Irgenwie haben wir während dieser Pause beschlossen, doch eine der Paddanboottouren mitzumachen, wir lieben es einfach, auf dem Wasser unterwegs zu sein und der Blick auf die Architektur einer Stadt ist von dort einfach nochmal ein anderer.
Dazu mussten wir allerdings wieder zurück zum Kungsportplatsen, der nicht weit von unserem Start am Morgen lag. Also musste Karsten, mein Mann, seine Zähne zusammen beißen und wir sind, diesmal auf einem anderen Weg, zu der Anlegestelle gelaufen. Die Touren finden stündlich statt und dauern 50 Minuten. Pro Person haben wir 180 SEK, also um die 18 Euro gezahlt. Wir fanden, sie war das Geld wert.
Unsere Fahrerin war eine junge Frau, die von der Tourführerin, gleiches Alter, enthusiastisch eingeführt wurde. Sie erzählte, dass unsere Fahrt die letzte für Beide in diesen Jahr sei und sie erst nächstes Jahr wieder aufs Boot könnten. Man hat gemerkt, mit welcher Freude die Beiden ihren Job gemacht haben und sie waren echt liebenswert.
Die Tour begann in der Stadt, vorbei am Park,
an hübschen Häusern und einem runden Gebäude. Dies sollte als Krankenhaus fungieren, da man damals dachte, dass sich Keime nur in Ecken befänden und man mit einem runden Krankenhaus keine Keime habe. Leider ging das Geld aus und es kam wohl auch die Erkenntnis, dass das Alles Quatsch sei und heute wird das Gebäude als Teil der Universität vom Fachbereich Pädagogik genutzt.
Frida, unsere Tourbegleiterin, erzählte uns Einiges, was wirklich interessant war. Zum Beispiel hatte Göteborg Probleme nur dem feuchten Untergrund und damit, die Bebauung voranzutreiben und haben deshalb Ingenieure aus den Niederlande geholt, die schon Amsterdam mit seinen Kanälen geplant hatten. Interessanterweise sind das die gleichen Ingenieure gewesen, die auch Jakarta geplant haben, weshalb viele Menschen, die Beides kennen, meinen, Göteborg und Jakarta würden sich ähneln. Ich kenne Letzteres leider nicht, kann also weder zustimmen noch verneinen
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Es gibt noch einen kleinen Rest der Stadtmauer, die die Schweden zum Schutz vor den dänischen Nachbarn errichtet haben. Diese war 7 Meter hoch. Böse Stimmen sagen, das liege daran, dass die höchste Erhebung in Dänemark nur 6 Meter hoch war, so dass die Dänen nicht höher klettern konnten
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Während der Tour mussten wir übrigens mehrmals mächtig auf unsere Köpfe aufpassen, denn einige der Brücken sind extrem niedrig.
Wir sind dann auch raus aus der Stadt, wo die Fahrt auch deutlich unangenehmer wurde, hier brauchten wir definitiv unsere Mützen... Menschenskind, wie oft die uns hier schon gerettet hat
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Die Schiffe sind Teil des Museums, wenn ich es richtig verstanden hatte, des größten in Europa?
Das rot-weiße Gebäude auf einem der Bilder wird übrigens lipstick genannt und hat einen Preis als hässlichstes Gebäude Schwedens gewonnen.
Das Segelschiff vor dem lipstick schipperte früher für Dänemark in australischem Gewässer, was ihm nicht gut bekam. Die Schweden haben es von Dänemark für, ich meine, 1 Krone abgekauft und heute ist dort ein Restaurant drin.
Gegenüber der Stadt ist eine große Insel, auf der früher eine große Werft beheimatet war. Seitdem aber die Schiffe in Asien billiger gebaut werden, ist diese nicht mehr in Betrieb. Nun streitet man sich, ob die Kräne Bürogebäuden weichen sollten oder als Erinnerung stehen bleiben sollen. Mich persönlich haben die Kräne in ihrer Hässlichkeit sehr fasziniert, vor Allem bei entsprechendem Licht.
Gegen 17h sind wir durchgefroren, aber glücklich, doch noch diese Tour mit gemacht zu haben, vom Boot gegangen, nicht ohne Frida gedankt zu haben für ihre lebendige und erfrischende Art, uns Göteborg näher zu bringen.
Zurück aufs Schiff ging es dann auch recht bald zum Essen.