Beiträge von Gipsy

    Irre: Guten Morgen liebe Sonne. Heute lachst du wieder und wärmst die Luft und mich. Guten Morgen blauer Himmel mit kleinen weißen Wolken. Guten Morgen starker Wind. Bitte blase keine neuen Regenwolken zu mir. Guten Morgen blaues Meer mit schönen Schaumkronen.

    Finanzministerin: Trödel nicht so rum, Irre. Wir wollen doch gleich los zum Bus nach Torrox Pueblo.

    Irre: Und dort schöne Häuser und Fernsicht suchen. 8)

    Mach dir keine Sorgen, irgendwann zeigt die Sonne sich wieder. Die Daumen sind fest gedrückt.:)

    Irre: Unsere Wetterapp ist da auch sehr zuversichtlich. Schon morgen soll es wieder Sonne geben.

    Finanzministerin: Dann können wir morgen vielleicht noch einmal nach Torrox Pueblo fahren und uns dort den neueren Teil der Altstadt anschauen, den wir beim letzten Mal nicht mehr geschafft haben.

    Gipsy: Für den Rest des heutigen Tages und die Nacht hat die Wetterapp eine Warnung vor Starkwind mit heftigen Böen für unseren Küstenabschnitt verschickt.

    Irre: Vielleicht gibt es dann noch schönere Wellen zu sehen. Und fast waagrecht liegende Palmwedel. Aber noch stehen alle senkrecht und bewegen sich nur leicht. Aber die Wellen sind bereits ganz schön heftig. Jetzt brauche ich nur noch einen Flan und einen Kaffee und kann dann ganz bequem aus meinem Sessel Wellen gucken. Leute sind heute nicht viele auf der Promenade unterwegs.

    Irre: Guten Morgen Sonne. Heute hast du dich so gut versteckt, dass ich deinen Standort nicht mal erahnen kann (auch wenn ich weiß, wo du sein müsstest). Guten Morgen Himmel. Heute weinst du etwas aus deinen grauen Wolken. Guten Morgen Meer. Du bringst mir noch immer die schönen hohen Wellen mit Schaumkronen, die ich so gerne beobachte.

    Finanzministerin: Heute ist der passende Tag zum Wäsche waschen.

    Irre: Und vielleicht muss ich dann heute auch gar keinen Spaziergang machen und bekomme meine Tortilla, die immer noch im Kühlschrank auf mich wartet.

    Finanzministerin: Und wann isst du die beiden Empanadas, die du gestern nicht mehr geschafft hast?

    Irre: Die sind auch sehr lecker. :love: Und die Besorgung gestern war auch nicht leicht bei der Kälte und dem heftigen Wind.

    Finanzministerin: Aber du durftest dich dann auch an unseren Esstisch setzen und so viele Empanadas essen, wie du geschafft hast.

    Irre: Und dabei konnte ich auch noch super Wellen und Leute gucken. :love: Das mache ich heute auch mit meiner Tortilla. Und die restlichen Empanadas esse ich heute Abend. :love:

    Irre: Guten Morgen liebe Sonne. Bitte wärme die kalte Luft auf, bevor ich mir wieder mein Mittagessen mit einem langen Spaziergang verdienen muss. Guten Morgen blauer Himmel mit weißen Wolken. Guten Morgen kräftiger Wind. Du hast heute Nacht so stark an einem defekten Rolladen gerüttelt, dass unser Vermieter schon hier war und ihn "repariert" hat. Guten Morgen blaues Meer mit noch schöneren Wellen als bisher.

    Irre: Ich musste mir mein Mittagessen wirklich hart erarbeiten. Gipsy und die Finanzministerin haben mich um den Leuchtturm gejagt und dann noch Kreuz und quer durch die Straßen beim Leuchtturm auf der Suche nach Restaurants. Aber die beiden haben immer nur die Speisekarten gelesen und die Finanzministerin hat sich dann geweigert, mir dort ein Mittagessen zu spendieren. Wenigstens konnte ich auf dem Weg um den Leuchtturm noch nette Wellen bestaunen.

    Finanzministerin: Und dann hast du dein Mittagessen doch noch bekommen. Und es war auch wieder Fisch.

    Irre: Aber es war nur eine Portion für Senioren.

    Finanzministerin: Und die war groß genug, dass du satt geworden bist und voll. Aber es war nicht so viel, dass wir dich heim rollen mussten. Heute konntest du selbst gehen. Und vielleicht bekommst du heute Nachmittag noch einen Snack.

    Irre: Flan de huevo :love:  oder lieber flan de queso :love: ?

    Irre: Guten Morgen liebe Sonne. Heute versteckst du dich hinter grauen Wolken. Guten Morgen blauer Himmel. Auch du versteckst dich hinter grauen Wolken und hast letzte Nacht und heute morgen sogar geweint. Guten Morgen Wind. Du bist ganz schön ausdauernd und schüttelst die Palmen seit ein paar Tagen ohne Unterbrechung ziemlich wild. Guten Morgen graues Meer mit den schaumigen Wellen, die ich so gerne beobachte.

    Finanzministerin: Irre, mach das Fenster wieder zu. Da kommt kalter Wind rein und wir haben jetzt lange genug gelüftet. Du kannst auch durch das Fenster Wellen und Leute gucken.

    Irre: Bekomme ich heute die Tortilla, die immer noch im Kühlschrank auf mich wartet? Oder muss ich im Regen und Sturm zu einem Restaurant schwimmen?

    Finanzministerin: So schlimm ist das Wetter noch nicht. Aber wenn es heute Mittag wirklich regnen sollte, bekommst du die Hälfte der Tortilla. Und wenn wir zu einem Restaurant gehen, können wir ja unser Regencape mitnehmen. Ein Schirm ist bei dem Wind nutzlos.

    Irre: Und bis zum Mittag kann ich Wellen und ganz wenig Leute gucken. :love:

    Irre: Guten Morgen liebe Sonne. Du kämpfst noch mit den Wolken. Aber du bist schön warm, wenn du dir ein Loch geschaffen hast. Guten Morgen blauer Himmel mit einer löchrigen Schicht weißer Wolken. Guten Morgen starker Wind. Heute wackeln sogar dir Stämme der Palmen leicht. Guten Morgen dunkles Meer mit immer mehr Schaumwellen.

    Irre: Heute gehe ich nicht raus sondern bleibe den ganzen Tag in meinem Sessel sitzen und gucke Wellen.

    Finanzministerin: Dann möchtest du also kein Mittagessen?

    Irre: Wir können uns doch etwas kochen.

    Finanzministerin: Ich wollte heute eigentlich erst einkaufen und dann ein Mittagessen suchen. Da sind ein Restaurant, eine Bar und ein Tage-away fast auf dem Weg.

    Irre: Ich komme nur mit, wenn ich mir ein paar Packungen Flan kaufen darf. Ich habe gar keine Snacks mehr im Kühlschrank.

    Finanzministerin: Du bist eine furchtbare Naschkatze.

    Irre: Meow. Schnurr.

    Irre: Guten Morgen Sonne. Heute versteckst du dich hinter dünnen Wolken. Aber ich habe dich trotzdem gefunden. Guten Morgen Himmel. Heute hast du dein hellgraues Kleid angezogen. Guten Morgen Meer. Wenigstens du versteckst die schönen Schaumkronen nicht. Guten Morgen Wind. Bitte wehe die Wolken weg, damit mich die Sonne wärmen kann.

    Irre: Was bekomme ich heute als Mittagessen?

    Finanzministerin: Das weiß ich noch nicht. Mal sehen, wohin uns unser Spaziergang bringen wird. Es gibt noch ganz viele Restaurants und Bars, die wir noch nicht probiert haben.

    Dienstag, 20.01.2026

    Nach dem gestrigen Spaziergang über steile Gassen und Treppen war die Irre heute etwas fußlahm und wollte nicht weit gehen. Außerdem lockten die bisher wildesten Wellen sie ständig ans Fenster.

    Mit etwas Mühe gelang es uns doch, sie zu einem kleinen Spaziergang mit Ziel Mittagessen zu überreden.

    Finanzministerin: Lasst uns aufbrechen zu unserem Spaziergang. Die Sonne scheint gerade so schön.

    Irre: Ich möchte lieber noch etwas Wellen gucken. Außerdem tun meine Füße immer noch weh.

    Finanzministerin: Meine Füße tun nur beim ersten Schritt weh. Danach ist alles in Ordnung und ich kann gut gehen. Ich will jetzt langsam los zum Mittagessen.

    Irre: Können wir uns nicht die Tortilla machen, die im Kühlschrank eingelagert ist? Oder Pasta mit Guacamole und Paprika? Das war das letzte Mal soo lecker.

    Finanzministerin: Wer weiß, wie das Wetter die nächsten Tage sein wird. Die spanische Wetterapp hat schon eine Warnung für Starkwind und 2-3 m hohe Wellen heute und morgen geschickt. Und für morgen zeigt sie ein Wolke-mit-Regen Symbol an. Außerdem wollten wir doch mal das nepalesisch-indische Restaurant testen, das wir auf der Landkarte gefunden hatten. Das sollte gar nicht weit weg sein.

    Irre: Nepalesisch-indisches Essen? :love: Wo sind meine Schuhe und meine Jacke?

    Und so konnten wir zu unserem Spaziergang aufbrechen. Aber nach wenigen Minuten:

    Irre: Wir gehen in die falsche Richtung. Das Restaurant ist westlich von uns und wir gehen nach Osten.

    Finanzministerin: Ich möchte nur noch vorher sehen, wie es nach dem großen Block neben uns hinter den vorderen, niedrigen Häusern aussieht.

    Irre: OK. Aber dann gehen wir zum Restaurant.

    Und dann fanden wir zu unserer großen Überraschung eine Art kleinen Wüstenpark.

    Danach schlugen wir einen Bogen in Richtung Westen und machten uns auf die Suche nach dem nepalesisch-indischen Restaurant.

    Irre: Wieso haben wir das noch nicht gefunden? Wir haben doch schon fast alle Wege in dieser Gegend abgeklappert.

    Finanzministerin: Genau dieses Stück der Zubringerstraße neben der Hauptstraße sind wir noch nicht gegangen. Und das Restaurant ist in einem der wenigen Hochhäuser, die nicht an einer der Stichstraßen zur Promenade stehen.

    Das Mittagessen mit Meat Samosa als Vorspeise und Chicken Tikka Masala als Hauptgang war fantastisch und so reichlich, dass wir es nicht schafften und uns das Naan-Brot einpacken ließen für heute Abend. Die Kugel Vanilleeis, die wir als Nachtisch hatten, rutschte gerade noch so in die letzten Lücken im Magen.

    Irre: Das war irre gut. :love::love: Da müssen wir noch öfter essen. Und dann essen wir nicht ganz so viel sondern lassen uns die Reste für den nächsten Tag einpacken. Ich bin so voll; ich kann nur noch heim rollen.

    Wir gingen/rollten mit einem kleinen Umweg über die Promenade und der Unterstützung von kräftigem Rückwind wieder heim. Und hatten so für ein Mittagessen in einem knapp 300 m entfernten Restaurant einen Spaziergang von knapp 2 km gemacht.

    Den Nachmittag verbrachte die Irre natürlich mit Wellen gucken.

    Und dann hatte die Natur zusätzlich zu den schaumigen Wellen auch noch Himmelsmagie für uns.

    Irre: Guten Morgen Sonne. Du wärmst mich durchs Fenster schon wieder sehr gut. Guten Morgen blauer Himmel. Guten Morgen blaues Meer mit weißen Wellen. Guten Morgen Wind. Du schüttelst die armen Palmen wieder gut durch und bist auch etwas kühl, wenn du durchs Fenster zu mir kommst.

    Finanzministerin: Heute haben wir noch nicht viel vor. Ich will nur einen kleinen Spaziergang machen, bevor wir in einem der Restaurants zu Mittag essen. Die Irre darf also viel Wellen und Leute gucken.

    Irre: Das ist mein Blick auf die Wellen von meinem Sessel aus. Ich sehe unter dem Dach des Sitzplatzes vor unserem Fenster hindurch, wie sie auf den Sand knallen.

    Die Runde durch das Viertel ist fast beendet. Wir sind an einem Aussichtspunkt oberhalb der Hauptstraße mit der Bushaltestelle angekommen und können die Hochhäuser in Torrox Costa sehen.

    Und weiter geht es durch schmale Gassen. Aber es geht jetzt nur noch abwärts.

    Nach knapp 2 Stunden waren wir wieder zurück auf der Plaza de la Constitución; wir hatten uns sehr viel Zeit gelassen für den eigentlich kurzen Rundgang. Jetzt durfte sich die Irre in einer kleinen Bar mit großem Außenbereich (herrliche Sonne ohne Wind) endlich ausruhen und ihren knurrenden Magen mit gegrilltem Fisch, Pommes und Salat füllen. Und dann konnten wir entweder langsam zur Bushaltestelle schlendern oder uns noch eine weitere Stunde in der Altstadt umsehen. Die Entscheidung war einfach: die Füße schmerzten und der Sessel in der Wohnung rief nach der Irren.

    Also gingen wir zurück zur Bushaltestelle, wo auch bald der Bus kam. Dieses Mal war es ein richtiger Niederflur-Stadtbus, der uns mit einem kleinen Schlenker durch Torrox Park zu unserer Haltestelle zurückbrachte. Wieder in der Wohnung wollte die Irre nur noch in den Sessel sitzen und die Füße hochlegen.

    Irre: Der Ausflug hat mir viel Spaß gemacht. Aber das waren auch genug hohe Stufen und steile Gassen für einen Tag. Und morgen mache ich höchstens einen kleinen Spaziergang zu einem Restaurant.

    Zum Abschluss eines schönen Tages hatte die Sonne für die Irre noch etwas Magie bereit.

    Montag, 19.01.2026

    Heute wollten wir den ersten Ausflug in die Altstadt von Torrox machen. Deshalb packten wir nach dem Frühstück einen kleinen Rucksack mit einer dünnen Jacke, Powerbank (wurde nicht gebraucht), Wasserflasche und Fotoapparat. Die wärmere Jacke zog ich erst mal an; es war noch ziemlich frisch draußen und natürlich wieder windig.

    So gingen wir den kurzen Weg zur Bushaltestelle, wo auch bald der Bus nach Torrox Pueblo kam. Das war ein alter Reisebus mit engen Sitzen und hohem Einstieg. Der Fahrer wollte 1 € für die Fahrt, egal wie weit man fuhr. Wenn jemand mit Einkaufstrolley oder Kinderwagen kam, machte der Fahrer automatisch das Gepäckabteil auf und die Fahrgäste luden ihr Gepäck selbst ein oder holten es wieder heraus. Der Bus klapperte erst einmal das Wohngebiet östlich des Leuchtturms ab, bevor er in Richtung Berge abbog. Nach kurzer Zeit kamen dann auch die ersten Häuser von Torrox Pueblo, die sich kaum von den Häusern nördlich der Hauptstraße in Torrox Costa unterschieden. Aber langsam schraubte sich der Bus immer höher den Berg hinauf und die Häuser wurden älter und kleiner. An einer zentralen Haltestelle, die nur durch gelbe Zickzacklinien am Straßenrand und dem Wort „Bus“ darin zu erkennen war, stiegen fast alle Fahrgäste aus. Das war auch unsere Haltestelle, von der aus wir die geplante Rundtour starten wollten. Hier oben war es windstill und dadurch so warm, dass ich lieber die dünne Jacke anzog und die wärmere Jacke in den Rucksack packte.

    Auf der Tourismus-Webseite von Torrox hatte ich ein paar Rundgänge gefunden, die ich in Komoot übertragen hatte. Davon wählten wir den Rundgang „Maurische Route“ aus, dessen Start- und Endpunkt ich spontan auf die „Plaza de la Constitución“ änderte. Auf dem Weg dorthin hatten wir die erste Fernsicht

    und eine erste Ahnung, auf was wir uns da eingelassen hatten.

    Die Häuser da im Hintergrund scheinen am Hang zu kleben. Und in diesem Gebiet wollen wir uns umsehen =O.

    Aber zuerst schauten wir uns kurz die Plaza de la Constitución mit ihren herrschaftlichen Häusern an.

    Aber dann bogen wir in eine schmale Gasse an der Seite ab und standen schon bald vor der ersten Herausforderung.

    Hier kommt uns in der rechten Gasse bestimmt kein Auto entgegen.

    Und das war nur der Vorgeschmack. Es ging fast immer in schmalen Gassen steil bergauf oder bergab und immer wieder waren einzelne Stufen oder Treppen eingebaut, wenn die Gasse sonst zu steil war. Häufig gab es auch auf einer Seite einen Handlauf, der beim Überwinden der Steigungen half.

    Jetzt kommen einfach ein paar viele Bilder von den engen Gassen und Straßen. Da müsst ihr jetzt durch. Und ich muss den Bericht wegen der Bilder in mehrere Teile aufteilen.

    Irre: Guten Morgen liebe Sonne. Heute lachst du wieder und wärmst mich wieder, wenn ich am offenen Fenster sitze. Guten Morgen blauer Himmel. Guten Morgen blaues Meer mit kleinen Wellen. Guten Morgen leichter Wind.

    Finanzministerin: Trödel nicht zu lange mit deinem Milchkaffee. Wir wollen nachher herausfinden, wie das mit dem Stadtbus geht. Einen Fahrplanaushang haben wir an der Haltestelle nicht gefunden. Deshalb kennen wir nur die Abfahrtszeiten an den Endhaltestellen.

    Irre: Was haben wir denn heute vor? Gehen wir nicht auf den Wochenmarkt?

    Finanzministerin: Wir brauchen nichts vom Markt. Deshalb dachte ich, wir könnten doch mal den Bus probieren und in die Altstadt fahren.

    Irre: Und dort gucken wir maurische und alte Häuser und Fernsicht. :love::love:

    Sonntag, 18.01.2026

    Die Irre musste sich nicht entscheiden; die dunklen Wolken hatten sich verzogen und helleren Wolken Platz gemacht, durch die die Sonne ab und zu durchbrechen konnte. Jedoch fehlte ihr die Kraft, die Luft richtig aufzuwärmen und es war doch einiges kälter als die letzten Tage.

    Auf jeden Fall sträubte sich die Irre nicht, als wir zu einem kleinen Spaziergang über die Promenade aufbrachen. Das Ziel war das chinesische Restaurant im übernächsten Hochhaus in Richtung Westen. Wir gingen zum großen Unmut der Irren erst ein Stück weiter die Promenade entlang, bevor wir uns dem Restaurant aus westlicher Richtung näherten.

    Irre: Wieso muss ich schon wieder einen Umweg gehen? Ich habe Hunger und möchte endlich in das Restaurant und mein Mittagessen aussuchen.

    Wir setzten uns ausnahmsweise in das Restaurant, obwohl es dort kaum wärmer war als draußen. Aber es war wenigstens windstill. Und die Irre durfte sich mal wieder an leckerem Essen laben:

    Auch auf dem Rückweg musste die Irre einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Ich erinnerte mich schwach, im Bereich zwischen dem Restaurant und der Hauptstraße und unserer Wohnung ein paar kleine Palmen gesehen zu haben, die ich doch noch fotografieren wollte. Und wir fanden sie fast sofort.

    Auf dem Rückweg fiel mir auch auf, dass sich die grauen Wolken von heute morgen vor den Bergen sammelten. Da musste ich doch gleich nach unserer Rückkehr ein Foto aus dem Küchenfenster machen.

    Heute morgen, kurz vor 11 Uhr:

    Heute Nachmittag, kurz nach 15 Uhr:

    Irre: Ich bin gespannt, was passiert, wenn keine Wolken mehr vor die Berge passen.

    Anschließend setzte sich die Irre wieder in ihren Sessel, zog einen Stuhl herbei, auf den sie ihre Füße legte, und ließ sich hinter dem geschlossenen Fenster von der schwachen Sonne etwas wärmen.

    Irre: Die Sonne hat fast keine Kraft. Sie schafft es gar nicht, mich wieder richtig warm zu machen. Ich will lieber heiß duschen. Und danach setze ich mich wieder in meinen Sessel und gucke Wellen und Leute.

    Im Laufe des Nachmittags zog sich der Himmel immer mehr zu mit dunklen Wolken. Ich bin gespannt, wie sich das Wetter heute noch entwickelt und ob ich beim nächsten Regen wieder einen Wassereinbruch ins Wohnzimmer bekomme.

    Aber am Abend zauberte die Sonne noch etwas Magie an den Himmel:

    Irre: Guten Morgen liebe Sonne. Noch scheinst du und wärmst mein Wohnzimmer nach einer kalten Nacht. Guten Morgen blauer Himmel mit drohenden dunklen Wolken. Guten Morgen leichter Wind. Heute drückst du die Palmwedel nicht alle in dieselbe Richtung. Guten Morgen dunkelgraues Meer mit kleinen Wellen.

    Finanzministerin: Ich bin gespannt, wie sich das Wetter heute noch entwickelt. Auf jeden Fall kommt beim Lüften viel kältere Luft herein als die letzten Tage.

    Irre: Das stimmt. Ich kann beim Frühstück gar nicht vor dem offenen Fenster sitzen, weil mir sofort kalt ist. Die letzten Tage ging das aber und war sooo schön.

    Gipsy: Das kommt bestimmt bald wieder.

    Irre: Darf ich heute die Tortilla essen, die du eingelagert hast? Das Wetter wird bestimmt bald ganz schlecht.

    Finanzministerin: Wir wollten heute doch zum Chinesen im übernächsten Block gehen. Das sind nur 350 Meter über die Promenade. Oder wir gehen zum Japaner mit dem Sushi; der ist nur 200 Meter weit weg.

    Irre: Du bist gemein. Ich esse doch so gerne asiatische Gerichte. Und jetzt muss ich mich bestimmt zwischen Verzichten und nass werden entscheiden.

    Samstag, 17.01.2026

    Heute morgen schien wieder die Sonne ins Schlafzimmer, als ich aufwachte. Da fiel das Aufstehen schon viel leichter als gestern. Aber der Wind hatte nicht sehr nachgelassen; die Palmen schüttelten ihre Wedel immer noch und bogen sie alle in dieselbe Richtung.

    Auch der Zustand des Wohnzimmers stimmte mich sehr optimistisch. Gestern Abend lief durch den Schrank mit der Klimaanlage einfach Wasser ins Wohnzimmer. Und dieser Wassereinbruch stoppte während der Nacht. Der Einbau der Klimaanlage hier widerspricht sämtlichen Standards, die ich aus Deutschland kenne. Da wurde einfach ab einer Ecke des Zimmers ein Mauerdurchbruch geschaffen und nur durch ein paar Holzlatten nach außen abgesperrt; das Außenteil der Klimaanlage steht somit in einer Ecke des Wohnzimmers mit direktem Zugang zur Frischluft. Zum Wohnzimmer hin ist nur ein niedriger Schrank aus Holz darum gebaut mit einer Tür an einer Seite, die direkten Zugang zum Gerät und dem Auffangbehälter für Kondenswasser bietet. Ganz winddicht ist diese Konstruktion offensichtlich nicht; wenn man direkt an diesem niedrigen Schrank (mit großer Ablage) steht, spürt man deutlich einen leichten kalten Luftzug. Und unten kam wohl durch eine kleine undichte Stelle zwischen den Fugen der Bodenfliesen und dem Schrank etwas Regenwasser durch, das der Sturm in den „Klimaanlagenstall“ gedrückt hatte.

    Irre: Ich bin gespannt, ob wir beim nächsten Sturm mit Starkregen wieder Hochwasser im Wohnzimmer bekommen werden. Gestern Abend hat es auf jeden Fall noch so gestürmt und gelärmt, dass ich befürchten musste, dass der Wind das Vordach unter unseren Wohnzimmerfenstern abdeckt.

    Heute war auf jeden Fall wieder alles trocken und wir konnten uns darum kümmern, Trinkwasser und Orangen sowie Tomaten, Gurken und Paprika einzukaufen. Neue Motive liefen mir dabei nicht vor die Linse.

    Beim Einkaufen musste sich die Irre natürlich wieder um ihre „Snacks“ kümmern. Dazu blieb sie zuerst vor der Auslage mit den frischen Backwaren stehen und überlegte sich, welches gefüllte Teilchen sie denn heute für ihr Abendessen mitnehmen soll.

    Irre: Das Teilchen heute hatte eine leckere Füllung aus Käse und Schinken in Blätterteig. Ich mag diese Überraschungs-Teilchen, wenn wir durch die Beschriftung des Faches nicht herausfinden können, aus welchen Zutaten die Füllung besteht, wenn uns der Name so gar nichts sagt. Und für den Nachmittagssnack muss ich unbedingt noch alle Sorten Flan durchprobieren; ich habe mindestens 4 oder 5 Sorten entdeckt.

    Finanzministerin: Wir kaufen aber immer nur eine Sorte auf einmal. Das sind ja meist 4 Becher in einem Päckchen. Und ein Becher reicht als Nachmittagssnack.

    Irre: Wir könnten aber auch einen kleinen Vorrat in unserem großen Kühlschrank einlagern.

    Finanzministerin: Kommt nicht in Frage. Je mehr von den Bechern wir einlagern, desto mehr davon fasst du zu einem Snack zusammen.

    Auf dem Rückweg vom Einkauf gingen wir noch ein Stück die Hauptstraße entlang auf der Suche nach einem Restaurant für das Mittagessen. Außerdem wollte ich noch bei der Bushaltestelle vorbei und nachschauen, ob dort ein Busfahrplan aushängt.

    Zum Mittagessen fanden wir ein Café, in dem es auch ein paar Gerichte gibt und aßen Goldbarsch in Knoblauch-Wein-Soße mit einer Art Bratkartoffeln.

    Irre: Das war so lecker dort. Da will ich jetzt jedes Mal essen, wenn wir vom Einkauf heim gehen.

    Am Abend versuchte die Sonne mit wenig Erfolg, die aufziehenden Wolken rötlich zu färben.

    Ich bin gespannt, ob sich da in der Nacht noch etwas zusammenbraut. Der Wind hat auf jeden Fall nachgelassen.