25.09.21 – Bremerhaven:
Anreise war relativ unspektakulär, das übliche Prozedere auf der A1, aber die wirklich langen Staus waren in der Gegenrichtung. Unser 1. Eindruck von Bremerhaven war überraschend gut. Den Weg gesucht zu P3 – sehr spannend.
Man sollte auf die Zeichen achten, welche Straße gerade frei ist und dann ist die Streckenführung sehr spaßig. Plötzlich ein kleines Schild am Staßenrand, eine kurze Bewegung am Lenkrad, Frau quietscht, Mann entschuldigt sich und schon sind wir da. 

Kurz bezahlt, die Koffer an der seeeeehr leeren Kofferabgabe abgegeben, Auto irgendwo unterm Dach abgestellt und vollgepackt mit Rucksack und Jacke ab zum Schiff. Da wir noch 2 Stunden Zeit hatten bis zum Einchecken und wir unsere Sachen coronabedingt nicht im Terminal deponieren konnten, sind wir halt vollbepackt losgetapert. Es war warm.. Der Weg war lang.... Durch die Baustelle, hin und her und dann irgendwann ein Weg nach oben auf den Deich. Dann war alles gut. 
Eine Bank okkupiert und ab da war Urlaub. 
Blauer Himmel, Pingelturm, Autotransporter gucken, sehr spannend. 
Irgendwann mussten wir dann doch mal zurück. Wie war das noch mit den Schleusen???? Wir sind von daaaa gekommen – Ja, aber von daaaaa kamen gerade ganz viele Taxis – ooook. Wenn man nicht aufpasst, verpasst man noch das Schiff – Lost in Bremerhaven... 
Eigentlich hatten wir noch einiges an Zeit bis zum Check-In, aber alle Leutchen vor uns waren schon durch, also durften wir auch. Freundliche Begrüßung und los geht’s. Gesundheitsbogen ausfüllen – also die Angaben bestätigen, die man schon digital gemacht hat zum Impfstatus inkl. Impfstoff und noch die kleinen Fragen beantworten, ob man in letzter Zeit erkrankt war oder Kontakt mit einem Coronaerkrankten hatte. Erledigt und weiter geht es zur nächsten Station zur Kontrolle der Impf-App und ab in die Schlange.
Dann wurde mein Mann vom netten Herrn, der uns eingecheckt hat, mal schnell zur Frau gemacht, was er zum Glück körperlich nicht merkte, allerdings zu Heiterkeitsattacken meinerseits führte, als ich es kurz vor Betreten des Schiffs merkte. 
Begrüßt wurden wir von Dr. Schädel, normalerweise Kreuzfahrtdirektor aber momentan darf er auch allen Passagieren an die Gurgel, sprich Fiebermessen.
Die Kabine war schnell gefunden, ein Koffer wartete sogar schon auf uns. Aus der Frau Ehemann schnell wieder einen Herrn Ehemann machen lassen an der Rezeption – zum Glück wieder ohne Operation – und los gings nach oben an Deck. Herrlich – gaaaanz viel Platz und nette Sitzgelegenheiten. Sogar einen Minigolfplatz gibt es.
In der schönen Aussicht ist gerade Kaffeestunde – perfekt. Göga futtert Kuchen, die Gattin freut sich über Minibagel. Kaffee kommt von alleine angelaufen. URLAUB. 

Zu gucken gibt es in Bremerhaven ja wirklich viel. Und damit haben wir uns den Nachmittag vertrieben, mit Gucken. 
Seenotrettung war auch noch…. Hier fiel dann schon extrem auf, dass wir – das Fernsehteam ausgenommen – mit zu den Jüngsten gehören. 
Den Kindern hatte ich schon geschrieben, dass ich gerade im Jungbrunnen sei, fühle mich wie 5. Ok, wie 12. 

Leider schien nicht jedem der Umgang mit der Maske bzw. die Bedeutung Nasen-Mund-Schutz geläufig zu sein. Schade, hatten wir doch bereits genug Gelegenheit, uns an diese kleinen Dinger zu gewöhnen. Oder wurde evtl. einfach vergessen, wo genau die Nase sich befindet? 
Nach der Abnahme durch den Kapitän – er kam persönlich zu jeder Rettungsstation, hat uns begrüßt auf dieser 1. Reise, auf der wieder richtig Strecke gemacht wird – ging es schnell rauf auf Deck 12. In ein paar Minuten geht es los – unfassbar irgendwie.