01.02.2025 – Martinique (Fort-de-France)
Auch heute musste die Irre wieder früh aufstehen und durfte nicht trödeln beim fertig machen für den Ausflug und auch nicht beim Frühstück. Da es sich gestern schon bewährt hatte, schon vor dem Frühstück alles für den Ausflug zu richten und den Rucksack gleich mitzunehmen, folgten wir auch heute dieser Strategie. So durfte die Irre nach dem Frühstück nur kurz auf Deck 14, um den Blick von der Backbord-Seite zu fotografieren und auch das andere Schiff, das in einem anderen Hafenbecken liegt. Bei dem Schiff handelt es sich laut cruisemapper um die MSC Virtuosa.
Danach ging es in die Schaubar, von wo aus nach kurzer Wartezeit gleich 4 Gruppen zu den Bussen geschickt wurden. Der Fußweg war schon ziemliche lang, so dass der erste Bus schon halb voll war, bis wir dort ankamen. Und es waren wieder zwei Busse mit verschiedenen Gruppennamen. Dadurch war nicht nur mir von Anfang an klar, dass es zwei Busse sein mussten, und die Schlange für den zweiten Bus war auch schon etwas länger. Trotzdem wurde natürlich wieder erst der erste Bus komplett gefüllt, bevor die dann noch wartenden Gäste zum zweiten Bus geschickt wurden, in dem ein paar Plätze frei blieben.
Wieder war der Tourguide weiblich, dieses Mal gebürtige Deutsche. Die Erklärungen waren sehr gut und auch immer wieder mal zusammenfassend.
Zuerst ging die Fahrt quer über die Insel nach Sainte-Marie.
In Sainte-Marie besuchten wir die Rumdestillerie St. James, wo wir etwa 50 Minuten Aufenthalt hatten. Schon als während der Fahrt immer wieder Zuckerrohrfelder auftauchten, erzählte die Reiseleiterin über die Geschichte der Zuckerindustrie auf Martinique und wie aus der Zuckerindustrie die Rumindustrie entstand. Der Grund ist einfach, dass Zucker aus Zuckerrohr ein vielfaches teurer in der Produktion ist als der aus Zuckerrüben. In der Rumdestillerie St. James gibt es ein Museum, in dem die Geschichte der Firma und alte Geräte vorgestellt werden. Aber auch außerhalb des Museums gibt es ein paar alte Geräte zu sehen.
Im Verkaufsraum konnten ein paar der Sorten, die hier hergestellt werden, probiert werden. Und natürlich konnte man hier auch Rum kaufen (laut der Recherche einer Mitreisenden zu weniger als der Hälfte des Preises im Internet oder in Deutschland).
Nach dieser Besichtigung ging die Tour weiter an der Atlantikküste entlang nach Norden. Dabei gab es auch einen Fotostopp, um die Brandung erleben zu können.
Danach ging die Fahrt weiter nach Norden bis kurz nach Le Lorrain, wo wir dann der letzten Querverbindung zur anderen Seite der Insel folgten. Nach kurzer Zeit hielten wir an einem Bananenfeld an und bekamen dort einige Erklärungen zum Anbau von Bananen. Die Bananen brauchen erst einmal 6 Monate, bis sich aus der Blüte kleine Bananen bilden. Sobald genügend Bananengruppen vorhanden sind, wir die Blüte entfernt und die kleinen Bananen werden mit Tüten vor Vögeln, Insekten und Sonnenbrand geschützt. Nach 6 Wochen in der Tüte werden die Bananen noch grün geerntet und entweder verschifft (exportiert) oder lokal in Kühlräumen zum Nachreifen aufbewahrt.