Beiträge von Sowieso
-
-
Tag 6 - Seetag - 14.04.
Schnüff, schon der letzte Seetag, wir konnten mit dem Wechsel bisher zwischen Land und See gut leben. Die gute Nachricht, ab jetzt ist es vorbei mit Kälte und wir hatten den Rest der Reise Sonne und 18 bis 22 Grad, so wie ich das gebucht hatte.
Wie fing bisher jeder richtige Seetag an - korrekt: 08:15 Aquafit! Mittlerweile kennt man die Gesichter, der harte Kern ist ja immer der selbe. Dann 10:00 Spinning für GöGa und gleichzeitig nautisch-technische Fragestunde für den Junior. Das lieben wir u. a. an Kreuzfahrten, man ist zusammen und trotzdem kann jeder seinen eigenen Interessen nachgehen. Und keiner von uns hat ein Problem, auch mal allein zu frühstücken oder den anderen einfach nochmal auf einen Kaffee zu begleiten.
Nachmittags besuchte ich noch den Kurs "Meine Balance", der auch wieder sehr gut war. Klar es steht und fällt mit den Trainern, aber diesmal hat es für mich immer gepasst.
Danach war das Wetter endlich so schön, dass wir erstmals den großen Deckrundgang auf Deck 14/15 in Ruhe gemacht haben. Das sollte doch eigentlich zum täglichen Pflichtprogramm gehören. Der Abend wurde im Anckelmanns kurz gehalten - ich wollte ja einmal zum Bingo und das schafft man nur, wenn man nicht ins Atlantik geht. Leider habe ich nicht gewonnen, aber mir macht das schon Spaß.
Die nächsten Tage werden stressig - ständig Land in Sicht!
Von heute kann ich nur Fotos von "Brücke" beisteuern - habe mir leider nicht notiert welche, vielleicht weiß das jemand.
-
noch Istanbul:
Zurück zum Schiff war ich wirklich beeindruckt von den Geschäften, sogar Rolltreppen gab es draußen - und alles neu, alles chic.
Das abendliche Ablegen verzögerte sich dann ca. um eine Stunde, weil wir erst noch eine Fähre, dann ein Boot, dann ein Fähre.... usw. durchlassen mussen. Da war echt den ganzen Tag Verkehr wie auf der Autobahn. Letztendlich waren wir dann 23 Uhr wieder unterwegs.
Fazit - ein schöner "Seetag"!Nachtrag: Etwa zwei Wochen später waren die starken Erdbeben in Istanbul. Das war schon knapp.
-
5. Tag Istanbul 13.04.2025
Für mich war gleich bei Buchung klar - ich mache hier Seetag. So ein leeres Schiff ist ja auch was Feines. Also Fokus auf Wohlfühlprogramm. Der Gatte meinte, wenn wir denn schon mal da sind, will er auch was sehen und hat die Biketour über TC gebucht.
Im Vorfeld hatte ich mich gar nicht weiter mit der Stadt beschäftigt und war hocherfreut, was ich um 7 Uhr beim Blick vom Balkon sah - schön ist es hier! Das Schiff liegt ja mitten in der Stadt....
Trotz freiem Tag mussten wir früh raus. Gögas Radtour startete schon um 9 Uhr. Übrigens, es war zwar sonnig, aber lausekalt. 2 Grad morgens, später max. 13 Grad. Die kurzen Radhosen blieben im Schrank, Jeans und Anreisejacke wurden hervorgekramt.
Zu der Radtour kann ich nichts beisteuern, es ging zu den klassischen Zielen wie Hagia Sofia und einem Gewürzbasar. Der Straßenverkehr soll teilweise sehr chaotisch gewesen sein und am Ende musste ein Umweg wegen einer Demo gefahren werden. (Zu der Zeit wurde ja sehr häufig in der Türkei demonstriert.) Ich habe da für mich nichts verpasst.
Ich hatte mich für den Fitnesskurs "Bauch pur" um 09:30 angemeldet und war die einzige Teilnehmerin. Das war richtig gutes Personaltraining und hat sehr viel Spaß gemacht mit der tollen Trainerin, welche ich öfter an Bord erlebt habe. Der Name ist mir leider entfallen. (Denise???) Danach war dann auch der Junior wach und wir konnten ganz entspannt frühstücken. Dann haben wir lange draußen in der Sonne gesessen (dort ließ es sich aushalten) und haben den Trubel im Hafenbecken beobachtet. Direkt an der Hafenpromenade waren unzählige neue Geschäfte und Restaurants gehobener Art und da Sonntag war, gab es viel zu sehen. Hier war richtig was los!
Dann hatte ich irgendwann meinen "Einmal-pro-Reise-Kosmetiktermin", der sehr gut und entspannend war. Nur dass mir hinterher ein Zettel mit diversen Produkten als Kaufempfehlung gegeben wurde, hat mir nicht gefallen. Das war sonst dezenter. Natürlich habe ich nichts gekauft. Mittags gönnten wir zwei Daheimbleiber uns ein schönes Essen im Gosch - herrlich mit draußen Sitzen ohne Gedränge.
Die Entspannung nahm ein jähes Ende, als am Nachmittag plötzlich das Türschloss keine unserer drei Karten mehr lesen konnte. Ausgesperrt! Relativ schnell kam das Housekeeping und hat Batterien gewechselt, danach ging es zum Glück wieder.
(Anekdote: wir hatten die selbe Situation mal während Corona auf der AidaSol - und wir hatten uns ohne Maske ausgesperrt, mussten aber "nackt" immer zwischen Rezi und Kabine hin und her laufen, weil erst die Karten neu codiert wurden, dann sollten wir diese ausprobieren, dann wieder runter, melden dass es nicht funktioniert... es war ganz fürchterlich, wir fühlten uns wie Verbrecher.)
Der Abend nahte und nun war es doch Zeit, für mich und Junior doch noch das Schiff zu verlassen. Wir haben die Bootstour auf dem Bosporus gemacht, ca. 2 Stunden und es war sehr schön. Der hypermoderne Galataport ist ja schon sehenswert - mit unterirdischem riesigen Busbahnhof:
Der Fußweg war nur kurz durch das Geschäftewirrwarr - im Nachhinein hätte man hier vielleicht doch mal kurz tagsüber hingehen sollen - bis zum Bootsanleger. Wir lagen quasi Nase an Nase:
Dem Kind zuliebe haben wir draußen oben gesessen und es wurde nachts wieder empfindlich kalt. Aber es war schon ein schönes Erlebnis, unter der Bosporusbrücke hindurch und an den beleuchteten Palästen und Hotels vorbei. Der Ausflug wurde durchgehend moderiert und man hat einige interessante Dinge erfahren. Zum Beispiel, dass es gar nicht so selten ist, dass in der Meerenge ein Schiff den Kurs durch Strömung nicht halten kann und dann am Ufer Schaden anrichtet oder im schlimmsten Fall im Vorgarten einer Villa feststeckt.
-
Tatsache. Das ist aber wirklich sehr versteckt. Danke!
-
-
4. Tag - Seetag - 12.04.2025
Heute war es bedeckt, aber eher wenig Wind. Ihr wisst ja - Sport, lesen, essen steht auf dem Programm. Wir hatten heute viel zu tun!
Also auf geht´s, 08:15 startete mein Tag mit AquaFit, 09:30 war der GöGa beim Spinning. Gefrühstückt wurde heute im Schichtbetrieb.
Um 11:00 hat unser technikbegeisterter Sohn an der angebotenen Führung im Maschinenkontrollraum teilgenommen. Es hat ihm gut gefallen, aber nach 35 Minuten war das schon erledigt.
14:15 folgte wieder ein Gesundheitsvortrag "Ganz schön schlank im Handumdrehen" - naja. Bis auf dass wir diesmal keine Schuheinlagen kaufen sollten war das wieder Grütze. Das Interesse war groß und bei manchen auch berechtigt, aber ich glaube nicht, dass da jemand wirklich was Sinnvolles mitgenommen hat.
Da wir uns auf dem Weg nach Istanbul befanden, waren wir nachmittags in der Meerenge der Dardanellen unterwegs. Dies wurde ab 17 Uhr auch an Deck von der Brücke über den Lektor moderiert. Unser Freund, der kalte Wind, war wieder da, so haben wir nur ab und an mal länger draußen geschaut.
Der Abend klang entspannt aus, mit einem guten Essen im Atlantik und einem Spieleabend in der TUI-Bar. Junior besuchte noch die Musical-Show und war begeistert.
-
Tag 3: Piräus / Athen 11.04.2025
Hier lagen wir schon mal overnight, damals hatten wir Piräus zu Fuß erkundet und einen geführten Ausflug zur Akropolis gemacht. Daher kannten wir uns halbwegs aus und sind auf eigene Faust losgezogen.
Natürlich muss man sich an den Tag-Nacht-Rhythmus des Juniors anpassen, also haben wir es morgens entspannt angehen lassen. Zunächst musste ich meine 1000m schwimmen, dann gab es ein entspanntes spätes Frühstück, herrlich ruhig wenn die ganzen Busausflügler von Bord sind. Bei herrlichem Sonnenschein und an Land auch ohne Wind war es angenehmes Ausflugswetter.
Also sind wir zu Fuß los, erstmal entlang der Küstenlinie im großen Bogen zum Yachthafen, Boote gucken. Ist schon schön hier...
Großes Boot:
Küste:
Mittelgroße Boote:
Kleine Boote:
Dann schlugen wir uns durch zur Metrostation der Linie 3, um in die Innenstadt von Athen zu fahren. Ich hatte das vorher hier im Forum gelesen, dass man einfach mit KK bezahlen kann - war aber dann doch schwer beeindruckt. So eine schöne moderne Metro! Alles neu, sauber, vom Feinsten. Und schwarz fahren unmöglich, es sei denn man klettert über die Einlasskreuze.
Zuerst ließen wir unseren Sohn seine Bankkarte auflegen - hätte ja sein können, dass das bei 17-jährigen nicht klappt. Schwupps war er durch. Ich auch problemlos. Plötzlich war GöGa verschollen. Es stellte sich raus, dass er sämtlich Karten im Portemonnaie durchprobieren musste, da hakte die Technik. Die U-Bahnhöfe raus nach Piräus sind auch architektonisch toll und modern, irgendwie wirken sie richtig hell... Echt klasse. Zurück einfach wieder die selbe Karte auflegen. Abgebucht wurden 2,40 pro Person.
Angekommen in der City ließen wir uns kreuz und quer durch die Altstadt treiben. Übrigens - überall, auch in den Folgehäfen, findet man problemlos öffentliche Toiletten, mit mehr oder weniger motiviertem Reinigungspersonal, die man für 50cent (Santorin 1€) nutzen darf. Super! Hier habe ich leider kaum Bilder ohne Menschen:
Akropolis ließen wir "links liegen":
Dann ging es mit der Metro zurück und dann zu Fuß zum Schiff. Das zog sich aber gewaltig, wir hatten diesmal den hintersten Liegeplatz. Es war ein schöner Tag! Komoot hat 28,4 km gemessen, aber inklusive der Metrofahrt.
Zurück an Bord wurde der Hunger mit einem Burger aus dem Tag und Nacht gestillt. Um 19 Uhr sollten wir ablegen, das wollten wir ja nicht wieder verpassen. Also warteten wir an Deck und warteten und warteten... der kalte Wind war dann auch wieder da und schlussendlich haben wir 19:45 Uhr abgelegt.
Danach gab es noch einen Snack im Gosch und sicher noch irgendwo einen Absacker... ein schöner Urlaubstag geht zu Ende.
-
-
Also nach drei Seiten rückt neelix82 damit raus, dass die Eltern längst die voraussichtliche Abfahrtszeit von 12 Uhr erfahren haben.
Damit ist klar, dass die Eltern frühestens gegen 19 Uhr eintrudeln, eher später. Angeblich geht es doch nur um die Planung des Arbeitstages. Ich weiß nicht, was für Kundentermine da in den Abendstunden gelegt werden müssen, aber dann liegt halt jetzt der letzte spätestens um 17:30.Die Eltern werden sich dann von unterwegs melden, wenn sie genaueres wissen. Sollten sie wider Erwarten im Turbogang etwas früher ankommen, müssen sie halt auf das Kind warten. WO LIEGT DAS PROBLEM?????? Und beim besten Willen, was soll TUI denn noch machen?
-
-
Ich empfehle die Secret Lagoon. Klein, fein, nicht teuer, ca. 1. Stunde mit Mietwagen von Reykjavik entfernt. Schau mal in meinen Reisebericht. (in der Signatur verlinkt)
-
-
Auch wenn ich alle Ziele bereits kenne, komme ich gern mit.
Was ich nicht so ganz verstehe: 9 Tage KF, (Anreise mal außer Acht gelassen), darunter noch 2 türkische Häfen, obwohl ihr mit der Türkei nichts anfangen könnt
.Bin gespannt, wie es weiter geht.
Ganz einfach… wir sind auf die Ferien angewiesen, finden 9 oder 10 Tage besser als 7 oder 14, mögen die relativ vielen Seetage und waren neugierig auf die unbekannten Ziele in Griechenland. Da stören die zwei türkischen Häfen doch gar nicht. Und du wirst sehen, wir hatten dort auch schöne Erlebnisse. Antalya zähle ich nicht mit, war ja nur Anreiseziel.
-
Das wäre eine logische Erklärung…
-
Tag 2: Seetag - 10.04.2025
Die Nacht war unruhig. Windstärke 10 bedeutete laute Windgeräusche und ständiges Ausprobieren, was das kleinere Übel war, Balkontür auf oder zu. Seegang hielt sich aber in Grenzen.
Unsere Seetage verbringen wir mit Sport-Essen-Lesen in variabler Reihenfolge. Traditionell hüpfe ich als erste aus den Federn und gehe schwimmen oder zum Aqua-Fit. Also hatte ich gleich meinen ersten Termin - 08:15 Uhr ran an die (Pool-)Nudel! Außer mir war nur noch eine Handvoll Gleichgesinnter schon munter, und wir hatten eine tolle Trainerin. ABER - Wer hat hier im sonnigen Süden denn diesen Eiswind bestellt? Ich war ja sogar auf Island morgens immer im Pool, aber so fies hatte ich es noch nie. Im Wasser ging es ja, aber alles was oben rausguckte wurde schockgefrostet. Ich hätte gern eine warme Mütze aufgehabt und habe die Erkältung schon eingepreist. Es gab tatsächlich die Überlegung seitens der Trainerin, den Kurs abzubrechen.
So blieb es auch die ganzen nächsten Tage auf See - sonnig ja, aber man musste sich in geschützten Bereichen aufhalten um es genießen zu können.
Das Sportprogamm des GÖGa bestand aus vormittags Spinning und nachmittags Faszientraining. Zwischendurch konnte man durchaus mit Kapuzenjacke und Decke auf Balkonien lesen, da wir heute die richtige Seite hatten. Der Blick aufs Meer ist doch immer wieder die schönste Erholung.
Da man ja mittlerweile überall Rücken - Knie - Hüfte... hat, gingen wir mittags zu einem Gesundheitsvortrag zu dem Thema in die Schaubar. Es war schrecklich. Eine reine Verkaufsveranstaltung für Schuheinlagen. Das hätte aus meiner Sicht im Programm kenntlich gemacht werden müssen.
Abends hatten wir einen netten Abend im Atlantik, gutes Essen, nette Gespräche. Leider waren wir dann ein bisschen knapp dran für die Comedy-Veranstaltung im Klanghaus und haben dort keine Plätze bekommen.
Nächster Programmpunkt am Abend war die Offiziersvorstellung im Theater. Wenn ich es richtig notiert habe, waren wir 2.658 Passagiere, Altersschnitt 54,1 Jahre, 907 Crewmitglieder. Übrigens haben GöGa und ich zusammen fast genau den Altersschnitt - aber wir hatten ja noch das Kind dabei. Insgesamt waren für mein Empfinden eher wenige ältere Kinder an Bord. Kapitän - Günther Batzner, Kreuzfahrtdirektor Roman Schneeberger plus Richie zum Anlernen.
Insgesamt ein schöner, ausgefüllter, abwechslungsreicher und gelungener Seetag!
-
Sehr gern komme ich mit. Einiges erkenne ich vielleicht wieder… nach 24 Jahren….
-
Hey Sowieso , gern bin ich bei eurer Reise mit dabei, auch wenn ich außer Antalya und Istanbul alle Ziele von Landreisen schon kenne.
Es ging ja schon mal rasant los.

Zu den beiden Zielen werde ich dir wegen meiner Türkei-Vermeidungsstrategie nur wenig berichten können und leider, es bleibt nicht rasant, ab jetzt fängt Erholung an!

-
bluekat Habt Ihr denn alle gewonnen Alkoholika vernichtet oder retten euch Reste über die beiden kommenden Wochen ohne Schiff?
Gute Heimreise! -
Tag 1: Düsseldorf-Antalya 09.04.2025
Gebucht waren wir auf die SunExpress Maschine um 7:40 Uhr. Also, da man ja 2,5 Stunden vor Abflug da sein soll und das Taxi mit 20 Minuten Fahrtzeit angegeben war, bestellten wir es für 04:45 Uhr. Vorher schnell noch das Übernachtungsgepäck ins Auto geworfen und ab ins Taxi, ein netter junger Taxifahrer stand pünktlich bereit und half beim Verladen des Gepäcks.
Was nun folgte war nichts für schwache Nerven und Mägen. Wer ahnt denn, dass Seabands und Reisetabletten schon bei der Taxifahrt benötigt werden????? Der immer noch nette junge Taxifahrer wollte uns vermutlich schon an die Fahrweise in südlichen Gefilden gewöhnen. Bedeutet - den E-Mercedes im Vollsprint starten, in Schräglage um die Kurven, Tempo 80/90 im Stadtverkehr, Vollbremsung an jeder roten Ampel. Und sie waren alle rot - grüne Welle funktioniert so nicht. Also nach 7 Minuten waren wir am Flughafen, sogar mein Mann, der hart im Nehmen ist, war grün im Gesicht. Ein Blick zwischen uns - vergiss es mit Trinkgeld. Irgendwie ahnte der nun nur noch junge Mann wohl den Inhalt unseres stummen Blickwechsels - die Koffer durften wir selbst ausladen.
Nunja. Wir waren jedenfalls alle wach. Unsere Schlange am CheckIn haben wir vergeblich gesucht - es gab keine. Es waren gefühlt 10 Schalter von Sun Express geöffnet, da die morgens im Halbstundentakt in die Türkei fliegen. Um 05:15 waren wir die Koffer los und durch die sehr gründliche Security. Nun hieß es noch lange warten. Frühstück gestaltete sich schwierig, es hatte fast noch nichts auf, und dort wo es schon Kaffee gab, war die Schlange lang.Der Flug selbst war pünktlich und ruhig. Vorab konnte man nur kostenpflichtig Sitzplätze reservieren, also nahmen wir das Zufallslos und saßen fast zusammen. Es wäre so ok gewesen, aber eine findige Mutter hat einen Ringtausch über drei Reihen hinweg initiiert und schwupps passten wir alle perfekt in eine Reihe in der Mitte des Flugzeuges.
Antalya empfing uns bei Landung um 12:20 Ortszeit mit 18 Grad und sehr bedrohlichen Wolken. Das war für uns erstmal nebensächlich, da wir nicht vorhatten, der Stadt einen Besuch abzustatten oder das Schiff nochmal zu verlassen. Bis dahin war es aber noch ein weiter Weg. Die Kofferausgabe zog sich sehr, der Bus fuhr lange (geschätzt eine Stunde) über Ausfallstraßen an tristen Wohnvierteln vorbei zum Schiff, so dass wir erst gegen 15 Uhr an Bord konnten.
Fortschrittlich hatte ich diesmal die Schiffspässe in die Wallet gespeichert. Das hat ja mal gar nicht geklappt, einer der drei Pässe ließ sich nicht scannen, also im Rucksack wühlen für den Oldschool-Ausdruck. Insgesamt ging der Check In aber fix, da wurden mittlerweile auch die Abläufe verschlankt. Und dann - endlich - juhu - ihr kennt das Gefühl -
Es ist unser 3. Aufenthalt auf der MS 4 und zuletzt waren wir auf der MS 3, also man kennt sich aus. Daher sind wir gleich zum Tag und Nacht abgebogen, wie wir es auf dem Weg nach oben auch meist nach Landausflügen machen. Auffallend war hier wie auch an allen anderen Restaurants in der ersten Woche, dass das Händewaschen überwacht und eingefordert wurde.
Dann direkt auf die Kabine, die ja zum Glück schon fertig war - wir hatten die 7039 wegen des größeren Balkons gebucht. Unsere sehr netten Kabinenjungs waren allerdings irritiert, dass wir drei statt zwei sind und mussten noch fix das Sofa herrichten, das war aber ruck zuck erledigt.
Die Koffer trudelten schon ein. Das Schiff war noch angenehm leer, so konnten Junior und ich nach Erhalt der Badekleidung schon mal probeschwimmen. Das Schiff lag in einem unspektakulären Hafengebiet, viel sehen konnte man nicht von Antalya.
Der Rest des Tages verlief unspektakulär. Die Seenotrettungsübung fand nun wieder in einem festen Zeitrahmen statt (wir kannten das vom letzten Mal noch anders), man musste erinnerlich zwischen 20 und 22 Uhr dort sein. Wir hatte unsere Musterstation im Theater. Dann nochmal eine Runde ins Anckelmanns und einen oder zwei erste Cocktails.
Das Auslaufen verschob sich auf 23:30 Uhr. Leider - man wird alt - lagen wir da schon in den Federn. Außer unser Sohn, der lässt sich das natürlich nicht entgehen.