Tag 2: Arhus/DK - 30.06.2024 - mild und regnerisch
Die erste Nacht verlief ohne Seegang oder sonstige Störungen und wir ließen uns Zeit, in den Tag zu kommen. Heute wollten wir die unbekannte Stadt mit einem großen Spaziergang erkunden. Über sehenswerte Ecken hatte ich mich im Vorfeld informiert. Nachdem es beim ersten Blick vom Balkon schon sehr nass und ungemütlich war, haben wir zunächst ein spätes Frühstück im Markt-Restaurant eingenommen. Obwohl es ja ein Landtag war, war es doch recht voll und wir wurden von einem Restaurant zum nächsten geschickt, bis wir endlich einen Platz fanden.
Nach dem Frühstück hatten wir Kabinenzuwachs bekommen. Statt Bettdeckengetier baumelte dieser Kollege über dem Bett:
War ja soweit ganz nett, aber der Sinn erschloss sich mir nicht. Der neue Mitbewohner blieb uns die ganze Woche erhalten, irgendwann haben wir ihn in den begehbaren Schrank verbannt, weil er doch im Weg rumhing.
Unser Rundgang durch Arhus führte uns eigentlich durch schöne Ecken - aber der Funke sprang nicht über. Es war Sonntag bei Regen, die Dänen hatten am Vorabend gegen uns beim Fußball verloren, die ganze Stadt wirkte ausgestorben und und verkatert. An einem sonnigen Wochentag mit geöffneten Straßenlokalen und Läden hätte es sicher ganz anders gewirkt.
Die anzulaufenden Stationen (älteste Straße, botanischer Garten, Gamle By) waren sehr gut ausgeschildert und die Entfernungen moderat.
Mich hätte Gamle By schon interessiert, aber der Eintritt hat uns abgeschreckt und wir sind weitergezogen. Im Nachhinein hätte man sich die mittelalterlichen Häuser doch ansehen sollen. Mittlerweile wurde es etwas freundlicher von oben und wir haben noch ein paar schöne Wohnstraßen und vor allem jede Menge Elefanten entdeckt.... hier ein paar Beispiele:
Was es damit auf sich hat, haben wir nicht herausgefunden. Es waren aber mindestens 6 Elefanten, die wir in der Stadt verteilt entdeckten. Insgesamt sind wir 9 km gegangen.
Zurück an Bord wagten wir uns auf einen Snack ins Fuego ganz oben beim Beachclub, dem Indoorspiel- und Poolbereich. Hier fand ich es ganz schrecklich. Eine Atmosphäre wie im Schwimmbadbistro und auch schlecht aufgebaut. Warum werden die meisten Speisen an zwei gegenüberliegenden langen Buffetstraßen angeboten, wo man das Speisenangebot gar nicht einsehen kann und ständig mit dem Gegenverkehr kollidiert? Der Raum ist doch groß genug, das könnte man doch lockerer (ich will ja nicht ständig vergleichen, aber so wie im Anckelmanns bei MS finde ich es gelungener) gestalten.
Den Nachmittag nutzten wir für tiefergehende Erkundung des Riesenschiffs und bei nun leichtem Sonnenschein gab es auch erste Cocktails in der Poolbar, nachdem wir mühsam einen Platz ergatterten. Abends ging es nochmal ins nun schon vertraute Marktrestaurant.
Dann ging es mit Comedy los. Für den ersten Abend war "Mirja Boes" angesagt. Wir haben jeweils ca. 45 Minuten vor den Vorstellungen versucht, Plätze im Theatrium zu ergattern, sind aber meist gescheitert. Es gibt tatsächlich genug Leute, die freiwillig bereits Stunden vorher dort campieren, das Spiel haben wir nicht mitgemacht. Also gab es Mirja dann im Kabinen TV. Sie hat sicher ihre Sache gut gemacht, aber es ist nun mal bei ihr oft tief unter der Gürtellinie. Nicht so ganz unser Humor und angesichts der sehr vielen Kinder im Publikum auch grenzwertig. Aber es sollten ja noch viele Comedians folgen und so auch für jeden etwas dabei sein.
Dann früh ins Körbchen, für morgen war ein früher Ausflug gebucht, nichts mit Ausschlafen im Urlaub.