Beiträge von Mara88

    21.01.2025 Falklandinseln / Stanley - Teil 2

    Als auf einmal ein Flugzeug über uns hinweg flog, ergriffen die Pinguine schlagartig die Flucht und rannte allesamt zur Seite. Nachdem der Fluglärm vorbei war, wackelten sie in der bekannten „Pinguin-Geh-Watschel-Art“ wieder auf ihre Plätze zurück.

    Nachdem wir hier oben schon so viel Tolles gesehen hatten, ging Kyle mit uns an den Strand. Und hier gab es noch einmal das volle Pinguin Programm. Auch hier hatten wir wieder ausgiebig Zeit. Wenn man sie länger beobachtet, erkennt man das jeder Gento Pinguine seinen eigenen Charakter hat. Und spätestens jetzt war uns klar, wir haben uns unsterblich in sie verliebt. Ein ganz besonderes Erlebnis, das wir nie vergessen werden. :love:

    Geht gleich weiter ….

    21.01.2025 Falklandinseln / Stanley - Teil 1

    Pinguine, Traumstrände und britischer Flair mitten im Südatlantik

    Was hatten wir für ein Glück. :love: Oft werden die Falklandinseln auf Grund von Wetterproblemen nicht angefahren. Die Chance hier tatsächlich her zu kommen liegt bei angeblich 50 Prozent. Heute schien aber die Sonne, der Himmel war blau und das Meer ganz ruhig. Die Tender konnten problemlos nach Stanley rüber fahren.

    Die Falklandinseln bestehen aus mehreren hunderten kleinen und ein bisschen größeren Inseln, die zerklüftet im Südatlantik liegen. Hier gibt es um die 500.000 Schafe, sehr große Populationen an Magellangänsen und neben vielen anderen Tierarten große Pinguin Kolonien, z.B. Gento Pinguine, Magelan Pinguine, Rockhoppers und natürlich die Königs Pinguine. Für letztere sind die Falklandinseln sehr bekannt.

    Stanley ist die Hauptstadt der Inselgruppe. Die Stadt liegt auf Ostfalkland. Hier leben ca. 3000 Menschen plus ca. 1700 britische Armeeangehörige. Sie gehören zu Großbritannien und man kann hier problemlos mit Britischen Pfund bezahlen.

    Für Kreuzfahrtgäste die hier anlanden, stellt sich bei der Reiseplanung zunächst eine wesentliche Frage. Will ich Königs Pinguine sehen? - Ja oder Nein. Wer diese Frage mit voller Inbrunst mit JA beantwortet, sollte sich direkt um Tickets für eine Tour nach Volunteer Point kümmern.

    Hier ist ein eine sehr große Kolonie mit über 1000 Königspinguinen beheimatet. Die Fahrt auf die Ostseite der Insel dauert gute 2 Stunden pro Richtung. Es ist eine Jeep Tour. Ein Großteil der Strecke ist Off-Road und damit nicht unbedingt rückenfreundlich.

    Im letzten Jahr hat es in diesem Areal einen Infektionsausbruch unter den Königs Pinguinen gegeben. Daher war der touristische Besuch hier erst ab Mitte November 2024 wieder freigegeben. Nach unseren Informationen war der Bereich der Gento Pinguine im Januar 2025 noch nicht wieder für Besucher gestattet. Die Anzahl der erlaubten Gäste ist pro Tag begrenzt. Daher sind diese Tickets sehr schnell vergriffen. Angeboten werden diese Touren sowohl von Privatanbietern als auch von der jeweiligen Reederei.

    Wem diese Anfahrt zu lang und unbequem ist, findet bei lokalen Anbietern Alternativen, so gibt es z.B. eine Farm auf deren Areal wohl auch alle vier Sorten gesichtet werden können, aber nicht in der Menge wie am Volunteer Point.

    Wir haben obengenannte Frage mit NEIN beantwortet und sind sogar noch ein bisschen weiter gegangen: Wir wollten zwar auch Pinguine sehen, aber die Landschaft & Natur sowie Stanley selber waren uns genauso wichtig. Daher haben wir uns für eine Kombination aus allen dreien plus Leuchtturm entschieden.

    Wir haben über Dan von Falkland Outdoors, ein kleines Familienunternehmen, eine Tagestour gebucht. Am heutigen Tag war Kyle, sein Bruder, unser Guide. Dies war eine der wenigen Touren, die wir vorab bezahlt haben. Allerdings hatten wir die Garantie, dass wir unser Geld, abzüglich 10 GBP Bearbeitungsgebühr, definitiv zurückbekommen, wenn wir nicht an Land kommen. Bei den Falklandinseln kann es durchaus passieren, dass ein Tenderprozess auch mittendrin einmal eingestellt werden muss.

    Wir können Falkland Outdoors absolut empfehlen. Der Mailkontakt verlief schnell und problemlos und der Tag mit Kyle war einfach super. :thumbup::)

    Kurz nach 9:00 waren wir in Stanley am Tender Pier angekommen. Direkt dahinter warten die privaten Guides mit Schildern. Wir hatten Dan und Kyle schnell gefunden. Mit einem Geländewagen ging es dann für uns zwei mit Kyle los. Unser erstes Ziel war Bertha’s Beach. Hier lebt eine größere Gento Pinguin Kolonie. Die Fahrt dauerte knapp eine Stunde.

    Während wir die schroffe, grüne, felsige Landschaft durchquerten erzählte uns Kyle viel über das Leben auf der Insel. Seine Erzählungen waren mit vielen Anekdoten gespickt und es gab einiges zum Lachen. Nach gut 45 Minuten verließen wir die eigentliche Straße und näherten uns der Küste.

    Nach einer ziemlich coolen Fahrt über den Strand erreichten wir Bertha’s Beach. Wir waren voller Vorfreude. Denn gleich würden wir die Gento Pinguine, die wir ja nun bereits mehrfach in der Antarktis gesehen haben, hautnah erleben.

    Und dann waren wir da!!! Hier auf dem grünen Dünenbereich tummelte sich eine große Gruppe von ihnen. :)

    Damit man keine Infektionen überträgt, muss man am Anfang die Sohlen seiner Schuhe reinigen und desinfizieren. Guides passen auf, dass man nicht in das markierte Kern-Areal der Pinguine eindringt. Hier waren wir ihnen jetzt ganz nah. Keine 3 bis 5 Meter entfernt standen sie. Manche lagen auch einfach nur faul auf dem Bauch oder andere unterhielten sich mal freundschaftlich, mal etwas aufgebracht mit ihrem Nachbarn. Es war unglaublich!:love:

    Da Ihr ja bereits bei den anderen Pinguin Bildern der letzten Tage geschrieben habt, bitte mehr - Daher kommt heute mehr. Also, ein paar mehr Pinguin Bilder. Ich hoffe es werden nicht zu viele. ;)

    Man konnte sie sich alle ganz im Detail ansehen Das war richtig beeindruckend.


    Geht gleich weiter …

    20.01.2025 Seetag - Teil 2

    Pinnacle Grill

    Der Pinnacle Grill ist das „Steak House“ und versteht sich als besondere Genussvariante. Das Fleisch hat eine sehr hohe Qualität und die Kellner betonen dies auch immer wieder gerne.;)

    Der Preis beträgt inzwischen pro Person 52,- USD zzgl. Getränke. Auch hier kann das Getränke Paket genutzt werden.

    Man kann aus der Karte frei wählen welche Vorspeise, Hauptgang und Dessert man haben möchte. Bei den Beilagen zum Hauptgang ist man großzügig. Man kann also durchaus auch noch eine dritte Beilage bestellen oder Dinge anders kombinieren.

    Die Portionen sind aus meiner Sicht extrem groß. Gerade am Ende beim Dessert stößt man dann schon an seine Grenzen. Aus unserer Sicht ist das Essen hier gut, aber HAL hat bei unseren Besuchen es eigentlich noch nie geschafft ihren vordefinierten Anspruch zu hundert Prozent zu erfüllen. Ein lauwarmes Steak reicht nicht für 100%. Obwohl die Gäste der Nebentische ihre Geschmackserlebnisse immer ganz groß feiern. Aber das gehört vielleicht auch bei der ein oder anderen Nation dazu, dass man im Urlaub im exquisiten Bereich, natürlich nur sehr gut essen kann.

    Das Ambiente im Pinnacle Grill ist gediegen elegant. Ein Abend hier ist schon etwas Besonderes und gerade auf einer längeren Reise eine angenehme Abwechslung.

    Für uns waren die Besuche bisher immer in unserem gebuchten „Have it all“ Paket enthalten. Daher hat es für uns gepasst.

    Canaletto

    Das Canaletto ist der Italiener auf den HAL Schiffen. Er befindet sich im Bereich des Lido Buffet Restaurants. Das finde ich immer wieder aufs Neue befremdlich. Wenn man dieses Restaurant besuchen will, geht man entweder vorher durch den Indoor Pool Bereich oder durch das wuselige Buffet. Schick und edel ist anders. Wenn man dann aber im Canaletto selber ist, hat es Atmosphäre. Durch die großen Fensterfronten hat man einen tollen Blick über das weite Meer. Zugleich gibt es viele Tische direkt am Fenster. Und hier den Ausblick bei einem Glas Prosecco zu genießen, hat schon was. ;)

    Der Preis pro Person beträgt inzwischen 25,- USD zzgl. Getränke. Auch hier kann das Getränke Paket genutzt werden.

    Insgesamt ist das Essen lecker. Die Portionen sind auch hier sehr großzügig angerichtet. Man kann auch hier wieder aus dem bekannten Modus Vorspeise, Hauptgang und Dessert frei auswählen. Möchte man als Zwischengang noch ein zusätzliches Nudelgericht haben, wird dies mit zusätzlich mit 10,- USD berechnet.

    Wir haben das Canaletto auch wieder im Rahmen unseres „Have it all“ - Pakets besucht.

    Have it all Paket

    Das „Have it all“ - Paket ist ein Zusatz Paket, das man zu seiner HAL Reise hinzubuchen kann. Darin sind das Signature Getränkepaket, Besuche von Spezialitäten Restaurants, Internet, Crew Trinkgelder und ein Ausflugsguthaben enthalten. Aktuell kostet es 70,- USD pro Tag.

    Zur Info: Wir haben es bisher immer gebucht. Allerdings hat es früher 45,- USD und später 65,- USD gekostet. Ich habe eben gerade gesehen, dass sowohl dieses Paket als auch die Restaurant Preise noch mal erhöht wurden.

    Eine persönliche Einschätzung, ob es sinnvoll sein kann, dieses Paket zu nutzen, schreibe ich erst später, da ich noch nicht alle Bestandteile des Pakets hier im Bericht vorgestellt oder erwähnt habe.

    Das Lido Restaurant – Buffet Restaurant

    Auf Deck 9 befindet sich das große Buffet Restaurant. Das Lido. Hier werden an vielen einzelnen in sich geschlossenen Theken-Bereichen verschiedenste Gerichte angeboten.

    Die Qualität der Gerichte und Produkte ist hier ausgesprochen gut und auch die Präsentation ist immer sehr schön.

    Morgens gibt es eine große Auswahl an Gebäck von Brötchen, Croissants und Brot. Eierspeisen in vielen Varianten. Immer eine sehr gute eigene Omelette Station. Daneben gibt es die englisch-amerikanischen Bereiche mit Würstchen, Bacon, Rührei usw. Zusätzlich gibt es einen eigenen Stand, wo frische Crepes und Waffeln zubereitet werden. Darüber hinaus werden jede Menge frisches Obst, Müsli und Milch Produkte angeboten.

    Mittags werden klassische Hauptgerichte mit Fleisch oder Fisch mit Pommes, Reis, Kartoffeln etc. angeboten. Zusätzlich gibt es einen Thekenbereich der die gesamte mexikanische Küche abdeckt mit Taccos, Fajitas, etc. Daneben gibt es einen eigenen asiatischen Bereich. Hier werden verschiedenste Wok Gerichte frisch zubereitet. Und auch Sushi ist verfügbar. Zugleich findet man eine große Salattheke (auch hier mit Bedienung) und einen Pizza – Pasta Bereich. Darüber hinaus gibt es noch einen großen Sandwich Bereich z.B. mit Chicken, Thunfisch, Garnelen, gebratenen Roastbeef etc. Ebenfalls werden einem viele Desserts angeboten.

    Hier ist auch die Eis-Theke, die sich großer Beliebtheit erfreut. Hier gibt es in der Regel 3 Sorten (Vanille, Schoko, Erdbeer) und eine Sorte „Eis des Tages.“ Da sieht man erst mal wie gut es einem auf der „Mein Schiff“ geht. Ich glaube die Amerikaner oder Australier würden aus dem Staunen, beim Anblick der Eisvielfalt auf der Mein Schiff, gar nicht mehr herauskommen.

    Abends wird hier auch wieder eine Vielzahl an verschiedenen Hauptgerichten in allen Variationen angeboten. Zusätzlich hat jeder Abend hier im Lido auch noch einmal ein spezielles Tages-Motto. So dass man auch hier immer etwas Besonderes findet. :thumbup:

    Im Gegensatz zu einem klassischen Buffet Restaurant, wie man es von der Mein Schiff kennt, jeder nimmt sich selber, was er haben will, werden bei HAL fast alle Gerichte von Mitarbeitern hinter Theke zum Gast angereicht.

    Das ist auf der einen Seite sehr angenehm, weil nicht jeder in den Schüsseln rumrührt und die Sachen nach 5 Minuten nicht mehr ansehnlich sind. Auf der anderen Seite braucht man dafür Zeit und Geduld. Man stellt sich hinten in der Schlange an und wartet bis man dran kommt. Wenn man dann noch z.B. eine andere Beilage von einer anderen Thekenstation haben will, steht man da dann ebenfalls wieder an. Das kann ziemlich zeitaufwendig sein … .

    Mein Mann und ich sind keine Buffet Esser. Auch wenn wir es immer mal wieder probieren. Obwohl es eine enorme Auswahl hier im Lido gibt, tun wir uns doch fast immer schwer damit, etwas zu finden. Meistens bleibt es bei den wirklich guten Sandwiches mit einer Pommes dazu oder einer Salatschüssel. ;)

    Im Lido Buffet wird man am Sitzplatz mit Getränken bedient. Es gibt kostenfrei Wasser, Limonade und Eistee. Zusätzliche kalte Getränke wie Bier, Wein, Cola oder Fanta kann man bei den Kellnern bestellen, die einem dann die Getränke an den Tisch bringen. Zusätzlich gibt es hier auch den kostenfreien Kaffee mit Coffein und decoffeinierten (decaf) Filter Kaffee aus dem Zapfautomaten oder heißes Wasser. Die Auswahl an Teesorten ist reichhaltig.

    Also, Ihr merkt schon, auf der Oosterdam wird man nicht verhungern. ;)

    An dieser Stelle möchte ich mich erst einmal bei Dir, liebe Gabi Gabi46 für Deine tollen „Live Reiseberichte“ bedanken. Es ist einfach super, dass Du Dir immer für das Forum, während Deines Urlaubs, so viel Zeit einplanst. Aber ganz besonders schätze ich Deine ausführliche Foto Reportagen über das jeweilige Schiff mit dem ihr Fahrt. Man kriegt einen unwahrscheinlich guten Überblick. :thumbup:

    Und daher möchte auf Deinen tollen Bericht von Eurer Reise mit der Noordam von HAL im November 2023 hinweisen. Die Noordam ist ein Schwester Schiff der Oosterdam. In diesem Bericht findet Ihr noch viele weitere Details mit Fotos zum Thema Essen. Ich war nicht davon ausgegangen, dass ich einen Reisebericht schreiben werde. Daher bin ich im Bezug auf fotogene Essensaufnahmen oder Innenaufnahmen der Restaurants sehr spärlich bestückt. Ich habe nicht mal ein Foto vom Lido Buffet. ;)

    Liebe Gabi, vielen, vielen Dank für Deine Reiseberichte. Ich reise immer sehr gerne mit. :love:

    Sicherlich habe ich noch nicht alles zum Thema HAL & Kulinarik erzählt. Aber für heute soll es reichen.

    Hier geht es am Dienstag weiter.

    Dann zeige ich Euch, was wir auf den Falkland Inseln erlebt haben. Ich verrate schon mal so viel, es wird der ein oder andere Pinguin mit dabei sein. Aber nicht nur, denn auch die Landschaft dort ist fotogen. ;)

    Viele Dank fürs Mitlesen und kommentieren.:)

    Viele Grüße

    Von der „Red Nose“ Anke

    20.01.2025 Seetag - Teil 1

    Erholung auf See

    Nach einer recht stürmischen Nacht zeigte sich der heutige Tag mit viel Sonne. Das Meer war ruhig und wenn man auf den Horizont blickte, konnte man sich fast gar nicht mehr vorstellen, dass es vor ein paar Stunden noch „heftig zur Sache gegangen“ war.

    Wir waren froh, dass wir heute einen Seetag hatten. Nach den ganzen Erlebnissen der letzten Tage tat Erholung und Entspannung richtig gut. Wir mussten nicht nur die ganzen Eindrücke im Kopf sortieren und verarbeiten. Auch der Körper brauchte dringend eine Pause. Das frühe Aufstehen, das viele draußen sein in der Kälte und auch das stundenlange Stehen hatten an unseren Kräften gezerrt. Daher war dieser Tag mit dem schönen Wetter genau das Richtige, um Geist und Seele wieder aufzutanken.

    Dies und Das – Blue Nose & Red Nose

    Auf amerikanischen Kreuzfahrtschiffen gibt es für die Überquerung der Polarkreise eine eigene sprachliche Begrifflichkeit. Wenn man im Norden Europas über den Polarkreis fährt, darf man sich danach als „Blue Nose“ bezeichnen. Gefeiert wird dies ähnlich wie man das von Polarkreis-Tauf-Events auf den deutschen Schiffen kennt, allerdings spielt der verkleidete Neptun und der tote Fisch keine so große Rolle. Hier wird mehr Wert auf den gemeinsamen „Schwur“ und der Sprung in den Pool gelegt.

    Für den antarktischen Bereich gilt theoretisch die gleiche Vorgabe, die Überquerung des 66. Breitengrades Süd. Allerdings passieren diesen nur sehr wenige Kreuzfahrt- und Expeditionsschiffe tatsächlich. Daher wird der Titel „Red Nose“ beim Erreichen des südlichen Polarmeeres verliehen und das beginnt bereits beim 60. Breitengrad.

    Wir Zwei können uns jetzt mit dem Titeln Blue & Red Nose schmücken. :)

    Am besten gefällt mir auf unserem „Red Nose“ Zertifikat übrigens der Stempel. Er ist von der Palmer Station – und das finde ich richtig cool.

    Am Nachmittag hatte mich mein Man überredet zur „Tea Time“ in den Dining Room zugehen.

    Dies & Das – Die Tea Time bei HAL

    Von früheren Reisen wusste ich bereits, dass es an Seetagen um 15:00 immer eine Tea Time in Dining Room gibt. Allerdings dachte ich, dass das ein normales Kaffeetrinken mit Kuchen wäre und habe diesem Programm Punkt keinerlei Interesse geschenkt. Was für ein Fehler!

    Nachmittags wird hier eine Tasse Tee mit der typischen Etagere gereicht. Unten Sandwiches, in der Mitte Scones mit Sahne und Marmelade oder anderer Kuchen und oben kleine Törtchen. :love:

    Ich bin ein absoluter Tea Time Fan und wann immer es eine Möglichkeit gibt, dies an einem besonderen Ort zu besuchen, versuche ich das zu machen. Und jetzt war es hier einfach so auf dem Schiff vorhanden. Die Tea Time ist mein ganz persönlicher „Geheim-Tipp“ für HAL. ;)

    Und da wir jetzt schon beim Essen sind, geht es gleich kulinarisch weiter:

    Dies und Das – HAL / Dining Room

    Der Dining Room ist das Hauptrestaurant auf den Schiffen von HAL. Hier wird abends zwischen 17:00 und 21:00 das Essen serviert. Wie auf vielen amerikanischen Schiffen werden zwei sogenannte Essenzeiten angeboten. Die frühe Essenszeit beginnt um 17:00 Uhr, die späte Essenszeit um 19:30. Alternativ besteht die Möglichkeit „Open Dining“ zu wählen. Hier kann man dann zu jeder beliebigen Zeit kommen und bekommt vor Ort einen Tisch zugeteilt.

    Hier gibt es die Variante „shared“ – man teilt sich mit anderen Gästen den Tisch oder „not shared“. Dann bekommt man einen Tisch für zwei Personen, wenn er verfügbar ist. Dem ist aber nicht immer so. Zugleich kann es beim Open Dining bei Stoßzeiten zu längeren Wartezeiten kommen. Immer deutlich erkennbar an der Schlange vor dem Hauptrestaurant.

    Bei der Buchung einer HAL Reise kann man im Vorfeld festlegen, welche Dining Option man haben möchte. Wir hatten früher immer die Option „Open Dining“ gewählt. Nach dem Motto „Eine festgelegte Essenszeit schränkt mich ja in meiner Flexibilität total ein“.

    Inzwischen buchen wir vorab immer die feste Tischzeit 19:30 mit der Option Zweier Tisch. Man bekommt dann einen festen Tisch für die ganze Reise zugeteilt. Die Kellner bei HAL arbeiten immer in Zweier-Teams in einem festen Bereich. Daher hat man über die gesamte Reise auch ein vertrautes Team um sich. Sie kennen einen, wissen um die Vorlieben – z.B. der Espresso zum Nachtisch kommt automatisch- und man kann auch ein bisschen „Plaudern“. :thumbup:

    „Open Dining“ Abende können total interessant sein, da man immer neue Menschen kennenlernt. Wir haben schon sehr angenehme und tolle Gespräche geführt. Sie können aber auch genau das Gegenteil sein. Sie sind vor allem sehr zeitintensiv. Bis ein Tisch mit 6 oder 8 Personen aufgefüllt ist, kann dauern. Erst wenn alle Plätze belegt sind, wird die Bestellung aufgenommen. Wenn dann noch jemand Sonderwünsche hat, und das passiert öfter als man denkt, verzögert sich die Auslieferung der Gerichte – und zwar für alle am Tisch, denn es wird ein Gang komplett nach dem anderen serviert. Der pure Albtraum ist die Variante wenn ein Gast bereits zu Beginn zwei Vorspeisen bestellt und die nacheinander serviert werden …. .

    Am Abend werden immer 3 Gänge angeboten. Vorspeise, Hauptgang, Dessert. Für jeden Gang kann man immer aus verschiedenen Gerichten wählen.

    Vorspeise: z.B: Salate, klassische Kleinigkeiten wie Shrimps Cockteil, Gefüllte Pasteten, Melone mit Schinken, oder Suppe (meistens zwei verschiendene).

    Hauptgang: Fleisch, immer mindestens 3 Varianten, z.B. Geflügel, Rind, Schwein, Lamm alle mit verschiedenen festen Beilagen, mindestens 2 Sorten Fisch, Nudelgerichte und mindestens eine vegetarische Variante.

    Dessert: z.B. Eis in verschieden Darbietungen, Torten, Grumble mit Eis, klassische Nachspeisen wie Creme Brulee, Tiramisu oder Mousse au Chockolat.

    Auf unseren letzten Reisen wurde auch immer ein Port to Plate Gericht angeboten. Das sind Vorspeisen oder Hauptgänge, die speziell aus der bereisten Region stammen. :thumbup:

    In allen Restaurants kann man sein gebuchtes Getränkepaket nutzen. Also auch in den Zuzahl-Restaurants. Als kostenfreies Getränk wird immer Wasser mit oder ohne Eis ausgeschenkt. Der Kaffee oder Espresso zum Nachtisch ist nicht inklusive, kann aber auch über das Getränkepaket abgedeckt werden.

    Insgesamt ist die Qualität der verwendeten Produkte immer sehr gut. Die Zubereitung der Gerichte ist international klassisch. Moderne Kreationen oder ausgefallene Arrangements kann man bei HAL eher nicht finden. Meistens kommt das Essen auch warm bis sehr warm auf den Tisch. Mein Mann und ich mögen „heißes“ Essen und sind da vielleicht etwas sehr pingelig in der Bewertung.

    Geschmacklich vergeben wir die Note 2 plus. Zum Vergleich oder Einordnung: Oceania Cruises bekommt eine glatte 1. Bei diesen beiden war der Service konstant. Die „Mein Schiff“ ordnen wir mit einer „2 Minus“ im Durchschnitt aller Reisen ein. Hier haben wir schon Fahrten erlebt, da war das Essen super. Aber auf manchen Reisen hat es mit viel gutem Willen zu einer „3 Minus“ gereicht. Aber am Ende des Tages ist das alles eine Geschmackssache. ;)

    An Seetagen ist der Dining Room auch von 12:00 bis 13:00 zum Lunch geöffnet. Hier werden dann etwas leichtere Gerichte serviert. Ähnlich wie man es von der Mein Schiff kennt.

    Geht gleich weiter …

    19.01.2025 Antarktis - Tag 4 – Teil 3

    Wir haben die Insel Elephant Island heute von ihrer dramatischen Seite kennengelernt. Ihre raue, herbe Schönheit mit steilen Bergen, schneebedeckten Felsformationen und Gletschern war sehr beeindruckend.

    Trotz der widrigen Wetterbedingungen gingen wir ab und zu mal raus. Im Schutz des Promenadendecks konnten wir wieder einige Wale beobachten. Aber es war so windig und eisig, dass fotografieren keinen echten Spaß machte. Und ganz ehrlich, wir hatten so viele Tieraufnahmen in den letzten Tagen gemacht, da war es jetzt nicht mehr nötig. Ich glaube so etwas nennt man „antarktische Foto-Dekadenz“, oder? ;)

    Der Kapitän steuerte die Oosterdam immer weiter durch die raue See entlang von Elephant Island. Unser Ziel war Point Wild.

    Dieser Punkt liegt an der Nordseite der Insel. Neben der spektakulären Küstenlandschaft mit ihren drei markanten Felsen steht hier das Denkmal für Luis Pardo. Für Historiker und Interessierte der Antarktis Forschung spielt dieser Punkt eine ganz besondere Rolle. Hier haben die Männer der Endurance Expedition, die von Shackleton geleitet wurde, die Insel erreicht und monatelang auf ihre Rettung gewartet.

    Während wir diesem besonderen Punkt immer näher kamen, überschlug sich die Stimme unseres Expeditonsleiter Graeme immer mehr vor Begeisterung. Er war sichtlich tief bewegt, diesen besonderen Punkt unter diesen widrigen Wetter Umständen zu erleben. Er hatte sich intensiv mit Shakleton beschäftigt und auch einen beeindruckenden Vortrag über die Endurance Expedition auf unserer Reise gehalten.

    Der Verlauf der damaligen Endurance Expedition spielte für den Verlauf unserer aktuellen Reise sozusagen eine kleine Rolle, bzw. wir sind einige Gebiete ebenfalls angefahren.

    Daher gibt es jetzt ein …

    Dies und Das – Shackelton und seine Endurance Expedition

    Das Ziel der Endurance Expedition (1914 bis 1917) von dem Antarktis-Forscher Shackleton war eigentlich die erste Durch- oder Überquerung der Antarktis. Der Südpol war im Jahr 1911 von Amundsen als erster im spannenden Wettlauf mit Scott eingenommen worden. Diese Trophäe war also bereits vergeben. Da suchen sich Antarktis Forscher eben neue Ziele.;)

    Shackleton wollte von der Weddelsee die Expedition über das antarktische Festland starten. Hier fror aber völlig ungeplant sein Schiff, die Endurance, im Jahr 1915 in den Eismassen ein. Es gab kein Weiterkommen. Die Mannschaft von 28 Männern blieb über 9 Monate hier im Eis mit ihrem Schiff gefangen. Sie driftete mit den Eismassen mit. Später war der Druck des Eises so groß, dass das Schiff zerbarst. Es blieben ihnen nur noch die allerletzten Vorräte, Zelte und ihre 3 Rettungsboote. Erst im Herbst des Jahres 1915 brach das gefrorene Eis auf und gab eine Fahrrinne zwischen den Eisgewalten frei.

    Diese Chance nutze Shackleton und seine gesamte Mannschaft. Sie ruderten (!) in offenen Booten über die Bransfieldstaße und erreichten nach sechs Tagen die unbewohnte Elephant Island. Die Bedingungen bei der Überfahrt hierher müssen ähnlich – vermutlich noch viel schlimmer – als die Wetterverhältnisse an unserem Tag gewesen sein. Hier fand die Mannschaft Schutz am Point Wild.

    Mit einer kleinen Mannschaft und einem Boot machte sich Shackleton auf den Weg, um Rettung für seine Mannschaft zu holen. Die anderen zwei Boote dienten der verbleibenden Mannschaft als Schutzraum in der Kälte (wie eine Art Zelt). In 16 Tagen ruderte er nach Südgeorgien. Er wusste, dass es hier eine Walfänger Station gab.

    Von dort aus organsierte er die Rettung seiner Mannschaft. Das gestaltete sich aber als recht schwierig. Denn erst im Jahr 1916 nach 128 Tagen konnten alle verbliebenen Mitglieder seiner Mannschaft von Elephant Island gerettet werden. Keiner seiner Männer war gestorben. Alle hatten überlebt! Diese glanzvolle Rettungsaktion gilt als wahre Meisterleistung bis heute.

    Das auf Point Wild aufgestellte Denkmal würdigt den Kapitän, der das Rettungsschiff im Jahr 1916 gesteuert hat. Luis Pando.

    Mit diesem Wissen, dass Menschen hier am Point Wild monatelang auf ihre Rettung gewartet haben, betrachtet man diesen Punkt, bei starkem Wind, kräftigen Seegang und eiskalten Händen mit ganz anderen Augen. Für mich ist es unvorstellbar hier auch nur ein paar Tage überleben zu können …

    Jetzt setzte der Kapitän zur Weiterfahrt an. Mit einem letzten Blick auf Point Wild verabschiedeten wir uns von Elephant Island.

    Beim Wendemanöver erblickten wir dann noch diesen Eisberg, den die Sonnenstrahlen völlig unerwartet in Szene gesetzt hatten. Schöner kann der letzte Ausblick auf die Antarktis nicht sein.

    Der Kapitän hatte uns vorgewarnt. Dieses Mal würde die Drake Passage richtig „shaky“ werden. Und so war es auch. Wir erlebten eine sehr stürmische Rückfahrt in der Nacht. Aber als wir am Morgen aufwachten, war die See wieder ganz ruhig.

    Morgen geht es weiter.

    Wir haben einen entspannten Seetag vor uns. Und da ich bisher noch nichts über das Essen auf der Oosterdam geschrieben habe, gibt es morgen ein Dies und Das zum Thema HAL & Kulinarik.

    An dieser Stelle noch einmal vielen, vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Ich habe mich sehr darüber gefreut und das Lob für die Tieraufnahmen sofort an meinen Mann weitergegeben. Danke!:):)

    Viele Grüße und bis Morgen!

    19.01.2025 Antarktis - Tag 4 – Teil 2

    Nach der erfolgreichen Notausschiffung setzen wir unsere Reise fort. Wir Gäste hatten sozusagen erst einmal einen entspannten halben Seetag vor uns. Am späten Nachmittag sollten wir dann Elephant Island erreichen.

    Noch war das Wetter gut. Die Sonne schien und ich habe sogar eine Weile dick eingemummelt auf einem Deckchair auf Deck 3 gesessen.:) Zusätzlich konnten wir auch noch den ein oder anderen Vortrag besuchen. Und natürlich schlenderten wir ein bisschen über das Schiff.

    Das Hauptereignis dieses Vormittags war aber die große Pinguin Taufe auf dem Pooldeck. Wer wollte konnte hier in den Club der treuen Pinguin Gefolgsmänner oder Frauen aufgenommen werden. Es wurde ein „heiliger“ Schwur auf die Pinguine abgelegt und die ewige Piguin Treue mit einem Sprung in den Pool besiegelt. Am Ende bekamen alle Teilnehmer natürlich auch noch eine entsprechende Urkunde. Trotz der Kälte, es waren um die Null Grad, haben ziemlich viele Gäste aktiv daran teilgenommen. Ich hatte als stiller Betrachter meinen Spaß.;)

    Im Laufe des Nachmittags wurde das Wetter schlechter.

    Der Wind und damit auch der Seegang nahmen zu. Die Wolken wurden immer dichter, später folgte auch noch Hagel und Schnee. Es war draußen sehr ungemütlich geworden als wir am späten Nachmittag Elephant Island erreichten.

    Elephant Island

    Auch Elephant Island gehört zur Gruppe der Südlichen Shetland Inseln. Sie ist die nördlichste Insel und wird oft am Anfang oder Ende einer Antarktis Reise von Kreuzfahrtschiffen angefahren. Sie ein bisschen wie das Tor zur Antarktis. ;)

    Ihren Namen verdankt sie einer sehr großen Kolonie an See-Elephanten, die hier leben. Gleichzeitig sind hier auch diverse Pinguin Kolonien zu finden. Auch Wale tummeln sich hier gerne. Wenn man das Glück hat, diese Insel bei schönem Wetter zu erleben, müssen die Tierbeobachtungen hier ein Traum sein.

    Hier vorab ein Bild von Point Wild, wo wir gleich erst hinkommen werden. Die Bucht war voll mit Pinguinen – und wenn man das bei Sonnenschein erlebt, muss das :love: sein.


    Geht gleich weiter ….

    19.01.2025 Antarktis - Tag 4 – Teil 1

    Auf den Spuren von Shackleton

    Heute Morgen erreichten wir gegen 7:00 morgens die Inselgruppe der South Shetland Islands / Südshetlandinseln. Unser Ziel war King George Island. Wir waren gestern Abend vom Kapitän informiert worden, dass es eine unplanmäßige Routenänderung gibt. Es stand die Notausschiffung von zwei Gästen an. Dies war ein absolutes Novum für die Reederei. Aufgrund ihrer sehr guten Kontakte zu verschiedenen Forschungsstationen hier in der Antarktis, war es möglich diese Maßnahme zu realisieren.

    Am Morgen wurden die beiden Patienten jeweils einzeln von einem Zodiac Boot abgeholt und an Land gebracht. Sie sollten dann nach Chile ausgeflogen werden. Solche Notausschiffungen sind ja nie angenehm. Aber hier, so weit weg von der „normalen“ Zivilisation, sind sie noch einmal bedrückender. Wir, die anderen Gäste, konnten nur hoffen, dass diese gesamte Rettungsmaßnahme erfolgreich verlaufen ist. Ich wünsche den zwei Gästen und ihren Familien alles, alles Gute.

    Obwohl der Anlass wirklich alles andere als schön war, hatten wir die Möglichkeit noch einen ganz anderen Abschnitt in dieser antarktischen Welt kennenzulernen.

    Die Landschaft und ihre Bergformationen erschienen mir hier etwas flacher zu sein als die riesigen Eisberge, Gebirgszüge und Schnee-Panoramen, die wir die letzten Tage erlebt haben. Daher wirkte die Siedlung hier in der Maxwell Bucht, obwohl es nicht wirklich viele Gebäude sind, auf mich im ersten Moment fast ein bisschen „städtisch“.

    South Shetland Islands / Südshetlandinseln

    South Shetland Islands / Südshetlandinseln ist eine Inselgruppe, die aus 10 Hauptinseln und mehreren kleineren Vulkan-Inseln besteht. Sie liegt nördlich der Antarktischen Halbinsel. Diese Inselgruppe ist im antarktischen Winter auch nur teilweise von zugefrorenem Meereis umgeben.

    Hier gibt es eine Vielzahl an See-Elefanten und verschiedenen Pinguin Kolonien. Auch eine sehr artenreiche Vogelwelt ist hier zu entdecken.

    Die Insel King George ist die größte Insel. Mehrere internationale Forschungsstationen sind hier über die Insel verteilt. Einige davon sind sogar ganzjährig in Betrieb.

    Der wichtigste chilenische Stützpunkt in der Antarktis, die Station Presidente Eduardo Frei, ist in der Maxwell Bucht. Neben einer Forschungsstation ist hier die gleichnamige Militärbasis mit einem Flughafen angesiedelt. Von hier werden viele logistische Versorgungsmaßnahmen für die verschiedenen internationalen Forschungsstationen durchgeführt und sie ist sozusagen das Bindeglied zum chilenischen Festland.

    In direkter Nachbarschaft zu der großen chilenischen Base befindet sich die russische Forschungsstation Bellingshausen. Und man kann es sich kaum vorstellen. Hier ist auch die südlichste orthodoxe Kirche der Welt. Im Bild Mitte rechts , weißes Gebäude.

    Dies & Das – Fernseh-Tipp: Dokumentation „Abenteuer Antarktis“

    Der Titel ist ein bisschen irreführend. ;) Diese Dokumentation schildert das Leben auf der Insel King George. Sie zeigt, wie die Menschen hier leben. Mit welchen Widrigkeiten sie zu kämpfen haben. Aus verschiedenen Blickwinkeln erhält man einen guten Einblick in diese fremde Welt. Als Protagonisten treten unter anderem der Kommandant der chilenischen Base, ein Pilot und der orthodoxe Pfarrer auf.

    Aktuell ist diese Dokumentation nicht abrufbar über die Mediathek. Es hat aber in der letzten Zeit öfter Wiederholungen auf den 3. Programmen gegeben.

    Jetzt folgen ein paar Impressionen von der Maxwell Bucht und King George Island.


    Geht gleich weiter ...

    uschisiggi , Extradry

    Zu Eurer Frage bezüglich der Kamera antwortet nun mein Mann:

    "Mit folgender Kamera Ausstattung sind die Nahaufnahmen der Pinguine und Wale erfolgt:

    Canon EOS 90D

    Canon Zoom Lens EF 70-200mm 1:4 L USM

    Canon Extender EF 1,4 III (bei großen Entfernungen)

    Mit der Ausstattung habe ich bisher den besten Kompromiss zwischen Qualität, Gewicht und Verlustrisiko auf Reisen gefunden.

    Zur Frage der Serienbilder: Definitiv Ja, bei bewegten Tieraufnahmen. So reduziert sich das Frustrisiko deutlich ;)"

    Viele Grüße

    vom Mann von Mara88

    18.01.2025 Antarktis - Tag 3 – Teil 7

    Das wir an diesem Nachmittag diese wunderschöne weiße Welt der Antarktis noch einmal mit diesen besonderen Lichtverhältnissen erleben durften, war einfach gigantisch.

    Jetzt denkt Ihr vielleicht, jetzt reicht es doch aber wirklich. Was soll da noch kommen?

    Bei seiner Abenddurchsage hatte der Kapitän mittgeteilt, dass es möglicherweise noch einen „Sun Downer“ geben könnte.

    Und genau so war es. Er lenkte die Oosterdam an eine perfekte Stelle und wir erlebten am Abend auch noch einen Sonnenuntergang in der Antarktis. :love:

    Die Lichtverhältnisse waren ganz besonders. Der Himmel hatte sich rosa-blau eingefärbt. Wir saßen ganz alleine auf dem Promenadendeck auf einer Bank. Was für ein magischer Moment! :):)

    An diesem Abend schwirrte uns der Kopf. Er war so voll mit Eindrücken und Erlebnissen, die wir erst mal verarbeiten mussten. Ganz ehrlich: Gucken und Genießen kann ganz schön anstrengend sein.;):love:

    Jeder einzelne Abschnitt des heutigen Tages hätte als Highlight gereicht. Diese Kombination von Landschaft, Natur und Tier Erlebnissen war unfassbar.

    Dieser Tag war einfach nur „ein Geschenk“.

    Morgen geht es weiter …

    Vielen Dank, viele Grüße und bis Morgen!

    Anke

    P.S. Sorry, waren ein bisschen viele Bilder – aber es war wirklich nur ein Tag. ;)

    18.01.2025 Antarktis - Tag 3 – Teil 6


    Langsam verließen wir die Hope Bay.

    Unsere Reise führte uns weiter Richtung Weddel Sea / Weddel Meer. Dieser Küstenabschnitt bot wieder faszinierende Ausblicke auf Eisberge, Gletscher und Gebirgsketten. Der Kapitän lenkte die Oosterdam tief in dieses Gebiet hinein. Wir passierten Poulet Island, Dundee Island und Andersson Island.

    Geht gleich weiter ….

    18.01.2025 Antarktis - Tag 3 – Teil 5

    Das Spektakel über dem Wasser war an sich schon faszinierend genug. Aber man konnte die Pinguine auch ganz nah auf dem Wasser und direkt unter der Wasseroberfläche beobachten. Wir konnten mit eigenen Augen sehen, welche exzellenten Schwimmer sie sind. Sie bewegten sich mit einer unglaublichen Schnelligkeit und Eleganz im Wasser. Nicht ohne Grund zählen sie zu den besten Schwimmern der Meere. ;)

    Wir waren über zwei Stunden hier in der Bucht. Es war eine unglaubliche, magische Stimmung. Alle auf dem Schiff waren während dieser Zeit völlig in den Bann der Natur gezogen. Es herrschte ein absolute Stille und Ruhe an Bord.

    Es ist einfach nicht mit Worten zu beschreiben, was wir hier gerade erlebt haben.

    Unsere drei Antarktis Experten waren ebenfalls völlig geflashed. So ein besonderes Naturspektakel hatten sie wohl auch noch nicht gesehen. Wie sagte Adrian, immer noch tief bewegt, am nächsten Tag: „This was a true „once in a life time moment“. I will never forget.”

    Die argentinische Forschungsstation Esperanza hatten wir an diesem Tag nur mit einem kurzen Blick gewürdigt. Direkt neben der Station leben Teile dieser riesigen Pinguin Kolonien. Beides möchte ich Euch noch zeigen, auch wenn diese beiden Aufnahmen nicht in der gewünschten Qualität entstanden sind. Unsere Fotografier-Prioritäten lagen an dem Tag halt auf dem Wasser und nicht dahinter. ;)

    Obwohl dieses Erlebnis schon als Tages Event mehr als ausgereicht hätte, ging unsere Fahrt weiter.

    Geht gleich weiter ….

    18.01.2025 Antarktis - Tag 3 – Teil 4

    Parallel zu den ganzen Pinguinen zogen die Buckelwale kreuz und quer durch die Bucht. Tauchten immer mal wieder kurz auf, um im nächsten Moment wieder tief ins Meer zugleiten. Die Jagd nach dem Krill ging weiter. Direkt neben ihnen waren immer unzählige Pinguine, die dieses Schauspiel begleiteten. Es war eine unglaubliche Co-Existenz von beiden Seiten, die wir hier gerade beobachten durften.

    .

    Mein ganz persönliches „Highlight Bild“ sind diese beiden Pinguine, die den Wal von einer Eisscholle aus beobachten. Für mich ist es eine ganz besondere Momentaufnahme.

    Geht gleich weiter …

    18.01.2025 Antarktis - Tag 3 – Teil 3

    Man konnte sich sozusagen seine eigene Pinguin Gruppe aussuchen, die man über einen längeren Zeitraum verfolgen wollte. Und hatte man „keinen Bock“ mehr auf diese Gruppe“, drehte man sich leicht zur Seite und schon kam die nächste Pinguin Truppe vorbei.

    Überall sah man das „Vibrieren“ des Meeres. Tausende Pinguine schwammen im Wasser. Einige standen gerade noch auf der Eisscholle, dann setzten sie zum Sprung an und folgten ihren Kameraden ins Wasser.

    Geht gleich weiter …

    18.01.2025 Antarktis - Tag 3 – Teil 2

    Jetzt erreichten wir die Hope Bay. Es war noch einmal heller geworden und die weiße Schneelandschaft begann zu Strahlen – und wir auch.

    Langsam bogen wir immer tiefer in die Bucht ein. Hier befindet sich zum einen die Base Antartica Esperanza, eine große argentinische Forschungsstation. Zum anderen lebt in dieser Bucht eine der größten Pinguin Kolonien der Antarktis. Hier halten sich teilweise bis zu 100.000 Pinguine auf.

    Während wir noch vertieft auf die weiße Kulisse schauten, erkannten wir auf einmal beim genaueren Hinsehen, dass auf den Eisschollen Pinguine stehen! :love:

    Und dann begriffen wir, was hier los war.

    In dieser Bucht tummelten sich an diesem Tag 1000ende (!) Pinguine. Entweder auf einer Eisscholle, sie sprangen gerade herunter oder sie schwammen im Wasser.

    Mehrere Wale hatten hier Krill Schwärme entdeckt, die sie jetzt jagten. Immer wieder tauchten sie auf und ab und wirbelten mit ihren Bewegungen den Krill nach oben. Bei genauerem Hinsehen, hatte man das Gefühl das Meer würde leicht beben. Hier war gerade das „Krill-Open-End-Buffet“ eröffnet.

    Es war unglaublich. Unzählige größere und kleinere Eisberge drifteten an unserem Schiff vorbei. Mal waren an die 50 oder mehr Pinguine auf einem zusehen, manchmal war es eine ganz kleine Scholle mit 5 bís 10 Pinguinen.

    Geht gleich weiter …

    18.01.2025 Antarktis - Tag 3 – Teil 1

    Wenn es selbst den Antarktis Experten die Sprache verschlägt …

    Der heutige Morgen begann ziemlich grau, verhangen und mit Schneegeriesel. Irgendwie war ich schon ein wenig enttäuscht. So richtiges Wetterglück haben wir hier bisher nicht. Hatte der Kapitän nicht gesagt, dass es besser werden sollte? :/

    In der Nacht hatten wir einen Großteil der Bransfield Strait Richtung Norden passiert. Diese ca. 120 km lange Meeresstraße ist bekannt für ihre Vielzahl an Eisbergformationen. Als wir am Morgen vom Balkon blickten, konnten wir bereits die ersten erahnen. Wir fuhren an unzähligen Eisbergen vorbei. Sie waren wie auf einer Perlenkette aufgereiht.

    Wenn man an der Reling stand, konnte man erst ihre wahre Größe begreifen. Sie waren richtig groß. Aber halt alle im Dunst und teilweise sogar noch im Nebel verhüllt.

    Jeglicher „Nebel-Frust“ verflog aber sofort, wenn man die aufgeregten Crew Mitglieder auf den Außendecks im Schnee sah. Leuchtende Augen, Hände mit Pulverschnee überzogen und immer einen Kollegen im Schlepptau für das Handy-Bild „Der Schnee und ich“. Es hat so viel Freude gemacht, sie zu beobachten. Für viele war es ihr erstes großes Schnee- und Eis-Erlebnis. Selbst die Küchen Crew hat einen Blick auf die eisige Landschaft geworfen.

    Langsam zogen wir an den Eisbergen vorbei. Langsam wurde es heller. Wir passierten den Antarctic Sund.

    Die Wolkendecke wurde immer dünner, man konnte das faszinierende Farbspiel der Gletscher immer besser erkennen.

    Geht gleich weiter ….

    17.01.2025 Antarktis - Tag 2 – Teil 4

    Wale – Wenn Zeit und Raum keine Rolle mehr spielen

    Heute hatten wir bereits mehrfach Wale gesehen. Es war unglaublich. Zumal ich zu dieser Jahreszeit überhaupt nicht mit so vielen Walsichtungen gerechnet hatte.

    An diesem Nachmittag erlebten wir ein ganz besonderes Schauspiel. Eine Wal-Mutter und ihr Junges zogen in aller Ruhe ihre Bahnen rund um die Oosterdam. Es war wieder grau und diesig geworden. Zusätzlich hatte es jetzt auch noch angefangen zu schneien. Über Lautsprecher waren wir wieder informiert worden „Wale in Sicht“.

    Zu diesem Zeitpunkt hatten wohl viele Gäste schon genug gesehen für den heutigen Tag. Aber ein kleiner Kreis von echten Wal Fans erlebte nun hautnah wie eine Wal-Mutter mit ihrem Kind im Wasser spielte. Zunächst sah man nur die Beiden wie sie ihre Bahnen zogen. Sie schwammen dicht beieinander. Hielten sich erstaunlich lange immer an der Oberfläche des Wassers auf.

    Es war ganz ruhig auf den Außendecks geworden. Jeder war fasziniert von dieser unglaublichen Einheit zwischen Mutter und Kind.

    Zeitweise hatte man den Eindruck die Beiden wollen sich die Oosterdam mal ein bisschen genauer ansehen. Mal tauchten sie auf der rechten Seite des Schiffes, mal auf der linken. Die beiden sind tatsächlich unterhalb unseres Schiffes durchgeschwommen.

    Alle waren ganz gebannt. Die Kälte und den Schneefall nahm keiner mehr zur Kenntnis. Alle warteten und hofften, dass die Mutter vielleicht doch ihre große, markante Schwanzflosse zeigen würde.

    Bevor Buckelwale abtauchen, krümmen sie sozusagen ihren „Rücken“, machen einen kleinen Buckel. Wenn dieser ziemlich rund ist, tauchen sie senkrecht nach unten ab und dann kommt dieser Moment – auf den wir Zuschauer immer warten – die Schwanzflosse geht – hoffentlich – nach oben. Letzteres machen sie aber halt nicht immer. ;)

    Nach gut einer dreiviertel Stunde hatten wir alle das Gefühl, die beiden bevorzugen heute das gemeinsame Schwimmen. Spektakuläre Tauchgänge standen heute wohl nicht auf dem Programm.

    Aber dann hatte man auf einmal das Gefühl, das Kleine hat den Schwimm-Takt übernommen. Nicht die Mutter krümmte ihren Rücken, sondern das Kleine. Sie blieb ganz ruhig neben ihm. Das Jungtier bog seinen Rücken noch stärker, tauchte vor seiner Mutter ab und streckte jetzt seine Schwanzflosse Richtung Himmel.

    Die Mutter folgte ihrem Kleinen einen kurzen Moment später. Allerdings ohne einen spektakulären Heckflossen-Auftritt. Diese Show hat sie heute ihrem Jungen überlassen.

    Diese Stunde und der besondere Tauchgang waren für alle Beteiligten unvergesslich. :love:

    Dass wir solche besonderen Momente so intensiv erleben konnten, haben wir unserem Kapitän und seinem Navigationsteam zu verdanken. Sie hatten ein unglaubliches Fingerspitzengefühl für besondere Situationen.

    Bei allen „live“ Naturerlebnissen wurde uns Gästen ausreichend Zeit gelassen. Wenn etwas Besonderes eintrat, wurde es über die Borddurchsage mitgeteilt und man konnte es in Ruhe genießen. Die Fahrtgeschwindigkeit wurde gedrosselt. Jetzt war nur der Moment wichtig.

    Es gab während dieser Tage hier in der Antarktis keinen Stress, keine Panik. Nach dem Motto, wenn ich jetzt nicht losrenne, verpasse ich etwas. Ich kann etwas nicht sehen, weil wir gleich daran vorbeigefahren sind und für viele noch wichtiger, ich konnte mein spezielles Foto nicht machen. Diese umsichtige Vorgehensweise hat sicherlich dazu beigetragen, dass in dieser Zeit auf dem Schiff eine ganz besondere Atmosphäre herrschte.

    Gegen Mitternacht begann es wieder zu schneien. Ich war schon im Bett – und träumte vermutlich von Walen und Pinguinen.

    Der Kapitän hatte ja gesagt, der 2.Tag, also heute, könnte der beste Tag hier in der Antarktis werden. Dem war aber nicht so. Das, was wir am folgenden Tag erlebt haben, war einfach unfassbar. :love:

    Aber wir haben halt auch so unfassbar viele Bilder gemacht,;) dass der Bericht erst übermorgen fertig sein wird.

    Daher freut Euch auf Donnerstag, dann geht es hier weiter.

    Wir starten mit neuem Schnee auf dem Pooldeck und dann gibt es ein besonderes Naturspektakel. Ich verrate mal so viel, mein Traum vom Pinguin auf einer Eisscholle könnte wahr werden … ;)

    Viele Grüße, vielen Dank und bis übermorgen!

    Anke

    17.01.2025 Antarktis - Tag 2 – Teil 3

    „ Eisberg in Sicht!“

    Wir fuhren direkt auf einen der größten Eisberge zu, welcher in unserem Fahrtgebiet liegt. Er ragt 60 Metern aus dem Meer. Dieser Eisberg war wirklich groß, richtig groß.

    Jetzt war sogar die Sonne durch den verhangenen Wolkenhimmel etwas zum Vorschein gekommen. Zum Abschluss konnten wir diesen imposanten Eisberg auch noch in einem faszinierenden weiß-türkisen Farbspiel erleben.

    Dies und Das – HAL Außendecks und der Bug / Bow

    Die Außendecks der Oosterdam – und das gilt aus meiner Sicht auch für die neueren Schiffe – wirken im ersten Moment an manchen Stellen gewöhnungsbedürftig. Sie ergeben sich für mich eigentlich aus dem Innenaufbau des Schiffes. Sie sind teilweise sehr verwinkelt. Aber beim „Scienic Cruising“ sind sie super. Durch ihre über mehrere Etagen versetzten Außendecks findet man immer einen Platz, um den Ausblick störungsfrei genießen zu können. Man steht eigentlich nie gezwungener Maßen in der 2. oder 3. Reihe.

    The Bow is open

    Wenn man sich die Schiffe von HAL genauer von vorne betrachtet, sieht man an der Bug Seite zum einen den großen Bugbereich (The Bow) und zum anderen die offenen Balkonbereiche darüber, über mehrere Etagen hinweg. Bei der Oosterdam sind diese frei betretbar.

    An Tagen mit „Scienic Viewing“, also während der sogenannten Panorama Fahrten, werden diese geöffnet. „The Bow is open“. Diese Öffnungszeiten werden über das Tagesprogramm und per Durchsage mitgeteilt. Hinweisschilder innerhalb des Schiffes weisen einem den Weg dorthin.

    Während unserer Reise durch die Antarktis waren diese Deckbereiche den ganzen Tag geöffnet. Morgens ab 07:00 bis abends gegen 20:00, teilweise sogar länger. Diese Öffnungszeiten werden immer vom Kapitän festgelegt – entsprechend den Wetter und Sicherheitsbedingungen.

    Nach so vielen Erlebnissen am Vormittag waren wir fast froh, dass wir über die Mittagszeit ein wenig Ruhe hatten. Das Wetter hatte sich inzwischen auch wieder für die Variante grau, diesig und Nebel entschieden.

    Um 15:00 Uhr stand unser nächster Termin an. „Kapitäns-Briefing“ für die nächsten zwei Tage.

    Wieder erklärte uns der Kapitän die geplante Route. Anhand von Karten, Wetterprognosen und Windwerten erläuterte er uns im Detail, wann und welche Stationen wir anlaufen werden.

    Aufgrund der aktuellen Wetterlage wollte er die aktuelle Region verlassen und zügig über die Bransfiled Strait in der Nacht nach Norden fahren. Hier sollten wir am kommenden Vormittag in die Hope Bay einlaufen. Die Wetterprognosen für diesen Teil der Antarktischen Halbinsel waren deutlich besser.

    Nachdem wir über Mittag die Dahlmann Bay befahren hatten, ging unsere Route zur Charlotte Bay weiter.

    Am Nachmittag rissen die Wolken tatsächlich noch einmal für einen kurzen Moment auf. Bevor es sich, keine 10 Minten später, wieder zuzog.

    Geht gleich weiter ….

    17.01.2025 Antarktis - Tag 2 – Teil 2

    Eigentlich dachte ich, dass wir gestern schon viele gesehen hätten, aber das hier war für mich unglaublich. Dicht an dicht standen sie hier. Man konnte sie gar nicht alle zählen. Sie standen in Gruppen zusammen, einzelne spazierten über die Felsen und wieder andere versuchten am „Strand“ ins Wasser zu kommen.

    Je länger man dieses Schauspiel beobachtete, desto tiefer tauchte man in diese Szenerie ein. Man hatte sozusagen seine „Augen“ scharf gestellt, sich „eingeschaut“. Man sah immer mehr Details, konnte einzelne Tiere genau betrachten.

    Diese Insel geht nicht nur direkt sehr steil nach oben, sondern auch gerade nach unten weg. Daher konnte die Oosterdam ausgesprochen nah an diese Insel heran fahren. Man hatte förmlich das Gefühl, der Kapitän hätte das Schiff an der Insel „angedockt“. Nach gut 1,5 Stunden „Guck-Zeit“ setzten wir unsere Reise durch die weiße Welt fort.

    Die Wolken und die Sicht wurden wieder etwas schlechter. Nicht schön, aber für die Antarktis gibt es keine Schön-Wetter-Garantie. Aber das spielte im Moment auch keine Rolle. Alle Gäste hatten dieses glückliche „Pinguin-Lächeln“ in den Augen.


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    17.01.2025 Antarktis - Tag 2 – Teil 1

    Antarktis - Pinguine, Eisberge und Wale

    Im Gegensatz zu gestern Abend hatten sich die Wetterbedingungen etwas verbessert. Wir hatten wieder Sicht. :thumbup: Aber die Wolken hielten sich hartnäckig. X(

    Eine Reise in die Antarktis ist definitiv nichts für Langschläfer.;) Am frühen Morgen erreichten wir um 07:30 die Bucht von Cuverville Island.

    Hier wurden wir erst einmal von einem unglaublichen Panorama von Gletschern und Felsformationen begrüßt.

    Ganz langsam glitt die Oosterdam an dieser Felsformation vorbei. Ich war so fasziniert vom Anblick der weißen Pracht, dass ich gar nicht gleich mitbekommen hatte, dass es die meisten der Gäste Richtung Bug zog. Aber beim Blick über die Reling nach vorne, begriff ich warum.

    Auf dieser kleinen Insel mit sehr steilen Felswänden lebt eine sehr große Gentoo Pinguin Kolonie (Eselspinguine).

    Geht gleich weiter …