Seetag, Teil 1
Am Seetag flog dann schon wieder während des Duschens die vom Personal provisorisch reparierte Duschbrause ab. Zack, ein Wasserstrahl im bereits gestylten Haar. Erneut kam jemand und reparierte. Mal gucken, wie lange sie dieses Mal hält.
Bis auf den Angestellten an der Poolbar, der mir nach Betreten des Schiffes um 9:55 Uhr kein Getränk gehen wollte mit der Bemerkung, er habe „ erst in 10 Minuten auf“, sind hier alle super nett.
Aber zurück zu gestern Morgen: Um 9:15 Uhr waren wie erwartet fast alle Liegen am Pool belegt. Alle? Nein, wir fanden noch zwei in der Sonne, das ging für kurze Zeit.
Die Caro erinnerte dann auch viele Passagiere an das nicht-Liegen-Reservieren-dürfen und daran, dass einige immer noch nicht die Seenotrettungübung besucht hätten und dass sie ohne Kurzbesuch nicht von Bord gehen dürften. Ich kann gar nicht verstehen, dass wir überhaupt ablegen durften.
Wir besuchten außerdem den Vortrag von Ingeborg Schneider. Die Dame ist sehr sehr, sehr speziell. Ich weiß nicht, ob ich so resilient bin, aber keiner fühlte sich von einem nicht mal zweijährigen Mädchen, das ein bisschen vor sich hin plapperte, gestört. Nach einer Zeit fragte Frau Schneider allen Ernstes die Eltern, ob sie nicht mal sicherstellen könnten, dass das Kind ruhig sei, nachdem sie bereits fünf Minuten zuvor die Eltern um „Ruhe“ gebeten hatte. Ich denke, wie übrigens auch andere Urlauber im Fahrstuhl, dass die Dame etwas überreagiert hat. Oder das Ausblenden von plappernden Kinder ist meine Superkraft. Nicht nachvollziehen konnte ich auch, warum sie erklärte, dass Trulli der Plural von Trullo sei, sie aber die ganze Zeit von Trullis sprach. Irgendwie machte das keinen Spaß.