Beiträge von Dagl67

    Nach einem kurzen Gesundheitscheck meinerseits ("ich atme, also bin ich"...) beschlossen wir, erstmal weiter an der Küste hoch zu fahren und dann nach Westen Richtung Mahone Bay, auf der 3, nicht über den Highway.

    Zwischendurch haben wir auch immer mal wieder gehalten und einfach nur die Landschaft genossen


    Die Fahrt war einfach nur schön: überall Wasser um uns rum, Natur pur und ab und an einige süße Häuschen. Was will man mehr?

    Wohin man auch schaute, es sah einfach so toll aus

    Unser erstes (und angedacht das wahrscheinlich einzige Ziel, da ich noch nicht fit war) war wie gesagt Peggy's Cove. Im Vorfeld hatten wir geplant, auch nach Lunenburg zu fahren, aber ich hatte meine Zweifel, dass ich das schaffen würde nach 3,5 Tagen Krankenbett.


    Dort angekommen regnete es ordentlich und so war es erfreulich leer auf den Steinen und am Leuchtturm (die meisten der bereits zahlreich vorhandenen Busausflügler saßen im Warmen und Trockenen im Restaurant)... allerdings eben auch sehr sehr sehr nass. Egal, da mussten wir jetzt durch und es war ja auch wirklich schön anzusehen.

    Diese glatten Felsformationen rund um den Leuchtturm verleihen dem Ganzen eine einzigartige Faszination. Nachdem wir im wirklich strömenden Regen dort eine Runde gedreht haben und trotz (oder auch wegen) unserer Regencapes ziemlich nass waren, ließ der Regen plötzlich nach, so dass wir noch ein paar Meter gelaufen sind. Dann ist es uns aber zu kalt und ungemütlich geworden und wir wollten nur ins Auto und die Heizung anmachen.

    Freitag, der 13. :huh: Ob das etwas Gutes verließ??? Obwohl, der Tag war in der Vergangenheit immer gut zu mir... :/

    Bevor es für mich raus ging, stand ein erneuter Test an und er war... negativ :love: . Puh, was für eine Erleichterung, dass ich nun sowohl ganz gut wiederhergestellt als auch nicht mehr infiziert war... ich habe mich total gefreut, es konnte losgehen, auf zum

    Mietwagen, den wir über billiger Mietwagen gebucht hatten. Abholung war bei Dollar in der 1181 Hollis Street, dies war damals bei Buchung laut Karte die nächste Station.

    Letztendlich war es ehrlicherweise ein Weg von unter 5 Minuten: aus dem Terminalbereich ging es geradezu über die Straße, wo man schon den großen Parkplatz des Westin Hotels sieht. Dort rauf und über den Hintereingang ins Hotel, 1 Etage nach oben in die Lobby, nach links und dann kommt schon der Schalter von Hertz, Alamo und Dollar (kann gut möglich sein, dass dort noch andere Mietwagenfirmen sind, die ich mir nicht gemerkt habe), genial. Der Wagen, ein SUV von Ford, hat inklusive der Versicherungen 85 Euro gekostet.


    Wir waren bereits um 7.40h dort, die Mitarbeiter meldeten sich gerade erst an (offizieller Beginn 8 Uhr). Um 8h fuhren wir dann auch schon los, geleitet von maps.me, wo wir uns vorher einige Karten runter geladen hatten, um sie offline zu nutzen. Das ist super, weil man dann auch offline die Routenhilfe nutzen kann.

    Los ging die Fahrt nach Peggy's Cove, erst durch Halifax (das ich mir gerne näher angesehen hätte) und dann über die Landstraße Richtung Süden

    Sooo schöne Häuser

    Einige Häuser waren schon für Halloween geschmückt

    Nach 3 aufeinanderfolgenden Häfen stand nun ein Seetag an, der mit Nebel begann.

    Mir ging es immer besser, aber ich blieb nach wie vor auf meiner Kabine. Das Wetter wurde auch besser, so dass ich mich auf dem Balkon sehr wohl fühlte.

    Ich hoffte, dass ich am nächsten Morgen negativ wäre oder es mir zumindest gut gehen würde.

    Da wir einen Mietwagen für Halifax reserviert hatten, wäre es selbst beim einem weiterhin positiven Testergebnis ja möglich, Novia Scotia zu erkunden... dann würde ich eben mit ffp2 Maske laufen. Im Auto neben meinem Mann könnte ich sie ja absetzen... aber immer vorausgesetzt, es ginge mir auch so gut, dass ich einen Tagesausflug mit Autofahren überstünde... ich hoffte eben...

    Der Rest des Tages bis zum Auslaufen verlief ruhig, für mich im Bett und für meinen Mann in irgendeiner Bar ;)

    Wir fuhren eine recht lange Zeit an der Küste Maines lang, so dass ich von unserer steuerbord liegenden Kabine noch ein ist nette Blicke hatte

    An diesem Abend brachte mir mein Mann aus der Osteria etwas mit... wobei ich die Spaghetti Carbonara nicht so toll fand...

    Abends gab es auf dem Pooldeck eine Party, von der ich nur die Scheinwerfer mitbekam :D

    Wir hatten eine Schauspielerin an Bord, Lolla die Waldfee, die Lesungen gab, als Conferencier durch einige Abende im Rhauderfehn führte und die ein Soloprogramm über Berlin im Studio hatte. Während mein Mann live dort war, schaute ich mir das vom Bett aus an.. und ziemlich schnell machte ich den Fernseher aus. Das war mir zu hektisch, zu gern, zu kreischend. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich noch nicht fit war, denn mein Mann fand es ganz gut.

    Ein Muss in Rockland war natürlich, eine Lobster Roll zu probieren, auch wenn sie mit 27 Dollar zu Buche schlug... wir haben uns die eine, die mein Mann mitbrachte, geteilt und entschieden, dass wir wohl nicht Feinschmecker genug sind, um das bei diesem Preis, mit der zweifellos superfrischen Qualität, richtig würdigen zu können ^^ . Aber wenn man schon mal da ist, muss man das auch machen. In New Brunswick war die fangfrische Lobster Roll übrigens, aufgrund des geringeren Kilopreises, erschwinglicher.

    Zurück auf dem Schiff

    Ich hatte solch einen Hieper auf Pommes und Currywurst und mein lieber Mann hat mir den Wunsch erfüllt:

    Same procedure as last day :( ... ich im Bett, wobei es mir schon deutlich besser ging als in Portland, und mein Mann auf Erkundungstour in Rockland. Das war üunser erster Tenderhafen überhaupt mit Mein Schiff.

    Tendern ist übrigens auch sehr angenehm, wenn man ans Schiff und die Kabine gefesselt ist, weil man krank ist... es ist nämlich solch eine unglaubliche Ruhe dadurch rundum, die man in Häfen sonst eher nicht vorfindet, wo es ja oft permanent piept, hupt und knallt :D . Diese Ruhe tat mir sooo gut, zumal auch die Flugzeuge gänzlich fehlten, die vor allem in Boston minütlich echt Krach gemacht haben.

    Außerdem konnte ich vom Balkon die Tenderboote schön beobachten, immer gut eingewickelt in Decken :love:.

    Morgens gab es aber erstmal wieder einen wundervollen Sonnenaufgang, der sogar unseren Kapitän, Tod Burgman, aus seiner Kabine auf den Außengang der Brücke lockte, um ein Foto zu schießen ;)

    Ungewohnt freier Blick auf Deck 5:

    Nachdem mein Mann sich ein wenig die Stadt angesehen hat, machte er eine Bootsfahrt, um sich ein paar der Leuchttürme und die Landschaft von Maine anzusehen. Das Ticket hat er direkt am Hafen gekauft, es kostete erinnerlich um die 40 Dollar (leider hat er sich das nicht gemerkt ;() und dauerte knapp 2 Stunden. Dabei hat er sogar eine paar Seehunde (oder Robben?) gesehen:

    Während mein Mann einen kleinen Teil von Maine erkundete, verbrachte ich die Zeit komplett im Bett, mit Fieber. Ablenken konnte ich mich mit dem Ausfüllen der Zollerklärung für Kanada:

    Ein kurzes Lebenszeichen von mir, bevor der Internettarif aufgebraucht ist...

    Ich musste mich nach unserem Tag in Boston gleich ins Bett schmeißen, aus dem ich mich seitdem kaum wieder rausbegeben habe. Mein Mann hat gestern Portland alleine erobert und wird das in Rockland ebenfalls tun. Ich bin unsagbar traurig, dass mich diese blöde saukalte Klimaanlage im Flugzeug nun die so lang ersehnten Städte in Maine kosten.

    Willkommen zurück...für uns seit 1 Woche in Deutschland und ihr zu meinem Reisebericht :*

    Auf der Kabine hat und dieses süße Päarchen begrüßt

    Das Auslaufen aus Boston habe ich vom Balkon aus beobachtet, ansonsten habe ich nur noch im Bett gelegen. Die folgenden Bilder stammen von meinem Mann, der hinten am Heck die Silhouette des verschwindenen Bostons dokumentiert hat:

    Der nächste Morgen, Anlauf in Portland/ Maine zeigte leider eine so heftige Verschlimmerung meines Zustands, dass ich Covid vermutete und tatsächlich schlug mein Test sofort an || . Mal unabhängig davon, dass ich konstitutionell gar nicht in der Lage gewesen wäre, war somit klar, dass ich bis zu einem negativen Ergebnis nun die nächste Zeit nur in der Kabine verbringen würde.

    Mein Mann dagegen war negativ und blieb es auch, so dass er die Häfen in Maine besuchen konnte und mich morgens und abends mit Essen und trinken versorgen konnte.

    Hier die ersten Eindrücke von Portland

    Ein kurzes Lebenszeichen von mir, bevor der Internettarif aufgebraucht ist...

    Ich musste mich nach unserem Tag in Boston gleich ins Bett schmeißen, aus dem ich mich seitdem kaum wieder rausbegeben habe. Mein Mann hat gestern Portland alleine erobert und wird das in Rockland ebenfalls tun. Ich bin unsagbar traurig, dass mich diese blöde saukalte Klimaanlage im Flugzeug nun die so lang ersehnten Städte in Maine kosten. Viel lieber wäre mir das auf dem zweiten Teil der Reise gewesen, da mich die Ziele dort wegen unserer Floridaurlaube viel weniger interessieren als jetzt auf dem ersten Teil ||.

    Aber was soll ich jammern, es ist nicht zu ändern und ich hoffe, dass ich übermorgen in Halifax wieder fit bin, da helfen ganz sicher eure lieben Genesungswünsche :*

    So, gleich seid ihr durch... ich übrigens auch, ich möchte heute nur noch ins Bett.

    Die liegen übrigens überall rum

    Als letztes sahen wir uns noch den Sitz der Gouverneurin an, die übrigens offen in einer lesbischen Beziehung lebt... Laut unserem Lektor ein klarer Beweis für die liberale Ostküste, da das in anderen Staaten der USA nicht möglich wäre.

    Dann ging es, wieder mit Uber, zurück. Voll cool, das war unsere erste Fahrt ever in einem Tesla