Und weiter gehts mit der 1. Destination
04.11.2014 Malaga / Spanien
Kurz vor dem Anlegen bin ich aufgewacht und dank unserer Bettposition konnte ich direkt zur Balkontür rausschauen. Und ich traute meinen Augen nicht – es goss in Strömen. :mistwetter: Was ging denn hier ab ?
Gottseidank hatten wir keinen Ausflug gebucht und blieben daher erstmal noch ein bisserl im gemütlichen, aber mir fast zu harten Bett (kleiner Hinweis auf die Liegequalität – es gibt für jeden auch 2 Kissen, ein 60x80 und ein 40x80, wenn ich meinem Augenmaß trauen darf).
Die üblichen Durchsagen um 9:00 Uhr von Kapitän Holm und KF-Direktor Lang versprachen jedoch ein baldiges Ende des Regens und auch meine Wetter Apps ließen meine Stimmung steigen. Hier haben wir einen weiteren Vorteil der Junior Suite – WLAN ist im kompletten Schiffsbereich inkludiert, den besten Empfang hat man dabei in der X-Lounge selber.
Kurz vor 10 Uhr hatte es dann tatsächlich aufgehört zu regnen, war aber ziemlich stürmisch. Wir beschlossen dennoch, auf den angebotenen Shuttle zu verzichten, denn der Fußweg durch den Hafen von Malaga ist recht spannend und abwechslungsreich. Also Jacke an und Kapuze auf und dem Wind getrotzt. Es war einfach herrlich und so richtig maritim. ![]()
Im Hafen lagen diverse schöne Segelschiffe, darunter die Gorch Fock, die Sea Cloud II und 3 weitere schöne und alte Schiffe.
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Wir streiften zuerst mal kreuz und quer durch die Altstadt, erledigten den obligatorischen Postkartenkauf (Mutter besteht auf eine Postkarte pro Hafen) und ließen uns auf einen kleinen Snack vor einem kleinen Restaurant nieder. Das Wetter war inzwischen teilweise sonnig geworden, aber der böige Wind schaffte es dennoch, neben uns 2 Sonnenschirme umzuwerfen. Glücklicherweise nicht auf uns.
Auf dem Platz vor dem Picasso Geburtshaus sitzt eine Bronzefigur des Künstlers auf einer Bank. Ich habe mich spontan mit ihm angefreundet, nachdem eine komplette italienische Reisegruppe älterer Herrschaften ihm übers nicht vorhandene Haupthaar gestrichen hatte.
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Ein Besuch im Picasso Museum (8 Euro Eintritt) in einem schönen Palast erfreute auch unseren Kunstsinn, auch wenn nicht die bekanntesten Bilder von ihm dort ausgestellt sind. Dies habe ich in diversen Internetbeiträgen schon als sehr negativ gelesen, ich finde, dass nicht immer die bekannten Objekte eines Künstlers (auch in der Musik) die besten sein müssen. Uns gefiel es jedenfalls ausnehmend gut.
Danach noch ein bisserl in den moderneren Teil mit Einkaufsmeile (incl. aller bekannten Läden wie Nespresso und Desigual). Ersteren brauchte ich aber nicht, da ich mir ein paar Kapseln meines aktuellen Lieblingskaffees von zuhause mitgenommen hatte und letzteres hatten wir schon in Palma erledigt.
Schließlich bummelten wir noch durch einen kleinen Park, der parallel zur neuen Marina mit ausgesprochen schönen Bäumen und Pflanzen angelegt ist. Eine kleine Entschädigung dafür, dass wir aufgrund des Wetters uns gegen den größeren Ausflug zum Jardin de Concepcion entschieden hatten.
Auf dem Rückweg durch den Hafen kamen wir noch an einer Eisdiele vorbei, zu der wir nicht nein sagen konnten. Und dreimal dürft ihr raten, was es für eine Geschmacksrichtung gab. ![]()
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Auf halbem Weg lockt auch noch der Stadtstrand mit schönen Ausblicken, vielen streunenden Katzen und tollen Muschelfunden.
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Das Auslaufen verfolgten wir mit Blick nach vorn von der X-Lounge aus
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und begaben uns anschließend ins Surf & Turf, wo wir den ersten Teil unseres Gourmetpakets abfeiern wollten. Das Essen dort war wieder einmal sehr gut, wenn auch aus meiner Sicht nach wie vor der Unterschied zum Atlantik nicht so groß ist, dass er einen deftigen Aufpreis verdienen würde. Aber der Service dort ist toll, es gibt jetzt auf der MS3 6 verschiedene Steakmesser, aus denen man wählen kann, eins schöner als das andere.
Danach versuchten wir noch, in einer der Bars einen Platz zu bekommen, was aber schier unmöglich war, denn durch den immer noch anständigen Wind war wohl in den Außenbars nix los und alle waren in der TUI- und der Schaubar versammelt. ![]()
Außerdem fiel uns schon während dem Essen auf, dass wir wenig bis gar keine Fahrt machten. Nach einiger Zeit kam auch vom KF Direktor eine Durchsage, dass es sich um „Einstellarbeiten am Seitenstrahlruder“ handeln würde, die ca 20 – 30 Minuten dauern würden. Das hat ihm aber wohl keiner abgekauft und wir haben auch später erfahren, dass es wohl eine „Rough sea“ Warnung gegeben hatte, welche gegen den ursprünglichen Fahrplan gesprochen hatte. Wir wurden ja auch schon während der Reise auf den sichtbaren Zick-Zack Kurs angesprochen.
Kurz vor Mitternacht passierten wir dann noch den Felsen von Gibraltar, der von Bord aus ziemlich unheimlich aussah, leider aber nicht zu fotografieren war. Vielleicht hat es jemand anderer geschafft und kann ein entsprechendes Bild posten.
Von der rough sea war zu dem Zeitpunkt nix zu spüren. Als wir dann in den Atlantik einfuhren, wurde es zwar ein bisserl wackeliger, aber nix wirklich dramatisches. Vielleicht hatte doch die verzögerte Fahrt übleres verhindert. ![]()
Und wie es halt so ist: Wenn es ein bisserl schaukelt, dann schläft es sich umso besser und das taten wir auch in Erwartung des 2. Seetages.
Viele Grüße
Armin
PS: Möglicherweise dauert es jetzt ein paar Tage bis zum nächsten Teil, denn ab morgen ruft der Ernst des Lebens wieder. Aber ich geb mein bestes.