Beiträge von Faulpelz

    Ich habe mal gerade eine eigene Rechnung aufgemacht, und zwar mit der Kanarenreise der Relax, die wir für kommenden Februar gebucht haben. Da zahlen wir zu viert für die JS 1200 Euro mehr, als für Balkonkategorie A. Mit dem XPass würden wir dann mehr als 2000 Euro draufzahlen. Ohne Internet, Minibar und mit kleinerer Kabine.

    Für Familien wie unsere ist der XPass also völlig uninteressant.

    Ach ja, und da Thies es offenbar behauptet: seid wann dürfen Kinder eigentlich nur in Begleitung Erwachsener in die X-Lounge? Diesbezüglich haben wir nie Einschränkungen erlebt...

    Dies ist sicherlich der ungewöhnlichste Reisebericht, in dem ich hier im Forum kommentieren durfte. Gestartet von Uli22 mit so vielen Hoffnungen, dann in der ersten Woche das schlechte Wetter und gleich die erste Umroutung.

    Dann wurde es besser, und mit den supertollen Nordlichterbildern sah es so schön aus.

    Und dann das!

    Ich würde jetzt, nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, so gerne schreiben, dass es doch schön ist, so unter Nordlichtern gestorben zu sein. Und dennoch erscheint mir das maximal unpassend. Gleichzeitig kam mir der Gedanke: "Ja, so möchte ich auch mal abtreten." Und dann im Gegenzug: "Aber möchte ich das auch meiner Familie zumuten?"

    Ich habe mal durch den RB durchgescrollt und festgestellt, dass ich bis jetzt nicht einmal weiss, um welches Familienmitglied es nun genau geht. Ich vermute einfach mal einen Elternteil. Bitte korrigiert mich, sollte ich da falsch liegen.

    Wir alle haben schon Geschichten von älteren Personen, die auf Kreuzfahrten versterben, gehört. Als Ärztin "durfte" ich in der Vergangenheit schon 2x die entsprechenden Kühlkammern im Bordhospital anschauen (weil es nun einmal Teil unseres Berufes ist und für mich von Interesse war). Ich habe auch schon mindestens einmal eine solche "spezielle Ausschiffung" indirekt miterlebt.

    Nun habe ich aber zum ersten Mal einen persönlichen Bezugspunkt dazu. Und selbst wenn ich die verstorbene Person nicht persönlich kannte, nicht einmal ein Bild von ihr habe, so tut es doch verdammt weh.

    Liebe Uli22 : meine Familie und ich umarmen Dich und Deine Lieben. Habt bitte ganz viel Kraft für die kommende Zeit! Und sollten wir Euch in irgendeiner Weise helfen können, lasst uns das bitte wissen. Wir sind in Gedanken ganz fest bei Euch!

    Solltest du dein Haar aktuell als „zu glatt“ empfinden, empfehle ich dir einen Locken-Haarschaum in die feuchten Haare zu kneten und anschließend deine Haare über Kopf mit einem Föhn mit Diffusor zu föhnen.

    Das mit dem Haarschaum mache ich bereits, nur mit dem Föhnen muss ich zurückhaltend sein, da meine Kopfhaut sehr empfindlich auf Wärme reagiert. Das Problem sind meine schweren Haare, da hängt sich die Formung immer sehr schnell wieder aus.

    Aber ganz allgemein: mir ist es wichtig, auf den Fotos möglichst natürlich rüberzukommen. Und deshalb bin ich damit auch sehr zufrieden.

    Tosufi :

    Make-up ist, ausser etwas Puder, um den Bartschatten abzudecken, und gelegentlichem Lippenstift bei entsprechenden Anlässen nicht so meins. Was die Haare angeht: im April ist wieder die Auffrischung der Dauerwelle fällig; um nicht meine Haare zu schädigen, vermeide ich zu häufige Nachbehandlungen.

    Was das Sushi angeht: es gab auf der Reise immer eine Sorte Maki (meistens Thunfisch, Gurke, Surimi oder Kürbis), eine Sorte Nigiri (sehr oft Aal, oft auch Lachs) und eine Sorte Ura-Maki (oft Philadelphia Roll). Nichts wirklich aussergewöhnliches, aber immer in guter Qualität. Und an vielen Tagen auch eine Sorte Sashimi (meistens Garnele oder Thunfisch). Man konnte sich entweder einen fertigen Probierteller nehmen, auf dem von jedem Sushi ein Exemplar zusammen mit Gari und Wasabi war, oder sich seine Auswahl von einer kleinen Platte individuell zusammenstellen.

    Kommen wir mal zur X-Lounge. Wir haben sie ja auf früheren Reisen eher wenig genutzt, vor allem weil wir dazu neigten, eher in der Nähe von Aufzugknoten B als A zu buchen. Vor allem zum regelmässigen Frühstücken dort sind wir erst seit Corona gekommen (seitdem wir auch das erste Mal eine HuM-Suite gebucht hatten). Inzwischen achten wir bei der Kabinenauswahl aber auch immer mehr auf einen kurzen Weg zur X-Lounge. Und das beileibe nicht nur wegen der benediktinischen Eier.

    Auf den letzten Reisen hätte ich stets geschrieben, dass der Service und die Betreuung dort gut war. Aber diesmal war es sehr besonders, und das lag bei Weitem nicht nur daran, wie unsere speziellen Wünsche (Kaffeetrinken zum Geburtstag des Kleinen, Abendessen nach dem Ringetausch am Nordkap) perfekt erfüllt wurden (wobei wir bisher die Dienste der Concierges eigentlich nie wirklich umfangreich in Anspruch genommen hatten). Ohne Zweifel war das Team der X-Lounge auf dieser Reise das mit Abstand beste, welches wir bisher bei TC hatten. Von Concierge Selma bis durch zu allen Servicekräften hat von vorne bis hinten alles so extrem gut gepasst: Servicegeschwindigkeit, Kompetenz, Umgang mit speziellen Wünschen, Freundlich- und Aufmerksamkeit - das war absolut cremig. :love:

    Was auch extrem cool war: die deutlich erweiterten Frühstückszeiten von 7 bis 11:30 Uhr. So richtig langschläfer*innengeeignet. Und selbst ein spontaner Brunch war kein Problem: einfach um 12 Uhr gleichzeitig von der Tageskarte und dazu eine Eierspeise bestellen - für die Küche überhaupt kein Problem. Und bereits nach 2 Tagen kannte man unsere speziellen Präferenzen, unsere Frühstücksgetränke kamen spontan 1-2 Minuten, nachdem wir uns an einen Tisch gesetzt hatten, ohne dass wir extra bestellen mussten. Oder die tägliche Bestellung unseres Grossen in der Kaffeezeit: ein Clubsandwich ohne Tomaten, die Pommes mit extra BBQ-Dip, dazu ein KiBa. Und ebensowenig war es ein Problem, auch mal eine Bloody Mary (extra spicy) zu bekommen, obwohl die gar nicht auf der Karte der X-Lounge steht.

    Zum Thema "Essen" muss ich gleich noch ein paar eigene Einträge machen, da gibt es ebenfalls eine Menge zu erzählen. :)

    Noch eine kleine Bar-Anekdote: an einem der letzten Reisetage sassen wir am späten Nachmittag in der Grööne-Bar. Am (recht kleinen) Nebentisch ein Päärchen, welches eine Mini-Reiseversion der "Siedler von Catan" spielte (wusste gar nicht, dass es das gibt). Als der Kellner vorbeikam, haben die beiden tatsächlich 6 (!) "Red Wind" bestellt, von denen sie 4 dann unter dem Tisch abgestellt haben.

    So kann man natürlich den aufgrund der Fülle der Bar bedingten verlängerten "Versorgungszeiten" begegnen... Knut hätte sicherlich grosses Verständnis... :D

    Aber die Reise war in vielerlei Hinsicht sehr speziell. Vor allem wegen der Einschränkungen der möglichen Aktivitäten infolge der Kälte, die logischerweise eine Verminderung der Angebote im Aussenbereich mit sich brachte.

    Normalerweise sind wir es ja gewohnt, am Abend nur schwerlich einen Platz in einer Bar zu bekommen. Aber dieses Problem begann auf dieser KF bereits im Laufe des Vormittags. Deshalb öffneten an Seetagen neben der TUI-Bar auch die Grööne- und Schaubar bereits am Vormittag. Die Unverzichtbar war ebenfalls tagsüber geöffnet, aber dort sind wir nicht gewesen. Und es hat gut eine Woche gedauert, bis wir die erweiterten Öffnungszeiten der Himmel- und Meer-Lounge mitbekommen haben (an Seetagen beispielsweise 10-22 Uhr). Leider waren wir da nicht die einzigen.

    Viele Gäste haben die Bars vor allem für Spiele genutzt. Dankenswerterweise hat TC für diese an den Vormittagen der Seetage noch eine grössere Ausweichfläche geboten, indem nach dem Frühstück die Backbordseite des Atlantik Mediterran als "Spieletreff" angeboten wurde. Und in der zweiten Woche, und das fanden wir wirklich super, wurde dieser Bereich dann sogar von der TUI-Bar aus mit Getränken bedient. Zwar eher sporadisch, aber im Grundsatz musste man sich seine Getränke nicht mehr zwingend selber mit ins Restaurant mitbringen.

    Der Innenpool war stets gut besucht, der Aussenpool eher weniger. Aber dennoch fanden sich immer wieder Desperate, die sich hineingetraut haben. War halt gut geheizt. In diesem Zusammenhang ein Erlebnis vom drittletzten Tag: dort gab es am Vormittag eine Durchsage vom Kreuzfahrtdirektor, dass die Poolheizung des Aussenpools wegen Wartungsarbeiten bis Mittag abgeschaltet sei. Meine Frau und ich standen gerade am Lift A an, als die Durchsage kam, zusammen mit insgesamt 4 Personen im Bademantel, die noch während der Durchsage offenbar beschlossen, dass sie nun doch nicht so dringend schwimmen gehen wollten, und wieder im Kabinengang verschwanden. ^^

    Okay, dann starte ich mal mit dem Reisefazit. Das werde ich aber peu-a-peu in kleinen Portionen machen.

    Die KF ins winterliche Norwegen war ein grosses "Wow!" Wir hatten ja bereits grosse Erwartungen gehabt, aber selbst diese wurden noch problemlos übertroffen. Ein Highlight jagte das nächste, und die Reise einfach nur auf die Nordlichter zu reduzieren, wird dem Gesamtergebnis einfach nicht gerecht.

    Die Ausflüge waren toll. Super organisiert und für uns wieder einmal eine Bestätigung, dass es sich absolut lohnt, direkt über die Reederei zu buchen. Okay, wir zahlen dabei auch gut für die Bequemlichkeit, aber wir haben das zu keinem Zeitpunkt bedauert. Unser persönliches Highlight, und da sind wir vier uns völlig einig, war das Streicheln der Polarfüchse im Arctic Park. Aber wir sind ja alle auch sehr tieraffin. Überhaupt waren die ganzen Tierbegegnungen grossartig. Man kann vielleicht ermessen, wie sehr, wenn ich Euch erzähle, dass unser Grosser, der vor gut einem Dreivierteljahr seinen langjährigen Wunsch, Tiermedizin zu studieren, plötzlich ad acta gelegt hatte, nun über genau das wieder nachdenkt.

    Überhaupt waren die Erlebnisse auf dieser Reise recht "naturlastig". Aber warum auch nicht - Norwegen bietet da ja wirklich viel. Zu jeder Jahreszeit. Und trotzdem hatten wir, so denke ich, eine tolle Mischung bei unseren Aktivitäten. Vor allem, wie unseren Jungs beim letzten Ausflug, dem "Wikingerspaziergang" Geschichte - ein Schulfach, welches sie leider beide nicht so wirklich mögen - so nähergebracht wurde, dass die beiden richtig mit Feuereifer bei der Sache waren, war schon grossartig.

    Aus diesen Überlegungen können wir die Reise wirklich nur empfehlen. Es ist zwar schon sehr speziell, mit dem Kreuzfahrtschiff in den Winter zu fahren, aber es hat sich für uns absolut gelohnt. Gut, wir hatten auch ein Sauglück mit dem Wetter - die aktuelle Nachfolgereise ist da ja leider nicht so gesegnet. Aber das war letztlich nur die grosse Sahnehaube auf einer mehrstöckigen Torte.

    Daher: uneingeschränkte Buchungsempfehlung! :):thumbup: