Beiträge von Tuffi65

    Fährt eventuell jemand mit? Oder hat jemand schon Erfahrungen mit der MS Hamburg gemacht?

    Wir sind jetzt schon mehr als gespannt. :)


    Bis zu einem Gespräch zu Weihnachten hatten wir völlig verdrängt, dass es die ganze Zeit hell sein wird. Mal sehen wie das wird. :huh: Wir hatten es ja schon einmal bei besagter Kreuzfahrt nach Spitzbergen, aber nur ein paar Tage, keine 3 Wochen. Und damals habe ich mich wie Bolle gefreut, als ich wieder den Mond am Himmel gesehen habe.

    3 Wochen lang nuuuur Natur um uns rum. Geht das gut?? Entweder bin ich danach völlig tiefenentspannt und für nix "normales" mehr zu gebrauchen oder ich dreh durch. :D Ich bin gespannt.

    Euch noch ein schönes Wochenende, fliegt nicht weg bei den angesagten Orkanböen. Ich lese jetzt noch einmal den tollen Reisebericht von uschisiggi, den Peter ja heute dankenswerter Weise wieder freigeschaltet hat.

    Liebe Grüße Petra

    2014 haben wir uns in Spitzbergen und Island - trotz Islandtiefs - verliebt und es war klar, da müssen wir noch einmal hin!! Die Einfahrt nach Spitzbergen war für mich eins der tollsten Kreuzfahrterlebnisse bisher - Einfahrt auf absolut ruhigem Wasser, das aussah wie Öl; aufgeregte Puffins die versuchen hektisch wegzufliegen, um nicht unters Schiff zu geraten und um uns zum ganz viel Blas. :love:<3:love:<3 Ich bekomme schon wieder Gänsehaut. Und dann waren meine Füße auf Boden, den auch schon Eisbären betreten haben könnten. Ich fand es absolut faszinierend, mein Mann eher weniger.^^

    Und dann 2016 die Durchfahrt durch den Prins-Christian-Sund - wieder bei absoluten Traumkonditionen. Da war dann klar, dass wir unbedingt nach Grönland müssen.

    Bei meiner Recherche hat sich dann die MS Hamburg herauskristallisiert. Kleines Schiff, traumhafte Routen. Alle anderen hatten zu wenig Grönland. Klar, das Schiff ist nicht modern, sondern etwas "schrabbelig", halt so wie "unsere" Cara. Das Programm wird bestimmt auch nicht so nach unserem Geschmack sein. Aber die Route... Schmelz dahin. :)

    Also haben wir gebucht "Sommer in Grönland" mit Flug nach Kangerlussuaq, Fahrt nach Sisimiut, Qegertasuaq, Uummannaq, Passage Sermia Gletscher, Ilulissat. Kreuzen in der Diskobucht, Qasigiannguit, Aasiaat, Nuuk, Kangerlussuaq und Rückflug. Alles kaum auszusprechen aber bestimmt traumhaft schön. So der Plan für 2018.

    Und dann kam der neue Katalog für 2019 raus.... Was sehen meine Augen???? Spitzbergen- Island - Grönland intensiv!!!! UNSERE Grönland-Tour aber noch mit Island und Spitzbergen kombiniert!!! <3:!:Kennt ihr das?? Ein Blick - Gänsehaut - das ist es!!! Liebe auf den 1. Blick sozusagen. :love::love: Und das war ansteckend auf unserer Couch. Es hat keine 2 Sekunden gedauert und es war klar, dass ich nachfrage, ob wir umbuchen können. Und wir konnten!! Also machen wir dieses Jahr diese Tour:

    Do. 04.07.19 Nachtflug von Düsseldorf nach Longyearbyen
     

    Fr. 05.07.19

    Longyearbyen/Spitzbergen

    17.00

    Sa. 06.07.19

    Magdalenfjord/Spitzbergen /AR
    Liliehookfjord
    Mollerfjord
    Krossfjord
    Ny Ålesund/Spitzbergen

    morgens

    nachmittags
    nachmittags
    abends
    abends

    So. 07.07.19

    Barentsburg/Spitzbergen /AR

    vormittags

    Mo.08.07.19

    Erholung auf See

    Di. 09.07.19

    Passage Jan Mayen

    vormittags
     

    Mi. 10.07.19

    Akureyri/Island

    12.30

    18.00

    Do. 11.07.19

    Isafjørdur/Island

    08.30

    14.30

    Fr. 12.07.19

    Reykjavik/Island

    07.00

    20.00

    Sa. 13.07.19

    Grundarfjørdur/Island

    07.00

    14.00

    So. 14.07.19

    Kreuzen im Eismeer
     

    Mo. 15.07.19

    Kreuzen um Kap Farvel

    nachmittags
     

    Di. 16.07.19

    Narsarsuaq/Grönland /AR
    Qagssiarssuk
    Narsaq/Grönland /AR

    morgens
    mittags
    nachmittags

    Mi. 17.07.19

    Paamiut/Frederikshåb/
    Grönland /AR

    nachmittags

    Do. 18.07.19

    Nuuk/Godthåb/
    Grönland /AR

    nachmittags

    Fr. 19.07.19

    Sisimiut/Holsteinsborg/
    Grönland /AR

    nachmittags

    Sa. 20.07.19

    Qeqertarsuaq/Godhavn /AR

    ganztags

    So. 21.07.19

    Ilulissat/Jakobshavn/
    Grönland /AR
    Kreuzen in der Diskobucht

    ganztags

    Mo. 22.07.19

    Erholung auf See

    Di. 23.07.19

    Kangerlussuaq/
    Søndre Strømfjord/Grönld./AR
    Sonderflug nach Düsseldorf***

    06.00

    Ausbooten wetterabhängig. Hinweis: Die Anlandungen in Spitzbergen und in Grönland sind wind-, wetter- und eisabhängig, der genaue Fahrplan wird vom Kapitän vor Ort festgelegt.

    So, das war jetzt mein 1. Reisebericht. Geschafft. :)

    Ich hatte ja schon an anderer Stelle geschrieben, dass ich es total faszinierend finde, wenn 3 völlig unterschiedliche Personen nacheinander eine auf dem Papier identische Reise machen und dabei 3 völlig unterschiedliche Urlaube herauskommen.  Und da meine beiden Vorgängerinnen ja so schön von Ihren Reisen berichtet haben und mir dadurch eine wunderbare Vor- und Nachfreude bereitet haben, konnte ich irgendwie nicht anders. ;-)

    Fazit:


    Diese Tour ist ein Traum. Absolut faszinierend, 10 Inseln, alle vulkanischen Ursprungs und trotzdem soooo verschieden!

    Es war genau die richtige Entscheidung, die Wanderschuhe mitzunehmen und diese so unterschiedlichen Inseln auf diese Art und Weise kennenzulernen. Wir haben viel gesehen, was wir sonst nicht entdeckt hätten.


    Die Azoren sehen uns auf jeden Fall wieder! Und ein Wanderurlaub auf La Palma in Kombination mit La Gomera und vielleicht noch El Hierro spukt auch schon in unseren Köpfen herum.

    Das Wetter war wieder ein Traum!! Wir sind ja schon "berühmt berüchtigt" für unser Urlaubswetterglück, aber es ist dennoch immer wieder wunderbar, das so zu erleben.

    Es war unsere ruhigste AIDA-Reise. Das Programm hat uns diesmal so gut wie nicht angesprochen. Vielleicht waren wir die falsche Zielgruppe...Wahrscheinlich war das aber einfach nur die Vorbereitung auf unsere kommende Grönlandtour mit der MS Hamburg. 8o

    Zum Essen wollte ich eigentlich nichts schreiben, aber @Isuledda99 hat mich so nett gebeten. Sagen wir mal so, wir haben nicht zugenommen. :P

    Die Pizzastation, an der es diesmal nicht nur Pizza sondern zusätzlich auch eine Auswahl warmen Essens gegeben hat, hat uns nach unseren Ausflügen des Öfteren gerettet.

    Das Essen, das es mittags und abends gab, war wenig abwechslungsreich, das haben wir im Sommer auf der Aura - mit dem gleichen Küchenchef - völlig anders erlebt. Dass es am letzten Abend eine Stunde vor Schließung des Restaurants nur noch traurige Hummerscherenreste gab, kannten wir so noch nicht. Auch die Obstauswahl war kleiner als in unserer Erinnerung.

    Aber wir haben - wie immer - das Markrestaurant so gut wie ignoriert und haben immer etwas gefunden, das gut geschmeckt hat. Vom "Thunfisch-Kilawin" träume ich heute noch und habe leider noch kein anständiges Rezept dazu gefunden.

    Zu den Poolbrunches kann ich leider nichts sagen, wie haben es irgendwie geschafft, dort nie gewesen zu sein. :huh:

    Sonntag, 27.01.2018 – Puerto del Rosario, Fuerteventura (00:02 – 19:30)

    Hier beginnt der Tag mit einer Wanderung, denn an unserem Anleger gibt es keine Leihwagenstation und auch keinerlei Hinweis, wo denn eine sein könnte. Aber da gegenüber die Mein Schiff Herz liegt, laufen wir mal dort hin. Und wir wurden fündig. Diesmal leider kein Update, kein Navi, sondern ein kleines nicht mehr ganz frisches Teil mit dem Hang, zu einer Seite zu ziehen.

    Wir haben ja auf dieser Reise viel gelernt über Winde, Wolken, Regen etc und da Fuerteventura die Kanareninsel ist, die am nächsten an Afrika dran ist, bekommt sie genau davon am wenigsten ab. Das sieht man. Und nach kurzer Zeit hatte ich extreme Sehnsucht  nach einer GRÜNEN Vulkaninsel, entweder Azoren oder Madeira. Es war alles nur grau oder braun. Wir waren froh, dass diese Insel am Ende unserer Tour lag und wir schon so eine volle Festplatte hatten, dass wir nicht das Gefühl hatten etwas zu verpassen. Vielleicht war die Festplatte auch einfach nur so voll gepackt, dass nichts mehr drauf passte und Fuerteventura an diesem Tag einfach keine Chance mehr hatte.


    Das Dühnengebiet bei Corralejo ist faszinierend, der Strand nach den Hotels gegenüber der Insel Lobos traumhaft schön.



    Weiter ging es zum Faro des Toston. Was ist das denn, sind wir an der Nordsee??



    Eigentlich wollten wir jetzt noch nach Betancuria zum Aussichtspunkt, aber auf dem Weg überkam uns der kleine Hunger samt akuter Unlust auf diese Landschaft und so machten wir – gefühlt mitten im Nirgendwo - in Tefia an einem Restaurant an der Straße halt. Und ab da war alles gut. Tolles Essen vom Grill für einen Spottpreis, um uns rum nur spanisches Leben, Herz was willst du mehr. :love:<3

    Und wieder waren wir uns einig, dass das jetzt das Highlight des Tages war und wir unsere geplante Tour nun spontan beenden. Was ist das schön, wenn man alleine unterwegs ist und tun und lassen kann was man möchte. Also ab zurück zum Hafen, Auto abstellen, Schlüssel in einen abenteuerlichen Briefkasten werfen und zurück zum Schiff bummeln mit wunderbaren Blicken auf die beiden alten Damen.


    Der Abschied wurde uns noch versüßt mit einem wunderbaren Sonnenuntergang und tollem Fotogafierlicht. Blaue Stunde. Soooo schön.




    Koffer packen, ein letztes Ablegen mit Blick auf die Nock, Farewelldinner, Sektbuffet, Verabschiedung durch Kapitän und Crew, Poolshow, Poolparty und wieder ist ein wunderbarer Urlaub zu Ende.

    Samstag, 26.01.2018 – Arrecife, Lanzarote (09:00 – 19:30)

    Genug gewandert, für die beiden letzten Häfen der Tour sind nur noch Touren mit dem Auto angesagt.

    Die erste Hürde: Straßen benutzen, die laut Straßenschild eigentlich nicht befahren werden dürfen.  Zum Glück haben wir ein Auto mit Navi bekommen und auf das hören wir jetzt einfach mal. :D:S

    Unser 1. Ziel ist der Parque National Timanfaya.  Ein Traum. Wir sind nun zum 2. Mal hier und es ist wieder einfach nur faszinierend.




    Auf der Weiterfahrt nach El Golfo halten wir bei den Kamelen, der Anblick ist einfach zu witzig. Dort waren gerade mehrere Busse mit Italienern vor Ort. Da ging die Party ab. Was hatten die für einen Spaß!! Das Lachen und Gequietsche  war bestimmt kilometerweit zu hören. :D Leider darf ich euch die Fotos nicht zeigen. L

    Leider gibt es auch keinen Ton. Das Tier, das hier so harmlos schaut, hat der Dame, die auf dem Kamel oder Dromedar vor ihm saß, die ganze Zeit ziemlich unanständig ins Ohr "geschnauft". Es war zum wegschreien. :D:S




    Nächstes Ziel für heute: El Golfo mit seiner grünen Lagune bzw. dem Kratersee Charco Verde oder auch Charco de los Clicos genannt.  Spektakulär anzusehen, doch auch ein ziemlich bekanntes Ausflugsziel, auch für Einheimische.




    Wir sind dann weiter in den Ort gelaufen und dort in einem Fischrestaurant direkt am Strand versackt. Köstlich. :love:


    Da es danach gar nicht mehr schöner werden konnte und wir sonst auch nur noch uns schon bekannte Sehenswürdigkeiten abgeklappert hätten, hieß es zurück zum Schiff.

    Und zu gucken gibt es ja unterwegs mehr als genug: Vulkankegel, bewachsen mit grünen Büschen, die aussehen wie Samspunkte. Oder winzig kleine Drachenbäumchen, die wie Unkraut am Wegesrand stehen. Die begeistern mich immer wieder. Und und und..

    Donnerstag, 24.01.2019 – Funchal, Madeira (09:00 – 09:00 am Freitag)

    Da wir im November 2018 eine Woche auf Madeira waren und uns ein Großteil des Inselostens noch fehlte, haben wir im Vorfeld eine Tour bei Happy Tours Madeira gebucht und zwar die Osttour. Abgeholt wurden wir von der charmanten Marta, die uns mit Namensschild erwartete und uns zu einem Kleinbus mit ca. 8 Plätzen brachte. Dort warteten ein Paar aus England und ein junger Mann aus Dänemark auf uns und den Beginn der Tour. Marta stellte sich als Reiseleiterin und Fahrerin vor und da wir anscheinend eine deutschsprachige Tour gebucht hatten, fing sie an, alles auf englisch und deutsch zu erklären. Da haben wir sie schnell gestoppt und uns auf englische Erklärungen geeinigt. Da sie deutschsprachig aufgewachsen ist, haben wir uns zwischendurch mit ihr sehr nett unterhalten. Überhaupt war die ganze Gruppe toll, es wurde  - typisch britisch - viel gefragt – I love it. :) Und wir haben viel erzählt und vor allem von den Azoren geschwärmt. Besonders bei dem Dänen habe ich damit offene Türen eingerannt. ^^

    Nun zur Tour, wir waren in Camacha (bekannt für seine Korbflechtereien - der Rest in Geschmacksache....), auf dem Pico do Areiro (Brr, 2 Grad , Nebel und fieser Wind), Ribeiro Frio mit seiner Forellenfarm, Santana (leider im Regen), Portela (Aussichtspunkt ohne Aussicht, nur Nebel), Ponta da Sao Lourenco und Manchico.

    Marta hat viel erzählt und erklärt. Wir hatten an allen Zielen genügend Zeit uns umzuschauen. In Santana waren wir in einem privaten Häuschen, sehr spannend! Von uns wollte dort keiner wohnen, auch nicht vor 20 Jahren.... Die Tour kann ich nur wärmstens empfehlen, charmant, informativ, mehrsprachig, nie aufdringlich und das Ganze für einen sehr sehr moderaten Preis.


    Das Wetter war mehr als spannend, in Funchal herrlichster Sonnenschein und ca. 20 Grad, auf dem Berg, Nebel, Wind und 2 Grad, in Santana Regen und gefühlt a…kalt, eine Fahrt über die Berge im Nebel und dann waren wir irgendwann wieder in herrlichstem Sonnenschein. Faszinierend.

    Hier ein paar Impressionen:





    Auf dem Rückweg haben wir uns in der Stadt absetzen lassen und sind an der Promenade entlang zur Markthalle gelaufen, weiter durch die Rua de Santa Maria mit ihren berühmten bemalten Haustüren,


    Stop bei leckerstem Poncha, weiter zum Fortaleza de Sao Tiago. Dort konnten wir uns an den wahnsinnigen Farben bei Sonnenuntergang gar nicht sattsehen.





    Zum perfekten Tag gehörte natürlich noch Schwarzer Degenfisch mit Banane und Maracujasosse, genossen in der Altstadt. Danach hieß es zurück zum Schiff, denn es war der Auftritt lokaler Gastkünstler  angekündigt und natürlich Inacio – der „Verrückte“, der jedes AIDA-Schiff mit einem lautstarken GUTEN MORGEN – HERZLICH WILLKOMMEN am Hafen begrüßt.

    Der Auftritt von “ Grupo Monte Verde“  war ein absolutes Highlight!! Die Tänze waren schön anzusehen, die getanzten, lustigen Geschichten gut zu verstehen und sie haben es geschafft, dass letztlich doch einige Urlauber mitgetanzt haben. Ein Riesenspaß!! Den hatte auch Inacio, denn er durfte im Aida-Hemd Poncha mixen. So wie er dort mit den Flaschen rumgewirbelt hat, wird nicht viel in den Gläsern gelandet sein, aber er hatte seinen Spaß. 8)

    Und wir auch, denn von unserem Aussichtspunkt konnten wir herrlich beobachten, wie einige Urlauber sich nach der Vorführung dann doch an den Poncha gewagt haben. Sehr lecker, sehr süffig, sehr alkoholhaltig....

    Jedenfalls war das ein Selectionabend wie aus dem Bilderbuch. Leider gab es hiervon auf dieser Reise nur diesen einen, da waren wir von unserer Großbritannien-Runde im vergangenen Jahr doch sehr verwöhnt.

    Mittwoch, 23.01.2018 – Seetag

    Wir hatten wieder herrlichstes Seetagwetter mit Ententeichbedingungen!! Selbst der Offizier von der Brücke konnte nicht anders, als diese Ansagen zu machen“…Das sind Ententeichbedingungen!! Nur auf  einem Ententeich gibt es keine Dünung.  ;-) Wir haben 2 Meter…..“ Wenn man auf die Reeling geschaut hat, konnte man sehen, wie die Cara fröhlich rauf und runter ging, aber ganz moderat. Herrlich. :)8)

    Dienstag, 22.01.2018 – Praia da Vitoria, Terceira, Azoren (07:00 – 18:00)

    Entspannter Tourstart um 10:00, wir fahren an die Nordküste nach Agualva, um dort die Streckenwanderung  „Baias da Agualva“ zu machen.  Leider habe ich hiervon so gut wie keine Bilder, da ich bei dieser Wanderung meine Hände für den Weg brauchte. :S Es war zum Teil sehr glitschig, natürlich bergab oder mit herrlichen glitschigen Stufen bergauf, die zum Glück eng bewachsen waren, so dass man sich an den Pflanzen festhalten konnte. ^^ Immer wieder gab es spektakuläre Ausblicke. Der Weg war wunderschön.

    Der einzige Nachteil war hier die Größe der Gruppe. Bisher hatten wir immer kleine Wandergruppen und es waren fast immer die gleichen Personen unterwegs. Nur hier wurde der Bus immer voller mit fremden Gesichtern, so dass wir zwischenzeitlich schon befürchteten, im falschen Bus zu sitzen. :huh:

    Hier ein paar Impressionen:


    ICH WILL AUCH EINE STRELITZIENHECKE!!! :love:<3:love:Häuschen inmitten schönster Natur,  im Garten Süßkartoffeln und Strelitzien, im erweiterten Garten der tosende Atlantik. Mein Traumhaus!!!



    Zurück zum Schiff ging es wieder durch viel grüne Landschaft, hier mit Feldabgrenzungen aus Steinen statt Hortensien, noch zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Ort und Hafen.


    Bye Bye Azoren....

    Wir konnten es schon von Weitem sehen, dass dort am alten Leuchtturm ein kleiner Sandsturm war. Unsere Reiseleiterin hat uns dann auch nicht den Weg rauflaufen lassen sondern den Bus geordert. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Leuchtturm hat es uns dann doch alle erwischt, Erkennungszeichen: Sand zwischen den Zähnen.


    Leider war das Besucherzentrum entgegen der Aussagen der Dame geschlossen. Was nun?? Wir fuhren kurz zum „Reserva Florestal Natural do Parque do Capelo“, allerdings wussten wir nicht so genau, was wir hier sollen. Es gab ganz viele Picknicktische unter Bäumen, ein kleines Wildgehege und dieses niedliche Schlumpfhaus.


    Vorher hielten wir noch irgendwo an einem kleinen Cafe und haben der Dame hinterm Tresen bestimmt DIE Einnahmen der Woche beschert, auf jeden Fall des Tages. Wir wären alle viel lieber noch zur Caldera gefahren, aber dort war – wie wir später von anderen Ausflüglern erfahren haben – nur Nebel.

    Zurück in Horta haben wir uns alle kurz vor Peter’s Cafe absetzen lassen. Dort war es proppenvoll, aber nett. Superbock, Knoblauchbrot und Fischsuppe. Was will  man mehr?


    Eigentlich wollten wir noch zum Strand Porto Pim zurück laufen, aber irgendwie waren wir dann doch schon auf dem Weg an der Promenade entlang und dort gab es viel zu sehen. Die meisten Translatlantiksegler verewigen sich hier. Was wohl aus Ihnen geworden ist? Sind alle gut „drüben“ angekommen?






    Für den Fall, dass wir noch einmal dorthin kommen, es gibt laut der sehr netten Dame am Infoschalter im Hafenterminal eine Buslinie, die einmal um die ganze Insel herumfährt. Ich meine, sie hätte etwas von 3 oder 6 Euro Fahrpreis gesagt. Und am Strand von Porto Pim soll es ein kleines Walfängermuseum geben, das wohl auch sehr sehenswert sein soll.                                                                                             

    Die Insel Faial war für uns jetzt nicht sooo spektakulär wie  gestern Sao Miguel, aber hier war ja auch das Ankommen das Ziel. Und das hat geklappt.

    Montag, 21.01.2018 – Horta, Faial, Azoren (09:00 – 20:00)

    Wir werden wach, 08:00, der Lotse soll doch um diese Zeit kommen. Wir fahren nicht, die Maschinen sind aus – was ist hier los?? Ein banger Blick aus dem Fenster: dunkel, in Sichtweite eine Insel mit dicker Wolke, ein Beiboot der Cara auf dem Wasser…. Oh je… Fernseher an, Blick nach vorne: wir sind ganz nah an Land, wieso bringt der Lotse uns nicht rüber??

    Schnell ins Bad springen und hoffen, dass jetzt keine Durchsage des Kapitäns kommt. Wir werden immer unruhiger… 08:30 Lautsprecherdurchsage – einmal kurz Luft anhalten und dann kommt’s: „Guten Morgen, hier spricht Ihr Kapitän. Das Wetter war letzte Nacht doch nicht so gut wie angesagt, der Wind hat ganz schön aufgefrischt, haben Sie bestimmt gemerkt. Da zeigen sich die Azoren doch noch von ihrer unberechenbaren Seite… Wie Sie sehen, liegen wir kurz vor der Hafeneinfahrt, aber die Einfahrt ist zu riskant. (Laaange Pause, ich halte immer noch die Luft an!) Wir haben die Tenderboote zu Wasser gelassen, das Schiff ist freigegeben! Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag in Horta!“ WIR HABEN ES GESCHAFFT, WIR SIND DA!!! Unser Glück ist wirklich kaum zu glauben! :S

    Frühstücken, Rucksack schnappen, ab ins Tenderboot und die Füße auf den Boden der Insel Faial setzen. Der Bann ist gebrochen. :D


    Wir sind natürlich wieder gewandert. Obwohl, diesmal war es eher „betreutes Spazierengehen“, aber egal.

    Auf dem Weg aus dem Ort raus, gab es diesen tollen Augenblick, als die Wolkendecke kurz aufriss und der Pico (höchster Berg Portugals) mal kurz gucken musste, was da drüben auf der Nachbarinsel so los ist.

    Dieser irre Regenbogen zeigte uns den Weg:


    Wir sind nach Varadouro gefahren zu den Naturschwimmbecken und dort startete die „Wanderung“.


    Ziel war der Vulcão dos Capelinhos auf der Halbinsel Ponta dos Capelinhos.

    „Durch eine Serie von seismischen Aktivitäten begann sich am 16. September 1957 auf der Azoreninsel Faial ein drohender Vulkanausbruch abzuzeichnen. Der Ausbruch erfolgte schließlich am 27. September 1957, etwa 1 km vor der Westspitze der Insel, auf offener See. Die neu entstandene Vulkaninsel vereinigte sich am 12. November 1957 mit der Hauptinsel Faial, die Aktivität des Vulkans endete am 24. Oktober 1958. Die rund 2,4 km² große, durch den Vulkanausbruch entstandene Halbinsel wurde Ponta dos Capelinhos getauft.“ (Quelle: Wikipedia)

    Irgendwie stellt man sich so den Mond vor... Nur mit Leuchtturm....

    Fortsetzung Ponta Delgada:

    Weiter geht es zum Aussichtpunkt Vista do Rei. Ein paar Bekloppten beim Ruinenklettern zuschauen. ;) Nein, um diesen berühmten Blick zu haben – Lagoa Verde und Lagoa Azul.

    Hierzu gibt es auch wieder eine schöne Geschichte:

    Hier die romantische Version:

    Der Sage nach bestehen die Seen aus den Tränen zweier Verliebter. Eine Prinzessin musste sich von ihrem Geliebten, einem armen Hirten, der erfolglos um ihre Hand angehalten hatte, trennen, um einen Mann, den ihr Vater für sie ausgewählt hatte, zu ehelichen. Sie trafen und küssten einander ein letztes Mal dort, wo sich heute beide Seen berühren. Aus ihren Abschiedstränen entstanden die beiden Seen: der blaue aus den Tränen der blauen Augen der Prinzessin und der grüne aus den grünen Augen des Hirten.

    Die weniger romantische, eher logische Version ist, Lagoa Verde verdankt seinen Namen einem Phänomen, das bei Einfall des Sonnenlichts in die Calderaa uftritt. Steht man am Rand des Kraters, so wirkt das Wasser des Lagoa Verdes grünlich durch Lichtreflexionen auf der Wasseroberfläche, die von dem dichten Nadelwald ausgehen, der an der steil nach oben ragenden Kraterwand wächst, während das Wasser des größeren Seeteils eine blaue Färbung hat, die durch die Bezeichnung Lagoa Azul ausgedrückt wird. Nach starkem Regen sind jedoch beide Seen trübe und grünlich.

    Und die dritte Geschichte hat was mit Kühen zu tun….

    Wir waren uns alle einig, dass wir nur die 1. Version glauben. :love:

    Hier noch einmal aus dem Bus auf dem Weg nach Sete Cidades:

    Zurück in Ponta Delgada hieß es nur, schnell in andere Klamotten, eine Kleinigkeit essen und raus. Herrlich!! Sonntagsspaziergang in der Sonne zum Hafen zum Touristen gucken -Einheimischenvariante. Sonntagsspaziergang am Hafen entlang zum Ort und auch ganz viel gucken -Touristenvariante. War das schön. Die Atmosphäre völlig entspannt, tolle Fotomotive, ein schönes Cafe mit köstlichen Pasteis de Nata gleich an der Kirche, Sonntagnachmittag in Portugal. Gefühlt war der ganze Ort auf den Beinen, wer nicht am Hafen war, war hier an der Kirche: Pfadfinder jeden Alters, Soldaten mit schmuckem Halstuch, Feuerwehrleute mit Galauniform samt glänzendem Helm, schick angezogene Damen und Herren, alle auf dem Weg zu einem speziellen Gottesdienst. Es war wunderbar.






    Auf dem Weg zurück noch Tee von den Azoren gekauft und dann hieß es – Duuu, wir fahren gleich los nach Horta!!!! Die Spannung steigt… Das klappt bestimmt!


    Sonntag, 20.01.2019 - Ponta Delgada, Sao Miguel, Abfahrt 18:00

    Heute stand „Wandern auf den Azoren“ an – Wanderung in den Bergen rund um Sete Cidades entlang der Seen Lagoa das Eguas, Lagoa Rasa und Lagoas Empadadas. Was soll ich sagen, es war traumhaft schön!!

    Auf dem Weg zum Ausgangspunkt habe ich mir die Nase an der Busscheibe fast platt gedrückt. Ist das schön hier!! Grün in allen Schattierungen. Dazwischen Schwarz-Bunte, ja sind wir denn auf Urlaub in Norddeutschland? Alles voll mit Holsteiner Milchkühen! Glückliche Kühe kann ich nur sagen…. Es sieht teilweise aus wie in Irland oder Schottland, dann wieder wie zuhause oder im Schwarzwald. Und was hier alles wächst!! Strelitzien, Agapanthus.. Einfach so am Wegesrand. Und dann springe ich fast aus dem Bus, große weiße Callas!! Die wachsen hier wie Unkraut, wie bei uns die Brennesseln, am Straßenrand! Ich fasse es nicht!! Und die Begrenzungen zwischen den einzelnen Weiden und Feldern sind Hortensienhecken!! Ich bin im Paradies!!!! Später soll ich noch erfahren, dass hier die Callas an die Schweine verfüttert werden!! Glücksschweine sozusagen. Lach

    Irgendwann heißt es Nase von der Fensterscheibe und raus aus dem Bus. Rauf geht’s. Und dann diese Aussicht:

    Unfassbar schön. Dass ich mich in dieses Fleckchen Erde völlig verliebt habe,  muss ich wohl nicht mehr extra erwähnen….:love:<3

    Nein, wir sind nicht in Kanada! Auch wenn wir laut Seekarte gefühlt näher dran sind, als an Europa.

    Irgendwann ist diese traumhaft schöne Wanderung zu Ende. Und um das Glück komplett zu machen, sehe ich auch noch ein Adler über uns kreisen. Selbst jetzt beim Schreiben, wandern  meine Mundwinkel fast um den Kopf rum, ich strahle meinen PC an.

    Samstag, 19.01.2019 - Ponta Delgada, Sao Miguel, Azoren ab 18:00

    Leute – könnt ihr euch das bitte einmal vor Augen führen?! Wir haben Mitte Januar, wir sind auf dem Nordatlantik, auf dem Weg zu den Azoren – und was hört man da manchmal für Geschichten.

    Windstärke 11, Sturmfahrt und ähnliche Dinge. Und was haben wir?? ENTENTEICH!!! Wenn es hoch kommt ein wenig Dünung, das ist alles. Kaum zu glauben! :love: Nur in der ersten Nacht hat es gewackelt, aber laut Kapitän waren das alte Wellen. Lustig. Wer war das? Jemand von euch? Wer hat den Atlantik so aufgeschaukelt, dass es Tage später noch manchen ganz plümerant war? 8|

    Wir sind total aufgeregt, wir sind gleich auf den Azoren!! Irgendwann war kein Halten mehr, ab zum Bug auf unseren Lieblingsplatz und gucken. :)

    Kaum haben wir angelegt, sind wir runter vom Schiff, die Füße mussten auf „azorischen“ Boden. :) Diesen Moment liebe ich so auf Kreuzfahrten. Das Ankommen. (Und später wieder das Losfahren…) Wir sind also einmal bei absolut genialer Beleuchtung, die Sonne war gerade untergegangen, in den Ort geschlendert, durch den Ort geschlendert, haben ein Especial (Bier auf den Azoren gebraut) und ein Kiba (einheimische Maracuja-Limonade) getrunken. Herrlich!

    Freitag, 18.01.2019 – 1. Seetag

    Ich muss zugeben, dass meine Seele völlig überfordert war mit dem Wanderurlaub auf dem Schiff. Für einen richtigen Wanderurlaub waren wir in der falschen Gegend und in der falschen Unterkunft und für eine Kreuzfahrt war es bisher viel zu busy, die Ruhe an Seetagen fehlte mir komplett. Also habe ich den Seetag mehr als genossen. :) Das heißt, ich bin beim Lesen im Sitzen fast eingeschlafen, habe mich nur noch in die Kabine geschleppt und habe fast den ganzen Tag gepennt, nur unterbrochen von einem kurzen Mittagessen. Unfassbar. :D Aber danach hatte ich Urlaub, ich war endlich angekommen. :):love:

    Donnerstag, 17.01.2019 – Santa Cruz de La Palma, La Palma (08:00 – 19:30)

    Endlich mal ein wenig länger schlafen, um 09:15 war Treffpunkt für unseren Ausflug „Höher geht nicht“ mit Graja-Tours. Geplant war eine Tour zum Roque de los Muchachos auf 2.426 m.

    Am Treffpunkt, einem Schnellrestaurant keine 5 min vom Hafen entfernt, warteten einige Ausflügler auf ihre privaten Tourguides und wir konnten hören, wie jemand erzählte: „Am Teide hat es gestern geschneit!“ So ein Quatsch, da waren wir gestern bei allertollstem sonnigen Wetter!!

    Da kommt auch schon unser Kleinbus um die Ecke, Mike mit Familie. Sabine checkt schnell noch einmal, wann wir wieder zurück sein müssen und wünscht uns einen schönen Tag mit ihrem Mann. Der startet die Tour mit den Worten: „Oben am Roque hat es diese Nacht geschneit! Die Straße ist gesperrt! Ich schlage vor, wir fahren erst einmal nach xxx und versuchen später, dort rauf zu kommen.“ Hat er wirklich Schnee gesagt??? :/„Ihr ward doch gestern auf Teneriffa… Am Teide hat es auch geschneit, bis auf 2.000 m.“ Spätestens da wird uns klar, dass wir so gar keine Ahnung von dem Wetter auf den Kanaren haben und das die Aussage, dass allein La Palma 5 Klimazonen hat, kein Märchen ist.

    Los geht’s. Der Kleinbus hat 8 Plätze, 2 bleiben frei. Unsere Gruppe besteht aus 2 Paaren von der Cara und einem Paar aus Hamburg, das Urlaub auf La Palma macht und natürlich Mike, der Chef, Fahrer und Reiseleiter in einer Person ist.

    Um es vorwegzunehmen, es hat das Beste aus diesem Tag gemacht! Laut Ausschreibung wäre die Tour bis max. 17:00 gegangen, wir wurden um 18:15 am Hafen abgesetzt. Und die ganze Zeit wurden wir mit Informationen über diese tolle Insel gefüttert. Wir waren platt, unsere Festplatten völlig overloaded, es war total genial! Nur…. Wir Mädels hatten jetzt keine Zeit mehr, in den tollen Perlenladen in der Stadt zu gehen. Also müssen wir „leider“ noch mal wiederkommen. :D

    Mike hat uns gefühlt einmal um die ganze Insel gefahren, zumindest wie wir nachher auf der Karte gesehen haben, einmal um die komplette Caldera. Wir waren nicht mehr auf dem Roque de los Muchachos. Laut WebCam hätten wir mitten in einer Wolke gestanden und über vereiste Straßen zu rutschen können wir im Winter zuhause haben, im Urlaub muss das nicht sein. Also noch ein Grund, noch einmal nach La Palma zu fahren.

    Fragt mich nicht, wo wir überall waren auf unserer „Kaffeefahrt“. :) Zu allererst natürlich einen Kaffee trinken, was denn sonst? Barraquito – sehr lecker, auch ohne Alkohol. Und natürlich an einem Denkmal für die Lanzenspringer, an den Naturschwimmbecken La Fajana; über die alte Straße mit drei mehr als abenteuerlichen Tunneln zum "Mirardor de las Mimbreras";

    Weiter zu meinem absoluten Highlight: den uralten Drachenbäumen nahe Los Tocas

    Anhand dieser Collage könnt Ihr den Unterschied zwischen den ursprünglichen und den kultivierten Bäumen erkennen:

    Wir waren natürlich zum 2. Mal Kaffeetrinken und bei der Gelegenheit gab es auch Tapas für uns alle. Hier gilt auch ein halbes Hähnchen als Tapas. Sehr spaßig. :D

    Im Lorbeerwald (Los Tilos) und im Parque Cultural „La Zarza und Zarcita“ mit uralten Felsgravuren der Guanchen, waren wir später auch.

    Und wer weiß wo noch. Es war einfach zu viel. Abends waren wir platt, aber glücklich und morgen ist endlich SEETAG!!!