Ach, das ist ja interessant. Tatsächlich ist der Gymnastikraum dadrüber echt nicht besonders ruhig.
Wir hatten übrigens normal Plus. Daher habe ich mich nicht allzusehr geärgert.
Aber es war auch unsere schlechteste Kabine bisher bei TC.
Ach, das ist ja interessant. Tatsächlich ist der Gymnastikraum dadrüber echt nicht besonders ruhig.
Wir hatten übrigens normal Plus. Daher habe ich mich nicht allzusehr geärgert.
Aber es war auch unsere schlechteste Kabine bisher bei TC.
Das klingt gut. Ich hatte auf die Schnelle nur Direktflug ab Frankfurt gefunden. Danke!
Was meinst du mit warmen Freibädern? Es gibt ja an jedem Camingplatz auch einen öffentlichen HotPot. Oder sogar im Stadtgebiet von Reykjavik diverse Bäder.
Wenn du keine wilde Quelle aufsuchst, wird es immer Schränke geben. Falls es was zu zahlen gibt, geht das alles per Kreditkarte.
Wir waren im Juli in der Secret Lagoon, dort gab es normale Spinde, wie in unseren Schwimmbädern.
Ich habe gerade mal geschaut, Leixoies hat keinen Flughafen, man fliegt nach Porto. Und dorthin gibt es aus D keinen Direktflug.
Vielleicht habe ich was übersehen?
Mir ist ja gleich schon eine Reise ins Auge gesprungen.
Ich weiß nicht, ob die Frage hier schon geklärt wurde… was ist für die 1 im September zu erwarten? Transatlantik?
Wir sind auch mit dabei, haben auf der Transreise von Antalya nach Dubai gebucht. Da wir noch nicht genau wissen, ob unser Sohn (19 Jahre) mitreisen will, haben wir eine vierer Heckkabine gebucht. Unsere Tochter ist zu dem Zeitpunkt 15 Jahre alt und freut sich eigentlich schon auf die Bettcoach alleine.
Das interessiert mich ja, habt Ihr dann erstmal zu dritt gebucht und fügt den Junior später evtl dazu?
Eine einzelne Person stornieren ist bestimmt nicht gegen Auszahlung des zuviel bezahlten möglich.
Mein Mitgefühl gilt allen, die da durch müssen. Das ist nur bedingt spaßig. Wenn Leute zu Fall kommen ist das bei den vielen Seetagen am Stück auch besonders riskant. Auch an die Leute, die in der Küche arbeiten müssen, denke ich mit Sorge.
Genau. Da waren wir auch.
Moin,
kann mir jemand einen Mietwagenverleih nahe dem Cruise-Terminal in Reykjavik empfehlen?
Die, die ich gefunden habe, haben lediglich am Flughafen und Downtown ihre Büros. Ich kann die Entfernung zum Terminal nicht ganz einschätzen. Geplant wäre es, den Wagen nach der Übernachtung vor Ort frühstmöglich aufzunehmen um dann zum "Alle Mann an Bord" wieder zurück zu sein.
Danke schon einmal,
Bruenor
Wir waren bei Avis Budget. Zu Fuß ca. 2 - 2,5 km, mit Taxi kurzer Transfer für 25€.
Allerdings war dort das Abholprozedere langwierig.
Danke an alle, die nochmal so geantwortet haben. Es hat mir wirklich Spaß gemacht, die Reise nochmal aufzuarbeiten. Und wider Erwarten hatte ich doch mehr Fotos als zuerst gedacht.
Muesi … und sollten wir es nochmal soweit in den Norden schaffen, ist das begehrteste Kleidungsteil auf jeden Fall im Koffer! Das, dessen Bezeichnung ich hier zuhause nicht mehr laut sagen darf…
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Das mit dem Sturm interessiert mich auch, habe schon geschaut, ich glaube, Ihr seid schon südlich genug. Es würde mich interessieren, was die Schiffe machen, die gerade im Ärmelkanal unterwegs sind, wie z. B. aidaprima. Weiß jemand was (sorry für leicht OT) ?
Fazit:
Mein Schiff 3 / Allgemeines:
Da wir als letztes auf der baugleichen 4 waren, fühlten wir uns sofort zuhause. Die hier im Forum diskutierte neue "Grööne-Bar" gefiel uns gut. Kritikpunkt, im Bereich des Pooldecks merkte man das Alter des Schiffes. Das bin ich anders gewohnt. Es hätten diverse Stellen mal nachgepinselt werden dürfen, oder Schilder waren nicht mehr lesbar oder existent, aber verwaiste Aufsteller noch da. Und das zwei Tage lang die Uhren falsch gingen, geht gar nicht.
Tagsüber waren viele schöne Plätze in den Innenbereichen belegt. Wir haben - dem Wetter und dem Fuß geschuldet - überdurchschnittlich viel Zeit auf der Kabine mit lesen und auch mal fernsehen verbracht. Näheres zur Kabine hier: MS 3 Kabine 11021
Das Schiff war sicher ausgebucht, jedoch gab es der Route geschuldet relativ wenig Kinder. Häufig beobachtete ich jedoch Paare, welche zu dritt mit einem erwachsenen Kind reisten.
Es gab wieder Schokolade aufs Kopfkissen, aber meist nur Orange - und die Wahlmöglichkeit per Karte gab es nicht mehr. Manchmal hat man uns vergessen.
Restaurants und Bars:
Wir waren nur in den Inklusivrestaurants. 4x davon im Atlantik, bis auf einmal ohne Wartezeit. Wir waren überall mit der Qualität der Speisen zufrieden. Im Anckelmanns war es oft wirklich sehr voll. Das mag man sich nicht jeden Tag antun. Das Tag und Nacht und Gosch wren dann unsere Alternativen. Aber man hat ja Urlaub und Zeit, eine halbe Stunde später sieht es manchmal schon anders aus. Immer ein Ärgernis ist die geringe Verfügbarkeit von funktionierenden Kaffeevollautomaten. Das könnte man doch mal anders regeln.
In den Bars ähnlich. Himmel und Meer Lounge Fehlanzeige, leider kein Platz zu bekommen. Abends haben wir häufig in der Grööne - oder TUi-Bar noch einen guten Platz bekommen. Auf Nachfrage gab es auch wieder Nüsse. Die neue Sprizz-Karte hat mir sehr gefallen.
Crew:
Kapitän Simon Böttger hat offensichtlich Spaß an seinem Job und machte gute Durchsagen. Bei den Showauftritten war er mir persönlich etwas zu locker, man muss nicht jede Frage aus dem Publikum in Lächerliche ziehen. Er hat uns gut von A nach B gebracht.
Kreuzfahrtdirektor Ullrich Hüni, ja da scheiden sich die Geister. Wir fanden ihn ok, nicht nervend und auch keine Schlafmütze. Grundsätzlich bräuchte ich die dreimal täglichen Durchsagen zum Programm nicht, kann man ja alles nachlesen.
Kabinenjungs: freundlich und unaufdringlich, wir waren sehr zufrieden.
Sporttrainer: ich hatte zwei verschiedene bei meinen 5 Kursen, es war alles in Ordnung. Freundlich und engagiert.
Zu allen anderen kann ich nichts auffälliges berichten.
Entertainment: Da wurde jetzt nach Corona wieder viel geboten. Man hätte täglich Tanzkurse belegen können, der Lektor hat alle Häfen vorgestellt, es war abends immer in irgendeiner Bar Livemusik von verschiedenen Musikern. Wer wollte, konnte jeden Abend irgendwas Kulturelles besuchen. Comedy, Musik, Show, es sollte für jeden was dabei gewesen sein.
Reiseroute:
Sehr schön. Insbesondere die Liegezeit overnight in Reykjavik war super, auch die ganze Küste mit 4 Häfen abzufahren hat uns sehr gefallen. Normalerweise werden ja statt Isafjördur die Orkney-Inseln angefahren. Ob das nun so besser war kann ich nicht beurteilen. Wettermäßig war zwar Luft nach oben, aber andererseits hatten wir bis auf eine Nacht keinen nennenswerten Seegang, das ist ja auch ganz schön. Und jetzt - mit etwas Abstand und insbesondere nach sichten der Bilder - also ich könnte ja schon wieder und würde die Reise sogar nochmal machen. Allerdings nur mit... Ihr ahnt es schon... (das Wort steht bei uns zuhause auf dem Index der verbotenen Wörter)... WINTERWANDERHOSE!
Insgesamt haben wir uns gut erholt und trotz der gesundheitlichen Einschränkungen das Beste daraus gemacht. Trotz großer Schiffssehnsucht wird vermutlich 2024 ein kreuzfahrtfreies Jahr, sind wir doch in den letzten beiden Jahren je zweimal gefahren, jetzt locken auch mal wieder Landziele.
Aber 2025 sind wir bestimmt wieder an Bord, und vielleicht auch wieder im Norden. Nordkap vielleicht?
Bremerhaven - Abreisetag - 22.07.2023
Den Heimweg wollten wir gemütlich angehen. Es sollte das staureichste Wochenende werden, wir haben uns also schon auf einen langen Tag auf der A 7 eingestellt, da kann man morgens ja erstmal entspannt starten.
Die Kabinen mussten um 9 Uhr freigegeben werden, das Schiff durfte bis 11 Uhr genutzt werden. Ich hatte wohlweislich den Badeanzug noch parat um ein letztes Mal mein Ritual des Frühschwimmens durchzuführen. Doch was war das? Nass ja, aber arktische Kälte im Wasser! Das war sogar im hohen Norden schön warm! Offensichtlich wurde nachts das Wasser getauscht. Welch grauseliger Abschied! Nach 4 Bahnen musste ich mich Whirlpool erstmal aufwärmen. Die Uhren waren immer noch auf dem gesamten Schiff auf schottischer Zeit und ich fragte mich, was macht das zusammen für einen Eindruck auf neu ankommende Gäste, die vor Freude den Pool stürmen und das Schiff erkunden?
Wir haben dann unser Handgepäck in die Rucksäcke verstaut und die Kabine fristgerecht verlassen. Im Anckelmanns war es schon weniger voll, viele reisen doch früh ab. Ein letztes Mal mein heißgeliebtes "Mein-Schiff-Müsli", für den Gatten Berge von Eierspeisen und für den Junior Pancakes.
So verließen wir gut gestärkt das Schiff und fanden unsere Koffer problemlos im Terminal. Offensichtlich hatten wir meinen Mann zu sehr beladen - er wurde vom Zoll rausgefischt und musste seinen Koffer und den Rucksack durchsuchen lassen. Zum Glück hatte er nicht den mit der Dreckwäsche, das wäre mir schon peinlich gewesen.
Kurzer Weg zu P3, und ab auf die Autobahn. Von wegen, staureiches Wochenende, es war gar nichts los und wir sind störungsfrei in Rekordzeit von 2,5 Stunden angekommen.
Vielen Dank an alle "Mitreisenden"!
Fazit folgt!
Nachtrag - während der Crewshow wurde auch die Seekarte verlost:
Wir hatten keine Lose gekauft, da der Hinweg falsch eingezeichnet war, wir sind westlich der Shetlandinseln gefahren. Der Kapitän hat jedenfalls während der Show entertainmentmäßig wieder alles gegeben.
5. Seetag - 21.07.2023 - ruhige See, bewölkt, auch mal Regen
In dieser Nacht bekamen wir wieder eine Stunde Zeitverschiebung zurück und waren wieder up to date. Allerdings war die Orientierung auf dem Schiff bis zum Reiseende schwierig, denn die Borduhren haben diesmal nicht mit gemacht bei der Verschiebung und das hat mich schon sehr genervt.
Der letzte Seetag dümpelte dann so vor sich hin. Leider war es nicht warm genug zum draußen sitzen. Um 11 Uhr hatte ich mit meinem Sohn unser Pflichtprogramm "nautisch-technische-Fragestunde". Auch wenn ich das bestimmt schon 5x mit gemacht habe, irgendwas ist immer neu. Und jeder Kapitän setzt andere Akzente.
Zum Thema Sport: ich habe ja versucht, nach langer Erkältungsphase wieder fit zu werden. Bis auf höchstens eine Handvoll Ausnahmen, weil ich was vergessen hatte, bin ich konsequent Treppe gegangen. Zudem etwas Schwimmen und Aquafit. In der zweiten Woche hätte ich gern den einen oder anderen richtigen Sportkurs belegt, jedoch waren die, die mir zeitlich und inhaltlich gefallen hatten, sofort ausgebucht.
Also dann, erst heute am letzten Tag um 14:45 Ganzkörperfitness (45 Min) in der Arena für mich. Da merkte ich deutlich, dass die anderen schon 11 Tage aktiv waren, und ich weiß ja aus Erfahrung, dass die Kurse immer für Muskelkater sorgen. Also, ich habe mich tapfer durchgekämpft, aber ich konnte dann tagelang nicht aufstehen, Treppen steigen, oder sitzen wegen übelstem Muskelkater in "Bauch-Beine-Po". Der Kurs war daher zu empfehlen.
Den Tag haben wir genutzt, noch mal vom Schiff einige Eindrücke festzuhalten:
Irgendwann an diesem Tag kam der Punkt, den wir noch nie auf einem Schiff hatten. Mein Mann und ich waren uns einig - es reicht dann jetzt auch. Das hatten wir tatsächlich noch nie. Aber irgendwie hatten wir jetzt alles durch. Essen wiederholt sich, obwohl lecker, Sport war nur eingeschränkt möglich, alle Bücher waren ausgelesen. Die Uhren gingen immer noch falsch. Im Schiff war alles proppevoll, da Außenbereiche eher wenig nutzbar. Es ist halt unsere erste "nicht nur Sonne" - Kreuzfahrt. Unser Sohn wäre gern noch geblieben, obwohl er diesmal keine Freunde gefunden hatte.
Erinnert Ihr euch, als ich zu Beginn der Reise noch neidisch war auf 17 Tage Spitzbergen? Obwohl mich das Ziel reizt, ich glaube, das wäre nichts für uns. Dann lieber 2x fahren, gern so 9 oder 10 Tage. Das ist eine interessante Erkenntnis, hätte ich von mir selbst so nicht vermutet.
Aber der Tag musste ja trotzdem ordnungsgemäß beendet werden. So wurden die Koffer gepackt und brav vor die Tür gestellt und wir gingen noch um 21:30 zur Abschlussshow ins Theater. Danach war dann Poolparty. Zum Glück für uns mit unserer Kabinenlage gab es zwischendurch keine "white night" oder ähnliches. Wir haben der Poolparty aus der Ferne der Unverzichtbar gelauscht und noch einen schönen Abend verbracht.
Invergordon - 20.07.2023 - Nieselregen
Nach einer weiterhin ruhigen Fahrt erreichten wir heute den einzigen schottischen Hafen. Die Sonne hatte uns leider verlassen, aber immerhin war hier der Regen wärmer....
Morgens um 7:30 habe ich an der Aquagymnastik teilgenommen. Ursprünglich, vor der Fußverletzung, war hier ein Radausflug für uns alle gebucht. Nachdem wir diesen stornieren mussten, war die Frage nach Alternativprogramm. Invergordon selbst erschien uns zu Fuß wenig reizvoll. Die Ausflüge waren weitestgehend ausgebucht, und wir waren auch nicht interessiert an Loch Ness und elendlangen Busfahrten.
So nahmen wir das, was noch übrig war, ein Nachmittagsausflug (Bus) mit TC ins "reizende Städtchen Durnoch und zu den springenden Lachsen an den Falls of Shin". Also was mit ein bisschen Natur. Die Ausflugspreise waren übrigens hier jetzt wieder moderat, kein Vergleich zu Island.
Den Vormittag verbrachten wir auf dem nahezu leeren Schiff sehr gemütlich in der Unverzichtbar, es war ja der vorletzte Tag, da kann man schon mal an den Abschiedscocktail denken und wir haben eine schöne Ecke zum Lesen gefunden.
Im Laufe des Morgens /Vormittags mussten übrigen ALLE (!!!) Crewmitglieder und Gäste zur Passkontrolle. Auch die, die an Bord blieben - also manches muss man nicht verstehen. Also sind wir im Gänsemarsch mit Pass in der Hand einmal zum Facecheck. Der Beamte der schottischen Behörden war aber gut drauf, dafür dass er das jetzt hunderte Mal durchführen musste. Es erinnerte mich an damals, als man nach Hälfte der Tour im Gänsemarsch zum Coronatest antreten musste.
Um 14:30 begann dann unser Ausflug. Wir hatten ein sehr nettes älteres Original als Reiseführer namens Donald, der nur englisch sprach. Ich muss sagen, er hat sehr deutlich gesprochen und war immer bemüht, dass jeder alles mitbekommt. War also selbst für uns mit eingerostetem Schulenglisch gut machbar.
Nach einer Stunde Fahrt durchs schottische Nichts - Wiese hier, Schaf da, Cottage dort, Schlößchen meist nur in der Ferne zu erahnen - erreichten wir Durnoch, welches winzig ist. Dort hatten wir eine knappe Stunde Zeit und sind durch die Gassen geschlendert. Ich hatte die Hoffnung, meine noch vorhandenen britischen Pfund in irgendwas investieren zu können, aber das ist mir nicht gelungen. Leider war es auch etwas tröpfelig von oben.
Weiter ging es im Bus zu dem Wasserfall mit den Lachsen, das war noch eine ganze Ecke zu fahren und wir haben weitere schöne Eindrücke von Schottlands Landschaft bekommen. Am Wasserfall selbst waren dann zwei Reisebusse, so dass es vor lauter Leuten nicht einfach war, einen Blick auf das Wasser zu erhaschen. Tatsächlich haben wir aber ein oder zwei Lachse springen sehen, natürlich kriegt man die aber nicht aufs Foto.
Zurück ging es dann auf der anderen Seite vom Fjord (wenn man das hier so nennt?) und Donald war sehr besorgt, dass er uns zu spät abgibt. Daher wurde sogar die angekündigte Toilettenpause gestrichen und wir durften nur auf eine Fotolänge kurz an einem Aussichtspunkt noch mal aus dem Bus hopsen:
Dieses Schlößchen konnten wir nur aus dem Bus heraus fotografieren, es war wohl bis vor kurzem eine Jugendherberge und wird nun zu einer Nobelherberge umgebaut:
Pünktlich zu "Alle Mann an Bord" wurden wir an Bord abgeben und der andere Bus kam sogar noch nach uns an. Also alles gut. Insgesamt würde ich den Ausflug empfehlen, wenn man Schottland nur wie wir als Beiwerk ansieht. Aber auch hier muss man sagen, mit blauem Himmel wäre es netter gewesen.
Das Auslaufen verzögerte sich etwas, da wir erst noch dem tapferen Dudelsackspieler zuhörten. Der arme Kerl da im jetzt kalten Wind... aber Stimmung hat das schon gebracht! Er bekam jedenfalls von der gesamten Backbordseite Applaus.
Der Abend brachte dann noch zwei Highlights.
Zunächst für mich und den Junior der Klassiker "Crew-Show" im Theater. Ich liebe diese Veranstaltung, bei der Crewmitglieder ihre Talente zeigen und statt Reinigungskraft oder Security auf einmal Sänger, Tänzer oder Zauberer sind. Ein "Muss" für mich auf jeder Tour.
Danach las ich im Tagesprogramm etwas von "Shanty-Chor" im Atrium. Mittlerweile weiß ich, dass das viele kennen, aber auf unseren bisherigen Kreuzfahrten kam das nicht vor, ich war also neugierig. Erstmal der Ort Atrium - ist ja sonst kein geläufiger Begriff auf dem Schiff. Gemeint ist das runde Treppenhaus beginnend an der Rezeption auf Deck 3, durch die TuiBar auf Deck 4 bis auf den Bereich am Tag-und-Nacht-Bistro auf Deck 5. Hier habe ich mich zum nur mal gucken ans Geländer gestellt...
...und war total begeistert. Es waren richtig viele Leute auf den Treppen und an den Geländern. Es wurden Liedtexte für ca. 10 gängige Seemannslieder verteilt und von der Crew, dem Kreuzfahrtdirektor und einer Pianistin gesungen, unter Einbeziehung der sangeslustigen Zuschauer. Das war für mich fast das Highlight der gesamten Kreuzfahrt, da ich es nicht erwartet hatte.
Ich bin in Hamburg aufgewachsen, mein Vater spielte "Schifferklavier" und die Mundorgel kannte ich auswendig. Es war so schön, an die Kindheit erinnert zu werden und ich hatte zum Teil fast Tränen in den Augen, da es mich an glückliche Zeiten mit meinem Vater erinnert hat. Meine gerade wieder genesene Stimme konnte nicht geschont werden.
Falls irgendjemand ein Foto oder Video davon hat, sehr gern per PN an mich. Bin ich Drömmel doch auf dem Schiff immer ohne Handy unterwegs, man hat ja eh kein Netz...
Alles in allem wieder ein durchaus gelungener Tag. Wenn da nicht die Abreisebanderolen auf dem Bett wären....
3. Seetag - 18.07.2023 - Sonnig, 17 Grad, Ententeich
Welch schöner Tag war das heute, genauso, wie man sich Seetage vorstellt. Wenn wir jetzt noch Sonnenseite Balkon gehabt hätten - aber alles geht halt nicht. In dieser Nacht bekamen wir eine geklaute Stunde zurück.
Der Morgen begann entspannt mit Frühschwimmen und relaxtem Frühstück. Für 11:30 hatte ich für den Junior und mich die Tour "Blick hinter die Kulissen" gebucht, interessiert es mich doch schon immer, wie es in den Katakomben tatsächlich aussieht. Wir sahen die Küche vom Atlantik, das Lager (hier wurde sehr ausführlich berichtet), sowie die Wäscherei. Die Tour kostete 79€ und ich finde, einmal kann man es machen. Übrigens war ich verwundert, dass da unten auf Deck 2 der Seegang recht spürbar war, obwohl wir ja einen ruhigen Tag hatten. Also ich möchte da nicht arbeiten. Interessant war auch die unterirdische "Autobahn", also der Hauptgang, wo alle Crewmitglieder lang müssen. Davon zweigten die Gänge mit Crewkabinen ab die hatten interessante Namen wie "Sunset Boulevard" oder "Route 66".
Ausführlich bewertet hatte ich die Tour hier:
Der Rest des Tages dümpelte dann so vor sich hin, lesen (auch an Deck in der Sonne), essen, Tour de France schauen.
Abends war ich dann bei meinem "einmal-pro-Reise-muss-das-sein"- Bingo in der Grööne-Bar. Dies fand meine ich jeden Abend statt, dementsprechend voll war die Bar. Ich hätte gern öfter mitgespielt, aber die Zeit um 19 Uhr ist ja irgendwie immer in Kollision mit dem Abendessen. Leider habe ich nichts gewonnen, spaßig war es trotzdem.
Und wieder ging ein ausgefüllter Tag zu ende.
4. Seetag - 19.07.2023 - leichter Seegang, bewölkt
Der Tag verging mit Lesen, Tour de France, gelegentlich mal über Deck schlendern. Irgendwann gab es dann mal Küste zu sehen (ich weiß leider nicht mehr, welche).
Abends ein letztes Mal ein Menü im Atlantik. Hier hatte ich das einzige Mal ein Gericht, welches mir nicht geschmeckt hat. Eine Vorspeise im veganen Menü, irgendwas mit Kohl... Aber ansonsten großes Lob. So gut esse ich zu Hause jedenfalls nicht.
Zu späterer Stunde wurden auf dem Pooldeck die Highland-Games durchgeführt, wir haben eine Zeitlang aus der Ferne und später im BordTV zugesehen. Insbesondere der Gummistielfelweitwurf war schon lustig. Die arme Person, die immer die Stiefel aus dem Pool fischen musste - sofern sie überhaupt soweit geflogen sind.
Noch zwei Tage dann hat uns die Heimat wieder....
Reykjavik Tag 2 - Fortsetzung -
An dieser Haltestation warteten wir sehr lange. Irgendwann gaben ich und der Junior auf, und wir sind durch die Einkaufsstraßen zu unserem nächsten Ziel, der Hallgrimskirka gelaufen. Wir waren dann trotzdem schneller da als der Gatte mit dem Bus. Die Kirche ist ja von innen und außen spektakulär und drinnen lief ein schönes Orgelkonzert.
Erst wollten wir noch mit dem Fahrstuhl auf den Turm fahren, aber da wir ja später beim Perlan noch auf die Kuppel wollten, dachten wir, das wäre verzichtbar. Im Nachhinein hätte man es vielleicht doch machen sollen.
Hier fuhr tatsächlich (das einzige Mal) der Bus zur regulären Abfahrtszeit und wir mussten nicht lange warten. Unsere letzte Station sollte der Perlan sein. Es ist ein Museum zur Geologie Islands in einem ehemaligen Speicher, sehr modern angelegt und soll sehr lohnenswert sein. Es liegt außerhalb der Stadt und ist daher am besten mit dem HoHo zu erreichen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit durch den unzuverlässigen Bus haben wir jedoch dann doch nicht das Museum besichtigt, sondern nur Tickets für die Aussichtsplattform gelöst und hatten von dort schöne Ausblicke.
Der Rauch vom Vulkan ist hier gut zu sehen:
Da oben pfiff es aber mächtig, so dass wir uns nicht lange aufgehalten haben, es war wirklich kalt. Im Prinzip ein sehr schöner Ort und sicher auch interessant, für uns wäre es aber entbehrlich gewesen. Nun kam es nämlich dazu, dass unsere einzige Möglichkeit, zurück zum Schiff zu gelangen, nämlich der Bus, einfach nicht mehr auftauchte. Wir haben sicher eine Stunde im eisigen Wind gewartet. Es gab auch keine Möglichkeit, sich geschützt irgendwo hinzusetzen. Wir waren kurz davor, ein Taxi zu rufen, aber man denkt ja, jede Sekunde muss der Bus doch mal kommen?
Naja, irgendwann hat es ja geklappt und wir waren auch rechtzeitig wieder auf dem Schiff.
Insgesamt war auch dieses ein schöner und interessanter Tag in Reykjavik, der nur durch das Busdesaster massiv getrübt wurde.
Tja, das war es nun schon mit Island! Was hatten wir alles gesehen! Das musste man erstmal sacken lassen. Aber dazu war ja nun genug Zeit, denn vor uns lagen nun noch drei Seetage und ein Stop in Schottland.
Das Auslaufen verzögerte sich, in letzter Sekunde wurde noch eine Notausschiffung angesetzt, so dass wir mit 1,5-stündiger Verspätung ablegten. Der Abend endete mit einem Besuch im wieder angenehm leeren Anckelmanns und Comedy "Don Clarke" im Theater.
Reykjavik Tag 2: 17.07.2023 - Sonne, 15 Grad, eisiger Wind
Wir wachten morgens wieder bei blauem Himmel auf, und nach einer Runde Frühschwimmen und Frühstück im immer noch angenehm leeren Anckelmanns sind wir gegen halb zehn zum Hop-On-Hop-Off-Bus. Wir hatten die Tickets vorher über die App gekauft und das war auch gut so, wir mussten nur die Bordkarte einscannen lassen. Andere wollten direkt am Bus kaufen, damit war das Mädel aber überfordert. Oder sie hatte keine Lust. Also den HoHo kann ich nicht empfehlen, näheres zu den Abläufen unter folgendem Link oder einfach mal die Google-Rezensionen lesen. Ich erspare uns das hier.... Los ging es dann so 10:15.
Reykjavik Erfahrungen HoHo Bus
In Reykjavik haben wir uns ein bisschen an den Empfehlungen des Lektors entlanggehangelt. Zuerst stiegen wir an der Konzerthalle Harpa aus. Wir haben es ja nicht so mit Kunst und Bauwerken, aber hier lohnte es sich, mal einen Blick hineinzuwerfen.
Anschließend schlenderten wir zu Fuß bis zur Haltestelle am Walmuseum. Auf dem Weg dahin gab es einiges zu sehen:
Penismuseum (für uns nur von außen):
Am alten Hafen vorbei:
Zufällig entdeckten wir am alten Hafen eine Ausstellung auf ca. 20 Schautafeln, wo im Laufe der Geschichte jeweils für einen Zeitraum von 5 oder 10 Jahren erläutert wurde, warum, wo, welche und wie viele Schiffe vor Islands Küsten gesunken sind. Man musste sich ein bisschen einlesen, aber es war hochinteressant!
Das Walmuseum war dann unser nächster Einstiegspunkt. Hier warteten wir lange. Unser nächster Ausstieg war der Stadtpark mit See, einem Tipp des Lektors folgend wollten wir ins Rathaus. Auf dem Weg hierhin konnte man ganz weit entfernt etwas Rauch von dem Vulkanausbruch sehen, ansonsten war der bei unserer Reise kein Thema.
Der See war mit vielen verschiedenen Entenarten bevölkert, welche auch Junge hatten. Unser Sohn schwärmt heute noch von den Bergentenküken, die waren echt niedlich....
Unser Ziel war das Erdgeschoss des Rathauses, hier gibt es ein 3-D-Modell Islands: (und wieder kostenfreie öffentliche saubere Toiletten, wie auch in der Harpa - ich erwähne das, weil das in Deutschland ja nicht selbstverständlich ist)