Beiträge von Queentchen

    Kühler Rosé, ein angenehm temperierter Sommerabend, ein schöner Ausblick

    und wir stellen fest, dass es uns verdammt gut geht :)

    Wir planen für morgen eine Schiffstour auf dem Douro und kaufen auch direkt die Tickets. Nicht das unser „Muss-Ziel“ an mangelnder Verfügbarkeit kurz vor Schiff scheitert ….

    Das im „Guten-Morgen-Bild“ für die Muttis und das Schwesterherz festgehaltene Wetter ist noch ausbaufähig



    Beim Frühstück erscheint der von uns zum Abendessen gestern adoptierte Holländer zum Glück wieder mit seiner Frau. Nicht, dass wir ihn nicht mochten (ganz im Gegenteil!). Nein, weil es ihr wieder gut geht, auch Dank der Medikamente, mit denen ich ausgeholfen habe. Die beiden machen sich heute weiter auf den Weg nach Spanien und wir uns, nach einer herzlichen Verabschiedung, auf den Weg runter nach Pinhão.


    Von Pinhão sagt der Reiseführer, der selbstverständlich im Gepäck ist, sinngemäß: gehen sie weiter hier gibt es nichts zu sehen. Außer dem Bahnhof, da lohnt sich das hingucken.

    Ohne zu gucken gehen wir zum Anleger. Da bis zum Ablegen noch was Zeit ist, gucken wir doch mal an der Promenade,



    am Souvenir-Stand,



    wo man an den Magneten schon sieht, dass es außer Bahnhof und Portwein tatsächlich Nix zu sehen gibt und auf den Douro




    Queentchen vielen Dank für den Tipp, den Anbieter hab ich mir mal abgespeichert ... da er auch Südafrika im Programm hat und mir die für euch ausgewählten Unterkünfte sehr gut gefallen. Frau muss ja nicht immer alles selber planen :saint:

    Gute Idee Maulwurf ! Mit Afrika-Touren haben sie angefangen. Freunde von uns waren mit denen in Namibia (und auch in einigen anderen Ländern) unterwegs und völlig begeistert. Für uns war es die dritte dort gebuchte Reise und alle waren :love::love::love:

    Nach einer guten Nacht und dem Blick in den strahlend blauen Himmel



    stehen die Ziele für heute schnell fest:

    1. Frühstück

    2. Pool

    3. Abendessen

    Weg damit 0 km, das gönnen wir uns heute mal. Die Fußwege rechne ich nicht mit.


    Das Frühstück gibt es als Buffet, mit diversen Wurst- und Käsesorten, Fisch, frisch zubereiten Eierspeisen, frisches Obst, Säfte, Orangensaft zum selber Pressen, verschiedene Brotsorten, Brötchen, sehr leckere Croissants, frisch gebackenem Kuchen, Joguhrt, Müsli, Marmeladen und Honig, also alles was das Herz begehrt! Fotos kann ich davon nicht liefern, ihr müsst mir einfach glauben :)


    Zwischen Pool und Abendessen bin ich für Euch mal durch das Anwesen gelaufen:



    Die gemütlich aussehende Fass-Sauna (war nicht in Betrieb, hätte sie aber auch nicht genutzt),

    der Whirlpool



    der Pool, der sich wirklich zum schwimmen eignete


    und weitere versteckte Zimmer mit Brunnen davor




    Alles sehr heimelig und top gepflegt!

    Es gibt zwei „Bars“ in der Casa in der man sich aus Kühlschränken an Getränken, Eis und Snaks bedienen kann. Hier schreibt man auf was man genommen hat und zahlt bei der Abreise.


    Irgendwann haben wir genug vom Pool und bereiten uns gaaaaannnnnzzzz langsam aufs Abendessen vor



    Das wieder verdammt lecker ist.

    Angefangen mit den nicht fotografiert pen Bacalhau-Kroketten, der Melone mit Schinken




    dem zarten und saftigen rosa gebratenem Roastbeef


    und dem schmelzenden Halbgefrorenem mit Nüssen




    Auf Unverträglichkeit wird Rücksicht genommen, wir haben zum Glück keine! Vegetarisch/vegan geht auch, nur bei Vegan + Unverträglichkeit steigen die dann auch aus.

    Die ausgeschenkten Weine passten auch dieses Mal wieder hervorragend zum Essen und der auf der Terrasse angefangene Rosé hat im Eis schön die Temperatur gehalten bis wir vom Essen zurück waren.

    Bis zu unserer nächsten Unterkunft ist es jedoch nicht mehr weit und so sind werden wir eine Dreiviertelstunde später schon herzlich im „Casa do Visconde de Chanceleiros“ in Empfang genommen. Das knapp 400 Seelendorf Chanceleiros liegt gut 7 Kilometer hinter Pinhão und ein paar hundert Meter darüber. Also sind wir nicht im Douro Tal, sondern auf einem der Berge inmitten von Weinbergen






    In unserem „kleinen“ Zimmer fühlen wir uns auf Anhieb sehr wohl



    Was nicht (!) an der Karaffe Portwein liegt, die täglich aufgefüllt wird!



    Auch nicht an dem riesigen Bett und der wunderschönen Dusche

    Sondern an allem! Rundum!

    Wir lassen es uns auf der Terrasse mit einem Bierchen und einem Eis gut gehen, schließlich braucht heute keiner mehr fahren.

    Bereits einen Tag vorher hatten wir uns zum Abendessen dort angemeldet, dass um 19:30 Uhr täglich mit Reservierung von den wunderbaren Damen, die den ganzen Tag durch die Casa wuseln, zubereitet wird.

    Zuerst gibt es einen weißen Portwein, von „da drüben“, wie uns gezeigt wird



    Dazu ein „Gruß“ aus der Küche, der aus vier verschiedenen portugiesischen Käsen mit Brot bestand, und es nicht auf ein Foto geschafft hat.

    Als Vorspeise Frischkäse mit Tomate


    Zum Hauptgang mit Chorizo und Oliven geschmortes Hähnchen

    Das war der absolute Hit!


    Der Schokokuchen mit flüssigem Keen brauchte sich auch nicht verstecken




    und zu all dem gab es verschiedene Weine in weiß und rot von „da hinten“, „unten im Tal“ oder „da vorn“. Mit einem Espresso zum Schluss zahlt man 58 € pP und die sind völlig gerechtfertigt.

    Glücklich und zufrieden lassen wir den Abend noch mit einem Bier auf unserer Terrasse ausklingen und schlafen anschließend tief und fest.

    So gut uns Viseu gefällt, wir müssen weiter. Der Weg führt an den Douro und plötzlich ist da ein Ziel, dass sich uns in den Weg stellt: die Schleuse Régua, in die gerade ein Schiff fährt. Da müssen wir anhalten!

    Es ist schon drin





    und hier schließt sich gerade das Tor



    Die Schleuse hat eine maximale Fallhöhe von 28,5 m. Fallhöhe finde ich an der Stelle einen komischen Ausdruck, das Schiff fällt ja nicht. Hoffe ich doch ….

    Meine Hoffnung wird erfüllt, es sinkt recht zügig ab




    Wir laufen zum nächsten Tor und warten.


    Da rechts muss sie wieder raus. Das passt doch nie!! Ab hier könnte ich Fotos für ein Daumenkino (die werden sich erinnern ;)) einstellen, mache ich aber nicht. Ein paar müssen reichen um einen guten Eindruck zu vermitteln





    Es passt doch :thumbup:




    und schon kommt das nächste, das vermutlich hoch geschleust wird



    Die gesamte Schleusung hat eine gute halbe Stunde gedauert und wir fanden es toll, dass bei einem Flusskreutzfahtschiff sehen zu können.

    Wir verzichten auf weiteres zuschauen und fahren weiter, wer weiß was unterwegs noch so begegnet. Und irgendwann will man ja auch mal ankommen.

    Auch die zweite Nacht im Babybett schlafen wir gut. Wir frühstücken in aller Seelenruhe und genießen die wunderschöne Atmosphäre im Oryza. Wir haben schließlich keine Ahnung, was uns als Nächstes erwartet. Die letzten Sachen verstauen wir noch in den Koffern und werden dann bei Edgar mit einem Haufen Getränke-Umhängern zu Checkout vorstellig. Eine herzliche Verabschiedung folgt, das Auto wird beladen, das Handy wieder neu mit dem Navi verbunden und auf Viseu programmiert. Wieso Viseu? Weil wir noch nie davon gehört haben, es auf dem Weg liegt und unser planendes Reisebüro als Ziel empfiehlt.

    Viseu ist eine 100.000-Einwohner-Stadt im berühmten Weinbaugebiet des Dão, das mir ebenfalls unbekannt ist. Zudem gab es hier eine der bedeutendsten Malerschulen Portugals, die ich auch nicht kenne. In der Altstadt sollen noch viele Paläste und Wohnhäuser aus der Renaissance stehen. Hört sich gut an! Sieht‘s auch gut aus? Schauen wir mal!

    Wir parken unten, um der Gefahr in einer engen Altstadtgasse festzustecken zu entgehen. Der Marktplatz ist leergefegt und einen Berliner können wir uns in der geschlossenen Bude der Familia Oliveira auch nicht kaufen

    Aber wir sind ja noch satt vom Frühstück.

    Das (ehemalige?) Museum



    hat auch zu.

    Was ist denn mit Viseu los? Es ist Samstag, liebe Einwohner, mehr nicht!

    Und was ist das?

    Wunderbar! Es gibt eine Bahn die uns nach oben bringt! Und das sogar kostenlos, wie uns die nette Fahrerin erklärt. Ein klein wenig San Francisco kommt auf

    und als wir der Fahrerin beim Ausstieg sagen, dass Viseu für uns nun das San Francisco Portugals wäre, schenkt sie uns ein strahlendes Lächeln.

    Oben angekommen wird es gleich schön und gemütlich und leer ist es auch immer noch








    Auf den Blick über den Fluss nicht



    und schon marschieren wir wieder runter




    ein Selfie machen wir auch noch ;)




    und finden uns in der leeren Markthalle wieder


    Okay, dann halt nicht! Es kommen sicher noch volle Markthallen.


    Das Nachausflugs-Bier schmeckt und nach einer ausgiebigen Dusche folgen wir Edgars nächstem Restaurant-Tipp, dem „Solar do Bacalhau“. Wir bekommen einen Tisch draußen, das drinnen würde ich als „Hofbräuhaus des Kabeljau“ bezeichnen. Riesig!


    Riesig auch die aufgetischten Portionen



    hier in Form des überbackenen Bacalhaus meines Mannes und




    meines Gerichts ohne besonderen Namen..


    Trotzdem wagen wir noch Desserts

    Landestypischer Orangenkuchen für mich



    etwas innen sehr cremiges für meinen Mann und könnten jetzt eigentlich zum Oryza ca. 3,5 km runter kugeln. Da wir uns mit dem Weg jedoch nicht sicher sind, bevorzugen wir einen Fahrdienst.

    Ein Absacker im lauschigen Innenhof und dann reicht es auch. Morgen früh heißt es Abschied nehmen und den Weg ins Douro-Tal in Angriff nehmen.

    Von ganz, ganz alten Steinen führt der Weg uns nach Coimbra am Rio Mandrego.

    Das von Edgar empfohlene Parkhaus verwerfen wir kurz nach dem wir mühselig einen Platz darin gefunden haben. Die Aussicht, die sich uns bietet, zeigt ganz klar: erst ordentlich den Berg runter, über den Fluss und dann den gegenüberliegenden Berg sehr, sehr hoch um zu einer der ältesten Universitäten Europas zu kommen. Bei 33 Grad im Schatten verzichten wir dankend auf den Gewaltmarsch. Das wir damit auch auf schöne Aussichten verzichten ist eben so.


    Wir fahren also rüber, finden schnell einen Parkplatz und müssen immer noch den halben Berg rauf. Ohne bergauf geht es in Portugal eher selten. Also los, tief durchatmen und in Babyschritten den Aufstieg in Angriff nehmen …

    Gut das man immer mit dem Alibi „Foto!“ mal eben Luft holen kann, wie hier am Jardim da manga Brunnen

    der alten Kathedrale



    und weil wir es bis hier geschafft haben




    machen wir doch mal Pause und stärken uns für den Weg zur Universität.

    Und weiter geht’s



    mit immer schön „Foto!“ rufen








    bis wir es geschafft haben und feststellen „super, voll die Baustelle - nix mit tollen Fotos“. Aber eins geht



    Da stört das Gerüst zwar trotzdem immer noch, aber wenigstens etwas. Auf die Innenbesichtung verzichten wir.

    Dem geschichtlich interessierten Herrn an meiner Seite habe ich Conímbriga als erstes Tagesziel vorgeschlagen und er ist erfreut, dass ich freiwillig mit ihm alte Steine gucken gehe. Natürlich steht uns davor das Navi im Weg, dass ein sehr seltsames Eigenleben führt …..

    Alte Steine beeindrucken mich ja eher selten, aber diese absolut gut erhaltene Stadt, mit deren Errichtung 139 v. Chr. begonnen wurde, die hat mit ihrer schieren Größe auch mich in den Bann gezogen.

    Guckt mal



    Die sehr gut erhaltenen Wasserspiele mit rd. 500 Springbrunnen, geschützt unter einem Dach





    Das Theater




    und immer wieder tolle Mosaiken

    Wir folgen, nach einer verdienten Pause, der Restaurant-Empfehlung von Edgar, der uns auch netterweise einen Tisch reserviert.

    Das „berühmte“ Couvert

    kommt selbstverständlich auf den Tisch und darf bleiben.

    Es folgt für meinen Mann eine am Tisch aufgegossene Meeresfrüchte-Suppe



    und für mich Thunfisch-Cornetto mit Mango



    Beides ist wirklich ein Hochgenuss!


    Es folgt die Rinderrippe für 2 Personen, die am Tisch a la pulled Pork zerrissen



    und dann auf den Tellern angerichtet wird



    verdammt lecker und verdammt viel! Für einen Nachtisch ist auch nach dem Degistif kein Plätzchen im Magen mehr frei.


    Zurück im Oryza geniessen wir noch weiter den Abend im Innenhof



    Getränke nimmt man sich aus dem Kühlschrank. Die haben Etiketten umhängen, die man sammelt und beim Checkout bezahlt. Ein typischer portugiesischer Likör steht hier, wie auch auf dem Zimmer, gratis bereit.

    K.o. wie wir sind, fallen wir in das schmale Bett und schlafen wie tot.


    Zum Frühstück ist schon alles hergerichtet, als wir irgendwann nach 9:00 Uhr unten erscheinen




    Es wird einem alles, inklusive frisch zubereiteter Eierspeisen, an den Tisch gebracht





    Wir fühlen uns rundum wohl und können uns nur schwer los reißen. Aber wir müssen, schließlich haben wir ein Ziel ….

    Und dann sind wir da, im

    und werden total herzlich empfangen! Wir bekommen die Geschichte des Hauses erzählt, in dem noch vieles so ist, wie der Großvater es seinerzeit gestaltet hat


    Zum Haus gehört auch ein kleiner Bauernhof-Betrieb, was bedeutet, dass die Frühstückseier aller Art von den eigenen Hühnern kommen, der Orangensaft frisch aus den eigenen Orangen gepresst wird und die frischen Fruchte wirklich frische Früchte sind.