04.01.2025 Santiago de Chile - Teil 1
Santiago de Chile
Für die kommenden zwei Tage war Philipp unser Guide. Er ist Deutscher, der seit über 10 Jahren in Chile lebt. Er kennt sich hier ausgesprochen gut aus und ist sehr sympathisch. Seine angenehme Art „sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen“ hat mich sehr beeindruckt. Da kann ich wirklich noch einiges lernen ….
Für den Großraum Zentralchile mit den Städten Santiago de Chile, Valparaiso und San Antonio kann ich ihn absolut empfehlen. Wenn Ihr über die Begriffe „Philipp San Antonio Tours“ googelt, solltet Ihr seine Web-Seite finden, ansonsten gerne eine PN an mich schreiben.
Für den heutigen Tag hatten wir bei ihm eine Stadtführung gebucht. Um 10:00 Uhr holte er uns an unserem Hotel ab und wir sind erst mal mit der „Metro Santiago“ in die Innenstadt gefahren.
Unser erster Anlaufpunkt war der kleine Hausberg (70 Meter) von Santiago de Chile
Cerro Santa Lucia
Dies ist eine kleine, sehr hübsche Parkanlage. Im Nebengebäude befindet sich auch ein kleiner Kunsthandwerkermarkt. Hier kann man richtig schöne Produkte direkt von der indigenen Bevölkerung kaufen.
Seitlich auf dem Hügel befindet sich das berühmte Gemälde von Fernando Daza Osario mit dem er die chilenische Nobelpreisträgerin in Literatur, Gabriela Mistral würdigt.
Bevor wir nun diesen kleinen Park verlassen, ein paar Hintergrundinformationen.
Auf diesem kleinen Hügel wurde im Jahre 1541 sozusagen der Grundstein für Santiago de Chile gelegt. In einer ziemlich blutigen Schlacht besiegten die Spanier hier die Ureinwohner in dieser Region. Am Anfang war die Stadt relativ unbedeutend, denn sie liegt im Tal zwischen der großen massiven Bergkette der Anden und zum Meer hin wird sie von einer kleineren Bergkette eingegrenzt. Sie war also relativ schwer zu erreichen – ohne die modernen Verkehrsmittel der heutigen Zeit. .
Lange war Valparaiso, das direkt am Meer liegt, mit seinem wichtigen Hafen, die „Metropole“ in der Region. Erst durch den Bau einer Eisenbahnstrecke zwischen den beiden Städten veränderte sich die Situation. Jetzt konnten Waren, Lebensmittel und Anderes problemlos von Valparaiso ins Landesinnere gebracht werden. Die wohlhabenden Geschäftsleute errichteten in Santiago ihre neuen herrschaftlichen Häuser, bauten eine komplette Infrastruktur mit Rathaus, Kirchen, Banken, Börse usw. auf. Es war nun chic hier zu wohnen.
Durch den Bau des Panama-Kanals erlebte Valparaiso einen weiteren herben wirtschaftlichen Einbruch, da ein Großteil des lukrativen Schiffstransfers wegbrach. Und wie scheinbar so oft in Chile, ziehen die Wohlhabenden dann lieber „einen Ort weiter“ und bauen neu.
Wir setzten unseren Spaziergang fort und erreichten die Kirche San Francisco. Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist eines der ältesten Gebäude hier. Ein Besuch im Inneren ist absolut lohnenswert. Die Decken haben eine beeindruckende Holzverkleidung, die wunderbar verziert ist. Die Wände sind aus weißen, groben Gestein und man spürt, dass hier „Schiffsbauer“ am Werk waren. Die Atmosphäre dieser Kirche kann man nicht mit unseren klassischen Kirchen vergleichen, sie hat etwas ganz Besonderes.
Da Bilder von Innen hier im Forum nicht erlaubt sind, können wir nur einen kurzen Blick von außen auf das angeschlossene Kloster werfen.
Weiter ging unser Spaziergang. Der Altstadt-Bereich ist von vielen Gebäuden aus dem 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts geprägt.
Ein bisschen später erreichten wir den Präsidentenpalast, Palacio de La Moneda. Dies ist der Sitz des chilenischen Präsidenten. Er liegt direkt an der großen Prachtstraße Avenia Almeda. Hier gab es erst einmal eine kleine Geschichtsstunde, u.a. zu Salvador Allende und Augusto Pinochet.
Wir sehen uns gleich am Platz „Plaza de Armas“ ...