Hallo Marion Lemar
Ich kann dir von unseren März und Aprilreisen erzählen. Auf unserer Märztour hatten wir tiefsten Winter und Minusgrade. Also ich würde neben regenfester Kleidung auch warme Sachen einpacken. Auch Schuhspikes gehören dazu. In Norwegen wird nicht gestreut und da geht es teilweise über richtig vereiste Gehwege. Denk auch an lange warme Unterhosen, Schal, Mütze, Handschuhe, denn wenn man draußen steht oder in der Nacht auf Nordlichtjagd ist, braucht man die. Der Umlaufsteg auf den Havilaschiffen scheint mir auch ziemlich exponiert, da kann es also ganz schön windig sein. Aber auch die Sonnenbrille ist wichtig, denn wenn überall Schnee liegt, ist die Blendung enorm.
Wir haben verteilt auf unseren drei Reisen nur einen Ausflug gebucht. Ja die Liegezeiten sind nicht lang, aber du bist nach dem Anlegen sofort von Bord und auch ganz schnell wieder an Bord. Da gibt es keine Securityschlangen, die man zuerst überwinden müsste.
In Alesund reicht die Zeit für einen Rundgang, falls ihr den angedachten Ausflug doch nicht bucht.
Vorausgesetzt ihr seit noch ganz gut zu Fuß, reicht in Trondheim die Zeit für eine Runde bis zum Nidarosdom und über die Gamle Bybro (alte Brücke) durch Bakklandet und wieder zurück.
Wenn ihr den Dom besichtigen wollt, der wirklich sehr beeindruckend ist, dann würde ich mir überlegen den Ausflug zu buchen.
In Tromsø könnt ihr euch auch individuell so einiges ansehen im Zentrum, z.B. dass kleine, feine Polarmuset.
Auch in Honningsvåg lässt es sich gut spazieren gehen, anstatt auf‘s Norkapplateau zu fahren. Auch das Museum kann man besuchen und hat meistens während der Liegezeit der Schiffe auf.
Kirkenes geht auch zu Fuß, allerdings liegt man hier nicht im Zentrum der Stadt
Wenn das Wetter es zulässt das ihr in Vardø anlegt (ein Lieblingshafen von mir) dann geht es meistens im kurzen Marsch zur Festung und zurück.
In Hammerfest reicht die Zeit auch für eine kurze Runde oder für eine sehr kurze Runde und dann noch einen Besuch im Eisbärenclub direkt am Hafen.
Es gibt auch Häfen, da ist die Liegezeit so kurz, da schaut man dann einfach den Ladetätigkeiten zu. Wobei ich nicht weiß, was die Havilaschiffe alles an Ladung mitnehmen.
Die Hurtigschiffe blasen immer einmal mit dem Schiffshorn, wenn der Abfahrtszeitpunkt unmittelbar bevor steht und noch nicht alle da sind. Da spurten dann die letzten Los um wieder mitgenommen zu werden. ![]()
Ob Havila das auch so macht, weiß ich nicht. Aber beim verlassen des Schiffes weiß man bis wann man zurück sein muss.
Für eure Planung solltet ihr auch flexibel bleiben, manchmal kommt es zu Verspätungen und da verkürzt sich die Liegezeit.
Der Schwerpunkt dieser Routen sind einfach die gefahrenen Innenpassagen, welche man während der Fahrt vom Schiff aus bestaunen kann. Für ausgiebige Ausflüge an Land, dass geht mit einem Kreuzfahrtschiff besser, das haben wir gerade selbst festgestellt.
LG Gudrun