Beiträge von Blu51

    wie man steigert auf ein verhülltes Bild? Das habe ich ja noch nie gehört. Darf ich mal fragen, von welchen Summen wir da so reden? Das würde mich ja brennend interessieren, wie wagemutig die Gäste so sind.

    Hallo @Isuledda99

    gesteigert wird immer in 10€ Schritten. Das sind nun keine Unsummen, die da zusammen kommen. Aber im Bereich zwischen 200 bis 300€ hat es sich bei dieser Reise schon bewegt. Wenn dann die Verhüllung entfernt wird; ich bin mir nicht sicher, ob damit der jeweilige Ersteigerer wirklich glücklich war. Andererseits war das letzte "Blind Date" bei der Auktion, der wir beigewohnt haben, ein Rizzi!

    Viele Grüße

    Peter

    Halifax, Kanada (29.09.2018), sonnig, 21 Grad

    Weil die Ankunft in Halifax erst für 14.00 Uhr avisiert war, konnten wir es ruhig angehen lassen. Nach dem Frühstück im Weite Welt Restaurant schauten wir bei einer Kunstauktion im Theatrium vorbei. Insbesondere bei den sog. Blind Dates, bei denen das Bild während der Auktion verhüllt ist, wurde fleißig mitgesteigert. Erst wenn der Zuschlag erteilt ist, erfährt der „Gewinner“ was er da ersteigert hat.

    Gegen Mittag näherten wir uns unserem heutigen Ziel. Halifax ist mit rd. 400.000 Einwohnern die Hauptstadt und das Tor zur kanadischen Atlantikprovinz Nova Scotia. Die Stadt ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Provinz und liegt näher an Europa als jede andere Stadt Nordamerikas südlich Neufundlands. Zwei weitere Kreuzfahrtschiffe konnten wir beim Einlaufen sehen, die Silver Spirit und die Aurora.

    Gegen 14.00 Uhr machte die Diva am Pier 20 fest. Unser Ausflug „Stadtrundgang“ begann erst um 15.30 Uhr, aber bereits nach Freigabe des Schiffes verließen etliche Passagiere die Diva. Sie wurden an der Gangway von einem Dudelsackspieler begrüßt. Wir folgten dann rd. 1 ½ Stunden später und fanden uns vor dem Terminal ein. Direkt gegenüber befand sich eine Kneipe, aus der bekannte Weisen zu hören waren. Offensichtlich feierte man auch in Halifax das Oktoberfest. Insgesamt drei Gruppen wollten zum Stadtrundgang aufbrechen; für eine Gruppe wurden Passagiere gesucht, die gut englisch verstanden. Wir hielten uns da lieber an die Gruppe, die von einer AIDA Mitarbeiterin namens Tanja aus der Scoutabteilung begleitet wurde. Und sie hat, das sei vorweg geschickt, ihre Sache sehr gut gemacht. Die Ausführungen der Reiseleiterin Barb wurden fast wörtlich übersetzt.

    Direkt am Hafen begrüßte uns Samuel Cunard, der Gründer der gleichnamigen Reederei.

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    Unweit davon an der Uferpromenade befinden sich zwei Denkmale, die an die Ein- und Auswanderung erinnern. Unser Weg führte uns dann Richtung Innenstadt. An der Barrington Street stehen einige schöne alte Handelshäuser aus dem späten 17. Jahrhundert. Wohlhabende Kaufleute lebten hier.

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    Auf der anderen Straßenseite erhebt sich die St. Mary´s Basilica, eine katholische Kathedrale, mit deren Bau 1820 begonnen wurde; 1899 wurde sie geweiht.

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    Wir befanden uns nun auf der Spring Garden Road, der Hauptflaniermeile von Halifax. Hier befinden sich zahlreiche Geschäfte, kleine Shops und Boutiquen sowie Pubs und Restaurants. Wir folgten der Straße eine Zeit lang und bogen dann in den Public Garden ab, der bereits 1836 angelegt wurde. Das sieben Hektar große Gelände ist bestens für Spaziergänge geeignet.

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    Von dort führte uns der Weg etwas bergan zum Citadel Hill. Mit dem Bau der Festungsanlage wurde 1749 begonnen. Das Fort sollte vor Überfällen der Ureinwohner aber auch vor anderen Eindringlingen schützen. Vom Citadel Hill hat man einen schönen Panoramablick über die Stadt und den Hafen. In der Nähe befindet sich der Uhrturm von Halifax. Edward, Herzog von Kent, der in Halifax zwischen 1794 und 1800 regierte, war ein Pünktlichkeitsfanatiker und hat ihn der Stadt als Abschiedsgeschenk hinterlassen. Leider wurde der Turm gerade restauriert und war dementsprechend eingerüstet.

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    Nach dem Abstieg vom Citadel Hill gelangten wir wieder in die Hafengegend. Der Hafen war 1917 Ausgangspunkt der größten Katastrophe, die die Stadt jemals erschütterte. Im Dezember stießen hier ein norwegischer Dampfer und ein französisches Munitionsschiff zusammen. Mehr als 2.000 Menschen starben, nachdem die Schiffe in die Luft geflogen waren, 9.000 Menschen wurden verletzt. Große Teile der Stadt wurden komplett verwüstet. Unser eindrucksvoller Rundgang endete im Bereich der restaurierten historischen Hafenanlagen. Hier kauften wir in einem Souvenirgeschäft Ansichtskarten für die Lieben daheim. Die Bezahlung erfolgte problemlos per Kreditkarte. Dann schlenderten wir zurück zum Schiff.

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    Unter dem Motto „Viva la France“ ging es zum Abendessen ins Weite Welt Restaurant. Halifax verließen wir um 22.00 Uhr. In der Nacht wurden die Uhren um eine Stunde vorgestellt.

    1. Seetag (27.09.2018), bewölkt, 18 Grad

    Der erste Seetag stand ganz im Zeichen der Entspannung. Frühstück gab es heute im Markt Restaurant, danach war Relaxen angesagt. Die Eindrücke aus New York mussten erst einmal verarbeitet werden. Kaffee und Kuchen gönnten wir uns heute ebenfalls. Das Abendessen im Weite Welt Restaurant stand unter dem Motto: Route 66. Wir trafen uns dort mit Andrea und Birgit, die sich im Theatrium die Show „ABBA reloaded“ angesehen hatten. In der AIDA Bar ließen wir den Abend mit Petra und Christian ausklingen.


    Portland, USA (28.09.2018), wechselhaft, 14 Grad

    Gegen 07.00 Uhr erreichten wir Portland im Bundesstaat Maine. Sie ist zwar mit rund 66.000 Einwohnern die größte Stadt dieses Bundesstaates jedoch nicht dessen Hauptstadt; das ist das deutlich kleinere Augusta. Portlands gewisses Etwas ist die traumhafte Lage an der Casco Bay. Hier wurde auch Stephen King, der bekannte Horror-Autor geboren. Weil unser gebuchter Ausflug erst gegen Mittag startete, wollten wir uns am Vormittag in der Stadt umsehen. Nach dem Frühstück im Markt Restaurant gingen Gaby, Birgit und ich von Bord. Andrea verzichtete wegen des leichten Regens auf den Spaziergang. Wir bummelten durch die größtenteils kopfsteingepflasterten Gassen des Old Port mit zahlreichen Häusern im viktorianischen Stil, sahen uns das Rathaus und einige hübsche Wandmalereien an. Dann zog es uns allerdings auch wieder zur Diva, weil der Regen nicht aufhören wollte. Mit uns im Hafen lag die Royal Princess.

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    Unser Ausflug „Panoramafahrt: Portland und Leuchtturm“ sollte um 13.30 Uhr starten. AIDA hat die Treffpunkte zu den Ausflügen geändert; anstatt sich an einer bestimmten Stelle auf dem Schiff einzufinden und dann hinter einem AIDA Mitarbeiter das Schiff zu verlassen, trifft man sich jetzt bei den Ausflugsbussen bzw. im Hafenterminal. Wir hatten heute eine reine Damen Crew: Busfahrerin Nancy, Reiseleiterin Judy und eine AIDA Mitarbeiterin als Übersetzerin. Nach einer kurzen Fahrt durch die Innenstadt ging es Richtung Eastern Promenade. Von da aus hat man einen grandiosen Blick über die Casco Bay. Auch einige sehenswerte Häuser sind in diesem Bezirk zu finden; lt. Judy wohnen hier die betuchteren Einwohner Portlands.

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    Anschließend verließen wir das Stadtgebiet von Portland und fuhren über eine die Casco Bay überspannende Brücke in den kleinen Ort Cape Elisabeth zum Leuchtturm Head Light. Er wurde bereits Ende des 18. Jahrhunderts erbaut und im Laufe der Zeit mehrfach verändert. Heute ist der Turm ca. 23 m hoch und sendet in einer Höhe von ca. 28 m oberhalb des Meeresspiegels ein weißes Licht aus. Im Haus des Leuchtturmwärters betreibt die Stadt Cape Elisabeth ein Museum, das Ausstellungsstücke zur Geschichte des Leuchtturms zeigt. Portland Head Light ist umgeben vom Fort Williams Park, durch den zahlreiche Wanderwege führen. Ein wirklich schönes Fleckchen Erde. Das Wetter spielte heute Nachmittag auch mit; nachdem es zu Beginn des Ausflugs noch bedeckt aber trocken war, kam später immer mehr die Sonne heraus. Einziger Kritikpunkt war die etwas spärliche Übersetzung durch die AIDA Mitarbeiterin. Von Judys umfangreichen Erläuterungen erfuhren wir somit höchstens ein Drittel. Vom Leuchtturm ging es dann zurück zur Diva.

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    Um 16.00 Uhr legten wir ab und steuerten am Leuchtturm Head Light vorbei wieder den Atlantik an.

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    Zum Abendessen trennten sich unsere Wege; Andrea und Birgit suchten das Markt Restaurant mit dem Thema „Spanien“ auf, wir beide entschieden uns für das Weite Welt Restaurant, in dem das Thema „Indonesien“ lautete. Überzeugt hat uns die Speisenauswahl aber nicht wirklich. In der AIDA Bar trafen wir uns später dann alle wieder.

    New York, USA (26.09.2018), wechselhaft, 31 Grad

    Für unseren zweiten Tag in New York hatten wir vier uns das Rockefeller Center und einen Besuch der Aussichtsplattform Top of the Rocks vorgenommen. Petra und Christian wollten dem Empire State Building ihre Aufwartung machen. Wir hatten uns für Top of the Rocks entschieden, weil in diversen Reiseführern zu lesen war, dass dort der Andrang wesentlich geringer sei als am Empire State Building; es gäbe quasi keine Wartezeiten. Außerdem habe man das Empire State Building ja direkt im Blickfeld. Unsere ursprüngliche Absicht, schon von daheim Tickets für eine bestimmte Uhrzeit zu kaufen, hatten wir wegen der unsicheren Wetterprognosen verworfen. Wenn man wegen Regens oder Nebel kaum etwas sieht, nutzt ein im Vorfeld erworbenes Ticket recht wenig.

    Heute morgen war es auf alle Fälle trocken; allerdings lagen die meisten Wolkenkratzer noch in den Wolken; es zeigten sich aber schon vereinzelt blaue Flecken am Himmel.

    So machten wir uns nach dem Frühstück im Weite Welt Restaurant auf den Weg. Obwohl wir gestern ja schon am Rockefeller Center gewesen und auch mit einem Stadtplan bewaffnet waren, konnten wir unser Ziel auf Anhieb nicht finden. Wir waren zwar sicher, in der Nähe zu sein, wussten aber nicht genau, wohin wir uns exakt wenden sollten. Also beschlossen wir, einen Einheimischen zu fragen. Der erste, ein Verkäufer an einem Straßenstand, kam aus Ägypten und wies uns freundlich den Weg, der sich allerdings als nicht ganz richtig erwies. Ein weiterer farbiger Straßenhändler war dann schon viel genauer und kurz darauf standen wir endlich im Innenhof des Rockefeller Center. Jetzt mussten wir nur noch das richtige Gebäude finden; dabei war uns ein NYPD Beamter behilflich. Vor dem Eingang stand eine beachtliche Schlange an Menschen; wir wollten uns dort anstellen, bekamen aber freundlich bedeutet, dass diese Mitbürger gar nicht für Top of the Rocks anstanden sondern auf einen Bus warteten. So betraten wir das Gebäude und in der Tat, die Menge der Wartenden hielt sich in überschaubaren Grenzen. Das Lösen der Tickets verursachte noch einmal etwas Aufregung, weil wir die Gesamtsumme für uns vier auf den Dollar genau abgezählt hatten; die Dame am Schalter aber eine höhere Summe haben wollte. Des Rätsels Lösung: Wir hatten die Steuer (Tax) vergessen, die hinzugerechnet werden musste. Nachdem auch dieses Problem behoben war, konnten wir schon bald einen Aufzug besteigen, der uns ein paar Stockwerke höher brachte. Dort gibt es Informationen zum Bau des Centers; von da geht es per Express Aufzug hoch in den 67. Stock. Die Fahrt dauert gefühlt keine Minute und dann waren wir endlich am Ziel. Von der verglasten Plattform hat man einen phantastischen Rundblick über Manhatten. Jetzt riss die Wolkendecke immer mehr auf und wir konnten etliche tolle Fotos schießen. Die Speicherkarten glühten; natürlich wurde auch das Empire State Building auf Platte gebannt. In der Ferne konnten wir die Südspitze Manhattens mit der Freiheitsstatue und Ellis Island sehen. Dieser Besuch hatte sich auf jeden Fall gelohnt!

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    Als wir das Rockefeller Center verließen, zeigte die Uhr schon 13.30 Uhr. Viel Zeit blieb uns nicht mehr, weil „Alle Mann an Bord“ wegen der Seenotrettungsübung um 16.00 Uhr war. Wir beschlossen daher, langsam zum Schiff zurückzukehren. Die eigentlich noch beabsichtigte Fahrt mit der Staten Island Fähre ließ sich bei diesem Zeitfenster nicht mehr verwirklichen.

    Um 16.30 Uhr fand die Seenotrettungsübung statt. Sie verlief ohne Probleme und war bald beendet. So langsam rückte der Abschied von der Stadt, die niemals schläft, näher. Wir wollten das Auslaufen von Andreas und Birgits Balkon aus verfolgen; ihre Kabine auf der Steuerbordseite bot auf jeden Fall die Gewähr, der Freiheitsstatue nahe zu kommen. Um 18.00 Uhr war es dann soweit. Unter den Klängen der Auslaufmusik löste sich die Diva von der Pier und schwenkte auf den Hudson River ein. Ein weiteres Kreuzfahrtschiff, die Crystal Symphonie, lag noch am Kai. Wir glitten an Hoboken und Jersey City vorbei und näherten uns Ellis Island und der Freiheitsstatue. Bald darauf hatten wir Miss Liberty auch hinter uns gelassen und waren auf dem Weg zum Atlantik.

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    Jetzt war es Zeit zum Abendessen, doch das wollten nach dem endgültigen Verlassen New Yorks wohl gefühlt alle Gäste der Diva. Mit Mühe erwischten wir nach vergeblichen Runden im Weite Welt Restaurant noch vier Plätze im Bella Vista zum Themenabend „Algarven-Küste“. Die dargebotenen Speisen haben uns nicht so recht überzeugt. Auch die hohen Tische und Stühle im vorderen Bereich sind gewöhnungsbedürftig. Den Begrüßungssekt ließen wir sausen. In der AIDA Bar stießen später Petra und Christian zu uns, die u.a. berichteten, dass sie am Empire State Building auch keine größere Wartezeit hatten.

    New York, USA (25.09.2018), regnerisch, 23 Grad

    Nachdem wir die Nacht trotz Jetlag relativ gut geschlafen hatten, galt der erste Blick am Morgen natürlich dem Wetter. Ein Gang auf den Balkon bestätigte die Wettervorhersagen, es regnete mehr oder minder heftig. Aber alles Klagen half ja nichts, um 09.00 Uhr war Treffpunkt mit Petra und Christian sowie unserer Reiseleiterin Geraldine vor dem Terminal. Also gingen wir erst einmal ins Markt Restaurant zum Frühstück und machten uns dann wetterfest. Wasserdichte Wanderschuhe, Regenjacke und Schirm gehörten zur Ausrüstung. Kalt war es wenigstens nicht; die Temperaturen waren schon jetzt angenehm.

    Um 09.00 Uhr verließen wir die Diva und schauten uns vor dem Terminal um. Obwohl wir Petra, Christian und Geraldine bisher nur von Handy-Fotos kannten, gab es keine Zweifel; da standen die drei schon. Wir begrüßten uns herzlich und bereits bei dieser kurzen Gelegenheit festigte sich bei mir der Eindruck: Da ist die richtige Truppe zusammen. Nachdem Geraldine kurz den Ablauf des Tages erläutert hatte, ging es dann auch los. Vom Pier 92, wo die Diva festgemacht hatte, liefen wir die 52th Straße hinauf und bogen an der 8th Avenue nach links ab. Das erste Ziel war der Hearst Tower. Dieses 46stöckige Hochhaus am Columbus Circle, das aussieht wie eine stählerne Waffel, ist das Zentrum des Hearst Medienimperiums und mit Regenwassernutzung und modernsten Lichtsensor-Systemen besonders umweltfreundlich. Wir besuchten die Lobby des Gebäudes und Geraldine besorgte uns Infomaterial. Nächster Stopp war das Time Warner Center ebenfalls am Columbus Circle gelegen. In der Eingangshalle befinden sich zwei große Statuen eines kolumbianischen Künstlers, die Adam und Eva (nackt) darstellen sollen. Wir nutzten die Rolltreppe neben der Adam-Figur und konnten feststellen, dass diese an bestimmten Stellen wohl oft angefasst wird. In den ersten vier Etagen sind Geschäfte, Boutiquen und Restaurants ansässig. Geraldine führte uns zu einem Aufzug, der uns in das im gleichen Gebäude befindliche Hotel Mandarin Oriental brachte. In der 35. Etage stiegen wir aus und Geraldine fragte an der Rezeption, ob wir kurz einen Blick aus der nebenan befindlichen Bar auf den Central Park, der an den Columbus Circle grenzt, werfen dürfen. Wir durften! Der Ausblick war trotz des Wetters phantastisch. Nachdem wir etliche Fotos geschossen hatten, brachte der Aufzug uns wieder hinunter.

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    Als nächstes stand der Central Park auf dem Programm. Wir schlenderten durch den südlichen Teil und ließen die Hektik der Großstadt für einige Minuten hinter uns. Eichhörnchen, die keineswegs kamerascheu waren, kreuzten unseren Weg. Geraldine machte uns auf das Plaza Hotel aufmerksam, dessen zum Central Park ausgerichtete Zimmer aber gar keine Hotelzimmer sondern Wohnungen sind. Wer hier also ein Zimmer bucht, genießt nicht die Aussicht auf den Central Park sondern schaut direkt auf andere Hochhäuser. Hier verließen wir den Park wieder und machten uns auf den Weg Richtung Trump Tower.

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    Da sich der Erbauer und jetzige Präsident der Vereinigten Staaten heute wegen der UN-Vollversammlung persönlich in der Stadt befand, waren schon im weiteren Umkreis Straßensperren eingerichtet worden. Neben zahlreichen schweren, am Straßenrand geparkten LKW, die wahrscheinlich auch noch für Absperrungen genutzt werden sollten, war ein großes Polizeiaufgebot vor Ort. Es gelang uns, erfolgreich alle Hindernisse zu umschiffen. Etwas Erholung fanden wir in der St. Thomas Church, der wir einen Besuch abstatteten. Sie ist eine bischöfliche Pfarrkirche der Episcopal Diözese von New York. Die St. Patrick Cathedral war unser nächster Anlaufpunkt. Sie ist die größte Kathedrale der USA und gleichzeitig Sitz des Erzbischofs von New York. Inmitten des modernen Manhatten steht sie direkt gegenüber vom Rockefeller Center. Dorthin gingen wir anschließend. Das Rockefeller Center ist ein Komplex aus 19 Gebäuden und renommierteste Büroadresse New Yorks. Wir besichtigten den Innenhof und Geraldine zeigte uns den Platz, an dem alljährlich der bekannte Weihnachtsbaum aufgestellt wird. Außerdem wies sie auf die beiden Eingänge zu „Top of the Rocks“, der verglasten Aussichtsplattform auf den Etagen 67 bis 70 hin.

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    Unser weiterer Weg führte uns über den Broadway zum Times Square, der auch am Tage ein spektakuläres Bild an Leuchtreklamen bot, zumal es durch das Regenwetter schon recht düster war.

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    Im Hard Rock Cafe legten wir eine wohlverdiente Mittagspause ein und gönnten uns einen Snack sowie ein lokales Bier. Frisch gestärkt führte unser Weg dann am Bryant Park vorbei zur Public Library. Sie ist eine der drei öffentlichen Büchereien in New York City und mit über 51 Millionen Medien eine der größten Bibliotheken der Welt. Nicht weit davon entfernt befindet sich das Grand Central Terminal, New Yorks schönster Bahnhof.

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    Auch das Chrysler Building kann man von dort aus sehen. Wir betraten die beeindruckende Eingangshalle des Bahnhofs und ließen das gesamte Ambiente auf uns einwirken.

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    Von der Halle aus sieht man keinen einzigen Zug; dazu muss man in den Untergrund absteigen. Und genau das taten wir auch. Geraldine weihte uns in die Geheimnisse der New Yorker Subway ein und half uns beim Ticketkauf. Mit der Subway fuhren wir Richtung Süden und stiegen in der Nähe der Wall Street aus. An der Börse und der Federal Hall, einem Museum mit einer Statue von George Washington am Eingang, vorbei wanderten wir zum East River und genossen einen schönen Ausblick auf die Brooklyn Bridge.

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    Dann machten wir kehrt und gingen wieder Richtung Hudson River zum One World Trade Center und dem 9/11 Memorial. Das One World Trade Center hüllte sich in Wolken, so dass man die Spitze des Gebäudes teilweise nur erahnen konnte. Dort wo früher die Zwillingstürme des WTC standen, entstanden die Memorial Pools, zwei gigantische Becken mit zehn Meter hohen Wasserfällen, um die herum auf Granitplatten die Namen der Opfer eingemeißelt wurden. Dieser Besuch war für uns alle sehr bedrückend.

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    Geraldine zeigte uns dann noch eine Feuerwache, die seinerzeit auch viele Opfer zu beklagen hatte, weil man den Feuerwehrleuten versichert hatte, dass die Türme nicht einstürzen könnten.

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    Im Zuge der Gestaltung des gesamten Geländes ist auch eine neue Subway Station entstanden. Dort bestiegen wir wieder einen Zug und fuhren zurück zum Ausgangspunkt unserer heutigen Tour.

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    Ein kurzer Fußmarsch und dann hatten wir die Diva wieder erreicht. Die ganze Tour hatte statt 8 sogar fast 9 Stunden gedauert. Wir waren uns alle einig, dass wir die Zeit optimal ausgenutzt und so viel wie eben möglich gesehen hatten. Die Entscheidung zu dieser Tour in einer Mini-Gruppe war definitiv richtig gewesen. Wir verabschiedeten uns herzlich von Geraldine und bedankten uns für den tollen Tag. Zum Abendessen gingen wir ins Weite Welt Restaurant mit dem Thema „Indien“. Nach einem Absacker in der AIDA Bar fielen wir todmüde ins Bett. Die für heute geplante Begrüßung durch den General Manager war wegen des Wetters auf morgen verschoben worden.

    Anreise und Einschiffung (24.09.2018)

    Mit der Fa. Post war vereinbart, dass wir um 09.00 Uhr bei Andrea in Gevelsberg starten wollten. Also machten wir uns um 08.00 Uhr auf den Weg um Birgit noch abzuholen und dann nach Gevelsberg zu fahren, wo unser Auto stehen bleiben sollte. Gerade als wir einsteigen wollten, kam eine WhatsApp von Christian: Wir stehen hier am Schalter von Eurowings. Unser Flug wurde gerade gestrichen! Das fing ja gut an. Wir waren ziemlich geschockt und warteten fassungslos auf weitere Informationen. Für uns ging es pünktlich um 09.00 Uhr los; ohne größere Staus erreichten wir den Frankfurter Flughafen um kurz vor 12.00 Uhr. Dort checkten wir ein, wobei uns die Mitarbeiterin bereits darauf hinwies, dass es bei der Sicherheitskontrolle länger dauern könne, wir sollten uns also unverzüglich dorthin begeben. Das taten wir auch und die Schlange dort war recht beachtlich. Als dann unser Flug schon aufgerufen wurde und wir immer noch nicht durch waren, kam leichte Unruhe auf. Schließlich ging aber alles gut und wir kamen mit dem letzten Zubringerbus am Flieger an. Inzwischen hatte uns Christian mitgeteilt, dass sie auf eigene Faust einen Flug mit Eurowings nach Zürich und von dort mit Swiss nach New York gebucht hätten. Sie würden dann wohl um 23.00 Uhr oder später auf dem Schiff sein. Unser geplantes Treffen um 21.00 Uhr in der AIDA Bar mussten wir abblasen. Wir würden uns dann morgen früh vor dem Terminal sehen. Später erfuhren wir, dass der Großteil der AIDA Passagiere an Bord des abgesagten Fluges erst am 25.09., einige sogar erst am 26.09. in New York angekommen sein sollen. Was für ein Albtraum!

    Unser Flieger startete mit rund 40 Minuten Verspätung, weil eine Startbahn wegen starken Windes gesperrt worden war. Der Flug selbst verlief unspektakulär; es gab eine warme Mahlzeit und kurz vor der Landung noch einen kleinen Snack. Dass ein Langstreckenflug in der Economy Class für größere Menschen wie mich (1,87 m) kein reines Vergnügen ist, wird wohl jeder wissen, der ähnliches schon einmal mit gemacht hat. Zufällig las ich im Condor Bordmagazin, dass 25 % der Amerikaner ihre Rückenlehnen nicht zurück klappen, weil sie das für unhöflich halten. Nun, unsere Vorderleute gehörten leider nicht zu dieser Gruppe. Aber auch das war nach 8 ½ Stunden überstanden und wir landeten mit 40 Minuten Verspätung um kurz vor 18.00 Uhr auf dem JFK Flughafen. Als nach der Landung Frank Sinatras „New York New York“ aus den Bordlautsprechern erklang, wussten wir, wir sind tatsächlich im Big Apple angekommen. Doch noch stand uns die Einreisekontrolle bevor. Davon hatte man ja schon Horrorgeschichten gehört: stundenlanges Warten, eingehende Befragungen usw. Würde unser Schulenglisch ausreichen, um alle Fragen zufriedenstellend zu beantworten? Um es kurz zu machen: Es ging schneller als erwartet und völlig reibungslos über die Bühne. Wir warteten in einer überschaubaren Schlange und standen nach etwa einer halben Stunde schon vor der Beamtin der Border Control. Und die wollte weder die im Flieger ausgefüllte Zollerklärung noch die Bescheinigung meines Arztes über die einzunehmenden Medikamente sehen bzw. fragte nicht danach. Sonstige Fragen stellte sie auch nicht; sie scannte den Reisepass, wir mussten unsere Fingerabdrücke abgeben, dann einen Stempel in den Pass und wir waren durch. Draußen wiesen uns AIDA Mitarbeiter den Weg zu den Transferbussen. Wir waren etwa 10 Passagiere und der Bus wollte schon abfahren, setzte dann aber zurück und wartete auf weitere Mitreisende. Diese hatten nämlich plötzlich vor nicht mehr besetzten Schaltern gestanden, weil offensichtlich für viele Mitarbeiter der Border Control Feierabend war. So dauerte es entsprechend länger, bis sie abgefertigt waren. Nach einer Stunde Warten machte sich der Bus dann endlich auf den Weg zur Diva. Die Fahrt durch das abendliche New York mit einigen Staus zog sich hin. Ich glaube, es war etwa 22.00 Uhr, als wir endlich, nach erfreulich kurzem Check-In an Bord der Diva waren. In der AIDA Bar gönnten wir uns noch einen Drink, dann suchten wir unverzüglich unsere Kabinen auf. Dort packten wir schnell noch die Koffer aus und fielen dann ins Bett, zu einer Zeit, als es in Deutschland schon wieder hell wurde. Mal sehen, was der morgige Tag bringt; die Wetteraussichten sind jedenfalls nicht so erfreulich; es soll den ganzen Tag regnen.

    Morgen geht es weiter, dann auch mit Fotos.

    Hallo zusammen,

    jetzt bin ich erst seit Februar hier im Forum angemeldet und habe schon meinen dritten Reisebericht begonnen. So sind halt die Ruheständler, dauernd unterwegs. Nach unserer Reise mit der Mein Schiff 3 rund um Großbritannien und der Flusskreuzfahrt auf der Donau mit der Aurelia hatte es uns über den großen Teich gezogen, um dort den Indian Summer zu suchen. Ob wir ihn gefunden haben, könnt ihr meinem Bericht entnehmen. Viel Spaß beim Lesen!


    Auf unserer Liste der Kreuzfahrtziele stand Nordamerika, möglichst zur Zeit des Indian Summer, weit oben. Die Route, die AIDA anbot, erschien uns dabei interessanter als die von TUI Cruises, weil sie eben nicht zurück nach New York führte sondern in Montreal endete. Anfang Februar weckte ein Angebot im AIDA Newsletter unsere Aufmerksamkeit; die Preise dort einschließlich An- und Abreisepaket lagen um einiges unter den Katalogpreisen. Außerdem war ein Bordguthaben von 50 € pro Kabine enthalten. Abweichend von der Beschreibung im Katalog waren zwei volle Tage in New York vorgesehen; statt Boston und Bar Harbour sollte Portland angefahren werden. Weil meine Frau nicht so gerne fliegt, kam für uns nur ein Direktflug in Frage. Ein solcher war bei diesem Angebot nur mit Start- und Zielflughafen Frankfurt erhältlich. Das bedeutete zwar eine längere Anreise; ab Düsseldorf gab es aber nur Flüge mit Zwischenlandung in Paris. Zwei Bekannte, Andrea und Birgit, wollten uns bei dieser Tour begleiten. Wir fackelten dann auch nicht lange und nahmen telefonisch Kontakt mit AIDA in Rostock auf. Unser Reiseberater bestätigte, dass es sich um Direktflüge handelte und in dem Flugzeug nur noch sieben freie Plätze zur Verfügung stünden. Also wurden zwei Balkonkabinen gebucht; zum Bordguthaben legte der Reiseberater noch einen Gutschein für einen Cocktail des Tages hinzu.

    Nun konnten wir mit den weiteren Planungen für die Reise beginnen. Als erstes widmeten wir uns dem Esta Antrag für die Einreise in die USA. Das Ausfüllen per Internet nahm geraume Zeit in Anspruch; als wir den letzten der vier Anträge fertiggestellt hatten, war die Genehmigung für den ersten schon da. Danach war das Bordmanifest dran; dazu war zwingend die Genehmigung des Esta Antrags notwendig. Ausflugsbuchungen waren wegen des Vario Tarifes erst ab 90 Tage vor Reisebeginn möglich. Ich hatte mich inzwischen in einem Forum für AIDA Reisende angemeldet; dort tauschten sich für unsere Reise schon einige Mitfahrer aus.

    Etwa 4 Monate vor Reisebeginn sahen wir über MyAIDA unsere Flugzeiten: Hinflug 14.25 Uhr ab Frankfurt, Rückflug 19.25 Uhr ab Montreal, beide Flüge mit Condor. Unseren bewährten Flughafenzubringer, die Fa. Post aus Gevelsberg, konnten wir jetzt verbindlich buchen. Mittlerweile waren auch die Ausflüge auf MyAIDA zu sehen, wobei die für New York uns nicht so recht überzeugen konnten. Wir wollten so viel als möglich von dieser Stadt sehen; das gaben die AIDA Ausflüge aber nicht her, weil sie sich auf einige wenige Sehenswürdigkeiten pro Ausflug beschränkten. Im Forum wurde diese Ansicht ebenfalls geteilt; einige Mitglieder wiesen auf private Touren in New York hin. Dabei wurde auch ein in New York lebender Würzburger namens Oli genannt, dessen Touren wärmstens empfohlen wurden. Wir hatten inzwischen mit zwei Mitreisenden, Petra und Christian, aus der näheren Umgebung Kontakt über das Forum aufgenommen, die in New York ebenfalls lieber privat los ziehen wollten. Christian fragte dann bei Oli nach, der aber am 25.09., dem Tag nach unserer Ankunft schon gebucht war. Er verwies aber auf eine Kollegin, mit der er zusammenarbeitete und an die Christian sich doch mal wenden könne. Gesagt, getan. Geraldine war an dem Termin noch frei und so buchte Christian nach Rückfrage bei uns eine 8 Stunden Tour für uns 6. Danach eröffnete er eine WhatsApp Gruppe, in der wir uns regelmäßig austauschten und Geraldine unsere Favoriten für die Tour übermittelten. Später kam dann eine WhatsApp Sprachnachricht aus New York, in der uns Geraldine die Tour, die sie nach unseren Vorschlägen ausgearbeitet hatte, detailliert vorstellte. Für die weiteren Häfen buchten wir AIDA Ausflüge; außerdem erwarben wir ein Getränkepaket.

    Petra und Christian hatten übrigens später als wir gebucht bzw. umgebucht und Direktflüge ab Düsseldorf bekommen. Das hätten wir wissen sollen. Ganz so einfach verlief ihr Hinflug dann aber nicht. Doch dazu später mehr.

    Unsere Kabinen-Nr. kannten wir jetzt auch, wir hatten die 7232, Andrea und Birgit die 7154. Der Tag der Abreise rückte näher.

    Hallo uschisiggi

    nachdem ihr eure Tour begonnen habt, als wir selbst noch den Indian Summer gesucht und nur teilweise gefunden haben, habe ich Deine Berichte und Fotos jetzt quasi in einem Rutsch durchgeackert und bin begeistert. Tolle Eindrücke von einer Cruise, die ich mir auch gut vorstellen könnte. Jetzt ist sie ja leider bald schon wieder vorbei. Ich wünsche euch noch weitere schöne Tage und eine stressfreie Rückreise.

    Was die flüssigen Sonnenstrahlen angeht, die hatten wir in New York bei unserer privat gebuchten 8 Stunden Tour (zu Fuß) den ganzen Tag und waren trotzdem restlos begeistert. Wie sagt man so schön, es gibt kein schlechtes Wetter.......

    LG

    Peter

    Hallo Wasserpaule

    die Gerichte, die ich in meinem Bericht besonders genannt habe, sollten verdeutlichen, dass es eben auch "Ausrutscher" gab, die, zumindest aus unserer Sicht, für hochsommerliche Temperaturen weniger geeignet waren. Ansonsten waren wir mit dem Angebot aber durchaus zufrieden; selbst diese "Ausrutscher" waren geschmacklich nicht zu beanstanden.

    Wir brauchen bei Kreuzfahrten, sei es auf Flüssen oder auf hoher See, keine "Sterneküche". Insofern haben wir vielleicht etwas andere Erwartungen als Du. Ich gebe Dir Recht, dass das Preisniveau bei Flusskreuzfahrten nicht gerade im unteren Segment angesiedelt ist. Das liegt sicherlich auch an der geringeren Passagierzahl. Ich habe mal gelesen, dass sich Preise unter 200 € pro Tag und Passagier nicht mehr rechnen. Schnäppchen, wie bei Hochseekreuzfahrten, wo die letzten Kabinen auf Teufel komm raus verscherbelt werden, kann man hier nicht erwarten.

    Wir kommen gerade von einer Tour mit der AIDAdiva zurück und würden der Gastronomie in den Buffet-Restaurants jetzt auch kein gehobenes Niveau bescheinigen. Da muss man wohl in die Zuzahlrestaurants gehen (oder ins Atlantik auf TUI Cruises Schiffen).

    Letztlich hängt das Ganze, wie ich ja geschrieben habe, auch vom Koch ab. Wenn wir das Essen auf der Aurelia mit 3+ bewerten, so vergeben wir für die Sonata (ebenfalls eine Donau Tour 2016) eine glatte 1 und für die Alena (Rhein von Köln bis Basel 2018) eine 2.

    Von den Hochseeschiffen unter Phoenix Regie kennen wir bisher nur die Artania; da war die Gastronomie ebenfalls top.

    Viele Grüße

    Peter

    Hallo andreaO

    nachdem wir uns jetzt von unserem Nachtflug von Montreal nach Frankfurt und 6 Stunden Zeitunterschied erholt haben, möchte ich auf Deine Frage zum Essen auf der Aurelia noch näher eingehen. Tatsächlich waren einige Hauptgerichte u.E. nach eher einer kälteren Jahreszeit angemessen und nicht unbedingt für den Hochsommer geeignet. Andererseits konnte zwischen drei Hauptgerichten gewählt werden: Fisch, Fleisch oder vegetarisch. Fisch ist ja generell ein leichteres Essen und die vegetarische Variante, die wir auch ein paar Mal probiert haben, lag ebenfalls nicht schwer im Magen. Dabei gab es übrigens des öfteren Nudelgerichte. Als Vorspeise wurde meist Salat gereicht. Wir haben des öfteren auch nicht alle Gänge gewählt. Generell hängt das Angebot sicherlich auch vom Küchenchef ab; in unserem Fall war das ein Ungar und dort wird ja wohl deftiger gekocht. Auf anderen Schiffen haben wir es schon erlebt, dass es mittags neben dem normalen Angebot einen sog. Light Lunch gab; da konnte man sich an einem kleinen Buffet (mit viel Salat) bedienen. Es hängt demnach auch etwas vom Schiff ab.

    Hallo @Isuledda99

    Richtung Amsterdam waren wir auch schon unterwegs; ebenfalls eine interessante Tour. wir haben sie vergangenes Jahr hauptsächlich wegen des Keukenhofes gemacht. Weitere Ziele waren Rotterdam und zwei Orte am Ijselmeer. Ob der Altersdurchschnitt auf Arosa Schiffen wirklich niedriger ist? Vor ein paar Jahren haben wir mit diesem Anbieter Fahrten zu Weihnachtsmärkten unternommen und hatten dabei nicht den Eindruck, dass das Publikum jünger ist als auf anderen Schiffen. Nachdem Arosa dann sein Preiskonzept geändert hat, kommen sie für uns aber nicht mehr in Frage.

    Allen Forenmitgliedern verspreche ich, in Kürze mit meinem Bericht über unsere Reise in den Indian Summer zu beginnen.

    Viele Grüße

    Peter

    oh, wir auch auf neuer Ostsee-Route, die allerdings schon Ende Juni startet .


    Auf jeden Fall wünsche ich euch ebenfalls eine tolle Cruise.


    Man liest wieder von einander oder sieht sich sogar nächstes Jahr??

    Hallo uschisiggi

    unsere Ostseetour startet am 09.07.2019 in Kiel und endet am 22.07. in Bremerhaven. Da fahrt ihr wohl vor uns los, vielleicht sehen wir uns beim Wechsel. :).

    Wir sitzen auch auf gepackten Koffern; morgen um 09.00 Uhr geht es los Richtung Frankfurt. Der Flieger soll 14.25 Uhr starten.

    Euch nochmal eine tolle Cruise.

    Man liest bestimmt von einander!

    Viele Grüße

    Peter

    Hallo uschisiggi

    bei der tollen Tour möchte man ja direkt mit an Bord kommen, geht aber leider nicht, weil wir Montag nach New York fliegen und an Bord der AIDAdiva gehen mit Ziel Montreal. Wir hoffen auf einen schönen Indian Summer.

    Euch wünschen wir schöne Tage auf der Artania und viele Eindrücke in den Häfen. Ein Reisebericht wäre natürlich super. :)

    Wir waren letztes Jahr auf der Artania in den norwegischen Fjorden unterwegs, uns hat das Schiff auch aufgrund seiner überschaubaren Größe gut gefallen. Nächstes Jahr werden wir die Artania wieder entern (Ostsee auf neuer Route im Juli).

    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Bremerin

    habe gerade Deinen interessanten Reisebericht mit den tollen Fotos gelesen; Kompliment!

    Deinem Bericht entnehme ich, dass das Schiff nicht ausgebucht war. Bist Du der Meinung, dass sich die Menge der Passagiere auch bei einem ausgebuchten Schiff so gut verteilt? Schließlich können da über 3.000 Menschen an Bord sein. Wir kannten bisher nur die beiden alten Schiffe und waren in diesem Jahr erstmals auf der MS 3 mit etwas über 2.700 Passagieren. Uns war das fast schon etwas zu viel. Gerade an den Abenden waren die Bars doch ziemlich voll und nach einer Vorstellung im Theater war es fast unmöglich, noch irgendwo einen Platz zu finden, zumal es an Deck zu kalt war. Deshalb überwiegt bei uns noch die Skepsis gegenüber den Neubauten MS 1 und 2. Einen Teil dieser Skepsis hast Du uns aber genommen.

    Viele Grüße

    Peter

    Liebe Forenmitglieder,

    das war mein Bericht über unsere Donaukreuzfahrt. Ich hoffe, ich konnte euch das Besondere einer Reise auf einem Fluss etwas näher bringen und den einen oder anderen auf diese Reiseart neugierig machen. Wir werden uns nächstes Jahr wieder einem Fluss anvertrauen; demnächst steht allerdings erst wieder ein großes Schiff an. Zum Highlight in diesem Jahr geht es über den großen Teich nach New York; von dort startet unsere Kreuzfahrt nach Montreal mit der AIDAdiva.

    Viele Grüße

    Peter

    Melk, Österreich (26.08.2018), bedeckt, zeitweise sonnig, um 20 Grad

    Heute mussten die Passagiere nach dem Frühstück zum ersten Mal auf dieser Reise mit der Lounge vorlieb nehmen. Auf dem Sonnendeck war es einfach zu frisch; es regnete allerdings nicht mehr. Mit Lesen und Sudoku vertrieben wir uns die Zeit bis zum Mittagessen um 12.00 Uhr. Eine Stunde später machte die Aurelia auch schon in Melk fest. Dort befand sie sich in Gesellschaft der Viking Freya, der Scenic Amber und einem Schiff von Nicko Cruises. Melk wird in Fließrichtung Osten auch als Tor zur Wachau bezeichnet. Bekannt ist der Ort wegen seines Benediktinerstiftes, das über der Stadt thront. Während wir vor zwei Jahren wegen des schönen Wetters nur den Garten des Stiftes besucht hatten, wollten wir uns heute das Innere ansehen. Zu diesem Zweck hatten wir den Ausflug „Stift Melk“ gebucht. Ein Bus brachte uns bequem zur Anlage hinauf. Kreuzfahrtleiterin Erika besorgte die Tickets für unsere Gruppe. Weil wir noch etwas Zeit bis zu unserer geführten Innenbesichtigung hatten, schlenderten wir noch durch die Außenanlagen. Bald danach begann dann die Innenbesichtigung unter sachkundiger Führung. Wir sahen u.a. den Marmorsaal und die weltberühmte Bibliothek mit über 80.000 literarischen Werken und einem überwältigendem Wandgemälde. Bevor wir die Bibliothek betraten, hatten wir von einer Terrasse aus einen eindrucksvollen Blick in das Donautal. Zu guter Letzt statteten wir der Stiftskirche einen Besuch ab. Der Transferbus brachte uns dann zurück zum Schiff. Um 16.00 Uhr verließen wir Melk und machten uns auf den Weg nach Passau. Für uns war jetzt Kofferpacken angesagt.

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    Zum Abschieds-Cocktail fanden sich alle Passagiere um 18.30 Uhr in der Lounge ein. Bei einem Glas Sekt verabschiedeten sich der Kapitän, die Hotelmanagerin und die Kreuzfahrtleiterin von den Gästen. Bei dieser Gelegenheit wurden alle Crewmitglieder vorgestellt, mit Ausnahme der Küchencrew. Die hatte schließlich gerade zu tun, denn im Anschluss an den Abschieds-Cocktail erwartete Küchenchef Imre Banga die Passagiere zum Gala-Abschieds-Abendessen. Ein letztes Mal ließen wir uns die Kreationen aus der Küche schmecken. Bevor dann zum krönenden Abschluss die obligatorische Eisparade durch das Restaurant zog, wurde auch die Küchencrew vorgestellt und mit viel Beifall bedacht. Nach einem Abschiedsdrink mit unseren Tischnachbarn beglich ich die Bordrechnung an der Rezeption. Hierzu war nur noch eine Unterschrift nötig, weil ich unsere Kreditkarte bereits vor einigen Tagen hatte einlesen lassen. Dann ging es in die Koje.


    Passau und Abreise (27.08.2018), sonnig, 25 Grad

    Bis um 07.00 Uhr mussten die Koffer mit den entsprechenden Anhängern vor die Kabinen gestellt werden. Der größere ging mit Tefra gen Heimat, den kleineren nahmen wir mit in den ICE. Nach dem Frühstück gingen wir noch einmal in die Kabine um die letzten Kleinigkeiten einzupacken. Danach setzten wir uns in die Lounge zu unseren Tischnachbarn. Die vier Damen aus Bayern wurden um 09.00 Uhr zum Transferbus gerufen, der sie zum Bahnhof bringen sollte. Wir hatten uns am Vortag an der Rezeption ein Taxi für 09.30 Uhr bestellt, das auch pünktlich eintraf. Die Aurelia hatte wieder in Passau-Lindau angelegt; dort sahen wir auch das neueste Schiff von Nicko Cruises, die Nicko Vision. Die soll sich nach Aussage unseres Taxifahrers gleich bei ihrer zweiten Fahrt infolge des Niedrigwassers einen Schaden an der Schraube zugezogen haben. Am Bahnhof verstauten wir den Koffer in einem Schließfach und bummelten dann durch Passau. Unser Zug sollte erst um 13.30 Uhr abfahren, so dass uns noch Zeit blieb, dem griechischen Restaurant Korfu doch noch einen Besuch abzustatten.

    Die Rückfahrt mit dem ICE bis nach Hagen verlief genauso unspektakulär wie die Hinfahrt. Gegen 22.00 Uhr waren wir wieder zu Hause. Der große Koffer traf bereits am nächsten Tag ebenfalls ein.


    Fazit

    Die Aurelia ist ein etwas älteres Schiff (Baujahr 2006), das aber noch gut in Schuss ist. Einzig der etwas plüschigen Einrichtung merkt man das Alter an. Sie ist 110 m lang und bietet Platz für 158 Passagiere. Ein Vorteil, der sich insbesondere bei unserer Kreuzfahrt zeigte, ist ihr im Vergleich zu größeren Schiffen geringerer Tiefgang von 1,60 m. Dem hatten wir es zu verdanken, dass wir unsere Reise fast ohne Einschränkungen, trotz des Niedrigwassers der Donau und der nächtlichen Sperrung durch die ungarischen Behörden, durchführen konnten.

    Wir hatten eine Kabine mit frz. Balkon auf dem Saturndeck. Die Größe wird mit 14 qm angegeben. Sie bot genügend Ablagemöglichkeiten; allerdings stehen die Betten getrennt. Als sehr klein haben wir das Bad empfunden. Ablageflächen sind aber auch dort vorhanden gewesen.

    Zum Essen erhält man im Restaurant für die Dauer der Kreuzfahrt feste Plätze. Das Frühstück wird in Buffetform angeboten. Brot, Brötchen, Wurst- und Käsesorten, Eierspeisen, Müsli, Früchte, es war alles vorhanden, was der Gast zum Frühstück erwartet. Während des Frühstücks nahm ein Kellner die Vorbestellungen für das Mittag- und Abendessen auf. Diese Mahlzeiten werden am Tisch serviert und bestehen aus einer Vorspeise, zwei Suppen zur Auswahl, drei Hauptgerichten zur Auswahl (eins davon vegetarisch) sowie einer Nachspeise. Zum Nachtisch konnte man auch Früchte oder Käse wählen. Das Essen war, wie immer wenn der Hotelbetrieb von Sea Chefs gemanagt wird, sehr gut.

    An Bord gilt das All inclusiv Konzept. Konkret bedeutet das, das alle Softgetränke, Kaffee und Tee, Bier vom Fass sowie die Hausweine von 08.00 bis 24.00 Uhr ohne Zusatzkosten konsumiert werden können. Die Preise für die übrigen Getränke (z.B. Cocktails) sind, wie immer bei Phoenix, günstiger als bei den Mitbewerben.

    Das Preis-/Leistungsverhältnis der von uns gebuchten Ausflüge passte. Die Ausflüge waren gut organisiert und wurden von gut deutsch sprechenden Reiseleitern begleitet.

    Die Crewmitglieder in allen Bereichen waren sehr freundlich und zuvorkommend. Ihnen gebührt ein großes Lob; trotz der schwierigen Arbeitsbedingungen waren sie immer gut gelaunt.

    Die Aurelia können wir auf jeden Fall uneingeschränkt weiter empfehlen.