Beiträge von Gipsy

    Nach etwa 30 Minuten Pause ging es wieder zurück in Richtung Schiff. Bereits nach kurzer Fahrt hielten wir 10 Minuten an einer Bar, in der die inkludierte Erfrischung, ein Saft ausgeschenkt wurde, und wo es die letzten Toiletten bis zum Schiff gab. Zum großen Missfallen der Irren hatte ich keine Lust auf den Saft und trank lieber von unserem Wasser. Der Saft sah auch sehr dünnflüssig aus und war laut der Beschreibung von Mitfahrenden, nicht wirklich identifizierbar, also ein Gemisch aus verschiedenen Früchten und evtl. Wasser.

    Nach diesem kurzen Halt ging es weiter in Richtung Schiff, unter anderem auch vorbei an Zuckerrohrfeldern.

    Der letzte Halt, ein wieder 10-minütiger Fotostopp war an dem Schachbrettfriedhof in Morne-à-l'Eau. Ich war ziemlich müde und wollte den an einem Hügel liegenden Friedhof nicht genauer ansehen und habe mich so mit Fotos aus dem Bus begnügt.

    Danach ging es direkt zurück zum Schiff. Unterwegs gab es aber immer noch Motive für meine Kamera.

    Zurück am Schiff gingen wir erst einmal beim Tag&Nacht vorbei und schauten, welches Land heute dran war für Spezialitäten. Aber „England“ fanden wir nicht so attraktiv wie Kaffee und Kuchen und Obst im Anckelmann. Zuvor musste aber die Sonnencreme von meinen Armen und aus meinem Gesicht. Dabei ist die Irre natürlich halb verhungert.

    Bis zum Abendessen überspielten wir schon mal die Bilder von Handy und Kamera auf den Laptop und bereiteten den Rucksack für den morgigen Ausflug vor. Dabei wurde der Irren erst richtig klar, was morgen auf sie zukommen wird. Sie wird morgen genau so früh aufstehen müssen wie heute und darf wieder nicht trödeln, damit sie um 9:30 in der Schaubar sein kann. Und dann kommt der erste und einzige Ganztages-Ausflug auf sie zu.

    Trotzdem lassen wir den Abend wie immer ausklingen mit Wellen gucken vom dunklen Balkon und Sterne suchen.

    31.01.2025 – Guadeloupe (Pointe-à-Pitre)

    Heute musste die Irre etwas früher aufstehen als sonst und vor allem nicht trödeln beim Fertigmachen und Frühstücken. Treffpunkt für den Ausflug was 9:35 in der Schaubar.

    Aber unsere Gruppe wurde erst einmal nicht aufgerufen, aber andere Gruppen schon. Irgend wann erklärte die TC-Mitarbeiterin, dass es Probleme mit der Bereitstellung der Busse geben würde. Endlich, kurz vor 10 Uhr war es dann so weit. Wir durften auf Deck 2 und zu den Bussen, die vor dem Terminal vor unserem Liegeplatz standen. Da sah ich auch, dass die Costa Fortuna hinter uns an dem anderen Arm der Pier mit eigenem Terminal liegt. Unser Bus stand nicht auf dem Busparkplatz sondern am Rand der Straße, die am Terminal entlang geht.

    Bis ich beim Bus war, war dieser schon fast voll und eine TC-Mitarbeiterin überprüfte regelmäßig, wie viele Personen noch Platz in dem Bus hatten und schickte die entsprechende Anzahl hinein. Bei dieser Prozedur fingen ein paar der Gäste an zu schubsen und zu drängeln; sie wollten unbedingt in den am Ende vollbesetzten Bus. Die Gäste, die wie ich bemerkt hatten, dass noch ein zweiter Bus da stand, verhielten sich ganz still und warteten einfach ab, bis die TC-Mitarbeiterin den ersten Bus für voll erklärte und die noch wartenden Gäste zum 2. Bus schickte. Hier waren dann am Ende noch etwa ¼ der Plätze frei, so dass bei von Paaren, denen die 2-er Reihe zu eng war, jeder eine 2-er Reihe belegen konnte. Und auch dann gab es noch freie 2-er Reihen.

    Die Crew bestand aus dem Busfahrer und einem (weiblichen) Tourguide aus Mexiko, die während der Fahrt alle möglichen Dinge auf englisch erklärte. Jetzt weiß ich endlich, dass es sich bei den riesigen Bäumen mit Früchten, die mich an Mangos erinnerten, in Wirklichkeit Brotfruchtbäume sind.

    10:10 konnten wir dann endlich abfahren. Zuerst ging es durch Pointe-à-Pitre und dann nach Süden immer an der Küste entlang. Ich habe natürlich wieder einige Bilder aus dem fahrenden Bus gemacht.

    Der erste Halt war in Saint-Anne direkt an der Promenade. Dort war auch ein kleiner Strand, aber hier wollte keiner von den Businsassen baden.

    Hier war auch ein kleiner „Markt“ mit Souvenirläden, Bars und Toiletten, den letzten für die nächsten 1 ½ bis 2 Stunden. Nach etwa 30 Minuten ging es weiter, immer an der Küste entlang.

    Das Ziel war der Pointe des Châteaux ganz am südlichen Ende von Martinique. Hier ist ebenfalls ein kleiner Strand mit starker Brandung, eine felsige Küste, und auf der höchsten Erhebung ein steinernes Kreuz, das an die Sklaven erinnern soll, die einst auf Guadeloupe lebten. Und natürlich gab es auch eine kleine Bar, ein paar kleine Souvenirstände und ein paar Kokos-Eis-Verkäufer. Ich habe das Kokos-Eis nicht probiert, kann darüber also nichts sagen.

    Irre: Inzwischen bin ich satt und auch nicht mehr durstig. Gipsy hat sich erbarmt und mir ein Stück Kuchen, Kaffee, verdünnten Orangensaft und ganz viel Wassermelone und Ananas geholt.

    Irre: Und ich konnte auch noch ein Bild von der Costa Fortuna machen, die hinter uns parkt.

    Irre: Und die Stadt liegt uns zu Füßen.

    Irre: Der Weg zum Ausflugsbus war heute auch wieder schön kurz. Die stehen einfach da unten auf der Straße oder beim Bug der Fortuna.

    Irre: Heute wäre ich beim Ausflug fast verhungert. Zuerst mal musste ich viel früher als sonst aufstehen und frühstücken.

    Finanzministerin: Stell dich nicht so an, Irre. Das waren nur 30 Minuten.

    Irre: Aber ich durfte heute nicht trödeln wie sonst immer. Heute musste ich noch vor 9:30 mit dem Frühstück fertig sein und in die Schaubar gehen. Und dort wurde unser Ausflug einfach nicht aufgerufen.

    Finanzministerin: Das ist doch nicht schlimm, wenn ein Ausflug Verspätung hat.

    Irre: Das meinst auch nur du. Der Ausflug ist nicht nur später losgegangen. Er hat auch noch länger gedauert als die angekündigten 4 Stunden. Wir waren erst nach 15 Uhr wieder zurück. Und in der ganzen Zeit habe ich nur Wasser bekommen; kein Mittagessen, kein Kuchen, kein Eis. Nichts, gar nichts außer Wasser.

    Finanzministerin: Stell dich nicht so an. Du bekommst hier wirklich genug leckeres Essen. Mich hat viel mehr schockiert, dass Einkaufsmuffel Gipsy einfach so durch Souvenirläden strolcht und auch noch etwas kauft, bevor ich es verhindern kann.

    Irre: Haha. Und sie hat dich sogar gleich zweimal überrumpelt. :D

    Irre: Guten Morgen Sonne. Guten Morgen blauer Himmel. Guten Morgen kleine Wolken. Guten Morgen Industrie, aber keine Sichtbehinderung. Guten Morgen Frankreich. Guten Morgen Guadeloupe. Guten Morgen Pointe-à-Pitre.

    Finanzministerin: Wenn du vor unserem Ausflug noch ein Frühstück haben möchtest, solltest du dich langsam fertig machen und aufhören herum zu trödeln.

    30.01.2025 – 12. Seetag – 1. Seetag nach Ankunft in der Karibik

    Heute legten wir auf vielfachen Wunsch der Irren wieder einen klassischen, faulen Seetag ein. Schon das Aufstehen schoben wir etwas hinaus, so dass wir auch etwas später zum Frühstück im Anckelmann aufkreuzten. Auch dort ließen wir uns viel Zeit und beobachteten einfach die Wellen von ganz weit oben.

    Nach dem Frühstück durfte sich die Irre aussuchen, was wir tun.
    Irre: Nach so vielen Tagen Abstinenz habe ich endlich mal wieder Zeit zum Lesen. Und das will ich jetzt auch ganz lange tun. Nur auf dem Balkon ist es mir zu sonnig und heiß. Aber vom Sofa kann ich ja auch die Wellen sehen.

    Sie musste das Lesen nur unterbrechen für den wieder sehr interessanten Vortrag von Thorsten Greuer über Guadeloupe und Martinique. Danach durfte sie wieder lesen.

    Als sie dann Hunger bekam, gingen wir mal in die Außenalsterbar, um die Putensteaks und Pommes Frites (nur eine kleine Portion) zu testen und mal einen Malito zu probieren. Anschließend wollte die Irre noch Kaffee und Kuchen und Eis - und landete aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen im Tag&Nacht, wo sie unbedingt indischen Reis und Lammcurry haben musste. Den Kaffee trank sie dann auch gleich hier als eine Art Nachtisch; auf den Kuchen und Eis musste sie aber verzichten.

    Dann war es auch schon Zeit für den zweiten Vortrag von Thorsten Greuer an diesem Tag; dieses Mal war er über St. Lucia und Barbados.

    Bis zum Abendessen ging die Irre dann wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: auf dem Balkon lesen und Wellen gucken.

    Und auch gleich nach Posten dieses Beitrags will sie ihrer zweiten Lieblingsbeschäftigung nachgehen: im Dunkeln auf dem Balkon Wellen hören und gucken und Sterne suchen.

    So geht ein richtig fauler Seetag zu Ende. Und auch die Kamera durfte sich ausruhen: bis auf das eine Foto von heute morgen gab es heute keine weiteren Bilder.

    Irre trällernd (zur Melodie von "eine Seefahrt, die ist lustig"): Eihein Seetag, der ist lustig, eihein Seetag, der ist schön. Da kann ich ganz viel lesen und muss nichts ansehen gehen.

    Irre: Aber langsam bekomme ich Hunger. Und die Mittagszeit ist auch schon lange vorbei.

    Finanzministerin: Ich habe mir eben die Speisekarte der Außenalsterbar angesehen. Hast du Lust auf Putensteak und Pommes?

    Irre: Und ganz oben sitzen? Gibt es da auch Plätze im Schatten? Wenn wir einen Platz im Schatten finden, will ich dort was essen. Und dann Kaffee und Kuchen.

    Finanzministerin: Dann muss die Portion Pute mit Pommes aber ganz klein sein.

    Und die Irre begnügte sich wirklich mit einer kleinen Portion. Aber auf dem Weg zu Kaffee und Kuchen kam sie aus irgend einem nicht nachvollziehbaren Grund beim Tag&Nacht vorbei und sah, dass dort als Land für die Spezialitäten "Indien" angeschrieben war.

    Irre: Ich will sehen, was es gibt.

    Irre: Ich brauche ganz dringend eine Portion indischen Reis mit Lammcurry.

    Finanzministerin: Dann gibt es aber keinen Kuchen und kein Eis.

    Irre: Kuchen und Eis kann ich an einem anderen Tag wieder essen. Aber wann gibt es schon Lammcurry? Und das sieht wirklich lecker aus.

    Gipsy jeden Tag einmal Morgens und am Tag wenn man unterwegs ist immer mal wieder kurz putzen, dann kann sowas nicht passieren;)

    Finanzministerin: Mist, jetzt hab ich von Gipsy noch einen Auftrag bekommen. Ich muss jetzt jedes Mal nach dem Überspielen der Bilder von der Kamera auf den Laptop noch die Linse putzen, bevor ich die Kamera wieder in ihre Tasche packe. Beim Smartphone macht sie es selbst immer wieder, weil sie da ständig auf die Linse fasst.

    Gipsy falls ihr noch in Romana seid, vor eineinhalb Jahren gab es einen Laden vor dem Schiff mit einheimischen Kokosnuss Produkten: Shampoo, Duschgel etc, nicht günstig aber der Duft und die Konsistenz ein Traum! Bin sehr empfindlich und war traurig, als es zu Ende ging, denn kein Produkt das man zu Hause kaufen kann, kommt da ran! Habe mittlerweile alles was es gibt ausprobiert.

    Wir sind leider schon wieder unterwegs. Nach Duschgel hatte ich gar nicht geschaut. Das wäre ein gutes "Dankeschön" für die Nachbarin gewesen, die ein Auge auf meine Wohnung und meinen Briefkasten hat. Schade.

    Gipsy schöne Fotos , aber bitte mal die Linsen putzen ist bestimmt Sonnencremefilm drauf .

    Deswegen ist in der Bildmitte immer so ein Schleier drauf ;)

    Ist mir gerade mal so aufgefallen 8o

    Die Irre hat doch bestimmt Zeit zwischen Kuchen und Eis die Kamera zu putzen :P

    Vielen, vielen Dank für den Hinweis. Das war mir bei den kleinen Bildschirmen, die ich unterwegs habe, noch nicht aufgefallen. Und zu Hause hätte ich mich geärgert, wenn jetzt alle weiteren Bilder den Schleier hätten.

    29.01.2025 – Dominikanische Republik (La Romana)

    Heute lagen wir beim Aufstehen mal noch nicht im Hafen sondern waren noch unterwegs auf See, begleitet von ein paar Möwen. Frühstück gab es also noch auf See mit herrlicher Sicht auf das Wasser und in einiger Entfernung ein paar Inseln.

    Da mein Ausflug „Mit dem Chu-Chu-Train durch La Romana“ bereits um 11:45 startete, wollte ich das Einlaufen in den Hafen von meiner Kabine aus beobachten, während ich mich auf den Ausflug vorbereitete. Aber das war irgendwie komisch und ganz anders als sonst. Wie fast immer parkten wir rückwärts ein und um 10:35 lagen wir bereits an der Pier. Vom Balkon hatten wir den besten Blick auf eine nicht weit entfernte Uferbegrenzung eines Flusses. Der Hafen von La Romana liegt in der Mündung eines Flusses ins Meer. Und wo liegen die anderen Schiffe? Wie viele Schiffe liegen hier eigentlich? Laut cruisemapper liegen nur wir in La Romana. Aber wieso? Noch konnte ich mir nicht vorstellen, dass es Kreuzfahrthäfen geben könnte, die nur ein Schiff aufnehmen können und auch keine Tendermöglichkeit bieten.

    Etwa 11:20 ging ich los in Richtung Schaubar mit einem Umweg über das Tag&Nacht. Dort wollte ich noch ein Kaltgetränk auf Vorrat genießen, bevor es auf den Ausflug geht. Und von dort sah ich mich fast direkt vor einer Mauer mit „Welcome to La Romana“ und einer Art Park mit Gebäuden oberhalb der Mauer. Und auf der anderen Seite ist noch ein Teil Fluss und dann kommt ein Privathaus mit großem Garten. Gibt es überhaupt Platz für mehr Schiffe? Und dann wurden mehrere Gruppen gleichzeitig auf ihre Ausflüge geschickt. Was ist hier los? Das ist alles anders als in den anderen Häfen.

    Aber dann war ich draußen und sah, dass hier wirklich nur ein Schiff Platz hat und das Schiff entlang der Pier liegt. Und hinter einem breiten Vorplatz geht eine Straße mit abgeteiltem Fußweg nach oben in das parkähnliche Gelände, das sich als das Hafenareal herausstellt. Aber Zeit zum Staunen und fotografieren hatte ich erst einmal nicht. Ich musste mich beeilen, um zum Treffpunkt für den Ausflug zu kommen, den ich erst einmal finden musste. Aber es gab nur eine Möglichkeit. Wir mussten den Fußweg nach oben, dann durch einen Souvenirladen, an zwei oder drei Souvenirbuden vorbei und standen schon fast vor dem Ausgang. Hinter dem Ausgang standen auch endlich TC-Mitarbeiter*innen, die Schilder mit Gruppennummern hochhielten. Und der Chu-Chu-Train war auch nicht zu übersehen.

    Jetzt musste ich nur noch schnell die Bordkarte scannen lassen und einen Platz im schon gut besetzten Zug finden. Der Zug bestand aus einer Lok und 4 offenen, aber überdachten Wagen mit engen, schmalen Bänken. Er fuhr natürlich nicht auf Schienen sondern wie Autos auf der Straße. Als Personal gehörten der Lokführer und – wenn ich richtig gezählt habe – 3 Helfer zum Zug. Ich bekam einen Platz ganz vorne im 2. Wagen und hatte dadurch viel freie Sicht zum Fotografieren.

    Zuerst einmal mussten wir das Hafengebiet verlassen und auf eine vielbefahrene Hauptstraße einbiegen. Als der Lokführer nicht gleich eine Lücke fand, stoppte einer der Helfer einfach den Verkehr und der Zug agierte dann als ähnliches Verkehrshindernis wie bei uns ein Traktor. So fuhren wir in die Stadt. Und natürlich gab es auch hier wieder deutsche Erklärungen vom Band, die dieses Mal aber gut gepasst haben. Ein paar Eindrücke habe ich natürlich auch

    Der erste Stopp war am Central Park mit einer Statue von Juan Pablo Duarte y Díez, einem der Führer im Freiheitskampf der spanischen Kolonie Hispaniola zur Erzwingung der Unabhängigkeit von Spanien, der aber zuerst während der Besetzung der Dominikanischen Republik durch Haiti und ein zweites Mal nach dem Putsch unter General Pedro Santana ins Exil gehen musste und dort auch starb. Heute gilt er als wichtigster Nationalheld und wird als „Padre de la Patria“ verehrt.

    Der nächste Stopp war bei einem Zigarrengeschäft. Als Alternative für die Gäste, die nicht in das Zigarrengeschäft gingen, zauberte einer der Helfer plötzlich noch einen Souvenirladen aus dem Hut, der nur ein paar Türen weiter war. Danach ging die Fahrt wieder zurück zum Hafen.

    Insgesamt dauerte der Ausflug etwa 1,5 Stunden. Am Hafen wartete schon die nächste Gruppe auf ihre Fahrt mit dem Zug. Und das hat auch gereicht, um einen Eindruck von der Stadt selbst zu bekommen und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen.

    Ich bin dann noch durch das Hafengelände geschlendert und habe fast alle Souvenirläden nach brauchbaren Mitbringseln durchstöbert; habe aber mal wieder nichts gefunden, das ich haben wollte. Also bin ich zurück zum Schiff, wo zu meiner Überraschung auch ein Stand von TC aufgebaut war, an dem Eistee oder Eiswasser ausgegeben wurde. Da konnte sich die Irre mit einem Eistee erfrischen, bevor ich die letzten Bilder machte.

    Etwas später gab es für die Irre noch Kaffee und ein Stück Kuchen sowie eine Kugel Eis als Ersatz für das verpasste Mittagessen. Wir saßen sehr lange im fast leeren Anckelmann und haben einfach die Aussicht auf das Hafengelände und das Meer genossen.

    Später beim Abendessen erwähnte Kreuzfahrtdirektor Dominik, dass ein Teil der Crew die Möglichkeit genutzt hatte, sich im Pool des Hafens zu vergnügen. Das haben wir ihnen von Herzen gegönnt. Und es hat erklärt, wieso so viele Leute im Hafenpool waren.

    Wir lassen den Abend ruhig ausklingen und haben die Ausfahrt auf unserem Balkon genossen. Von der Poolparty halten wir uns lieber fern. Ich war noch nie ein Partygänger und genieße die schönen Momente einfach in aller Stille. Leider ist es etwas bewölkt, so dass sich die meisten Sterne hinter Wolken verstecken können. Und meine Nachbarn haben immer das Licht auf dem Balkon an, wenn sie draußen sitzen. Das stört auch etwas beim Sterne gucken. Die Irre hat inzwischen ihre Vorliebe Wellen gucken um Sterne gucken erweitert.

    Irre: Guten Morgen blaues Meer. Guten Morgen Sonne. Guten Morgen blauer Himmel mit weißen Wolken. Guten Morgen Möwen. .... Wieso fahren wir eigentlich noch? Ich dachte, wir wären heute in La Romana.

    Finanzministerin: Wenn du gestern Abend Kapitän Panos besser zugehört oder das Tagesprogramm aufmerksamer gelesen hättest, wäre dir sicher aufgefallen, dass wir erst um 11 Uhr da sein werden.

    28.01.2025 – Tortola (Road Town)

    Heute wurden wir schon um 7 Uhr durch eine Durchsage in den den öffentlichen Bereichen (Treppenhaus) geweckt, dass wir vor Rede liegen und das Tendern bald freigegeben werden kann. Dies war das erste Mal, dass es zu so früher Zeit (für mich wenigstens) eine Durchsage gab. Bisher war ich schon immer aufgestanden, wenn die erste Durchsage gemacht wurde (kurz nach 9 Uhr). Und bald darauf kam auch schon die Durchsage, dass die erste Ausflugsgruppe sich zur Tenderluke begeben soll. Diese Durchsagen kamen dann in regelmäßigen Abständen, etwa alle 15 Minuten. Ich schaffte es trotzdem, noch bis 8 Uhr zu dösen.

    Dann wollte die Irre aber aufstehen und sich daran erfreuen, dass es heute kein anderes Schiff schaffen kann, eine Sichtbehinderung für sie darzustellen. Und sie genoss einfach die freie Sicht auf das Meer und die Insel.

    Gestern hatte sich die Irre in einem Anfall von Übermut einen Platz im Tenderboot für 12 Uhr gesichert. Aber sie konnte die Tenderboote von unserem Balkon aus beobachten und war sich dann plötzlich gar nicht mehr so sicher, dass sie da wirklich mitfahren will. Und dann kam auch noch eine Durchsage, dass bei einem Tenderboot für Gäste ohne Ausflug noch Passagiere fehlen.

    Irre: Das ist blöd. Jetzt muss ich mich wohl entscheiden. Einfach nicht zum Tendern kommen ist wohl nicht so schlau. Entweder muss ich herausfinden, wem ich sagen muss, dass ich doch nicht nach Road Town will. Oder ich muss es einfach versuchen. Das ist ganz, ganz blöd.
    Finanzministerin: Tja, jetzt musst du entweder lügen oder zugeben, dass du feige bist. Oder du versuchst es einfach mal. Die Strecke zum Ufer ist ja nicht so lang. Und das Ein- und Aussteigen wirst du bestimmt auch überleben. Da sind bestimmt einige Helfer da, wenn sogar Leute mit dürfen, die kurze Strecken ohne Rollator oder Rollstuhl gehen können.
    Irre: Vielleicht kann ich es ja doch versuchen.
    Finanzministerin: Bravo. Und jetzt hol dir erst mal dein Frühstück.
    Irre: Ich hab gar keinen Hunger mehr. Aber einen kleinen Pfannkuchen und 2 Stückchen Honigmelone gehen schon rein.

    Auch beim Frühstück genossen wir die freie Sicht und ließen uns wieder viel Zeit. Vom Heck aus konnten wir dann noch zwei größere Schiffe im Hafen sehen, die Marella Discovery und die Viking Sea.

    Und dann mussten wir uns langsam bereit machen für den Landgang. Von Deck 2 aus ging es noch eine steile Metalltreppe mit wackeligem Geländer, die die Irre als „Hühnerleiter“ bezeichnete, hinunter zum angelegten Tenderboot. Das große Schiff bewegte sich fast nicht. Aber das Tenderboot tanzte auf den Wellen und bewegte sich dauernd rauf und runter und es war ein Spalt zwischen Schiff und Boot.
    Irre: Ich dreh wieder um. Da komme ich doch nie rüber. Da falle ich in den 10 cm breiten Spalt und bleibe stecken. Das schaffe ich nie.
    Aber bevor sie den Rückwärtsgang einschalten konnte, wurde sie von den Helfern leicht in Richtung Boot geschoben, als dieses mal wieder oben war. Und dann war sie drin und taumelte durch das Boot auf eine der hinteren Bänke. Von dort konnte sie beobachten, dass sich auch andere Leute nicht ganz wohl fühlten bei dem Schritt auf das kleine, tanzende Boot. Und auch bei der Fahrt hörte das Boot nicht auf zu tanzen. Seltsamerweise machte ihr das aber gar nichts aus. Nicht, dass es ihr wirklich gefallen hätte, aber es war gut auszuhalten.

    Am Ufer dann hatte die Irre doch weiche Knie und wartete mit dem Aussteigen gerne, bis die Leute in den Bänken vor ihr ausgestiegen waren. Und dann war das Aussteigen ganz einfach. Das Boot tanzte fast nicht und die Schwelle im Boot hatte fast dieselbe Höhe wie das Ufer. Bevor die Helfer ihr helfen konnten, war die Irre ganz alleine am Ufer.

    Irre: Das war jetzt einfach. So kann ich auch wieder gut einsteigen für den Rückweg. Ich hatte schon überlegt, wie ich ohne Tenderboot zum Schiff zurückkommen kann. Vielleicht schwimmen? Aber ich glaube, ich fahre auch noch mal mit dem Tenderboot.

    Dann gingen wir durch die schwüle Hitze erst einmal durch das Hafengebiet und dann Richtung Einkaufsstraßen und machten auch ein paar Fotos.

    Aber dann hatten wir genug schwüle Hitze genossen und wir fanden auch keinen Laden, den wir uns mal gerne von innen angesehen hätten. Deshalb beschlossen wir, wieder auf´s Schiff zu tendern.

    Am Tenderplatz angekommen, war gerade ein Tenderboot fast beladen und wir konnten bei der Security durchgehen, die fragte, ob wir trinken oder fahren wollen. Die Antwort: „erst trinken, dann fahren“ reichte, dass wir gleich durchgelassen wurden und mit einem Becher leckerem Eistee in der Hand entscheiden konnten, ob wir gleich mitfahren oder auf das nächste Boot warten. Das Boot war schon fast voll und ziemlich tief im Wasser – und es gab noch andere Leute, die sich gerne hineinquetschen wollten. Und dabei konnten wir das nächste Boot schon kommen sehen.

    Der Finanzministerin war es egal, ob wir uns in das schon volle Boot noch reinquetschen oder lieber warten. Die Irre und ich wollten in Ruhe den Eistee trinken und lieber als eine der ersten in ein leeres Boot einsteigen. Die Wartezeit vertrieb sich die Irre mit der Planung eines mehrgängigen späten Mittagessens nach unserer Rückkehr. Der Einstieg in das leere Boot war wieder ganz einfach. Wir waren schneller drin als die Helfer zugreifen konnten.

    Und dann sahen wir etwas Unheimliches. Aus dem Boot waren zwei Techniker ausgestiegen und nach uns wieder eingestiegen. Und die beiden klappten neben uns auf der anderen Seite des Ganges eine Sitzbank noch und dann eine Klappe im Boden. Zuerst stieg einer der Techniker hinunter und dann der zweite. Während der ganzen Zeit lief der Motor des Bootes, änderte aber immer wieder den Ton und die Lautstärke. Und die beiden Techniker bastelten wohl im Untergrund an einer der Turbinen.
    Irre: Ich bekomme Angst. Ziehen wir Unheil an? Vorgestern war der Zug defekt. Gestern musste der Bus gewechselt werden. Und heute schrauben Techniker an unserem Boot. Das ist unheimlich.

    Aber wir kamen ohne Probleme zum Schiff zurück. Nur das Anlegen an der Tenderluke war nicht ganz so einfach. Die beiden schwarzen Tonnen drückten das Boot immer wieder so weit weg vom Schiff, dass das Boot zum Schluss leicht schräg mit dem hintersten Teil des hinteren Ausstiegs an der Tenderluke lag und man gar nicht die ganze Breite des Ausstiegs nutzen konnte. Da war das Überwinden der Stufe und des schrägen Spalts nur mit Schwung möglich. Und dann musste die Irre auch noch die Hühnerleiter überwinden, was rauf für sie nicht ganz so einfach war wie runter.

    Oben angekommen meinte die Irre: Ihr könnt entscheiden, was wir jetzt machen. Ich hab erst mal keinen Hunger mehr.
    Finanzministerin: Na dann gehen wir doch erst mal auf die Kabine und ruhen uns aus.
    Nach einigen Minuten auf dem Sofa.
    Irre: Iiih, ich muss unbedingt die klebrige Sonnencreme abwaschen. Und langsam bekomme ich wieder Hunger – auf Kuchen. Ich will nachher das Kuchenbuffet plündern und mindestens 2 große Stücke Kuchen haben oder viele kleine. Und Eis und Sahne brauche ich auch für meine Geduld in der schwülen Hitze.

    Das Kuchenbuffet plünderte die Irre dann auch wie angekündigt. Aber als sie sich das Eis mit Sahne holen wollte, fiel ihr Blick auf das Obstbuffet daneben.
    Irre: Da sind ja neue Sorten. Ich sehe Kakis und was sind denn das für komische rote Schnitze. Die muss ich probieren. Und die Papayas sehen wieder lecker aus und erst die Ananas. Ich hole mir jetzt einen Teller mit Obst und die roten Schnitze (laut Beisteller Tomarillos) probiere ich auch. Eis hole ich mir wieder, wenn nicht so viel Lieblingsobst da liegt.
    Und so gab es statt Eis mit Sahne einen Obstteller mit Wassermelone, Kaki, Tomarillos (muss nicht noch mal sein), Ananas und Papayas.

    Der Rest des Tages verging mit lesen, Abendessen und Tagebuch/Bericht schreiben.

    Anschließend ging es wieder zurück in den niederländischen Teil – und den nächsten längeren Stau. Das Ziel war jetzt Maho Beach, der direkt zwischen dem Flughafen und dem Meer liegt. Unterwegs kamen wir noch an einem Kreisverkehr vorbei, in dem 3 Pelikane aus Metall aufgestellt sind.

    Da die Pelikane die Nationalvögel St. Maartens sind, überschlug sich die Erklärung vom Band fast mit Superlativen.

    Der Stand selbst ist absolut nichts besonderes. Er ist ziemlich schmal und bietet nicht viel – außer dass er komplett in der Einflugschneise ankommender Flugzeuge liegt, die schon sehr niedrig anfliegen müssen, damit sie früh genug auf der Landebahn aufsetzen. Beim Start geben die Turbinen direkt nach der Kurve am Zaun Gas und blasen die ganze Luft und Abgase über die schmale Straße auf den Strand. Wenn das Flugzeug groß genug und die Turbinen stark genug sind, wird der Wind so stark, dass es einen kleinen Sandsturm gibt. Deshalb gibt es am Zaun auch eine Warntafel.

    Auf dem Rückweg vom Flughafen standen wir bald wieder im nächsten Stau. Und dann gab es noch ein weiteres Problem: Der Motor lief zwar, aber der Bus gab im hinteren Teil ein sehr lautes Brummen von sich und bewegte sich nicht von der Stelle. Der Fahrer versuchte es ungefähr 5 Minuten lang immer wieder und schaffte es dann auch tatsächlich, den Bus wieder zu bewegen.

    Den nächsten Stopp gab es bei der Rumdestillerie zur Rumverkostung. Da ich keinen Alkohol trinke, ging ich gar nicht in das Gebäude und konnte so beobachten, dass ein leerer roter Doppelstockbus kam und rückwärts vor der Rumdestillerie hielt. Unser Fahrer sammelte dann in unserem Bus alles ein, das die Fahrgäste zurückgelassen hatten und brachte es zum anderen Bus. Dann tauschten die beiden Fahrer die Busse und unsere ursprünglicher Bus fuhr zum Entsetzen der zurückkommenden Fahrgäste leer ab. Das Rätsel klärte sich aber schnell auf und alle bekamen die zurückgelassenen Dinge wieder.

    Inzwischen dämmerte es schon stark – und die angesetzten 3,5 Stunden für die Tour waren auch schon leicht überschritten. Trotzdem fuhr der Busfahrer nicht den direkten Weg zum Schiff sondern stur seine geplante Tour weiter zu einem Aussichtspunkt in den Hügeln, der tagsüber bestimmt einen tollen Blick bietet, in der Dunkelheit aber nichts außer nicht identifizierbaren Lichtern. Deshalb protestierten die meisten Fahrgäste in beiden Stocks schon, bevor der Bus zum Stehen gekommen war. Und der Busfahrer verstand und fuhr einfach ohne weitere Pause zurück zum Schiff.

    Wir waren dann gegen 19 Uhr wieder auf dem Schiff.

    Ich fand den Ausflug sehr interessant. Aber die zeitliche Planung war nicht besonders gut. Treffen für den Ausflug war 14:20 in der Schaubar. Dann gingen alle vom Schiff und fanden sich gleich bei einem weiteren Treffpunkt wieder, an dem Armbändchen verteilt wurde, was sich auch hinzog. Und dann mussten noch alle zu Fuß zum Parkplatz im Hafengelände gehen. So war die effektive Abfahrt etwa 30 Minuten nach dem Treffen in der Schaubar. Und eine Abfahrt kurz vor 15 Uhr für einen Ausflug, der ohne Staus 3,5 Stunden lang ist, ist meiner Meinung nach mindestens 1,5 Stunden zu spät. Durch die späte Abfahrt und die Staus fand der letzte Teil der Panoramafahrt im Dunkeln statt. Und das zum Teil auf einer Strecke mit Sicht hinunter ins Tal und zum Meer, wie ich aus der Streckenführung und Lichtern im Tal schließe.

    Zum Glück hatten alle Restaurants bis 21:00 geöffnet, so dass ich mich vor dem Essen noch in aller Ruhe frisch machen konnte.
    Irre: Und wenn ich vor dem Ausflug nicht noch die leckere Lasagne bekommen hätte, wäre ich wahrscheinlich halb verhungert nur mit Frühstück bis ich mein verspätetes Abendessen bekommen habe.

    Springen wir wieder einen Tag zurück.

    27.01.2025 - St. Maarten (Philipsburg)

    Auch heute habe ich noch mal länger geschlafen, um die fast nicht mehr vorhandene Erkältung auszukurieren. Als ich dann endgültig aufwachte, fiel mir wieder ein, dass heute ja von 9:00 bis 15:00 die Balkone gewaschen werden und ich noch etwas Wäsche zum Lüften auf einem der Stühle festgeklammert hatte. Und auf der anderen Seite der Pier lag die Grandeur of the Sea. Also schnell etwas übergezogen, die Wäsche reingeholt, die Stühle nahe ans Fenster gestellt und die Vorhänge geschlossen. Dann konnte ich mich in aller Ruhe für das Frühstück richten, während auf dem Balkon schon ein Arbeiter die Türen zwischen den Balkonen öffnete und die Möbel für sich passend verrückte.

    Irre: Eigentlich könnten wir den Arbeiter fragen, ob er nicht nach der Reise mit zu uns kommen und in unserer Wohnung die Fenster putzen möchte.
    Finanzministerin: Hier werden die Balkone bestimmt nicht so aufwändig geputzt wie auf deinem kleinen schwarzen Lieblingsschiff.
    Irre: Das war schon toll, was wir da beobachten konnte. Da kam doch tatsächlich der Kabinensteward mit einem kleinen Eimer und einer flauschigen langen Rolle, ähnlich wie eine Malerrolle, nur der Stiel und die Rolle länger. Und damit hat er die Scheibe vom Balkongeländer innen und außen gewischt und mit einer zweiten Rolle abgetrocknet. Mit der nassen Rolle hat er auch noch die Zwischenwände und die Decke gewischt. Und die Fenster zur Kabine und die Balkonmöbel hat er auch noch sauber gemacht. Und das machten mehrere Kabinenstewards in mehreren Kabinen gleichzeitig. Macht der das wohl in jedem Hafen?
    Finanzministerin: Woher soll ich das wissen? Aber das dürfte einer der Gründe für die Preise sein, die die Reisen auf diesem Schiff sein. Du solltest dieses Schiff am besten ganz schnell vergessen. Das ist einfach oberhalb unserer Preisklasse.

    Nachdem dies geklärt war, konnten wir endlich frühstücken. Auch heute konnten wir uns wieder Zeit lassen und die Aussicht genießen. Nach dem Frühstück gingen wir über Deck 14 zurück, um nachzuschauen, ob auf der anderen Seite auch eine Sichtbehinderung liegt und fanden die AIDAbella.

    Da der Ausflug "St. Maarten mit dem roten Doppeldecker entdecken" erst um 14:20 starten sollte, konnte die Irre endlich mal wieder lesen. Als aber auf unserem Balkon ein Bächlein sichtbar wurde, zogen wir die Vorhänge bis auf einen etwa 20 cm breiten Spalt zu. Schließlich musste die neugierige Irre beobachten, was sich auf unserem Balkon so alles abspielen würde. Und sie musste gar nicht mehr lange warten bis ein Arbeiter mit einem Gartenschlauch in der Hand kam. Und damit spritzte er alles auf dem Balkon ab: die Scheibe an der Brüstung, die Decke des Balkons, die Zwischenwände und die Scheiben zur Kabine. Die Scheiben zur Kabine zog er noch mit einem Wischer ab; alles andere durfte in der Sonne trocknen. Auf jeden Fall war der Balkon nach dieser Reinigung überflutet.

    Irre: Ähm, ich glaube nicht, dass ich den Arbeiter die Fenster in unserer Wohnung putzen lasse. Wir haben keine Abflussgitter und keinen Gartenschlauch.

    Wir machten uns schon etwas früher für den Ausflug bereit, damit wir vorher noch im Tag&Nacht eine Kleinigkeit (kleine Portion sehr leckerer Lasagne und Brokkoli) essen und etwas trinken konnten. Und das sollte sich noch als kluge Entscheidung herausstellen.

    Dann ging der Ausflug los. Und gleich am Anfang gab es ein kleines Problem: Der Bus sprang zwar an, bewegte sich erst einmal aber nicht von der Stelle. Nach kurzer Zeit fuhr er dann doch los.

    Unterwegs gab es immer wieder längere Staus, die viel Zeit kosteten.

    Es gab deutsche Erklärungen zu den Sehenswürdigkeiten vom Band. Manchmal klangen diese Erklärungen für deutsche Ohren ziemlich merkwürdig. Ich hatte den Eindruck, dass der Text von einem amerikanischen Werbetexter für amerikanisches Publikum erstellt worden war. Und dann hat ihn jemand (oder gar ein Programm) wörtlich ins Deutsche übersetzt und all die (für deutsche Ohren) Übertreibungen genau so übersetzt. Ich erlaubte mir bei einfachen Beschreibungen ab und zu den Spaß und übersetzte die „komischen“ Erklärungen ins Englische – und da passte dann alles genau dazu, wie ich Erklärungen für Touristen in den USA kennengelernt habe. Als ich das gemerkt hatte, musste ich einfach nur schmunzeln und übertrug die Erklärungen für mich in Standard-Deutsch. So machte alles dann viel mehr Sinn.

    Zuerst ging es nach Marigot, der Hauptstadt des französischen Teils. Zwischen dem französischen und dem niederländischen Teil gibt es keine Grenze, nur eine Tafel wie in Deutschland beim Verlassen eines Bundeslandes.

    Unterwegs konnte ich doch einige Fotos machen, und dieses Mal ohne störende Spiegelungen, war doch an meinem Sitzplatz die Fensterscheibe durch eine waagrechte Stange als Herausfallschutz ersetzt worden.

    In Marigot hielten wir am Hafen und konnten uns dort etwas umsehen. Die Architektur im französischen Teil unterscheidet sich doch von der im niederländischen Teil.

    Peter
    6. Juni 2019 um 11:56

    Es gibt auf Saint-Martin wohl auch eine Variante des Aschenputtels: