Wir sind hier aber ganz weit weg vom Thema…
Beiträge von Sowieso
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Auch ich lese ganz gespannt mit und freue mich auf deinen weiteren Bericht Sowieso . Bei uns ist diese wunderschöne Reiseroute ebenfalls 2020 ausgefallen und wir haben es leider noch nicht geschafft, sie nachzuholen. Ich glaube, wir wären dann im August 2020 sogar zusammen auf der Mein Schiff 3 gewesen
? Die Cruise steht auf jeden Fall auf meiner Wunschliste ganz oben!Ja bestimmt wären wir zusammen gereist. Es hat nicht sollen sein…. Wenigstens konnten wir es nun nachholen. Dass Orkney diesmal - warum auch immer bei nur diesem Termin - nicht dabei war, sondern ein Hafen mehr auf Island, fanden wir gut, da uns Island mehr interessierte.
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Anreisetag - 10.07.2023 - A7/A27 - 30 Grad
Endlich war er da, der große Tag. Wir hatten das Checkin-Fenster ab 13 Uhr gebucht und sind nach entspanntem Frühstück gegen 10 Uhr gestartet. Der Humpelfuß konnte mittlerweile schon wieder ganz gut humpeln, allerdings wegen der Knöchelschiene nur in Schlappen. Autofahren (rechter Fuß) ging damit gar nicht. Also war klar, die 250km fahre ich komplett. Auf dem Hinweg haben wir noch ein Sanitätshaus angesteuert und eine feste Knöchelbandage gekauft, so dass nun auch ein fester Schuh getragen werden konnte. Insbesondere abends auf dem Schiff hätten wir uns in Schlappen doch geschämt und für Landgänge musste ja eine Lösung her. Das war jedenfalls ein sehr guter Kauf, der uns ein Stück weit den Urlaub gerettet hat.Bis auf eine Baustellenverzögerung kamen wir stressfrei kurz nach 13 Uhr auf P3 an. Im Vorfeld hatte ich die Sache mit der Möwensch.... gelesen und schon Bedenken, aber das war unbegründet. Auf P3 ist ja der überwiegende Teil der Parkplätze überdacht und es waren mehrere frei. Den Humpelfuß habe ich möglichst weit vorn abgesetzt , dann schnell Gepäck abgegeben und Parkplatz belegt und ruck zuck standen wir vor dem Terminal. Es ist ja immer ein Gänsehautmoment, wenn man den ersten Blick aufs Schiff wirft...
Wir waren dann gegen 13:30 in der Schlange vor dem Terminal und hatten gerade nette Gespräche mit den Hintermännern angefangen, als klar war, die stehen alle schon für das 14:00 Zeitfenster an. Wie d... ist das denn? Zum Glück wurde da wirklich drauf geachtet und wir konnten an der ganzen Schlange vorbei bis kurz vor die Checkin Schalter. So fanden wir uns sehr zügig an Bord.
Leider funktioniert bei mir die SMS mit der Kabinenfreigabe irgendwie nie, also war klar, wir schauen mal, ob sie schon fertig ist. Ich begann sofort mit meinem Ich-werde-jetzt-gesund-und-mache-wieder-Sport-Programm und kämpfte mich tapfer durchs Treppenhaus auf Deck 11. Mehrere Sauerstoffzelte später war ich dann auch mal oben, die Männer hatten die Kabine 11021 bereits bezogen.
Als erfahrene MS-Fahrer, zuletzt auf der 4, reichte ein kurzer Blick und Ablage des Handgepäcks, dann gleich ein Deck höher, im Anckelmanns das Hüngerchen stillen. Im Laufe der Reise waren wir dann auch recht häufig im Anckelmanns, da es einfach der kürzeste Weg war.
Der Rest des sonnigen Tages ist schnell erzählt. Einschiffungscocktail, für mich die ersten Meter in "meinem" Pool (während die Männer die Koffer auspackten), SNRÜ in der Abtanzbar bei einer sehr lustigen Bikeguidin (schade, mit ihr wären wir gern geradelt), Schiffsrundgang und warten aufs Ablegen.
Der Junior genießt die Sonne und hat einen schönen Blick auf die winzige "Deutschland".
Wie in BHV schon im Herbst erlebt, war nichts mit 17 Uhr ablegen. Diesmal war das Bier schuld, diverse Fässer warteten noch auf einen Platz unter Deck. Mittlerweile zog die Deutschland an uns vorbei, wir haben mit einer guten Stunde Verspätung abgelegt.
Abends dann die Durchsage - bereits in dieser Nacht wird uns eine Stunde geklaut. Für diese Zwecke habe ich immer einen analogen Wecker dabei, da die Handys auf offener See ja gern mal die Zeitzone verlieren. Diesen hatte ich nun erstmals zuhause vergessen und war untröstlich. Zur Info - in den Bordshops gibt es keinen Wecker zu kaufen. Nun ja, wir haben uns so arrangiert. Trotzdem kommt der Wecker nun auf die spezielle "Schiff-Packliste".
Der Abend ging unspektakulär zuende. Noch einen Happen im Anckelmanns, dann ist der Junior zum Teenstreff gewandert, wir haben den schönen Sommerabend auf dem Balkon genossen. Für den Humpelfuß war Hochlegen dringend angesagt und die Poolparty hat uns so beschallt, dass wir quasi das volle Erlebnis hatten. Zum Glück war das um Mitternacht vorbei, denn an Schlaf war vorher nicht zu denken. Erster Minuspunkt für die Lage unserer Kabine.
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Vorabreisetag- 09.07.2023- irgendwo in Deutschlands Mitte - 35 Grad
Endlich war er da, der finale Packtag. Dank Affenhitze ging der Vorurlaubswaschmarathon diesmal flott von der Hand. Da wir uns für An- und Abreise mit dem Auto entschieden haben war klar, eine Tasche mehr als sonst darf mit. Neben dem üblichen was man so braucht galt es die nötigen Reduktionsentscheidungen zu treffen:Sportschuhe drinnen - ja (vielleicht will ja der Fußkranke was für den Oberkörper tun oder die Atemwegskranke was zur Wiederbelebung der Fitness)
Sportschuhe draußen - ja (falls es mal nicht regnet)
Sandalen - ja (??? Warum eigentlich? - na, es könnte ja sonnige Seetage geben, da muss man vorbereitet sein)
wasserdichte Wanderschuhe - ja
Handschuhe - nein
Fahrradklamotten für alle Klimazonen - nein (leider, aber packtechnisch eine Erleichterung)
Mütze - ja
Schal - nein
dicke Daunenjacke - nein
dünnes Jäckchen - ja (Begründung siehe Sandalen)
Badekleidung - ja (Begründung siehe Sandalen und außerdem war da doch was mit Lagunen auf Island)
gefütterte Regenjacke /Doppeljacke - ja
dünne Wanderhose - ja (trocknet bei Regen schneller als Jeans)
und dann die Frage aller Fragen - WINTERWANDERHOSE ja oder nein? Ich hatte sie in der Hand und wurde entsetzt von schweißtriefenden Mitreisenden angesehen: "wir fahren doch nicht an den Nordpol" - "an den Beinen friert man nicht" - "wir sitzen doch eh nur im Auto". Nun ja, das zweite Argument hat mich überzeugt. Zudem war die Wetterprognose per app recht wohlwollend. Die WINTERWANDERHOSE blieb zuhause. Ich werde an gegebener Stelle auf das Thema zurückkommen.
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Dann fange ich doch gleich mal hochmotiviert mit der etwas längeren Vorgeschichte an.
Wie kam es zu der Reise? Wir sind eine 4-köpfige Familie, die gern draußen unterwegs ist und Natur den Städten vorzieht. Alles mit Sport und Bewegung ist unsers. Gereist wird allerdings seit einigen Jahren nur noch mit dem jüngeren Kind.
Ich (Mama) war vor 30 Jahren nach dem Abi mal zum Zelten (!!!) auf Island und wollte immer nochmal hin. Meinem Mann war das Reiseziel zu kalt und zu karg, aber er war dann doch bereit, mit Schiff mal anzulanden und dem Land eine Chance zu geben. Nach unserer grandiosen NorwegenKF 2018 (Jahrhundertsommer, jeden Tag Mittelmeertemperaturen auch im Norden) fiel die Entscheidung leicht und so wurde frühzeitig für 2020 die Reise gebucht. Ich fing dann mal an zu planen…..
Aus bekannten Gründen wurde die Reise storniert, aber ich habe nicht aufgegeben und so wurde Ende 2021 die diesjährige Reise gebucht.
So. Nun ist das Kind aber mittlerweile 3 Jahre gealtert und leider 16 Jahre alt, und die KF war im Pro auf gewohntem Deck 7 Balkon plötzlich ca. 2000€ teurer. Da fragte ich mich schon, ob das alles wirklich eine gute Idee war. Also täglich gezittert, ob noch Plus rauskommt und dann flugs am erstmöglichen Tag umgebucht. Die Stimmung stieg. Das halbe Jahr vor der Reise verging mit Reiseführer- und Forumsberichten lesen und der Ausflugsplanung. Es sollt eine Mischung aus Bikeausflügen und Mietwagentouren werden, die offiziellen Ausflüge waren uns zu buslastig und für 3 Erwachsene insgesamt zu teuer.
Hier mein erster Tipp, frühzeitig den Mietwagen zu buchen! Wir haben sehr günstige Angebote nutzen können, Buchung im Dezember.
8 Wochen vorher ging das Krankheitsdrama los. Ich hatte laut Aussage des Arztes „multiple Infekte“ also quasi eine Erkältung nach der anderen, bin mit hartnäckigen Hustenanfällen, ohne Stimme und körperlich geschwächt aufs Schiff und dort dann endlich genesen (Seeluft?)
5 Wochen vorher kam die Kabinenzuteilung, Kabine 11021. Leider backbord, aber im Prinzip waren wir glücklich. Wir hatten schon mal 11010 und fanden die damals super.
4 Wochen vorher - Knöchelbruch des Mannes beim Mountainbiken. Stimmung im Keller. Was tun? Stornieren? Mit Humpelfuß fahren? Klar war, leichtes Belasten ist bis Reisebeginn erlaubt. Aber ohne Radausflüge und Wanderungen nach Island? Macht das Sinn? Gehen Mietwagentouren? Die Ausflüge waren längst ausgebucht oder immer noch überteuert.
Ok, da es ja einen Reisebericht gibt, ahnt Ihr, wir sind doch gefahren. Aber Vorfreude war irgendwie nicht durchgängig da. Freunde schenkten uns zur Aufmunterung ein Reisetagebuch, das habe ich gut gefüllt und kann das nun gut als Grundlage nutzen.
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Es zuckt mir schon länger in den Fingern, das Erlebte nun mit etwas Abstand nochmal Revue passieren zu lassen. Das macht bestimmt mehr Spaß, als ein Fotobuch anzulegen! Da ich selbst unglaublich viele Tipps hier aus dem Forum für diese besondere Reise nutzen konnte, möchte ich mich revanchieren und etwas genauer berichten.
Soviel schon mal vorweg, es wird über Licht und Schatten berichtet werden. Und es wird nicht sooooo viele Fotos geben, zum Einen lehne ich es ab, mein Essen zu fotografieren, zum anderen nutze ich meine Smartphones solange, bis die Akkulaufzeit uns scheidet und mein derzeitiges Modell geht bei Temperaturen unter 10 Grad schlagartig in Schockstarre und stellt den Fotodienst ein. Leider kam das gelegentlich vor…
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Uiuiui, da habt Ihr ja ganz schön was durchgemacht. Wenn man dann so mitten drin ist im Sturm fragt man sich schon, warum man Atlantik im Herbst bucht, das fragte ich mich letzten Oktober auch. Aber euch hat es ja besonders heftig und langandauernd getroffen. Es sind ja auch sicher tendenziell eher ältere Semester an Bord, da frage ich mich auch, wie kommen die dann zum essen, wenn es wackelt und kein Fahrstuhl geht? Oder wird man dann auch auf der Kabine verpflegt, wenn sich keiner so richtig vor die Kabinentür traut?
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Das ist nun wirklich nicht neu und interessiert vermutlich kaum einen Passagier, mit was das Schiff angetrieben wird. Wer damit Probleme hat, sollte einen Wander oder Fahrrad Urlaub machen.
Mich interessiert es und ich habe damit Probleme! Und wir machen Wander-, Fahrrad- UND Schiffsurlaube.
Ich hoffe schon, dass die relativ neue Flotte insgesamt doch nachhaltiger unterwegs ist als die älteren Kähne einiger Konkurrenten und versuche das durch mein Buchungsverhalten zu honorieren. Und wenn möglich keinen Flug dazu, zumindest keinen Inlandsflug.
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Der Flaschenhals wird hier wohl die Anzahl der Plätze in den Fliegern sein. Ich schätze mal in DE wird es kein Problem sein, aber wenn ein Großteil der Passagiere mit dem Flieger anreißt, wird es für Tui immer schwieriger genug Flugkapazitäten zu bekommen um alle Passagiere an einem Tag an Bord zu bekommen.
Ich finde das mit dem Liegetag in Palma eigentlich ganz gut. Man kann ja wählen, ob man am Anfang oder am Ende overnight in Palma liegt und es ist ja eine reizvolle Destination.
Dass man die Logistik und den Checkin entzerren kann, ist auch von Vorteil.
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Ich kann mir aufgrund der Größe nicht vorstellen, dass ich das Schiff buche, zumal wir nur in den Ferien fahren können. Mir war die 1 eigentlich zu groß. Aber das ist ja nur mein persönliches Empfinden.
Ansonsten bin ich ja grundsätzlich kein Freund von großen Neuerungen. Aber trotzdem, muss man denn ALLES, was an Details herauskommt total abwerten und solange runterziehen, bis einem bald die Neugier vergeht??? Seid Ihr, wenn Ihr euch ein neues Auto kauft, auch so?
Mich interessiert der Thread aufgrund des Themas. Aber dieses ewige Gemecker ist echt kaum zu ertragen. Wartet es doch einfach ab oder bucht gleich woanders, wo doch sowieso alles besser ist und natürlich nicht gespart werden muss. Wo auch immer das ist.
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Wir vermissen den Holländer NICHT, nachdem wir ihn dreimal hintereinader hatten war es dann irgendwann nicht mehr lustig.
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Danke für die Info, auch wenn es wirklich sehr schade ist.
Das Singen über drei Etagen im Atrium der MS2 werde ich nie vergessen.
"Auf der Reeperbahn...." und viele weitere Hamburger Shantys wurden gesungen.
Den Steffen bräuchte Tui als Coach für einige andere KD wenn ich das hier so lese
.Das hatten wir im Juli mit dem Hüni und ich fand es MEGA!!!!!!!
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Charlottetown Kanada.
Ok, meine Erfahrungen beziehen sich auf Europa, da leif es alles wie am Schnürchen bei TC. Du vergleichst ja mit Aida. Waren es dort auch Häfen in Kanada, wo es besser lief?
Vielleicht gab es ja irgendwelche behördlichen Vorgaben.
Sehr ärgerlich, dass nun so wenig Zeit an Land blieb.
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Ich kenne das auch so, dass ab früh morgens im 15 Min Takt (oder 20?) getendert wird, mehr geht ja auch nicht. Welcher Hafen war das denn?
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Es liegt an der Tide ob das Schiff Steuerbord oder Backbord anlegt. Bei Niedrigwasser kann nicht gewendet werden. Am 5.9. lag die MS3 mit Steuerbord an der Kaje, bei Rückkehr am 15.9. mit Backbord.
Das kann ich bestätigen. Wir lagen im Juli auch definitiv bei An- und Abfahrt mit steuerbord an der Pier. Obwohl gebunkert wurde.
Und ja, es hat sich beim Verlassen des Schiffs innen am Engpass geknubbelt, aber nicht sooooo extrem, dass man das extra erwähnen müsste.
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… und zum Geiranger, da wird doch auch öfter getendert.