Beiträge von Mara88

    28.01.2025 Buenos Aires, Argentinien – Teil 1

    Abreisetag

    Zu Besuch im Tigre Delta mit Transfer zum Flughafen

    Dies und Das – HAL Checkout am Abreisetag

    Für den Abreisetag kann man bei HAL sein Abreisefenster vorab reservieren. Die Kofferanhänger sind nach den Check-Out Zeiten farbig vergeben. Die Koffer kann man am Abend vorher - in der Regel bis 24:00 - vor seine Kabine stellen und sie werden dann von der Crew abgeholt.

    Am Tag der Ausschiffung werden dann die jeweiligen Farben über Borddurchsagen aufgerufen und man kann sich dann zum Ausgang begeben. Das klappt eigentlich immer ganz gut. Außer wenn die Freigabe für das Schiff sich verzögert. Dann zieht sich das durch den ganzen Ausschiffungsprozess. Hier in Buenos Aires war das alles kein Problem, denn wir lagen ja seit gestern hier.

    Im Gegensatz zu der „Mein Schiff“ gibt es bei HAL keine Option auf eine Verlängerung des Aufenthaltes auf dem Schiff wie z.B. durch das Buchen von Tageskabinen. Ebenfalls sind mir keine Verlängerungszeiten aufgrund einer späteren Abflugzeit bekannt. Generell versucht HAL, wie viele andere amerikanischen Reedereien auch, die Gäste am Abreisetag schnell von Bord zu bekommen. Das man wie auf der „Mein Schiff“ noch gemütlich frühstücken und bis 11:00 an Bord bleiben kann, gibt es hier nicht.

    Für heute hatten wir einen sogenannten Transfer Ausflug zum Flughafen gebucht. HAL hat hier verschiedene Touren im Angebot. Gerade wenn der Rückflug etwas später am Tag erfolgt, sind diese Ausflüge mit Endpunkt Flughafen für uns oft eine gute und vor allem praktische Option. Die manchmal doch oft zähe Wartezeit bis der Flieger endlich startet, kann man so auf eine angenehme Art überbrücken. Man sieht noch etwas Neues, braucht sich um das Gepäck keine Gedanken machen und kommt stressfrei zum Flughafen.

    Wie immer am Abreisetag hieß es heute früh aufstehen. Die letzten Sachen einpacken und „Bye,Bye liebe Kabine“. Bereits um 8:00 war unser Treffpunkt im World Stage Theater. Wieder ging es mit dem Shuttle Bus zum Eingang des Cruise Terminals. Hier standen zur Verabschiedung nicht nur einige Offiziere und Crew Mitglieder Spalier, sondern auch der Kapitän persönlich und unser Kreuzfahrtdirektor Ed verabschiedeten die Gäste herzlich. :thumbup:

    Wo sind unsere Koffer?

    Für unseren Transfer-Ausflug hatten wir besondere Kofferanhänger bekommen. :/ Bisher kannten wir es so, dass man auch bei einem Transfer Ausflug seine Koffer im Kreuzfahrtterminal in der großen Abfertigungshalle selber sucht, hoffentlich findet und diese dann eigenständig zum Ausflugsbus rollert.

    Heute war es anders. Wir brauchten nur unserem Ausflugsschild-Nummer 3 folgen und es ging direkt zum Bus. Waren die Koffer schon in die Busse verladen worden? Wir waren gespannt. Das Rätsel löste unser Guide direkt beim Einsteigen in den Bus auf. Unsere Koffer waren bereits auf dem Weg zum Flughafen. Sie wurden mit einem separaten Transport direkt zum Airport gebracht und dort in einer bewachten Zone verwahrt. Wir konnten sie später dort einfach am Airport abholen.

    Das Tigre Delta

    Etwa 30 km nördlich von Buenos Aires liegt das große Flussgebiet „Tigre Delta“. Die Ausläufer des Rio de la Plata durchziehen dieses über 10.000 Quadratkilometer große Areal. Diese grüne, sumpfige Region mit seinem vielfältigen Inselgewirr ist von vielen Wasserstraßen durchzogen.

    Ende des 19. Jahrhunderts begannen die wohlhabenden Städter von Buenos Aires diese Region zu entdecken und bauten hier ihre Villen und Paläste als „Sommerfrische“ für die heißen Monate.

    Heute ist dieses Gebiet ein großes Naherholungsgebiet, das sowohl die Einheimischen wie auch Touristen gerne besuchen. Die größeren Orte sind schicke, noble Wohngebiete. Die Dichte an Polo und Country Clubs ist hier extrem hoch. Bereits auf unserer gut einstündigen Fahrt dorthin, konnte man das erkennen.

    Je näher wir dem Delta Gebiet kamen, wurden die Häuser und Straßen immer gepflegter, die Anzahl an imposanten Villen und schönen Gärten nahm zu. Hier lernten wir das Gebiet rund um Buenos Aires noch einmal auf eine ganz andere Art kennen. Gestern nur Pampa und Nichts, heute ein Luxus in grün.

    Unseren ersten Halt legten wir in San Isidro ein. Hier konnten wir eine sehr hübsche Kirche besichtigen und ein bisschen durch das schöne Areal schlendern.

    Dann setzten wir unsere Fahrt fort und erreichten den Ort Tigre, der am Río Luján liegt. Hier bestiegen wir ein großes Ausflugsboot und durchquerten in einer knapp 1,5 Stunden dauernden Bootstour die verschiedenen Flussläufe des Tigre Deltas.

    Wir hatten uns draußen auf dem Schiff einen Platz gesucht und konnten sehr entspannt das Fluss Delta genießen. Auf dieser Tour waren nicht nur wir HAL Gäste, sondern auch eine weitere Reisegruppe von Hurtigrouten und diverse andere individual Touristen an Bord.

    Durch die Sedimente des Rio Parana ist das Wasser oft braun und schlammig. Viele Inseln sind nur per Schiff zu erreichen.

    Geht gleich weiter ….

    27.01.2025 Buenos Aires, Argentinien – Teil 2

    Jetzt folgten Programmpunkt 3 und 4. „Den Gauchos ganz nah sein“. Man konnte wahlweise - oder auch beides – auf einem Pferd eine Runde im Kreis reiten. Bei uns glaube ich, ist es eher eine Attraktion für Kinder, die aber hier reißenden Anklang fand. Wem das zu kompliziert war, konnte auch die bequeme Alternative „Kutschfahrt“ wählen.

    Wir haben übrigens beide Programmpunkte übersprungen. ;) Und sind stattdessen ein bisschen über das Gelände spaziert.

    Nun stand das große Barbecue auf dem Programm. In einer alten Scheune, die zum Restaurant umgebaut worden war, konnte man sich seinen Platz an einem der großen Tische aussuchen.

    Das Essen war sehr gut. Es gab verschiedene Salate und das gegrillte Fleisch wurde in verschieden Gängen serviert. Grillwürstchen, Lammstücke, Steaks und Geflügel in verschiedenen Formen. Zum Nachtisch gab es noch einen frischen Obstsalat.

    Wir hatten ein ziemlich unterhaltsames Essen mit unseren amerikanischen Tischnachbarn. Sie haben mehrere Jahre in der Pfalz gelebt. Da Amerikaner eigentlich immer ihre Deutsch-Kenntnisse ausprobieren möchten, wenn sie auf „Oh, you are from Germany“- Menschen treffen oder alternativ zu mindestens alle von ihnen selber bereisten Orte in Deutschland aufzählen möchten, findet man immer eine nette Gesprächsbasis. ;)

    Ausgesprochen angenehm war die Klimaanlage hier im Raum. Heute war es nicht nur sehr warm, sondern auch noch schwül und drückend. So konnte man den Mittag sehr angenehm temperiert verbringen und dabei auch noch sehr lecker Essen. :thumbup:

    Jetzt folgte Programmpunkt 6. „Tanz und Trommel Show“. Die Tanzpaare wirbelten um die Wette, beeindruckende Solo-Einlagen wurden gezeigt. Die Trommeln bebten und die Lassos knallten. Es war eine richtig mitreißende, beeindruckende Show.:thumbup::thumbup::thumbup:

    Zum Abschluss wurden noch Kaffee und Tee draußen im Garten serviert. Obwohl es ein reines „Touri Programm“ war, hat uns der Ausflug sehr gut gefallen. Der Tag war einfach sehr entspannt, die Darbietungen und der Ablauf sehr professionell organisiert und das „Leben der Gauchos“ – ich weiß, alles nur Klischees - wurde einem in einer tollen Show präsentiert.

    Als wir zurück auf der Oosterdam waren, schauten wir uns an. Wir wussten was jetzt auf unserem Programmzettel stand. Die einzige Frage war, fangen wir jetzt an oder gehen wir noch etwas trinken? Wir wählten die letztere Option und danach hieß es aber wirklich „Koffer packen“.

    Der letzte Abend im Dining Room

    Am letzten Abend im Dining Room gibt es zum Abschied für die Gäste von allen Kellnern und Köchen eine große „Farewell-Parade“. Zu einem bekannten philippinischen Volkslied ziehen alle Kellner und Köche hintereinander in einer langen Reihe in den Dining Room ein und durchqueren diesen laut singend. Dabei werden sie von Gästen mit viel Applaus gefeiert. Viele Gäste schwenken zusätzlich ihre weißen Tischservietten.

    Das ist immer ein stimmungsvolles Event, bei dem man schnell ein bisschen Gänsehaut bekommen kann.:love: Die Kellner sprechen einen meistens schon ein oder zwei Tage vorher an, dass man unbedingt am letzten Abend kommen soll. Sie freuen sich ebenfalls auf dieses besondere Ereignis. :thumbup:

    Dies und Das – Der Kreuzfahrthafen Buenos Aires

    Die Kreuzfahrtschiffe liegen mitten im Containerhafen. Dieser wird in einem 24 Stunden Service betrieben. Zugleich befindet sich hier auch die Einflugschneise für den kleineren Stadt-Flughafen Aeroparque Jorge Newbery, kurz AEP. Hier ist es also immer laut und nachts auch sehr hell beleuchtet. Diesen Hafen als Erholungstag „Wir bleiben heute an Bord“ einzuplanen, würde ich nicht empfehlen.

    Das Cruise Terminal selber ist allerdings sehr modern gestaltet. Allerdings kommt man vom Schiff nur per Shuttle Bus dorthin. Die Busse halten direkt vor der Gangway des Schiffes und man wird dann quer über das Hafengelände gefahren. Sollte man einen individuellen Landgang geplant haben, sollte man das bei der zeitlichen Planung berücksichtigen. Dieser Hafen, als Zielort für Kreuzfahrtschiffe, gehört für mich durch seine allgegenwärtige Geräuschkulisse zu den unangenehmsten, die wir bisher bereist haben.


    Geht gleich weiter ….

    27.01.2025 Buenos Aires, Argentinien – Teil 1

    Ankunft 08:00 overnight

    Auf den Spuren der Gauchos

    Heute Morgen glitt die Oosterdam langsam über den Rio Plata mit Kurs auf Buenos Aires. Von der Reling konnte man die Skyline der Stadt sehen. Besonders schön war für uns, dass wir bereits die ersten Gebäude und Stadteile wiedererkennen konnten. Erinnert Ihr Euch? Vor genau 4 Wochen waren wir hier in Buenos Aires gelandet und hatten zwei super schöne Tage verbracht.

    Wir waren beide sehr froh, dass heute keine weitere Stadtbesichtigung auf dem Programm stand. Bereits gestern hatten wir gemerkt, dass man am Ende einer solchen Reise doch ein bisschen müde im Kopf wird. Historische Gebäude mit ihrer vielfältigen Geschichte, können einen nicht mehr so stark begeistern wie am Anfang einer Reise.

    Daher war es gut, dass heute „Gauchos- Leben in der Pampa“ auf unserem Programm standen. Das war mein ganz besonderer Wunsch gewesen und mein Mann musste notgedrungen mit. ;) Natürlich weiß ich, dass solche Ausflüge eine reine Touri Attraktion sind und ganz bestimmt nichts mit dem wahren Leben eines Gauchos zu tun haben. Aber manchmal müssen Klischees und völlig realitätsfremde Vorstellungen trotzdem besucht und bedient werden.

    Diesen Ausflug hatten wir auch über HAL gebucht. Zum einen weil es sehr praktisch war. Wir brauchten uns an unserem vorletzten Tag keine großen Gedanken mehr machen. Unsere einzige Aufgabe an diesem Tag war, pünktlich ins World Stage Theater zum Treffpunkt zu gehen und ab da war alles von HAL organisiert. Zum anderen macht ein individueller oder Kleingruppen Ausflug abseits der Massen wenig Sinn, wenn man eine Reitershow der Gauchos sehen möchte und ein großes Barbecue erleben will. Für 10 Gäste werden sich keine Reiter auf das Pferd schwingen und auch ein großer Grill wird vermutlich nicht für eine Kleingruppe angeworfen werden. Es gibt also manchmal auch gute Gründe, einen Reederei Ausflug zu buchen. ;)

    Mit 3 großen Reisebussen ging es los. Unsere Reiseleiterin war ausgesprochen nett und sprach sehr gut Englisch. Nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir die Estanzia mitten in der Pampa. Hier wurden wir erstmal standesgemäß begrüßt.

    Weiter ging es dann zum Hauptgebäude. Zur Begrüßung gab es die bekannten Empanadas, die sehr lecker waren. Danach suchte sich jeder einen Platz rund um die Wiese.

    Jetzt begann Teil 1 des Show Programms. Zu argentinischen Musikklängen wurden verschiedene Tänze vorgeführt. Die Tanzdarbietungen waren richtig gut und brachten die Menge in Stimmung. Natürlich wurden am Ende auch einige Gäste zum Tanz aufgefordert, die mal mehr, mal weniger gut ihre Tanzkünste unter Beweis stellten.

    Nach diesem fröhlichen Einstieg war der nächste Programmpunkt „das Reiten der Gauchos“. Darauf hatte ich mich am meisten gefreut. Welcher Reiter würde es wohl schaffen, seinen Speer genau durch den kleinen Ring zu platzieren?

    Die Gauchos wurden dem Publikum vorgestellt und der Wettkampf konnte beginnen.

    Während die Reiter versuchten den Ring zu treffen, versuchten wir Zuschauer mit mindestens der gleichen Konzentration, diesen einen Moment fotografisch festzuhalten. ;) Heute war ich der Tagessieger. :)

    Geht gleich weiter …

    26.01.2025 Montevideo, Uruguay – Teil 3

    Jetzt ging unsere Tour zu Fuß weiter. Den folgenden Spaziergang bezeichnete Paola verschmitzt als den „Cruise Walk“ / die „Kreuzfahrer Runde“. Das ist der typische Spaziergang der Kreuzfahrer. Einmal durch die hübsche kleine Altstadt bis zum Platz der Unabhängigkeit und dann wieder zurück zum Schiff.

    Durch den Torbogen, der von den Resten der Stadtmauer stammt, betraten wir die Altstadt und schlenderten gemütlich durch die Gassen. Der Baustil und der Flair hat uns in Teilen an die Kanaren erinnert. Hier war eine fröhliche, leichte Atmosphäre und inzwischen hatten auch diverse Restaurants und Souvenir Shops geöffnet.

    Kurz nach 17:00 Uhr erreichten wir, wie abgesprochen, wieder das Kreuzfahrtterminal. Um 17:30 Uhr hieß es „alle Mann an Bord“. Wir hatten einen richtig tollen, erlebnisreichen Tag in Montevideo erlebt. Paola und ihr Cousin haben Montevideo für uns zum Leben erweckt. :thumbup::)

    Die Stadt war in vielen Teilen am Sonntag wirklich sehr ruhig, unbelebt und leer. Die beiden meinten, dass es heute schon extrem war. Zum einen würde das mit der beginnenden Urlaubszeit zusammenhängen. Ebenso wie in Argentinien und Chile ist in Uruguay der Februar der Haupt-Urlaubsmonat. Vergleichbar zum Monat August in Süd-Europa.

    Karneval in Montevideo

    Außerdem hatten an diesem Wochenende auch für die meisten Karnevalsvereine die letzten Vorbereitungen für die große Faschingszeit begonnen.

    Bereits während unserer Tour erzählte Paola einiges von den Karnevalsvereinen, die es hier gibt. Die Straßen waren schon mit Leuchtemblemen geschmückt – es ist wirklich keine vergessene Weihnachtsdeko. ;) Unterwegs zeigte sie uns auch einige Trainingscenter, wo die Vereine für ihre Auftritte proben. In mehreren Wettkampf-Ausscheidungen werden dann in der Karnevalszeit die 10 besten Mannschaften ermittelt. Diese dürfen dann in dem großen Veranstaltungspark (Bild oben mit Flaggen) auftreten.

    Mir war das völlig unbekannt, dass der Karneval hier in Uruguay so eine besondere Bedeutung hat. Daher passt mein Vergleich von der Altstadt mit den Kanaren. Hier wird ja auf einigen Inseln auch der Fasching groß gefeiert.

    Dies und Das – Vielleicht eine Idee für einen Besuch in Montevideo?

    Wenn ich noch einmal nach Montevideo in der Faschingszeit kommen sollte, würde ich versuchen Tickets für so eine Veranstaltung zu bekommen. Alternativ könnte man auch klären, ob man vielleicht bei einem Training zusehen kann. Zusätzlich gibt es auch noch ein Karnevals Museum, das man eventuell gemeinsam mit einem Guide besuchen kann.

    Ebenso könnte ich mir als Motto für einen Montevideo Besuch das Thema „Tango“ vorstellen. Hier gibt es ebenfalls ein Tango Museum. Auch hier war mir nicht bewusst, wie stark dieser Tanz in Uruguay verwurzelt ist. Ich hatte bei den HAL Ausflügen zwar gesehen, dass einiges zum Thema Tango angeboten wurde. Allerdings dachte ich, dass das eher als Ersatz / Zusatz angeboten wird für Gäste, die in Buenos Aires bereits etwas anderes machen.

    So sieht man mal wieder: „Reisen bildet.“ ;)

    Uruguay ist neben Chile und Argentinien auch ein bekanntes Weinanbaugebiet. Daher könnte ich mir eine Weingut Besichtigung mit Verkostung als Alternative zur Stadtbesichtigung auch sehr gut vorstellen. Das ist sicherlich besonders interessant, wenn man dazu in Chile keine Gelegenheit hatte.

    Dies und Das – HAL Kaffeegenuss auf der Oosterdam

    Normalen Filterkaffee bekommt man im Lido Buffet Restaurant. Sowohl mit als auch ohne Koffein. Dort stehen große Thermoskannen-Maschinen zum selberzapfen. Diese sind im normalen Reisepreis enthalten.

    Möchte man gerne mal einen Cappuccino, Latte Macchiato oder Espresso trinken, bekommt man den im Crow’s Nest, auf Deck 10 vorne im Bug Bereich. Hier ist die Kaffee Bar mit einem sehr vielfältigen Angebot an Kaffeespezialitäten. Diese werden separat berechnet, z.B. Cappuccino 3,75 USD normal / 4,25 groß plus Service Charge. Zusätzlich gibt es hier auch diverse Tee Spezialitäten. Bei einem Getränkepaket sind diese Kaffee und Tee Spezialitäten enthalten. Sehr gut finde ich, dass es alle Kaffee und Tee Spezialitäten auch entkoffeiniert gibt.

    Morgens zwischen 7:00 und 11:00 Uhr werden auch in der Pinnacle Bar auf Deck 2, Midship / in der Mitte des Schiffs Kaffeespezialitäten angeboten. Das finde ich hervorragend, denn ich trinke sehr gerne Kaffee und morgens ohne eine Tasse „richtigen“ Kaffee geht bei mir gar nichts. Aktuell ist der Kaffee auf Deck 2 aus meiner Sicht der bessere. Hier steht der neuere Kaffeeautomat. ;)

    Alle Kaffeespezialitäten gibt es entweder vor Ort in der Tasse oder als „To GO“ Variante im Pappbecher.

    Vielleicht haben die Raucher unter Euch aufgepasst? Rauchen darf man auf allen HAL Schiffen nur hinten am Pooldeck draußen. Das bedeutet für Raucher und Kaffeetrinker, diese Kombination gibt es ja durchaus manchmal, lange Wege auf der Oosterdam. Das eine gibt es vorne im Schiff, das andere ganz hinten. :( Ich denke nicht nur einmal während einer Kreuzfahrt mit HAL sehnsüchtig an die „Mein Schiff“. ;)

    Auf den größeren HAL Schiffen ist die Kaffeethematik inzwischen viel besser gelöst. Hier gibt es im Lido Buffet auf Deck 9 jetzt eine eigene kleine Kaffeetheke, wo man sich z.B. seinen Cappuccino kaufen kann. Weiterhin gibt es das Crow’s Nest und zusätzlich gibt es auf Deck 3 das „Grand Dutch Cafe“. Das ist eine Bar mit Kaffeespezialitäten und anderen Getränken, wo zusätzlich holländische Spezialitäten (süß und herzhaft) serviert werden. Die Poffertjes oder die Pannenkoeken mit roter Grütze und Sahne sind so richtig lecker. :love:

    Am heutigen Abend hatte sich das HAL Team noch etwas Besonderes einfallen lassen. Das Lido Buffet Restaurant hatte zum „Dinner unter Sternen“ eingeladen. Die Tische draußen am Pooldeck waren mit weißen Tischdecken und kleinen Lampen eingedeckt worden. Das sah richtig toll aus. Leider war es an dem Abend ein bisschen windig, daher war es draußen nicht ganz so gemütlich. Aber die Idee war super. :thumbup:

    Hier geht es morgen weiter. Wir erreichen Buenos Aires.

    Morgen wird sich ein weiterer Punkt von meiner Südamerika-Wunschliste erfüllen. ;)

    Bis dahin und viele Grüße

    Anke

    26.01.2025 Montevideo, Uruguay – Teil 2

    Dann erreichten wir das Rathaus. Von hier oben hat man einen wirklich spektakulären Ausblick auf die Stadt. :thumbup:Der Zutritt ist frei. Man kann einfach mit dem Aufzug hochfahren.

    Von hier oben zeigten uns die Beiden, wo wir bereits gewesen waren und was wir noch alles sehen werden. :)

    Jetzt war Zeit für eine kleine Pause. Wir besuchten einen Food Corner. Hier hatten die Beiden eine ganz besondere Überraschung für uns. Wir wurden in die Kunst des Mate Tees eingeweiht. Sie hatten ihre eigene Mischung dabei und vor unseren Augen wurde er portioniert, aufgebrüht und dann natürlich auch probiert.:love:

    Jeder Mate Teetrinker hat seine eigene Mischung. Als Grundsubstanz sind die getrockneten Blätter des Mate-Strauchs Ilex Paraguariensis enthalten. Zusätzlich fügen viele noch eigene Geschmacksaromen hinzu, wie z.B. Vanille, Zimt oder Limette.

    Eine besondere Spezialität in Südamerika sind neben den bekannten Empanadas noch die süßen Pfannkuchen, die mit Karamellsauce beträufelt sind. „Panqueques Dulce de Leche“ Diese hatten wir bisher auf unserer Reise noch nicht probiert. Das wurde heute nachgeholt. Sehr lecker, aber auch sehr süß. ;)

    Auf dem Weg zur Altstadt sahen wir noch diverse Street Art an den Häusern. Nicht nur in Montevideo auch in Santiago de Chile und in Buenos Aires sind diese zahlreich anzutreffen und werden oft von sehr bekannten Künstlern gestaltet.

    Der Plaza Independencia ist der wichtigste Platz in Montevideo. Hier steht das Placio Salvo, ein „Art Deco“ Gebäude, das als Wahrzeichen Montevideos gilt. Hier an der Stelle befand sich einst die Bar La Giralda, in der Gerardo Matos Rodríguez sein Stück „La Cumparsita“ komponierte. Dieses Lied gilt als Hymne des Tangos. Wer Lust hat kann ja mal reinhören – man erkennt diese bekannte Tango Melodie sofort. ;) Für uns hat sie Paola an dem Tag gesummt.

    Zugleich ist hier der Palacio Estévez, der Regierungssitz.

    Mitten auf diesem Platz befindet sich die Reiter Statue von Artigas, dem Nationalhelden. Unterhalb dieser befindet sich das eindrucksvolle Artigas Mausoleum. In dieser Gedenkstätte werden seine Überreste verwahrt und mit einer kunstvollen Wandgestaltung wird eindrucksvoll an seine Kämpfe für die Unabhängigkeit erinnert.

    Geht gleich weiter …

    26.01.2025 Montevideo, Uruguay – Teil 1

    Liegezeit 07:00 bis 18:00

    Montevideo an einem Sonntag

    Heute stand nun unsere dritte südamerikanische Hauptstadt auf dem Programm. Eigentlich hatte ich für diesen Hafen einen entspannten Bummel durch die Innenstadt geplant. Die Idee war an einer Free Walking Tour teilzunehmen, im Anschluss eines der bekannten Cafés zu besuchen und ein bisschen durch die Läden zu bummeln und am Ende vielleicht noch ein Steak in der Markthalle zu essen. So weit so gut.

    Im September, als ich mir die Planung für Montevideo etwas genauer angeschaut habe, stellte ich fest, dass sonntags viele Geschäfte und Cafés / Restaurants geschlossen sind. Ähnlich wie bei uns, haben Großstädte an einem Sonntag oft eine ganz andere Atmosphäre als unter der Woche. Die Innenstädte wirken dann oft wie ausgestorben. Das haben wir schon das ein oder andere Mal festgestellt. An reinen Urlaubsorten oder Städten mit einem extrem hohen touristischen Gästeanteil spielt das keine so große Rolle. Aber hier in Montevideo hatte ich Bedenken.

    Was tun? Meine Idee, eine trubelige, belebte Innenstadt mit südamerikanischem Lebensgefühl einfach zu Fuß zu erleben, schien also nicht so ganz zu funktionieren. Eine Alternative wäre eine Kleingruppentour mit einem Bus, die vielleicht auch einen größeren Radius abdeckt. Diese starten aber immer morgens recht früh. Das wollten wir auch nicht.

    Durch Zufall hatte ich dann über Tripadvisor einen privaten Guide entdeckt, der private Touren mit dem PKW anbietet. Er selber war bereits ausgebucht für den Tag, aber er empfahl mir einen Kollegen. Und so war relativ schnell die Tour mit Favio gebucht. Treffpunkt 11:00 Uhr vor dem Cruise Terminal. Das war für uns perfekt. Ein bisschen länger schlafen, entspannt von Bord gehen und eine geführte Tour durch die Stadt.

    An diesem Tag war Paola, die Freundin von Favio, unser Guide und als Fahrer ihr Cousin. Allerdings war er eher wie ein zweiter zusätzlicher Guide, der auch Autofahren konnte. Beide sprachen sehr gut Englisch. Wir haben mit ihnen einen sehr unterhaltsamen und informativen Tag verbracht. Beide erzählten viel über ihren Alltag in Uruguay. Die beiden waren Mitte zwanzig und so lernten wir noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel auf das Leben in Südamerika kennen.:thumbup:

    Wir starteten mit einem kurzen Stopp in den bekannten Markthallen, Mercado del Puerto, am Hafen, die zu dieser Uhrzeit noch total leer waren. Der Kreuzfahrer-Ansturm stand für diesen Tag noch bevor. Die beiden konnten den Markthallen übrigens nicht viel abgewinnen. Für sie sind sie eine reine, überteuerte Touristenattraktion. ;)

    Mit dem Auto ging es dann los. Wir fuhren erst einmal die sogenannte „Rambla Tour“. Jeder Strandabschnitt wird von einer breiten Promenadenstraße gesäumt, die alle mit Rambla beginnen.

    Gleich zu Beginn „lernten“ wir aber erst mal José Gervasio Artigas, den Nationalhelden Uruguays, kennen. Er führte das Land in die Unabhängigkeit 1825 und man findet an vielen Stellen in der Stadt Denkmäler mit seinem Konterfei.

    Unser erster Halt war am Rodo Park. Hier trifft man sich gerne zum romantischen Abend und genießt den Sonnenuntergang.

    Weiter ging unsere Fahrt entlang der vielen Strandabschnitte.

    Und natürlich durfte ein Stopp an dem bekannten Schild von Montevideo nicht fehlen.

    Dieser Namenszug wird immer entsprechend der Jahreszeit gestaltet. Das er heute weiß war, ist eine Seltenheit. So wird er z.B. im Advent mit weihnachtlichen Ornamenten verziert. Jetzt stand seine „Karnevals-Bemalung“ an, die in wenigen Tagen erfolgen sollte.

    Während unserer Fahrt passierten wir noch weitere Aussichtspunkte oder Sehenswürdigkeiten, wie .z.B. das bekannte Fußballstadion „Estadio Centenario“, den Obelisk von Montevideo und das Denkmal für das deutsche Panzerschiff Admiral Spee. Am imposanten Parlamentsgebäude machten wir noch einen separaten Fotostopp.

    Geht gleich weiter …

    25.01.2025 Punta del Este, Uruguay – Teil 2

    Wir kamen dem bekannten Wahrzeichen immer näher. Aber jetzt hatten wir erst mal Durst und Hunger. In einem richtig netten Beach Lokal mit Blick auf die Paseo de las Americas legten wir eine Pause ein.

    Frisch gestärkt und gut erholt legten wir die letzten Meter zu unserem Ziel zurück. Jetzt konnten wir dieses bekannte Kunstobjekt aus nächster Nähe betrachten. Inzwischen hatte sich die Kolonne von Ausflugsbussen vom Parkplatz verabschiedet und wir waren hier mit nur wenigen anderen vor Ort.

    Auf unserem Rückweg schlenderten wir quer durch die Stadt. Wir bummelten über die zwei bekannten Shopping Straßen, die Avenida Gorlero und Calle 20 El Remanso mit ihren zahlreichen Edel-Boutiquen, Restaurants und Kunstgalerien.

    Schließlich kamen wir auf der anderen Küstenseite an. Hier befindet sich am Rio Plata die schöne Holzpromenade, der sogenannte Sea Front Board Walk.

    Am Ende kommt man direkt wieder am imposanten Yachthafen an. Von hier ging es mit dem Tender zurück zur Oosterdam. Das war heute ein richtig entspannter Beach-Bummel Tag. Uns hat Punta del Este richtig gut gefallen. :):thumbup: Und ich gebe gerne zu, dass man wirklich nicht immer alles „verplanen“ muss. ;)

    Diese Reise war wirklich eine ungeahnte Anhäufung von spektakulären Sonnenuntergängen. Auch an diesem Abend erlebten wir wieder ein faszinierendes Farbenspiel am Himmel.

    Der nächtliche Ausblick bei der Ausfahrt aus der Bucht war mehr als beeindruckend. Vor allem so ungewohnt nach all den Naturerlebnissen der vergangenen Tage, mal wieder eine beleuchtete Skyline am Horizont zu erleben.

    Zum Abschluss gibt es noch einen Blick in den geöffneten Indoor Pool Bereich. An schönen Tagen wird hier das Dach geöffnet.

    Nun gibt es noch ein bisschen Dies und Das

    Dies und Das – HAL Internet an Bord

    Das Internet auf den HAL Schiffen ist sehr gut. Es wird über Starlink betrieben. Wir hatten bisher überall auf unseren Reisen einen absolut stabilen Empfang. Auch an sehr entlegenen Orten, z.B. mitten auf dem Pazifik, vor Grönland oder auch in der Antarktis. Ebenso ist der Empfang an allen Stellen an Bord gleichermaßen gut. Wenn man das Internet mit der „Mein Schiff“ vergleicht, treffen hier Welten aufeinander.

    HAL bietet aktuell 3 verschiedene Paket Modelle. Einmal das „normale“ Standard Paket, das „WLAN Surf“. Hier ist die gesamte Nutzung des Internet Surfens, Mailverkehr, WhatsApp Nachrichten mit Bildern usw. enthalten. Darüber hinaus kann man separat ein Premium Internetpaket kaufen, dass zusätzlich noch den Bereich der Audio und Video Anrufe abdeckt oder man wählt das Stream Paket. Hier kann man noch zusätzlich Streaming Dienste abrufen.

    Preise für die einzelnen Pakete findet man auf der HAL Web Seite. Allerdings variieren diese nach Reiselänge und Reisegebiet. Daher gebe ich hier jetzt keine Preise an.

    Dies und Das - HAL Crew Trinkgelder

    Bei vielen internationalen und amerikanischen Reedereien wird automatisch ein Crew Trinkgeld erhoben. Das wird in der Regel automatisch am Ende der Kreuzfahrt vom Bordkonto abgebucht.

    Aktuell ist der Tagessatz 17,00 USD und für Suiten Gäste 19,00 USD.

    Dies und Das – HAL das „Have it All“ – Paket

    Das „Have it all“ - Paket beinhaltet bestimmte Service Leistungen, die einem das Leben während einer Kreuzfahrt angenehmer machen können. Aktuell kostet es 70,00 USD pro Tag.

    Aktuell ist darin enthalten:

    Das Signature Getränke Paket mit einem aktuellen Tagessatz von 60,95 USD

    Das Crew Trinkgeld von 17,00 USD

    Je nach Reiselänge ein Guthaben für Landausflüge z.B. bei 3 Wochen, 300 USD**

    Je nach Reiselänge Besuche in einem Spezialitäten Restaurant z.B. Pinnacle Grill, Canaletto oder auf den Großen Schiffen auch das Tamarind, z.B. 3 Wochen 3 Restaurant Besuche -> auf unserer jetzigen Reise waren das 2x Pinnacle Grill pro Besuch 52,00 USD, 1x Canaletto pro Besuch 25,00 USD *

    Das Internet Paket „WLAN Surf“

    * Die Tischreservierungen werden in der Regel 4 bis 5 Monate vor Reisebeginn freigegeben. Hier sollte man regelmäßig nachsehen, ob eine Reservierung möglich ist. Alternativ wird so etwas auch gerne im Roll Call von anderen Mitfahrern mitgeteilt. Auf jeden Fall macht es Sinn, diese vor der Reise zu buchen.

    **Guthaben für Landausflüge. Dieses Guthaben funktioniert etwas anders als man es vielleicht am Anfang versteht. Man hat eine Gesamtsumme, z.B. 300 USD die man für Ausflüge ausgeben kann. Bucht man jetzt seinen ersten Ausflug, der z.B. 149,- USD kostet, wird dieser Betrag vom Guthaben abgezogen. Man hat dann noch ein Restguthaben von 151,00 USD. Es findet keine Deckelung bei 100,00 USD statt und man ist auch nicht verpflichtet drei verschiedene Ausflüge zu buchen. Bucht man nun seinen nächsten Ausflug für z.B. 179,00 USD wird dieser auch wieder mit dem Ausflugsguthaben verrechnet. 179,00 – 151,00 = 28,00 . Beim Buchungsvorgang wird dann der eine Teil mit dem Guthaben verrechnet und lediglich der überschüssige Betrag von 28,00 USD wird mit der Kreditkarte bezahlt.

    Dieses Verfahren finde ich sehr gut. Man kann auch im Nachhinein diese über das Bordguthaben gebuchten Ausflüge stornieren. Dann wird der Betrag wieder seinem Shore Excursion Guthaben hinzugefügt.

    Je nachdem wie man sich das „Have it all“ Paket schön rechnet, kann man sogar zu dem Effekt kommen, dass man z.B. bei der Buchung von 3 verschiedenen Ausflügen auf einen „emotional“ erträglichen Grundpreis kommt, wenn man die Ausflüge als überteuert empfindet. Oder man bucht sich einen besonders tollen Ausflug für „sozusagen“ umsonst. ;)

    Kleiner Tipp bzw. eine Überlegung zur Ausflugsbuchung. Es bietet sich an über das Guthaben, die Ausflüge zu buchen, die man auf jeden Fall machen will. Zugleich sollte man sich relativ sicher sein, dass der Hafen auch angefahren wird. Ich persönlich würde für diese Reise z.B. definitiv keinen Ausflug auf den Falkland Inseln damit buchen. Zum einen besteht die Gefahr, dass der Hafen nicht angelaufen wird. Dann wird zwar der Ausflug gutgeschrieben, aber die Chance für die verbleibenden Resttage der Reise noch einen adäquaten Ausflug zu finden, ist vermutlich gering. Denn in diesem Moment buchen ja viele zeitgleich um. Außerdem sind die „guten“ Ausflüge oft bereits vor der Reise ausgebucht. Ferner ist dieses Landausflugsguthaben nur für Ausflüge zu verwenden. Es erfolgt am Ende der Reise keine Auszahlung.

    Wie sich jeder am Ende ein spezielles Paket schön rechnet oder ob es Sinn macht, kann jeder nur für sich alleine entscheiden. Wir haben dieses Paket auf unseren letzten Reisen immer dazu gebucht und es hat unser Leben auf dem Schiff viel einfacher gemacht. Keine Aufregung über zu teure Getränke, ein Kaffee zwischendrin war immer möglich, surfen und „whatsappen“ mit Freunden jederzeit machbar und auch die gebuchten Ausflüge konnte man ganz entspannt angehen.

    Hier – aber das gilt ja eigentlich immer und überall– ist die größte Ersparnis, die man erzielen kann, ein guter Einkaufspreis der Kreuzfahrt an sich. Für HAL Reisen findet man öfter sehr gute Angebote und es lohnt sich zu warten. Ich habe immer einige Reisen auf meiner sogenannten „Watchlist“ und es kann durchaus sein, dass eine Reise, die aktuell für einen selber als völlig überteuert erscheint, in ein, zwei oder drei Monaten zu einem sehr guten Preis zu bekommen ist. Dann sollte man aber auch nicht zu lange mit seiner Entscheidung warten. ;)

    Ich hoffe, dass diese Erklärungen zum „Have it all“ – Paket dem ein oder anderen weitergeholfen hat. Zugleich hoffe ich, dass die Sorge, dass amerikanische Reedereien, hier speziell HAL, viel zu teuer sind, weil die Nebenkosten auf den ersten Blick als zu hoch erscheinen, etwas relativiert werden konnte.

    Hier geht es am Dienstag weiter.

    Wir besichtigen unsere dritte südamerikanische Hauptstadt. Es geht nach Montevideo.:)

    Viele Grüße und vielen Dank für Eure netten Kommentare. Ich freue mich wirklich sehr darüber. :love:

    Bis Dienstag!

    Anke

    25.01.2025 Punta del Este, Uruguay – Teil 1

    Liegezeit 10:00 bis 19:00

    Einfach mal an Land gehen …. Sun & Fun in Punta del Este

    Heute stand ein ganz besonderer Landgang an. Ich hatte nichts geplant. ;) Wir wollten einfach mal so von Bord gehen, ohne jeglichen Zeitdruck und mal schauen, was passiert. Okay, ich gebe zu, dass mir das in der Regel schwer fällt. Ich weiß aber auch, dass mein Mann sich auf diese Tage besonders freut. Sich einfach mal überraschen lassen und schauen was passiert.

    Uruguay war das dritte Land, das wir auf unserer Südamerika Reise kennengelernt haben. Punta del Este gilt als eine der Luxus-Badeorte von Südamerika. Auf jeden Fall ist er der Badeorte in Uruguay. In Reiseführern wird er gerne mit der Cote d’Azure, Nizza oder St. Tropez verglichen. Wobei ich ja eher vermute, dass diese Vergleiche mit den französischen Badeorten schlicht und ergreifend damit zusammenhängen, das Brigitte Bardot in den 60 iger Jahren hier ein paarmal Urlaub gemacht hat. Damals war Punta del Este noch ein kleiner eher unscheinbarer Ort, der gerne von Künstlern besucht wurde. Hier hat Carlos Páez Vilaró, ein Maler, Bildhauer und Schriftsteller der sowohl mit ihr als auch Picasso befreundet war, sein bekanntes weißes, kunstvolles Domizil Casapueblo erbaut. Wenn man überhaupt einen Vergleich ziehen will – aber warum muss man das immer? – könnte man es aus meiner Sicht mit Miami Beach vergleichen.

    Hier in Punta del Este ist Sun, Fun und Lifestyle angesagt. Die Ansammlung von Luxus Autos von Porsche, Aston Martin über Mercedes und BMW war für südamerikanische Verhältnisse unglaublich. Hier war alles super gepflegt und eine Vielzahl von Geschäften mit allen Marken, die Rang und Namen haben, waren auf den Shopping Meilen vertreten. Im „alten“ Stadtteil findet man noch viele noble Villen und prachtvolle Urlaubsdomizile. Die Vielzahl an Stränden ist beeindruckend. Surf Boarder lassen sich in den Wellen treiben, die Strände sind mit bade- und sonnenhungrigen Gästen gut gefüllt. Dahinter erstrecken sich über mehrere Kilometer die hochstöckigen Apartmenthäuser und Hotelanlagen die in der Hochsaison gut gefüllt sind.

    Mit dem Tender ging es direkt zum Yachthafen, der im historischen Stadtteil an der Spitze von Punta del Este liegt.

    Schon bei der Ankunft am Pier wurden wir von dieser fröhlichen, sonnigen „Beach Life“ - Atmosphäre begrüßt, die einfach ansteckend war. Was für ein Kontrast zu den vergangenen Wochen. Die die Sonne brannte vom Himmel, Palmen säumten die Straßen und irgendwie hatte man das Gefühl, man ist zurück in der „Zivilisation“. Direkt am Pier wurden für die Kreuzfahrtgäste kleine Info Broschüren der Tourist Info verteilt.

    Gemütlich schlenderten wir los. Betrachteten die luxuriösen Wohnhäuser und kamen zum Leuchtturm, the Lighthouse el Faro. Direkt daneben steht die kleine katholische Kirche Paris Church. „Iglesia de la Candelaria“.

    Unterwegs sahen wir auch diesen außergewöhnlichen Kiosk.

    Unser nächstes Ziel war der Plazoleta Gran Bretana / Punta Salinas. Hier treffen der Rio Plata und der Atlantik eindrucksvoll aufeinander.

    Man konnte gemütlich auf einer der Mauern sitzen und ganz entspannt das Meer beobachten. Als der nächste große Ausflugsbus anrollte, setzten wir unseren Weg entlang der breiten Strandpromenade fort.

    Es war inzwischen richtig heiß geworden. Hier war jetzt im Januar Hochsommer – also unbedingt an Sonnenschutz samt Kopfbedeckung und genügend Wasser denken.

    Natürlich wollten wir auch das bekannte Wahrzeichen die „Paseo de Las Americas“, sehen, die „bekannten Finger“ von Punta del Este. Sie sind am Strand „Playa Brava“ zu finden.

    Der Spaziergang entlang des Ufers war richtig schön. Zwischendrin spürte man die kühle Gischt des Atlantiks, der auf die kleinen Felsklippen prallte. Aber der Weg von den Salinas zu dem Wahrzeichen zog sich. Schatten war hier entlang der Promenade Mangelware. ;)

    In Punta del Este trägt man Stuhl

    Hier am Strand liegt man nicht, sondern man sitzt. Gefühlt jeder, der zum Strand ging, hatte seinen eigenen Klappstuhl unter dem Arm. Bevorzugt in der Farbe blau, aber auch die Variante in rot, gelb oder grün ist möglich. Am Strand wird unter einem Sonnenschirm dann der Platz eingenommen. Bei einem späteren Besuch eines Restaurants ist er natürlich wieder - unterm Arm eingeklemmt – mit dabei. Man kann die Stühle in einem der vielen Beach Shops käuflich erwerben oder am Strand vor Ort mieten. Auf normalen Strandtüchern liegen hier die wenigsten.

    Geht gleich weiter …

    24.01.2025 Seetag – Teil 2

    Dies und Das – Tagesprogramm

    Das Tagesprogramm bietet alles, was man von den meisten Reedereien kennt. Spielshows wie Trivia in allen Formen, Bingo usw. Tanzkurse, Kochshows. Zugleich Vortragsreihen zum großen Thema Gesundheit, Kunst, Blumenschmuck erstellen usw. Ebenso werden viele kreativ Kurse oder Treffen zum gemeinsamen Malen, Sticken oder Stricken angeboten.

    Auf jeder Reise sind Experten für das jeweilige Reisegebiet mit an Bord oder es werden durch den /die Kreuzfahrtdirektor/in ausgesprochen gute Vorträge zur Region, Geschichte oder Kultur abgehalten. Diese Vorträge finden immer tagsüber, bevorzugt um 10:00 oder 14:00 Uhr statt.

    Auf HAL Schiffen findet man immer eine große Anzahl an besonderen Dekorationen im Hinblick auf Gemälde, Keramiken und Statuen. An manchen Stellen kann man da trefflich über Geschmack „streiten“, aber eine hochwertige Ausgestaltung der einzelnen Bereiche ist definitiv gegeben. Daher spielt die Kunstgalerie mit ihren Bilder Auktionen auch immer eine besondere Rolle. Auf dieser Reise fand ich das ganz extrem. Gefühlt war fast jeden Tag eine Auktion zu einem bestimmten „Genre“ (moderne Malerei, PopArt, klassische Malerei, usw. …). Diese Veranstaltungen waren sehr gut besucht und wenn man den Schildern an den Bildern glauben darf, wurden auch sehr viele davon verkauft.

    Dies und das – das Tagesprogramm gedruckt und online

    Das jeweilige Tagesprogramm liegt jeden Abend für den nächsten Tag in gedruckter Form auf der Kabine. Das Programm bekommt man als deutscher Gast sogar in einer deutschen Version. Diese Ausgabe zu lesen ist sehr unterhaltsam, denn die Übersetzung kann schon amüsant sein. Wir fragen unsere Kabinen Stewards immer, ob wir zusätzlich auch die englische Version haben können.

    Hier ist einmal die englische Version und einmal die deutsche Version für Euch.

    Über die Navigator App kann man natürlich auch die einzelnen Tage mit ihren Programmpunkten abrufen. Gleiches Prinzip wie man das z.B. auch von der „Mein Schiff“ App kennt.

    Dies und Das – HAL Getränkepakete

    Generell sind Getränke auf internationalen oder amerikanischen Reedereien teuer. Man kann auch sagen sehr teuer. Daher bietet es sich oft an, ein Getränkepaket der Reederei zu nutzen. Ähnlich wie man das auch von AIDA kennt.

    HAL bietet 3 Getränke-Pakete an, die für die ganze Zeit der Reise gelten. Darüber hinaus kann man dann noch Wasser, Wein, Bier oder andere Pakete kaufen, die bestimmte Mengen an Flaschen oder Dosen enthalten. Diese speziellen Angebote findet man immer in der Navigator App oder im Web unter seinem Login zur Reise.

    Folgende Getränke Pakte gibt es bei HAL.

    „Quench“ -das alkoholfreie Paket, aktueller Preis 17,95 USD pro Tag

    „Signature“ Getränke Paket, das alle alkoholfreien und eine große Auswahl an alkoholische Getränken bis zu 11,00 USD beinhaltet. Aktueller Preis inzwischen 60,95 USD pro Tag. Diese Paket ist auch Bestandteil des „Have it All“ Pakets“.

    „Elite“ Getränke Paket, das zusätzlich noch weitere alkoholische Getränke bis zu 15,00 USD, enthält. Der aktuelle Preis beträgt 65,95 USD.

    Jedes Paket ist auf max. 15 Getränke pro Tag begrenzt. Wir sind mit dieser Menge von 30 Getränken für 2 Personen pro Tag immer sehr gut hingekommen und konnten darüber auch immer alle „Flüßigkeiten“ für die Landgänge abdecken.

    Wenn man das Signature Getränke Paket hat und ein Getränk über 11 USD bestellt, wird nur die nur die Differenz berechnet, also Getränkepreis abzüglich 11 USD.

    Kauft man die Getränke einzeln auf dem Schiff, kommt zu dem ausgewiesen Preis auf der Barkarte immer noch die Service Charge von aktuell 18% hinzu.

    Bei der Getränkebestellund muss immer die Bordkarte vorgelegt werden. Das ist für „Mein Schiff“ Fahrer sicher ungewohnt. Allerdings für fast alle Reedereien, die keinen „All-Inclusive Service“ anbieten, normal.

    Leider liegen in den Bars immer nur verkürzte Barkarten aus, die die jeweiligen Klassiker der besuchten Bar auflisten. Vielleicht ist das auch der Grund, warum so viele immer das gleiche jeden Abend trinken? :/

    Letztes Jahr hatte ich das Glück, dass ich an der Rezeption eine gedruckte Übersicht für die 3 bekannten Pakete entdeckt habe.

    Stand Sommer 2024, aber Achtung die Paket-Preise haben sich geändert.

    Da auf einer Südamerikareise sicherlich der ein oder andere auch einmal die Notwendigkeit hat, einen Teil seiner Wäsche reinigen zu lassen, folgen hier noch ein paar Informationen zum Wasch-Service.

    Dies und Das – HALWäschepaket

    Auf den HAL Schiffen gibt es generell keine „Self-Service-Waschmaschinen“, wie man es von AIDA, Oceania oder Phönix kennt. Man kann hier die Wäsche einzeln, also pro Stück, waschen lassen. Preisliste auf dem Bild.

    Alternativ bietet HAL, den auch von der „Mein Schiff“ bekannten, Wäschesack an, die „Laundry Bag“. Dieses Angebot ist täglich verfügbar und man muss nicht wie bei der „Mein Schiff“ auf das Angebot warten, dass es im Tagesprogramm hoffentlich einmal angeboten wird. Die Preise für den Wäschesack variieren in den verschiedenen Fahrgebieten. Auf dieser Südamerika Reise waren es 25,00 USD pro Sack. Vergangenen Sommer auf unserer Nordland Reise habe ich 29,00 USD in Erinnerung. Aber da haben wir nicht waschen lassen.

    Mengenmäßig bin ich immer wieder erstaunt, was alles in einen Sack reinpasst.

    Während meines Live Berichtes von der „Mein Schiff 3 Langzeitreise Karibik“, hatte ich Euch gesagt, dass es besser sei, die Wäsche nicht hängend, sondern die Option „Gefaltet“ anzukreuzen, da man sonst in einem Wust von Bügeln untergeht und man halt alles selber zusammenlegen muss. Nach unseren ersten zwei Wäschesäcken, die wir gleich zu Anfang dieser Reise abgegeben hatten, kann ich ganz klar sagen, selber falten ist besser. Bei unserem dritten Wäschesack, den wir Mitte der Reise noch einmal abgegeben hatten, haben wir wieder die Variante „hängend / auf dem Bügel / on hanger“ angekreuzt. ;)

    Alternativ bietet HAL auch noch ein Wäschepaket für die gesamte Reise an. Da kann man dann so oft und so viel Waschen lassen wie man will. Den Preis für dieses Wäschpaket findet man dann auch über die Navigator App oder seinen Web Login.

    Morgen geht es weiter …

    Wir sehen uns an Land in Punt del Este – einem bekannten Badeort der südamerikanischen High Society – ob es uns da gefallen wird? :/

    Und dann gibt es noch ein Dies und Das zum bereits öfter erwähnten „Have it all“ Paket.

    Viele Dank fürs Mitlesen und viele Grüße

    Anke

    24.01.2025 Seetag – Teil 1

    Sternenhimmel über dem Südpazifik

    Heute stand nun unser letzter Seetag auf dieser Reise an. Bei warmen Sommertemperaturen verbrachten wir einen angenehm entspannten Tag. Am Nachmittag gingen wir natürlich noch einmal zur Tea Time.;)

    Sterne am Abend

    In den letzten Tagen war uns bei unserer abendlichen Schiffsrunde über die Decks schon aufgefallen, dass man ziemlich gut die Sterne am Himmel sehen konnte. An diesem Abend teilte uns unser Kapitän mit, dass aktuell eine ganz besondere Sternenkonstellation am Himmel auszumachen sei. Man könne aktuell Jupiter, Mars, Saturn und Venus sehen und sie würden eine gerade Verbindungslinie bilden.

    Deshalb würde er heute (und auch an den folgenden Abenden) die Beleuchtung am Pooldeck ausschalten. Dadurch könnten wir Gäste dieses Himmelsspektakel besser sehen. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Gemeinsam mit vielen anderen standen wir auf dem Pooldeck und versuchten sie zu erkennen. Das war aber durch den doch recht stark bewölkten Himmel nicht ganz so einfach. Also, alle 4 haben wir nie gleichzeitig gesehen. Irgendeine Wolke war immer davor. Eigentlich freute sich jeder bereits, wenn er nur einen von den Vieren gesehen hatte. Aber das gemeinsame Erlebnis war schon richtig cool.:)

    Übrigens war dieses Sternenschauspiel Ende Februar auch bei uns in Deutschland am Himmel zu beobachten gewesen. Vielleicht hat es ja der ein oder andere von Euch gesehen? Wir haben hier dann alle 4 zusammengesehen. ;)

    In den letzten Tagen habe ich ja bereits immer wieder ein bisschen über die Oosterdam und HAL erzählt. Hier folgen nun weitere Informationen.

    Dies und Das - HAL Gästestruktur

    Generell ist das Publikum bei HAL international, wobei man klar sagen kann, dass in vielen Gebieten die englischsprechenden Menschen die Mehrheit bilden. So sind eigentlich immer Amerikaner, Kanadiern, Australier und Engländer vertreten.

    Für die Niederländer ist HAL ein bisschen ihre Heimat-Reederei, schließlich fahren die Schiffe ja auch unter der niederländischen Flagge. Daher findet man meistens auch einige Niederländer als Gäste an Bord. Deutsche Gäste sind eher in der Minderzahl.

    Eine besondere Ausnahme gilt aber für die Abfahrtshäfen Amsterdam und Rotterdam. Fahren die HAL Schiffe von den Niederlanden ab sind extrem viele Holländer an Bord. Dann kann dieser Gäste-Anteil schon mal locker bei 30, 40 oder mehr Prozent liegen. Auf diesen Reisen gibt es neben dem englisch sprachigen Kreuzfahrtdirektor auch noch einen holländisch sprechenden. Ebenso werden dann viele Programmpunkte auch in Niederländisch abgehalten wie z.B. die beliebten Port Talks (Hafenvorstellung), Spielshows wie Trivia, Bingo und alle Borddurchsagen werden sowohl in Englisch als auch in Holländisch durchgeführt.

    Insgesamt ist das Durchschnittsalter bei unseren Reisen mit HAL relativ hoch gewesen. Allerdings waren unsere letzten drei Reisen auch längere Kreuzfahrten und die werden, wie auch bei Mein Schiff oder AIDA, bevorzugt von Menschen gebucht, die entsprechend Zeit haben. ;) Generell ist das Image von HAL schon eher gediegen und es ist durchaus in Foren bekannt, dass der „Parc Ferme“ vor dem Dining Room bei HAL etwas größer sein kann. Damit ist die Anzahl an bewegliche Gehilfen oder Rollstühlen gemeint. ;) Allerdings hängt das auch immer stark vom Fahrgebiet ab.

    Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass HAL öfter ein bisschen verkannt wird. Sie bieten gerade mit ihren Abendprogrammen und besonderen Routen für Gäste die sich eher als „Reisende“ verstehen und nicht den „Disco Hally Gally“ Betrieb mögen, eine sehr interessante Option an.

    Dies und Das – Abendprogramm & Abendgestaltung

    Das Abendprogramm ist bei HAL schlicht und ergreifend musikalisch. Man könnte auch sagen „Musik liegt in der Luft“. Jeden Abend gibt es an mindestens 3 verschieden Lokationen sehr gute Live Musik.

    Auf der Oosterdam waren es die Rollingstone Lounge auf Deck 2, Billboard Onboard auf Deck 2 und die Ocean Bar auf Deck 3. Hier spielen die Bands jeden Abend zu festen Zeiten mit unterschiedlichem „Motto“ mehrere Sessions, die man dem Tagesprogramm entnehmen kann. Aus unserer Sicht sind diese Bands immer ausgesprochen gut. :thumbup:

    Rolling Stone Lounge

    In der Rolling Stone Lounge spielte eine Band mit 2 Sängern (weiblich / männlich), mit viel Soul und Rock in der Stimme. Zusätzlich mit mehreren Gitarristen (in der Regel mindestens 3), Keyborder und Schlagzeuger. Sie ist die die sogenannte „All Star Band“, die alle Genres der Rock & Pop Musik abdeckt. Vor der Bühne ist eine große Tanzfläche und hier kann richtig abgetanzt, abgerockt und abgefeiert werden. Auf den großen Schiffen spielt diese Band im „BB King‘s Blues Club“. Hier ist die Atmosphäre durch die Gestaltung des Raumes noch etwas „spezieller“. Das Konzept aber gleich. Hier ist Party Dance Time. Hier gibt es auch eine Rolling Stone Bühne. Allerdings wird dort „Heavy Rock“ der Dire Straits, der Stones oder auch mal AC/DC gespielt.

    Einziges Manko für uns ist, dass es dort immer sehr laut ist. Wenn man mitfeiern und tanzen will, ist das super. Wenn man eher nur am Rand sitzen will, ist es (leider) definitiv zu laut dort. Der Schlagzeuger ist auch immer von einer großen Plexi-Glas-Wand zum Schallschutz umgeben. Daher sind wir dort sehr selten anzutreffen. Aber ich bin immer wieder begeistert, dass es so eine große und gute Live Band auf einem Kreuzfahrtschiff gibt.:thumbup:

    Billboard on Board

    Die nächste sehr bekannte und für HAL Schiffe typische Destination ist „Billboard on Board“. Hier spielen zwei Musiker / Musikerinnen am Klavier und singen dazu. Billboard ist eine „Institution“ auf den Schiffen von HAL. Es gibt jeden Abend 3 Sessions. Meistens 2 Veranstaltungen mit einem festen Motto, wie z.B. „One Hit Wonder“, „The Hot 100“ oder “ „The 60““ usw.

    Die letzte Show am Abend ist immer die bekannte „Request-Show“. Hier kann sich jeder Gast ein Lied wünschen, dass dann direkt am Abend auch gespielt wird. Billboard ist ein Medienkonzern in den USA, der u.a. die offiziellen Verkaufscharts ermittelt und ist eine bekannte Marke in Amerika bzw. unter Musikfans. HAL hat mit Billboard eine spezielle Kooperation geschlossen.

    Wir gehen da sehr gerne hin. Man kann auch sagen, es gehört für uns zu einem typische HAL Abend dazu. Die Künstler sind in der Regel immer sehr gut. Sie spielen immer abwechselnd oder gemeinsam die Songs. Das Publikum macht immer aktiv mit – mit viel Gesang und / oder Klatschen usw. Gerne werden an diesen Abenden Hits von den Beatles, Elton John oder Billy Joel gespielt. Natürlich darf an dem ein oder anderen Abend zum Abschluss „Take me home“ von John Denver oder „Sweet Caroline“ von Neil Dimond nicht fehlen. Uns macht es einfach Spaß diese sehr direkte Art der Live Musik zu erleben. Auf dieser Reise waren Jakomo und Lean unsere musikalischen Begleiter. :):thumbup:

    Auf der Oosterdam gibt es dann noch die Live Band in der Ocean Bar, „The Third Avenue West“. Leider kann ich dazu gar nichts sagen, denn wir haben sie während unserer Reise nicht einmal gesehen. Ich glaube, dass die Musik Richtung Jazz geht. Sie beginnen ihr Programm am späten Nachmittag ab 16:30 Uhr.

    Theater The World Stage

    Auf allen HAL Schiffen heißt das große Theater „World Stage“ und erstreckt sich über Deck 2 und 3. Auf den großen Schiffen kann man von allen Plätzen eigentlich sehr gut sehen und die technische Ausstattung mit einer Bühne + Mega Screen, die sich über 180 Grad im Halbrund erstreckt, ist sehr beeindruckend. Auf der Osterdamm gibt es leider einige Plätze von denen man konstruktionsbedingt durch Säulen eigentlich gar nichts sehen kann. Wenn es schon recht voll ist im Theater, und man sich vermeintlich freut „Da sind ja noch 2 tolle Plätze frei“ – wird spätestens, wenn er sitzt, merken warum. ;)

    Das Abend Programm im World Stage ist bei HAL klassisch gediegen. Die Shows finden immer um 19:30 Uhr und als Wiederholung um 21:00 Uhr statt. Es ist immer ein eigenes Musik-Tanz- Ensemble an Bord, das wir eher als mittelmäßig einstufen. Zusätzlich sind immer diverse Gastkünstler mit an Bord. Spezielle Musiker, z.B. Piano Spieler, Gitarristen, Saxophone Spieler, Tanz Duos oder auch Komiker und Zauberkünstler etc..

    Wir waren auf dieser Reise sehr selten abends im Theater. Aufgrund unserer Tischzeit im Dining Room von 19:30 Uhr, kam nur die Vorführung um 21:00 Uhr in Frage. Oft haben wir uns am Abend noch für die, Euch ja inzwischen bekannte, Runde auf dem Panorama Deck entschieden und / oder waren bei „unseren“ zwei Billboard Musikern.

    Casino

    Natürlich kann man nicht nur am Abend das Casino besuchen. Wie bei allen amerikanischen oder internationalen Reedereien nimmt dieser Bereich eine etwas größere Fläche ein. Hier findet man neben den Slot-Maschinen mehrere Spieltische für Black Jack, Roulette usw. Dieses Angebot wird immer wieder gerne angenommen. Auf einer Reise mit Oceania haben wir sogar mehrere professionelle Spieler kennengelernt, die damit u.a. ihre aktuelle Kreuzfahrt finanziert haben. ;)

    Zusätzlich gibt es an einigen Abenden auch noch zusätzliche kostenpflichtige kulinarische Angebote wie spezielle Themen Abende im Canaletto oder Pinacle Grill. Alternativ werden auch immer besondere „Getränke-Tasting Events“ angeboten, wie z.B. Whisky, Martini, Gin oder Wein Verkostungen.

    Geht gleich weiter ….

    23.01.2025 Puerto Madryn, Argentinien – Teil 3

    Nachdem wir auch hier wieder ausgiebig Zeit hatten die Tiere zu beobachten, ging es zurück zum Bus. Auch heute hier bei den Pinguinen glühten wieder unsere „Handys“. Allerdings war die große Kamera an Bord geblieben. Konnte ja keiner im Vorfeld ahnen, dass es heute noch einmal „Pinguine intensiv Staffel 2“ geben würde. Obwohl, wenn ich ganz ehrlich bin, setzte bei uns so langsam eine gewisse „Pinguin-Sättigung“ ein …. . ;)

    Unser nächstes Ziel war die Estanzia „El Pedral“. Diese Farm war in den 20-iger Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut worden. Noch heute wird hier Schafszucht betrieben und parallel werden auch Hotelzimmer vermietet. Hier im „Nichts“ findet man bestimmt seine Ruhe und kann von allem abschalten.

    Das Lamm Barbeque war ausgesprochen lecker und alle Speisen waren sehr nett angerichtet. Also wieder ein tolles Natur und Gaumenerlebnis in Patagonien, dieses Mal auf der argentinischen Seite.:)

    Leider ist aktuell der Strandabschnitt mit dem Leuchtturm und den Seelöwen nicht mehr Teil des Programms. Die Seelöwen waren wohl aktuell nicht mehr da. Für uns war das ein bisschen schade. Diesen Leuchtturm hätten wir natürlich noch sehr gerne gesehen. ;) Aber vermutlich waren wir die Einzigen, die das störte. Alle anderen waren wieder im puren „Pinguin-Glück“.

    Während der Hin und Rückfahrt hielt Rita, unser Guide, und auch der Busfahrer immer wieder nach den Guanakos Ausschau. Das ist eine besondere Kamel Art, die von den Lamas abstammt und nur hier in Südamerika anzutreffen ist. Ich wusste, dass man sie hier sehen kann und hatte mich ganz besonders auf dieses Erlebnis gefreut. Aber es war nichts zu machen. Sie waren heute nicht zu sehen. :(

    Es ist vielleicht ein bisschen anmaßend bei den vielen tollen Erlebnissen auf dieser Reise von Enttäuschung zu sprechen, aber das bedauere ich noch heute, dass dieser Punkt meiner „Südamerika“-Wunschliste sich nicht erfüllt hat.

    Pünktlich, kurz vor Abfahrt des Schiffes, erreichten wir wieder Puerto Madryn. Mit einem letzten Blick auf den trubeligen Strand verabschiedeten wir uns von Patagonien.


    Dies und Das - „Kino Filme“ bei HAL

    Auf all unseren bisherigen Reisen mit HAL gab es so genannte „Kino Abende oder Nachmittage“, wo bekannte Filme gezeigt werden. Auf den großen Schiffen wird dies oft abends im überdachten Pool Bereich gezeigt. Auf einer großen Leinwand kann man dann bei Popcorn und Hot Dogs einen Kino-Abend erleben.

    Hier auf der Oosterdam wurden sie im Veranstaltungsraum „Rolling Stones“ gezeigt. Das fand ich sehr angenehm, da dies ein eigener Bereich ist und man so ohne durchlaufendes Publikum ungestört den Film schauen kann.

    Aber noch viel besser fand ich die Filmauswahl von HAL auf dieser Reise. Es war ein Medley von Filmen, die genau auf unsere Reiseregion abgestimmt waren. :thumbup:

    Es wurden unter anderem folgende Filme gezeigt:

    „March oft the Peguins“

    „Mawson – Life and Death in Antartica“, ein Film über die Antarktis Expedition 1912 von Douglas Mawson

    „Explorer“, ein Film über Sir Ranulph Fiennes

    „My Penguin friend“

    „ The 33“, ein Film über das große Grubenunglück in Chile“

    „The motorcycle Diaries“, ein Fim über einen Roadtrip quer durch Südamerika

    „Evita“, das Film-Musical mit Madonna

    Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich selber keine Zeit auf dieser Reise gefunden habe, mir einen dieser Filme anzusehen. ;)

    Der letzte Gruß des Tages stammt vom Pooldeck auf Deck 9.

    Morgen geht es hier weiter …


    Da wir wieder einen Seetag haben, gibt es wieder ein Dies und Das. Dieses Mal mit dem Schwerpunkt HAL – Programmgestaltung, Besonderheiten und ein paar Kleinigkeiten.

    Vielen Dank und viele Grüße!

    23.01.2025 Puerto Madryn, Argentinien – Teil 2

    Das war heute noch einmal ein ganz intensives Pinguin Erlebnis. :love:

    Mein ganz perönliches „Wow“ Erlebnis war, als ich mal den Kopf nach oben gehoben habe und in die Ferne geschaut habe. Direkt hinter dem sandigen Areal, wo die ganzen Pinguine in ihren Nestern saßen, in den kleinen Büschen standen und auf den Wegen rumliefen, begann ein großes Feld. Und auf diesem Feld sah ich auf einmal kleine schwarze Punkte. Genau, das war der „Marsch-Weg“ der Pinguine. Sie liefen schnurr stracks quer über dieses riesige Feld zum Meer. Das war einfach unglaublich.

    Auch wir erreichten dann auf dem „normalen“ Weg den Kieselstrand und das Meer.

    Geht gleich weiter …

    23.01.2025 Puerto Madryn, Argentinien – Teil 1

    Patagonien, Pampa und Pinguine

    Puerto Madryn liegt ungefähr in der Mitte der argentinischen Atlantikküste. Die Temperaturen waren inzwischen wieder sommerlich warm geworden. Wir konnten also alle Winterjacken wieder verstauen und auf die T-Shirt Kollektion umsteigen.

    Hier in Puerto Madryn gibt es zwei große Natur Highlights, die man besuchen kann. Ungefähr 100 km nördlich liegt die Halbinsel Valdes. In diesem großen Naturreservat kann man viele Seelöwen, See-Elefanten, Magelan Pinguine und Wale sehen. Zugleich leben hier Alpakas, Gürteltiere, Nandus und Guanakos. Die Fahrt dorthin ist aber recht zeitintensiv aufgrund der Straßenverhältnisse und auch bei der Besichtigung vor Ort legt man viele Kilometer im Kleinbus zurück.

    Alternativ werden auch viele Ausflüge nach Punta Tombo angeboten. Hier ist die weltweit größte Brutstätte von Magelan Pinguinen. Ab September gehen hier Tausende von ihnen zum Brüten an Land. Die Entfernung vom Hafen beträgt ca. 180 km pro Richtung.

    Uns waren beide Optionen zu weit, zu viel Fahrerei. Ich hatte vor einigen Jahren einen Ausflug entdeckt, bei dem man sowohl Pinguine als auch Seelöwen sehen kann. Dieser Ort war nur 70 km pro Fahrt vom Hafen entfernt. Natürlich würden wir hier die Tiere nicht so zahlreich erleben, aber die Fahrzeit im Kleinbus war deutlich kürzer. Auf einer Landzunge nördlich von Puerto Madryn liegt die Estancia El Pedral. Die Betreiber bieten Tagestouren speziell für Kreuzfahrer an.

    Das Programm „Pinguine, Seelöwen mit Leuchtturm und ein Lamm Barbeque zum Mittagessen auf einer Estancia“ hatte uns gut gefallen. Dieser Ausflug war sozusagen unser „Pinguin-Backup-Ausflug“ falls der Anlauf auf den Falklandinseln nicht stattfinden würde.

    Leider verzögerte sich heute unsere Freigabe des Schiffes um fast eine Stunde. Das war schade, denn am Ende des Tages fehlte uns diese Zeit für einen entspannten Abschluss an Land.

    Mit einem Kleinbus ging unsere Fahrt zunächst durch Puerto Madryn. Die Stadt sah aus dem Bus sehr ansprechend und nett aus - mit diversen Lokalen und Geschäften. Weiter ging unsere Fahrt. Knapp 1,5 Stunden ging es über Schotterstrassen ins „Nichts“. Hier war nur trockene Steppe. Die Region Pampa machte ihrem Name alle Ehre. Aber das macht Patagonien auch so spannend – die extremen Unterschiede zwischen Anden und Pampa.

    Rita, unser Guide, erzählte viele interessante Dinge über die Region und Argentinien. Sie war ausgesprochen lustig und engagiert. Zwischen drin sagte sie immer lachend, wenn die Schotterpiste mal wieder sehr holprig war: „ Oh, Massage, Massage, Chicos!“ Wir waren an dem Tag alle ihre Chicos oder Chicas und sie kümmert sich sehr fürsorglich um uns. :thumbup:

    Kurz bevor wir die Pinguin Kolonie erreichten, erhielten wir noch ein kurzes Verhaltens Briefing. Dabei teilte sie uns mit, dass hier inzwischen 3000 (!) Magellan Pinguine leben. Ich traute meinen Ohren nicht. Ich hatte mit einer kleinen, bescheiden Gruppe gerechnet. Vor wenigen Jahren waren es am Anfang wohl auch nur ungefähr 30 Stück gewesen. Aber ihre Anzahl wächst von Jahr zu Jahr rapide an. Also, wer wirklich viele Magellan Pinguine hautnah sehen will, dem kann ich diesen Ausflug wirklich empfehlen. ;)

    Wir sind mit unserer Kleingruppe dann gemeinsam die ca. 2 km bis zum Strand spaziert. Um uns rum waren nur Pinguine. Wir waren ihnen ganz nah. Teilweise nicht mal einen Meter entfernt. Ob das alles so richtig ist oder in Zukunft vielleicht doch stärker abgeschirmt wird, zum Schutz der Tiere, weiß ich nicht. :/


    Geht gleich weiter …

    22.01.2025 Seetag – Teil 3

    Dies und Das – Landausflüge mit externen Anbietern

    Ausflüge mit externen Anbietern kann ich nur empfehlen. Allerdings ist dies in der Vorbereitung die mühsamste Variante, denn es dauert bis man die richtige Tour und den passenden Guide gefunden hat.

    Als Basis dienen hier klassische Reiseführer oder die Reiseberichte, wie man sie z.B. hier im Forum findet. Hier sind viele Empfehlungen und Tipps zu finden. Gleichzeitig bietet sich für mich immer eine ausführliche Recherche mittels „Tripadvisor“ an. Da hier sowohl positive wie auch negative Beurteilungen stehen, kann man sich relativ gut ein eigenes Bild machen. Hier gibt es Beurteilungen zu Ausflugsanbietern, Transferdiensten, Sehenswürdigkeiten, Orten, Shows etc. aber auch sehr gute Hotelbeurteilungen.

    Über diese Portale findet man häufig auch die eigentliche Webseite der Anbieter. Wenn einem die Seite und die genannten Konditionen zusagen, kann man mit dem Anbieter erst einmal per Mail oder WhatsApp Kontakt aufnehmen. Gerade in für einen selber unbekannten Regionen, wie z.B. Südamerika, kann ich das nur empfehlen. Ich würde nie einfach so auf einer Web Seite einen Ausflug buchen. Häufig merkt man schon an der Rückmeldung, ob der Anbieter professionell arbeitet oder nicht.

    Am einfachsten für uns Kreuzfahrer sind natürlich Anbieter, die erst am Tag vor Ort bezahlt werden möchten. Dies war bei allen von mir in diesem Reisebericht genannten Guides der Fall. Cash in USD. Außer in Falkland. In den Häfen in Südamerika gab es aber auch viele Anbieter, die eine Anzahlung oder volle Bezahlung vorab wollten. Zugleich hatten diese oft auch sehr strenge Stornobedingungen, z.B. Storno nur möglich bis 7 Tage vorher. Also, nicht nur in Südamerika, sondern generell sollte man auch hier ausdrücklich auf das „Kleingedruckte“ achten.

    Alternativ kann man auch über die Portale „Get your Guide“ oder „Viator“ Ausflüge buchen. Das sind Plattformen über die die einzelnen Tour Anbieter oder Veranstalter, Ausflüge, Dienstleistungen oder Tickets anbieten. Es sind keine Tour Veranstalter. Mich graust es immer, wenn ich am Nebentisch höre. „Wir machen den „Get your Guide“ Ausflug“. Ganz ehrlich, ich schlafe ja auch nicht bei Booking oder Expedia. ;)

    Auch bei Buchungen über diese Portale gilt aus meiner Sicht, dass man die jeweiligen Anbieter sich genau ansehen muss. Vor allem lohnt es auch hier wieder die Beurteilungen genau zu lesen. Und man sollte auf die Preise achten. Denn die Anbieter zahlen für die Nutzung von diesen Plattformen eine Gebühr. Ich habe schon öfter erlebt, dass Touren hier teurer sind, als wenn man sie direkt über die Anbieter-Web Seite bucht. Allerdings bieten diese Plattformen auch eine gewisse Sicherheit. Daher hatten wir z.B. für Südamerika, diese Variante für die Ticket Buchung unserer Tango Show bevorzugt.

    Der Vorteil bei den beiden Plattformen ist, dass man bei vielen, aber eben nicht bei allen Angeboten, eine „24 Stunden Storno Frist“ hat. Das haben wir schon ein paar mal genutzt und es hat bisher auch immer sehr gut geklappt. Einfach in er App den „Storno“ Button anklicken - fertig. Die Rückerstattung des Geldbetrages erfolgte zügig. So haben wir z.B. unseren Ausflug in Punta Arenas, den wir über „Viator“ gebucht hatten, problemlos stornieren können. Der Kapitän hatte uns ja 2 Tage vorher über die Umroutung informiert. Sollte das Schiff kurzfristig seine Route ändern oder kann wetterbedingt nicht anlegen, gibt es keine automatische Erstattung. Dann kann man zwar auf die Kulanz des Tour Anbieters hoffen, aber das tritt nicht immer ein.

    Gerade bei selbstgebuchten Ausflügen kann ich nur empfehlen, alle Unterlagen in digitaler Form oder als Ausdruck mit auf die Reise zu nehmen. Vor allem Handy Nummer oder Whats App / Mail Adresse. Dann kann man seinen Guide vorab informieren, wenn es eine Änderung gibt. So war es auf dieser Reise z.B. in Ushuaia. Da waren wir statt um 14:00 bereits um 9:00 angekommen.

    Ich mache mir für jeden Hafentag / Ausflugstag immer eine kleine durchsichtige DIN A5 Mappe, wo alle relevanten Unterlagen reinkommen. Vorne eine Übersichtsseite mit Liegezeiten vom Schiff, Name Touranbieter usw.. Dahinter dann der gesamte Mailverkehr, Vouchers, Tickets etc. Zwei bis 3 Wochen vor der Reise ist dann mein Standard Satz: „Ich mach dann mal die Mäppchen fertig …“ und wir wissen beide, es geht bald los ... .";)

    Auch wenn es aufwendiger ist, einen privaten Ausflug zu planen und zu organisieren, kann ich es nur jedem empfehlen. Der Mehrwert in einer kleinen Gruppe oder nur zu zweit eine Tour zu machen ist sehr groß. Als Beispiele kann ich unsere sehr guten Ausflüge auf dieser Reise nennen.

    Nachdem ich nun so viel zum Thema Ausflüge geschrieben habe, möchte ich mich noch mit einem richtig schönen Sonnenuntergang vom 22.01.2025 irgendwo im Süd Atlantik von Euch verabschieden.

    Morgen – am Freitag - geht es weiter.

    Wir sehen uns in Puerto Madryn - und ich traue es mich fast nicht zu schreiben. Es gibt wieder Pinguine … ;)

    Vielen, vielen Dank für Eure super netten Rückmeldungen. :love:

    Viele Grüße!

    22.01.2025 Seetag – Teil 2

    Dies und Das – HAL Landausflüge

    Generell bietet HAL immer eine Vielzahl an verschiedenen Ausflügen an. Diese sind aber in der Regel mehr auf das klassische, etwas ältere Publikum von HAL ausgerichtet. Bike Ausflüge, Segway Touren oder auch anspruchsvolle Wanderungen, wie sie z.B. bei „Mein Schiff“ oder „AIDA“ angeboten werden, gibt es nicht. Verständlich, denn HAL hat keine eigene Bike / Outdoor Abteilung an Bord.

    Bei HAL kann man direkt nach seiner Reisebuchung, die dann bereits verfügbaren Ausflüge reservieren. Im Laufe der Zeit kommen immer weitere Ausflüge hinzu. Daher macht es absolut Sinn regelmäßig im HAL Portal nachzuschauen, ob es etwas Neues gibt. Es gibt keinen festen Buchungsstarttermin für Ausflüge, wie es z.B. bei der Mein Schiff der Fall ist, die bekannten 4 Monate vor Reisebeginn. ;)

    Bei HAL ist es so, wie bei vielen Reedereien, dass man direkt bei der Buchung der Ausflüge, diese mit der Kreditkarte bezahlt. Da ist die Mein Schiff eine absolut positive Ausnahme. :thumbup:

    Sollte man sich in der Vorbereitungszeit gegen einen gebuchten Ausflug von HAL entscheiden, kann man diesen problemlos stornieren und die Rückerstattung auf das Kreditkartenkonto erfolgt zügig. Alle Ausflüge werden immer in USD abgerechnet. Daher kann es hier zu Währungsdifferenzen aufgrund des tagesaktuellen Wechselkurses kommen. Kann mal gut, kann mal schlecht sein. ;)

    Storniert man einen Ausflug während der Kreuzfahrt wird dieser Betrag erst mal auf das Bordkonto als Guthaben gebucht und nicht direkt zurück auf die Kreditkarte überwiesen. Wenn dieses Guthaben nicht mit anderen Ausgaben auf dem Schiff verrechnet werden kann, wird der Restbetrag nach der Reise zurückerstattet. Das sollte aber sicherheitshalber bereits während der Kreuzfahrt geklärt werden. Bei Ausflügen, die man über ein sogenanntes Bordguthaben bezahlt hat wie z.B. Reisebonus, Aktienprogramm oder „Have it all“ Paket verfällt der Betrag am Ende der Reise.

    Dies und Das – HAL Navigator App

    Über die „Navigator App“ ähnlich wie man es von der „Mein Schiff“ App kennt, kann man alles rund um seine Reise hier buchen und hinterlegen. Parallel kann man aber auch alles mit dem eigenen HAL Login auf der Webseite eintragen. Beides funktioniert – inzwischen - sehr gut.

    Über die Navigator App oder die Web Seite, kann man also Ausflüge buchen, den „Online Check In“ machen und auch Tische reservieren – hier auch wieder Achtung: Wenn die Tischreservierung nicht Bestandteil des „Have it All“ Pakets“ ist – wird der Betrag direkt beim Reservieren abgebucht. Gleichzeitig findet man in der App die aktuelle Reiseroute, Check Inn Daten usw. Während der Reise sieht man hier das aktuellen Tagesprogramm, aktuelle Speisepläne z.B. vom Dining Room usw.

    Hat man einen HAL Ausflug gebucht, wird dieser ein paar Tage vor dem Termin, in der App unter „My Tickets“ angezeigt. Hier wird der Treffpunkt und die Startzeit mitgeteilt. Dieses digitale Ticket zeigt man dann sowohl auf dem Schiff vor, um seine Ausflugsnummer samt Sticker zu bekommen und dann auch noch einmal an Land, zur Info für den jeweiligen Tour Guide. Das funktioniert in der Regel sehr gut.

    Sollte ein HAL Ausflug ausgebucht sein, ist es absolut sinnvoll sich auf die Warteliste zu setzten. Wenn es für den Ausflug später wieder Kapazitäten gibt, erhält man eine Mail Benachrichtigung. Dann ist dieser Platz für einige Tage für einen reserviert und man kann dann in dieser Zeit seine Festbuchung vornehmen. Das hat bei uns bisher immer geklappt. :thumbup:Reagiert man nicht auf die Mail, verfällt der reservierte Platz und wird dem nächsten Gast angeboten. Das ist aus meiner Sicht sehr gut gelöst. Man muss also nicht immer wieder in die App schauen, ob zufällig Plätze freigeworden sind.

    HAL arbeitet vor Ort in der Regel mit großen Agenturen zusammen. An manchen Orten nutzen sie aber auch direkt lokale Anbieter. So haben wir z.B. auf Big Island / Hawai mit einem kleinen Anbieter eine super tolle Tour in die Vulkanregion gemacht. Normalerweise bietet dieser seine Touren über die eigene Webseite an. Die waren aber an dem Tag alle ausgebucht, HAL hatte alle Kontingente aufgekauft. ;)

    Das Ausflugsangebot von HAL kann man sich auch vor der Buchung einer Reise anschauen. Auf ihrer Webseite kann man viele – nicht immer alle –Ausflüge finden. Sowohl hier als auch später im Web oder Navigator findet man die detaillierte Tour Beschreibung. Gleichzeitig ist hier auch die Bewertung von Gästen hinterlegt, die den Ausflug bereits gemacht haben. Das finde ich hervorragend. :thumbup:

    Denn hier sind alle Bewertungen zu finden, sowohl die guten als auch die schlechten. Teilweise stellen die Gäste auch noch eigene Fotos mit ein. Da kann man sich zusätzlich einen wirklich guten Eindruck vom jeweiligen Ausflug verschaffen.

    Und zu guter Letzt, wenn in einer Ausflugsbeschreibung etwas nicht steht, dann wird das sehr wahrscheinlich auch nicht vorkommen. Eine Bus-Rundfahrt mit Ausblicken beinhaltet nur dann einen Stopp, wenn dieser explizit genannt wird. Darauf zu vertrauen, die halten doch bestimmt an dem einen Denkmal, das mir so wichtig ist, wird vermutlich nicht eintreten.

    Der große Vorteil von Ausflügen ist, die man über die Reederei bucht, dass das Schiff auf die Gäste wartet, sollte es einmal zu einer verspäteten Rückkehr kommen.

    Dies und Das – HAL Hafen Informationen an Bord

    Gedruckte Hafeninfo

    Auf unserer Reise hat es für jeden angelaufenen Hafen am Vorabend auf der Kabine eine kleine ausgedruckten „Hafeninfo“ gegeben. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere von Euch noch an diese – früher gab es so etwas auch mal bei der Mein Schiff. ;)

    Hier sind kurz und knapp die wesentlichsten Highlights aufgelistet und ein kleiner Stadtplan ist dabei. Wenn man im Anschluss an einen Ausflug noch einmal kurz durch die Stadt schlendern will, absolut hilfreich. Das als Basis für einen Ganz-Tages-Spaziergang zu verwenden, ist vielleicht nicht ausreichend.

    Port Talk

    Für jeden Hafen werden in der Regel am Tag vorher vom Kreuzfahrtdirektor die sehr beliebten „Port Talks“ im Theater abgehalten. Hier wird der jeweilige Hafen mit seinen Highlights vorgestellt. Es werden Tipps gegeben, was man alleine machen kann, z.B. Museen, Märkte, Denkmäler etc. und welche öffentlichen Verkehrsmittel zu Verfügung stehen. Es werden private Empfehlungen seitens des Kreuzfahrtdirektors genannt für spezielle Spaziergängen oder besondere Erlebnisse, z.B. welche Essenspezialitäten sich lohnen.

    Diese Port Talks sind extrem fundiert und gut gemacht. Aus meiner Sicht teilweise um einiges besser als das, was man bei einem mittelmäßigen Lektor auf anderen Kreuzfahrtschiffen manchmal erlebt. Diese sind auf Englisch.

    Geht gleich weiter …

    22.01.2025 Seetag – Teil 1

    Der Landgang – mit und ohne HAL

    Heute haben wir einen entspannten Seetag verlebt mit allem was man an diesen Tagen macht oder auch eben nicht macht. Und daher bietet es sich an, diesen „Wir sind einfach mal faul, genießen das Schiff und den Ausblick aufs weite Meer –Tag“ für ein weiteres Dies und Das zu nutzen. Heute geht es um das große Thema Landausflüge.

    Dies und Das - Landausflüge

    Da ich das Gefühl habe, dass auch ein paar „Neue“ hier im Forum mitlesen, gibt es neben Informationen wie Ausflugbuchungen bei HAL ablaufen und welche Informationen man während der Kreuzfahrt erhält, auch einige Basic Informationen zur Ausflugsgestaltung.

    Generell hat man drei Optionen, wie man seinen Landgang gestalten kann:

    In Eigenregie z.B. mit einem Spaziergang durch die jeweils angefahrene Stadt

    einen Landausflug, der von der Reederei angeboten wird oder

    einen Landausflug, der von externen, lokalen Anbietern vor Ort durchgeführt wird.

    Aus meiner Sicht ist es ratsam, sich frühzeitig mit diesem Thema auseinander zusetzen. Für mich sind sie das Herzstück einer Reise. Gute Ausflüge machen für mich den Urlaub erst perfekt. Allerdings ist die Vorbereitung und das Richtige für den einzelnen Hafen zu finden auch ausgesprochen zeit- und arbeitsintensiv. Nach meiner Erfahrung lohnt sich diese Arbeit. Aber mit eben schnell oder kurz mal gucken, ist es nicht getan. ;)

    Diese Vorarbeit entfällt natürlich, wenn man eine Kreuzfahrt rein aus Erholungsaspekten gebucht hat und das Schiff selber das Ziel ist. Dann spielen die angefahrenen Häfen eine völlig untergeordnete Rolle und eine detaillierte Vorbereitung ist nicht nötig.

    Dies und Das – Landausflüge generell – und speziell Südamerika

    Zunächst ein eher privater Tipp. Wir haben in den letzten Jahren angefangen, bevor wir mit der detaillierten Planung der einzelnen Häfen beginnen, eine „Urlaubs-Wunschliste“ zu erstellen. Hier tragen wir zusammen, was jeder einzelne von uns oder wir gemeinsam erleben wollen. Welche Highlights sind wichtig, welche Kleinigkeiten will man erlebt haben, was hat man von der bereisten Region schon gehört und will das selber mal machen.

    Das hat sich für uns als sehr hilfreich erwiesen, weil diese Übersicht als roter Faden dient und man während der Planung immer wieder gegenchecken kann, ob man an alles gedacht hat. Wenn man gleich in die Planung der einzelnen Häfen einsteigt, vergisst man durchaus, das ein oder andere oder entscheidet sich doppelt für etwas, weil es einen gerade so begeistert.

    Besonders in Regionen, die man nicht so oft bereist, macht es aus meiner Sicht Sinn, sich zeitnah nach der Buchung der Reise mit den angefahrenen Häfen und ihren Ausflugsoptionen zu beschäftigen. Für die meisten Häfen, die wir auf unserer Reise angelaufen sind, empfehle ich definitiv einen Landausflug, um diese wirklich beeindruckende Landschaft kennenzulernen.

    Manche Hafenorte waren so klein, dass man hier sicher nicht den ganzen Tag verbringen kann, wie z:B. Chacabucco oder sie sind so unattraktiv wie San Antonio oder Puerto Montt, das man das gar nicht will. Jedenfalls ich würde das nicht wollen. ;)

    Die Ausflugspreise in Südamerika habe ich sowohl bei externen als auch bei den Reederei Ausflügen als sehr hoch empfunden. Ich persönlich habe den Eindruck, dass die Fahrgebiete, die bevorzugt von amerikanischen Reedereien befahren werden, eh deutlich teurer sind als die Gebiete, die zuerst von der „Mein Schiff“ oder „AIDA“ erobert worden sind. Gefühlt würde ich sagen, dass Ausflüge bei den amerikanischen Reedereien um die 30 Prozent über den Preisen z.B. von der „Mein Schiff“ liegen. Hier habe ich Vergleiche für Ausflüge auf Island selber gemacht und es waren teilweise die gleichen Anbieter.

    Mein Eindruck ist, dass die externen Anbieter ihre Preisgestaltung auch immer an die Preisstrukturen der Reederei anpassen. Zugleich habe ich die Beobachtung gemacht, dass gerade die amerikanischen Kreuzfahrtgäste es teilweise als Luxus empfinden, sich einen privaten Landausflug leisten zu können und bereitwillig sogar mehr als für einen Schiffsauflug bezahlen. :/

    In klassischen „AIDA“ oder „Mein Schiff“ Reisegebieten ist es tendenziell eher so, dass die privaten Anbieter damit werben, dass sie günstiger als die Reedereien sind. Aber auch das ändert sich zurzeit ein bisschen.

    In Regionen, wo viele internationale Gäste unterwegs sind, gibt es bei den externen Anbietern auch noch die Tendenz, ihr Fahrzeug (Minivan) als Gesamtgruppentour anzubieten und man muss sich dann selber um Mitfahrer bemühen. Ich kann mir das ja immer nicht vorstellen, aber es gibt wirklich Kreuzfahrtgäste, die den kompletten Van buchen (und auch bezahlen!) und sich dann über Foren (z.B. das amerikanische CC Forum) um Mitfahrer bemühen. Die Stilblüte sind für mich Gäste, die ein Auto mieten und nach einem Fahrer Ausschau halten, weil sie selber nicht mehr fahren können oder wollen. ;)

    Mitfahrer für eine Tour findet man häufig in dem jeweiligen Roll Call einer Kreuzfahrt wie z.B. hier im Forum. Hier kann man den Ausflug vorstellen und andere Gäste können sich dann entweder direkt bei dem Anbieter melden oder man übernimmt selber die Organisation, d.h. die Mitfahrer melden sich bei einem an und man selber macht die gesamte Abwicklung mit dem Tour Guide.

    Gerade wenn man „nur“ zu zweit unterwegs ist, kann es sinnvoll sein diese „Mitfahrer Such Option“ zu wählen, denn man kann die Kosten pro Person deutlich reduzieren. Nach meinen Erfahrungen klappt das in der Regel sehr gut. Gerade wenn man einen interessanten Ausflug im Auge hat, findet man schnell Mitfahrer. Viele scheuen oft einfach diese zusätzliche Arbeit, etwas ins Forum einzustellen und freuen sich, wenn sie eine gute Ausflugsalternative vorgeschlagen bekommen.

    Generell bevorzugen wir immer die externen Ausflugsanbieter und haben damit bisher, fast immer sehr gute Erfahrungen gemacht. Trotzdem gibt es manchmal Häfen, da kann ein Ausflug über die Reederei sinnvoll sein.

    Dies und Das - HAL Bordsprache & deutsche Gäste

    HAL ist eine amerikanische Reederei mit einer starken holländischen Tradition. Zum letzteren gibt es beim nächsten Seetag noch ein separates Dies und Das. Die Bordsprache ist Englisch. Daher macht es aus meiner Sicht Sinn, wenn man ein paar grundlegende Brocken Englisch sprechen kann.

    Auf unserer aktuellen Reise waren 120 Deutsche an Bord. Erstaunlich viele davon waren Erstfahrer. Das finde ich persönlich „sportlich“, gleich als erste Kreuzfahrt eine 22 tägige Reise zu buchen und dann noch in einem Fahrgebiet unterwegs zu sein, dass für seine Wetterextreme bekannt ist. ;) Zusätzlich hatte ich hier den Eindruck, dass einige von ihnen nur sehr rudimentäre englische Sprachkenntnisse besessen haben. Und es hat erstaunlicherweise wohl alles gut geklappt. Vielleicht wird Sprache manchmal auch einfach überbewertet. :/

    Auf dieser Reise waren mehrere amerikanische oder englische Reisegruppen vertreten. Diese haben über ihren jeweiligen Reiseveranstalter sowohl die Kreuzfahrt als auch entsprechende organisierte Ausflugspakete gebucht. So gab es immer wieder bunte Fähnchen oder Sticker zu sehen, die diese als Mitglieder einer bestimmten Gruppe auswiesen. Auch von den 120 Deutschen waren etwas über 60 Personen, die eine Kreuzfahrt mit deutscher Reiseleitung gebucht hatten. Im Rahmen dieses Paketes wurden auch eigene deutschsprachige Ausflüge angeboten.

    Je nachdem wie viele deutsche Gäste an Bord sind, werden auch von HAL oft deutschsprachige Ausflüge angeboten. Auf unserer Reise war dies in fast allen Häfen der Fall. Auf Reisen ins Nordland habe ich diese Angebote auch teilweise gesehen.

    Geht gleich weiter …

    21.01.2025 Falklandinseln / Stanley - Teil 6

    Bei unserer Sight Seeing Fahrt durch Stanley zeigte uns Kyle alle wichtigen historischen Gebäude. Zugleich konnte er gefühlt zu jedem zweiten Haus eine Anekdote aus seiner Familie erzählen. Das war sozusagen das add-on Paket „Stanley – Ein Blick hinter die Kulissen“.

    Unsere Tour endete am Dockyard Museum. Hier steht die beste Fish and Chips Bude von Falkland. Nicht nur wir haben hier eine Portion probiert, sondern Kyle hat noch eine Großbestellung für seine Familie aufgegeben. Heute Abend wollten sie noch eine „Fish & Chips – Familien – Party“ feiern. Der Stand hat wohl immer an Tagen mit Kreuzfahrtschiffen geöffnet.

    Also, unbedingt probieren, wenn Ihr mal nach Stanley kommt. Allerdings reicht eine Portion locker für zwei Personen. :thumbup:

    Nach diesem echt „englischen Dinner“ schlenderten wir langsam durch die Stadt Richtung Schiff. Wir genossen die britische Atmosphäre mit roten Telefonzellen, Linksverkehr und den typischen schmalen englischen Häuschen.

    Wir hatten einen sensationellen Tag hier auf der Insel.:love: Wenn es nicht so weit wäre, wir würden definitiv wieder kommen. Für uns hat unser geplantes Programm mit einer Kombination von Pinguinen, Landschaft, Leuchtturm und Stadt perfekt gepasst. Das wir die Falklands auch noch bei blauem Himmel und Sonnenschein erleben konnten, war sicherlich noch das i-Tüpfelchen. :thumbup:

    Farblich zum Motto des heutigen Abends erlebten wir einen echt orangenen Sonnenuntergang. Heute war „Orange Night“ . ;)

    Dies und Das – HAL Orange Night

    Ein Teil der Bilder aus der Collage stammen von der Koningsdam

    Bei längeren Reisen wird einmal pro Fahrt die Orange Night gefeiert. An diesem Abend steht die Farbe Orange im Mittelpunkt. Viele Gäste tragen einen Tupfer von Orange. Manche ein T-Shirt oder Top, andere ein Halstuch oder eine Stola. Gerne auch passenden Schmuck. Die Kellner haben eine orangene Krawatte an. Auch Cocktails sind orange und werden überall angeboten(z.B. Aperol Spritz). Es gibt eine Orange Bar-Tour, die man zusätzlich buchen kann. Und ab 21:30 wird die Orange Night Party mit Live Band gefeiert. An diesen Abenden wird richtig gerockt, getanzt und gefeiert. Wenn man will – man muss nicht.

    Mein persönlicher Tipp: Packt Euch etwas Orangenes in den Koffer. Denn bereits zum Dinner machen sich viele schon ein bisschen orange schick. Man zwinkert sich mit den anderen „orange“ Gästen zu und ist an diesem Abend einfach ein Teil der orangenen HAL Familie. Auf den größeren Schiffen kann man sich an diesen Tagen auch noch das passende Outfit wie z.B. eine Federboa im Shop kaufen. ;)

    Diese Abende sind vergleichbar zu der „White Night“ auf der Mein Schiff. Allerdings wirken sie durch die Farbe Orange, die an diesem Abend über allem schwebt, etwas bunter und fröhlicher.

    Morgen geht es weiter. Wir haben einen Seetag vor uns und den möchte ich für ein Dies und Das - zum Thema Landausflüge nutzen.

    Vielen Dank und Viele orangene Grüße!

    Anke

    P.S. Zum Thema Königspinguine und Volunteer Point. Da wir ja nicht dort waren, kann ich Euch auch keine Bilder dazu zeigen. Falls aber hier aus dem Forum jemand dort war und ein Bild mit den hunderten von Königspinguinen hat, freue ich mich über ein Bild hier im Reisebericht als Ergänzung. Ich glaube, liebe Siegried uschisiggi Du kannst uns Foris da weiterhelfen, oder? Aber vielleicht hat auch jemand anderes ein tolles Bild. ;)

    21.01.2025 Falklandinseln / Stanley - Teil 5

    Hier an der Gypsy Cove machten wir noch einmal eine längere Klippenwanderung.

    Normalerweise wird der Strand hier gerne von Magelan Pinguinen besucht. Aber heute waren hier keine. Kyle war selber erstaunt. Lediglich 3 kleine Magelan Pinguine waren zu erspähen.

    Am Abend, als wir mit der Oosterdam wieder aus der Bucht rausfuhren, war der Strand übrigens wieder voll mit schwarzen Punkten. Die Pinguine waren zurückgekommen von ihrem Tagesausflug. ;)

    Auf unserem Spaziergang konnten wir nochmal diese tolle Landschaft erleben.

    Und dann durfte natürlich ein Panorama Blick auf Stanley nicht fehlen.

    Jetzt ging es am kleinen Flughafen, dem bekannten Schiffswrack „Lady Elizabeth“ zurück nach Stanley. Dieses Areal ist auch eine beliebter Jogging Track der Falkländer. ;)

    Geht gleich weiter …

    21.01.2025 Falklandinseln / Stanley - Teil 4

    Und dann hatten wir das große Glück auch noch 3 Königspinguine zu sehen.:love: Ich wusste vorher, dass hier in der Bucht eine ganz kleine Kolonie von ihnen lebt. Aber da es so wenige sind, gibt es keine Garantie, dass man sie auch wirklich zu Gesicht bekommt. Aber sie waren da! Sie standen etwas abseits am Strand zu Dritt. Zwei von ihnen waren noch voll in der Mauser. Aber einer war ein echter Prachtkerl. :thumbup:

    Nach diesem Programm Punkt „Pinguine intensiv“, setzten wir unsere Fahrt fort. Wir fuhren zurück Richtung Stanley. Natürlich durfte ein kurzer Stopp am „Boots Hill“ nicht fehlen.

    Dieser „Berg“ ist vor einigen Jahren durch Zufall entstanden. Vermutlich hat jemand hier schlicht und ergreifend ein paar Schuhe liegen gelassen. Innerhalb kürzester Zeit kamen einige andere dazu. Inzwischen ist dieser „Berg“ Kult. Besucher bringen inzwischen ganz bewusst ihre Schuhe dort hin. Es gibt sogar ein paar Ski Schuhe. Und das obwohl es hier auf den Falklands gar keine Ski Lifte gibt. Britischer Humor eben. ;)

    Unser nächstes Ziel war der Leuchtturm von Stanley, der Pembroke Lighthouse. Dieser ist selten in den Standard Paketen der Anbieter enthalten, denn er liegt etwas außerhalb und abseits der klassischen Tour Routen.

    Leuchttürme ziehen uns magisch an. Nicht nur ihre Optik, die ja durchaus sehr unterschiedlich sein kann, begeistert uns. Aufgrund ihrer oft sehr exponierten Lage, entdeckt man in ihrem Umkreis immer markante, extreme Küstenabschnitte, die uns faszinieren. Daher war für uns klar, wenn wir nach Falkland tatsächlich kommen, dann müssen wir diesen Leuchtturm auch von nahem sehen. ;)

    Okay, er ist nicht der schönste. Er wird zurzeit auch noch renoviert. Aber für uns zählt, wir waren hier. Hier gab es jetzt auch eine Kaffeepause. Genauer eine Tea Time – wir sind ja in Großbritannien- mit selbstgebackenen Kuchen von Kyles Mutter und Tee natürlich mit Milch und Zucker.

    Hier haben wir noch eine kleine Küstenwanderung unternommen. Dabei haben wir auch diesen Seelöwen gesehen. Kyle meinte, dass er ein „Teenager-Seelöwe“ sei, so dass er nicht im Rudel mit den Muttertieren lebt. Auf jeden Fall war er bildhübsch. Ich mag diese Tiere nicht so besonders, aber der hier hatte was. Ein echter „Smart Boy“.

    Weiter ging unsere Fahrt entlang der Küste. Die Buchten hier sind einfach traumhaft.

    Geht gleich weiter ….