas gestört. Wir haben halt nicht viel zum Aufhängen. Das Bett war sehr gut, die Matratzen prima.
Pech hatten wir diesmal, weil wir oft Rauchgeruch hatten. Teilweise auch bei geschlossener Balkontür. Kam dann über die Klimaanlage. Ich hoffe sehr, dass wir bei unserer langen Artania-Tour mehr Glück haben.
Vor zwei Jahren haben wir gesagt, das war's jetzt mit Mein Schiff-Reisen, wir schauen über den Tellerrrand. Das haben wir auch gemacht. Nun sind wir doch mal wieder gefahren. Einfach, weil es sich so ergeben hat und zeitlich gut passte. Wir waren neugierig, würde uns TUI-Cruises wieder kriegen. In zwei Jahren kann sich ja viel tun.
Die Antwort lautet nein. Wir sind uns einig, mit Mein Schiff möchten wir nicht mehr fahren. Es war keine schlechte Reise, aber wir haben einfach dieses Wohlfühlen nicht mehr. Die Atmosphäre passt für uns nicht. Und ja, auch das Essen, das uns auch wichtig ist, stimmt hier für uns nicht.
Man soll nie nie sagen, vielleicht würden wir Mein Schiff in Erwägung ziehen, wenn es eine einmalige Route zu einem guten Preis gibt, die keine andere Reederei auf die Beine stellt. Aber sehen wir es mal realistisch, das wird wohl nie passieren.
Aber das ist nur unsere Meinung und ich möchte auch niemandem den Urlaub vorab „verderben“, vor allem nicht den Mein Schiff-Liebhabern. Es kommt ja natürlich auch immer auf das jeweilige Schiff an.
In den nächsten Tagen mache ich dann noch den neuen Reisebericht auf. Und dann bis bald, hoffentlich spätestens am 22.12. von der Artania.