21.9.2022 1. Seetag
Wie ich sie liebe ... Seetage, alles kann nix muss. So schliefen wir aus, zumindest solang wie die Nachbarn meinten wir hätten genug geschlafen
. Erstmal ein Kaffee auf dem Balkon, bei dem Wetter
...
und gingen in den Anckelmannsplatz
war das voll, wir fanden jedoch noch einer der letzten freien Plätze. Heute war das Lachsfrühstück angesagt, was es gab hat gut gemundet ... besonders üppig war die Lachsauswahl zugegebenermaßen nicht
... es hätte noch normalen Räucherlachs gegeben, den gibt es jedoch an jedem Tag
Wir verbrachten Zeit mit lesen auf dem Balkon und gingen irgendwann zum Mittagessen ins Atlantik
Sieht lecker aus und so schmeckte es auch. Der Service war etwas zäh und der Hauptgang ...
... ein schlechter Witz, meditteraner Burger
, die Kartoffelspalten waren kalt und der Burger war ein Brötchen mit etwas Gemüse. Liebe TC selbst wenn das etwas vegetarisches sein sollte, ein Burger hat ein Patty wie auch immer geartet. Das Gemüse habe ich gegessen, der Rest blieb stehen. Wir warteten ... und warteten und sind irgendwann aufgestanden und gegangen. Es wurden lieber die Tische neu hergerichtet als die Gäste zu bedienen, ein No Go. Egal Schwamm drüber, es war der einzige Totalausfall der ganzen Reise.
Während unseres Essens gab es eine bitterböse Durchsage des Kapitäns (aus dem Gedächtnis geschrieben) »Eine Notausschiffung kann jeden treffen und wenn ich darum bitte das nicht zu filmen, meine ich es auch so. Ich hoffe Sie haben Spaß mit ihren Filmchen und es hat sich gelohnt. Was aber überhaupt nicht geht ist die Anweisungen meine Crew zu ignorieren und sie anzuschreien, das wird Folgen haben«. Ab dem Zeitpunkt war mir Kapitän Hilko Tjard Mahler mehr als sympathisch, so deutliche Worte hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt von keinem Kapitän vernommen (es gab sogar Applaus im Atlantik). Was dann folgte war aus meiner Sicht grenzwertig, Kreuzfahrtdirektorin Wiebke gab einen Livebericht der Notausschiffung zu ihrem besten
, sie erklärte Schritt für Schritt was gerade passiert ... muss das sein?
Danach brauchte ich erstmal Alkohol und so testeten wir Apero und Aperol, der Aperol wäre mir zu süß (vorher noch nie getrunken), der Apero wäre eher mein Ding, am Ende bleibe ich lieber bei meinem Gin Tonic
Zwischendurch schaute ich mal in unser Bordkonto ... Frage in die Runde »hat jemand 4x mit Deutschland telefoniert?« mich schauten 2 irritierte Augenpaare an. Ok dann gehen wir wohl mal zur Rezeption, der Herr war sehr freundlich und fand heraus, dass die Telefonate vor 20 Tagen stattgefunden hatten. Die Kosten verschwanden recht schnell von unserem Bordkonto. Bei der Gelegenheit schauten wir uns die Karte dieser Reise an, hübsch
Den restlichen Tag verbummelten wir bei traumhaftem Wetter. Am Nachmittag gab es noch eine Notausschiffung, wieder per Heli, ich saß nichtsahnend auf dem Balkon und dann wurde es laut
, so laut, dass ich ins Innere geflüchtet bin ... der Heli war direkt neben mir.
Diesmal schienen sich die Gäste im Griff zu haben, es gab keine weitere Ermahnung.
Wie jeden ersten Seetag, hatten wir auch heute ein Spezialitätenrestaurant gebucht (Gourmetpaket ohne Getränke ... mit lohnt bei uns nicht).
Um 18:00 Uhr waren wir pünktlich zur Nahrungsaufnahme vor Ort. Ich meine die Portionen waren früher größer und das scheint TC zum Glück geändert zu haben, wir haben zum ersten Mal alle 3 den Nachtisch geschafft ... dafür Daumen hoch 

Fortsetzung folgt ...