Tag 13 - Kiel Abreise
Nun ist tatsächlich der letzte Tag der Reise 
Irgendwann in der Nacht haben wir angelegt (so ca. 4:30 Uhr). Kurz nach 7 konnten wir uns dann selbst davon überzeugen. Das Wetter meinte es nochmal gut mit uns. Kiel erwartete uns bei bestem Sommerwetter
In die andere Richtung ist auch nichts mehr von der Kieler Woche zu sehen
Wir haben den Vormittag noch auf dem Schiff verbracht, da unser Zug erst gg. 12:30 Uhr abfuhr. Die Koffer haben wir in Eigenregie vom Schiff mitgenommen, sodass wir uns die Suche im Terminal erspart haben. Gegen 11 Uhr war es dann soweit und wir verließen das Schiff. Auf dem Weg zur Bushaltestelle sahen wir, dass parallel die Queen Victoria im Hafen lag
Dank 9-Euro-Ticket sind wir dann direkt vom Hafengelände mit dem Bus zum Bahnhof gefahren, wo wir noch genug Zeit hatten, ehe unser ICE nach Hamburg startete. Am Bahnhof kamen in der Zwischenzeit einige Züge an, die neue MeinSchiff-Passagiere brachten - je gut zu erkennen an den Kofferanhängern 
Die Reise zurück mit der Bahn verlief tatsächlich problemlos, sodass wir pünktlich um 19:30 unseren Zielbahnhof erreichten und bereits von unseren Kindern erwartet wurden.
Fazit
Die Ostsee ist im Frühsommer ein ideales Reiseziel für eine Kreuzfahrt. Alle angefahrenen Destinationen hatten ihren Reiz - jede auf ihre eigene Art und Weise. Dazu gab es ja das jeweilige Reisetagsfazit.
Eine Reisedauer von mehr als 7 Tagen ist auch immer sehr angenehm. Bis zu 7 Tagen hat man immer das Gefühl, dass der Koffer gerade erst ausgepackt wurde und schon geht’s wieder heim. Das war auch ein Kriterium für genau diese Route. Und dann noch das Glück der Kieler Woche - einfach Wahnsinn.
Corona hat im eigentlichen Sinne für uns keine Rolle mehr gespielt. Ausnahmen waren das Bangen vor dem Checkin, ob der letzte Test auch wirklich negativ ist, und die Reise zum und vom Schiff im ÖPNV/Bahn.
Auf dem Schiff sind wir den größten Menschenansammlungen aus dem Weg gegangen. Die abendlichen Baraufenthalte waren konsequent an der frischen Luft in der UnverzichtBar. Theaterbesuche gab es auch keine. Zum Teil, weil wir keine schönen freien Plätze mehr fanden und im späteren Verlauf, weil es für uns zu voll war. In den Ausflugsbussen haben wir Maske angezogen. Auf dem Schiff nur in den Aufzügen, wenn es voll wurde. So sind wir zum Glück vor, während und nach der Reise vom bösen C verschont worden.
Zum Schiff und dem drumherum noch ein paar Worte. Insgesamt war es ganz in Ordnung. Die Schokolade auf dem Kopfkissen haben wir nicht vermisst und haben auch keine an der Rezeption geholt. Ich habe 2 längere Wellnessbehandlungen gebucht und beide waren wunderbar. Da hat sich also nichts verändert
. Wie schon erwähnt, waren wir vom Abendessen in den Atlantiks etwas enttäuscht. Der Service war bei weitem nicht so gut, wie gewohnt und auch das Essen war nicht durchgehend von sehr guter Qualität. Hoffentlich bleibt das wenigstens auf dem Niveau und wird nicht mit den Jahren noch schlechter - besser darf es gern wieder sein. In einem Jahr geht es auf Kanaren-/Kapverdentour, da werden wir mal schauen, wie es sich entwickelt. Wenn es aber schon auf unserer nur knapp ausgelasteten Reise (praktisch keine Kinder) beim Restaurantservice so klemmt, wie ist das dann erst bei Maximalbelegung? Der Zimmerservice war dagegen sehr aufmerksam und fleißig. Hier gab es nichts auszusetzen, ebenso wenig wie beim Barservice an der UnverzichtBar - einfach Klasse das 5er Team da oben.
Der Kapitän Simon Böttger war unauffällig und hat den Kahn hervorragend auf Kurs gehalten und uns sanft durch das Baltikum geführt. Der Kreuzfahrtdirektor Steffen Müller war sehr engagiert und omnipräsent. Er hat die Gäste sehr gut unterhalten.
Die gebuchten Landausflüge waren alle ihr Geld wert und wurden von sehr guten Guides durchgeführt. Auch die Möglichkeit der Abrechnung der HopOn-HopOff-Busse über das Bordkonto ist eine Erleichterung für die Gäste. Insgesamt verlief das Ein- und Aussteigen auf dieser Tour sehr entspannt und ohne große Wartezeiten - auch nicht beim Wieder-Onboarding.
Insgesamt hat uns die Reise sehr gut gefallen und wir haben wieder ein paar neue Orte kennengelernt. MeinSchiff können wir weiterhin empfehlen, wenngleich wir wissen, dass wir als JS-Bucher manchem Trubel entfliehen können. Der X-Bereich war auf dieser Tour auch nie überfüllt. Wir freuen uns schon auf die nächste TC-Reise, dann wieder mit der MS1. Zuvor entschleunigen wir aber erst mal auf der demnächst bevorstehenden Flusstour.
Damit habt ihr das Ende meines ersten Reiseberichtes erreicht. Ich hoffe, ich konnte euch ein paar schöne Einblicke in die Häfen und die Tour selbst geben und die Bilderflut hat euch nicht gelangweilt.
Die Reiseaufbereitung für den Bericht hat mir großen Spaß gemacht und ich denke, dass es auch einen - dann zeitnahen - Bericht von der Flussreise durch BeNe (ohne Lux) geben wird (siehe Signatur).