Beiträge von Queentchen





    Eis



    macht auch happy und die Störche




    auf dem Weg zurück nach Torreira runden den Tag gelungen ab.

    Im Hotel reservieren wir noch schnell einen Tisch zum Abendessen bevor wir uns eine Dusche gönnen. Der Gruß aus der Küche



    ist absolut köstlich, der „Catch of the Day“ in Gestalt einer gegrillten, am Tisch filetierten Dorade



    steht dem Gruß nicht nach und mein Mann freut sich drüber.

    Meiner Gemüse-Lasagne



    hätten ein paar Gewürze besser gestanden als die ganze Deko drauf und Drumherum, war aber okay. Das von mir bestellte Dessert in Form eines Brownies mit irgendwas, was ich vergessen habe, fiel aus weil „die Küche vergessen hat zu backen!“. Aha! Das von den beiden Bedienungen euphorisch angepriesene „Ovos Moles“ lehne ich aus bekannten Gründen dankend ab. Also geht’s heute ohne Nachtisch ins Bett, nicht ohne Espresso und den Rest Wein auf der Terrasse zu genießen. Morgen wollen wir zeitig los. Die längste und letzte Etappe der Reise nach Lissabon erwartet uns ….


    Wir entscheiden uns gegen Rio, Montreal und Salamanca . Happiness ist doch ein schönes Ziel, auch so allgemein im Leben :) Erst weiter zum Auto noch ein paar Motive fangen




    Dann das Navi auf Happiness programmieren! Navi sagt, die Route nach Happiness kann nicht geladen werden und schlägt Alternativ Cost Nova vor. Also gut, Cost Nova ist das nächste Ziel, ich diskutiere nicht mit einem Navi.

    Wen der tolle Strand

    nicht happy macht, der bekommt spätestens jetzt







    gute Laune, oder? Muttern tippt schneller „SCHWEDEN!“ als meine Schwester :)

    Wir schlendern weiter durch Aveiro, vorbei an interessanten Ecken



    schönen Skulpturen




    und hier, in dieser Straße



    lösen wir unser Versprechen ein, dass wir der Rezeptionistin in Porto gegeben haben. Wir kaufen und probieren „Ovos Moles de Aveiro“. Die gehören, neben den auch hier im Forum beliebten „Pasteis del Nata“ zu den traditionellen portugiesischen Süßspeisen. Ich war der Meinung, ich hätte einen der zahlreichen Ovos Moles Läden frontal fotografiert, hab ich aber scheinbar doch nicht. Er ist im roten Haus links. Die Ovos Moles, die in Meeresfrüchte-Form-Obladen verkauft werden auch nicht, sorry! Der Legende nach hat eine Nonne die „weichen Eier“ erfunden um die Fastenzeit zu umgehen. Ich behaupte, da mochte und machte jemand gerne Schokoküsse und wusste nicht wohin mit den Eigelben und dachte sich „ach, mach ich das gleiche mit Eigelb, ohne Waffel und ohne Schokolade! Wird sicher genauso lecker.“ Öhmmmm, nöööö! War nicht unser Fall, machte allerdings sehr satt.

    Aber weiter durch die Stadt







    Hier hängt nun auch mein Bändchen von der Schiffstout :)


    Jetzt kommen wir ins grübeln, ob wir unser nächstes Zirl nicht doch noch über den Haufen werfen


    Uns ist wieder nach Schiff und drum nehmen wir eins der bunten Ausflugsboote durch die Kanäle Aveiros







    Der Guide versteht sein Geschäft sehr unterhaltsam auf Französisch und Englisch. Mit uns sind noch 10 weitere Passagiere im Boot, also alles andere als voll.

    Natürlich ist das „Venedig Portugals“ weit weg von Venedig. Aber nah genug dran, dass Schwesterherz ein „VENEDIG!“ in die Runde ruft.




    Selbstverständlich geht es auch unter der Ponte dos Laços de Amizade her,




    der Brücke der Freundschaft. Die daran geknoteten bunten Bänder, die auch sonst in der Stadt allgegenwärtig sind, sind Symbol für Freundschaft und Liebe. Die Tradition ist von Studenten der Universität Aveiro eingeführt worden. Unser Guide lässt uns die Wahl zwischen einem Bändchen und einem Säckchen Salz, für das Aveiro ebenfalls bekannt ist. Fast alle Damen wählen das Bändchen, die Herren das Salz. Beim Salz betont er übrigens augenzwinkernd, dass es auf gar keinen zum kochen verwendet werden dürfe! EU-Vorschrift und so ….


    Die Stunde ist schnell rum und bei blank geputztem Himmel ist „aveiro no coração“ also „Aveiro im Herzen“ kein leerer Slogan


    Während Ihr daheim bei über 30 Grad heut ordentlich ins Schwitzen kommt, ist es bei uns bewölkt mit um die 19 Grad. Das „Guten Morgen Foto“ für die Familie ähnelt sehr dem gestrigen, nur mit dichterer Bewölkung



    Genau das richtige Wetter für eine Städtetour, also zielstrebig auf nach Aveiro! Obwohl ziemlich genau gegenüber von uns, dauert die Fahrt dorthin eine Dreiviertelstunde, da Torreira ja am Ender einer Landzunge liegt. Alternativ könnten wir auch mit der Elektro-Fähre rüber, zeitlich ist das allerdings kein Gewinn und wann sie fährt, ist auch nicht so richtig klar.


    Die ersten bunten Eindrücke gefallen uns












    Skurille Fenster-Deko entdecken wir noch dazu



    In den kleinen Hafen, der ein wenig an Marsaxlokk erinnert und meine Schwester zum Ausruf „Malta!“ animiert, nehme ich Euch auch gerne mit








    Für den Trubel, der in Marsaxlokk herrscht, müssen mein Mann und ich aber ganz alleine sorgen,


    Ein paar Kilometer weiter finden wir an einem der kleinen, am Haff liegenden Strände



    ein hübsches Restaurant. Es hat nur leider keinen Terassenbetrieb mehr, aber dafür sehr leckeres Essen. Für (Achtung!) 33,— € gibt es Surf & portugiesisches Turf für 2 Personen


    und ich muss dringend endlich mal wieder ein Dessert haben




    Zurück im Hotel gesellt sich ein Paar aus Bayern zu uns und wir haben noch einen sehr unterhaltsamen Abend mit Bier und Ausblick. Wir fühlen uns wie in der Aussenalster :)

    Irgendwer hat an der Uhr gedreht und schon sitzen wir beim Abendessen! Ich hoffe, Ihr seid satt. Wenn nicht, Augen zu und drüber wischen ;)

    Los geht es mit einem Couvert



    das uns auf dieser Reise zwar häufig, aber längst nicht überall serviert wird.

    Der Gruß aus der Küche ist, in meinen Augen, einer Vorspeise ebenbürtig



    in den Augen meines Mannes nicht. Drum hat er eine Vorspeise in Form einer Meeresfrüchte-Suppe



    und mir reicht das zu gucken.

    Als mein Roastbeef




    serviert wird bin ich froh, es beim Vorspeise gucken gelassen habe.

    Mein Mann findet, er hätte ja kaum was gegessen heute, und Ente



    geht eh immer. Ein leckerer Abend, der mit einem Espresso und einem letzten Glas Wein seinen Abschluss draußen findet.


    In der Nacht wurden wir scheinbar auf ein Schiff gebeamt. Zumindest ist das mein erster Gedanke auf dem Balkon bei diesem Ausblick



    Schauen wir mal, ob das Frühstück mit dem auf der MS-Flotte mithalten kann

    Nicht ganz, aber in der Summe mit den nicht fotografierten Cerealien, Marmeladen, Honig, Joghurt, Eiern bleiben keine Wünsche offen. Die Croissants waren die besten die ich seit langem gegessen habe!

    Unser Platz könnte schöner nicht sein




    noch dazu, wo die Fischer uns alle freundlich grüßen



    Wir spazieren noch eine Weile am Strand entlang bevor wir unser nächstes Hotel-Ziel ansteuern: die Pousada Ria, die auf einer schmalen Landzunge zwischen dem Atlantik und der Ria de Aveiro liegt und unter Denkmalschutz steht. Wir sind gespannt, was uns erwartet!


    Zunächst ein sehr, sehr netter Empfang in sehr gutem Englisch mit ein paar Spenkel Deutsch. Dann vorbei an den schönen Beschilderungen

    rein in Zimmer 101

    Gerade ist niedrige Tide und der Blick vom Balkon ist so


    und morgen, bei hoher Tide, früh wird er so


    sein. Das hat was!


    Wir machen es uns auf der Terrasse bequem und essen erstmal was. Was der Gruß aus der Küche war,



    kann ich gar nicht mehr genau sagen, aber das es viel und lecker war.


    Garnelen für den Herrn


    ich wählte herzhafte Törtchen mit karamellisierten Walnüssen und Salat


    Das fängt schon mal gut an und wir reservieren mal direkt einen Tisch fürs Abendessen. Den Nachmittag lassen wir einfach so dahin plätschern und schauen den Segelschülern zu

    Nach gut durchgeschlafener Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ist es wieder an der Zeit weiter zu ziehen. Die Rezeptionistin ist ganz aus dem Häuschen als sie erfährt, das unser Weg uns nach Aveiro und noch nicht nach Hause führt. Da müssen wir unbedingt „Ovos Moles“ essen! Es ist ihr so wichtig, dass sie uns den Namen ihrer Lieblings-Süßigkeit sogar aufschreibt. Wir versprechen, es zu probieren.
    Ein freundliches „goodbye“ und wir sitzen wieder im Auto. Den auch noch empfohlenen Park lassen wir Park sein, wir wollen nach Matoshinhos. Da Sonntag ist, heiß noch dazu, wird sich bald ganz Porto auf den Weg an den Strand machen und dem Verkehr wollen wir entgehen.

    Tatsächlich bekommen wir einen der letzten fussläufigen Parkplätze Höhe Capela da Boa Nova










    Bevor der kleine Hunger groß wird, wollen wir noch eine Kleinigkeit essen. Mir würde ein Eis reichen, mein Mann besteht auf was herzhaftem. Wer meinem Mann in „Hungersnot“ kennt, der weiß, dass man besser nach gibt. Vom nächsten Restaurant-Eintritt-Animateur lässt er sich von dessen „seit Montag ist die Sardinen-Saison eröffnet!“ überzeugen und aus der Kleinigkeit werden die Sardinen für ihn




    und für mich Pasta mit Garnelen und Muscheln, oder auch Garnelen und Muscheln mit Pasta



    Die Brücken-Springer von der Ponte Dom Luis I. ziehen uns auch heut in ihren Bann





    Es ist heiß, wir sind schon einen ganzen Arbeitstag lang unterwegs, sehnen uns nach einer Dusche und einer kleinen Pause. Der Fahrdienst ist flott da, der Dauer-Stau macht aus der 10 Minuten Fahrt eine halbstündige aber egal. Besser schlecht gefahren als in der Hitze noch schlechter einen Berg rauf zu marschieren. Eine Augenpflege und eine Dusche später sind wir fertig und wollen uns wieder auf den Weg nach unten machen. Der Wille sagt auf dem Weg zur Straße bei diesem Anblick



    “Ziel erreicht!“ Ist ja gut, trinken wir hier im hoteleigenem Bistro halt noch was,



    aber dann geht’s weiter! Da haben wir die Rechnung über die total liebe junge Kellnerin gemacht. Wir kommen mit ihr ins Gespräch über die Kamera meines Mannes, sie fragt ob sie noch was bringen soll (ja!!!), lässt dann auch die kleine Speisekarte da und schon stehen Burrata mit Tomate und Pesto



    und Francesinha




    auf dem Tusch. Jetzt zieht uns wirklich nichts mehr runter ….

    Der Kellnerin geben wir, neben guten Tipps wie sie solch eine Kamera günstiger kaufen kann, einen sehr guten Tipp. „Das ist der Anfang von meiner Kamera“ bedankt sie sich freudestrahlend . Was für ein schöner Abschluss eines schönen Tages.

    Wer, wie wir, den Aufstieg schafft, der wird mit einem durchaus üppigem Buffet belohnt



    Es wird zügig nachgelegt, keine Sorge!


    Das Hotel ist auch innen ein Hingucker




    Satt gegessen kann es los gehen. Heute zu Fuß mit dem Ziel Porto São Bento und was auch immer uns sonst noch schönes in den Weg kommt. Prompt ist der Mercado do Bolhão unser neues Ziel, weil er da gerade so schön im Weg im steht







    Wenn man Nix hat außer Sardinen, macht man halt des Beste draus ;)



    Mit Port-Tonic und Sangria kann man herrlich auf den Douro starren, satt wird man davon aber nicht. Dann lieber eine Arroz de Marisco,




    die einer spanischen Paella zum verwechseln ähnlich sieht, aber doch anders ist. Eines haben beide gemeinsam: lecker sind sie beide!

    Der verschwommene Herr unter dem grünen Sonnenschirm links hinter unserer Arroz singt und klampft den ganzen Abend. Nicht überragend und auch nicht mal wirklich gut, aber mit wahnsinniger Freude und Enthusiasmus. Das belohnen wir als wir uns irgendwann wieder auf den Weg machen und seine Freude ist ehrlich,




    Unser Hotel liegt ganz oben ziemlich am Ende der Rua de Santa Catarina und bietet einen schönen Blick über die Dächer der Stadt


    Nach 17.000 Schritten und unzähligen Eindrücken reicht es uns für heute. Morgen ist ja auch noch ein Tag!

    Der Tag beginnt für mich mit einem Kaffe und dem Blick auf das Fenster, an dem wir gleich frühstücken werden, ohne das ich das weiß :)


    Dafür wissen wir jetzt, dass man sich das Frühstück hier ein bisschen verdienen muss


    Porto ist unsere 4. Station, entsprechend routiniert richten wir uns mit wenigen Handgriffen ein, machen uns frisch, bestellen einen Fahrdienst und kommen 35 Minuten nach Ankunft im Zimmer in der Altstadt an

    Es ist gerappelt voll! Kennen wir überhaupt nicht mehr … Wir erwischen einen der wenigen freien Schatten-Tischen



    und kommen erstmal an. Eine kurze Recherche später ist klar, dass nicht nur die MS2 heute dort ist, sondern auch Norwegian Sky, Celebrity Equinox und Brilliance of the Seas. Also viel Volk, jetzt um 17:22 Uhr. Aber fast schneller als die Servicekräfte kassieren können leeren sich die Tische und gefühlt ist die Stadt um 18:00 Uhr wieder leer. Ohne schieben und drängeln bummeln wir rüber nach Vila Nova da Gaia









    Der Fotograf versteht meine Begeisterung aus 2022 auf der Stelle :)