Hallo @all!
Nachdem wir nun eine Woche wieder in heimischen Gefilden angekommen sind versuche ich mich mal an einem Fazit.
Leider kommt es von mir und nicht von Knut, denn der ist schon wieder abgereist zu neuen Abenteuern mit neuen Reiseeltern!
Ich hoffe es einigermaßen übersichtlich gliedern zu können:
Zu Beginn natürlich die Route:
Wir wollten schon länger gern mal eine Transreise machen, allein die Zeit und vorhandenen Urlaubstage fehlten uns. Dieses Jahr hatten wir uns nun unseren Haupturlaub für den November eingeteilt und das Jahr bis dahin war laaaaaang… Spoileralarm: es hat sich gelohnt!
Bei so langer Planungsphase und vielen Tagen auf dem Urlaubscountdown macht man sich so viele Gedanken, Wünsche, Vorstellung wie es werden wird.
Aber das Leben ist das, was passiert, während man andere Pläne macht. Wir haben diese Reise ausgewählt, weil wir gern alte Stätten und ihre Geschichte kennenlernen wollten, in Kombi mit viel Erholung auf See.
Dass nun Petra ausfiel fanden wir sehr Schade. Denn wir werden im Leben keine individuelle Reise nach Jordanien machen um hier noch eine Chance zu bekommen. Aber wir haben auch Verständnis für die Entscheidung der Umroutung. Denken aber, dass dies nicht erst am ersten Seetag (in Hamburg) entschieden worden ist. Nun war es so, die Alternative wurde gut gewählt.
Was wir aber auch unbedingt sehen wollten und auch geschafft haben, sind die spannenden Ziele in Ägypten! Zu den Pyramiden wollten wir unbedingt und wählten daher natürlich einen der langen Ganztagesausflüge. Wie schon weiter oben in diesem Reisebericht geschrieben, klappte hier nicht alles so wie geplant, aber das waren äußere, nicht zu ändernde Umstände.
Die Pyramiden an sich und später auch das Tal der Könige und der Luxor Tempel haben unsere Erwartungen erfüllt! Es war so beeindruckend!
Ich war schon zu Silvester 2000 (lang ist es her…) mit meinen Eltern auf einer Nilkreuzfahrt. Da haben wir natürlich die Tempel und Stätten sehr viel ausführlicher erklärt bekommen, es war einfach viel mehr Zeit. Da dies aber für uns nicht nochmal nicht in Frage kommt, haben wir uns hier das schnelle „Kreuzfahrer-Programm“ gegönnt.
Was uns aber leider in beiden Stationen (Alexandria und auch Safaga) aufgefallen ist, ist die Verschmutzung der Umgebung, die unglaublich schlechten Zustände einiger Viertel und Häuser. Auch, dass auf der Straße noch so viele Bauern mit Eselskarren unterwegs waren. Wie arm muss dieses Land sein? Natürlich war es in den Städten auch etwas moderner. Aber wie schade ist es für ein Land, welches solche unglaublichen Kulturschätze hat, dass Teile der Bevölkerung noch so ein Leben hat? Der Suez-Kanal gehört doch auch dazu, wo bleiben diese ganzen Einnahmen im Land? Über diese Dinge muss man leider auch nachdenken, wenn man nach einem Ausflug wieder auf ein 5*Schiff gefahren wird, auf dem an jedem Abend ein 5 Gänge Menu gereicht wird….
Es folgte noch die Passage durch den Suez-Kanal, welche wir auch sehr spannend fanden. So lange immer genau zwischen den beiden Landseiten zu fahren, wo auch immer wieder etwas Neues zu sehen war, war interessant! Natürlich haben wir dies vom Pooldeck aus verfolgt, schon eine besondere Perspektive und Situation.
Lustig war, als am Ufer ein Güterzug uns „entgegen“ kam und parallel fuhr: der Fahrer winkte ganz begeistert zu uns und hupte auch ordentlich, und Kapitän Aus antwortete mit unserem Typhon! Da waren wir alle wieder wach
Es folgten die von mir lange ersehnten Seetage! Zwar erst nur 4 am Stück, wegen dem Ersatzhafen Salalah, aber auch diese haben wir sehr genossen! Wie geplant: nur entspannen, lesen, Sonne genießen, Essen, trinken, keine Termine!
An einem der Seetage (wir wussten vor lauter Entspannung nicht, welchen Tag wir haben ) fragten wir uns, wie lange wir eigentlich noch unterwegs sind. Nach kurzem Rechnen ergab sich, dass wir noch nicht mal die Hälfte um hatten und wir haben uns riesig gefreut, dass uns noch so viel weitere Zeit blieb! Das ist Entspannung!!
Im Ersatzhafen Salalah haben wir dann leider keinen Ausflug gefunden, der uns zusagte. Da wir diesen Halt auch nicht eingeplant hatten, fehlte uns also auch nichts.
Langsam kamen wir in uns bekannten Häfen an und wir machten alles noch ruhiger als sonst (auch ging es mir leider langsam schlecht, mit einem Infekt, den ich den Klimaanlagen zu verdanken habe).
In Muskat machten wir einen Spaziergang am Hafen entlang.
In Khasab einen unserer Highlight-Ausflüge auf dem Kajak ( Beschreibung folgt!). Hier war ich so froh, dass ich mich aufgerafft habe, die Natur war hier wahnsinnig schön und die Beschreibung „Norwegen des Orients“ passt: so schöne Fjorde! Nur nicht so grün! 
Abu Dhabi, den zweiten Ausweichhafen, haben wir schon öfter erleben dürfen, nicht nur auf Kreuzfahrt, auch als Landurlaub. Ist ein so schönes Gefühl, wenn man sich gleich heimisch fühlt. Wir waren daher nur kurz shoppen.
Im Zielhafen Dubai hatten wir natürlich viele Pläne, auch wenn wir auch hier schon öfter zu Besuch sein durften. Leider wurden diese Pläne von meinem Körper nicht so eingesehen… Aber wir schafften es auf ein, für uns neues, Ziel: „The View“ am Stamm der Palm Jumeirah mit einem super Aussichtsturm!
Für uns war die Mischung der Zielhäfen aus Alter Kultur, Moderner Kultur, bzw. auch Natur eine sehr gelungene! Und natürlich die vielen Seetage! Wir wurden vorher oft gefragt, ob das nicht langweilig ist? Eindeutig für uns: Nein!
Wir würden die Route auf jeden Fall wieder buchen! Auch wenn nicht gleich im nächsten Jahr (ihr wisst ja das Problem mit den vielen Urlaubstagen…
) aber wir denken darüber nach, die Route in anderer Richtung nochmal zu manchen, wenn es in Jordanien wieder sicher erscheint.