Unser Mittagessen nehmen wir im Ankelmannsplatz ein. Die Wok-Station hat schon geöffnet, es gibt eine sehr leckere Salatbar, eine Ecke „wie bei Muttern“, viel frische Gemüse, Aufläufe, Pasta, Fleisch, Desserts – wir können uns gar nicht so recht entscheiden, was wir essen wollen. Das was den Weg auf unseren Teller findet ist aber sehr sehr lecker.
Wohin nun?
Eigentlich würde ich gerne einen Kaffee trinken gehen aber die XLounge und die Tui-Bar sind jetzt wirklich ein bisschen zu rummelig für meine müden Augen. Schade, dass es keine Café-Lounge hier gibt.
Stattdessen setzen wir uns ein bisschen in die Schaubar wo es herrlich ruhig ist.
Um 14 Uhr ist SNRÜ (wir haben die Schaubar zugeordnet bekommen).
Zum Glück wird immer noch die verkürzte Version der Übung gefahren – ein Crewmitglied erzählt in absoluter Kurzform, was im unwahrscheinlichen Notfall zu tun ist, zeigt kurz das Anlegen der Vesten und fertig. Das mag ich.
Als endlich die Kabinen freigegeben werden, sind auch schon unsere Koffer vor der Tür und ich kann mit dem Auspacken anfangen. Die Suite ist wirklich toll – phantastisch finde ich die Lichtsteuerung mit verschiedenen Stimmungsmodi. Wir freuen uns auch total über die Flasche Pommery (aus unserem GGF Paket) die auf Eis steht. Außerdem hat man uns einen Teller mit Schokolade und Pralinen hingestellt (meine absolute Lieblingssünde).
Wir bekommen auch schwarze Schlüsselbänder für unsere Karte.
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Gut finde ich, dass offensichtlich ein bisschen mehr Papier gespart wird. Als wir das letzte Mal mit TUI gefahren sind, hatten wir noch einen ganzen Haufen Werbung (Altpapier) in der Kabine – das ist jetzt deutlich weniger geworden.
Besonders viel ist heute nicht mehr mit uns los – der Schlafmangel hat sich in meinen Augen verbarrikadiert.
Aber das ist alles egal weil: Jetzt haben wir Urlaub!
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Nach einer mehr oder minder schlaflosen Nacht kann ich es schon um 4:30 nicht mehr aushalten und muss einfach die Vorhänge aufschieben und nachsehen, ob unser Schiff schon da steht, wo sie hingehört.
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Wetter: Deutlich ausbaufähig.
Frühstück beginnt schon um 6:30 was wunderbar ist, weil wir "natürlich" schon um 6:15 fertig sind. Am liebsten würden meine Männer das Frühstück ausfallen lassen und gleich zum Terminal fahren - sie lassen sich aber zum Glück überreden, zumindest einen Happen zu sich zu nehmen. Das Frühstück im Atlantic ist wirklich gut. Es wird viel Wert auf Müllvermeidung gelegt, es gibt viel Fisch, viel Gemüse, viel frisches Obst, Milchspeisen und auch Eierspeisen, Pfannkuchen usw. kann man sich machen (lassen).
Dann packen wir noch kurz unsere Sachen zusammen und sind schon unterwegs zur Columbuskaje.
Der Weg aufs Schiff ist denkbar kurz:
An der Schranke erklärt uns der Parkplatzexperte, dass wir mit dem Auto erst einmal bei der Gepäckabgabe halten sollen, wo nach Vorzeigen des Schiffspass unsere Koffer angenommen werden. Direkt dahinter ist auch das Kiosk wo wir unsere 120 Euro bezahlen dürfen. Das geht aber nur mit EC-Karte oder VISA (irgendwie hatte ich gelesen, dass man auch bar bezahlen dürfe... das war wohl eine Fehlinformation).
dann dürfen wir uns einen schönen Parkplatz aussuchen.
Da wir noch vor 10 Uhr haben, sind natürlich noch viele Parkplätze frei (die Gäste sind wohl noch beim Frühstück). Wir finden aber ein Plätzchen in der dritten Reihe.
Dann gehen wir durch die Eingangstüre und werden sofort gefragt, ob wie den ECI gebucht haben...wir erwidern "Suite" und werden in eine gesonderte Suite-Schlage eingewiesen. Nach nicht mehr als einer Minute stehen wir dann einer netten Mitarbeiterin gegenüber, die unsere Pässe und Boardpässe kontrolliert, unser Foto aufnimmt und uns kurz einige Kleinigkeiten zur SNRÜ erklärt.
Das ganze Procedere hat nicht länger als 4 Minuten gedauert und schon sind wir auf dem Weg in die X-Lounge.
Hier ist es ziemlich wuselig. Wir trinken kurz einen Begrüßungstee und schauen uns dann ein bisschen das Schiff an.
Erstaunlich, dass sich die Schiffe alle so ähneln. Die MS1 ist doch viel größer als die MS6 und doch fühlt es sich an, als wäre man "wieder zuhause" weil Design und Anordnung schon irgendwie ähnlich scheinen.
Ich hatte gehofft, dass die Kabinen schon früher als 15 Uhr freigegeben sein würden aber scheinen die Stewards alle Hände voll zu tun zu haben. Leider dauert es aber tatsächlich bis genau 15 bis der KD Max aus Bonn die gute Nachricht verkündet.
(Bilder kann ich gerade nicht laden - scheinbar sind alle anderen Gäste mit mir zusammen im Netz, ich versuche aber, das nachzuholen!)
Ich würde mich freuen, wenn Ihr uns auf unsere Reise begleiten würdet:
Dieser Reise ging ein ziemliches HickHack voraus:
Nachdem ich letztes Jahr auf/nach einer Kreuzfahrt coronabedingt zuerst nicht aus der Kabine, dann nicht aus Italien raus durfte und meine Zeit in einem gar nicht mal so schönen Quarantänehotel verbringen musste, war/bin ich ein bisschen gebrannt.
Meine erste Reaktion war „nie wieder Kreuzfahrt“ – was ein bisschen so endgültig war, wie „nie wieder Alkohol“ oder „ab sofort keine Schokolade mehr“.
Aber so richtig ist der Mut noch nicht wieder zurückgekommen.
Erst hatte ich eine Kanarentour bei einer anderen Reederei optioniert. Die Inseln sind noch auf meiner Wunschliste. Nach ein paar Nächten habe ich dann aber entschieden, dass ich lieber eine Fahrt machen möchte, die zum einen relativ kurz ist, zum anderen in D startet und endet, so dass wir mit dem Auto anreisen können.
Bremerhaven als Start ist in der Hinsicht perfekt – nur 350 km von uns mit dem Auto entfernt. Ich hatte schon viele Eurer Reiseberichte von BHV gelesen und fand die Bilder super schön. Den Norden Deutschlands mag ich ja sowieso sehr gerne – da lag es nah, das mal auszuprobieren.
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-1- ROUTE
Reisen ab BHV gab es auch genug. Eigentlich wollte ich lieber eins der „alten“ Schiffe (MS3-6) nehmen weil sie auf mich gemütlicher wirken – die 1/2 ist ja doch größer und hat deutlich mehr Suiten -> X-Lounge bestimmt auch wuseliger. Aber weil das nur eine Vermutung ist und die Route einfach ansprechender war, habe ich dann doch die MS1 gewählt. Es sollte nämlich unbedingt der Geirangerfjord dabei sein und Oslo haben wir auch noch nicht gesehen:
Bremerhaven
See
Bergen
Geiranger
Alesund
Stavanger
Oslo
See
Bremerhaven
-2- Anreise
Wir reisen gerne einen Tag vorher an um ein bisschen Luft `raus zu lassen. Hotels hatte ich zwei ins Auge gefasst: Boardinghaus Im Jaich bzw Atlantic Sail City.
Beide haben wirklich gute Kritiken und völlig unterschiedliche Konzepte. Eigentlich hätte mir das Boardinghaus im Jaich aufgrund der ruhigen Ausstrahlung und vor allem wegen des Frühstückskonzepts mit der Lunchbox auf dem Zimmer (ich finde das hört sich urgemütlich an) sogar besser zugesagt. Aber dann habe ich ein Foto gesehen, das ein Bewerter aus einem Zimmer aus dem 8. Stock des Atlantics gemacht hat und bin ins Schwärmen geraten. „Mit diesem Ausblick starten, das wäre perfekt“. Dann gab es auch noch ein Angebot, in dem das Hotel 20% rabattiert war, da konnte ich dann nicht anders als zu buchen.
Parken kann man direkt im Parkhaus Havenwelt für gerade mal 7 Euro. Das Hotel ist schön zentral, mit vielen Sehenswürdigkeiten rundherum. Weil wir sonntags angereist sind waren natürlich die Shops des MOIN-Outlets und des Columbus-Shopping-Center geschlossen – die Gastronomie hätte aber geöffnet gehabt.
-3- Parkplatz während der Reise
Wenn ich vom Schiff komme, bin ich in der Regel eher nicht ganz so gut gelaunt und möchte nicht auch noch lange zu meinem Auto hinshutteln. Da finde ich Parkplätze wie in Kiel oder HH Steinwerder direkt am Schiff einfach genial: Einsteigen, losfahren und gut ist!
So stelle ich mir das in BHV auch vor und habe deswegen das P1 gebucht. Ich empfand es auch als preis“wert“ – mit 120 Euro für die 8 Tage.
-4- Exkursionen…
Machen wir gerne auf eigene Faust. Aber in Stavanger möchte ich wirklich gerne auf den Preikestolen klettern und die Liegezeit ist derart sparsam bemessen, dass ich mich das nur mit TUI traue. Wir haben durch den PRO-Tarif 20% Rabatt auf den Ausflug aber selbst damit ist er mit 96 E pro Person nur noch gerade so akzeptabel (zumindest wenn man bedenkt, dass es im Prinzip nur ein Bustransfer ist und man dann allein den Berg raufkraxelt – zum Vergleich: die Exkursion kann man privat für 39 Euro buchen (Preikestolen Express Bus von gofjords punkt com von Stavanger zur Mountain-Lodge, fährt um 8 Uhr ab, kommt um 9 am Fuß des Berges an. Die Rückfahrt startet dann um 14 Uhr. Würde eigentlich passen. Wir kommen aber erst um 7.30 an und die Tickets sind nicht erstattbar, das war mir dann doch zu knapp)
Die anderen Häfen machen wir zu Fuß oder mit dem Rad spontan bzw. mit komoot.
Kommt Ihr mit?
Anreisetag (-1)
Wir hatten eine Entfernung von gut 350 km zurück zu legen. Mein Plan war deswegen, dass wir um 10 Uhr losfahren, eine kleine Pause machen und dann hoffentlich pünktlich zum check-in 15 Uhr im Hotel sind.
Normalerweise fallen wir der Bequemlichkeit halber immer auf halber Strecke in die Falle der Goldenen Möwe oder des Großen Mac. Diesmal wollte ich das vermeiden – „einmal nicht direkt beim Start ungesund auffallen“ war das Ziel. Deswegen hatte ich ein Picknick vorbereitet und mir auf der Seite „unbewirtschaftete Rastplätze“ vom ADAC den Rastplatz Engelmannsbäke Süd ausgesucht.
Dann sind wir aber natürlich doch erst um 11 Uhr losgekommen und mein Mann war so „in Fahrt“, dass er nicht stoppen wollte. Die A1 hat hinter der Raststätte Dammer Berge eine gefühlt 50 km lange Baustelle – dadurch war es trotz Sonntag ziemlich zäh - trotzdem sind wir um ziemlich genau 15 Uhr im Hotel angekommen .
Zu finden ist das Hotel supereinfach (ist ja auch nicht zu übersehen). Das Parkhaus hat zwei Einfahrten, hier muss man die erste nehmen und dann am besten in der Nähe der Reihen 8/9 einparken, weil drt auch der Aufgang ins Hotel ist.
Rund um das Hotel sind jede Menge schöne Restaurants – da habe ich mich dann doch ein bisschen geärgert, dass wir nun mein mickriges Picknick essen mussten…ich und meine blöden Ideen immer....
Check-in ist sehr fortschrittlich und praktisch über die Hotelbird App geregelt (mit digitalem Schlüssel und ohne die Notwendigkeit, vor dem Einchecken zur Rezeption zu gehen). Dadurch wusste ich auch schon um 14 Uhr, dass mein Zimmer fertig war und wir konnten vom Auto direkt ins Zimmer fallen.
Für ausgedehnte Besichtigungen (Auswanderhaus oder Klimahaus oder Zoo oder Phänomenta oder oder oder) hatten wir keine Energie mehr – vielleicht beim nächsten Mal.
Laut FAQ ist die kulinarische Reise in der Manufactur (hier MS1) in der GGf enthalten. Hat das jemand kürzlich live erlebt? (Lohnt es sich? Gibt es das überhaupt noch post Corona, und wenn ja, wo kann man das vorab buchen? Unter Programm oder Workshop finde ich bei uns nichts … vlllt. schon ausgebucht?)
Das traurige Ende der Reise war dann La Coruna wo meine Freundin mit dem E-Scooter gestürzt ist und ins Krankenhaus musste. So schnell wie unsere Freunde ausgeschifft wurden war schon erschreckend. Klar verstehen wir die Entscheidung, aber wie damit umgegangen wurde, darüber lässt sich streiten, ….. !
Danke für Dein Résumé!
Der Vorfall mit Deiner Freundin hört sich sehr unschön an - magst Du mal genauer erklären, wie das mit der Ausschiffung abgelaufen ist?
Ich habe auch gerade wieder gelesen, dass das P1 erst um 12 Uhr befahren werden darf und würde mich bitte bitte gerne bei denen, die gerade in BHV geparkt haben rückversichern, dass ein früheres Einfahren noch immer erlaubt ist?
Vielleicht könntet Ihr mir auch bei der Gelegenheit noch schildern, ob es Automaten für die Bezahlung gibt und wo die sind oder ob man tatsächlich auch beim "Personal" (?) in bar bezahlen kann?
Ich freue mich schon sehr auf Deinen Bericht. Wir müssen noch ein bisschen auf unsere Norwegentour warten, da freue ich mich besonders, schonmal virtuell mitreisen zu können. Auch Euer Vorprogramm interessiert mich brennend, da wir auch mindestens eine Nacht in Bremerhaven planen.
Ich finde die Idee, bei Lieferproblemen eine Stornomöglichkeit anzubieten sehr gut.
Alternativ muss man wohl mit der Buchung der GGF warten, bis man an Board ist und sieht, welche Leistungen überhaupt erbracht werden können.
Das Argument „ist ja genug anderes da, was man trinken kann“ ist optimistisch wenn man sich die Karte ansieht. Wer gerne Rotwein trinkt, dem ist es nicht egal ob es ein Chianti oder ein Burgunder ist - da darf man dann auch mal enttäuscht sein !
Für die Sorte, die ich gerne trinke, gibt es auch ohne Lieferengpässe schon nur wenig Auswahl...
außerdem finde ich persönlich auch, wer ein hohes Niveau bezahlt darf auch auf hohem Niveau jammern!