Ich bin übrigens nicht See- sondern Lankrank, immer nach einer Überfahrt, ob Ententeich oder Seegang, schwankt der Boden. Ganz schlimm wird es in geschlossenen Räumen , kann auch mal eine Woche anhalten.
So ging es für mich erstmal etwas schwankend vom Schiff, um die was wäre wenn Heimat erkunden
Wenn es nach meinem Papa gegangen wäre, wäre ich hier aufgewachsen. Meine Ma war nicht so abenteuerlustig, daher blieb es bei Deutschland. nun war ich recht gespannt wie wohl die Heimat ausgesehen hätte.
Die Bahamas bestehen aus 700 Inseln, die zum Teil unbewohnt sind. Nassau, unser heutiges Ziel, liegt auf der Insel New Providence und hat knapp 249.000 Einwohner
Da wir erst um 12:00 Uhr in Nassau ankommen sollten, konnten wir die Einfahrt in vollen Zügen genießen.
Es sah schon etwas ulkig aus, flaches Land und das einzige was von weitem zu sehen war, das Hotel Atlantis Paradise Island (Eröffnet 1968 und eines der größten Hotelkomplexe der Welt)
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Unsere heutigen Nachbarn waren die AIDAaura und die Monarch of the Seas, die mittlerweile zu Pullmantour gehört.
Kleine Geschichte am Rande: Wir sind mal mit der Allure of the Seas (Riesenpott mit Park in der Mitte) gefahren und da sagte der Kapitän »wenn man die Monarch of the Seas in die Mitte dieses Schiff stellen würde, wäre sie nicht mehr zu sehen«
An irgendeinem der Seetage gab es eine Begegnung, die ich nie vergessen werde. Wir saßen beim Frühstück und eine Kellnerin kam mit einem älteren, amerikanischen Ehepaar an unseren Tisch. Sie fragte ob wir noch einen Platz für die Beiden frei hätten. Aber klar, wir finden es meistens nett, da so des Öfteren tolle Gespräche heraus kommen. Er stellte sich und seine Begleterin in etwa so vor »Hallo, wir freuen uns, dass wir uns dazu setzen dürfen. Meine Frau und ich sind zusammen 180 Jahre alt«. Er sagte es mit einem verschmitzten Grinsen und so war er mir gleich sympathisch. Wie es bei Amerikanern so ist, ging es mit small talk weiter. Wo wir herkommen würden – Deutschland, ja das würde er kennen, da wäre er schon öfter gewesen. Ok, sowas hört man öfter von Amerikanern, aber er war häufiger in Berlin und sprach sogar etwas deutsch. Er konnte erzählen, ich hing quasi an seinen Lippen. Nach einer Zeit dachte ich, irgendwie kommt er mir bekannt vor, aber woher?
Nach diesem Frühstück liefen wir auf dem Promenaden Deck entlang und jetzt behauptete auch noch mein Mann, »Irgendwoher kenne ich ihn« Wir überlegten und hatten eine Idee. Um dies zu verifizieren, gingen wir in das Online-Café - ja, sowas gab es 2012 noch.
Nix mit Handy auf dem offenen Meer . Die Preise waren auch recht gesalzen, ich glaube 9,75 $ pro Minuten zum Telefonieren und 30 $ pro halbe Stunde Internet. Da wir schon zu den Vielfahrern gehörten, hatten wir jedoch 1 Stunde frei.
Also schauten wir im Internet nach und tatsächlich bestätigte sich unsere Vermutung – es war Gail Halvorsen der Roseninenbomber bzw. Candy Bomber. Ein paar Monate vor dieser Reise lief eine Doku über die Berliner Luftbrücke. Hier wurde auch von der Idee eines Amerikaners berichtet, der Süßigkeiten an Taschentüchern als kleine Fallschirme befestigte, um diese für die Kinder abzuwerfen. Damit die Kinder ihn erkannten wackelte er mit den Tragflächen. Die Geschichte hatte mich in der Doku schon bewegt, aber dass wir diesen Mann mal persönlich kennenlernen durften, da hätte ich im Traum nicht dran gedacht.
Später trafen wir ihn wieder und haben ihn gefragt, ob er der Candy-Bomber wäre. Er war ganz gerührt, von unserer Generation erkannt zu werden. Er bekam 1974 das Große Bundesverdienstkreuz und viele weitere Auszeichnungen.
Nach dieser Reise habe ich mir sein Buch gekauft »Kaugummi und Schokolade. Die Erinnerungen des Berliner Candy Bombers.«. Er ist kein Schriftsteller, das Buch ist jedoch so interessant, dass man darüber hinwegsehen kann.
Zu meiner Aussage stehe ich: »Auf der Reise gab es allerdings eine Begegnung, da kann kein Hafen mithalten«
Ich habe die ganze Zeit überlegt, was ich mit den Seetagen mache, ich hoffe meine Idee gefällt euch. Ich habe für jeden Tag 3 Fotos ausgewählt, jeweils morgens, mittags und abends. Wenn vorhanden, kommt noch ein Tierchen dazu
Ich denke so bekommt man einen guten Einblick: Wie war das Wetter, der Wellengang und warum ist die Backbordseite in dieser Richtung, die Fotoseite
Zum Vergleich könnt ihr euch die Fotos von der TA mit der Mein Schiff 2 vom letzten Jahr anschauen, hier hatten wir die Steuerbordseite (ich habe direkt auf den ersten Seetag verlinkt): Seetage 2019 TA Mein Schiff 2
Ich muss dazu sagen, die Amerikaner fahren etwas weiter nördlicher als TC, wir hatten jeden Tag so 21-25 °C. Bei der Tour im letzten Jahr waren es eher so 26-30 °C ... hier war die Schattenseite ein Segen, leider nicht so fotogen.
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Es war der letzte Landgang vor der großen Überfahrt und da das Schiff nur bis 15:00 Uhr im Hafen lag, haben wir aus Sicherheitsgründen einen Ausflug über die Reederei gebucht. Wir haben uns für den Ausflug zum Teide entschieden.
Am ersten Fotostopp sollten wir eigentlich folgendes zu Gesicht bekommen:
@Junge Peter da steht nur was von Buchung, nichts von Reiseantritt.
ajaanmich ich für meinen Teil kann das noch nicht beurteilen, da ich mich aktuell nicht traue zu schauen. Es steht einem doch frei auch im PLUS oder PUR Tarif zu buchen, oder?
Susi66 vielen Dank für Deinen schönen Bericht, von den Bildern ganz zu schweigen. Freu mich, dass Du uns mitgenommen hast. Schaun wir mal, wann wir diese Reise nun machen können, mit der wohl nicht mehr
Ich könnte jetzt schreiben, was wir so alles gemacht haben ... aber dann müsste ich lügen oder wüsste einer von Euch noch (ohne Notizen), was er vor 7,5 Jahren an einem Seetag erlebt hat?
Also gibt es ein paar See- und Schiffsbilder, man beachte die reservierten Liegen