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Vorab nun erst ein paar Fakten:
Angola, liegt nördlich von Namibia und ist mehr als dreimal so groß wie Deutschland. Es war eine ehemalige portugiesische Kolonie. Touristisch ist es noch ein relativ weißer Fleck auf der Landkarte.
Angola wurde 1975 unabhängig und kommunistisch, bis 2002 herrschte Bürgerkrieg. An vielen Stellen liegen bis heute Landminen verborgen. Von Lady Di gibt es ja sehr bekannte Bilder von der Minenentfernung 1997.
Angola war zeitweise der größte Ölproduzent des Kontinents. Die Dollar-Milliarden flossen jahrzehntelang unbegrenzt ins Land. Durch das Öl war viel Geld im Umlauf und man konnte den Import locker bezahlen.
Luanda, Hauptstadt und Millionenmetropole.
Luanda gehört zu den größten Städten Afrikas und ist auch die drittgrößte portugiesischsprachige Stadt hinter São Paulo und Rio de Janeiro.
Ich las im Internet, eine Zahl von 9 Millionen Einwohner. Unser Guide erzählte uns aber heute, dass zwischen 10-12 Millionen Einwohner in Luanda und der unmittelbaren Umgebung leben.
Die Stadt galt als teuerste Stadt der Welt für Ausländer. Erst 2017 wurde dieser Titel nach einer kurzen Pause wieder von Hongkong übernommen .
Auch hier ist Grund dafür, dass fast alles in Angola importiert werden musste.
Der Bürgerkrieg und die Minen machten Landwirtschaft lange unmöglich. Korruption war und ist allgegenwärtig.
2014 kam der Crash, die Ölpreise brachen ein, und somit versiegten die Dollars.
Die Wirtschaft erholte sich seitdem kaum mehr. Nur ganz langsam entwickelt sich die Wirtschaft.
Das durchschnittliche Einkommen der Bevölkerung liegt bei unter 3000 $ und dass trotz des Reichtums an Bodenschätzen.
Auch im sozialen Sektor fehlt es hinten und vorne. Das führt leider zur schlechten Schulbildung. Auch das Gesundheitssystem ist nicht das beste.
Zu den am stärksten von Armut betroffenen Gruppen gehören Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren, von denen ein Drittel von weniger als 2,15 Dollar pro Tag leben muss.
Viele Menschen leben deshalb unterhalb der Armutsgrenze und die Arbeitslosigkeit ist vor allem unter jungen Erwachsenen hoch. Etwa 85 Prozent der erwerbstätigen Frauen und Männer sind in der Landwirtschaft tätig. Insbesondere auf dem Land ist die Gesundheits - und Wasserversorgung ungenügend und viele Haushalte verfügen nicht über fließendes Wasser in ihren Häusern.
Unser junger Guide meinte zwar , sie machen langsame Entwicklungsfortschritte, aber es dauert sicher noch viele Jahre.
Auch der Tourismus nimmt erst langsam zu.
Angola hat Besuchern schon was zu bieten. Rund um Luanda lernten wir ein wenig was heute kennen. Unterwegs sahen wir auch einige Hotels der gehobenen Klasse.
Es gibt z.B. portugiesische Kolonialstädte und vielfältige Landschaften. Bekannt sind die Wasserfälle in Kalandula, die mit 105 Metern fast so hoch wie die Victoriafälle sind und zu den größten in Afrika gehören.