Danke für den Bericht.
Ich möchte den thread auch nicht kapern, also wenn's zu of topic ist einfach löschen oder verschieben lassen
Hallo Uwe,
ich habe auch eine Lumix, ich weiss jetzt aber nicht genau welche.
Ein kleiner Tipp von mir, wenn man solche "bewegte" Bilder machen will, wie aus dem Bus, dann stelle ich immer bei den Programmen auf "Sport", das haut eigentlich immer hin, die werden super und sind nicht verwackelt.
Viele Grüße
Eigentlich sind das die Grundlagen der Fotografie. Die Verschlusszeit bestimmt wie lange Licht auf den Sensor fällt, die Blende wie viel Licht, und der ISO-Wert wie empfindlich der Sensor ist.
Wenn man also Bewegung einfrieren will muss die Verschlusszeit klein sein, damit in dieser Zeitspanne möglichst wenig Bewegung passiert, da jede Bewegung zu Bewegungsunschärfe führt. Wenn die Verschlusszeit allerdings klein ist, dann bleibt nicht viel Zeit für das Licht auf den Sensor zu fallen.
Daher ist wichtig welche Blende verwendet wird. Die niedrigste Blendenzahl, die ein Objektiv hat, bestimmt wie Lichtstark das Objektiv ist, da bei niedrigster Blendenzahl die Blende am weitesten offen ist und dadurch am meisten Licht durchlässt. Eine offene Blende ist also gut, wenn man viel Licht in kurzer Zeit auf den Sensor bringen will, hat aber den Nachteil, dass dadurch die Tiefenschärfe (also der Bereich in dem sich das Motiv befinden kann um noch scharf fokussiert zu sein) abnimmt. Die Tiefenschärfe hängt auch von der Sensorgröße ab, je kleiner der Sensor, desto größer die Tiefenschärfe.
Eine größere Tiefenschärfe hilft natürlich sicherzustellen, dass das Motiv scharf abgebildet wird.
Es gibt also den Konflikt, dass man eigentlich eine offene Blende für viel Licht und eine geschlossene Blende für mehr Tiefenschärfe möchte. Da hilft dann nur den ISO-Wert, also die Empfindlichkeit des Sensors zu erhöhen, dass er mit weniger Licht auskommt, man also eine geschlossenere Blende (höherer Blendenwert) wählen kann.
Das Sportprogramm in den Kameras macht das meistens automatisch so.
Bei Kameras mit kleinem Sensor ist das Tiefenschärfeproblem geringer, weil dort die Tiefenschärfe automatisch größer ist. Bei höherwertigen Kameras und Objektiven ist die geringe Tiefenschärfe ein gewünschtes Feature und kein Problem, da man dadurch mehr Gestaltungsspielraum hat und, z.B. das Motiv mit unscharfem Hintergrund aufnehmen kann. Das geht bei den kleinen Sensoren nicht. Wer immer alles scharf haben will, der sollte zu Kameras mit kleinem Sensor greifen. Eine höherwertige Kamera macht nicht automatisch besser Bilder, sondern nur wenn man sie auch bedienen kann und auch versteht was für Vorteile und Einschränkungen damit verbunden sind. Im Falle von Fotos während der Fahrt, wo das Fokussieren schon problematisch ist, weil man sich ja bewegt, ist der Gestaltungsspielraum nicht so wichtig, die Tiefenschärfe aber hilfreich, so dass da eben die Kameras mit kleinem Sensor Vorteile haben.