Beiträge von Faulpelz

    Noch gibt es keine REWE-Gesetze, wo ein kg keine 1000 gr hat oder Sondervereinbarungen der Tiroler Obstbauern, die Birnen für Äpfel verkaufen dürfen.

    Aber wenn es die gäbe - würdest Du Dich dann daran stören?

    Zitat

    Aber Festlegungen für Alles Inklusive in der Gastronomie gibt es, seit es diesen Ausdruck gibt. Jeder Kunde, Gast, Cruiser liest doch etwas in den Reisebedingungen und weiß, worauf er sich einstellen darf, oder ?

    Klar, nur wurde dieser Begriff im Laufe der Jahrzehnte immer weiter ausgehöhlt, ohne dass der Gesetzgeber da eingeschritten wäre.

    Ich fürchte, Du verstehst nicht den Punkt, um den es mir geht. Daher lass uns mal zum ursprünglichen Threadthema zurückkommen.

    Und immerhin wissen wir ja jetzt, dass beim Strudelworkshop doch noch etwas mehr geboten wird für die 15 Euro. :)

    AI zu definieren ist schwierig

    Wie wäre es mal mit dem eigentlichen Wortsinn - das wirklich alles inklusive ist? Wäre doch naheliegend.

    Aber die Tourismusbranche hat sich da eine (bzw. hunderte) eigene Definition einfallen lassen. Das ist in etwa so, wie wenn Du beim Obstbauern eine Kiste Äpfel bestellst, aber bei Lieferung auch ein paar Birnen darunter sind und Dir der Bauer erklärt, dass gemäss Vereinbarung der Obstbauern untereinander Birnen auch Äpfel sind. Oder wenn Du 10kg Äpfel bestellst, aber nur 9 bekommst, weil sich die Obsterzeuger ein eigenes Kilogramm von nur 900g haben einfallen lassen.

    Genau das haben die Tourismuskonzerne gemacht: sie haben dem englischen Wort "all" (deutsch: "alles") eine eigene Bedeutung gegeben, die nicht mit der allgemein gültigen Bedeutung übereinstimmt. Und da sie das ins Kleingedruckte reinschreiben, sind sie auch nicht angreifbar.

    Würdest Du Dir nicht veralbert vorkommen, wenn Du im Supermarkt ein Kilo Karotten abwiegst und dann zuhause feststellst, gerade mal etwas mehr als 800g im Beutel zu haben? Und wenn Du Dich dann beschwerst, Du vom Filialleiter auf ein kleines Schild in der Ecke der Gemüseabteilung hingewiesen wirst, dass die Waagen auf das neue "Rewe-Kilo" von 827g geeicht wurden?

    @jasper1902 :

    Dir ist aber schon die Bedeutung des Wortes "alles" bekannt?

    Das, was da bei TC angeboten wird, könnte man als "vieles inklusive" bezeichnen, vielleicht auch "eine Menge inklusive". Aber alles ist da sicherlich nicht inklusive.

    Die Tourismusbranche hat da einfach ein Wort des allgemeinen Sprachgebrauches gekapert und umdefiniert. Und das ist nicht in Ordnung.

    Was mich dann nur interessieren würde, ob Strudel und evtl. Getränke dann inklusive sind. Das würde ich dann bei 15€ auch schon erwarten.

    So, wie es weiter oben erklärt wurde, ist der Strudel inklusive, die Getränke nicht. Und da man nachmittags ja sowieso einen Strudel gratis bekommt, wenn man ein aufpreispflichtiges Heissgetränk kauft, hat man im Workshop auch kein zusätzliches Goodie. Die 15 Euro sind also allein für den Workshop, sonst nix.

    Mir gehen die vielen kostenpflichtigen Angebote etwas gegen den Strich, aber das ist meine Meinung und muss meinetwegen in keine Grundsatzdiskussion münden, was Geld kosten darf und was nicht .

    Vor langer, langer Zeit bedeutete "All Inclusive" noch wirklich alles. Aber dieser Begriff wurde inzwischen von der ganzen Tourismus-Branche extrem ausgehölt.

    Ich glaube wir reden hier tatsächlich über zwei verschiedene Dinge. Wir waren beim "Strudel-Ziehen". Die Veranstaltung war komplett gratis und das Stück Apfelstrudel demnach sogar ein kleiner Bonus. Die Zusatzkosten mit dem Heißgetränk waren ja optional.

    Das wäre dann also der entscheidende Unterschied: beim Ziehen darf man nur gucken, im Workshop aber auch anfassen? ;(

    Macht Sinn... :thumbup:

    Die Biester sind ja, seit sie vor Jahrzehnten von den Russen in die Nordsee eingeschleppt worden waren, eigentlich ein Plage, weil es Unmengen davon gibt.

    Ich habe gerade mal mit meiner Frau darüner gesprochen: als sie vor 2 Jahren bei unserer ersten Fahrt mit TC im "Gosch" so einen riesigen Teller Krabbenbeine verputzt hat, tat sie das u.a. in dem Wissen, eine Art "kulinarischer Unkrautvertilgung" zu tätigen.

    Zitat

    Tippe eher auf Gewinnmaximierung.

    Das "Gosch" ist eben auch ein Franchise an Bord (ähnlich dem Bordspital bzw. diverse Shops im "Neuen Wall"). Da hat man wohl in der Chefetage bemerkt, wie gut die Krabben-Schenkel gehen, und ist dabei ein wenig gierig geworden. :thumbdown:

    Und wisst Ihr, was? TC wird auch damit wieder problemlos durchkommen! :evil:

    Ganz ehrlich: bei unserer Reise mit der MS4 vor 2 Jahren empfand ich das "Richards" als das (für mich persönlich) am ehesten verzichtbare Aufpreisrestaurant. Zugegeben: die Speisen waren hervorragend, aber im "Atlantik" bekam man auch sehr gutes Essen, das vom Stil nicht so weit vom "Richards" weg war. Dafür stattdessen eine zusätzliche Regionalküche geboten zu bekommen, empfinde ich als grössere Vielfalt (nachdem man uns ja leider die "Brasserie" wieder genommen hat).

    Und im Gegensatz zu einigen Behauptungen weiter oben: hier in der Schweiz finden sich wenige dieser österreichischen Spezialitäten in den Restaurants. Daher werde ich das Schmankerl sicherlich antesten, wenn wir im nächsten Herbst auf der 6 sind.

    Eine Frage bleibt (mindestens bis dahin) offen: seit wann bitteschön ist Labskaus eine österreichische Spezialität?!?