Beiträge von Gipsy

    Finanzministerin: Die Irre nimmt den Schnupfen jetzt tatsächlich als Grund, sich an meinem Vorrat an scharfen Honig-Ingwer-Bonbons zu vergreifen. Auf die steht sie und könnte sie auch ohne Schnupfen ständig lutschen. Zum Glück hat Gipsy ein paar Tüten davon eingepackt. Ich muss nur aufpassen, dass wenigstens eine volle Tüte übrig ist, wenn wir in Gran Canaria ablegen.

    23.01.2025 - 10. Seetag von vielen - 5. Seetag nach Funchal

    Auch heute haben wir die Uhren in Nacht wieder 1 Stunde zurückgestellt. Jetzt sind wir in der Zeitzone der Karibischen Inseln angekommen. Inzwischen sind wir Deutschland 5 Stunden hinterher.

    Es soll wieder ein schöner, heißer Tag werden mit inzwischen karibischen Temperaturen. Schon kurz nach 9 Uhr war auf meinem Nord-Balkon Hochsommer. Auf der Laufstrecke kam ich mir fast vor wie in einem Backofen. Wegen der hohen Temperaturen wurde die Challenge auch um 1 Stunde verschoben und war heute morgen von 8:00 bis 10:00 und am Nachmittag von 16:00 bis 18:00.

    Das erste Mal auf dieser Reise waren kurz nach 9 Uhr auf Deck 14 noch Liegen in der Sonne frei; die Liegen im Schatten waren schon fast alle belegt oder reserviert. Auch am Pool waren heute die Schattenplätze heiß begehrt.

    Zur großen Freude der Irren war die Challenge schon beendet, als sie mit dem Frühstück fertig war. So konnte sie heute morgen nur 2 1/2 Runden gehen. Aber sie hatte sich zu früh gefreut; die fehlenden 2 1/2 Runden musste sie dann nach dem Nachmittagskaffee nachholen. Zu dieser Zeit war das Gehen aber sehr viel angenehmer als am Morgen. Da muss ich mal sehen, wie ich die Vorträge von Thorsten Greuer mit der Challenge in Einklang bringen kann. Es wird schwierig werden, die Irre nur für die Challenge von ihrem Balkon zu bringen; wenn ich es mit Essensaufnahme verbinden kann, ist es wesentlich einfacher.

    Da es einen medizinischen Notfall an Bord gibt, fahren wir mit Vollgas (22 Knoten) statt der geplanten 17-18 Knoten nach Antigua, wo wir morgen gegen 18 Uhr anlegen werden. Ob am Abend schon Passagiere von Bord dürfen, ist noch nicht bekannt. Der Patient liegt hier auf der Intensivstation und wartet darauf, dass er in Antigua in ein Krankenhaus verlegt werden kann. Wir hoffen alle drei, dass alles gut ausgeht für ihn oder sie.

    Der Tag bestand nach dem Frühstück eigentlich nur aus Lesen auf dem Balkon, das nur für Mahlzeiten unterbrochen wurde. Das Mittagessen wollte die Irre im Tag&Nacht einnehmen. Da es nach dem Frühstück zu spät für die fehlenden Runden bei der Challenge war, gingen wir über Deck 5 auf der Steuerbordseite zurück, wo es noch angenehm war. Im Tag&Nacht war das Landesmotto heute "Arabien" - und da wollte die Irre unbedingt nachsehen, ob es leckeren Couscous und andere arabische Leckereien gibt. Sie bekam dann eine kleine Portion Lammspieß, Couscous und Kichererbsengemüse. Alles war sehr lecker und die Irre hat sich nur deshalb keine 2. Portion geholt, weil sie am Nachmittag noch das Kuchenbuffet auf Deck 12 plündern wollte und dann die fehlenden Runden der Challenge gehen.

    Vor dem Abendessen verabschiedete sich die Sonne noch mit etwas Farbe.

    Und jetzt will die Irre nur noch auf dem Balkon sitzen und lesen und den Wellen lauschen, bevor sie auch bald schlafen geht.

    22.01.2025 - 9. Seetag von vielen - 4. Seetag nach Funchal

    Wir nähern uns unaufhaltsam der Karibik. Und die Irre wird immer fauler. Es wird langsam Zeit, dass sie mal wieder ein paar Schritte durch eine unbekannte Gegend streifen muss.

    Das Internet hat heute den ganzen Tag extrem gezickt. Dagegen könnte man jede aus dem TV bekannte Zicke als Lämmchen betrachten. Zum Laden von Seiten war extrem viel Geduld notwendig, um die Seite so lange neu zu laden, bis sie sich zur Anzeige ihres Inhalts bequemte. Im Kabinen-TV kam mit ganz viel Glück der Sicherheitsfilm; mehr ging aber nicht.

    Der Irren hat das gar nichts ausgemacht; wollte sie doch vor allem auf dem Balkon sitzen und lesen und den Wellen zuschauen und zuhören.

    So vergaß sie sogar das Mittagessen, aber bestand dann auf Kaffee und einem kleinen Stück Kuchen. Mehr bekam sie nicht, hatten wir doch am Abend eine Reservierung im La Spezia im Rahmen des vorab gebuchten Gourmet Pakets. Das Essen dort hat mir sehr viel besser geschmeckt als vor ein paar Abenden im Hanami.

    Um 21:00 fand noch ein besonderes Event statt: die "Atlantik-Taufe auf dem Pooldeck" mit Kapitän, Kreuzfahrtdirektor, Neptun und Gefolge. Bilder habe ich davon keine gemacht; ich stand ziemlich weit hinten und hatte keine gute Sicht. Auch war es ausgeschlossen, keine anderen Personen auf das Bild zu bekommen.
    Besonders interessant fand ich die Vorstellung nicht und die musikalische Untermalung mit Liedern von der Waterkant und alte Seefahrtslieder hat mich frühere vertrieben, als eigentlich geplant war. Ein Bild von mir mit Kapitän und Neptun mit Gefolge brauche ich wirklich nicht; und ich hatte auch absolut keine Lust, die dafür notwendigen Aufgaben (Trinken einer schleimigen grünen Flüssigkeit, Essen von Seeigel-Keksen und Knutschen eines Hummers) zu erfüllen. Aber die Schlange der Passagiere, die das tun wollten, war doch ziemlich lang.

    Das Zertifikat bekam übrigens jeder.

    Ich bin dann auf die Kabine und habe noch etwas gelesen, bevor ich früh schlafen ging. Nichtstun in der warmen Meerluft macht mich einfach müde.

    Wir hatten seit den beiden Fällen ganz am Anfang der Reise keinen Notfall mehr. Und jetzt sind wir halt mitten auf dem Atlantik und etwas näher an den Karibischen Inseln als an Madeira. Aber in beide Richtungen ist es viel zu weit für Rettungshubschrauber.

    Seit der Durchsage heute morgen wegen unserer Geschwindigkeit gibt es keine weiteren Infos. Ich kann mir aber vorstellen, dass es auf der Brücke nicht so ruhig ist.

    Irre: Guten Morgen Sonne. Guten Morgen Wind. Guten Morgen Wellen. Guten Morgen weiße Wolken. Guten Morgen kaum noch schaukelndes Schiff.

    Irre: Eben konnte ich über die Poolkamera beobachten, wie eine Person am Beckenrand seltsame Bewegungen machte. Und ganz viele Leute im Pool machten diese Bewegungen nach.

    Finanzministerin: Das heißt Wassergymnastik. Und es sah schon cool aus, so ganz ohne Ton.

    Wo wird der Kaffee hingefahren?

    Eigentlich dreht der Roboter morgens seine Runden im Anckelmanns und im Gosch und verkürzt so die Schlangen vor den Automaten mit Filterkaffee.

    Aber ab und zu verirrt er sich auch und öffnet die automatische Tür zum Innenpool und landet auch schon mal beim Außenpool, bevor ihn jemand von der Crew einfängt und wieder an seinen Einsatzort zurück bringt.

    21.01.2025 - 8. Seetag von vielen - 3. Seetag nach Funchal

    So langsam gewöhnen wir uns an die warme Luft und die Möglichkeit, nur im T-Shirt sogar auf dem schattigen Balkon zu sitzen und zu lesen oder einfach Wellen gucken.

    Der Tag fing wieder damit an, dass die Uhren um 1 Stunde zurück gestellt werden mussten.
    Irre: Machen wir das jetzt jeden Tag? Das ist toll, wenn ich bis nach 8 Uhr schlafen darf und es dann erst 7 Uhr ist.
    Finanzministerin: Noch ein paar Tage. Wir sind jetzt der Zeit in Deutschland um 3 Stunden hinterher. Und bis Antigua brauchen wir weitere 3 Stunden.
    Irre: Ich finde das toll, wenn wir jeden Tag nur um 1 Stunde zurückstellen. Dann ist das ganz sanft und nicht so brutal wie bei einem Flug. Ich merke fast nichts davon, dass die Nacht eigentlich eine Stunde länger ist.

    Wie jedem Morgen musste die Irre den Tag auf dem Balkon begrüßen. Und es wird jeden Tag etwas wärmer. Aber heute sind die Wellen etwas höher und das Schiff schaukelt auch mehr als bisher.

    Nach dem Frühstück wollte die Irre auf unserem Balkon lesen und die Wellen beobachten. Dabei vergaß sie komplett die Zeit. Erst ihr Magen anfing zu knurren, merkte sie, wie spät es schon war, nämlich kurz nach 14 Uhr.
    Irre: Warum habt ihr mir nicht gesagt, wie spät es ist? Jetzt bekomme ich bestimmt kein Mittagessen mehr.
    Finanzministerin: Im Tag&Nacht gibt es doch immer warmes Essen. Das hast du doch schon gesehen und auch eine kleine Portion Currywurst mit Pommes gegessen.
    Irre: Darauf habe ich aber keinen Appetit.
    Finanzministerin: Was willst du denn eigentlich essen?
    Irre: Weiß ich noch nicht. Ich will erst sehen, was es gibt und mich davon inspirieren lassen. Können wir nicht auf Deck 12 gehen und schauen, was es dort außer Eis noch alles gibt?

    Und so stellte sie sich im Anckelmann ein Mittagessen aus Fisch, Geflügel und Gemüse zusammen. Als Nachtisch bediente sie sich am kleinen Kuchenbuffet neben der Backstube.
    Während des Essens konnte die Irre ihren Blick kaum von dem silbern glänzenden Streifen abwenden, den die Spiegelung der Sonne in den Wellen verursachte:

    Und dann machte ich einen riesengroßen Fehler. Nachdem die Irre ihr kleines Stück Kuchen aufgegessen hatte, schlenderte ich noch einmal durch das Buffet. Mich interessierte, ob sich die Auslage inzwischen geändert hatte, war es doch schon kurz nach 15 Uhr.
    Irre: Auf der Steuerbordseite vom Buffet gibt es ja ein ganz großes Kuchenbuffet mit ganz vielen leckeren Kuchen. Und auch in der Mitte, da wo morgens immer das Brot liegt, liegen Donuts. Warum hat mir das denn bisher niemand gezeigt? Das Buffet muss ich unbedingt auch plündern.
    Finanzministerin: Aber nicht heute. Sonst bekommst du heute kein Eis mehr. Du bist auch schon richtig satt. Und es kommen noch ganz viele Seetage, an denen du das große Kuchenbuffet plündern kannst.
    Irre: Ich bin noch nicht ganz satt. Ein Eis passt noch rein. Und wenn ich keinen Kuchen mehr bekomme, will ich wenigstens ein Eis haben.
    Die Irre bekam natürlich ihr Eis, das sie noch auf dem Pooldeck aß.

    Anschließend sahen wir uns im Kabinen-TV den wieder sehr interessanten Vortrag "Symbole und Rituale der US Politik" von Thorsten Greuer an und beobachteten natürlich nebenher und danach die Wellen.

    Und dann war es auch schon Zeit für das Abendessen, das wir wieder im Atlantik Mediterran einnahmen.
    Während des Essens wurde in der Abenddurchsage eine kleine Programmänderung mitgeteilt: Eigentlich sollte es heute Abend die "Musical Gala - Mit Aladdin durch´s La La Land" mit Gesang, Tanz und Akrobatik geben. Aufgrund des Wellengangs und Schaukeln des Schiffs muss aus Sicherheitsgründen der Tanz und die Akrobatik gestrichen werden; es wird nur Gesang geben. Aber die Vorstellung mit Tanz und Akrobatik soll bei passender Wetterlage nachgeholt werden.

    Es ist immer noch herrlich warm draußen. Und die Irre will den Abend mit Sitzen im Dunkeln auf dem Balkon beschließen.

    Irre: Also heute bist du die 5 Runden auf der Laufstrecke mehr getorkelt als gegangen.

    Finanzministerin: Und das ganz ohne Alkohol. Das ist eine reife Leistung.

    Gipsy: Amüsiert euch nur über meinen Gang, wenn das Schiff so schaukelt, dass die Besteckhalter im Anckelmanns eine Gummiunterlage bekommen haben.

    Irre: Ich will jetzt auf den Balkon sitzen und beobachten, wie die Wellen das Schiff schaukeln lassen.

    20.01.2025 - 7. Seetag von vielen - 2. Seetag nach Funchal

    Das Wetter wurde heute noch sonnig und herrlich warm. Sitzen auf dem Balkon im T-Shirt war auch auf der Schattenseite sehr gut möglich.

    Die Uhr wurde in der Nacht auch wieder 1 Stunde zurückgestellt. Dies wird in den nächsten Nächten noch so oft wiederholt, bis wir auf dem Schiff dieselbe Zeit wie in der Karibik haben.
    Die Irre freut sich schon: Da darf ich ja jede Nacht eine Stunde länger schlafen.
    Finanzministerin: Und auf dem Rückweg geht das Umstellen der Uhr genau so oft in die andere Richtung.
    Irre: Das mag ich gar nicht. Aber 1 Stunde pro Nacht kann ich bestimmt besser verkraften als 6 Stunden in einer Nacht.

    Vor dem Frühstück haben wir natürlich auch an der Challenge teilgenommen, zusammen mit den anderen Passagieren mittels Runden auf der Laufstrecke die Entfernung nach Barbados und zurück zu Fuß zurückzulegen. Die Finanzministerin konnte uns zu 2 1/2 Runden vor dem Frühstück und 2 1/2 Runden nach dem Frühstück bewegen.
    Die Irre findet diese Challenge auch nicht schlecht: Ihr zwingt mich ja eh zu 5 dieser Runden, wenn ich Eis haben möchte. Und heute hab ich mir schon nach dem Frühstück die erste Kugel Eis verdient. Und wenn wir dann noch ein paar Mal zum Essen oder Trinken ins Heck und wieder zurück gehen, bekomme ich mehr Eis. :love:

    Am Nachmittag wollte ich mal wieder eine Tasse Kaffee haben und etwas Melone konnte auch nicht schaden als kleiner Imbiss. Das Ganze vertilgten wir im Außenbereich des Anckelmanns und beobachteten dabei das Schraubenwasser.

    Auf dem Rückweg in die Kabine kamen wir mal wieder an der Eisbar vorbei. Eigentlich vermeide ich diesen Weg aus gutem Grund.
    Irre: Da ist ja die Eisbar. Und da gibt es gerade leckeres Eis. Ich kann keinen Schritt weitergehen, wenn ich nicht mindestens eine Kugel Eis bekomme.
    Finanzministerin: Was riecht hier denn so lecker? Sind das frisch gebackene Waffeln?
    Irre: Ja, das sind Waffeln. Und da hat jemand einen Teller in der Hand mit Waffeln und Eis. Das möchte ich auch haben.
    Finanzministerin: Ich wäre auch nur mit der Waffel zufrieden. Aber Waffel und Eis ist noch leckerer.
    Irre: Gipsy, stell dich schon an für Waffeln.
    Finanzministerin: Und dann lass dir auch noch Eis auf die Waffel geben.
    Soll ich da dann "Nein" sagen? Das Ergebnis war auf jeden Fall sehr lecker:

    Danach war es aber höchste Zeit, auf die Kabine zu gehen. Schließlich wollte ich den wieder sehr interessanten Vortrag "Amerika und der Aufstieg einer neuen Weltmacht" von Thorsten Greuer im Kabinen-TV ansehen.

    Danach konnte die Irre endlich wieder auf unserem Balkon lesen und dabei den Wellen zuhören und sie ab und zu auch beobachten.

    Zum Schluss verabschiedete sich die Sonne noch mit einem kleinen Farbenspiel:

    Und auch dieser erholsame Seetag ging mit einem leckeren Abendessen und noch etwas Lesen zu Ende.

    19.01.2025 - 6. Seetag von vielen - 1. Seetag nach Funchal

    Bereits am Morgen ist es warm, aber bewölkt und ziemlich windig. Und der Wind legt sich auch den ganzen Tag nicht. Das Wasser im Pool schwappt auch heftig von einer Seite zur anderen. Auf der Bug-Seite des Pools schwappt es bis zu den Liegen hoch. Aber es sind trotzdem ein paar Leute im Pool und versuchen, mal mehr mal weniger erfolgreich, ein paar Bahnen zu schwimmen.

    Das Frühstück war wie immer. Als die Irre ihre gebackenen Bohnen und Rührei hatte, ging sie noch auf der Suche nach gebratenem Speck durch das Buffet bis schließlich:
    Irre: Gipsy, ist das da wirklich Lachs? Darf ich davon etwas nehmen? Rührei mit Lachs hatte ich noch nie.
    Sie durfte etwas Lachs mitnehmen. Und ich befürchte, dass jetzt auch Lachs zum Standard-Frühstück gehören wird.
    Als sie sich dann noch einen Obstteller zusammen stellte, war sie sehr überrascht, dass sie nicht gestoppt wurde und so viel Obst mitnehmen konnte, wie auf den Teller passte. Als alles aufgegessen war, meinte sie:
    Irre: Das war jetzt lecker. Aber ich glaube kaum, dass ich zu Mittag schon wieder Hunger haben werde.
    Finanzministerin: Das ist auch gut so. Du kannst dir am frühen Nachmittag noch eine Kleinigkeit holen. Aber dann gibt es nichts mehr bis zum Abendessen. Da musst du nämlich mal wieder richtig Hunger haben.
    Irre: Warum?
    Finanzministerin: Wenn du das vergessen hast, bist du selbst schuld.
    Irre: Zeig mir meinen Reiseplan. ... Ha, da steht für heute "Tischreservierung im Hanami". Und du hattest ja auch ein Gourmet Paket gekauft. Und heute gibt es das erste Essen davon.

    Aber vorher gab es um 11 Uhr noch ein Event, das sie unbedingt besuchen wollte:

    Da wollte sie unbedingt zusehen, wie eine Horde Passagiere, angeführt vom Kapitän, so nach und nach die Laufstrecke auf Deck 14 entlang geht/rennt.
    Die Runden werden täglich zwischen 9 Uhr und 11 Uhr sowie zwischen 16 Uhr und 18 Uhr gescannt.
    Beim Startschuss war die Menge so groß, dass die ersten bereits wieder an der Scanstation ankamen bevor alle nach der ersten Runde gescannt waren. So war ständig ein Stau an der Zählstelle. Und es hat Spaß gemacht, allen zuzusehen.
    Die Finanzministerin wollte eigentlich mitmachen, aber die Irre weigerte sich vehement, weil ihr die Füße noch immer von dem Kopfsteinpflaster gestern weh tun. Sie wollte heute generell keine Umwege gehen wie bisher jeden Tag (außer gestern natürlich). Aber morgen muss sie wieder Umwege gehen und auch Runden scannen.
    Nach 3 bis 4 Runden fing es an zu nieseln und viele Teilnehmer und Zuschauer gingen wieder rein.
    Trotzdem ist die Bilanz nicht schlecht:
    Am Mittag waren mit der Riesentruppe waren bereits 181 Seemeilen (335 km) zusammen.
    Und am Abend waren es schon 451 Seemeilen (835 km).
    Bilder habe ich von diesem Event nicht gemacht. Da wäre ich mit dem Verfremden nicht fertig geworden.

    Nach dem Event haben wir die Zeit mit dem Schreiben des gestrigen Berichts sowie Lesen verbracht.

    Am frühen Nachmittag gab es noch 1/4 Portion Currywurst mit Pommes bei herrlichem Sonnenschein. Und später schauten wir im Kabinen-TV den wieder sehr interessanten Vortrag "Ende des spanischen Empires, Freiheit für Amerika" von Thorsten Greuer.

    Das Wetter wechselte immer wieder. Mal war es bedeckt, mal sonnig und mal fiel auch leichter Regen. So war das Meer mal grau wie heute Morgen oder wieder herrlich blau wie heute Nachmittag.

    Am Abend waren wir dann noch im Rahmen des Gourmet Pakets im Hanami. Das Essen war gut, aber für den ausgewiesenen Preis in der Karte hätte ich mehr erwartet. Die Portionen waren auch viel zu groß. Obwohl ich seit dem Frühstück fast nichts gegessen hatte, schaffte ich das Menü nicht.

    Jetzt will die Irre noch etwas lesen bevor sie entscheidet, ob sie die Uhren bereits heute Abend eine Stunde zurück stellt oder erst morgen früh, so dass sie die gewonnene Stunde genüsslich auskosten kann.

    Wieder unten angekommen, machte sich leichter Hunger bemerkbar.
    Irre: Ich habe Hunger und möchte auch etwas trinken. Da gibt es doch diesen leckeren Orangensaft mit Schuss.
    Finanzministerin: In dem Orangensaft ist Alkohol drin. Und du weist, was passiert, wenn du Alkohol trinkst. Du bist die nächsten Stunden nicht mehr zu gebrauchen. Und du bekommst sofort Kopfweh. Also lass lieber die Finger vom Orangensaft.
    Irre: Dann will ich wenigstens ein Eis. Für eine richtige Mahlzeit ist mein Hunger nicht groß genug. Und da vorne gibt es Eis. Da möchte ich eines.
    Finanzministerin: Die wollen ja 2.50 € für eine Kugel Eis haben!!
    Irre: Hast du aber auch gesehen, wie riesig die Kugeln sind? Eine Kugel hier ist bestimmt mindestens so groß wie 3 Kugeln von dem leckeren Eis auf dem Schiff. Los, rück das Geld dafür raus. Wir haben mit der Busfahrt ja jede Menge gespart gegenüber den anderen Möglichkeiten. Und ich brauche auch wieder Energie für den restlichen Fußmarsch durch die Altstadt, in die ihr mich jetzt bestimmt wieder schleppen werdet. Als ob ihr heute noch nicht genug Kopfsteinpflaster unter euren Füßen gehabt hättet.

    Und so bekam die Irre ein leckeres Eis, das sie auf der nächsten Bank sitzend verzehrte. Und dann musste sie tatsächlich noch in die engen Gassen der Altstadt, in denen seltsamer Schmuck aufgehängt war:

    Aber dann waren die Füße erst einmal müde.
    Irre: Ich muss jetzt dringend ganz viel essen und mich ganz lange ausruhen. Meine Füße tun weh und ich kann nicht mehr weitergehen. Und ich hatte bis jetzt noch keine lange Pause. Die Pause der Busfahrt war die längste Zeit, in der ich sitzen durfte. Jetzt will ich einfach nur noch ein Lokal suchen, in dem ich ausruhen, essen und trinken kann.
    Finanzministerin: Mir reicht es eigentlich auch. Wir sind fast an dem Platz, an dem die Shuttle-Busse zum Schiff abfahren. Lasst uns herausfinden, was die Taxen für die Fahrt wollen.

    Da der Shuttle günstiger war als die Taxen, haben wir natürlich den Shuttle genommen.
    Finanzministerin: So wie ihr zwei geht, habt ihr bestimmt Probleme beim Ein- und Aussteigen aus einem Taxi. Das wird im Bus bestimmt einfacher.

    Wieder auf dem Schiff wollte die Irre gleich in die Backstube und Kaffee und Wasser trinken.
    Finanzministerin: Ich mag jetzt keinen Kuchen. Aber einen Teller mit Melonenstückchen könnte ich jetzt vertragen.

    Nach dieser Erfrischung ging es endlich auf die Kabine, wo sich die Irre gleich auf´s Sofa fallen lies und meinte:
    Irre: Ich gehe heute keinen Schritt mehr aus der Kabine.
    Finanzministerin: Glaubst, du wirklich, dass du heute nur noch die halb volle Karaffe mit Wasser leer trinken willst und gar nichts mehr essen?
    Irre: Zimmerservice?
    Finanzministerin: Den gibt es nur, wenn du wirklich krank bist. Nimm eine lange Dusche und setz dich eine Weile auf´s Sofa. Dann hast du bestimmt wieder Kraft für´s Abendessen.
    Irre: Aber nur mit Schuhe, die unten ganz dick gepolstert sind.

    Nach dem Abendessen war es an der Zeit, die Ausbeute an Bildern zu sichten und auf den Laptop zu übertragen.

    Und dann war es auch schon bald Zeit zum Auslaufen, das sich die Irre trotz schmerzender Füße nicht entgehen lassen wollten. Und wir liefen zeitgleich mit der Mein Schiff 5 aus und beide Schiffe verabschiedeten sich mit einem Riesenspektakel voneinander:

    Also gingen wir die schmale Straße in die Richtung, in der auch die Abfahrt für die Korbschlitten ist. An der Kreuzung, an der die Korbschlitten abfahren, geht auch eine Straße hoch, von der gleich ein Weg zu einem kleinen Platz mit Blick auf die Korbschlitten und die Treppe zur Kirche abgeht. Natürlich haben wir einige Zeit zugesehen, wie die Korbschlitten mit ihren Fahrgästen den Berg hinunter sausten. Mitfahren wollten wir aber nicht. Die vielen Treppen zur Kirche wollte auch keine von uns hochsteigen.

    Also gingen wir den Weg einfach weiter und an der Gabelung dann nicht nach links in Richtung Stadt sondern nach rechts am Hang entlang noch etwas höher.

    Dieser Weg führt weiter zu den sichtbaren Häusern. Und links im Bild kann man auch schon die Straße erkennen, an der auch eine Bushaltestelle ist. Natürlich gab es auch noch einige Pflanzen am Wegrand:

    Der Bus kam auch bald und brachte uns für 1.95 € wieder hinunter an den zentralen Platz am Wasser. Unterwegs gab es viele Serpentinen und interessante Ausblicke. Und wir waren sehr froh, dass wir in diesen schmalen Straßen nicht selbst fahren müssen.