Beiträge von Blu51

    Hallo zusammen,

    heute hat Tefra unsere beiden Koffer abgeholt; morgen starten wir zu viert mit dem Auto nach Passau (rd. 650 km.) Das Auto bleibt in der Globus Garage; über diese haben wir auch eine Vorübernachtung im Hotel König gebucht.

    Lt. Einschiffungsinformation liegt die Prinzessin Isabella am Anleger A13 an der Fritz Schaeffer Promenade. Da kann man vom Hotel ja zu Fuß hin gehen.

    Einen Tisch für morgen Abend haben wir in der Peschl Terrasse reserviert.

    Die Wettervorhersagen sehen auch nicht schlecht aus; es kann also los gehen.

    Ab dem 05.09. könnt ihr mit meinem Reisebericht rechnen.

    LG

    Peter

    Hallo zusammen,

    heute sind die Reiseunterlagen von Phoenix eingetroffen. So langsam steigt die Vorfreude. Jetzt hoffen wir, dass in den nächsten drei Wochen nichts mehr dazwischen kommt. Wir machen diese Reise mit unseren Freunden; sind demnach zu viert.

    Nach der Rückkehr folgt der Reisebericht.

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    Schönes Wochenende!

    Peter

    Fazit

    Route

    Die Route war in diesem Fall nicht der Hauptgrund, diese Reise zu buchen, weil wir die meisten der angelaufenen Städte schon besucht haben; einige auch mehrfach. Einzig Speyer war Neuland für uns. Neben dem Interesse für das relativ neue Schiff mit dem für einen Flusskreuzer ungewöhnlichen Restaurantkonzept und dem günstigen „Last Minute Angebot“ war es einfach das Bedürfnis nach den langen Monaten der Pandemie bedingten Abstinenz endlich einmal wieder eine Kreuzfahrt, zunächst auf dem Fluss, erleben zu dürfen.

    Die Ziele dieser Reise sind aber alle sehenswert, zumal die Liegezeiten, bis auf Koblenz und vor allem Rüdesheim genug Puffer für eigene Unternehmungen boten.

    Schiff

    Die NickoVISION wurde 2018 in Dienst gestellt. Sie ist 135 m lang und 11,45 m breit bei einem Tiefgang von 1,60 m. Lt. Prospekt liegt die Kapazität bei 220 Passagieren und 54 Crewmitgliedern. Bei unserer Fahrt waren 170 Gäste an Bord, davon etliche Einzelreisende.

    Die Einrichtung ist sehr modern, die offene Architektur hat uns sehr gut gefallen. So kann man z.B. vom Salon aus in das darunter liegende Hauptrestaurant „Vision“ blicken.

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    Auf dem Hauptdeck befinden sich neben einigen Kabinen der Wellness- und Fitnessbereich (von uns nicht genutzt) sowie das Restaurant „Manhattan“.

    Das Mitteldeck darüber beherbergt die Rezeption, die Kreuzfahrtleitung, einen kleinen Souvenirshop und das Hauptrestaurant „Vision“.

    Das dritte Restaurant „Marios Grill“ sowie den Panorama-Salon findet man auf dem Oberdeck.

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    Auf dem Sonnendeck sind sowohl Liegen als auch Stühle und Tische, teils unter Sonnenschutz, sowie ein kleiner Pool vorhanden. Schwimmen kann man darin aber nicht.

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    Kabinen

    Helle Farben und modernes Design mit optimaler Raumnutzung, so beschreibt Nicko Cruises die Kabinen und dies trifft es ganz gut. Die Größe wird mit 14 qm angegeben. Neben einem Doppelbett mit zwei Nachttischchen besteht die Einrichtung aus einem Stuhl, einem Hocker, einer Art Schreibtisch sowie einem Schrank, in dem sich ein Safe befindet. Ein TV-Gerät ist ebenfalls vorhanden. Der Schrank bietet ausreichend Ablagemöglichkeiten. Ein Kühlschrank im Schrank war nicht gefüllt.

    Das Bad ist zwar klein, reicht aber aus. Die Dusche verfügt über Türen, die nach innen aufgehen. Neben dem Hauptlicht gibt es noch eine Lichtleiste unterhalb des Waschbeckens; bestens geeignet für nächtliche Badbesuche.

    Die Klimaanlage lässt sich individuell einstellen und auch ganz abschalten.

    Die Kabinen auf dem Hauptdeck verfügen über nicht zu öffnende Fenster, während auf dem Mittel- und Oberdeck französische Balkone vorhanden sind. Die uns zugeteilte Kabine lag auf dem Oberdeck (Nr. 318).

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    Verpflegung

    Das Frühstück fand in den Restaurants „Vision“ und „Manhattan“ bei freier Platzwahl statt. Es war alles vorhanden, was man von einem guten Frühstücksbuffet erwartet; verschiedene Brot- und Brötchensorten, Croissants, Marmeladen, Wurst- und Käseauswahl, Müsli, Lachs usw. Selbstbedienung ist in diesen Zeiten natürlich ausgeschlossen; man ging mit einem Crewmitglied am Buffet entlang und äußerte seine Wünsche. Am Ende des Rundganges nahm man seinen gefüllten Teller entgegen. Kaffee und Tee sowie Säfte wurden am Tisch serviert; Eierspeisen wie Spiegel- und Rührei sowie Omeletts konnte man ebenfalls am Tisch bestellen. Wir haben immer im Restaurant „Vision“ gefrühstückt.

    Über das Mittagessen kann ich nichts sagen, weil wir es auf Kreuzfahrten aus Gründen der Gewichtszunahme meist ausfallen lassen, so auch auf dieser Fahrt. Einmal haben wir uns mittags einen Hamburger in „Marios Grill“ gegönnt. Dort gab es mittags und abends immer die gleichen Speisen; mittags konnte man ohne Reservierung kommen; zum Abendessen war eine Reservierung an der Rezeption notwendig. Der Hamburger war übrigens gut; über das Steak am zweiten Abend habe ich ja schon berichtet.

    Kaffee und Kuchen am Nachmittag haben wir einige Male genossen. Das Angebot an Kuchen war für einen Flusskreuzer überraschend gut.

    Das Abendessen fand in allen drei Restaurants statt, wobei im „Vision“ und „Manhattan“ wiederum freie Platzwahl war. Die ersten Abende waren wir im „Vision“, später dann im „Manhattan“. Die Speisekarte war in beiden Restaurants gleich; was uns am „Vision“ abends etwas störte, ist durch die baulichen Gegebenheiten bedingt. Wie schon erwähnt, kann man vom Salon in das Restaurant blicken und nicht nur das, über eine Treppe kommt man vom Salon auch dorthin. Zwar war der Zugang kurz vor dem Abendessen durch eine Kordel versperrt. Das hielt viele Gäste aber nicht davon ab, sich etwa 15 Minuten vor der Öffnung im Salon nieder zu lassen und, sobald die Kordel entfernt wurde, nach unten zu stürmen, um sich die besten Plätze zu sichern. Ein wenig fühlten wir uns da an die Schlangen vor dem Marktrestaurant auf den AIDA Schiffen erinnert, über die ich mich immer herrlich aufregen kann. Im Manhattan mit weitaus weniger Plätzen ging es da gesitteter zu.

    Das Abendessen bestand aus Vorspeise (zwei zur Auswahl), Suppe (zwei zur Auswahl), Hauptgang (Fleisch, Fisch oder vegetarisch) und wechselnder Nachspeise (immer auch Obst oder Käse). Beim Galadinner kamen noch zwei Gänge hinzu.

    Das Essen war meist schmackhaft und schön angerichtet. Nach unserer Meinung ist das Niveau auf Phoenix Schiffen unter Sea Chefs Regie aber etwas besser.

    An einigen Abenden gab es noch einen Late-Night-Snack.

    Hygienemaßnahmen

    Über das Prozedere bei der Einschiffung habe ich ja schon berichtet. Die Gäste, die noch nicht vollständig geimpft oder genesen waren, mussten den Schnelltest jeden zweiten Tag wiederholen.

    An Bord bestand die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung, diese konnte man abnehmen, wenn man im Restaurant oder im Salon Platz genommen hatte. Auch auf dem Sonnendeck war man von dieser Pflicht befreit. Es war schon erstaunlich, wie häufig einige Passagiere ihre Masken vergaßen, wenn sie den Salon durchquerten oder sich morgens zum Buffet begaben. Nicht immer wurden sie vom Personal dann auf ihr Versäumnis hingewiesen. Eine Maske unter dem Kinn oder in der Hand kann jedenfalls keine Wirkung entfalten. Die Crew trug immer FFP 2 Masken.

    Es gab in den öffentlichen Bereichen und in den Gängen zu den Kabinen aufgeklebte Pfeile, die die Laufrichtung vorzeigten. Daran hat sich so gut wie keiner gehalten.

    Desinfektionsspender standen in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Sie wurden meist auch wie vorgesehen genutzt.

    In den Restaurants waren die Tische nicht vollständig eingedeckt; 6-er Tische waren nur für vier Personen, 4-er Tische für 2 Personen eingedeckt. Durch die geringere Anzahl von Gästen (170 statt 220) klappte das auch gut.

    Die von Nicko Cruises angekündigte tägliche Temperaturmessung, die auch Bestandteil des 10 Punkte Hygieneplanes ist, fand nicht statt.

    Bei den Ausflügen konnte dank des Audio-Systems und der geringen Gruppenstärke jederzeit Abstand zueinander gehalten werden.

    Sonstiges

    Ein gedrucktes Tagesprogramm gibt es nicht mehr. Man findet es nur noch auf dem Kanal 2 des Fernsehens. Ob das auf allen Nicko Schiffen so ist, wissen wir nicht. Voriges Jahr auf der Rhone gab es jedenfalls noch gedruckte Tagesprogramme.

    Die Crew bestand zum größeren Teil aus Asiaten; das ist zumindest für Flusskreuzer ungewöhnlich. Bei unseren bisherigen Touren kamen die Crewmitglieder meist aus Osteuropa; Asiaten waren eher die Ausnahme. Woher auch immer, allen gebührt unser Respekt für die Arbeitsbedingungen, vor allem in diesen Zeiten. Es war aber allen anzusehen und anzumerken, dass sie sich freuten, endlich wieder los legen zu können. Wir wurden durchweg freundlich und zuvorkommend umsorgt.

    Nach längerem Überlegen hatten wir uns dieses Mal für das von Nicko angebotene Getränkepaket entschieden. Die Preise an Bord sind nämlich etwas über dem üblichen Nivau: 0,4 l Bier (Warsteiner) 4,00 €, 0,15 l Wein 3,25 €, Tagescocktail 7,50 €. Vermutlich haben wir wegen des Pakets etwas mehr getrunken als üblich. Man will ja kein Minusgeschäft machen.

    Die beiden Ausflüge, die wir gemacht haben, wurden von kompetenten Stadtführern begleitet; sie waren preislich im gewohnten Rahmen. Der Busausflug nach Heidelberg erschien uns allerdings überteuert.

    Noch ein letztes Wort zum unvermeidlichen Alleinunterhalter. Ein solcher war natürlich auch vorhanden. Er begann den Abend meist mit leiser Hintergrundmusik; steigerte das Tempo und die Lautstärke im weiteren Verlauf und sang dann auch dazu. Sehr gewöhnungsbedürftig war sein Gesang auf Deutsch, manchmal mussten wir wirklich raten, welches Stück er da zum besten gab. Auf Englisch war es besser. Aber wir haben schon Schlimmeres erlebt. Und es wurde sogar zeitweise getanzt, obwohl es im Salon keine Tanzfläche gibt.

    Insgesamt haben wir uns auf der NickoVISION wohl gefühlt; eine weitere Fahrt auf diesem schönen Schiff können wir uns durchaus vorstellen. Als nächste Flusskreuzfahrt steht aber Ende August erst einmal eine Tour auf der Donau bis zum Delta mit der „Prinzessin Isabella“ von Phoenix an.

    Vielen Dank an alle, die uns auf dieser Tour begleitet haben; auch über die Kommentare und Reaktionen habe ich mich gefreut. Sollte die Donautour stattfinden, was wir beide und unsere Freunde, die mitreisen werden, sehr hoffen, gibt es auch darüber einen Reisebericht.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende!
    Peter

    Mainz (30.06.2021), bewölkt, aber trocken, 24 Grad

    Rüdesheim hatten wir gegen 06.00 Uhr verlassen. Ankunft in Mainz war um 09.00 Uhr. Obwohl wir schon ein paar Mal in Mainz waren, u.a. auch zu einem Besuch des sehenswerten Weihnachtsmarktes, hatten wir bisher noch keinen geführten Stadtrundgang gemacht. Das wollten wir heute nachholen.

    Unser Stadtführer erwartete uns um 09.30 Uhr vor dem Schiff. Wir waren dieses Mal nur eine Gruppe mit 15 Teilnehmern. Im Gegensatz zu Speyer verabreichte uns der heutige Stadtführer nicht allzu viele Geschichtsdaten; er lockerte seine Ausführungen auch immer wieder mit spitzfindigen Bemerkungen über das benachbarte Bundesland, von dessen gegenüberliegender Landeshauptstadt ihm gerade der Name entfallen war, auf. Für alle Ortsfremden: Es handelt sich um Wiesbaden. Natürlich fehlte auch nicht der Hinweis auf das reiche Hessen und das arme Rheinland-Pfalz.

    Unser Weg führte uns zunächst zum markanten sandsteinroten Kurfürstlichen Schloss, das an der Rheinfront 75 m lang ist. Heute beherbergt das Schloss ein Kongress- und Veranstaltungszentrum sowie das römisch-germanische Zentralmuseum. Im großen Saal findet alljährlich die Fernsehfastnachtssitzung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ statt.

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    Weiter ging es zum Landtag, der gerade aufwändig saniert wird und zur benachbarten Staatskanzlei. In der Innenstadt machten wir Halt vor dem Theater und natürlich vor dem Denkmal des bekanntesten Bürgers der Stadt, Henne Gensfleisch zur Laden, besser bekannt als Johannes Gutenberg.

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    Nächster Stopp war am Schillerplatz, wo sich der Fastnachtsbrunnen mit über 200 Figuren aus der Fastnacht und der Mythologie befindet. Die Statue eines Gardetrommlers steht in der Nähe.

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    Vom ehemaligen Bischofspalast ist nur das Tor erhalten geblieben. Der jetzige Bischofssitz wurde nicht weit davon entfernt errichtet.

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    Durch einige Altstadtgassen erreichten wir schließlich den Dom St. Martin. Eine Innenbesichtigung war zwar nicht vorgesehen; wir machten hier aber eine längere Pause, so dass man sich das Innere in Ruhe ansehen konnte.

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    Auf dem Rückweg zum Schiff zeigte uns der Stadtführer noch das Rathaus, das zur Zeit ebenfalls aufwändig saniert wird. Dieser rund 2-stündige Rundgang war sehr informativ und hat uns gut gefallen. Der zweite Ausflug „Filmische Führung Wiesbaden“ fiel wegen geringer Teilnehmerzahl aus.

    Nach einer kurzen Erholungspause auf der VISION gingen wir noch einmal zurück in die Altstadt, um noch weitere Fotos vom Dom und dem Gutenbergmuseum zu schießen.

    Anschließend war Kofferpacken angesagt.

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    Frankfurt und Rückreise (01.07.2021), bedeckt, zeitweise Regen, 17 Grad

    Die Koffer mussten bis um 07.30 Uhr vor die Kabinentür gestellt werden, versehen mit den unterschiedlichen Banderolen. Sie wurden von der Crew auf das Sonnendeck gebracht.

    Die Kabinen sollten bis 08.00 Uhr geräumt werden. Nach dem Frühstück ließen wir uns daher im Salon nieder.

    Nicko Cruises bot für die Fahrt zum Hauptbahnhof einen Bustransfer an zum Preis von 14,00 € pro Person. Weil wir für die Hinfahrt mit dem Taxi aber nur 18,00 € (inkl. Trinkgeld) gezahlt hatten, entschieden wir uns wieder für die Taxi-Variante und trugen uns an der Rezeption in die Taxi-Liste ein. Unser Zug sollte erst um 11.42 Uhr starten, so dass wir die spätmöglichste Zeit für ein Taxi (09.00 Uhr) wählten.

    Für diese Uhrzeit hatten sich viele Passagiere entschieden, so dass es bis 09.20 Uhr dauerte, bis unser Taxi erschien. Bei einigen Gästen kam Unmut auf, weil nicht alle Taxen Punkt 09.00 Uhr vor dem Schiff standen. Ich finde allerdings, dass Nicko das durchaus gut organisiert hatte. Man kann m.E. nicht verlangen, dass zu einer bestimmten Uhrzeit vielleicht 30 Taxen vorfahren. Diejenigen, denen die Zeit jetzt zu knapp wurde, hätten das Taxi ja nur eine halbe Stunde früher ordern müssen.

    Bei uns war kurz zuvor noch etwas Hektik aufgekommen, weil der zweite Koffer erst nicht aufzufinden war. Nach mehrfachem Suchen tauchte er aber zwischen zwei größeren Gepäckstücken auf.

    Als unser Zug dann endlich auf der Anzeigetafel auftauchte, wurden schon 20 Minuten Verspätung angekündigt. Daraus wurden dann im Laufe der Zeit 50 Minuten. So hatte uns die Heimat mit fast einstündiger Verspätung wieder.

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    Fazit folgt in Kürze.

    Koblenz/Rüdesheim (29.06.2021), erst sonnig, später bedeckt, 24 Grad

    Die Ankunft in Koblenz gegen 06.00 Uhr haben wir verschlafen. Die VISION lag noch auf der Mosel, nahe der Altstadt. Zwei weitere Kreuzfahrer, darunter die Switzerland hatten hier ebenfalls festgemacht.

    Nach dem Frühstück machten wir einen Spaziergang Richtung Altstadt und kehrten über das Deutsche Eck zum Schiff zurück.

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    Gegen Mittag näherte sich die MS Savor unserem Schiff und wollte offensichtlich längsseits festmachen. Weil wir unsere Fahrt aber um 13.00 Uhr fortsetzen wollten, musste sie so lange warten, bis wir abgelegt hatten.

    Die Fahrt durch das obere Mittelrheintal (UNESCO-Welterbe) verfolgten wir vom Sonnendeck aus. Leider verabschiedete sich die Sonne kurz vor der Loreley und es begann zu regnen. Deshalb mussten wir in den Salon ausweichen. Der dort angebotene „Loreley-Cocktail“ zeichnete sich hauptsächlich durch das Fehlen jeglichen Geschmacks aus.

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    Später fand im Salon ein Sektempfang (Kir Royal) zum Abschluss der Reise statt, dem sich das Gala-Abendessen anschloss.

    Um 19.30 Uhr erreichten wir Rüdesheim. Es war inzwischen zwar wieder trocken; weil aber weitere Regenwolken am Himmel drohten, verzichteten wir auf einen Landgang, zumal wir schon mehrfach in Rüdesheim waren. Ein Schiff der Arosa-Flotte sowie die Anesha leisteten uns Gesellschaft.

    Auf der Kabine fanden wir später die Ausschiffungsinformationen vor, ein untrügliches Zeichen, dass die Kreuzfahrt sich ihrem Ende näherte.


    Fortsetzung folgt

    Cochem (28.06.2021), heiß, über 30 Grad

    Als wir wach wurden, befanden wir uns bereits auf der Mosel. Nach dem Frühstück verfolgten wir vom Sonnendeck aus unsere Fahrt nach Cochem. Zu beiden Seiten boten sich einige interessante Fotomotive.

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    Beim Verlassen der Schleuse Müden wartete in Gegenrichtung die MS Esprit auf ihre Einfahrt. Beide Kapitäne betätigten zur Begrüßung den Typhon; auch die Passagiere winkten eifrig.

    Um 13.00 Uhr machten wir in Cochem fest. Der von uns ins Auge gefasste Ausflug zur Burg Eltz fiel leider aus, weil dort wegen Corona keine Gruppenführungen stattfinden. Alternativ wäre eine Fahrt mit dem Mosel-Wein-Express (eine Art Bimmelbahn auf der Straße) möglich gewesen; darauf verzichteten wir jedoch.

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    So zogen wir auf eigene Faust los, überquerten zunächst die Moselbrücke und erkundeten die Altstadt mit einigen sehenswerten Gebäuden. Dann machten wir uns auf den Aufstieg zur Reichsburg. Der Weg führte in einigen Serpentinen und über Treppen hoch zur Burg. Sie ist um das Jahr 1000 erbaut und steht auf einem mit Wein bewachsenem Kegel aus Schiefergestein. Von oben hat man einen grandiosen Blick über das Städtchen und den Fluss.

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    Nach dem Abstieg bummelten wir noch einmal durch die Altstadt, bevor wir zum Schiff zurückkehrten.

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    Später gingen einige Regenschauer nieder, bevor es wieder trocken wurde. Wir verließen Cochem um 21.30 Uhr.

    Heute Vormittag fand übrigens für die Betroffenen eine weitere Testung statt.

    Speyer (27.06.2021), sonnig, bis 30 Grad

    Laut Reiseplan war die Ankunft in Speyer für 12.00 Uhr vorgesehen; tatsächlich waren wir bereits um 10.00 Uhr da. Der Kreuzfahrtleiter begründete dies mit der aufgrund der Niederschläge der letzten Zeit höheren Fließgeschwindigkeit des Rheins. Der Kapitän habe ihm erklärt, dass er gar nicht langsamer fahren könne.

    Weil Speyer für uns Neuland war, hatten wir den Ausflug „Stadtrundgang Speyer“ gebucht, der um 14.00 Uhr startete. Deshalb hatten wir noch reichlich Zeit, den wir zu einem kurzen Spaziergang in Richtung Technikmuseum nutzten. Dieses Museum beherbergt zahlreiche historische Fahrzeuge, Schiffe, Flugzeuge und Lokomotiven. Zu einem ausführlichen Besuch reichte die Zeit zwar nicht; wir konnten aber auch von außen einige der Attraktionen bewundern.

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    Für den Ausflug am Nachmittag waren die Passagiere in vier Gruppen aufgeteilt, die jeweils mit einem Stadtführer los zogen. Die Gruppenstärke betrug 17 bzw. 18 Personen. Durch die Audiogeräte, die bei jedem Ausflug zum Einsatz kamen, konnte man sich auch etwas zurückfallen lassen, ohne die Ausführungen des Stadtführers zu verpassen.

    Unser Stadtführer, ein junger Mann, zeigte sich bei der Begrüßung zunächst einmal froh darüber, dass es endlich wieder etwas für ihn zu tun gibt. Durch einen Park folgten wir ihm zum Dom von Speyer, dem Wahrzeichen der Stadt. Bereits 1981 wurde das größte romanische Bauwerk der Welt in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Wir umrundeten das imposante Ensemble, wobei wir dem „Ölberg“, ehemals Mittelpunkt des Domkreuzganges, im südlichen Domgarten ebenfalls unsere Aufmerksamkeit widmeten. Das heutige Figurenprogramm wurde von einem Speyerer Bildhauer geschaffen. Eine Domführung konnte uns der Stadtführer nicht anbieten, weil er nicht der richtigen Konfession angehört. Wir haben uns das Innere später auf eigene Faust angesehen.

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    Weiter ging es durch schöne Gassen der Innenstadt, vorbei an der Jesuitenschule zum Judenhof. Das dortige Museum SchPIRA hätten wir ebenfalls individuell besuchen können. Der Stadtrundgang endete hier.

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    Wir schlenderten anschließend über die Maximilianstraße, um uns den „Altpörtel“ aus der Nähe anzusehen. Mit 55 m ist er eines der höchsten und bedeutendsten Stadttore Deutschlands.

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    Zurück am Schiff sahen wir, dass inzwischen die Anna Katharina von Phoenix auch in Speyer festgemacht hatte. Wenig später fuhr vom gleichen Veranstalter die Andrea vorbei.

    Vor dem Ablegen um 19.00 Uhr fielen einige Regentropfen, danach kam aber die Sonne wieder heraus.


    Fortsetzung folgt

    Kehl (26.06.2021), sonnig, 25 Grad

    Statt um 08.00 Uhr, wie in den Reiseunterlagen angegeben, hatten wir bereits um 06.30 Uhr in Kehl festgemacht. Beim ersten Blick aus dem Fenster fuhr die Anesha von Phoenix an uns vorbei. Schön, dass die Flusskreuzer so langsam wieder Fahrt aufnehmen. Gestern in Mannheim waren wir das einzige Schiff; das sollte sich heute ändern, denn neben uns im sog. Päckchen lag die Swiss Crystal, die wir durchqueren mussten, um an Land zu kommen.

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    Weil wir schon mehrfach in Straßburg waren und dabei Kehl stets links liegen gelassen haben, wollten wir dieses Versäumnis heute nachholen. Viele Gäste machten vormittags eine Stadtrundfahrt in Straßburg; am Nachmittag gab es noch einen Ausflug ins Elsass. Die Ausflugsteilnehmer mussten vorab einen zweiseitigen Fragebogen ausfüllen und diesen mit zum Bus nehmen. Auch die Gäste, die auf eigene Faust den Rhein Richtung Frankreich überqueren wollten, mussten den Fragebogen mit sich führen.

    Wir machten uns nach dem Frühstück auf den Weg in die Innenstadt. Der Fußweg vom Anleger bis dorthin dauerte gute 15 Minuten. Unterwegs konnten wir die Lady Diletta bewundern, auch so ein Schiff, das wir bereits 2020 für eine Weihnachtsmarkttour gebucht hatten. Was daraus wurde, ist hinlänglich bekannt. Später sahen wir auch die Viva Tiara ein zweites Mal.

    An der Europabrücke angekommen, bogen wir Richtung Stadtzentrum ab.

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    Dabei stießen wir durch Zufall auf einen Rundweg, den blauen Weg, dem wir folgten. Er führte hauptsächlich durch den ausgedehnten Park, der sich auf beiden Seiten des Rheins erstreckt. Dabei fiel uns auch der Weißtannenturm auf, der für die Landesgartenschau 2004 errichtet worden ist. Von seiner 44 m hohen Plattform soll man einen schönen Rundumblick haben; bei dieser Konstruktion verzichteten wir wegen leichter Höhenangst darauf, uns davon zu überzeugen.

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    Um 13.00 Uhr waren wir zurück auf der VISION. Den Nachmittag verbrachten wir bei schönstem Wetter auf dem Sonnendeck.

    Die Gäste, die am Anreisetag den Antigen-Schnelltest absolviert hatten, mussten heute zu einem weiteren Test; dieser fand ab 18.00 Uhr in einer dafür vorgesehenen Kabine statt.

    Während des Abendessens legte die Swiss Crystal ab, wir blieben noch bis zum frühen Morgen in Kehl (Ablegen 04.00 Uhr). Auch am Abend konnte man es noch eine ganze Zeit auf dem Sonnendeck aushalten. Erst mit dem Sonnenuntergang wurde es kühler.


    Fortsetzung folgt

    Frankfurt/Main (24.06.2021), 18 – 20 Grad, unterwegs Regen, später trocken

    Unser Re-Start auf dem Fluss begann am Morgen des 24.06. mit der Anreise nach Frankfurt/Main. Der IC, mit dem wir in Hagen starten wollten, hatte bereits bei der Ankunft 10 Minuten Verspätung. Bis Frankfurt kamen noch einmal 20 Minuten hinzu, so dass wir statt um 14.15 Uhr eine halbe Stunde später ankamen. Die Fahrt verlief ansonsten ohne besondere Vorkommnisse, wenn man davon absieht, dass in unserem Wagen die Klimaanlage ausgefallen war, was auf die Dauer doch unangenehm war. Wir wechselten deshalb den Wagen; das war problemlos möglich, weil noch etliche freie Plätze vorhanden waren.

    In Frankfurt nahmen wir uns ein Taxi zum Liegeplatz der VISION im Osthafen. Dort hatten wir bereits 2017 bei unserer Fahrt mit der MS Heidelberg, ebenfalls ein Nicko-Schiff gelegen. Der Liegeplatz ist relativ unattraktiv; eigentlich befindet sich hier nur Firmengelände.

    Die Einschiffung war bei unserem Eintreffen bereits im Gange. Sie begann zunächst auf dem Sonnendeck, wo der Kreuzfahrtleiter die jeweiligen Dokumente kontrollierte. Die bereits vollständig Geimpften und die Genesenen konnten danach direkt zur Rezeption gehen, während die übrigen Passagiere noch einen Antigen-Schnelltest vor sich hatten, der ebenfalls auf dem Sonnendeck durchgeführt wurde. Nach Vorliegen des Ergebnisses ging es dann auch für sie weiter zur Rezeption.

    Weil wir unsere zweite Impfung am 05.06. erhalten hatten, gaben wir nur den Infektionsschutzfragebogen ab; ließen den Kreuzfahrtleiter einen Blick in unsere Impfausweise werfen und erhielten an der Rezeption die Bordkarten. Dort erfuhren wir auch unsere Kabinennummer, es war die 318 auf dem Oberdeck.

    Im Salon gab es inzwischen Kaffee und Kuchen.

    Um 18.00 Uhr fand dort eine Informationsveranstaltung zum Bordleben statt; ferner wurden die Ausflüge vorgestellt. Wir hatten uns im Vorfeld gegen das Ausflugspaket entschieden; buchten an Bord aber zwei Stadtrundgänge in Speyer und Mainz. Außerdem orderten wir das Getränkepaket, um einmal zu testen, womit man bei normalem Konsum besser fährt. Ich werde dazu noch berichten.

    Um 18.30 Uhr legten wir ab, fuhren an der NickoSPIRIT, die näher an der Innenstadt lag vorbei und mussten dann fast 3 Stunden vor einer Schleuse warten.

    Um 19.00 Uhr öffneten die Restaurants zum Abendessen; wir gingen in das Hauptrestaurant Vision; reservierten später an der Rezeption für den nächsten Abend einen Tisch in Mario´s Grill. Am Abend kämpfte sich sogar die Sonne durch die Wolken.

    Den Tag ließen wir im Salon zu den Klängen des unvermeidlichen Bordmusikers ausklingen.


    Mannheim (25.06.2021), wolkig, 21 Grad

    In Mannheim, das wir gegen 07.30 Uhr erreichten, wurden zwei Ausflüge angeboten, von denen uns

    der nach Heidelberg interessiert hätte. Allerdings erschien uns der Preis von 41,00 € pro Person doch etwas überteuert, so dass wir darauf verzichteten. Der zweite Ausflug „Themenausflug Bertha Benz“ fiel mangels ausreichender Anmeldungen aus.

    Am Morgen fuhr die Viva Tiara an uns vorbei, mit der wir eigentlich Anfang Juni unterwegs gewesen wären, wenn der Veranstalter diese Tour nicht abgesagt hätte. Wir sahen sie am nächsten Tag in Kehl noch einmal.

    Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Von unserem Liegeplatz unweit der Konrad-Adenauer-Brücke bis zum Schloss waren es etwa 15 Minuten Fußweg.

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    Einigen Kaufhäusern in der Einkaufsmeile „Planken“ statteten wir einen Besuch ab.

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    Nachdem wir unsere Einkäufe zurück zum Schiff gebracht hatten, machten wir am Nachmittag noch einen Bummel am Rhein entlang.

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    Weil wir auf das Mittagessen verzichtet hatten, gönnten wir uns zur Kaffeezeit zwei kleine Stückchen Kuchen.

    Um 17.30 Uhr verließen wir Mannheim; eine halbe Stunde später gab es einen Sektempfang im Salon. Kapitän, Kreuzfahrtleiter und Hotelmanagerin begrüßten die Passagiere, ferner wurden die Leiter der einzelnen Abteilungen vorgestellt. Das Ganze dauerte höchstens 10 Minuten.

    Zum Abendessen hatten wir in Mario´s Grill ja einen Tisch reserviert. Das Filetsteak, das wir dort zu uns nahmen, war allerdings eine einzige Enttäuschung, viel zu durch und zum Teil fettig; das geht definitiv besser. Auch andere Gäste waren nicht zufrieden. An den nächsten Tagen soll es dann besser geworden sein.


    Fortsetzung folgt

    Hallo zusammen,

    seit vorgestern zurück von Bord der NickoVISION werde ich so schnell wie möglich mit meinem Reisebericht beginnen.

    Vorweg kann ich schon mal sagen, dass wir es sehr genossen haben, nach 10 Monaten Abstinenz mal wieder auf einem Schiff zu verweilen. Obwohl wir die meisten Städte schon kannten, gibt es doch noch Neues zu entdecken.

    Wir hatten 170 Passagiere auf dieser Reise an Bord; maximal sind 220 möglich. Insofern war die Umsetzung des Hygienekonzeptes von Nicko (fast) problemlos möglich. Mein "fast" bezieht sich hauptsächlich auf die Mitreisenden, bei denen einige es mit der Maskenpflicht an Bord nicht so genau genommen haben. Allerdings hat auch Nicko einen Punkt seines Konzeptes nicht umgesetzt: Eine tägliche Temperaturmessung fand nämlich nicht statt.

    Doch nun genug für heute. Bald geht es los! Bis dahin bitte ich noch um etwas Geduld.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende!

    Peter