Beiträge von Tanja73

    Mittwoch, 3. Mai 2023 – San Francisco

    Und schon ist er da, unser letzter Tag in San Francisco. Die Zeit verfliegt, das glaubt man kaum. Nachdem wir nicht so recht an eine Wetterverbesserung glauben, geben wir unsere Fahrradpläne endgültig auf. Trotzdem wollen wir aber unbedingt zur Golden Gate Bridge, deswegen steigen wir auf den HoHo um (bei unserer Planung 202 hat der Tagespass noch 49,50 $ gekostet, 3 Jahre später schon 65,70 $ - eigentlich ein Wahnsinn. Aber das ist uns grundsätzlich aufgefallen, dass alles deutlich teurer geworden ist im Gegensatz zur ersten Planung). Der BigBus fährt nicht weit weg von unserem Hotel weg ab und das Wetter hält auch derzeit. Und so dauert es nicht lange und wir fahren los. Aufgrund der unsicheren Wetterlage und dem derzeitigen guten Wetter (ich habe echt noch nie solch abrupte Wetterveränderungen wie hier gesehen. Von Sonne zu Regen in einer Minute, oder in einer Straße) entscheiden wir uns gemeinsam bis zum North Vista Point zu fahren, also bis zur Golden Gate Bridge, ohne vorher auszusteigen (es wird im Nachhinein die richtige Entscheidung sein und uns geniale Fotos bescheren).

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    Die Fahrt über die Brücke am Oberdeck des HoHo ist dann eine echte Herausforderung. Der Wind führt dazu, dass man Angst um sein letztes Kleidungsstück haben muss – und das ist kein Scherz. Fotografieren traue ich mich gar nicht aus Angst, dass mir das Handy aus der Hand gerissen wird. Außerdem haben wir möglicherweise gravierende Kälteschäden davongetragen, so eisig war der Wind. Jetzt verstehe ich, warum vor der Fahrt über die Brücke empfohlen wird, ins Unterdeck zu gehen und Leute, macht das. Es war wirklich knapp, ich hatte echt Angst, Erfrierungen zu haben und/oder gravierende Teile meiner Kleidung zu verlieren. Aber irgendwann sind wir drüben, leben noch, haben noch alles Wichtige dabei (Kleidung, Brillen, Taschen, Männer) und stehen vor DER Brücke. Hammer! Aber kaum, dass wir ausgestiegen sind, und glücklich festgestellt haben, dass noch alles da ist, ist Ralf mal wieder weg (er hat einen leichten, durchaus ausgeprägten Fluchtdrang – Eva beschwört, es hat nichts mit ihr zu tun, wir sind skeptisch, weil mit uns kann es nichts zu tun haben), aber diesmal mit guten Grund. Ihr kennt doch sicher das Lied von Udo Jürgens „Ich war noch niemals in New York“ und hier besonders die Zeile „mit zerrissenen Jeans in San Francisco“? Nun ja, er hat sich tatsächlich umgezogen und eine kurze, zerrissene Jeans an. Es fehlt somit nur mehr Hawaii, und dann haben wir alles. Auf jeden Fall haben wir alle sehr gelacht – und mindestens alle Besucher rundherum kennen nun das Lied von Udo.

    Der Blick auf die Brücke, welche 1937 eröffnet wurde und das Wahrzeichen von San Francisco ist, kann man dann wirklich als spektakulär bezeichnen, grandios. Das ist halt San Francisco für uns, diese Fotos sind ein weiteres Tantscha Must-do.

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    Dann haben wir uns noch zum Battery Spencer Point aufgemacht, auf der anderen Straßenseite. Dazu kann man die Straße mittels Unterführung unterqueren, auf der anderen Seite ist es gut ausgeschildert. Hier ist der Blick noch ein wenig geiler. Alle Postkartenphotos sind hier aufgenommen. Und ich muss sagen, uns passt die Brücke im Hintergrund auch sehr gut, unterstreicht sie doch die uns innewohnende Schönheit. Auf jeden Fall müsst ihr hierhin. Auch wenn der Weg dahin steil ist und voller Unebenheiten und Eva immer nur vorneweg läuft, und niemand bereit ist, meinen erschöpften Körper zu tragen – irgendwann habt ihr den Gipfel erreicht und es ist ein traumhafter Ausblick – es ist praktisch ein Berg zu bewältigen, auch wenn Eva sagt, das ist nicht mal ein Hügel (glaub ihr nicht, sie lügt eiskalt – das hat sie während der Reise ständig gemacht, um mich hinterrücks und voll niederträchtig bezüglich des Weges und der Ankunftszeit im Unklaren zu lassen „ist nur kurz“; „gleich sind wir da“; „nach der nächsten Kurve“; „mach kein Theater“ – sind nur wenige Aussagen, die dazu dienten, mir die Realität zu verschleiern).

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    Nachdem die Wolken nicht Gutes verheißen, machen wir uns langsam wieder auf zur HoHo-Haltestelle. Und das keine Sekunde zu früh, es fängt mal wieder zu regnen an. Aber egal, die Brücke war sonnig und der Hit. Öffentlich geht es dann zurück zu Ashbury Heights, das bunte Viertel wollen wir uns noch genauer anschauen. Irre Typen sind unterwegs und in der Luft liegt der süßliche Marihuana-Duft, die Häuser sind bunt und verrückt. Man kann die vergangenen Hippie-Vibes noch spüren. Weiter geht’s nach Chinatown, wir wollen noch zur „Golden Gate Fortune Cookie Factory“, in der seit 1962 Gückskekse produziert werden. Ist jedenfalls einen Besuch wert, wir haben Mitbringsel für zuhause geshoppt und die Kostproben genossen – wiederum eine klare Tantscha Empfehlung.

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    Danach sind wir für heute durch, wir haben fast alles geschafft, der Rest muss bis zum nächsten Mal warten. Abends gehen wir zum Abschluss unserer San Francisco Reise noch in die Cheesecake Faktory essen, Penny war zwar nicht zu finden, aber das Essen war ausgezeichnet.

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    Für morgen haben wir für 6:30 ein Auto reserviert, welches uns und im besten Fall all unsere Koffer zum Flughafen bringen soll. Es geht nach Hawaii und in die Sonne.

    Hat es uns gefallen? Ja, auf jeden Fall. Ja, das Wetter hätte besser sein können, aber auch schlechter. Ja, Eva hätte netter zu mir sein können, aber auch schlimmer (sie hätte mich ganz sicher ohne schlechtes Gewissen die Straßen von San Francisco raufgetrieben – ich habe noch Alpträume von der Vorstellung, dass ich die steile Straße raufkeuche, verfolgt von einer lachenden, nicht ein bisschen außer Atem seienden Eva, mit einer Teppichklatsche in der Hand). Wir konnten alles machen, was wir wollten, mussten Pläne zwar anpassen, aber auch Plan B war super. Mehr war in 2,5 Tagen nicht drinnen, aber zur Not kommen wir einfach wieder. Ist ja auch keine schlechte Vorstellung.

    Dienstag, 2. Mai 2023 – San Francisco

    Wow, der Jetlag ist diesmal echt gut drauf, bin sofort eingeschlafen, aber bald wieder munter – was soll das? Eva geht es ähnlich, die Männer sind zu männlich für Jetlag. Aber trotzdem wird mutig aufgestanden und erstmal Frühstück organisiert. Kaffee und Tee (und so Knusperstangalan, und fragt nicht, wo und zu welchen Zeitpunkte die dann noch hervorgeholt wurden – am Flughafen in Vancouver hatte Ralf noch welche – ich glaube, ein Koffer der „Deitschen“ war damit gefüllt, für schlechte Zeiten) gibt es im Hotel, der Rest wird extern besorgt und dann gibt es eine Zimmerfrühstücksparty mit Brot (Brot ist echt zu viel gesagt, jeder Bäcker weint bitterlich bei dem Anblick), Käse, Aufstrich, Marmelade und mehr. Außerdem besprechen wir den Tag – und damit auch, ob wir für die bestehenden Witterungsverhältnisse entsprechende Kleidung haben. Haben wir, nachdem wir gestern noch 2 Hoodies, 3 Mützen und eine Jacke gekauft haben (Hah, nimm das, Drecks-Wetter). In der Früh hat es ziemlich geschüttet, aber momentan ist es trocken. Also wechselhaft. Das Gute, es ist nicht mehr so windig, das schlechte, es ist nasser. Man fühlt sich wie im April. Und so wird es heute auch den ganzen Tag bleiben. Mal trocken und direkt blauer Himmel und gleich darauf Platzregen (Zwiebellook ist angesagt). Nun ja, könnte besser, aber auch schlechter sein – und wir sind ja vorbereitet (nimm das, Wetter).

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    Heute geht es nach Alcatraz, das Ticket ist gebucht, um 11 Uhr Abfahrt von Pier 33. Davor spazieren wir im Hafen herum, das derzeit trockene Wetter genießen, die Sonne tut echt gut. Schnell ist dann auch Pier 33 gefunden und die Überfahrt nach Alcatraz kann beginnen.

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    Das Wetter hält noch, wir können schöne Fotos machen, es reicht ein Antiseekrank-Kaugummi, Patch ist nicht notwendig (ich werde mutig). Langsam kommt das alte Gefängnis näher, wir zählen vorsichtshalber durch, 4 Personen fahren hin, 4 Personen sollen wieder zurück (im besten Fall die gleichen Personen, die hinfahren, aber ansonsten müssten Eva und ich flexibel reagieren und uns vorsorglich Ersatz suchen – natürlich nur, wenn Bernd und Ralf sich nicht sehr gut benehmen. Weil wir ja grundsätzlich zufrieden mit ihnen sind und der Neubeginn in der Einschulung immer so anstrengend ist). Die Gefängnisinsel, welche von 1934 bis 1963 als Hochsicherheitsgefängnis in Betrieb war und „berühmte“ Gefangene, wie Al Capone und Machine Gun Kelly beherbergte, ist beeindruckend, kaum vorstellbar, dass hier wirklich Menschen eingesperrt waren. Wir stellen jedenfalls fest, für uns wäre es nichts gewesen, zu eng, zu karg und der Zimmerservice soll echt grauenvoll gewesen sein mit einem hohen Mangel an Privatsphäre. Der Audioguide ist informativ und man erhält viele Informationen über die Zeiten von Alcatraz als Gefängnis. Es ist auf jeden Fall ein Must-do in San Francisco, ich kann es ohne Frage empfehlen. Alle fahren auch wieder zurück, wir haben niemanden zurückgelassen. (ich bin mir nicht sicher, ob Fotos vom Gefängnis innen hier erlaubt sind, deswegen habe ich sie derzeit weggelassen - falls erlaubt, würde ich noch welche einstellen)

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    Nicht lange dauert es und wir sind wieder im Hafen und machen uns zum nächsten Must-do auf, wir wollen Cable Car fahren. Dazu haben wir uns vorab die Muni-App heruntergeladen und einen 1-Tages-Pass inkl. Cable Car um 13 $ (eine Einzelfahrt mit dem Cable Car würde sonst 8 $ kosten) gekauft. Wir nützen die Powell & Hyde Linie, die von der Endhaltestelle an der Kreuzung Powell und Market nach Norden, am Union Square vorbei und dann steil aufwärts auf den Nob Hill führt. Hier kreuzt sie die California Street, um vier Blöcke weiter scharf nach links in die Jackson Street einzubiegen (diese ist Einbahn nach Westen, nach Osten fahren die Wagen auf der Washington Street). Hier geht es nochmals aufwärts bis zur Hyde Street, wo die Strecke wieder nach Norden dreht und über den Russian Hill steil nach unten an die Küste ans östliche Ende von Fisherman’s Wharf führt. Sie ist von der Steigung und dem Gefälle, der Aussicht und dem Feeling echt geil. Und es rattert, und quietscht und ächzt! Herrlich! Was allerdings beängstigend war, scheinbar hatten wir in einer Steigung vor einer Kurve Probleme und beide Fahrer sind ausgestiegen. Und dann … rollten wir zurück. Okay, das Gefühl war gruselig. Schon mal jemand einen Gruselfilm mit einem Cable Car gesehen? Das geht kaum gut aus. Kurz sah ich uns schon in der Bay liegen, und das vor allem schnell. Aber Gott sei Dank stiegen sie wieder ein, alles gut. Die Fahrt kostet zwar nicht wenig, zahlt sich aber unbedingt aus, dass muss man gemacht haben. Also ein weiteres Must-do mit 10 Punkten auf der Tantscha-Empfehlungsskala.

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    Am Union Square sind wir dann rausgeschmissen worden, ist auch die Endstation. Hier kaufe ich dann ein Mitbringsel für Anna bei Victoria Secret ein, eine Kleinigkeit muss immer mit. Zurück fahren wir wieder mit dem Cable Car, wir warten diesmal an der Drehscheibe, bei der das Cable Car tatsächlich händisch wieder in die richtige Fahrtrichtung gedreht wird. Unser Timing ist wieder mal perfekt, hingesetzt und es fängt zu regnen an.

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    Diese Phase nützen wir für eine kurze Pause im Hotel, bevor es zum Abendessen bei Sonnenschein zu Bubba Gump Shrimp Co. geht, wo wir ohne Probleme einen Platz bekommen. Überhaupt kommt uns die Stadt relativ leer vor, vielleicht auch dem Wetter geschuldet. Die Coconut Shrimps (Empfehlung von Eva) schmecken herrlich, wir sitzen direkt am Wasser, am Pier 39, mit Blick auf die Golden Gate Bridge und Alcatraz im Sonnenuntergang. Trocken endet dann ein weiterer schöner Tag in San Francisco.

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    Wie von euch gewünscht, stelle ich hier einen schon etwas älteren Reisebericht unserer Reise nach Hawaii, mit Vorprogramm in San Francisco und Nachprogramm in Vancouver, ein. Wir waren wieder mit Evaschaf und Ralf unterwegs. Unsere Lemminge waren somit wieder mit, allerdings wurde der Begriff an sich erst in diesem Jahr im Herbst in Wien wirklich spruchreif - also wundert euch nicht. Das ändert natürlich nichts daran, dass sie trotzdem für Koffer und unser leibliches Wohl verantwortlich sind.

    Viel Spaß also an alle, die es interessiert:

    Sonntag, 30.4.2023 – Zuhause

    The day before! Lange haben wir gewartet, 2-mal schon gebucht und geplant, 2-mal wurde aus bekannten Gründen nichts daraus. Das führte 2020 dazu, dass Bernd seinen 50. Geburtstag nicht wie geplant auf Hawaii feiern konnte, sondern in Klagenfurt. Er konnte nicht wie geplant mit Eva und Ralf bei einem Luau anstoßen, sondern musste mit einem Mäc Menü vorliebnehmen. Also eigentlich eh fast dasselbe (Sarkasmus Ende).

    Aber 2023 sollte es endlich soweit sein. Zwar ist es jetzt der 53. Geburtstag (omg, mein Mann ist tatsächlich ALT – wäre jetzt ein guter Zeitpunkt zum Eintausch? Ein neuer Junger, noch wenig gebraucht, ohne Wehwehchen? – aber vielleicht will der jedes Wochenende ausgehen? – nein, alleine beim Gedanken bin ich müde, außerdem müsste ich mit der Erziehung von vorne beginnen; okay, ich behalte ihn doch), aber trotzdem schön. Eva und Ralf kommen mit, wir freuen uns schon sehr. Wir werden uns in Frankfurt schon treffen, wenn wir es schaffen, alle Koffer zu packen – keine Ahnung, was nimmt man für 3 Wochen? Alles? Keine gute Lösung, passt nicht rein (habs probiert und dann festgestellt, dass mein Mann ja auch mitwill, ergo auch Platz braucht – immer dieses ethische Dilemma, Mann oder Koffer, Liebe oder Gewand, Kofferträger oder dafür zahlen, wahrscheinlich wird’s der Mann). Also heißt es auswählen, Herzen brechen, Hoffnungen zerstören – die zurückgelassene Bluse weint noch immer. Irgendwann ist der Koffer dann doch voll und lässt sich schließen – trotzdem habe ich das Gefühl, irgendwas vergessen zu haben. Mal sehen, was noch kommt.

    Morgen geht es so gg 3 Uhr los Richtung Graz, da geht es in den Flieger nach Frankfurt. Ich freue mich auf Freunde, gutes Wetter, schöne Plätze, die Eclipse und neue Erinnerungen. Aloha, Hawaii.


    Montag, 1. Mai 2023 – Abfahrt

    Tag der Arbeit in Österreich und gleichzeitig der Tag unserer Abreise. Wir fliegen heute von Graz über Frankfurt nach San Francisco und beginnen so unsere Hawaii-Kreuzfahrt. Um 2:30 Uhr läutet der Wecker und beendet so sehr unfreundlich eine sehr kurze Nacht. Der erste Satz meines Mannes ist dann auch nicht sowas wie „Hurra, die Reise beginnt“, oder „endlich geht es los“, nein, es ist „für diese Uhrzeit bin ich nicht mehr geschaffen“. Und das wird er noch mehrmals heute sagen. Trotzdem schaffen wir es, uns adäquat anzuziehen (also nicht schön, das ist nicht das Ziel, das Ziel ist es, alle Körperstellen, die man nicht sehen will oder soll, zu bedecken und das ist uns gelungen), alle Koffer (es sind 5! An der Zahl! Keine Ahnung, wer das tragen soll) gehen zu und haben unter 23 kg und sind irgendwann auch im Auto verstaut. Dann noch schnell Anna abgeholt, sie bringt uns nach Graz und los geht’s. Auch Anna ist komischerweise nicht begeistert von der Uhrzeit – liegt scheinbar in der Familie! Wir kommen nach problemloser Fahrt pünktlich in Graz an und können ohne Aufenthalt nach der Verabschiedung durch die Security gehen. Graz ist da wirklich angenehm, kleine Wege und wenig Zeitverlust. Auch der Flug nach Frankfurt verläuft ruhig und wir landen pünktlich nach 1 Stunde 10 Minuten. Ich bin da mal wirklich froh, der erste Flug geschafft und ruhig war er auch – so kann es weitergehen.

    Dann ist es auch endlich soweit, wir treffen Eva und Ralf. Umarmungen werden ausgetauscht,
    Geschichten erzählt (Eva hatte, nein, keine Probleme mit dem Pass, dafür Probleme mit der Kofferaufgabe – wahrscheinlich war das System überfordert mit der Masse an Koffern) und unser gemeinsames Entsetzen über einen fast 12 stündigen Flug ausgetauscht (war der Flug immer schon so lange? Ich glaube ja nicht, da hat sich irgendwer mit mir ein Späßchen erlaubt – nicht, dass ich da viel Spaß versteh, 12 Stunden – ein Wahnsinn). Es sind auch wirklich viele Menschen am Gate, viele Kinder, gsd sind wir Business und Premium Eco, sodass es gehen wird (haha, auch Kinder sitzen Business – die Welt steht nicht mehr lange).

    Der Flug ist dann erstaunlich kurzweilig, wahrscheinlich schlafe ich sogar kurz ein. Wenig Turbulenzen und eine ausgesprochen nette Crew und ausreichend Alkohol – und schon geht fliegen für mich. Also versteht mich nicht falsch, das ändert nichts an meiner Flugangst, aber ich habe es überlebt (ich brauch ein „flight survivor“ für mich). Die Einreise in SFO geht dann erstaunlich schnell und auch alle Koffer haben es mit uns geschafft. Wenn es mal läuft ….

    Das Wetter allerdings ist deutlich verbesserungswürdig, es ist stürmisch und dadurch wirklich a….kalt. Auf jeden Fall so kalt, dass wir alle unser Repertoire an warmer Kleidung aufstocken müssen (und das bei der Masse an Gewand, die wir mithaben). Ich befürchte auch, das Wetter wird sich kaum verbessern, jedenfalls gibt die Vorhersage kaum Hoffnung auf Sonne. Egal, ist ja eh nicht änderbar, damit müssen wir leben. Wir fahren mit Lyft vom Flughafen zum Hotel, sehr empfehlenswert, preisgünstig und man kann die Größe des Autos vorher buchen – wichtig bei gefühlten 97 Koffern (obwohl Singapur ja gezeigt hat, wir kriegen viele Koffer in noch so kleine Autos). Vom Ausgang des Flughafens muss man nur auf Ebene 3 gehen, hier gibt es Abholzonen mit Nummern und diese Nummer bekommt man bei der Bestellung. Unser Auto ist dann auch groß, allerdings nicht ganz groß genug für alle Koffer (so ein Auto würde man wahrscheinlich Lieferwagen nennen), aber das ist kein Grund, uns aufzuteilen, Singapur hat gezeigt, Beinfreiheit ist nur ein Wort und die Durchblutung kann auch ohne größere Ausfälle reduziert werden, indem Koffer auch da platziert werden, wo sie normalerweise nicht sind – auf den Knien (netterweise wurde der leichteste Koffer dafür gewählt, also der unter 23 kg). Wir erreichen unser Hotel nach (wenig) angenehmer Fahrt (wie gesagt, Koffer!) und bevor wir schwere körperliche Schäden erleiden, das Marriott Vacation Club Pulse. Es liegt in der Nähe vom Fisherman`s Wharf und ist sehr cool. Die Zimmer sind riesig, sehr stylisch eingerichtet, sehr gute Lage, also empfehlenswert. Heute wollen wir noch ein wenig Richtung Golden Gate Bridge marschieren, der erste Blick auf DIE Brücke. Das machen wir auch, allerdings ist der Wind echt eine Herausforderung und wir geben nach einem kurzen Blick auf.

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    Zurück geht es Richtung Pier 39, die Seelöwen wollen dringend fotografiert werden. Und sie geben sich auch besondere Mühe, um fotogen auszusehen. Und man muss auch gar nicht schnell beim Fotografieren sein, weil bewegen tun sie sich nicht unbedingt viel. Böse Zungen (Eva!) behaupten, darin ähneln sie Cooper (unser wunderschöner, und vollschlanker roter Kater) – das sind dann aber bösartige Lügen. Wir sind an den weiteren Tagen auch immer mal kurz für eine Stippvisite bei ihnen, und ich könnte schwören, dass sich die meisten höchstens umgedreht haben (also keine ganze Drehung, das wäre echt zu viel Stress).

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    Dann ist es aber für heute mal genug, uns ist echt kalt, wir sind müde (zu dem Zeitpunkt sind wir schon seit 24 Stunden munter) und hungrig. Gegen den Hunger ist auch schnell was gefunden (niemand will mich lange hungrig ertragen), wir probieren bei Boudin Bakery die Clam Chowder, eine cremige Muschelsuppe, welche im Brot serviert wird. Auch alle anderen Sachen sind gut, wir sind jedenfalls gut gesättigt. Danach geht es zurück zum Hotel, für heute geben wir auf. Und ich muss leider sagen, ich schlafe ein, da ist es fast noch hell – egal, für heute habe ich genug Aufregung. Gute Nacht, San Francisco, streng dich morgen mehr an mit dem Wetter!

    Habe jetzt auch den NZ Teil gelesen.

    Auch hier schade, um die Welt gereist und eigentlich nur auf dem Schiff gewesen. Ich wäre da sehr traurig gewesen.

    Das waren wir auch teilweise, aber was soll man machen? Wir haben es uns trotzdem schön gemacht und haben alles mitgenommen, was möglich war. Ob wir nochmal nach Neuseeland kommen ist halt fraglich - weil man echt lange fliegt.

    Hach Tanja73 , das war schon eine tolle Reise. Ich habe den Bericht zwar schon vorab gelesen (Tanja macht nämlich auch die weltbesten Fotobücher und in meinem Schrank stehen ganz viele davon), aber ich merke immer wieder: jeder hat seine Talente:

    Tanja schreibt schön, macht tolle Geschenke und Fotobücher, Bernd und Ralf können gut Tüten tragen und ich, ja ich bin eher Typ Bootcamp und lebe das gerne aus ^^:saint:.

    Der nächste Bericht kommt bestimmt: für uns 4 geht es 2026 zum ersten Mal gemeinsam auf ein TUI-Schiff, ich freue mich sehr, unsere Ösis haben noch etwas Angst, aber das Ziel (Mittelamerika) wird es uns schon aushalten lassen. Diesmal fliegen auch die Kapitalisten unter uns wieder Eco, was sind schon 10 h Flug:rolleyes:

    Dein Talent ist wirklich Bootcamp, du würdest gut ins Militär passen ^^

    Und ja, wir haben ein wenig Angst vor dem ersten deutschen Schiff, aber wird schon werden und wie du sagst, die Route macht viel aus. Jedenfalls immer wieder gerne mit euch!

    Es geht zurück:

    Mittwoch, 12.3.2025

    Heute wären wir eigentlich in Christchurch, reell sind wir on sea, da es zu windig ist, um anzulanden. Der Seegang ist heute wirklich heftig, die überall hängenden Spucktüten werden gut genützt. Ich merke es trotz Patch doch ziemlich und falle immer wieder aus. Aber zwischenzeitlich kann ich trotzdem gut mithalten.

    Wir liegen dann auch kurz oberhalb vom Pooldeck und haben so viel Spaß, das uns Mitarbeiterinnen fragen bzw. unsere Männer, ob sie uns kennen würden und ob sie uns über Bord werfen sollen. Unsere Männer sagen natürlich ja zu ersteren und nein zu zweiteren (obwohl ich sagen muss, sie haben tatsächlich kurz gezögert, vor allem bei Punkt zwei).

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    Der Seegang wird nicht besser, ich muss heute leider das Abendessen ausfallen lassen, es ist mir sogar mit Patch zu heftig. Hoffentlich wird das besser!

    Donnerstag, 13.3.2025

    Noch immer auf den Weg zurück nach Sydney. Der Seegang ist besser, ich kann am Leben wieder gut teilnehmen. Die Sonne lässt sich allerdings schon sehr bitten, unfreundlich sowas. So beschränkt sich der heutige Tag auf herumliegen (wir), Schritte machen (Eva und Ralf), Flug einchecken (wäh), Koffertags bekommen (größeres Wäh), Koffer packen (gruselige Sache, man hat das Gefühl, man hat auf einmal viel mehr Sachen mit, woher bloß????)

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    Heute ist formal dinner, wir sind wie immer schön und Wima hat uns einen Tischschwan gezaubert, wir sind alle begeistert und ein wenig gerührt. Beim Crewtanz mittanzen ist für mich keine so gute Idee, habe das Taktgefühl einer toten Maus. Aber Hauptsache lustig!

    Freitag, 14.3.2025

    Letzter Seetag und überhaupt letzter Tag unserer Reise. Ein Wahnsinn eigentlich, wie schnell die Zeit verfliegt, wenn es einem gutgeht. Erst gestern sind wir nach Singapur gekommen (jedenfalls kommt es mir so vor) und jetzt ist diese, unsere bisher längste Reise, schon fast zu Ende. Heute scheint die Sonne, es ist ein herrlicher Tag.

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    Wir genießen diesen letzten Tag am Pooldeck, so ist das Leben schön. Wenn da nicht das blöde Kofferpacken wäre und die damit verbundene und drohende Heimreise. Was solls, es nützt ja nichts, ignorieren hilft da auch nur sehr begrenzt, die Realität ist hart. Wir verabschieden uns ganz herzlich von Alexander und Wida, 2 ganz besondere Waiter, die uns die ganze Zeit begleitet haben. Vielleicht sieht man sich wieder.

    Dann ist es soweit, wir stellen die Koffer raus. Das mag ich gar nicht!

    Samstag, 15.3.2025

    Es ist 5:30 Uhr und wir laufen wieder in Sydney ein, ein wunderschöner Anblick. Man könnte glatt vergessen, dass damit unsere Reise endgültig ein Ende findet.

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    Wir verabschieden uns von unseren Reisebuddies Eva und Ralf, beide fliegen erst heute Abend und werden den Tag noch in Manly genießen. Es war wie immer eine Freude, gemeinsam die Welt zu entdecken, immer 3 Schritte hinter Eva, wohlwissend, dass auch das zu langsam ist, nie mehr Lift fahren zu dürfen, weil man Angst hat, sie steht hinter einem und schreit einen an, wahnsinnig viel Spaß miteinander zu haben und sich immer wohlzufühlen. Bin traurig, aber wir sehen uns bald wieder!

    Wir verlassen das Schiff ohne größere Verzögerungen, unsere Koffer sind da, wo sie stehen sollen (und wir erinnern uns an die richtige Zahl) und die Einreise klappt schnell. Also nichts wie hin zum Zug wir wollen so zum Flughafen kommen. HaHa, lacht Karma. Schienenersatzverkehr, das geht nicht nur in Österreich, sondern auch in Australien (fühle mich kurz wie in Versteckter Kamera, die wollen mich wohl alle verarschen). Wenigstens ist die Organisation grundsätzlich gut, aber nervös macht es mich schon. Aber irgendwann sind wir am Flughafen und das auch zeitgerecht.

    Dann beginnt die Flug Odyssee eines 7 Stunden Fluges, 6 Stunden Warten und dann noch zum Drüberstreuen 13 Stunden fliegen. Das mag kein Mensch und ich schon mal gar nicht. Eva und Ralf verbringen noch den Tag ihres Lebens (hmmmm??), sitzen wir schon im ersten Flieger. Das schlimmste ist aber tatsächlich die Warterei in Singapur, bin müde ohne Ende und will nur mehr heim. Das dauert aber noch bis Sonntag späten Nachmittag, aber irgendwann sind wir alle wieder zuhause.


    So, das war unsere große Reise. Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Mitreisen und ich verabschiede mich bis zur nächsten Reise!!!

    Weiter geht es nach Wellington:

    Dienstag, 11.3.2025

    Wellington – windy welli, ist unser nächster Hafen (Spoiler Alarm, auch unser letzter, aber das wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht). Und es macht seinen Namen alle Ehre, sehr windig, das Ganze. Es ist aber sonnig, sodass es gut passt. Wieder müssen wir ein Shuttle nehmen, da wir wieder in einen Industriehafen liegen. Im Parlamentsviertel werden wir dann losgelassen, unser erster Weg führt uns zum Wellington Cable Car (12 N$ hin und retour) – wir wollen hinauf zum Botanischen Garten. Die Schlange ist lange, es geht aber gut vorwärts (es besteht somit keine Gefahr, dass dieser Cable Car auch eine „verfickte Straßenbahn“ ist). Die Fahrt an sich dauert nicht lange, ist aber schon sehr geil. Ist jedenfalls ein Must-do.

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    Oben angekommen genießen wir die Aussicht und das saftige Grün überall. Ruhig ist es allerdings nicht, Grillen (oder sonst was) machen sehr viel Lärm, ist echt irre. Wir marschieren herum, genießen diesen wunderschönen Ort und sind die meiste Zeit alleine. Einfach nur traumhaft.

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    Auch Magnete können wir hier kaufen, also ein Gesamtpaket de luxe.

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    Nachdem wir wieder unten sind, gehen wir in das trendige Viertel um die Cuba Street und genießen einen Kaffee in der Sonne. Gleich anschließend ist die Eva Street und das Eva Pub, Wellington weiß, was sich gehört. Fotos werden natürlich gemacht!

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    Geshoppt haben wir natürlich auch, Magnete, Starbucks Tasse, was für die White Night heute – Wellington hat süße Läden. Wir könnten es hier auch noch länger aushalten, ein wenig Leute schauen, aber die Liegedauer gepaart mit der Befürchtung, dem Schiff hinterher winken zu müssen, treibt uns vorwärts. Bevor wir allerdings zurückfahren, spazieren wir noch durch das Regierungsviertel, mit dem neuen und dem alten Regierungssitz.

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    Zurück am Schiff haben wir einen Rollerblades Termin, unsere Fahrkünste gehen von sehr gut bis höchst fragwürdig (fragt euch selbst, wer was ist – jedenfalls sind die Fahrkünste äquivalent zur Anzahl der Schutzmaßnahmen am Körper) – aber alle verlassen das SeaPlex ohne Verletzungen an Körper und Stolz. Abends essen wir wie immer im Dining-Room bei Alexander und Wida mit dem running Gag, dass Ralf immer etwas unter seinem Stuhl findet – mal eine Ananas, ein Würstchen, einen Zettel (von Alexander) und eine Menükarte. Wir lachen alle sehr!

    Danach spielen wir ein oder zwei Runden „Hornochse“ mit wechselnden Erfolg. Ist aber trotzdem lustig und es kommt auch zu keinen nennenswerten körperlichen Angriffen (obwohl doch manchmal in meinen Gedanken, vor allem, wenn ich alles gut durchdacht habe und sich dann irgendwer (besonders Eva) bemüßigt fühlt, das zu zerstören – gedanklich boxe ich sie, äußerlich lächle ich gequält – das nenne ich echte Beherrschung).

    Seetag und Napier:

    Sonntag, 9.3.2025

    Wieder ein Seetag, diesmal ein geplanter. Das Wetter lässt etwas zu wünschen übrig, sehr viel Wind und wenig Sonne. Also nützen wir die Zeit zum Bumper Car fahren und Hornochse spielen. Beides ist lustig und die Zeit vergeht schnell. Auch das ist Urlaub.

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    Montag, 10.3.2025

    Heute sind wir in Napier und das Wetter verspricht, schön zu werden. Wir werden mit einem Mietauto ein wenig die Gegend erkunden. Dazu müssen wir erst mit dem kostenlosen Shuttle aus dem Industriehafen gebracht werden, von dort nehmen wir ein Uber. Alles klappt wie am Schnürchen und bald sitzen wir im Auto. Ralf ist der Fahrer, Eva wie immer der Navigator und Bernd und ich schauen gut aus.

    Unser erstes Ziel ist Arataki Honey, wo sich alles um Honig dreht und die Königinnen coole Namen wie Beelie Eilish oder Beeritney Spears haben (Beeritney Spears haben wir auch im Gewusel gefunden).

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    Weiter geht es auf den Te Mata mit schönen Blick auf die hügelige und grüne Landschaft. Oben treffen Ralf und Eva tatsächlich jemanden, der eigentlich Neuseeländer ist, aber schon lange in Deutschland lebt, Olpe, die A4 und den 1. FC Köln kennt. Die Welt ist halt manchmal ein Dorf. Währenddessen diskutieren unsere Männer, ob sie, wenn sie den Ring, der geschmiedet wurde, sie zu geiseln, ins Feuer werfen, die Ehefrauen vorher abziehen müssen. Witzig sind sie und hilflos ohne uns.

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    Runter vom Lookout kommen dann alle Ringe, alle Frauen und tatsächlich auch alle Männer. Unser nächster Stopp ist die Mission Estate Winery, ein wunderschönes und sehr gepflegtes Weingut. Leider geht sich keine Weinprobe mehr aus, schaut sehr lecker aus.

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    Zurück bei der Autovermittlung geben wir das Auto ohne Probleme wieder ab, Ralf hat das Linksfahren ausgezeichnet gemeistert. Ein Uber bringt uns noch auf den Bluff Hill, von hier hat man einen schönen Blick auf das Schiff.

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    Runter müssen wir zu Fuß, Generalin Eva hat gesprochen (und wir können lt. Ihr auch froh sein, dass sie so gütig war uns hinauf mit dem Uber bringen zu lassen – bin ausreichendst eingeschüchtert und sehr froh). Vorbei an einem versteckten Wasserfall geht es dann am Meer entlang Richtung Stadt, Magnete kaufen sich nicht von alleine.

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    Napier hat ja viele Häuser im Art deco Stil, man fühlt sich ein wenig in die 20er Jahre rückversetzt. Zwischenzeitlich erhalten wir noch Drinks from the Bar, unsere Lemminge sind heute gut vorbereitet. So gefällt uns das. Sehr vertragskonform.

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    Dann geht es wieder retour zu Schiff, die Schlange ist unendlich lang, aber wir kommen vorwärts und ohne uns werden sie schon nicht ablegen. Somit sind wir rechtzeitig an Bord, weiter geht’s!

    Auckland - endlich Neuseeland!

    Samstag, 8.3.2025

    Auckland, here we are.

    Last but not least betreten wir tatsächlich neuseeländischen Boden. Was haben wir nicht alles dafür getan: Visum bezahlt, noch eine Declaration gemacht – und niemand will auch nur unseren Pass sehen. Also sind wir scheinbar wieder mal Illegale (wie in Kanada).

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    Wir beschließen unseren Status zu akzeptieren (alles minderjährige Flüchtlinge) und fahren mit der Fähre ca. 15 Minuten nach Devonport. Dort wollen wir primär auf den Mt. Victoria – einen Vulkan mit traumhafter Aussicht. Man sieht die Skyline von Auckland mit dem Sky Tower und unser Schiff und das bei Sonnenschein. Die Fotos sind sehr genial, auch Sprungfotos werden gemacht. Wobei – unser Gruppensprungfoto hat was von „es werde der Mensch“ – nur Ralf und ich können hier überzeugen.

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    Putzige Lädchen versüßen uns unseren Rückweg. Bezüglich Evas Drang mich auf jeden Berg raufzuschleppen, stelle ich folgende Vermutung auf: ich hasse wandern, seit meine wanderwütige Mutter mich dazu gezwungen hat. Jetzt ist es so wie bei Frauen mit gewalttätigen Vätern, die sich auch solche Ehemänner aussuchen, such ich eine wanderwütige Freundin. Es ist ein Teufelskreis!

    Danach gehen wir auf den Sky Tower, um die Aussicht auf 328 Meter über Auckland zu genießen. Das Wahrzeichen muss man besucht haben (inkl. Starfaktor, da auch eine deutsche Schauspielerin oben ist – Sila Samin – Eva und Ralf kennen sie, wir nicht).

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    Danach gehen wir noch zum Viaduct Harbour, es ist schönes Wetter (mit Sprühregen zwischendurch) und viele Menschen sind unterwegs. Magnete und Postkarten werden gekauft, das ist immer das Wichtigste.

    An Bord fliegen wir wieder mit IFly – wir können es schon sehr gut, praktisch Experten!

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    Seetage und leider Neuseeland nur zum Anschauen:

    Mittwoch, 5.3.2025

    Okay, ich glaube, wir sterben

    Das ist ein Wellengang aus der Hölle, ich hatte mehrmals das Gefühl, ich falle jetzt aus dem Bett. Habe dann um Mitternacht den Patch wechseln müssen, sonst wäre das schwierig geworden. Habe immer darauf gewartet, dass das Signalhorn kommt und wir untergehen. Habe mir überlegt, was ich anziehen soll, ob ich meinen Pass mitnehmen soll und wieso ich nicht auf einer Tür enden will (obwohl, in dem Fall hätte ich eine Türe und Bernd nicht – obwohl, ich würde ihn mit auf die Türe nehmen und nicht so egoistisch sein wie die Bitch Rose „schleich dich, ist meine Türe, Gfick“).

    Gar kein so nettes Gefühl. Irgendwann reduziert der Kapitän die Geschwindigkeit, dann wurde es besser (also keinesfalls gut, oder angenehm, nur besser). Es sind die Auswirkungen des Zyklons, der in Brisbane wütet, nicht gefährlich (das sagt er wahrscheinlich immer) und sollte nachmittags besser werden – schauen wir mal. In der Lounge (Deck 4) kommen die Wellen jedenfalls bis zum Fenster, nichts, was ich brauchen würde. Ich hoffe ja, dass das Wetter grundsätzlich besser wird, alles wird mit Sonne besser.

    Auf jeden Fall haben wir auch morgen noch einen Seetag, ich wünsche mir ruhige See und Sonne.

    Trotz Wind gehen sich 1-2 Stunden am Pool aus, bisschen Sonnetanken.

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    Sonst passiert heute nicht viel, jeder Gang muss genau geplant sein, weil das Schiff so schwankt. Abends wird es etwas besser, aber Bernd lässt trotzdem das Abendessen ausfallen – alle sind sehr besorgt, vielleicht schlage ich ihn ja? Bin diesmal sehr schuldlos, morgen wird er wieder dabei sein!

    Donnerstag, 6.3.2025

    Wieder Seetag, das Gewackel ist besser, aber es gibt schlechte Nachrichten vom Kapitän: Wir fahren zu langsam und werden deswegen Bay of Island nicht anlaufen können. Wir haben stattdessen noch einen Seetag. Ziemlich nervig, vor allem, weil wir der Meinung sind, er könnte ja jetzt schneller fahren, wir dümpeln nur herum. Aber ändern können wir es auch nicht.

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    Zumindest ist heute das Wetter schön und wir verbringen den Tag mit süßen Nichtstun am Pool und im Fitness-Center. Ja, ihr habt richtig gehört, ich gehe ins Fitte. Die Badesaison zuhause rückt näher und von nichts kommt nichts. Also trainiere ich, gehe dann in die Kabine und warte darauf, dass ich schön werde. Und warte, und warte – wieder nichts, schon eher enttäuschend.

    Freitag, 7.3.2025

    Also nichts mit Bay of Islands, nichts mit dem „Zack – und schön“ nach dem Fitte, das Leben hat viele Enttäuschungen parat. Tatsächlich verstehen wir es nicht, warum wir nicht anlegen, das Meer ist ganz ruhig (und das war es auf dieser Reise wirklich nicht oft) und Neuseeland scheint zum Greifen nahe. Wie sagt Eva? „Nur anschauen, nicht angreifen!“ Wenigstens ist das Wetter ein Traum und wir genießen die Sonne.

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    Sonst ist es ein typischer Seetag mit viel lesen, liegen, braten und ins Gym gehen (seid ihr neugierig? Ja? Ja, verfickte Sch…., wieder nicht zack und schön. Voll nervig, eigentlich unentschuldbar).

    Morgen sollen wir Neuseeland auch betreten dürfen, mal schauen, ob das klappt, vielleicht dümpeln wir aber auch weiter herum. Es bleibt spannend.

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    Es geht weiter - Rückkehr nach Sydney:

    Dienstag, 4.3.2025

    Wir sind wieder zurück in Sydney, für die meisten endet hier die Reise, aber nicht für uns. Für uns heißt es, zuerst neue Karten und Transit Karten holen (und die Organisation dessen nicht optimal finden) und dann geht es auch für uns runter. Es regnet kurz, wird aber im Laufe des Tages noch super.

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    Wir wollen über die Harbour Bridge auf die andere Seite gehen, geile Blicke inklusive. Es zahlt sich jedenfalls aus, auch weil man auf der anderen Seite sich wie in einer Kleinstadt fühlt.

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    Dort haben wir einen ausgezeichneten Kaffee getrunken, haben endlich unserem Status entsprechende Kaffeedosen erhalten (Boss-Kaffee) und sind dann bei strahlenden Wetter zurück.

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    Als nächstes geht es auf den Observation Hill, inklusive schönen Blick auf den Hafen. Dann müssen noch 1-2 Souvenirs mit und wir machen uns auf den Weg zum japanischen Garten (der war leider mit Eintritt, sodass wir ihn leider nur von außen sehen).

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    Langsam, aber sicher machen wir uns auf den Weg zurück, will wollen ja gerne mitfahren nach Neuseeland und nicht gezwungen sein, dem Schiff hinterher zu winken. Die Ausfahrt erleben wir diesmal vom Balkon aus, ist auch aus dieser Perspektive atemberaubend.

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    Das Abendessen nehmen wir an einem anderen Tisch, aber wieder mit Alexander und Wida ein. Geholfen dabei hat uns die Head Waitress, die dafür sorgt, dass wir wieder bei ihnen sitzen konnten. Das schätzen wir sehr. Ralf ist heute nicht mit dabei, alles sind sehr besorgt.

    Heute Nacht verlieren wir 1 Sunde, dann sind wir 11 Stunden vor zuhause, irre.

    Hey Tanja73 , nachdem wir in gut 5 Wochen selbst in die Südsee und nach NZ aufbrechen, folge ich euch natürlich gern auf eurer Reise.

    An unserer Anreise "in einem Rutsch" mag ich noch gar nicht wirklich denken.

    Kann es sein, dass sich bei den Kabinennummern ein Fehler eingeschlichen hat?

    Ja, tatsächlich, danke - habe ich geändert.

    Die Anreise war echt arg - zusätzlich habe ich Flugangst, das ist dann immer eine Herausforderung. Aber das Ziel belohnt.

    Seetage:

    Freitag, 28.2.2025

    Heute sollten wir eigentlich auf Mystery Island sein, aber irgendjemand hat da was dagegen. Jedenfalls der, der für den doch sehr intensiven Wellengang verantwortlich ist. Ist zu gefährlich, weil wir tendern müssen, schade, hätte das doch sehr schaukelnde Schiff gerne verlassen, hilft ja nichts. Ist halt noch ein Seetag und nur 2 Inseln, wo wir runterdurften, magere Ausbeute.

    Da das Schiff sehr schaukelt, verbringen wir den Tag auf den Liegen (sogar Eva gibt heute das Fitte auf) in der Sonne, im Schatten, im Halbschatten – immer auf der Suche nach der besten Möglichkeit eines perfekten Bräunungsgrad. Das Ergebnis: die Männer sind braun, die Frauen sind gut rot (Lobster Alarm!)

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    Abends im Dining Room sitzen wir wieder bei Alexander und Wida, sie können beide schon 95 Ole (Fortuna Düsseldorf) performen, wir haben viel Spaß!

    Samstag, 1.3.2025

    Eva´s letzter Tag als 40erin beginnt. Wir sind heute nochmals auf Lifou, dürfen aber heute nicht mehr runter, sodass es für uns ein Seetag wird.

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    Die Temperaturen haben Höllenqualität, sodass wir uns lieber in den Schatten verziehen – sonst würden wir heute wahrscheinlich zu Staub verbrennen. Heute geht natürlich kaum ein Windhauch, damit ist es noch heißer. Und wie brav wir sind, erkennt man daran, dass wir alle im Fitte waren.

    Eva und Ralf gehen noch tanzen und erhalten viel Applaus für ihren langsamen Walzer (und das, obwohl der Boden nach eigenen Angaben klebt). Den Tag ausklingen lassen wir wieder im Dining Room bei ausgezeichneten Essen.

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    Sonntag, 2.3.2025

    Heute passiert das, was niemand gedacht hatte, es könnte wirklich passieren – Eva wird 50! (oder 49+, wie nette Menschen, also nicht wir, es beschreiben würden)! Bernd und ich haben gestern noch die Kabinentüre passend und dem Anlass entsprechend geschmückt und heute lassen wir Eva und Ralf hochleben (inkl. Shirts, Tröten und Hüten).

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    Geschenke werden in der Lounge übergeben, ich glaube, sie haben sich gefreut. Auch ein 2-minütiger iFly-Flug ist inkludiert. Dort angekommen singen die Chef-Flieger ein Ständchen (hat Bernd vorher organisiert), das zweite Geburtstagsständchen an diesem Tag, wir lachen alle sehr. Eva und Ralf fliegen wirklich schon sehr gut, allerdings steht bei uns allen eine Gesichtsstraffung an, so sehr flattert unser Gesicht (und das, obwohl wir lächeln und damit das Muskeln eh schon anspannen). Danach ist kurz Pause im Geburtstagsprogramm, bis wir Mittagessen in den Windjammer gehen – auch dort erhalten sie ein Geburtstagsständchen inkl. Kuchen mit Kerze.

    Für das Abendessen erhalten sie noch passende Accessoires, jeweils ein Krönchen und eine Schärpe – es läuft.

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    Natürlich gibt es auch im Dining Room ein Geburtstagsständchen, inklusive Torte und Kerze (Bernd hat eigens dafür die Tortenschachtel vom Pan Pacific mitgenommen, inklusive Karte – das nenne ich mal Recycling). Ein schöner Rahmen für einen so besonderen Tag. Das Schiff will scheinbar auch seinen Senf dazu geben, es schaukelt doch wieder ziemlich. Es wird auch das Wetter schlechter, mal sehen, wir sind jedenfalls auf dem Weg zurück nach Sydney.


    Montag, 3.3.2025

    Letzter Seetag auf dieser Reise, morgen sind wir in Sydney und damit endet unser erster Abschnitt. Aber für uns geht es ja weiter, es ist das Schönste, alle packen die Koffer, nur wir nicht.

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    Anna hat heute Geburtstag, sie ist gerade mit Dominik und Freunden in Amsterdam. Wir telefonieren und gratulieren und vermissen sie. Aber freuen uns auch für sie, dass sie ihren Geburtstag so nett feiert!

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    Viel passiert dann heute nicht mehr, den Tag genießen, kein Stress, noch Bordguthaben verbrauchen, Fotos holen und diebisch grinsen, wenn wir bei den Koffern am Gang vorbeigehen. Sind die schönsten Ausschiffungstage, wenn man selbst nicht ausschiffen muss. Wir sollten das immer so machen.

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    So, das war es für heute - morgen geht es mit der Rückkehr nach Sydney, dem Ende der ersten Reise und dem Beginn der zweiten Reise weiter. Ich freue mich, wenn ihr dabeibleibt.