Am Abend genossen wir noch die Ausfahrt aus Olden ...
... und gingen dann aber früh schlafen, denn unser Wecker war auch auf vor 6 Uhr gestellt.
Es folgte der Tag, der so nicht unbedingt hätte sein müssen. Natürlich verpassten auch wir die versprochene Einfahrt in den Geirangerfjord und konnten nur noch beobachten, wie die Tenderboote fertig gemacht wurden.
Tendern selber mag ich auch nicht unbedingt, da immer irgendwas nicht passt. Auch dieses Mal. Da die tolle App mal wieder gesponnen hat, konnten die Tenderzeiten nicht wie geplant reserviert werden. Erst mit Hilfe der Ausflugsexperten ging es dann, aber unsere gewünschte Zeit war für 5 Personen natürlich schon ausgebucht: wir bekamen zusammen nur noch 9,30 Uhr und hatten um 10 Uhr gemeinsam mit Bodenseesonne eine RIB-Bootfahrt gebucht. Würde für uns ne enge Kiste werden.
Natürlich verzögerte sich das Tendern dann auch noch, weil wieder zig tausend Leute, die noch nicht dran waren die Treppen versperrten und man sich wirklich durchkämpfen musste.
Kaum an Land, rannten wir los .... dem geteilten Standort von Bodenseesonne folgend, die es auf den früheren Tender geschafft hatten.
Bisschen Chaos war vor der Hütte dann, wir schnappten uns schnell die Anzüge (meiner war 3 Nummern zu groß, weil ich in der Hektik den falschen erwischt habe), zogen diese an und schafften es dann doch noch irgendwie auf das RIB-Boot.
Diese Fahrt war das Highlight des Tages! Wir hatten einen super Fahrer, der geschickt die Wellen nahm, ganz tolle Fotostopps einlegte und uns auch viel erklärte. So kamen wir den 7 Schwestern und auch dem Freier doch noch sehr nah.
Nach einem kurzen Schlendern durch das Dorf, ging es für uns erstmal zurück aufs Schiff, denn wir waren schon einmal 2022 in Geiranger gewesen. Wir hatten daher - zur großen Freunde (Achtung: Ironie!) unserer Kinder - für den Nachmittag einen Scooterausflug in Hellesylt gebucht.
In der Mittagspause schien sogar wunderbar die Sonne und wir genossen die Pause auf dem Sonnendeck. Dann begann die Katastrophe.
Wir tenderten mit der Ausflugsgruppe wieder nach Geiranger .... und hatten dort erst einmal eine dreiviertel Stunde Freizeit. Häää??? Wir wollten Scooter fahren! Wie saßen also auf einer Bank und beobachteten den Stau auf der Aufstiegsstraße und wie ein Rettungsheli einflog und landete.
Nach der Pause ging es auf die Fähre nach Hellesylt und wir waren kaum an Bord, da setzte erstens der Regen ein (der angesagt war) und zweitens kamen die ersten Nachrichten, dass es der von uns beobachtete Helieinsatz mit dem Schiff zu tun hatte.
Die Fahrt mit der Fähre zieht sich gewaltig .... 1,25 Stunden.
Endlich waren wir in Hellesylt. Es regnete, aber wir zogen los. Die Strecke an sich war schön an einem Fluss entlang mit 3 Fotostopps bis zu einem Wasserfall. Leider konnte man durch den Regen die Fahrt nicht wirklich genießen.
Genau exakt die gleiche Strecke ging es dann auch wieder zurück: wir kamen uns etwas veräppelt vor. In der Beschreibungs stand was von steilen Aufstiegen vorbei an Wasserfällen etc .... da sind wir andere Touren gewöhnt!
Ziemlich schnell waren wir zurück in Hellesylt. Dort wurden die Scooter abgestellt, alles eingesammelt und wir wurden wieder in die Freizeit geschickt? In Hellesylt - wo es absolut nichts gibt! Im Regen! Um 18 Uhr .... das Schiff sollte gegen 19.15 Uhr eintreffen.
Wir drückten uns eine ganze Weile in einem Supermarkt herum, da war es wenigstens warm und trocken. Nur ewig ging das ja auch nicht. Also kauften wir ein paar Süßigkeiten und fanden einen Campingtisch unter dem Vordach des Supermarktes: so waren wir wenigstens trocken.
Von Familie Bodenseesonne wurden wir darüber informiert, dass sich die Abfahrt verzögerte: wir in Hellesylt wurden offiziell nicht informiert. Im Gegenteil: uns wurde irgendwann von einem vorbei laufendem Guide erzählt, dass das Schiff schon unterwegs wäre. Auf unseren Einwand, da hätten wir andere Informationen wusste er keine Antwort.
Unseren Kindern mussten wir versprechen, dass sie nie wieder auf einen Scooter-Ausflug mit müssten und zweitens sie nie mehr nach Höllesylt kommen wollten.
Irgendwann kam dann die Nachricht von unseren Spionen an Bord, dass das Schifflosgefahren wären.
Um 20.00 Uhr kam die Nachricht von unseren Spionen in einem Ausflugsbus, dass das Schiff nun am Aussichtspunkt zu sehen wäre. Wir gaben unseren Unterschlupf auf und spaziertem im Regen zum Anleger: unsere Kinder wollten die ersten in der Reihe sein.
Um 20.15 Uhr konnte man das Schiff dann um die Ecke kommen sehen .... und aus allen Ecken kamen nasse Mitreisende hervor und stellten sich an.
Es dauerte noch bis kurz vor 21 Uhr, bis man uns endlich unter dem Applaus der Gäste an Bord aufs Schiff gelassen hat. Und wir waren wirklich die ersten, die rauf durften.
Nass wie wir waren, ging es erstmal ins Atlantik zum Essen, während es draußen noch einen weiteren Schreckensmoment gab: eine Windböe trieb das Schiff ab und die Gangway krachte zu Boden und ging kaputt.
Unfälle passieren und sind tragisch. Mein absolutes Mitgefühl gilt den Angehörigen und allen Mitreisenden, die das Ganze live miterleben mussten.
Den Umgang mit diesen Unfall kreide ich TC aber an: man hätte und nicht auf den Ausflug schicken dürfen. Der Unfall war bereits geschehen, es war klar, dass es zu großen Verzögerungen kommen würde: die Behörden etc mussten ja zum Schiff und zurück tendern, die Angehörigen ebenfalls. Der Wetterbericht war auch bekannt. Dass es in Hellesylt nichts gibt, ist auch bekannt.
Warum schickt man dann also Urlauber dort hin, in der Gewissheit, dass sie im Regen und in der Kälte dort über Stunden ohne Informationen aushalten müssen? Mit Kindern?
Wir streichen den zweiten Teil dieses Tages am Besten und kehren zu den schönen Dingen zurück .... von denen kamen nämlich gsd noch viele!