Beiträge von sabische73

    Liebe sabische73 auch von mir nochmal herzlichen Dank für den wunderschönen Bericht, die vielen Infos und tollen Bilder. Die Farben und auch Farbkontraste sind wirklich schon alleine auf den Fotos krass und dürften in natura nochmal krasser sein. Wie gut das Fotos keine Gerüche transportieren da hätte ich manchmal sicher dran zu knapsen gehabt:saint:…bei anderen Fotos hingegen wäre ich entzückt gewesen;).

    Wenn wir nochmal eine Rundreise buchen sollten schauen wir uns sicher auch mal diesen Veranstalter näher an:thumbup:. Und buchen entweder ein paar Tage Verlängerung vor Ort oder planen zuhause noch ein paar freie Tage ein.

    Ich bin gerne mitgereist und wünsche Euch noch viele tolle Urlaube/Reisen.

    LG, Bumblebee

    Bumblebee lieben Dank :)

    Du hättest keine Gerüche aus der Metzgergasse der Souks haben wollen? Versteh ich nicht :P.

    Das einzige, was mich bei dieser Art von Reisen (egal welcher Veranstalter, kann das örtliche Busunternehmen sein) wirklich stört, ist diese Mindestteilnehmerzahl. Wird sie nicht erreicht, wird die Reise abgesagt. Da sind wir als Kreuzfahrer wirklich verwöhnt. Wir buchen teilweise über ein Jahr vorher und das Schiff fährt auf alle Fälle (meistens jedenfalls).

    Unsere Reise gab es z.B. zig Mal innerhalb einiger Wochen und alle fanden statt, allerdings war die Mindestteilnehmerzahl teilweise wirklich erst einige Wochen vorher erreicht. Eine Mitreisende wollte eigentlich woanders hin – jetzt war sie halt in Marokko. Das war ihr egal, das stand sowieso noch auf ihrer Liste. Reiselustige Rentner halt 8);).

    Gabi46 Danke dir :)

    Das mit der privaten Rundreise ohne straffes Programm kann ich wirklich nachvollziehen. Dass die „…mit Muse“ Reise (gleiches Programm, mehr Tage) nicht so gut angenommen wurde, kann meiner Meinung nach nur am Preis und an dem „mehr“ an benötigten Urlaubstagen liegen, denn das wäre genau das, was auch für uns optimal gewesen wäre.

    Bei uns gab es eine Mindestteilnehmerzahl von 12 und eine Höchstteilnehmerzahl von 29. Wir waren uns anfangs nicht sicher, was wir uns da eher wünschen würden. 12 ist natürlich schöner – hat man aber Mitreisende dabei, die einem einfach nicht liegen, kann man ihnen bei 29 besser aus dem Weg gehen. Das kann alles so oder so ausgehen. Wir hatten auf alle Fälle wirklich Glück :thumbup:.

    Afrika :love: .. das steht auch noch auf meiner to-do, leider zieht mein Mann da gar nicht. NOCH . Ich arbeite dran :saint::saint::saint:.

    Vielen herzlichen Dank sabische73

    Das war ein toller informativer und lebendig geschriebener Bericht, wunderschöne und beeindruckende Fotos inklusive…. Er hat bei mir tatsächlich die Lust auf eine organisierte Rundreise durch Marokko geweckt, diese Art zu Reisen ist sonst so gar nicht mein/unser Fall… für die Gegend dort aber vielleicht angenehm, ich bin mir nicht sicher, ob wir dort gern allein mit nem Mietwagen rumfahren würden…

    Wir haben vor etlichen Jahren mal vom Schiff aus einen Tagesausflug nach Marrakesch gemacht und wir waren damals jedenfalls tief beeindruckt.

    Lieben Dank für deine Mühe und liebe Grüße

    Marina

    @Tosehama danke dir :)

    Auch wir sind überhaupt nicht Typ „Gruppenreise“. Das sieht man schon daran, dass wir immer so früh vom Abendessen aufgestanden sind … und meine soziale Batterie ist wirklich sehr schnell voll.

    Da ist aber so eine Rundreise vielleicht genau das richtige. Da man ja fast jedem Abend in einem anderen Hotel zu Abend isst, sitzt man ja auch immer woanders bzw bei anderen Leuten. Immer im gleichen Hotel kann das nämlich ganz schön in die Hose gehen, wenn man sich vom ersten Abend an schon nicht viel zu sagen hätte mit den Gegenübern. Kann ja wirklich passieren. Wir sind aus DE - wenn wir mal sitzen, sitzen wir immer am gleichen Platz, so zumindest das Klischee :saint:.

    Marokko ist lt. diversen Reiseführern ein sicheres Reiseland und es wäre gar kein Problem, auf eigene Faust und mit Mietauto so eine Rundreise zu machen, heißt es. Nach diesem Urlaub glaube ich das sogar.

    Da wir aber erklärte „Schisser“ sind, wäre das nichts für uns. Von daher war die organisierte Rundreise eine echt gute Alternative. Ständig bräuchte ich das allerdings keinesfalls und man muss sich auch klar darüber sein, dass das alles andere als ein Urlaub ist. Nicht umsonst sagte man ja sonst „Studienreise“ dazu.

    Aber - wir machen das sicher wieder mal :).

    sabische73 Vielen, vielen Dank für deinen tollen, ausführlichen Bericht!
    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ihr nach der anstrengenden Reise gerne noch ein paar Tage Urlaub gehabt hättet.

    Danke auch für die viele Arbeit mit dem verpixeln der Bilder das war bestimmt auch sehr Zeitintensiv.
    Danke auch für die Idee sich selber eine Sprachnachricht zu schicken und seine Gedanken somit "aufzuschreiben".

    Gerne :). Hat sehr viel Spaß gemacht, alles noch einmal zu durchleben.

    Das mit dem Sprachnachricht-an-mich-selbst habe ich nach der ersten Kreuzfahrt begonnen. Dort habe ich noch verzweifelt versucht, jeden Abend mittels Funktastatur einen täglichen Bericht ins Handy zu tippeln. Das war wahnsinnig zeitintensiv.

    Diese Sprachnachrichten gehen viel, viel schneller und sind auch deshalb schön, weil man ganz toll die verschiedenen Emotionen hört, wenn ich mir selbst irgendwas erzähle. So gut kann das kein Bericht wiedergeben. Vor allem aber ist es eine große Hilfe, wenn ich in den Monaten danach dann endlich mal anfange, Schritt für Schritt einen ordnungsgemäßen Reisebericht für mich zu verfassen ;).

    ... und ja, echt "schlimm" ist immer das endlose verpixeln :sleeping::P ...

    sabische73 da bin ich direkt bei deinem Marokko RB hängen geblieben und habe ihn in einem Rutsch gelesen. Ich habe mich sofort zurück gesetzt gefühlt, Frühjahr 2019 waren wir 1 Woche mit einer Gruppenreise unterwegs. Fes, Rabat, Marrakesch, Casablanca, was für tolle Erinnerungen. Ich bin ganz begeistert von deinem Bericht <3

    Ja .. mega dort, nicht wahr :)? Es hat so unglaublich viel Freude gemacht, die alten Erinnerungen hochzukramen. Ich saß wohl gestern den ganzen Tag mit roten Wangen vor dem Laptop und habe eifrig geschrieben und geschrieben und Bilder bearbeitet :saint:. So viele schöne Erinnerungen .. und jetzt, nach so vielen Monaten, war's doch eigentlich gar nicht so stressig dort ;).

    Fazit:

    Eine sehr eindrucksvolle Reise ist zu Ende gegangen. Studiosus ist seinem Ruf gerecht geworden. Top organisiert, alles war unglaublich informativ und durchdacht. Unsere Reisegruppe mit 28 Personen war sehr harmonisch. Wir waren die jüngsten Teilnehmer und wenn wir im hohen Rentenalter noch so fit und reiselustig sind wie viele unserer Mitreisenden, können wir uns sehr glücklich schätzen.

    Marokko ist ein faszinierendes Land voller Gegensätze. Das Gewusel in Marrakesch hat uns fasziniert und zu Beginn leicht überfordert , die prunkvollen Moscheen und Mosaike haben uns beeindruckt, die Armut auf dem Land nachdenklich gemacht.

    Reisen erdet und erweitert den Horizont. Das hat dieser Urlaub eindrücklich bewiesen.

    Würden wir noch einmal so eine Reise machen? JA, auf alle Fälle. Nicht gleich, aber in einigen Jahren sicher und auch ganz sicher wieder mit diesem Reiseveranstalter. (Kanada zum Indian Summer liest sich im Katalog z.B. unglaublich reizvoll … ;)). Ich glaube, beim zweiten Mal wären wir auch nicht so gestresst denn wir wüssten ja dann schon, was so alles auf uns zukommt.

    Eine der älteren Damen hatte bereits 30 (!!) Reisen mit diesem Anbieter hinter sich. Das spricht denke ich für sich.

    Das war’s von mir, bis irgendwann mal wieder 😊

    Tag 10 / Sonntag - Rückreise

    Mal wieder Wecker stellen, mal wieder früh aufstehen, mal wieder schnelles Frühstück und schon hat uns der Bus mit einer Hand voll Mitreisenden und Andrea (wichtig!) zum Flughafen nach Marrakesch gebracht. Was für eine Wohltat, nichts denken zu müssen und einfach den Anweisungen von Andrea zu folgen.

    Wir sind schon mit einer halben Stunde Verspätung abgeflogen und da wir wussten, dass wir nur eine Stunde Zeit zum Umsteigen in Casablanca haben, waren wir schon ganz nervös.

    Andrea hat uns beruhigt „wenn wir eine halbe Stunde später ankommen, startet der Flieger nach Frankfurt eben auch eine halbe Stunde später“. Aha?! Afrikanische Gelassenheit, marokkanische Ordnung … genau so war’s dann aber auch und sogar unsere Koffer sind offenbar rechtzeitig umgestiegen. Ach, und bei niemandem aus der Gruppe ist auf dem Hinflug ein Koffer verloren gegangen. Erwähnenswert, da man ja vom Flughafen Casablanca nicht immer Gutes hört.

    Unsere letzten Dirham haben wir dann im Flughafen in ganz leckeres, Mitbringsel-Gebäck investiert. Ich habe keine Ahnung, wie das hieß, aber es war unglaublich süß und unglaublich lecker :).

    Trotz der ewig langen Ansteherei wegen der erneuten Sicherheitskontrolle in Casablanca saßen wir dann schlussendlich glücklich im Flieger nach Frankfurt. Nach dem wieder guten Mittagessen (dieses Mal 2 x Veggie wie bestellt) bin ich eingeschlafen und wirklich erst beim Landeanflug Frankfurt wieder aufgewacht.

    Da wir schwupdiwupp unsere Koffer bekommen hatten, haben wir auch einen früheren Zug erwischt (weil er Verspätung hatte, hallo Deutsche Bahn :)).

    Irgendwann um 20:00 waren wir dann daheim, um 21:00 im Bett und haben beide 10 Stunden am Stück durchgeschlafen. Daran sieht man schon, wie platt wir waren.

    Ehrlich gesagt bräuchten wir jetzt alle beide eine Woche Urlaub zur Erholung vom Urlaub :sleeping::P.

    Fazit kommt auch gleich noch.

    Im Hotel hatten wir dann noch etwas Zeit und haben sie mit Koffer packen verbracht. Ging recht fix (12 kg Gepäck, man erinnere sich). Dann umziehen und am Bus treffen, denn es ging los zum letzten Abendessen. Andrea hatte Tische im Dar Es-Salam reserviert, versteckt in der Medina, mit einem prachtvollen Eingang und Stufen aus Mosaik. Es gibt vier verschiedene Essensräume, die je einem Zeitalter der marokkanischen Geschichte entsprechen und sie sind allesamt toll!! Bekannt ist das Restaurant u.a. aus dem Film „der Mann, der zu viel wusste“ mit Doris Day und James Stewart.

    Lecker war’s und wir hatten auch nette Mitreisende am Tisch. Viel unterhalten konnte man sich allerdings nicht, denn es gab dann noch Bauchtanz etc.

    Zum ersten und einzigen Mal haben wir uns eine Flasche Wein gegönnt zum Essen, so als Abschluss einer einzigartigen Reise. So anstrengend sie auch war, schön war sie doch <3:!:


    Tag 9 / Samstag – Marrakesch, Teil 2

    Unser letzter Tag ist da und es schlagen zwei Seelen in mir. Ich bin froh, dass der ganze Stress vorbei ist – andererseits beneide ich das andere U60-Paar, dass noch ein paar Tage Entspannungsurlaub anhängt, einfach das Hotel in Marrakesch wechselt und die ganzen Eindrücke noch in Marokko verarbeiten kann. Wäre eine sehr gute Idee und ein perfekter Abschluss gewesen. Man kann nicht alles haben.

    Heute also die Souks von Marrakesch.

    Nachdem Andrea uns eine Weile durch die wie üblich wuseligen Souks geführt hat (diese Roller nerven ohne Ende, aber wir hatten erfolgreich weder einen Zusammenstoß mit einem Roller, noch mit einem Eselskarren), konnten wir in der „Maison de la Photographie“ in einem netten Riad kurz durchatmen.

    Die Souks waren wie in Fes – nur noch krasser. Sogar Andrea musste dann und wann nach dem Weg fragen und das heißt schon was, denn sie kommt seit Jahren hierher.

    Nach der gemeinsamen Führung mit Andrea sind wir uns dann selbst überlassen worden. Einige Mitreisende sind mit Andrea zum Hotel zurückgefahren, wir waren aber mutig und wollten selbst noch ein bisserl durch die Souks bummeln und vielleicht sogar was kaufen (ich).

    Ich hab mir an jeder Ecke Notizen im Handy gemacht „durch Torbogen an Rolex rechts“, „an den Trotteln links“, „an der Schlangenhaut rein und dann rechts halten“, „am Honiglöffel rechts“, „zwischen Gewürzen und Abbruchhaus links rein“ – liest sich im Nachhinein sehr lustig 😊 😊. Irgendwann sind wir dann wieder umgekehrt und exakt den gleichen Weg zurückgelaufen. Man glaubt es nicht, aber wir sind irgendwann wieder sicher am Gauklerplatz angekommen und haben uns NICHT verlaufen. Ich war sehr stolz 😊!

    Gekauft haben wir zwei kleine, hölzerne Honiglöffel (ohne Handeln), ein paar lederne Hausschuhe für meinen Mann und für mich (mit Handeln) und … DIE Tasche. Das war der Hit.

    Wir sind an so einem Lederstand vorbeigelaufen, an dem eine superschöne Laptop / Arbeitstasche lag. Ich hab niemanden gesehen und mich daher getraut, mit der Hand drüberzustreichen und zu meinem Mann zu sagen „die ist aber schön weich“. Taucht von hinten der Marokkaner auf und sagt auf deutsch „ist ja auch Ziegenleder“. Ups.

    Er wollte uns also das Teil verkaufen, wollte über 1.000 Dirham dafür (100 Euro). Das wäre sie sicher Wert gewesen, aber der Gatte wollte ja eh keine. Der Mann ist dann immer weiter mit dem Preis runtergegangen, aber mein Mann wollte ja wirklich nicht. Wir also weitergelaufen.

    Nach 100 Metern mindestens hören wir plötzlich ein Rufen, rennt uns der Händler tatsächlich hinterher und schreit, für 500 Dirham könnten wir sie haben – das sind 50 Euro! NEIN danke. Weitergelaufen. Er wieder hinter uns her .. 400 Dirham.

    Ich hab dann zu meinem Mann gesagt, wenn du sie nicht nimmst, nehm ich sie. Was soll ich sagen, wir haben sie wirklich gekauft. Das war echt ein Erlebnis und hat gut zu diesem Tag gepasst. Wenn ich die Tasche in der Küche stehen sehe, streiche ich sogar manchmal über das weiche Leder, muss lächeln und an Marrakesch denken 😉.

    Okay, also dann haben wir noch irgendwo Feigen mitgenommen und das war’s dann eigentlich. Es waren wirklich schöne Stunden und zum Schluss haben wir uns noch eine Pferdekutsche zum Hotel zurück gegönnt (die Tiere hier sehen gepflegt aus, Andrea hatte gemeint, kann man guten Gewissens machen). Auch da haben wir (ich) gehandelt, das war aber so offensichtlich abgekartet von den Leuten da ... lassen wir das. Der Preis hat für uns gepasst, der Fahrer war offenbar auch glücklich und wir zufrieden.

    Danach sind wir zurück ins Hotel gefahren und hatten eine Stunde Zeit zum Duschen, dann ging’s schon wieder zurück ins Gewusel. Djemaa el Fna stand als Abschluss des Tages auf dem Programm – der Gauklerplatz. Puhhh.

    Die Kollegin würde sagen „hier pulsiert das Leben“ – ich sage „es ist ein einziges Chaos“.

    Neben Schlangenbeschwörern (ich dachte irgendwie, diese Tiere sind größer), Hennamalerinnen, Märchenerzählern und Verkäufern für allerlei seltsame Produkte hat man die Massen an Garküchen am Abend. Aus jeder Garküche stürzt einer auf dich zu mit einer einlaminierten Speisekarte samt Nummer drauf „Where are you from? Germany? Alles Bio!!! 2 Jahre Garantie auf Durchfall!!” ... wir sind dann geflüchtet. Lustig war’s aber schon 😊.

    Auch wenn in Marokko nicht gerne gesehen, ich musste Händchen halten. Ich hatte echt Angst, mein Mann ist plötzlich weg im Getümmel. Dann fahren die Roller einfach so da durch und dann dieser Krach! Hier trommelt es und da pfeift es und da schreit einer und dann kommt schon wieder ein Roller haarscharf an dir vorbei … da die Tage in der Wüstenregion doch recht überschaubar waren von den Menschenansammlungen her, waren wir an unserem ersten Tag in Marrakesch doch leicht überfordert.

    Wir waren nur zwei Stunden dort. Am Anfang hat Andrea uns alle zusammen durchgeführt, dann ist sie mit einigen Mitreisenden auf eine Dachterrasse, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Wir sind im Getümmel geblieben und dann mit den andern wieder zum Hotel zurückgefahren. Es hat uns absolut gereicht.

    Die Marokkaner fühlen sich hier offenbar pudelwohl. Sie leben von Geselligkeit und Wärme und Herzlichkeit - wenn so jemand nach Deutschland kommt und hier leben muss, der kann sich ja gar nicht wohlfühlen. Für den ist Deutschland sicher einfach nur kalt und unfreundlich. Reisen bildet, erdet und weckt Verständnis für andere Kulturkreise!

    Ich kann leider keine Bilder zeigen, die dieses Gewimmel am Abend auch nur im Ansatz verständlich rüberbringen. Zu viele Menschen, ich müsste das komplette Bild verpixeln :).

    Um neun waren wir zurück im Hotel und es war so schön, einfach mal noch zwei Stunden im Zimmer auf dem Balkon zu entspannen. Das hätte ich mir zwischendurch mal gewünscht, was ich auch in der Beurteilung vermerkt hab. Ein Tag mehr und den auf zwei halbe Tage „Pause“ verteilt, möglichst in der Wüste, wo die Hotels so supertoll waren.

    So. Und morgen nun also unser letzter Tag - ich fühle mich, als sind wir schon seit vielen Wochen unterwegs ... :saint:


    Nach dem Essen hat uns der Bus so in ca. 50 Minuten aus der Stadt herausgefahren zum ANIMA-Garten von Andre Heller. 2016 eröffnet und ein total ruhiges Paradies. Andrea hat gemeint, wir bräuchten das nach dem chaotischen Tag in Marrakesch als Ausgleich und nicht die Souks, die eigentlich im Programm standen. Da wäre der nächste Tag besser. Wie recht sie hatte!!

    War sehr entspannend, richtig schön. Wir sind nicht als Gruppe durchgelaufen, sondern jeder für sich und haben die Ruhe genossen, das Entschleunigen hat wirklich gut funktioniert.


    Irgendwo und irgendwann im Gewimmel der Straßen sind wir dann wieder in unseren Bus gestiegen und der hat uns zum Anfang eines Parks gefahren, wo wir dann langsam und geruhsam auf die Koutoubia-Moschee zugelaufen sind, eine der ältesten Moscheen in Marokko und die größte in Marrakesch (und ein guter Orientierungspunkt). War schön :). Vor allem musste man ausnahmsweise keine Angst haben, von einem der Roller überfahren zu werden …

    Nach der Moschee sind wir dann links abgebogen und in ein Restaurant zum Mittagessen, wo auf der Dachterrasse im Schatten Tische für uns reserviert waren. Da konnten wir dann auch in der Ferne die Menschen vor der Moschee beim Beten sehen und den Ruf des Muezzins hören, denn es war schon 14:00 Uhr. Das hat schon auch was, dieser Muezzin. Irgendwie meditativ dieser Klang, finde ich.

    Es hätte übrigens Gemüse-Tajine gegeben ;), aber die konnten wir mittlerweile wirklich nicht mehr sehen und haben uns eine vegetarische Pizza bestellt. War sehr gut.


    Anschließend sind wir weitergelaufen und haben dabei den Verkehr bewundert. Der Hammer. Turbulent und wuselig, nix für schwache Nerven. Autos, Pferdekarren, Mofas, Roller und Fahrräder fahren gefühlt völlig unkontrolliert quer durcheinander und es wird permanent gehupt und gerufen. Nix für mich, ich komm vom Dorf :) .. ich war völlig überfordert, der reinste Kulturschock.

    Der Bahia Palast war das Ziel des Spaziergangs durch den Verkehr. Er hat sehr viele Räume mit Stucktafeln, Verzierungen, Fliesenböden, geschnitzten Zedernholzdecken, Marmorverkleidungen und bemalten Decken. Ein paar konnte man ansehen und ich fand das alles ganz furchtbar. Das lag aber nicht am Palast, sondern an den MASSEN von Menschen. Jeden Freitag kostet so was nämlich keinen Eintritt - was zur Folge hatte, dass auch jede Menge Schulklassen und auch Gruppenweise Erwachsene da waren. Wie die Ameisen, grauenvoll. In einem Ohr hatte man das Headset und hat Andrea zugehört, mit dem anderen hat man das Geschnatter der Menschen wahrgenommen. Horror! Ich war froh, als wir wieder draußen waren. Also wenn ich an Casablanca denke, die wunderbare Moschee Hassan II und auch das Mausoleum von Moulay Ismail – das war viel, viel, viel schöner. Und vor allem ruhiger …

    Merke also für künftige Aufenthalte in Marokko: Bahia Palast JA, wirklich sehr schön - aber keinesfalls an einem Freitag.

    Leider kann ich auch hier keine Bilder der schönen Mosaike zeigen, es sind alles Innenaufnahmen.


    Tag 8 / Freitag - Marrakesch, Teil 1

    Marrakesch. Wow. Eine Kollegin hatte ja so geschwärmt und ich hab mir gedacht .. naja. Aber ich muss sagen, es ist wirklich unbeschreiblich und war ein sehr guter Abschluss dieser Reise.

    Irgendwo stand „auf Marrakesch treffen alle Adjektive und ihre Gegensätze zu: laut/leise, wuselig/ruhig, stinkig/duftend, bunt/schwarz, leuchtend/trüb, reich/arm, verwinkelt/offen, alt/neu, touristisch/authentisch, schön/hässlich und noch 1.000 andere mehr (oder so ähnlich) Alles stimmt, alles findet man hier“.

    Zuerst hat uns der Bus in die Stadt gefahren. Wir waren die ersten bei den Saadier-Gräbern, die waren auch wirklich schön. Allerdings konnte man da schon erahnen, dass es voll werden wird in der Stadt.

    Leider kann ich keine Bilder davon einstellen, es sind alles Innenaufnahmen.


    Danach ist Andrea mit uns in eine Naturapotheke gelaufen, wo sie uns einen Raum reserviert hatte. Das war vielleicht eine Verkaufsshow, die machen richtig viel Umsatz da. Der Mann war aber auch echt überzeugend (und witzig), als er seine Gewürze, Cremes und Salben angepriesen hat und das auch noch alles in deutscher Sprache („die Creme gegen Hämorriden können Sie auch als Augencreme benutzen – aber beachten Sie bitte die Reihenfolge“). Auch wir haben da so einiges eingekauft. Weiterer Pluspunkt: Handeln war nicht nötig :).


    gerade entdeckt und gleich abonniert, liebe sabische73 . Für uns geht es von Donnerstag bis Sonntag auf einen Kurztrip nach Marrakesch (auch mit einer Gruppe). Ich bin sehr gespannt, was uns da erwartet. Vielleicht sehe ich schon vorab Bilder davon in Deinem Bericht. Bin sehr neugierig, was Du uns noch alles zeigen wirst.

    Gruß Joni

    Oh, da beneide ich dich :). Marrakesch ist krass, was für ein Gewusel! Wir hätten hier gerne noch einen Tag länger Zeit gehabt, um uns richtig treiben zu lassen. Meine Marrakesch-Tage kommen heute Abend oder morgen als Abschluss des Berichts.

    .....ein toller Reisebericht, danke...

    Bei deiner Beschreibung des Marktes zu Beginn und des Fleisches musste ich gleich an unseren letztjährigen Marktbesuch in Tanger denken und hatte gleich wieder den Geruch in der Nase...... das hatte mir sehr zugesetzt.

    Ja, das ist schon krass. Ich vermute, das Wort "Kühlkette" kennen die Menschen hier gar nicht :huh:. Da liegt Quark in der Sonne, bei Fleisch und Fisch nascht die Katze mal kurz von dem, was da so runterfällt. Uns wurde erklärt, es gäbe da "sehr strenge" Hygieneregeln. Ich wage mal die These, dass diese nicht mit denen in DE vergleichbar sind ;).

    Ja, und dann sind wir in Marrakesch angekommen, der letzten Station unserer Reise für zwei Nächte. Das Hotel Opera Plaza ist sehr schön, sehr groß und (leider) sehr modern. Gar nicht landestypisch, wie die beiden schönen in der Wüste, allerdings auch nicht so „einfach“ wie die beiden ersten. Allerdings sieht man auch hier schon wieder einen Renovierungsstau.

    Wir haben an der Rezeption den letzten Fish der Reise mit Andacht ausgefüllt ;), war’s das jetzt echt schon? Kein neues Hotel mehr? Es ging so schnell vorbei …

    Im Hotel haben wir uns nur schnell die Hände gewaschen und sind zum Essen, denn dieses ständige späte Essen ist nicht so unseres. Wir waren wieder die ersten und dementsprechend auch bei den ersten, die wieder gegangen sind.

    Natürlich wird man da etwas irritiert angeschaut (wir gehen, die letzten kommen gerade), aber das war uns ehrlich gesagt egal. Einfach lächeln, grüßen und gut ist. Unser Mitteilungsbedürfnis war absolut gestillt, denn man unterhält sich ja schon den ganzen Tag. Müde waren wir auch und wir wollten einfach nur duschen und ausruhen. Die Gruppe ist wirklich angenehm, da kann man nix sagen – aber ich (mein Mann sowieso) brauch einfach mal eine Pause. Wie heißt es heutzutage immer so schön „Meine soziale Batterie war voll.“

    Plan für die Freizeit am letzten Tag in Marrakesch: Wir fahren zurück zum Hotel und ruhen uns aus. Schaun mer mal, wie wir es dann wirklich machen. Aber so ein paar Stunden ausruhen vor dem „gemeinsamen Abendessen, wo wir die schönen Stunden der Reise zusammentragen“ sowie der anstrengenden Rückreise, hören sich aktuell sehr verlockend an. (Spoiler: Wir haben es natürlich nicht gemacht.)

    Heute haben wir mitbekommen, dass Andrea zufällig mit uns zurückfliegt. Das finde ich schon mal super, da wir in Casablanca umsteigen müssen und ich daher leicht nervös bin. Wir müssen also einfach ihrer weißen Lederjacke hinterherlaufen und alles wird gut. Praktisch!

    Bevor wir uns nach dem Abendessen zurückgezogen haben, haben wir uns länger mit einer sehr netten Mitreisenden Ü80 und ihrer Freundin unterhalten. Die Freundin meinte, der passende Name für Studiosus wäre ja fast Strapaziosus. Ich musste so lachen, das passt genau. Da die beiden aber schon viele solcher Reisen mit diesem Veranstalter unternommen haben, scheint man diese Strapazen schnell wieder zu vergessen und bucht die nächste. Reise. Strapaze. Whatever :).

    Allerdings waren sich beide einig, dass diese unsere Reise schon sehr vollgepackt wäre. Das sei nicht immer so. Na dann. Ich würde mal sagen, man bekommt sehr viel geboten für sein Geld :):thumbup:.