Beiträge von Mimith

    Ich habe selten meinen Namen so oft in einem Post gelesen ^^

    Ja, in 3 Wochen genießen wir hoffentlich bei Sonnenschein mit einem Cocktail in der Hand das Auslaufen aus Bremerhaven. Wir haben heute morgen gleich eingecheckt und die Schiffspässe in die Wallet geladen. Es steht hier zwar noch sooooo viel in den letzten 3 Wochen an, aber wir freuen uns auch schon sehr auf die Reise!

    Mir graust es etwas vor der Hinfahrt: ich muss am Montag noch arbeiten und die Mädels wollen noch zum Sommerfest des Musikvereins ..... aus diesem Grund holt uns um 01.30 Uhr nachts ein Uber ab und bringt uns nach Stuttgart, wo um 2.22 Uhr (ja, die Uhrzeit stimmt :sleeping:) hoffentlich der ICE nach Bremen pünktlich startet.

    Es folgte ein weiterer Seetag. Es war etwas zugig, aber zumindest regnete es nicht, und dank den Decken war ein Lesen am Pool auch möglich:

    Ansonsten waren wir faul und genossen Speis und Trank 8)

    Nachmittags hatten wir uns alle gemeinsam zum Sport verabredet und angemeldet: leider verschliefen alle außer meiner Freundin die Stunde - und die war danach fix und fertig .... sie tut mir immer noch leid.

    Der Abend führte dann dazu, dass wir ab sofort dazu verdammt sind, an jedem Bingo-Spiel auf jeder unserer Reisen teilnehmen zu müssen: Während wir gemütlich beim Essen im Atlantik saßen, wurden unsere Kinder wie üblich mit je einem Bingo-Schein ausgestattet und tatsächlich gewann unsere Tochter den Jackpot von 590€ (bzw ICH habe gewonnen, der Schein war ja von mir auf meinen Namen und Kabine gekauft worden 8o).

    Ansonsten genossen wir noch das Theater und anschließend die Mittsommer-Sonne (Aufnahme von 2 Uhr nachts):

    Wie gesagt begann der Regen, als wir auf der Fähre waren. Als wir ausstiegen, fing es aber erst richtig doll an: ein richtiger Platzregen ging auf uns runter, so dass wir uns in die Kirche flüchteten:

    Nachdem der Regen endlich nachgelassen hatte und dann auch aufhörte, ging es für uns zu Fuß durch Helsinki weiter. Das Leuchtschild gab es 2019 noch nicht .... oder wir haben es damals übersehen

    Weltoffenes Helsinki:

    Unser Ziel war die Felsenkirche, das letzte Mal waren wir nur außen. Dieses Mal wollten wir auch rein.

    Fotos von innen seht ihr aus bekannten Gründen hier nicht ;).

    Wir schlenderten dann zurück zum Hafen, sahen uns dort noch ein wenig um und spazierten durch die Markthalle ... wie gesagt, wir waren schon einmal in Helsinki gewesen, daher war kein großes Sightseeing angesagt.

    Irgendwann mussten wir uns dann von Emily verabschieden (sie blieb noch eine Nacht und flog erst am nächsten Abend zurück) und nahmen den Shuttle zurück zum Schiff. Auf der Kabine gab es dann noch Geburtstagsüberraschungen:

    Zum Abendessen wollten wir alle zusammen ins Atlantik. Also taten wir etwas, was wir nie machen und eigentlich immer belächeln: wir stellten uns gut 20 Minuten vor 18 Uhr am Atlantik an (und wir waren nicht die Ersten!) und stürmten bei Öffnung das Restaurant - und es gelang uns tatsächlich die lange Tischreihe in der Mitte zu ergattern.

    Die Torte wurde dann als Nachtisch unter allen 16 Mitreisenden geteilt und reichte wirklich!

    Und zum Tageschabschluss gab es beim Auslaufen wieder einen wundervollen Sonnenstreifen in der Nacht

    Kind 3 kommt euch in Helsinki besuchen…;):thumbup:

    Genau: es kann doch nicht sein, dass wir nicht gemeinsam als Familie Papas Geburtstag feiern können! Der Kindergarten hatte dank des Feiertages in Ba-Wü den Mittwoch und auch den Freitag frei. Also hat sich unsere Große direkt nach Feierabend mit ihrer Freundin (ihr Freund hat nicht fei bekommen und alleine hat sie sich nicht richtig wohl gefühlt) in den ICE nach Frankfurt gesetzt (der gsd ohne Probleme pünktlich gefahren ist) und hat den Nachtflug nach Helsinki genommen.

    Nur Emily und ich wussten davon, niemand sonst von unserer Reisegruppe. Wobei es die Schwester in Tallinn gecheckt hat, weil ich ständig am Handy war und sie gesehen hat, dass ich mit Emily schrieb. Ab Abend vorher hab ich dann die Katze aus dem Sack gelassen - nur mein Mann wurde nicht eingeweiht - damit wir alle gemeinsam den Shuttlebus nehmen würden: dort würde Emily auf uns warten, sobald ich ihr schreibe, dass wir im Shuttle sitzen (das Hotel war gleich um die Ecke):

    Mein Mann war mehr als überrascht: er hat erst nur ihre Freundin erkannt und gerufen: schau mal, wer da drüben steht! Dann hat er erst realisiert, dass das Mädchen daneben seine Tochter ist :D:D:D

    Und so waren wir 5 zum Geburtstag in Helsinki wiedervereint:


    Leider war die Wettervorhersage ziemlich mies - ab dem Nachmittag sollte es regnen. Daher machten wir uns gleich mit der Fähre zur Festungsinsel Suomenlinna auf.

    Wir hatten keine Führung gebucht, sondern erkundetet die Insel mit unserem Reiseführer und den aufgestellten Infotafeln auf eigene Faust. Hier ein paar Eindrücke - uns hat es gefallen:

    Wir hatten wirklich Glück und noch Sonnenschein. Kaum saßen wir in der Fähre zurück, kam der Regen.

    Das Schiff blieb bis Mitternacht im Hafen von Tallinn, daher gingen wir nach der Fahrradtour noch für eine kurze Runde ins nahe gelegene Shoppingcenter: Junior hatte seine Hose beim Fahren so eingesaut und die zweite bereits am Schokobuffet, so dass eine neue Hose für die restliche Reise her musste.

    Das Abendessen genossen wir im Surf und Turf mit herrlichem Blick hinten raus zum Hafen und Stadtzentrum.

    Das Essen und er Service waren wieder perfekt - wir freuen uns schon bei jeder Fahrt auf diesen Abend, den wir uns eigentlich immer gönnen. Soll ich euch ein wenig Appetit machen 8)?

    Die Vorspeise: wir essen nur hier Tatar:

    Etwas gesundes muss ja auch sein, daher ein Salätchen als Zwischengang:

    Und dann: viel Fleisch für meinen Mann - er bekommt von mir immer auch noch etwas ab

    Leider verpassten wir durch das tolle Essen das erste Konzert: dadurch, dass wir noch im Hafen lagen, begannen die verschobenen Konzerte schon früh, und wir sahen nur die letzten Minuten von Kat Eaton:

    Der Star des Abends war aber eindeutig Gregory Porter:

    Als wir die Reise buchten, war diese noch keine Eventreise. Daher mögen uns alle Jazz-Fans nachsehen, dass wir nicht ganz so begeistert beim Konzert waren. Die Stimmung war toll, künstlerisch war das Konzert topp .... es ist aber einfach nicht so unsere Musik. Trotzdem genossen wir aber die Stimmung

    Für mich war der Abend noch aus einem anderen Grund aufregend: ihr erinnert euch daran, dass ich auf die Themen "nur 2 unserer 3 Kinder sind dabei" und "das gesparte Geld wurde in eine Überraschung investiert" noch näher eingehen wollte? Kleiner Ausblick darauf - vllt können es sich dann einige schon denken

    xxx Admin (Fotos von Kartenmaterial Warum wurde mein Foto gelöscht? )xxx

    Beim Auslaufen um Mitternacht feierte mein Mann dann seinen Geburtstag und wir wurden von einem letzten Sonnenstreifen am Horizont begleitet:

    Das Fahren auf dem Kopfsteinpflaster und durch die vielen Menschen war ziemlich anstrengend. Gsd war es nur ein kurzes Stück bis zum Rathaus.

    Wie gesagt waren wir bereits einmal da, ansonsten wäre die Pause viel viel zu kurz gewesen. Daher nur zwei Eindrücke vom Platz:

    Weiter ging es dann den Berg hoch zur Kathedrale:

    Wir stellten die Räder dabei genau dort ab, wo ich vor 6 Jahren ein Foto unseres Sohnes aufgenommen habe. Wir haben an der selben Stelle daher wieder ein Foto geschossen:

    Nach einem Stopp am Aussichtspunkt ...

    ... ging es dann den Berg wieder runter zur Stadtmauer und der dicken Margarethe

    und dem Denkmal für die Opfer des Estonia-Unglücks

    Bevor wir zurück zum Schiff fuhren.

    3. Hafen: Tallinn
    Vor genau 6 Jahren, am 17.06.19, waren wir bei unserer ersten Kreuzfahrt überhaupt auch bereits in Tallinn. Damals war es unser erster Hafen überhaupt und wir hatten bombastisches Wetter.

    Da wir damals die Altstadt ausführlich erkundet hatten, haben wir über das Schiff die Entdeckertour mit den E-Bikes gebucht. Leider war es nicht möglich, dass wie mit meinem Bruder gemeinsam in eine Gruppe kamen. Ganz ehrlich: da vermisse ich wirklich die alte Buchungsart der Aktiv-Ausflüge, bei der man persönlich vorher an den Schalter musste und dann auf solche Dinge eingegangen werden konnte. Wir waren natürlich auch jetzt vorher am Schalter und haben gefragt. Antwort: dies wäre nicht möglich, da das System die Gruppen schon zugeteilt hat. Tauschen mit anderen willigen Teilnehmern ging auch nicht, da die Räder ja vorab eingestellt worden sind.

    Ein weiterer Punkt, warum ich die frühere Buchungsart besser finde: die Gruppen konnte man so homogener zusammenstellen. Wir waren mit unseren beiden Teens nun in einer etwas älteren Gruppen gelandet. Und ohne irgendjemanden angreifen zu wollen: das Fahrverhalten verschiedener Altersgruppen unterscheidet sich nun halt mal. Und der Fahrspaß hat dieses Mal wirklich darunter gelitten. Wäre das unser erster Fahrradausflug gewesen - ich würde keinen mehr buchen.

    Leider begann der Tag auch mit Niesel, das Wetter sollte sich aber im Laufe des Tages merklich bessern.

    Los ging es also an der Strandpromenade entlang in Richtung des olympischen Hafens

    Am Strand konnte man das Schiff durch den Niesel-Nebel kaum sehen:

    Vorbei an Denkmälern ...

    ... ging es dann weiter in Richtung des Fernsehturms.

    Wir hatten keine Zeit um ihn zu erklimmen, daher nur ein Bild von unten.

    Weitere Denkmäler folgten und das Wetter wurde besser:

    Langsam konnte man das Schiff ausmachen:

    Die Sängerwiese war natürlich Pflicht:

    und auch am Schloss machten wir eine Pause:

    bevor es dann in die Altstadt ging

    Seetag 2:

    Es folgte der zweite Seetag, der schnell erzählt ist:

    Am Vormittag begannen die Aufbauarbeiten für das große Konzert am Abend:

    Wir verbrachten viel Zeit mit unseren Büchern am Pool und beobachteten das Treiben und die Soundchecks.

    Auch Gregory Porter war nun an Bord zu sehen - wir spekulierten, ob er wohl gestern in Klaipeda zugestiegen ist, da er eine Führung bekam und die Playstation aus der Junior-Lounge für bestimmte Vip-Gäste bzw deren Kinder verschwand (was die restlichen Kinder an Bord weniger toll fanden).

    Am Nachmittag wurde das Wetter leider schlechter. Ich besuchte einen Box-Workshop (nein, ist nicht so mein Sport stellte ich fest) und dann begann es leider zu nieseln. Die beiden Konzerte wurden daher abgesagt und auf den nächsten Tag verschoben.

    Ansonsten gibt es über diesen Tag nicht viel zu berichten.

    Wie oben beschrieben, hatten wir uns das Abendessen an der toten Düne wirklich verdient gehabt und konnten das Auslaufen im Cucimare mit einem leckeren Essen genießen:

    Nachtisch gab es natürlich auch, so dass wir eigentlich viel zu vollgefressen für das spätere Schokofrüchte-Buffet auf der Whiteparty waren und dort kräftig doch ein paar Kalorien wegtanzen mussten.

    Und ganz ehrlich: ich habe noch nie eine so geniale Whiteparty erlebt wie auf dieser Reise:

    Das Wetter war gigantisch warm, das Meer spiegelglatt - ein rundum perfekter Tag und Abend:

    Weiter ging es zum ethnischen Friedhof mit den kurischen Brettern

    Und als die Busse dann dort alle durch waren, ging es natürlich auch für uns zum Sommerhaus von Thomas Mann:

    Was für ein herrlicher Ausblick aus dem Arbeitszimmer:

    Im Schatten auf der Terrasse erfuhren wir dann sehr viel über Thomas Mann und seine Zeit auf der kurischen Nehrung. Herr Meier ist hierzu Experte, der auch Veranstaltungen zu diesem Thema hält. Und so versammelten sich noch andere Zuhörer um uns, um seinen Ausführungen zu lauschen.

    Als letztes Highlight stand dann noch ein Besuch am Strand an:

    Und hier kam es dann doch noch zu einer Begegnung mit einem Touri-Bus. Allerdings auch nur, da dieser sich festgefahren hatte und man auf die Feuerwehr warten musste, um den Bus aus dem Sand zu ziehen.

    Mir taten die Ausflugsteilnehmer wirklich leid, die da warten mussten. Sie kamen aber rechtzeitig zur Abfahrt am Schiff an (wir beobachteten vom Pooldeck später ihre Ankunft).

    Dank dem Einheimischen-Status von Herrn Meyer konnten wir die lange Warteschlange an der Fähre links bzw rechts liegen lassen und an ihr vorbei fahren. Nach einer kurzen Fahrt durch Kleipeda wurden wir dann wieder direkt ans Schiff zurück gebracht und konnten auf einen tollen Ausflugstag zurück blicken.

    Wir können den Tag mit Herrn Meyer nur weiter empfehlen!

    Klaipeda:

    Nach einer ruhigen Nacht kamen wir in Klaipeda an. Auch diesen Hafen kannten wir noch nicht. Dank der Tipps aus dem Forum und der Hilfestellung von Bodenseesonne haben wir den Tag mit Uwe Meier verbracht.

    Wir wurden direkt am Schiff mit dem Auto abgeholt und es ging auch gleich los, damit wir den Busladungen etwas ausweichen konnten - was Herrn Meier auch den ganzen Tag über gelang.

    Mit der Fähre setzten wir über auf die Kurische Nehrung mit ihrer wunderbaren Landschaft. Nach einem kurzen Orientierungsstopp an der Infotafel, ging es zunächst zu einem kleinen Aussichtspunkt, wo wir Einiges über die Landschaft, Natur etc der kurischen Nehrung erfuhren.

    Weiter ging es zur Bernsteinbucht:

    Auch hier wusste Herr Meier viel über den Abbau des Bernsteins und auch die mystischen Feiern in der Bucht zu berichten.

    Die tote Düne war dann unser nächstes Ziel: hier verdienten wir uns dann unser späteres Abendessen. Uff, war das anstrengend, im Sand die Düne hochzulaufen. Aber die Natur und der Ausblick belohnte uns für die Mühe. Das erste Stück ging über Holzdielen


    Das letzte Stück musste dann aber im Sand zurückgelegt werden, wobei der Begriff "das letzte Stück" für mich irreführend war: nein, es ist nicht nur ein kleines Reststück, es ist ein sehr langes Reststück.

    Vorbei ging es an Gedenkkreuzen für die verschütteten Dörfern

    Und ganz oben angelangt, hatte man dann eine herrliche Aussicht

    Und weiter ging es nach einer kleiner Dorfrundfahrt, in der wir einiges über die Bau- und Lebensweise lernten, mit noch mehr Sand auf der großen Düne. Diese mussten wir aber gsd nicht erklimmen, sondern wurden mit dem Auto oben abgesetzt.

    Während Herr Meier das Auto runter in die Stadt fuhr, liefen wir gemütlich durch einen Wald den Weg von der Düne runter ins die Stadt:

    Nein keine Angst - dieser Weg bestand nicht aus Sand, auch wenn das auf dem Bild oben so aussieht. Dies war der Ausblick vom Weg aus. Der Weg führte sehr schöne angelegt durch ein kleines Waldstück

    Man beachte, dass wir wirklich alleine sind: obwohl alle Bustouren auch die große Düne anfahren. Herr Meier kennt allerdings, den Zeitplan und fährt extra antizyklisch.

    Unten angekommen gab es dann erst einmal eine Eispause für unsere Teenager, bevor wir an der Strandpromenade entlang liefen und dabei über die Fischerei und die kurische Kultur vieles lernten.

    Bin schon sehr gespannt wie es auf eurer Reise weitergeht Mimith

    Kurze Frage zum Workshop…..Man durfte als absoluter Laie das Instrument probieren und hat am Ende noch einen Ton rausbekommen ?
    Lg Regine

    Bonja

    Liebe Bonja ,

    genau so war es. Es war explizit ausgeschrieben für Anfänger/innen ohne Vorkenntnisse und ohne Noten lesen zu können.

    Es gab die ganze Reise über mehrfach diese Kurse, aufbauend in 3 verschiedenen Levels. Level 1 gab es sehr sehr oft, damit möglichst viele Leute dies ausprobieren konnten. Level 2 und 3 waren von der Anzahl dann reduziert - da habe ich dann auch nicht mehr teilgenommen, da ich niemandem den Platz wegnehmen wollte (bei der großen Anzahl an Level 1 Workshops konnte ich das mit meinem Gewissen vereinbaren).

    Yamaha hatte 10 Instrumente bereitgestellt. Jede/r Teilnehmer/in bekam sein eigenes Blättchen für die die gesamte Reise (an dieser Stelle bin ich fast aufgeflogen, mein Ansatz ist ja trainiert, die Anfängerblättchen sind mir ja viel zu leicht - ich hatte aber ein eigenes in der Tasche ;)).

    Zunächst wurde das Instrument aufgebaut und die Tonerzeugung erklärt und geübt. Das Saxophon ist hierzu ein sehr anfängerfreundliches Instrument, man bekommt sehr schnell einen passablen Ton heraus und hat somit einen schnellen, motivierenden Erfolg. Hinzu kommt, das die Firma Yamaha Instrumente herstellt, die sehr gut und leicht "ansprechen", was das Ganze auch noch unterstützt.

    Der Refrain von "We will rock you" besteht ja nur aus 4 verschiedenen Tönen, die in der Tonleiter nebeneinander liegen: es muss immer nur ein Finger mehr die nächste Taste drücken. Dazu braucht man keine Noten, das merkt man sich im Kopf.

    Und so ist und war es dann möglich, dass alle 10 Teilnehmer/innen nach den 1,5 Stunden diesen Refrain gemeinsam zum Playback spielen konnten.

    Falls dich das Konzept interessiert: such mal bei Google oder Facebook nach Katja Lau. Sie bietet auch Online-Kurse an und man bekommt für die Dauer des Kurses ein Instrument gestellt. Ich fand Katja sehr sympathisch, dynamisch und motivierend.

    Von Danzig selbst waren wir total begeistert: was für eine schöne Stadt!

    Andreas ging auf alle unsere Wünsche ein und so erlebten wir eine super informative und individuelle Stadtführung. Als "Wiedergutmachung" für die Überbuchung, wurden wir von Andreas auch noch zu Kaffee und Kuchen direkt am Fluss eingeladen: herrlich


    Leider wurde es etwas voller: wunderbares Wetter und Wochenende .... daher sind auf vielen Bildern Personen mit drauf und ich habe nur eine kleine Auswahl. Wir fanden die Stadt aber wirklich toll und werden bestimmt nochmals kommen!

    Bevor es zurück zum Schiff ging, war noch ein Halt an einem absoluten It-Platz eingeschoben: alte Schiffscontainern wurden zu einer Event-Location aufgestellt und umgebaut: hiert gibt es Musik, Streetfood und Kunst ... ich würde hier sehr gerne einmal einen schönen Sommerabend verbringen:


    Rechtzeitig wurden wir dann wieder sicher zum Schiff zurück gebracht.

    Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die uns den Tipp mit Andreas gegeben haben: dieser Tipp war super! Wir können ihn nur weitergeben und denken sehr gerne an diesen tollen Tag zurück! Vielen lieben Dank auch an Andreas, der seinen Job mit Herzblut betreibt!

    Danzig:

    Unser erster Hafen der Tour war Danzig. Wir haben zwar bereits 2019 eine Ostseereise gemacht, Danzig war damals aber nicht mit dabei.

    Nachdem ich hier im Forum die positiven Bewertungen über Andreas von 3CityTours gelesen habe, schrieb ich ihn gleich an und hatte Glück: es gab noch Platz für uns 4.

    Der Kontakt war total nett und herzlich, und wir bekamen am Morgen direkt ein Foto, wo genau sein Auto vor dem Hafentor auf uns wartete. Durch einen Übertragungsfehler im Kalender war die Tour überbucht, was Andreas total peinlich war - wir empfanden es aber gar nicht als schlimm. Er hatte einen extra Wagen mit Fahrer organisiert, welchen wir mit unseren Kids freiwillig gleich belegten. Ja, wir hatten so auf der Fahrt zwar keine Erklärungen, aber erstens machte Andreas das bei jedem Stopp wieder wett und zweitens genossen unsere Kids auch die Ruhe (als Teenager hat man schon ein hartes Leben auf dem Schiff - die Nächste sind kurz8), zumindest wenn sich wie auf dieser Reise eine lustige Teenager-Truppe zusammenfindet).


    Zunächst ging es nach Sopot: wir spazierten durch die Fußgängerzone

    zum Strand und dem berühmten Holzsteg:


    Weiter ging es Richtung Danzig zur berühmten Orgel mit Orgelvorführung (ich bin mir nicht sicher, ob dies Bilder erlaubt, daher lasse ich sie lieber weg), vorbei am Günter Grass Denkmal

    seinem Haus (leider verwackeltes Bild) hoch zum Aussichtspunkt, um die Stadt erst einmal von oben zu erfassen:

    1. Seetag

    Erstmal war Ausschlafen angesagt. Begrüßt wurden wir nach dem Aufwachen von den weißen Felsen von Rügen:

    Wir genießen an Seetagen gerne länger das Bett und lassen das Frühstück ausfallen, bzw. holen uns nur eine Laugenstange oä "auf die Hand".

    Während die anderen Familien das Schiff erkundeten, bzw. diverse Sportkurse besuchten, waren wir erstmal nur faul und haben die Sonne und unsere Bücher genossen. Eine für uns inzwischen lieb gewonnene Tradition: am Seetag Mittags zu Gosch bzw. zum Fischmarkt (deshalb kein Frühstück ;)). Ein kleines Manko auf der Mein Schiff 1: es gibt keine Sitzplätze draußen - der Fisch war aber dennoch lecker:


    Am Nachmittag gab es im Rahmen der Elbjazz-Eventreise einen Saxophon-Workshop kostenlos: Ohne Vorkenntnisse zum ersten Hit. Ich muss mich jetzt erstmal outen: ich habe Musik studiert und spiele Klarinette/Saxophon. Ich war aber neugierig. Also hab ich meine Freundin überredet, mit mir dahin zu gehen. Ich wollte sehen, was und wie da vorgegangen wird und außerdem wollte ich die Yamaha-Instrumente ausprobieren. Ich habe mich sehr bemüht, nicht aufzufallen ... ich glaube, es ist mir auch (fast) gelungen. 8)

    Die gestellten Instrumente waren der Hammer und auch Katja Lau hat den Workshop super geleitet. Respekt für ihre große Geduld und tolle Laune: sie hat wirklich Spaß an der Musik vermittelt.

    Am Ende des Workshops konnten wir dann das "We will, we will, rock you" aus dem gleichnamigen Lied zum Playback spielen.

    Danach ging es mit dem Buch wieder zurück auf die Liege und der Tag ging wieder spät am Abend mit einem wudnervollen Vollmond über der Ostsee zu Ende:

    So, jetzt kann es weiter gehen: meine Bilder wollten nicht so wie ich:


    Tag 1: Kiel

    Nach der Nacht in Kiel (Hotel Access Adaggio und Hotel Flämischer Hof) ging es am nächsten Morgen wie geplant zum Schiff, wobei der nun anwesende Auto auch noch seine Daseins-Berechtigung bekommen hat: mein Bruder hat für alle Fälle sein Messer (nein, kein Taschenmesser, ne Nummer größer, denn man weiß ja nie, wann man das nicht mal braucht - fragt einfach besser nicht, fällt unter die Kategorie Berufskrankheit) dabei und dieses konnte jetzt die nächsten 10 Tage im Auto auf unsere Rückkehr warten. So lernten sich mein Bruder und meine Freundin am frühen Morgen auf einem Hotelflur in Kiel bei der Messerübergabe kennen.

    Zu Fuß ging es das letzte Stück zum Schiff. Die Koffer waren schnell abgebeben und pünktlich um 9 Uhr begann er Check-In. Alles super organisiert, wir sind schnell und stressfrei direkt zum Frühstück aufs Schiff gekommen.


    Danach ging es zum Pooldeck, um bei besten Sonnenschein den (noch) leeren Pool und natürlich den "Jetzt-ist-Urlaub"-Cocktail zu genießen:

    Irgendwann kam dann die Kabinenfreigabe und auch unsere Koffer waren davor. Wir hatten dieses Mal Glück gehabt: ich hatte kurz vor der 50-Tage-Grenze noch auf Plus umgebucht, da wir dadurch nach Abzug der geringeren Ausflugsrabatte 450€ gespart haben (die ich in eine Überraschung investiert habe, zu der wir im Laufe der Reise noch kommen werden). Bekommen haben wir eine Balkonkabine im Nichtraucherbereich auf Deck 9 mit dem Bett am Balkon.... da sagt man nicht nein. Unsere beiden Teenager waren ebenfalls auf Deck 9 - aber da die Beiden alt genug sind und sich auf den Schiffen auskennen, war uns das nicht wichtig .

    Das Auslaufen genossen wir natürlich oben auf dem Pooldeck mit diversen Cocktails

    Und nach einem traumhaften Sonnenuntergang haben wir uns sanft in den Schlaf schaukeln lassen

    Weil ich eure Reiseberichte immer sehr gerne lese und auch schon viele hilfreiche Tipps dadurch bekommen haben, schreibe ich jetzt doch auch einen Bericht über unsere Reise, die genau vor einem Monat startete:


    Anreisetag:

    Am 11.06. machte sich eine buntgemischte Truppe aus 16 Personen - bestehend aus meinem Mann, mir und 2 unserer 3 Kindern (das erste Mal nicht zu fünft - dazu aber später noch mehr ;)), meinem Bruder mit Familie, meiner Freundin mit Familie und Bekannten mit Familie - aus dem Schwabenländle auf, um die Ostsee zu erobern. Außer uns war noch keiner jemals auf einer Kreuzfahrt gewesen, wir hatten aber irgendwie die Anderen alle neugierig gemacht, so dass alle unabhängig voneinander nach und nach diese Reise gebucht haben. Per Bahn sollte es von Esslingen nach Kiel gehen. Die Tickets wurden rechtzeitig gekauft, Sitzplätze und Hotelzimmer reserviert, wir waren bereit .... nur die Deutsche Bahn nicht.


    Mein Bruder reiste 2 Stunden vor uns und schickte schon Bilder aus dem Zug, als am Morgen sich gleich mal die DB App bei uns meldete: der Regionalexpress nach Stuttgart entfällt, beim nächsten Zug fehlen Wagons. Super, aber ok, wir hatten genug Zeit eingeplant, dann wird der Weg nach Stuttgart etwas "kuschelig", aber es sind ja nur 10 Minuten Fahrt.

    Auf dem Weg zum Bahnhof in Esslingen meldet sich die App ein weiteres Mal (es sollte nicht das letzte Mal sein ;)): der ICE von Stuttgart nach Hamburg fährt nicht. Ok, keine Panik, wir haben genug Zeit und fahren ja einen Tag vor der Abfahrt: wir kommen schon irgendwie nach Kiel.

    Auf dem Weg von Esslingen nach Stuttgart Nachricht in der App: es wird eine Ersatzzug bereitgestellt ... na also, geht doch.

    Wir kommen in Stuttgart an, haben aber die erste Familie bereits verloren: sie haben es nicht in den überfüllten Zug geschafft und werden per Auto nach Stuttgart gefahren. (Kleiner Funfact: Stuttgart gehört zu Stau-Hauptstädten der Republik, und der Bahnhof mit der großen Baustelle ist ja auch so ne neverending Story).


    In Stuttgart macht es wieder bling: die Bahn App. Unsere Sitzplätze wurden auf die Ersatzverbindung übertragen. Wow, wir konnten so viel Service gar nicht glauben. Also ab zum Gleis, den anderen die Nachrichten ins Auto geschickt. Sie kommen bisher gut durch, sind in ner halben Stunde - 15 Minuten vor Abfahrt des Zuges - dann auch da.

    Dann überschlugen sich die Ereignisse: die Anzeige am Gleis und die App überschlugen sich fast: der Ersatzzug wurde nicht ab Stuttgart bereit gestellt, sondern ab Mannheim. Aber wie sollen die Leute dort hinkommen? Die Bahnbindung wurde in der App zudem auch nicht aufgehoben. Die Bahnangestellten am Gleis schickten uns alle in einen ICE am Nebengleis, der in 5 Minuten abfahren sollte: mit diesem würden wir unseren Ersatzzug ab Frankfurt dann erreichen.

    Also drängten sich die Reisenden aus zwei ICEs in diesen einen - kürzeren - Zug. Unser Problem: wir und die Bekannten waren da und fanden dank erster Klasse Buchung auch noch Sitzplätze, die Familie meiner Freundin war noch irgendwo auf der B10. =O Sie würden den Zug, und auch den Ersatzzug ab Frankfurt nicht erreichen: 4 Koffer, 2 kleine Kinder - meine Freundin war nervlich am Ende und überfordert. Sie drehten um, fuhren nach Hause, um das eigene Auto zu packen und uns per Auto nach Kiel folgen.

    Der Rest der Reise klappte dann wenigstens: wir erreichten den Ersatzzug und auch den Regionalzug nach Kiel und waren dann sogar pünktlich im Hotel.

    3 der 4 Familien trafen sich dann zum Abendessen bei Peter Pane - die vierte Familie traf erst ein, als wir anderen dann schon nach einem Spaziergang nach dem Essen im Hotel ins Bett fielen. Wir hatten es aber alle nach Kiel geschafft und am nächsten Tag sollte es dann gleich um 9 Uhr aufs Schiff zum Frühstück gehen.