Beiträge von Sowieso

    Mir helfen gut die ganz normalen Reisetabletten. Meist reicht schon eine halbe für die Psyche. Einmal, bei wirklich heftigem Seegang in der Biskaya habe ich alle 6 Stunden eine genommen. Übel war mir nicht, nur leicht schläfrig, aber bei dem Geschaukel konnte man eh nicht wirklich was unternehmen.


    Unbedingt eine AuslandreiseKrankenversicherung abschließen, dann könnt Ihr sorgenlos bei wehwehchen auch mal zum Bordarzt. Nehmt eine eigene Hausapotheke mit, an Bord kann man nicht mal eben Aspirin oder so kaufen.

    Gibt es noch ein Foto von der Lombard Street? Wenn mein Cousin sich in einem Gebäude in SF aufhält, recherchiert er sofort den Fluchtweg.:)Das nächse Erdbeben ist überfälllig.

    Wir waren 2001 für 3 Tage in SF. Die Stadt war so toll! Ich habe nächtens kein Auge zugetan, wegen des überfälligen Erdbebens. =O Bin also nicht der einzige Schisser. ;)

    Danke für den schönen Bericht und das Auffrischen der Erinnerungen. Wir hatten damals auch keinen Nebel, zum Glück. In den Wäldern war der Gatte ohne mich, ich habe Baumphobie. Die „Gruselbilder“ musste ich vorspulen. :P

    Fortsetzung Kristiansand

    Zurück an Bord gab ein Mittagessen im Yachtclub, war eine schöne Abwechslung, wir waren zufrieden. Frisch geduscht und gestärkt gingen wir dann nochmal zu Fuß in den wirklich zauberhaften Hafen. Leider finde ich, dass die Aida wirklich zu groß für diesen schönen kleinen Ort ist. Kein schöner Anblick in meinen Augen.

    Nun wurde es doch spürbar kälter und schattiger und wir gingen zurück an Bord. Abends waren wir erneut im East und haben dann nett in der Tokyo Bar gesessen. Die anderen Gäste wären überwiegend tatsächlich asiatischer Abstammung.

    Comedy-Event heute: Ingo Oschmann - im TV. Hat uns gut gefallen.

    Ein rundum gelungener toller Tag!

    Tag 5: 03.07.2024 - Kristiansand - schönes Sommerwetter

    Die Nacht war kurz. SEHR KURZ. Unsere lieben Nachbarn der Penthouse-Suite führen ein antizyklisches Parallelleben zu uns. Bedeutet tagsüber Ruhe, nachts Party. Also - mal wieder - nachts halb 4, wenn die Diskos und Bars schließen kommen die Herrschaften nach Hause und verlagern ihre Aktivitäten samt Besuch auf die Veranda. SUPER. Aber Nachbarn kann man sich halt nicht aussuchen.

    Gegen 7 Uhr gab es schon tolle Blicke beim Anlegen:

    Also leicht verkatert waren wir nach einem schnellen Frühstück im leeren Marktrestaurant doch pünktlich um 8.30 beim Treffpunkt für die Biketour.

    (Wir waren ja schon mal in Kristiansand mit MS, damals machte ich allein die Radtour, der Gatte hütete das Kind, daher sollte er diesmal allein mitradeln und ich wollte relaxen. Durch das gute Wetter und die schöne Kopenhagenradtour motiviert, habe ich noch kurzfristig nachgebucht. Das war eine gute Entscheidung, ich konnte mich an vieles gar nicht mehr erinnern!)

    Es war eine tolle Tour, auch sportlich herausfordernd mit Waldwegen und einigen Höhenmetern, die durch die unzureichende Übersetzung der Bambusräder auch ganz schön fies waren. Wetter top, Route toll, alles perfekt! Es folgen einige Eindrücke :

    so, da bin ich wieder, der RB ist leider durch hohes Arbeitspensum ins Stocken geraten - es folgt nun


    Tag 4: 02.07.2024 Seetag - angenehm sonnig/leicht bewölkt - Ententeich

    Wir lieben Seetage! Nun wurde es aber langsam mal Zeit - auf dieser Reise ist tatsächlich nur ein einziger Seetag vorgesehen, und der liegt in der Mitte. Erinnerlich hatten wir bisher bei allen Reisen immer einen Seetag am Anfang, perfekt zum Ankommen und Schiff erkunden. Aufregendes haben wir nicht erlebt, der Tag ist schnell erzählt.

    Der Tag begann natürlich mit einem späten Frühstück, herrlich so ohne Termine, im Markt. Dann suchten wir irgendwo an Deck ein schönes Plätzchen zum Lesen, aber leider haben wir nichts gefunden. Irgendwie fehlen bei dem Schiff schöne Bereiche draußen, da ja auch kein Pooldeck da ist. Egal, wozu haben wir Verandakabine gebucht, dort konnte man den Tag gut lesend verbringen und den Blick auf das Schraubenwasser (und leider auch auf die Nachbarn) genießen.

    Highlight war am späten Vormittag das Treffen der AidaMar - ob es dazu eine Durchsage gab? Wir haben nichts mitbekommen, haben das Schiff zufällig entdeckt. So ein Treffen ist ja immer ein schönes Ereignis.

    Mittags war dann mal Sport fällig. Mein Mann nimmt an Seetagen gern am Spinning teil. Bei MS ist es ja oft in der Arena und von den kleinen Aidas kennen wir auch, dass möglichst an Deck gesportelt wurde. Auf der AidaNova gibt es einen ExtraRaum für das Spinning. Ich selbst hatte zeitversetzt einen Bauch-Beine-Po-Kurs und sah die Teilnehmer des Spinnings schweißtriefend den Raum verlassen.

    Mein Mann fand es grauenvoll. Der Raum war viel zu eng, Lenker an Lenker, keine Belüftung, wie in der Sauna. Er hat sich von den Folgeterminen abgemeldet und war echt bedient. Mein Kurs war auch nicht so doll. Der Trainer sprach schlecht deutsch und war auch nicht der Motivierteste. Es war ok, aber mehr auch nicht. Der Nachmittag wurde auf der nun sonnigen Veranda verbracht, wirklich schön so mit der Hängematte und dem Blick.... das ist das Tolle an den Kreuzfahrten. Zwischendurch gab es natürlich auch Versuche, einen Cocktail in einer netten Bar draußen zu bekommen, es ist uns nicht gelungen. Die von uns präferierte Poolbar war zu, woanders wurden wir nicht bedient oder bekamen keinen Platz.

    Beim Abendessen haben wir uns diesmal das Brauhaus gegönnt, konnten auch hier schön draußen in der Abendsonne essen. Mein Gericht "Semmelknödel" war allerdings eine bessere Vorspeise, satt wurde man davon nicht.

    Comedy-Event des Tages: Matze Knop - Leider wieder im TV.

    Den steilen Berg in Marseille zur Notre Dame erklommen wir bei unserer ersten KF 2009 im Rahmen der AidaBike Tour. Unsere Gruppe hechelte langgezogen die Serpentinen hinauf… am Straßenrand feuerten uns die radsportbegeisterten Franzosen an: „allez, allez…“ Ein unvergessenes Erlebnis! Und ich war damals als dritte oben an der Bergwertung und stolz wie Oskar!

    Das sind ja wieder sehr spannende Entwicklungen, die du uns John dankenswerter Weise erläuterst. Ich als Laie kann mir aber vorstellen, dass es nicht so einfach ist, einen passenden Termin in einer europäischen Werft zu bekommen, zumal ja andere Reedereien ähnliche Probleme haben und evtl. ausweichen müssen.

    Bin gespannt, was du noch an Neuigkeiten heraustüftelst und ob unsere KF auf der 6 BIS zum 19.10. noch stattfinden wird.

    Tag 3: Kopenhagen/DK - 01.07.2024 - angenehmes Sommerwetter

    An diesem morgen hieß es früh aufstehen, wir hatten den Ausflug per Fahrrad gebucht. Um 8.15 mussten wir startklar sein. Daher gab es ein frühes Frühstück im Marktrestaurant, wo es zu dieser Uhrzeit angenehm war.

    Kopenhagen kennen wir bereits, damals lagen wir mit MS direkt in der Stadt und hatten uns zu Fuß alles angesehen. Diesmal lag die Aida sehr weit außerhalb, man hätte also mit dem kostenpflichtigen ShuttleBus oder Öffis erstmal reinfahren müssen. Wir buchen auf allen Kreuzfahrten gern die Radausflüge, auch wenn es schade ist, dass die E-Biketouren überhand nehmen und die sportlichen "Aktivtouren" aus dem Programm genommen wurden. Dazu später mehr.

    Uns erwartete also eine Stadtrundfahrt durch die "Fahrradhauptstadt", welche ja ganz besonders fahrradfreundlich sein soll.

    Nach Zuteilung der neuen Bambusräder (auch dazu später mehr) und der Anweisungen durch den Guide ging es los. In südlichen Gefilden kenne ich es so, dass, wenn ein Teil der Gruppe eine Kreuzung quert, der Rest folgt, auch wenn die Ampel umspringt. Hier war die Ansage, dass wir immer anhalten sollen. Der erste Teil der Tour führte im großen Bogen durch Industriegebiete und Vorstadt und dann zunehmend über sehr (!!!!) viele Ampelkreuzungen. Man fuhr also 100m und stand dann wieder, weil ein Teil der Gruppe nicht mit durch die Ampelphase kam. Danach hatte ich Knie vom Rauf und Runter aufs Rad. Unser Guide war aber sehr umsichtig und hat gut aufgepasst, dass jeder folgen konnte.

    Irgendwann haben wir mit verschiedenen Stopps die schöne Altstadt erreicht und hatten auch jeweils etwas Freizeit an den entsprechenden Stellen. Die Informationen waren z. T. etwas ausbaufähig. Da wir vieles schon kannten, habe ich nur wenige Bilder gemacht, bitte schön:

    Auf nun schönen Radwegen ging es an der kleinen Meerjungfrau vorbei zurück zum Schiff. Insgesamt ein schöner Ausflug. Es waren 31 Kilometer.

    Der Rest des Tages wurde unspektakulär verbracht. Sonne, Balkon, Lesen, was man halt so macht.

    Abends haben wir das East Restaurant besucht, welches uns von den Speisen her sehr zusagte. Allerdings war der Service nicht gut, viele Tische wurden nicht abgeräumt und gereinigt, und der Durchgangsverkehr nervte sehr. Aber lecker war es!

    Das Comedyhighlight des Tages war Marc Weide, wir haben nach 10 Minuten ausgeschaltet, weil es uns nicht gefiel. Später hörte ich, es soll noch gut gewesen sein. Da waren wir wohl zu ungeduldig.

    Tag 2: Arhus/DK - 30.06.2024 - mild und regnerisch

    Die erste Nacht verlief ohne Seegang oder sonstige Störungen und wir ließen uns Zeit, in den Tag zu kommen. Heute wollten wir die unbekannte Stadt mit einem großen Spaziergang erkunden. Über sehenswerte Ecken hatte ich mich im Vorfeld informiert. Nachdem es beim ersten Blick vom Balkon schon sehr nass und ungemütlich war, haben wir zunächst ein spätes Frühstück im Markt-Restaurant eingenommen. Obwohl es ja ein Landtag war, war es doch recht voll und wir wurden von einem Restaurant zum nächsten geschickt, bis wir endlich einen Platz fanden.

    Nach dem Frühstück hatten wir Kabinenzuwachs bekommen. Statt Bettdeckengetier baumelte dieser Kollege über dem Bett:

    War ja soweit ganz nett, aber der Sinn erschloss sich mir nicht. Der neue Mitbewohner blieb uns die ganze Woche erhalten, irgendwann haben wir ihn in den begehbaren Schrank verbannt, weil er doch im Weg rumhing.

    Unser Rundgang durch Arhus führte uns eigentlich durch schöne Ecken - aber der Funke sprang nicht über. Es war Sonntag bei Regen, die Dänen hatten am Vorabend gegen uns beim Fußball verloren, die ganze Stadt wirkte ausgestorben und und verkatert. An einem sonnigen Wochentag mit geöffneten Straßenlokalen und Läden hätte es sicher ganz anders gewirkt.

    Die anzulaufenden Stationen (älteste Straße, botanischer Garten, Gamle By) waren sehr gut ausgeschildert und die Entfernungen moderat.

    Mich hätte Gamle By schon interessiert, aber der Eintritt hat uns abgeschreckt und wir sind weitergezogen. Im Nachhinein hätte man sich die mittelalterlichen Häuser doch ansehen sollen. Mittlerweile wurde es etwas freundlicher von oben und wir haben noch ein paar schöne Wohnstraßen und vor allem jede Menge Elefanten entdeckt.... hier ein paar Beispiele:

    Was es damit auf sich hat, haben wir nicht herausgefunden. Es waren aber mindestens 6 Elefanten, die wir in der Stadt verteilt entdeckten. Insgesamt sind wir 9 km gegangen.

    Zurück an Bord wagten wir uns auf einen Snack ins Fuego ganz oben beim Beachclub, dem Indoorspiel- und Poolbereich. Hier fand ich es ganz schrecklich. Eine Atmosphäre wie im Schwimmbadbistro und auch schlecht aufgebaut. Warum werden die meisten Speisen an zwei gegenüberliegenden langen Buffetstraßen angeboten, wo man das Speisenangebot gar nicht einsehen kann und ständig mit dem Gegenverkehr kollidiert? Der Raum ist doch groß genug, das könnte man doch lockerer (ich will ja nicht ständig vergleichen, aber so wie im Anckelmanns bei MS finde ich es gelungener) gestalten.

    Den Nachmittag nutzten wir für tiefergehende Erkundung des Riesenschiffs und bei nun leichtem Sonnenschein gab es auch erste Cocktails in der Poolbar, nachdem wir mühsam einen Platz ergatterten. Abends ging es nochmal ins nun schon vertraute Marktrestaurant.

    Dann ging es mit Comedy los. Für den ersten Abend war "Mirja Boes" angesagt. Wir haben jeweils ca. 45 Minuten vor den Vorstellungen versucht, Plätze im Theatrium zu ergattern, sind aber meist gescheitert. Es gibt tatsächlich genug Leute, die freiwillig bereits Stunden vorher dort campieren, das Spiel haben wir nicht mitgemacht. Also gab es Mirja dann im Kabinen TV. Sie hat sicher ihre Sache gut gemacht, aber es ist nun mal bei ihr oft tief unter der Gürtellinie. Nicht so ganz unser Humor und angesichts der sehr vielen Kinder im Publikum auch grenzwertig. Aber es sollten ja noch viele Comedians folgen und so auch für jeden etwas dabei sein.

    Dann früh ins Körbchen, für morgen war ein früher Ausflug gebucht, nichts mit Ausschlafen im Urlaub.