Beiträge von Ellert

    Bina, dann plant mal schön, wir haben uns wieder ins Land verliebt und überlegen fürs übernächste Jahr.

    Preislich - da wir in Deutschland in Sachen Lebensmittel doch gewaltig zugelangt haben - fand ich den Unterschied nicht mehr so extrem wie früher. Klar hat Qualität seinen Preis aber wir haben uns überwiegend selbst versorgt, viel gegrillt und Rindersteaks gibt es wirklich tolle. Teuer ist Kuchen aber das holt man sich ja nicht alle Nase lang. Basissachen gabs von Lidl - klar waren wir auch Essen, siehe oben Menuepreise, zwei Gänge waren auch dann günstiger als nur einer.

    Wir haben fürs Mobilhome die zwei Wochen incl Hund ca 2000.- bezahlt, war aber auch premium und der Platz bot viel, vom kleinen Zoo über Schwimmbad, kostenfreien Strandtransfer und Animation.

    Hallo Josi

    das Thema Fliegen war bei uns ja leider raus, rolligerechte Mietwagen sind super teuer in der Größe und den Hund hätten wir so auch nicht runter bekommen...

    Wir waren vor Jahren mal in Valras Plage, hatten da mit allen vier Kindern ein schönes Ferienhaus gemietet, waren auch in Carcassonne. Wir waren auch schon in Richtung Port Grimaud, da gefiel es uns aber nicht, ausser im Hinterland. Vor vielen Jahren damals auch in Grau du Roi, den Platz haben wir jetzt sogar wiedergefunden...

    Geniesst es, wir haben auch lecker essen, Preise fand ich für so eine Region durchaus OK, Menue um die 25 - 30 Euro. Tischwein war günstig aber einer musste ja immer fahren...


    Sehr lecker ist der Gardiane de taureau ( eine Art Gulasch vom Stier mit Reis aus der Camargue) Ellert mochte lieber Pommes, der hasst Reis.

    Und auch Muscheln, GG als Vorspiese und war schon satt

    Auf unserer Wunschliste standen noch viele Ziele, Avignon haben wir nicht mehr geschafft muss man gestehen, manchmal ist weniger einfach mehr oder doch Meer ? Auf das lief es nämlich raus, lieber nochmals zwei weitere Touren oder einen Meertag mehr. Wir entschlossen uns nach Arles zu fahren denn das lag näher und bot auch einiges. Parken klappte hier auch einfach als in einer Großstadt und hätte das Wetter mitgespielt wären wir sicher auch noch länger geblieben... aber die Aussichten waren leider nicht so prickelnd und wir planten nur einen halben Tag.

    Vorweg, Arles ist deutlich dreckiger als wir dachten kleiner und auch mit den hübschen Gassen aber einfach weniger schön.

    Zu bestaunen gab es wirklich viel, Kirchen, Arenen, Plätze...... Es kann auch am Wetter gelegen haben dass der große Zauber ausgeblieben ist. Der Weg dorthin wieder vorbei an den Weingütern, einem kleinen Schloss und alles sehr idyllisch. Die Schulferien zu Ende und viele Schulklassen und Gruppen unterwegs, vor dem Amphitheater von Arles lange Schlangen so dass wir beschlossen mit Blick auf den Himmel dieses nur von aussen zu bestaunen.

    Weiter zur Rhone und dem römisches Bad - auch nur bedingt mit Rollstuhl zu besichtigen.

    Klein aber durchaus gut erhalten waren wir dennoch drin.

    Auch die Kathedrale Saint-Trophime ist wunderschön, leider darf man ja keine Innenbilder einstellen. Französische Kirchen kann man wie bei uns ohne Eintritt besichtigen. Sie sind eher schlicht gehalten aber wenn das Licht durch die Fenster fällt wunderschön in der Einfachheit. ( Auf Grund der Treppe kommt man hier mit Rolli allerdings nicht rein).

    Daneben der Obelisk von Arles und das Rathaus. Unweit zu laufen das Antike Theater

    , aber auch das haben wir wegen des Wetters nicht besichtigt.

    Nachmittags dann doch noch mal unterwegs....

    Phare de l’Espiguette ist der Leuchtturm am wunderschönen Strand von l’Espiguette - alleine der wäre ein wunderschönes Ziel zum Baden und rumlaufen, nur leider sind die Wege alles andere als rolligerecht. Zum Leuchtturm gibt es einenkleinen Weg für Rollifahrer, da kann man am Tor klingeln und wird hereingelassen - Zauberwort ist immer carte pmr!

    Oben allerdings kann man nur rumlaufen und in das kleine Museum, der Gatte war dann oben und hatte einen traumhaften Blick.

    Regulär parkt man auf dem großen kostenpflichtigen bewachten Parkplatz und kann dan über einen Holzweg hinlaufen, aber mit Treppen ! Von dort aus kommt man zum Strand auch, wirklich sehenswert - wir haben uns nachher aufgeteilt und ich war dort etwas rumstromern.... Abends besonders schön ist der Sonnenuntergang, solltet Ihr also in der Nähe sein - fahrt hin !

    Der Plan für heute stand und das Wetter passte auch - Nîmes stand auf dem Plan, auch eine Stunde Fahrzeit und fast genausoviel Zeit einen Parkplatz zu finden.... Parkhäuser alle zu nieder, Rolliparkplätze belegt. Am Ende hatten wir in Bahnhofsnähe dann doch Glück, recht zetral auch zum Laufen.


    Eine wunderschöne, super saubere Stadt in der es so viel zu sehen gibt. Auch die Arena ist super erhalten und wir haben viel Zeit darin verbracht so dass wir die anderen schönen Orte dann nur von aussen besichtigt haben. Lob an das Fremdemverkehrsamt, wir bekamen vorab einen Routenvorschlag was man mit dem Rolli alles besichtigen kann und welche Route gut zu laufen ist !!!

    Alt reiht sich hier neben neu und passt !

    Der nächste Tag begüsste uns leider nass- auf zum Großeinkauf, ein wenig den E.Leclerc reicher machen, Ochsenkotlett, Gemüse, süße Leckereien - Käse und Paté - in Frankreich kann ich die Läden leerkaufen. Bei der Hitze haben wir auch einen Großverbrauch an Wasser, Grundnahrungsmittel allerdings holten wir bei Lidl - da gab es auch geniale Steaks ( leider auch nicht preiswert). Tanken mussten wir auch denn wir haben schon einiges an Kilometern vor Ort zurückgelegt... Noch etwas dann in Aigues-Mortes bummeln, erste Mitbringsel kaufen... da war dann nur noch der Boden nass und der Himmel wieder blau !

    Ein Sprung in den Pool, lecker grillen und dann planen wir mal für den nächsten Tag mit einem Glas Wein geht das immer ! Das Schwein war auch wieder auf Wanderschaft...

    Und weil der Weg so weit nicht wegen eines Zieles lohnte machten wir auf dem Rückweg Halt in Orange. Parken war hier nahe Stadtmitte Sonntags für alle kostenfrei und auch sonst muss ich sagen haben die Franzosen moderate Parkpreise wenn ich da berlin und Potsdam als Vergleich heranziehe. Was ich mir auf alle Fälle zulegen würde ist eine Umweltplakette, kostete vor einigen Jahren keine 5.- und gilt immer noch, manche Innenstädte haben wie bei uns hier nämlich Begrenzungen.


    Wunderschöner Ort auch mit tollem Theater, schöner kleiner Altstadt und viel zu betrachten. Leider hatten zur Nachmittagszeit nicht viele Restaurants offen so dass wir uns eine kleine Bar mit winziger Karte gesucht haben - und es nicht bereut.


    Heiss war es unten nun und der arme Hund tat mir leid. Die Gatsgeberin war eine ältere süße Dame, ehe wir etwas bekamen brachte sie erstmal unserer einen Napf voller Wasser !!!

    Das Sehnsuchtsziel meines Mann es war der Mont Ventoux - schon auf dem Weg war er sichtbar von der Autobahn aus, heute war die Wettervorhersage günstig und wir wagten den Weg , 2,5 Stunden nur wegen eines Berges ?

    Schon auf der Autobahn hin merkte man dass heute wirklich eine geniale Sicht war und so war es dann auch oben. Hin durch die Weinanbaugebiete ( wer kennt nicht den Châteauneuf-du-Pape aus den Büchern) und nach vielen vielen Serpentinen dann auf dem Gipfel angekommen freuten sich alle incl Hund dass man sich endlich wieder bewegen konnte.


    Eine wirklich geniale Sicht auf die Alpen und das Mittelmeer belohnte uns - unendliche Radfahrer die sich nach oben quälten hatten unsere ungeteilte Bewunderung !


    Oben gibt es sogar Rolliparkplätze, 17 Grad hatte es, nur wenig Wind aber - lasst den Weg nach oben mit Rolli, hoch ging es mit viel Kraft, runter durch die Steile schon fast gefährlich - war eine dumme Idee aber Ellert hatte Freude dran !

    Man kann auch zwei Wegen zum Gipfel, es gibt mehrere Aussichtspunkte, wir sind einen anderen runter als hoch. Wenige Kilometer aber es zieht sich, gerade durch die vielen Kurven, oft nur im zweiten Gang mit unserem Bus zu fahren.

    Damit es nicht jeden Tag so stressig wird sind wir manchmal auch nur halbtags losgezogen wie zum Beispiel an den Teich der Marette. Leider entgegen der Dame am Eingang ist das Ganze nicht rolligerecht, es gibt keine Treppen aber so holperige Steinwege und schmale Stege dass dies nicht klappt. Wir sind dann eben einzlen losgezogen und haben uns am Haupthaus wieder getroffen, dort gab es gemütliche Liegestühle, einen Schlauch den Rolli zu putzen der nach dem Versuch aussah wie Schweinchen und Toiletten, oben eine Ausstellung über das gebiet - kostet keinen Eintritt, Spende erbeten !


    Das Areal ist Teil eines ausgedehnten Gebiets aus alten Salzwiesen, Kanälen, Sümpfen und Salzwiesen, das als Überwinterungsgebiet für Vögel bekannt ist kann man hier schön umherlaufen und die Idylle geniessen, war wenig besucht, Parkplatz vorhanden. Aussichtspunkt war leider gesperrt.

    Wir haben wirklich überall nur supernette Leute getroffen und an keiner Stelle Franzosen die irgendwie uns Deutsche nicht gemocht hätten. Auch beim Essengehen viel erklärt, alles verstehe ich halt auch nicht so auf Anhieb.

    Mehr negativ aufgefallen sind mir mache Deutschen aber das steht eben auf einem anderen Blatt. Tosehama, ich durfte auch immer zum Schüleraustausch nach Lons-le-Saunier ... seither kenne ich schöne Schimpfwörter. Lustigerweise halten mich die Franzosen oft für eine Schweizerin, da muss es damals einen solchen Dialekt gegeben haben.

    Gabi ich berichte nicht uneigennützig, andersrum profitiere ich auch von solchen Berichten anderer User und finde Orte die es sich zu besuchen lohnt oder aber auch Solche, bei denen es mit Rolli überhaupt keinen Sinn macht. Früher plante man mit Karte und Reiseführer, heute hat man es da bedeutend leichter.

    Zu Hause gab es dann erst mal heissen Tee aber da war das Unwetter schon wieder um... einmal in den Pool gehüpft und der war wärmer als die Luft.

    Am nächsten Morgen war wieder ein "ich stelle den Wecker Tag" da wir vor dem Sonnenaufgang zum Turm von Carbonnière wollten. Man kann ihn besteigen, von oben hat man einen traumhaften Blick über die Landschaft. Einst Teil des Verteidigungssystems der Stadt stammt er aus dem 14. Jahrhundert. Tagsüber gerne besucht ist er zum Sonnenaufgang menschenleer - klar mit dem Rolli hoch klappt nicht aber entland sind die Wege vom Parkplatz aus gut ausgebaut, unten kommt man ran.


    Tipp meinerseits, Mückenmittel großzügig auftragen denn wo Wasser ist sind eben auch die Schnaken die einen fressen.... Frühaufstehen lohnte sich definitiv, der Blick, die Stille, die Tiere ... schön romantisch und als wir gingen kamen dannauch die ersten Besucher !

    Ich unkte noch woher wohl das Wetter kommt - die Wolken schienen sich nicht zu bewegen, irgendwo hinten regnete es, aber nee zu uns kommt das sicher nicht.... Also weiter in Richtung Salzberg, da wollte ich ja hoch, von oben gab es sicher einen tollen Blick auf die Salinen.


    Von oben war der Blick wirklich sehr beeindruckend aber irgendwie donnerte es immer näher und alle Gäste die mal zu Fuss kamen setzten sich in den kleinen Zug der unten stand. Wir dann machten uns zu Fuss auf den Rückweg und kaum 30 Meter los kam er - der Starkregen. NICHTS zum Unterstellen, Schirm war dabei aber flog sofort durch den Wind in sich zusammen, es half nur rennen so gut das mit Fotorucksack und Rollstuhl schieben über Steinwege so geht. Vor uns ca 10 Minuten der Kiosk, da hatte ich Sonnenschirme gesehen, zum Unterstellen sicher auch hilfreich... Dort gabs schon keine Menschen mehr - aber auch keine stehenden Sonnenschirme, Ellert in eine Rettungsdecke gewickelt die meiner immer im Fotorucksack hat für kalte Nächte - da entdeckte uns die Kioskbetreiberin die auch völlig erschüttert war über diese Regenmassen und den plötzlichen Sturm. Sie konnte aussen nichts mehr retten, Schirme umgekippt, was stand weggeblasen. Mein Kleid konnte ich auswringen wie einen Spüllappen - wirklich ! Aber wie sollten wir nun zum Auto kommen,die Dame meinte solche Unwetter kennt sie nicht, wie lange die gehen wisse sie auch nicht. Zu unserem Glück kam dann ein Salzwagenfahrer und die zwei Männer haben versucht die Schirme zusammen zu bekommen - superlieberweise bot er sich dann an uns im Laster zurück zu fahren. GG und Kind hinten im Laderaum ( der hatte eine Rampe) mich dann vorn. Alle klatschnass .. aber alles besser als laufen

    Peter
    6. Juni 2019 um 11:56

    Soviel zum Thema Wettervorhersage und der Himmel ist blau - aber auch zum Thema hilfsbereite Menschen - an uns war NICHTS mehr trocken, das arme Kind welches das aber lustig fand - und Ende gut alles gut - es ist keiner krank geworden ! Unser Motto "langweilig kann jeder" wieder voll erfüllt !

    Am nächsten Tag wagten wir nochmals den Versuch mit den Salinen, erst am Nachmittag denn in der Früh "war" es eher nass siehe oben das Foto Hund mit Pfütze.

    Aus der Saline von Aigues-Mortes kommt das Salz von La Baleine das viele sicher aus dem Supermarkt kennen,das Blaue mit dem Wal. Man kann sie zu Fuss besichtigen oder mit einem kleinen Zug ( hätte es nach Anmeldung auch rolligerecht gegeben). Da mein Gatte aber gerne lang fotografiert machte es zu Fuß mehr Sinn ( und rächte sich später...)

    Rolliparkplatz vorhanden, Eintritt bezahlt und dann machten wir uns auf den Weg, leider war gerade nicht die Zeit der herrlich pinken Farbe, erahnen konnte man es aber dann doch.


    Man läuft nach den Angaben der Betreiber eine kleine Runde 4 km , es gäbe auch eine andere und eine mit 12 km aber ich wollte unbedingt auf den Salzberg. Nachmittags, sonniges aber nicht zu heisses Wetter, wir schlenderten auf unserem Weg und betrachteten die Stadt und die vielen verschiedenen Farben... merkt Ihr was ?